Indiana Tribüne, Volume 24, Number 263, Indianapolis, Marion County, 10 June 1901 — Page 1
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m ' tittin Tribüne tTae unö Sonntagsblatt lOo per Woche. Grscireint sedeir Nachmittag imfc Sonntag Morgen. Jahrgang 24. Indianapolis, Ind. Montag, dcu 10. Juni 1901, No. 263
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In Japan
H Kai IBalDerffc ans Dem ZireM Ijcitfja" angekommn. ! Bau Yokohama reiste er sofort nach Tokio weiter. Der öcutsche Konlul in Eincinnati sagt, Tafz der Einwanderer in den Ver. Staaten keine Reichthümer mehr erwerben kann. Eine Tampfer Verbindung zwischen Rußland und den Ber. Staaten geplant. schlechte Geschäfte während letzter Woche an der Londoner Börse. Tie Thätigkeit der Philinpinen-Kom. Mission. Angriff auf eine religiöse Prozession in Beliast. Ein Nachkomme von Katherine der Großen in die Verbannung geschickt. Graf Wal dersee in Tokio. Y o k o h a m a, 10. Juni. Graf von Waldersee. der Sonntag auf dem deutseyen Kreuzer Hertha" von Taku hieankam, landete sofort und reiste gleich nich Tokio weiter. Abzug der Truppen. Peking. 10. Juni. Die Chinesen geben ihrer Genugthuung über die Ankündigung. daß der Hof in September nach Peking zurückzukehren beabsichtigt, Ausdruck. Alle ausländischen Truppen, mit Ausnahme der Legat:?nsWachen, werden bis Mitte September oie Stadt verlassen, denn mit Ausnahme der Japaner, deren Regierung Ersatzmannschaften entsendet, haben alle Truppen Befehl erhalten, sich für die Abreise bereit zu halten. In der japanischen Gesandtschaft heißt es, dah wenn Japan absolut sicher ist. daß die anderen Mächte ihre Truppen abberufen. es seine in zwei Tagen zurückziehen kann. Der französische Oberbefehlshaber hat Auftrag, eine Brigade hier zu lassen und die Briten werden zehn Transportschiffe zwei Reisen nach Indien machen lassen, um die Truppen zu befördern. Auch eine Ansicht. B e r l i n, 10. Juni. Unter den hier kürzlich veröffentlichten Berichten vor: deutschen Konsuln in amerikanischen Städten ist einer von dem Konsul in Cincinnati, Ohio. welcher beim Besprechen der Aussichten eines nach den Ber. Staaten Eingewanderten Folgendes sagt: Die Zeit ist vorbei, als EinWanderer Gelegenheit hatten, sich in diesem Lande Reichthümer zu erwerben und zwar wegen der dichten Bevölkerung und der Ueberfüllung auf dem Gebiete des Handwerks sowohl als in anderer Beschäftigungsarten." Schwere Strafe. Chamberry, Frankreich, 10. Juni. Ein Amerikaner, Namens Constantin Scandal, wurde auf der Reise von Modane nach St. Michel auf der Eisenbahn von drei Mitreisenden bestöhlen, während er fchlief. In St. Jean de Maurienne erkannte er später die Diebe wieder, verfolgte sie und jagte sie in den Fluß Are, in dem sie alle drei ertranken. Rinnen in Auteuil. Paris. 10. Juni. Das große Steeplechase wurde Sonntag von CaZabrais gewonnen. Caraiman war zweites und Blau drittes Pferd. Dem Präsidenten Loubert wurden bei seiner Ankunft wie bei seiner Abfahrt große Ovationen von der ungeheuren Menschenmasse dargebracht. Die Annahme scheint gesichert. Havana, 10. Juni. Die konservativen Mitglieder der Konstituante sind überzeugt, daß das Platt-Amende-ment angenommen werden wird. Sie glauben, daß mehrere Radikale mit den 15 Delegaten stimmen werden, welche bisher für die Annahme gestimmt haden. In den letzten Tagen ist eine entfchiedene Aenderung in der Stellungnähme der Delegaten eingetreten. Thätigkeit der Philippinen - Kommission. M a n i l a, 10. Juni. Die Philip-pinen-Kommission kehrte Sonntag von der Provinz Nueva Ecija. Lujon, nach hier zurück, nachdem eine ProvinzialVerwaltung in San Jfidro. der Haupt-
naot oer Provinz, geicyapen war.
