Indiana Tribüne, Volume 24, Number 266, Indianapolis, Marion County, 13 June 1901 — Page 1

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BS9C9fc369aG36S j an a 1 4 T (Laae und s onntagsblatt O 5 ?cr Ä?ochc. 5:nn:.::;5Ma.tt lsK cr Asche. Erscheint Zeden Mactxmittag und Ssnntag Morge. I Jahrgang 24. Indianapolis, Ind. Tonnerstag, Den 13. Zun: 1901. No. 2iW

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Das latt - Amendement Bon Der cubanijchen Constituante ohne Anhängsel angenommen , Und zwar mit 16 gegen 11 Ztimmen. Hilfst Zrnl!j Joseph in pray angekommen.

Er will persönlich versuchen Zwlschcu den Tschechen und Teutschen Frieden zu stisteu. Tas Panzerschiff Zährivgen 41 3;i Kiel vom 2tz?ä gelassen. Vom Kr! kg in Cndaftika. Das Platt - Am endment angenommen. H a v a n a , 13. Juni. Die tubaniscke Konstituante hat das PlattCement mit 16 gegen 11 Stimmen angenommen. Der Beschluß ging M Charte durch. Unmittelbar nach Eröffnung der Sitzung unterbreiteten Hörren Tamarw. Villuendas und Quesel, totlfy die Majorität de-Kom-lnittees für auswärtige Beziehungen bildeten, einen amendirten Kommitteeberickt (als Saü''titut des früheren B.'richti über ras vom Kongreß passirte ''l2tl-Amendem?nt) und" empfehlen, daß dasselbe angenommen un? der ftcnü;:u:icn einoerleibt erden sollte. Bei der namentlichen Abstimmung summten von den 27 Telegaten für den Kommi::eebericht die Herren (Sapoie, 'lluenras. Jose M. Gomez, Tamayo. Monieaguedo. Delaado, Betancourt. :l;-erga, Llcrente. Quefada, Sanaui lt), Nunez, Roöriguez. Berriel, Quilez und Jlerrer. Taegen stimmten die Herren Zanal, llleman, (ludzldo Tamatzo. Gian juallxrto Goriiez. Cisneros, Siloal. Zortun, Lacret. Portuondo, Castro und Manduley. Die Teleaaten Rioera. Corresco, GeBtt und Roban waren ablesend. Die beiden Letzteren hatten bei der früheren Zlbstimmung gegen Annahme de-Amen-Zements gestimmt. Sennor Ferrer stimmte mit den Konservativen für die Annahme des Amendements und erklärte seine Zilwesänderung dadurch. )aß er eingeseben habe, daß die Annahne des Amendements durch die kubanische Konstituante die einzige Möglichseit einer Lösung der Frage sei. Die Konstituante wird jetzt eine Kommission zur Ausarbeitung des Wahlgesetzes einsetzen. Von den Philippinen. Manila. 13. Juni. Leutnant .enry T. Mitchell vom 41. Regiment ist verhaftet und angeklagt worden, in Bacolor von den öffentlichen Geldern 5227 unterschlagen zu haben. General Mariano Trias ist von der Philippinen-Kommission zum Gouverneur der Provinz Cavite ernannt wor?en und Ambrofio Flores zum Gouverneur von Rizel. Kapt. Jacob F. Krebs ?om 22. Jnf.-Regiment ist zum Gouoerneur von Nueva Ecija ernannt wor?en. Kapt. Wm. H. Wilhelm vom 21. In-anterie-Regiment. der kürzlich in einem Äefecht mit Insurgenten bei Lipa einen Schutz in die Schulter erhielt, ist am Mittwoch gestorben. General Summer ist von dem notorischen Jnsurgentenführer Cailles beaachrichtigt worden, daß er, Cailles, sich sicht ergeben würde, wenn die von ihm zestellten Bedingungen nicht von den Amerikanern angenommen würden. illes hatte unter Anderem vollständige Amnestie für sich und seine Leute verlangt und diese ist ihm rundweg verveigert worden. Die Unterhandlungen sind in Folge dessen abgebrochen worxn. Es wird jetzt von amerikanisier Seie ein regelrechtes 5cesseltreiben verinstaltet werden, um Cailles einzufaner., man glaubt ober nicht, daß es geGingen wird, ihn lebendig festnehmen zu