Indiana Tribüne, Volume 24, Number 262, Indianapolis, Marion County, 9 June 1901 — Page 7
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Wohlthätige Frauen.
Von G. . v. 2. Verklungen der Winter mit Tanz wusik und Concevtreigen der letzte Wohlthätigkeitsbazar auch überstanden. Sie seufzte so aus der Tiese ihres innern heraus Gott sei Tank, vorbei! War das ein Hasten, ein Jagen, ein Sichüberbieten, ein Wohlthätigkeitrennen! Man hatte sie eingefangen, ohne daß sie recht wußte wie. Noch klangen die schmeichelnden Worte vor ihrem Ohre klangvoller Name, einnehmendes Aeußeres, verfügbare Zeit und, last not east, bevorzugte materielle Lage, alle prädestinirten zur führenden Stimme in den Comitesitzungen. Sie ging sie sah sie war enttäuscht! Welch Wirbelsturm, diese Comitesitzungen. Und ob auch die Glocke der Vorsitzenden läutete, läutete den Ohren zu leide, verhallte das Tönen vor dem Durcheinander von Frauenstimmen und Frauenansichten, die conträren Punkten gleich meist auseinanverstrebten. Mit andächtiger Wichtigkeit lauschte sie den vielen, bieten Reden, wagte sogar ein schüchternes Wort einzuschalten, das wie ein Vogelschrei im Sturm verhallte dann flatterten ihre &tdanken munter davon und waren daheim bei Baby und der Wirthschaft ; sie überdachte alles und war verstimmt, hier unthätig sitzen zu müssen. Aber dann folgte ein Hasten, ein Jagen! Ein Jeder hielt es für seine Pflicht, ihre liebenswürdige Bereitwilligkeit dem Dienste der Wohlthätigkeit nutzbar zu machen, und bürdete ihr etw.?s arf. Bettelbriefe um Zuschüsse und Gaden an Persönlichkeiten, Gesucbe an Gcrtner und Decocateure, ihre Leiftungen gegen geringes Entgelt zur Verfügung zu stellen, Bittgesuche an Künstler, das Fest durch ihr Erscheinen zu verherrlichen, sie alle sielen in ihr Ressort. Eintrittskarten waren zu veiihri???. Adressen zu schreiben, ihr wirbelte der Kopf, die Augen brannten, sie wa? todtmüde und konnte doch nicht schlasen, denn wie ein Rad drehten sich die Gedanken in ihrem Hirn. Ihre k!eineu Füße versagten fast den Dienst; sie wurde nervös bei dem rastlosen Gelaufe, den erregten Ausschußsitzungen, wo jede ihre Person zur Geltung bringen wollte. Wehmüthig strich ihr Blick über Wirthschaft und Häuslichkeit, den?n beiden man ihre fehlende Fürsorge an zumerken begann. Und Babys Pflege. Das Baden und Füttern mußte sie traurig der Wärtertn überlassen, sie hatte ja keine Zeit. Ihr Mann runzelte die Stirn, wenn er hereinkam; sein Unmuth machte sich mit scherzenden Worten Luft, daß er sich außer demHauseZerstreuung verschaffen würde. Da stiegen heiße Thränen in ihre Augen, sie fühlte sich so schuldig, und an ein Loskommen war unmöglich zu denken, die Hydra der öffentlichen Wohlthätigkeit hielt fest, was ihre Arme umschlungen. Endlich waren diese Wochen ausg?' standen. Man athmete förmlich erleichtert auf beim Anblick der zusammengetragenen Gaben für Tombola und Büffet, an Postkarten und Blumensträußen. denn was noch nicht in Natura vorhanden, war zugesazt schwarz auf weiß, bindend als sei cs mit Blut verschrieben. Auf zum Kampfplatz lautete das Losungswort: Der Festabend war herangekommen. Eine flimmernde Lichtfülle in den u len, einer neben dem andern, für viele Hunderte prangend im Schmuck blübettder Töpfe, Guirlanden und Decorationsarrangements. Entfacht ein erbitterter Toilettenkrieg, immer eleganter, extravaganter wie die Andern. Ein Blitzen der Augen, ein Lächeln auf den Livpen. ein Flirten die Käufer zu