pitan Jacob F. Kreps vom 22. Jnfan-terie-Regiment wurde zum Gouverneur gemacht. Leutnant Richard C. Day vom 34. Infanterie - Regiment zum Schatzmeister und Leutnant De Witt C. Lyles vom selben Regiment zum Supervisor. Die Reise nach dem Norden ist verschoben worden. Die amerikanischastronomische Kommission ist von Samarra zurückgekehrt und wird demnächst nach den Ver. Staaten abfahren. Lt. Wray's Kommando hat kürzlich sechs Engagements mit den Jnsurgenten gehabt und zwar in der Provinz Sorsogon auf Luzon. wobei sechs Filipinos getödtet wurden. Bei Atimonan wurden 23 Insurgenten gefangen genommen. Das Gerücht, daß General Cailles sich ergeben, hat sich bewahrheitet. Berliner Börse. Berlin. 10. Juni. Während der ganzen letzten Woche stand die Börse wieder unter dem Einflüsse New Dork's und da die jetzige Geschäftslage nichts weniger als gut ist. so war das Börsengeschäft eines der flauesten seit Jahren. Die Gründe dafür sind verschiedener Natur. Die Reichsbank hat heute 38.000.000 Mark weniger aufzuweisen als um dieselbe Zeit voriges Jahr, der Krieg in Süd-Afrika dauert an, die Ungewißheit betreffs der Fi-nanz-Nachrichten aus China übt Einfluß aus, die Furcht vor der amerikanischen Konkurrenz auf dem Gebiete der Industrie nimmt zu und man merkt jetzt, daß viele deutsche Jndu-strie-Etablissements zu unsicheren Finanzmethoden Zuflucht genommen haben. Obwohl ein Ueberfluß von Geld vorhanden war, so übte das doch keinen beruhigenden Einfluß aus. Erst am Samstag, als günstige Berichte über die große Zunahme in den Einnahmen der Staatsbahnen und über die Pommer'sche Hypothekenbank einliefen, machte sich ein sichererer Ton bemerkbar. Die Reichsbank bereitet sich auf gr?ße Ansorierungen vor, die an sie gestellt werden müssen, da in Folge der schlechten Ernte in Preußen große Getreideankäufe gemacht werden müssen. Die Siemens & Halste Elektrizi-täts-Gesellschaft wird nächsten Mittwoch eine 4prozentige Anleih? von 5.000,000 Mark aufnehme und Leipzig will eine Munizipalanleihe von 15,000,000 Mark machen. Hamburg hat 12,000.000 Mark für Hafenvergrößerung bewilligt. Kardinal Gibbons thätig. Rom, 10. Juni. Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß Kardinal Gibbons nicht nur eine Lösung der Frage bezüglich des Eigenthums der religiösen Orden auf den Philippinen herbeigeführt hat, sondern daß er auch daraufhin arbeitet, daß die Jurisdiktion des apostolischen Delegaten in Washington auf Cuba und die Philippinen ausgedehnt wird. Er hat dieserhalb lange Konferenzen mit Kardmal Rampolla. Msgr. Nozaleda. dem Erz bischof von Manila und anderen hohen Würdenträgern gehabt. Mascagni kommt. London. 10. Juni. Wie der .Daily Expreß" aus Rom gemeldet wird, hat der bekannte italienische Komponist Pietro Mascagni einen Kontrakt für ein mehrwöchentliches Konzert-Tourn in den Vereinigten Staaten unterzeichnet. Dasselbe wird in etwa zwei Monaten seinen Anfang nehmen. Mascagni. welcher ein italienisches Orchester mitbringt, wird für das Tourn 8000 Pfund Sterling erhalten. Liberale Offerte. London. 10. Juni. Elder. Dempster & Co. haben sich erboten, die Reisekosten offizieller Delegaten irgend einer britischen Gewerkschaft zu bezahlen, die gewillt sind, amerikanische Methoden zu studiren. In die Verbannung. London. 