können. Stapellauf des Zachrin-gen-. Kiel. 13. Juni. In Gegenwart des Kaisers und der Kaiserin, des Prinzen Heinrich, des Grohherzogs und r Großherzogin von Baden, sowie oieler hoher Marine- und Armee-Offizie-r: wurde hier am Mittwoch Nach.nit:ag auf der Germania-Werfte das neue Panzerschiff Zachringen" vom Stapel gelassen. Die Taufe wurde von der Zroßherzogin von Baden vollzogen. Der Stapellauf war übrigens von einem bedauerlichen Unglücksfall begleitet. Während die Stützen von dem Schiff entfernt wurden, brach einKrahn zusammen und es wurden dabei zwei

dünner gztödtet und drei schwer ver.etzt. Zraf Walder see's Heimreise. Berlin. 13. Juni. Der LokalAnzeiger" veröffentlich: eine Spezialreiche aus China, wie folgt : Graf von Waldersee hat seinen ?reiseplan abgeändert. Er wird von Shanghai direkt nach Hamburg zurückkehren und dort Anfangs August ankommen. Von Hamburg aus wird er sich direkt nach Hannover begeben. Die Gräfin wird den Juli in der Schweiz zubringen und ihren Gatten in Hamburg empfangen. Graf von Waldersee befindet sich in vorzüglicher Gesundtjeit." Yokohama, 13. Juni. Graf von Waldersee wird sich am Freitag nach Nikko begeben und am 18. Juni nack Mokobama kommen. Am nächsten Tag wird er sich wieder nach Kode und dort an Bord des deutschen Kreuzers Hertha" begeben. Au s Südafrika. Pretoria. 13. Juni. Zwei Boeren. die versucht hatten, aus Pretoria zu entfliehen und sich wieder zu ihren Kommandos zu begeben, nachdem sie Den Neutralitätseid geleistet, sind hier ?on einem Kriegsgericht zum Tod verartheilt und erschossen worden. General Pulteny's Division hat eine Abtheilung Boeren gefangen genommen. darunter einen Bruder des stellzertretenden Präsidenten Schalkburger. kardinal Gibbons in Rom. Rom. 13. Juni. Der Papst hatte am Dienstag eine lange Unterredung mit dem Kardinal Gibbons. Der KarIrin! setzte bei dieser Gelegenheit dem Papst auseinander, daß es für die Ver. ::..:ten unmöglich sei. einen Gesandten beim Vatikan zu akkreditiren, da die Republik keine Staatsreligion anerkenne und keinen Unterschied in den oerschiedenen christlichen Konfessionen mache. In der Audienz wurde auch der Status der religiösen Orden in Cuba und den Philippinen besprochen. Der Papst soll dabei gewisse Vorschläge beireffs der künftigen Stellung der Mönche gemacht und angedeutet haben, daß eine eingeborene Priesterschaft herangczogen werden solle, die nicht blindlings den spanischen Traditionen folgt. Aus dem deutschen Reich. Berlin, 13. Juni. Herr Andrew D. White. der Ver. St. Botschafter, j :.b am Dienstag Abend dem Rettor der Berliner Universität, Dr. Harnack, und den hauptsächlichsten Professoren zu Ehren ein Bankett, dem von Amerikanern auch Prof. Fiske. Prof. Tiffany und Herr F. W. Holls beiwohnten. Herr Holls. ein Mitglied des internationalen Schiedsgerichts im Haag, hatte am Mittwoch eine Unterredung mit dem Grafen von Bülow. Der Letztere sagte bei dieser Gelegenheit, daß der Kaiser Wilhelm und er selbst eine viel größere Meinung von dem Haager Schiedsgericht und seinen Möglichkeiten tm Interesse der Aufrechterhaltung des Friedens habe, als die Zeitungen glauben machen möchten. Herr Holls begiebt sich Ende der Woche nach Wien. Das auswärtige Amt hat firn nicht über den feindseligen Ton. welchen die Londoner Zeitungen gegen Deutschland anschlagen, weil Deutschland eine Besatzung von 800 Mann in Shanghai lassen will, in irgend einer Weise geäußert, aber die deutschen Zeitungen