locken, ein Klingen tia koketten Seitentä'schcken daß es sich füllte, füllte, um einen erklecklichen Erlös triumphirend abliesern zu können! Alles so edel, dachte sie, ihre Gedanten eilten weiter doch würde sie nie, nie wieder hineintreten in diesen Wettstreit christlicher Liebesthätigkeit, bei dem das Vergnügen der Betheiligten bessere Geschäfte zu machen schiel als die Armen, und dessen Motiv nicht immr einem edlen Boden ent sproß. Sie blieb daheim, wo süße Muttnpflicht und stilles Eheglück ihr höchster Pflichtenkreis, und wo die Rechte gab, ohne daß die Linie darum mußte. Sie stand vor dem großen Stehspiegel, rechts und links warfen elektrische Birnen blendende Helle auf das Glas, auf das schöne Geschöpf, das mitWohlgefallen seinen eigenen, verführerischen Anblick genoß. Das duftige Haar graziös aufgesteckt, krönte den kleineu Kopf. Ein Stern flimmender Brillanten funkelte in dem dunken Lockengewirr. fefet sank das feine mit Svitzengekrause verzierte Peignoir nieder, nn weißseidener Jupon und weiß seidenes Corsage, dem gerade nur die äußersten Zacken ahnungsvoller Spitzen entstiegen, umhüllten die schlankenGlie der. Dann senkte sich das schöne Haupt und vorsichtig, von der Hand derJungfer übergeworfen, rauschte ein Gewand über sie nieder ein Gedicht eine Composition, hervorgegangen aus dem; ersten Schneideratelier. Die Taille, feine Hand hoch, umspannte die volle so yew-ntagraffen bildeten den den Fred 0rtC hre vollendelen kohs datzr Schultern zu beemträchtiDschörmn änd tb'dt
Sie war schön, elegant, versuyre risch. Sie lächelte. Eine herrliche Erfindung diese Wohlthätigkeitsfeste", sagte sie zu ihrer Junzfer, da wird einem nach Möglichkeit an die Hand gegeben, zu glanzen. Ob ich heute wohl die kostbarste Toilette haben werde ich glaub's bald." Dabei überflog ein Blick die Spitzen an dem Kleide, die kostbarer kam zu denken waren. Sie nestelte eine Brillantrivierc am Ausschnitt des Kleides fest, schob das parfumduftende Miniaturtaschentuch oben hinein zwischen Taille und Corset, ergriff die Puderquaste, noch einmal giltt sie tupfend über Gesicht, Hals und Arme mit dem weichen Flaum. Morgen früh wird meine Toileüe sicher in der Zeitung besprochen sein", plauderte sie weiter. Und dann heißt es, die schöne Frau S., strahlend in Augen, Pariser Robe und Brillanten, lenkte wieder die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich. Sie spendete in bekannter Mildthätigkeit unter vielen anderen über tausend bunte Postkarten, die sie sogar selber verkaufte und damit einen kolossalen Gewinn für den wohlthätigen Zweck erzielte. Wessen Sie. Flora, noch einige solche Feste diesen Winter, die meinem Manne freilich e''n Heidengeld kosten, aber dann dann befestigen wir übers Jahr auf der linken Achsel den heißersehnten Orden!" Ein stolzes Lächeln umspielte den rothen Mund, während sie den Kopf in den Nacken warf, als schritte sie schon siegestrunken durch die große Masse. Die Morgensonne schien hell auf die hohen Fenster und fiel auf ein strenges Frauengesicht. Es war alles so hart in den festen Zügen, den kalten. 'blauen Augen, dem Mund mit den vorstehenden Vorderzähnen, deren Eindrücke s?ch in die Unterlippe gegraben. Das H.iar lag glänzend im glatten Scheitel an dem schmalen Kopf und rahmte mit scharfer Contour das welke Oval es fröstelte einen, obschon der Frühlingssonnenschein verklärend den gann Raum durchleuchtete. Die Thür that sich auf. Eine Deputation des Frauenoorstandes für qtfallene Mädchen trat ein, alles ernste Gesichter, weihevoll der Ausdruck dem feierlichen Momente angepaßt. Die Bewohnerin erhob sich aus ihrem tiefen Sessel strich ein Strahl des Gestirnes übe? die strengen Züzc. die wie in Liebe zerflossen und in Rührung zu vergehen schienen beim Anblick der eintretenden Damen? Man drückte sich die Hände mit vielsagendem Blick. Ein kostbarer Strauß duftender Orchtdeen wurde mit überströmenden Worten überreicht, als Ausdruck der hohen Verehrung, welche das unschätzbar: Mitglied des Vereins in demselben genoß. Es war ein köstlicher Moment. Ter Weihrauch, den man sich gegenseitig zufächelte, legte sich angenehm um die Sinne der Betheiligten, Worte christ licher Liebe, aufopfernder Wirksamkeit wurden gewechselt, während man löblichen Wein schlürfte und kleine Brötchen mit noch köstlicherem Belag verzehrte. Die Damm hatten sich verabschiedet. Sinnend stand sie vor dem herrlichen Strauß, und ein Ausdruck des Triumphes über soviel Verehrung trat in die Mienen der kalten Frau. Die Klingel schrillte und schrillte den ganzen Vormittag. Alle, alle kamen, Mitglieder des Vereins, die gebesserten Mädchen, Arme des Kir.t?spieles, alle mit gesenktem Blick, dr sich erst schüchtern hob bei den leutseligen demuthsvollen Dankesworten, oie itnen Gaben und ihren Wünschen von der Empfängerin gezollt wurden. Der Weihrauch himmlischer B:-