10. Juni. Der Mos kauer Korrespondent der Daily Expreß" meldet, daß die Regierung zahlreiche prominente Persönlichkeiten hat verhaften und in die Verbannung schicken lassen, weil sie verdächtig waren, an revolutionären Umtrieben betheiligt zu sein. Unter den Verbannten ist Graf Brobynski, ein Nachkamme von Katherina der Großen. Schlimme Nachrichten. Manila, 10. Juni. In einem Gefecht mit den Insurgenten bei Lipa. Provinz Batangas. wurde Leutnant Anton Springer vom 21. InfanterieRegiment getödtet und Kapt. W. H, Wilhelm vom selben Regiment, Leutnant Fitzhugh Lee. jr., und fünf Gemeine wurden verwundet. Southampton, 9. Juni. Angekommen: Barbarossa" von Netr Aork, nach Bremen bestimmt. Glasgow, 9. Zum. Abgegaw gen: Sarmatian" nach Quebec uno Montreal. . . . -
Die Boeren
Stehen nod) über 15,000 Mann stark im Felde. Pastor vau BrockHuizcn aus Pretoria in New Asrk. Starke Ztimulanzmittel erhalten Zrau McRiulcy am ?even, Sonst aber ist ihr Zustand wenig verändert. Prof. Moore vom Wetterbureau glaubt nicht an die Geschichte, , Daß man in Frankreich Hagelwetter mit Kanonendonner abwendet. Ein Mordgeheimniß bei ChelmNord Centte, Mag , Das in Mineral Point, WiS., gcstoh' lene Gels wieder gefunden. Prominente Boeren i rt i te York. New York, 10. Juni. Red. H, D. Van Brockhuizen aus Pretoria. Südafrika, der Geistliche, welcher du Volksraad - Versammlung mit Gebel schloß, nachdem Präsident Krüger'z historisches Ultimatum verlefkn war. befindet sich in New Aork in Begleitung seines Bruders "Dr. H. I. Ban Brockhuizen aus dem Oranje - Freistaat, welcher im Boeren - Heere diente, Beide Herren sind nach Amerika gekornmen, um Gelder für die Boeren-Frauen und -Kinder zu sammeln, welche sich in den Zufluchtslagern befinden. Uebel die dortigen Zustände sagte Rcv. Bar Brockhuizen Folgendes: Unsere Frauen und Kinder, welch! von den Briten in den Zufluchtslagern internirt sind, befinden sich in einer bejammernswerthen Lage. Es war schon schlimm genug, als wir Südafrika verließen, aber aus Briefen, die inzwischen von dort an uns gelangt sind erst vor wenigen Tagen erhielt ich ein Schreiben von meiner Schwester geht hervor, daß die Lage der Unglücklichen jetzt noch hundertmal schlimme! ist. Als Dr. Van BrockhuizenSüdafrik verließ, that er das in Folge eines Verbannungs - Dekrets, welches Genera! Maxwell, der Militär - Gouverneu, von Pretoria, gegen ihn erlassen hatte Van Brockhuizen sagte über die Zufluchtslager noch Folgendes: Dr. Ronald P. McKenzie von de: britischen Armee hat in einem Bericht vom 18. Februar dieses Jahres die britische Regierung offiziell davon in Kenntniß gesetzt, daß die Zustände in den Zufluchtslagern entsetzlich sind unl dieSterberate eine fürchterliche Höhe erreiche in Folge der völlig ungenießbaren Lebensmittel. Die Boeren werden trotz aller Nachrichten vom Gegentheil niemals besiegj werden. Das Boerenheer zählt jetzt 15.000 bis 17,000 Mann und erhäl! fortwährend Zuzug aus derKavkolonie, Das ganze Boerenheer ist jetzt mit Lek Metford Gewehren bewaffnet und sik hoben viele Tonnen Munition vergraben. welche jeden Augenblick zur Dis' Position stehen. Feuer. M e n a s h a. Wis.. 10. Juni. Da Etablissement der Menasba Wooc Split Pulley Company wurde durck Feuer zerstört. Dem Schaden in Höh' von 550.000 steht eine Versicherunc von $20,000 gegenüber. Frau McKinley's Zustand Washington. D.C., 10. Juni Die Besserung im Befinden der Frau McKinley, welche sich gegen Ende voriger Woche bemerkbar machte, hält an und die