weisen die englischen Insinuationen energisch zurück. Die Vossische Zeitung" schreibt z. B.: Die durch die britischen Zeitungen erzeugte Aufregung wird sich bald legen. Ihre Befürchtungen, daß Deutschland so viel Handel an sich reinen wird, wie möglich, nicht nur im Dangtse Kiang Thale, sondern in der ganzen Welt, sind indessen richtig. Aber handeln die Briten anders? Ist die Welt nicht groß genug für alle handeltreibenden Nationen?" Die Kreuz-Zeitung" schreibt: Wir verstehen die britische Erregung um so weniger, als deutsche Truppen während des ganzen letzten Jahres in Shanghai gestanden haben und weil Deutschland nach dem Woritaut oes deutsch-eng'i-schen Abkommens nur seine Pflicht erfüllt, wenn es die zur Paifizirung des Dangtse-Distriktes vereinbarte Quota seiner Truppen stellt. Hierfür können die Engländer und die englische Presse den Deutschen nur danken." Die britische Presse." schreibt das .Berliner Tageblatt", scheint das deutsch-englische Abkommen bezüglich des Iangt'se-Thales vergessen zu haben. Dadurch ist keiner Macht gestattet, die ausschließliche Kontrolle in diesem Distrikte auszuüben, sondern es wird das Prinzip der offenen Thür aufrecht erhalten. Das Dangtse-Thal gehört deshalb ebenso wenig zur englischen Interessensphäre, wie zur deutschen." Die soeben vom russischen FinanzMinister De Witte erlassene Bestimmung. daß von jetzt an deutsche Jndustrjepapiere oder Aktien solcher Unter-

nepmuttgen. welche von Reichsdeutschen kontrollirt werden, nur mit spezieller Erlaubniß des Finanz-Ministers an den russischen Börsen quotirt werden dürfen, wird in Berlin als ein weiterer Beweis der russischen Feindseligkeit gegen die Deutschen ausgenommen. Die Regierung organisirt in der Rheinprovinz eine starke Erpedition von Bergleuten, welche die Kohlenfelder in der Provinz Shan Tung in China er'ließen sollen, sobald der Friede daselbst wieder hergestellt ist. Jedes Mi:glieed der Expedition hat sich auf fünf Jahre zur Arbeit in den dortigen Gruben verpflichten müssen.

Will die T r u st s b e k r i e g e n.i Paris, 13. Juni. Franois Laur, ein ehemaliger Abgeordneter, har am Mittwoch in der Kammer eine Petition eingereicht, in der auf den amerikanischen Stahltrust aufmerksam gcmacht und erklärt wird, daß dieser Trust eventuell die ganze französische l?iien- und tablindunrie ruiniren würde. Der Petent schlägt dann vor. daß der Zoll auf amerikanische StahlProdukte, namentlich auf MaschinenWerkzeuge, bedeutend erhöht werden solle. Die Petition wird an das zuständige Kommittee verwiesen werden. Herr Laur beabsichtigt, im nächsten Jahre die Ver. Staaten besuchen. um oas Trunwelen zu studiren. und nachher wird er als Kandidat für die Wiederwahl in die Kammer im Jahr; 1902 auftreten. Sein ganzes Programm faßt er in dem einen Satz zusammen: Krieg den Trusts." Laur hatte vor einiger Zeit di? Standard il Co. in Frankreich angegriffen. Er wurde dafür von ter Kompagnie verklagt und diese blieb auch siegreich. Die Lage in China. Peking, 13. Juni. Es ist jetzt j mehr Aussicht vorhanden, daß die Gesandten bald zu einer definitiven Ent- ! scheidung betreffs der Enischädigungs- ( frage kommen werden. 5n der am Dienstag stattgefundenen Konferenz stellte es sich heraus, daß die Majorität der Mächte zu Gunsten der Annahme des von China gemachten Vorschlags. 450.000.000 Taöls Entschädigung bezahl zu wollen, ist. Die Frage, wie die vier Prozent Zinsen aufgebracht werden sollen, gab zu einer lebhaften Diskussion Anlaß. Der Kommissär Rockbill wird in der nächsten Konferenz im Namen der Ver. Staaten Regierung den Vorschlag machen, daß die UnterHandlungen im Haag zu Ende geführt werden sollen; die meisten der Gesandten sind aber gegen den Vorschlag, denn sie sind der Ansicht, daß alle Geschäfte in den nächsten zehn Tagen erledigt werden können. Inzwischen muß man die Versicherungen. daß die verbündeten Truppen bald abziehen werden und daß der ckinesische Hof am 1. September die Rückreise nach Peking antreten wird, mit einiger Vorsicht aufnehmen. Herr Rockhill ist im Besitz der Uebersetzung eines kaiserlichen Edikts, aus dem hervorzugehen scheint, daß die Bibliothek in der verbotenen Stadt absichtlich und auf Befehl des chinesischen Hofes in Brand gesteckt worden ist. und nicht durch einen Blitzstrahl, wie es anfangs hieß. In dem Edikt wird die Zerstörung aller Archive angeordnet! Das Feuer muß schon am Tage nach ! dem Eintreffen des Edikts ausgebrochen sein. Ein Gerücht, daß ein solches Edikt eingetroffen, war vor einigen Tagen in Umlauf. Prinz Ching und Li Hung Chang bestrtten aber die Wahrheit des Gerüchtes. Vertheilung von AfrikaMe d a i l l e n. London. 13. Juni. Am Mittwoch vertheilte der König Eduard auf dem Parade-Platz derGarde-Kavallerie Medaillen an 3000 Offiziere und Soldaten, die an demFeldzug in Südafrika theilgenommen hatten. In der Mitte des aroßen Platzes befand sich ein mtt purpurnem Tuch belegte Platform, Über der sich ein prächtiges indisches Zelt mit silbernen Eckpfosten erhob. Auf dem Platz zwischen dem Zelt und dem St. James Park waren 3000 Mann Truppen von der Garde und den Freiwilligen der Stadt London aufgestellt, die alle an dem Feldzug in SüdAfrika theilgenommen hatten. Der Lord-Major Frank Greene war mit seinem offiziellen Stab in großer Gala erschienen und die marokkanischen Spezialgesandten in ihren pittoresken Kostümen waren interessirte Zuschauer. Genau um elf Uhr kamen der König, in Feldmarschalls'Uniform. die Königin. Prinzessin Viktoria und andere Mitglieder der königlichen Familie auf dem Paradeplatz an. Sie begaben sick sofort unter das Zelt und die Ceremonie nahm dann ihren Anfang. Die Empfänger der Medaillen zogen in einer langen Linie an dem König vorbei, von dem. sie die Dekoration in Empfang nahmen, salutirten und dann weiter gingen. Lord Roberts kam zuerst, ihm folgte Lord Milner und dann kam e:ne aanze Reihe vpn Generäler,

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und 'mzteren niederen Ranges, deren Namen während des Krieges häufiger genannt wurden. Buller. Jan Hamilton. Warren. Gatacre und andere. Auch der Herzog von Marlborough. der in Südafrika am Stäbe Lord Roberts' gedient hatte, erhielt die Medaille. Die Prozession selbst war ein buntes Durcheinander. Es marschirten darin Offiziere der Garde. Lanciers. Husaren und Hochländer in glänzenden Uniformen; Gruppen von Männern in einfachen schwarzen Anzügen; Aerzte, die in Südafrika gedient hatten, und ein halbes Dutzend Attaches in Uniform. Capt. Stephen L. Slocum. der amerikanische Militärattache, fehlte aber. Er befindet sich zur Zeit in St. Petersburg. Es kamen auch Gruppen von ausgedienten Soldaten in gewöhnlichen Civilcnzügen. Polizisten und verwundete Soldaten, die in HospitalAn Zügen heranhinkten. Die Ceremonien dauerte beinahe drei Stunden und d körend de? ganzen Zeit stand die Köniain an der Seite des Königs. Kaiser Fraitz Joseph in