Hoffnung, daß sie sich doch nock von der schweren Krankheit erholt, greift überall Platz. Trotzdem ist bis Gefahr noch nicht vorbei. Die Aerzte verschreiben fortwährend starke Medizin und obwohl sie damit aufhören möchten, wollen sie auch nicht gern das Risiko übernehmen, dieselbe der Patientin zu entziehen, da sie sich daran gewohnt hat. Diese Stimulirungsmittel und ihre Krankheit selbst haben sik so geschwächt, daß die Aerzte befürchten, es könne ein Rüdfall eintreten. Jeden Tag erkundigen sich zahlreiche Personen persönlich nach dem Befinden der Frau McKinley. Manchmal lasse? sie nun ihre Karten dort, um den Präsidenten nicht zu stören. Unter Denen, die das Sonntag thaten, waren Frau Charles lZmorhSmith. Sekretär Lang, General Miles und Frau, Commande Cowles, Hilfs-Kriegssekretar Sänger und Frl. Hitchcock. Spät am Abend erklärte Dr. Steril: berg. der bisher verschwiegen wie eink Sphyn; gewesen war, daß Frau McKinleh besser werde. Sie habe kurz Zeit ausgeseIen. Sobald die Patten.
:m Die Fahrt vertragen kann, wird sik
nacb Eanton. O.. reisen. Thörichtes Unterfangen. Washington. D. C., 10. Juni, Der eingehende Bericht, welchen der Ver. Staaten-Konsul Covert in Lyons, Frankreich, über den Erfolg des Abfeuerns von Kanonen zur Verhütung von Hagelschauern und zur Verhinde rung der bösen Einwirkung des Frostes auf Weingärten. Gemüse- und Obstoärten an die hiesige Regierung gesandt hat, hat zur Folge gehabt, daß zahl' reiche Anfragen eingelaufen sind, man? unsere Regierung ähnliche Schutzmethoden einzuführen gedenkt. Im Auftrage des Ackerbau-Sekretärs Wilsor hat der Chef des Wetterbureau's, Hen Willis L. Moore, der Presse folgende Angaben zugestellt: Nach sorgfältigerPrüfung alles dessen. was in den letzten zwei Jahren über diese Angelegenheit veröffentlicht worden ist, bin ich überzeugt, daß wir es bier mit einem Volksaberglauben zu thun haben, der ebenso stark ist als der, daß der Mond Einfluß auf das Wette: hat. Die ungebildeten Bauern Europa's scheinen etwas Wunderbares zu suchen. Sie würden lieber an das Ka noniren als Schutzmittel glauben int einen Haufen Geld dafür ausgeben, als an eine gegenseitige Versicherung gegen Verluste, die unvermeidlich vorkommen müssen. Die großen Vorgänge, die in der Atmosphäre vor sich gehen, sind nack einem zu großen Maßstabe angelegt, als daß Jemand oder eine Nation versuchen könnte, sie zu kontrolliren. Di Energie, welche die Natur verbraucht, um einen Tornado, ein Hagelunwettei oder einen Regen zu verursachen, übersteigt die kombinirte Kraft allerDampfMaschinen und Explosivmassen bei Erde. Es hat für Menschen keinen Zweck, gegen die Natur auf einer solcken Basis zu kämpfen. Nach der Erfahrung, die dieses Land in den letzter zehn Jahren mit Regenmachern gehab', b 't, bin ich der Ansicht, daß die Ver Staaten niemals den Versuch machen werden, Hagelwetter mit Kanonen zr vertreiben. Mit aller Energie sollte gegen eine derartige Delusion angekämpft werden. Was Italien importirt. Washington. D. C., 10. Juni In dem Pamphlet, welches das Bureau für auswärtigen Handel demnächst veroentlichen will, meldet Konsul Smitk aus Livorno, daß Italien große Fortschritte auf dem Gebiet seiner Manu-faktur-Jndustrie macht. Amerikanisch Maschinen und Geräthe finden, besonders in den nördlichen Provinzen, gu ten Absatz. Aus Florenz meldet Kow sul Cramer, daß die folgenden Sache?! viel importirt