Prag. Prag. 13. Juni. Kaiser Franz Joseph kam hier zu einem fünftägigen Besuche an. Es ist der erste Besuch des Kaisers in Böhmen seit zehn Iahren und der Kaiser befindet sich jetzt hier im Interesse der deutsch-tschechi-schen Versöhnungs-Politik. Der Kaiser hat ein Gefolge von 300 Personen mitgebracht und wird einer Reihe glänzende? Festlichkeiten beiwchnen, welche bei seinem hohen Alter ein ermüdendes Stück Arbeit sein werden Die Stadt ist voller Fremden und dü umfassendsten Maßregeln find für dii Sicherheit des Kaisers getroffe wor den. Er wurde von den städtischer Behörden mit großartigem Pomp em pfangen und betonte in seiner Antwort auf die Begrüßungsrede des Bürger meisters. daß er der schönen Stad, Prag stets das lebhafteste Wohlwoller entgegengebracht habe und herzlich fü: den großartigen Empfang danke. E: fuhrsodann durch die reich dekoririe? Straßen nach dem königlichen Palaste Auf dem Wege dorthin wurde er übe?all von der Bevölkerung mit brausenden Hurrahrufen begrüßt. Die Festlichkeiten für die verschied

nen Tag sind so arranairt, da I hVsche und Tschechen in gleicher Weise b edacht nzerden. Es war elne fthwierige Sache, zu bestimmen, welches Theater der Kaise? zuerst besuchen solle. Die Entscheid'' fiel schließlich zu Gunsten des tschechischen Theaters aus, weil die Dvoraksche Oper Russalkae" auf dem Zettel stand. Wenn sich auch die Aufregung im Allgemeinen genug gelegt hat. um annehmen zu können, daß der Besuch dek Kaisers ohne Störung vorübergehen würde, verging der Tag doch nicht ohn: unangenehmen Zwischenfall. Das Klubhaus der deutschen Studenten war mi! schwarz - roth - goldenen Fahnen geschmückt worden und eine tschechisch; Volksmenge verlangte, daß diese Fah nen entfernt würden. Als die Deutschen sich weigerten, dem Verlanger Folge zu leisten, wurden die Fahner von den Tschechen herabgerissen und de, Pöbel schrie dabei: Nieder mit der Preußen!" Die Polizei hat in Folge dieses Zwischenfalles anbefohlen, daß nur öfterreichische Fahnen, schwarz-gelb. zurr Schmücken der Häuser benutzt werden dürfen und um allen Reibungen vorzubeugen. sind viele aristokratische Einladungen in französischer Sprache erlassen worden. M m D i e Port Royal GrubenKatastrophe. W e st N e w t o n . Pa.. 13. Juni. Um vier Uhr am Mittwoch Nachmittag fand abermals eine Explosion in der Port Royal Mine statt. Es beweist dies, daß sich noch immer Gas in der Grube befindet. Am Donnerstag werden die Minen-Jnspektoren entscheiden. ob noch ein Versuch gemacht werden soll, die Todten aus der Grube herauszubringen, ehe diese mit Wasser angefüllt wird. Bis jetzt sind der Katastrophe achtzehn Menschen zum Opfer gefallen und ein oder zwei andere von den Verletzten sind dem Tode nahe. Schwerer Verdacht. Atlanta. Ga.. 13. Juni. R. F Flowers, der Adoptiv-Vater der jungen Bertha Jackson, die vor drei Tager bei Poplar Springs ermordet aufgefunden wurde, steht im Verdacht, selbsi das Mädchen ermordet zu haben. Et wird in seiner Wohnung von Polizifter bewacht, bis der Coroner seinen Wahrspruch abgegeben hat. Nach Schluß des Coroners - Inquests wurde Flowers wieder freigelassen, da nichts Jnkriminirendes ge. gen ihn vorgebracht werden konnte. Jr einem Zimmer des Flowers'schen Hauses waren Blutspuren auf dem Boder und an den Wänden gesunden worden Sachverständige sagten aber aus. d das Blut von einem Huhn herrühre.

Zrch Zulrikdenhl'jl Verursacht in Washingtor die Annahme des Platt-Amendements.

Der Frauenmord in Lowell, Biass m - Sie Weiche identifmrt und dei Gatte öer Ermordeten von der Polizei tzksucht. ' Ein junger Plantagen-Besitzer be Shreveport, La., erschossen. Ter Ermordete gehörte einer der pro minentcsten gmmkien von Lomnnna au. Die Probefahrt der ,Lllinois". T as Schiff erreichte eine durchschnitt liche Gefchwindigkeit von 17.31 Kuottu. Die Zukunft Cubas. W a s b i n a t o n . D. C.. 13. uni Man i't hier der Ansicht, daß die Zurückzichung der amcrikani'.cn Truvpcn von Cuba in Bälde erfolgen wird. Lctzkcrcs hängt in WirklickZeit nur noch davon ab, wie bald eine hhiU Regierung in Kuba orga ganistrt ist. Welchen Beweis für diese Thatsache die amerikanische Re gierung verlangen wird, ist hier nich bekannt, doch sind die hohen Beamte; der Ansicht, daß es genügt, wenn di Cubaner den Beweis liefern, daß sie di Ordnung aufrecht erhalten und die In teressen aller Einwohner, Eingeborene wie Fremder, schützen können. Die Etablirung einer tüchtigen Poli zeiforce und anderer Maßnahmen zu Aufrechterhaltung der Ruhe und Ord nung sind naturgemäß die wichtigste: vorbereitenden Schritte zur Herstellun, einer stabilen Regierung. Der Abzug der amerikanischen Trup pen wird keinerlei te.nische Schwie rigkeiten bereiten und k.inn in wenige: Tagen bewerkstelligt werden. Ein Kabinetsbeamter war der An sicht, daß. falls allen übrigen Anforde rungen entsprochen wird, die Zurück ziehung der amerikanischen Truppe: im Laus' des. .Sommers ersolgen kan: und daß die Unavhangig7c Cbös bi? zum Herbst eine vollendete Thatsach sein wird. Wollen in den P hilip pinei bleiben. W a s h i n g t o n . D. C.. 13. Juni Der Generaladjutant Corbin hat di folgende Depesche von General Mac Arthur aus Manila erhalten : Ein große Anzahl Soldater in Regimen tern des regulären Heeres, die nach de: Ver. Staaten zurückbeordert morde: sind, wünschen hier zu bleiben. Er suche um die Erlaubniß, diese Leute i: hierbleibende Regimenter versetzen z: dürfen. General Corbin hat sofort die ge wünschte Erlaubniß ertheilt. Lebendig verbrannt. A n d e r s o n , Ind.. 13. Juni. -Das sechs Jahre alte Töchterchen vo: Frank Wakerman ist hier am Diensta; Abend lebendig verbrannt und di Mutter erlitt bei dem Bemühen, da? Kind zu retten, so fürchterliche Brand wunden, daß sie wahrscheinlich eben falls sterben wird. Die Mutter befand sich im Hof al: das Kind in Flammen gehüllt unte der Thür erschien. Ich verbrenne !" rief die Kleine. Die Mutter spran; auf das Kind zu und riß sich die eige nen Kleider vom Leibe, um damit di Flammen zu ersticken ; es war abö' schon zu spät. Die Leiche der Ermordetet identifizirt. Lowell. Mass., 13. Juni. Di Frau, deren kopflose Leiche am Sonn lag im Wald bei Chelmssord gesunde: und deren Kopf am Dienstag in de Nähe aus einem Bach gefischt wurde ist als diejenige von Frau Margare Blondin aus Boston, von einer Schwe fter der Ermordeten identifizirt wor den. Die Todte war mit einem fran zösischen Canadier, einem Fabrikar berter. seit letztem Februar verheirathe und wurde seit April vmcht. DaZ Paar lebte zuletzt m einem Logirhaus an Greene Straße in Bofion. Dort verschwand die rau und Blondin sagte auf Befragen, daß er sie nach Canada geschickt ha. woHtu er sich in den nächsten Tagen tbeoaÜS begeben wolle. Bald dnimuf verschwand auch Blondin und snidem hi man nichts mehr von ihm AeHbri. Die Polizei sucht jetzt nach ihm. B o st o n , Waff 13. Zum. Wilfred Blondin odn .3. tk fifenttn arbeitete