werden: Bicycles, Leder Werkzeug, Schlösser, Baumwolle, Oel Tabak, landwirtschaftliche Maschinen Dynamos, Uhren. Asbestos, Mais, gesalzenes Fleisch. Schmalz. Bücher uni Kautschukwaaren. Konsul Heingartner vonCatanien berichtet, daß amerikanische Revolver in Sizilien gern gekauft werden; auck Nähmaschinen finden guten Absatz Eine Filiale verkaufte letztes Jahr 714 1 Maschinen. Konsul Johnson in Vene I dig meint, daß die Pariser Ausstellunc den Italienern die amerikanischer! Druckerpressen so vor Augen geführt habe, daß die dortigen Zeitungen dieselben kaufen. Außerdem werden in Venedig Oeltuch und Oefen benöthigl! und der Konsul bedauert, daß dortig, Kaufleute, die um Preislisten geschne ben hatten, keine Antwort erhielten Mailand gedeiht außerordentlich, wn Konsul Jarvis meldet und wenn bei Simplon-Tunnel erst fertig ist, wirk das Geschäft noch bedeutend mehr blü hen.. Amerikanische landwirthschaftliche Maschinen. Cash -Registers unk Schreibmaschinen werden in große: Menge verkauft; auch Büchsen-Waar wird viel verkauft. Mahnung an Offiziere. New York. 10. Juni. Doktoi der Philosophie Benjamin Jdo Wheeler, welcher soeben von einem Besuck der Kadettenanstalt zu West Point zurückkehrte, bemerkt, daß die Armee-Of fiziere ihre Ausbildung mit dem Verlassen der Anstalt nicht als abgeschlos: sen betrachten, sondern weiterstudirer sollten, um sich fortgesetzt auf der Höh, ! der Zeit zu erhalten. Er yalt Wep Point für die beste Militär-Schule de, Welt, aber darin, daß die Offizier auch später fortgebildet würden Länder die Vereinigten Staaten anderen Län dern nach. Er schlägt vor, jedem Of: fizier alle vier Jahre einen 4 6-mo-natlichen Urlaub zu bewilligen, um di Verhältnisse in anderen Armeen kenner zu lernen. üulu Kennedy besser. Kansas City. 9. Juni. LuU Prince Kennedy, die Samstag währen! des Prozesses zusammenbrach, sodas das Gericht sich vertagen muhte, befin det sich wieder viel besser und sie selbsi glaubt, datz sie Montag wieder im Ge richt erscheinen kann. Ihr Bruder, welcher mit ihr angeklagt ist. Kennedy tx
mordet zu haöen, würde ln (einer Ael, ohnmächtig, als er hörte, datz seim &ishrnpfY So 5s,,k,, l.
wutivin auuyuii inui luiiyci k-ibe widerstehen können. Mordgeheimniß. L o w e l l , Mass., 10. Juni. Dil ropsioie Leiche eines etwa 20 Jahre al: ten Mädchens wurde Sonntag an ei nem einsamen Platze etwa zwei Meiler von Chelmsford Centre von Elmer E Hildreth und William Baker gefunden Vergebens hat man bis jetzt nach dem Kopfe gesucht. Man weiß hier von keiner Frauens: Person, die vermißt wird und es scheint als ob die Leiche von wo anders hei nach hier gebracht wurde. Die Leicht ist sehr stark in Verwesung übergegan gen. Nach Ansicht der Aerzte muß sik etwa fünf Wochen im Walde gelegen haben. Kapt. Kountz gestorben. Toledo, O., 10. Juni. Kapt. Fred. I. Kountz, der den spanisch-ame-rikanischen Krieg mitmachte und vor Kurzem benachrichtigt war, daß er als Offizier in der regulären Armee er nannt werden würde, istSonntag Mor, gen an der Lungenentzündung gesior, ben. Sein Vater, General John S. Kountz, ist der frühere Chef-Komman deur der G. A. R. Das Unglück bei Vestal. Binghampton, N.Y., 10.Juni Fünf Personen wurden getödtet und sieben andere verletzt bei dem Unfall, dei sich Samstag Abend bei Vestal ereignete. Die Getödteten sind: Der Brcm-. ser John P. Kelly, der Kondukteur S R. Polhamus, Zugführer Elmer Pol. hamus und die Heizer John Coulter und Fred. Witherby. Jnteress ante Rennen in Aussicht. L e x i n g t o n , Ky., 10. Juni. Fü, das 29. Jahres-Meeting der Kentuckr Breeders Trotting Association im Ok tober d. I. sind 648 Anmeldungen erfolgt Für jedes einzelne Rennen sinc sehr viele Pferde angemeldet. Außerdem werden Abbott" und Boralma um einen Einsatz von $30,000 Kufe? und Charley Herr" und Cresceus" zwei Hengste, werden $7500 für ihr Besitzer zu gewinnen suchen. Gericht im Freien. Galena, Mo.. 10. Juni. Di, Verhandlungen in dem Prozeß geger die de: Ermordung von Alice Stallici angeklagte Frau John Stadion, derer Vater James Crabtree und dessen bei' den Söhne Frank und Charles Crabtree werden in einem Gehölz etwas au ßerhalb der Stadt geführt. Ucbei 2000 Menschen aus der Umgegend ha. ben sich eingefunden und die Gefah; eines Lynchgerichts ist immer noch seh? groß, obwohl alle nur denkbaren Gegenmahregeln getroffen worden sind Der Countyanwalt hat angeordnet daß die Leiche der Ermordeten wiede? ausgegraben werden soll. Er glaubt daß die Crabtrees ihre Stiefschwest-, vergewaltigten und sie nachher ernwrderen, um ihr Verbrechen zu verbergen. Oberin gestorben. C l e v e l a n d. O.. 10. Juni. - Mutter Amadeus. die General-Oberi? der barmherzigen Schwestern der Diö zese Cleveland. starb am Sonntag ir dem Konvent m Lakewood, einer Vorstadt von Cleveland, im Alter von 6( Jahren. Sie war seit 40 Jahren in Konvent gewesen. Ihr Name war Ka therine O'Neill und Schwestern vor ihr wohnen in Chicago. Schießerei. V i n c e n n e s, Ind., 10. Juni. Joe Bonhomme und Phil. Delweyc geriethen am Sonntag Nachmittag ir Streit, im Verlaufe dessen der Letzter, durch drei Schüsse tödtlich verletz' wurde. Bonhomme, der stark getrun ken hatte, wurde verhaftet. Das Geld wiedergefunden Mineral Point, Wisc.. 10 Juni. Der St. Louiser Detektiv Shipley hat in einem Abort in der Nähe de! Hauses, in welchem der Bankräuber Stewart Jelleff logirte. $13.000 in Gold gefunden, die am 24. Mai aus der ersten Nationalbank gestohlen wur den. Bereits früher wurden $8000 un ter einem Trottoir gefunden. Die nock fehlenden $5800 waren in Banknoten welche auch wohl noch gefunden werden Im Tode vereint. K c k o m o . Ind., 10. Juni. F Cage, ein bekannter hiesiger Makler wurde Sonntag an das Sterbelagel seiner Frau gerufen. Vor dem Bett stürzte er selbsi als Leiche nieder Seine Frau kann nur noch ganz kurz, Zeit leben. Zeitungsleute - Tag. B u s s a l o, N. F., 10. Juni. Del 12. Juni ist zum Tag der Zeitungsleute" bestimmt. Man erwartet etwc 1500 Redakteure und Zeitungsherausgeber. dem nicht nur die National Edi torial Association, sondern auch verschiedene Staats-Verbände werden ar dem Tage ihre Konventionen abhalten
&outa'5 apelle. vre mertkanische Kapelle, welche Präsident Diaz entsandl hat, und andere Kapellen werden dn Zeitungsleute unterhalten. Die Eisenbahnen werden Exkursionen veranstalten un die Ausstellung wird ihne.i offen stehen. Bekannte? Maler gestorben. N e w ?) o r k 10. Juni. Edward Moran. der bekannte Landschafts- und Marinemaler, ist in seinem Studio an der 5. Avenue gestorben. Er war 182 in England geboren. Zwölf Jahre alt kam er mit seinen Eltern nach Amerika, Er lebte zuerst in Maryland, dann in Philadelphia. Pa.. und vor 25 Jahre siedelte er nach New York über. Bicyele - Rennen. New York. 10. Juni. Etwa 7000 Personen wohnten