seit einer Wacht 9 Kachi-Jzenieur OT einer lzrestz aHrü. x oe: ich seine Arbeit am flWM Morgen und wurde seitdem jcht ach affeheil. Das Äuffaloer Saußerfeft. New OlaS. ., 13. Juni. Professor Z. Hanno ftrffei vi,n die?, der Präsident des NdartkunZÜhen Sängerbünde, bat cks, vfnm:ung dn Erekuttv - vehbew bei Sängerbundes auf Stattet, d 24. Ju, nach dem ZtptU Hotel w Buffal,. N. Y.. einberufen, fcfc Seneratder sammlung der T1G? de, rsSie denen zum &N9Sxna geHßesaen Vereine findet ea 26 jwrt in der Germn Amern, $K w Bfsalo statt. Ungefähr 300 Delezater: und mehr als 3.6X Säua?r werde zum 30. Sängerfest de Ännde. bl am 24, 25. und 26. Juni in Buffalo stattflw det. erwartet. New Orleans wird durch den New Orleans Quartett .Klub vertreten sein. Ein werthoolles Pferd. New York. 13. Juni. Es wird hier versichert, daß de? Zuchthengst ..Halma", von Hanover Julia L.. von Mayor Fleischmann vcn Cincinnati für $30,XK) an Herrn Jean De Reszke verkauft wurde, der den Hengst seinem Gestüt in Polen einverleiben wolle. Postmeister - Gehälter. W a s h i n g t o n. D. C.. 13. Juni. Die jährliche Feststellung der Postmei-ster-Gehälter ist soeben im Bureau des ersten Hilfs - Generalpostmeisters vollendet worden. Danach werden vom ersten Juli an 1770 Postmeister ein höheres Salär, dagegen 229 eine geringere Kompensation wie bisher erhalten. Die Herabsetzungen belaufen sich insgesammt auf 528.400. die Aufbesserungen auf S215.600. also eine Netto-Mehrbelastung des Post-Etatz von 187,200. Nur in einem einzigen Falle, bei dem Postmeister in New Orleans, beläuft sich die Aufbesserung auf 51000. drei Postmeister erhalten eine Zulage von je 5600. neunzehn von je 54M, 4 von je 5300. 225 von je 5200 und 147$ von 5100. Folg e n d e r Hitze. Lima. O.. 13. Juni. Am Mittwoch sind hier drei Personen von der Hitze überwältigt worden und alle befinden sich in einem höchst gefährlichen Zustande. Es sind dies James Barnett. Jacob Gottfried und I. C. Redman. Das Thermometer stand am Nachmittag auf 94 Grad im Schatten. Ein New Forlzr erfolg- . i - ;:ich. W a s h i n g t o n, D. C.. 13. Juni. Für das neue Bundesgebäude in Cleveland sind von dreizehn Architekten Pläne eingeschickt worden. Die Prü-fungs-Kommission. die vom Schatzamtssekretär ernannt wurde hat nun einstimmig den Plänen des Architetter Arnold W. Brummer von New Forl den ersten Preis zuerkannt. Da5 Gebäude wird eines der schönsten seiner Art in den Ver. Staaten werden. Von der Scorpion"desertirt. M e m p h i s. Tenn.. 13. Juni. Sechs Mann von der Besatzung des Ver. Staaten Kanonenbootes Scorpion" stnd desertirt. während sich da Boot hier befand. Der LeutnantCommander Sargent hat eine Beloh nung für die Verhaftung der Leuti ausgesetzt, soweit hat man aber keüu Spur von ihnen gefunden. Mord aus Eifersucht. Des M o i n e s . Iowa, 13. Juni. In einem Anfall eifersüchtiger Wuth hat am Mittwoch Elijah Heathcote. ein Kontraktor, seine Frau erschossen. E, beschuldigte seine Frau, in einen ande ren Kontrattor verliebt zu sein. Das Paar hatte sich in letzter Zeit häufig gezankt und erst vor zwei Wochen hatte die Frau ihren Mann verhaften lassen, weil er gedroht hatte, sie todten zu wollen. Heathcote wurde verhaftet. Die S h r i n t r 3". K a n s a s City. Mo.. 13. Juni Die nächste Jahreskonvention de Siiriners" von North America witk im Juni 1902 in San Francisco statt finden. Dies wurde in der am Mitt woch im Baltimore Hotel stattgefunde nen Geschäftsoersammlung von den Jmperial Council beschlossen. Di Beamtenwahl ergab das folgende Re sultat: Philip C. Shaffer von Phila delphia. Jmperial Potentate; Henry C Akin von Omaha. Jmperial Deputy Potentate; George H. Green von Dallas. Texas. Jmperial Chief-Rabban George L. Brown von Buffalo. Jmperial Assistent-Rabban; Harry A Collins von Toronto. Canada. Im perial Ober-Priester und Propbet; Al vah P. Clayton von St. Joseph. Mo. Jmperial Oriental-Guide. Million S. Brown von Pittsburg. Pa.. Im perial-Schatzmeister. und Ben. W Rowell von Boston. Jmperial-Recov der, wurden wiederaewäblt. Weitere Depeschen aus Seite 5. j

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