dem ZweiradRennen bei. das am Sonntag auf der Lailsburg Bahn bei Newark stattfand. Das größte Interesse erregte das zehn Meilen Distanz-Rennen für Professionelle. Floyd McFarland ging auS demselben als Sieger hervor und legte die Strecke in 23 Minuten 48 Sekunden zurück. Waltham. Newhouse und Kramer waren ihm nur um einige Zoll nach. Entsprungen und wieder verhaftet. H a m i l t o n. O.. 10. Juni. Ed, Miller und Charles Wilson. welche sich auf allgemeine Verdachtsgründe hin im Polizeigewahrfam befanden, sprengten Sonntag Abend das eiserne Fenster gitter und entkamen. Ihre Flucht wurde jedoch bald entdeckt und beide in West Hamilton wieder dingfest gemacht. Bankdi.eb verhaftet. New York. 10. Juni. Im De-tektiv-Bureau der Central-Polizeista-tion wurde am Sonntag bekannt gegeben, dyß in San Rafael. Cal.. Edgar Geierhofer verhaftet worden ist. Der Mann wird von Robert Auerbach. einem Bankier, beschuldigt, ihm im Jahre 1900 $10.000 gestohlen zu haben. Amerikanische Schulen in Europa. Chicago, 10. Juni. Präsiden' Harper von der Chicagoer Universitä: erklärte am Sonntag, datz in Pari! und Berlm Vorschulen für die Chica goer Universität gegründet werden j?l len. damit Kinder von Eltern, welck, in Europa längere Zeit verweilen, sick dort für eine amerikanische Universi tät auszubilden Gelegenheit erhalten In Paris wird eine solche Schule fchm am 15. Oktober in No. 20 Rue Longchamps eröffnet werden, die un der Leitung von Frl. Emma Bairk und Frl. Elizabeth Wnllace steh' wird. Generalstabsarzt Daly be geht Selbstmord. P i t t s b u r g. Pa.. 10. Juni. -Major W. H. Daly. der Generalstabs arzt auf Porto Rico, beging an? Sonntag Selbstmord, indem er sich i seiner hiesigen Wohnung eine Kugel i, den Kopf jagte. Seine Leiche würd, von der Haushälterin, Frl. Matt Short. im Badezimmer gesunden. Ne ben derselben lag ein 38kalibriger Re oolver. Ein Arzt, der hnbeigerufer wurde, erklärte, der Tod sei schon voi mehreren Stunden eingetreten. Ej scheint, daß Schlaflosigkeit, an der Dr. Daly litt, ihn zu dem verzweifelte? Schritt getrieben hat. Daly war ein 59 Jahre alter Wittwer und hinterläßt keine direkten Angehörigen. In medi zinischen Kreisen war er wohl be kannt. Er war es. defsen Berichte ar den kommandirenden General der Armee die Embalmed Beef" -Unters u chung herbeiführte. Washington, D. C., 10. Juni Generalleutnant Miles, ein persönli cher Freund de Dr. Daly, erklärte arr Sonntag Abend, er sei nicht seh, überrascht von der Nachricht, daß dei Arzt Selbstmord begangen habe, da ei schwer an den Fokgen der Grippe zu leiden gehabt habe; es thäte ihm in dessen sehr leid. Miles stellte dem Verstorbenen das Zeugniß eines höchsi gewissenhaften Mannes aus. Leute ertrunken. D u b u q u e, Ja., 10. Juni. Juliuö Guderian, seine Frau und Frau Nick?las Kolle ertranken Sonntag achmittag. Ihr Schiff war umgeschlagen. A k r o n . 0., 10. Juni. Oliver Cro, sier und Emile Bergdorf ertranken Sonntag Morgen im Summit-See. Die Genannten waren mit Michael Shay in einem Boote, welches in Folge des von Bergdors ausgeführten Schau kelns umschlug. Shay kletterte aus den Kiel des Bootes und versuchte von da aus seine Kameraden zu retten, was ihm aber nicht gelang. Er selbst wurde erst gerettet, nachdem er zwei Shm den lang auf dem Wasser unrhergete ben war. . eitere Depeschequls Seite 5. j
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