wunderuna mit dem D"ft ungezählter, herrlicher Blumen vermischt, durchwehte den Raum, gemalte Sprüche und fromme Glückwunschkarten bedeckt? den Tisch. es war ein Geb'.'itstag ein Ehrentag, wie er selten Staubgeborenen geboten wird. Die Thüren schlössen sich. Wären all die Blumen Geld, wie mancher von uns wär' jeholfen," sagte im Hinausgehen flüsternd ein gebessertes Mädchen. Jawoll, ja aber det is der Laus der Welt ; det Bessere is ooch nich sei umsonst", lachte frivol die Andere. Drinnen die Säle, die im Glänze des Wohlthätigkeitsfeftes geprangt hatten, verödet, die Fenster verhangen, die Kerzen verlöscht, der Reigen verhallt und die Musik verstummt. Draußen Frühlingssonnenschein, ein Drängen, ein Treiben in der Luft, au den Sträuchern die ersten blassen Blättlein und Vogelgezwitscher in den Zweigen, an denen die braunen Hüllen der Blattknospen sprangen. Auseinandergeflogen die wohlthätigen Frauen, wie die Motten im Sonnenglanz. Doch wenn der Herbstwind durch diz Straßen fegt und das Sommerlaub an den Bäumen verschrumpft, dann ertönt die große Wohlthätigkeitsdrommet?, damit sie alle, alle wiederkehren, die da zur Reckten sieben! Spttttcr. Die Beweggründe zu einer guten That sind oft" nicht besser, als die zu einer schlechten. Die Clique hat eine neue Kunst geschaffen: die Kunst ohne Talent. Die Hauptursache, warum sich die meisten Menschen unzufrieden fühlen, liegt in bet Ueberschätzung des Glückes Anderer. Kinder und .Rarren reden die Wahrheit", weil sie die Einzigen sind, denen man sie verzeiht.
Jndiana
Ein Kärtner Kirchtag. Von H. Kcrschbaum. Kirchtag! Es hat gewiß nicht Jeder eine richtige Vorstellung davon, was ein Kirchtag für das Dorfvolk in den deutschen und österreichischen Alpen bedeutet, welchen Schatz von Lust und i'ube dieses einzige Wort in sich 'chlicßt. Der Städter hat in der Regel eine schlechte Meinung von den Kirchxzo:n; er denkt dabei gewöhnlich an einen derben Bauerntanz mit solenner Prügelei. Mitunter mag dies schon seine Richtigkeit haben, aber im Alpenlande Kärnten. wo man die interessantesten und originellsten Kirchtage von ganz Oesterreich antrifft, ist die Kirchlagsrauferei völlig unbekannt. Ist dies allein schon eine bemerkenswerthe Eigenschaft der Kärntner Kirchtage, so unterscheiden sie sich von der gewöhnlichen Art Kirchweihfeste auch noch durch ihre zünftigen Festbräuche aus der Väterzeit. Im Kärntner Oberland zeigt der Kirchtag als das Hauptoergnügen des Kalenderjahres das Gepräge gewisser Behäbigkeit, die sich in gewissen Dörfern aus der Zeit erhalten hat, wo das Handwerk noch einen goldenen Joden hatte und der Bauernstand in seiner Blüthe roar. Damals gab es noch mehr wohlhabende Besitzer als gc:nwärtig, wo gerade in Kärnten die Landwirthschaft darniederliegt. In den Orten, wo noch etwas Wohlstand :r(:cSf. trifft man auch heute die inteffantesten. mit alten Volksbräuchen verbundenen K'rchweihfeste an. Da kommen die Leute noch in der charatteriftischen. farbenreichen Tracht des Alpenoolts: die Männer im langen Schoßrock, gewiß meist noch in dem Rock, den sie vor vierzig, fünfzig Iahren zur Hochzeit getragen haben; in der kurzen Lederhose, in der sie daö silberbeschlagene Eßbesteck tragen; in dem grünen Leibl mit dem halben Hundert silbernen Kugelknöpfen, mit dem breiten gestickten Gurt um die Lenden, auf dem Haupte den spitzen Wllkenstecher" und an den Beinen die grobnähtigen Bundschuhe. Da sieht man die Weiber im blumigen Kittel, mit breiter, schwarzer Seidenschürze und mit der kostbaren Goldhaube. Und die jungen Mädchen ein wahres Farbenkastlein. an dem jeder Maler seine Freude habn würde! Da kommen die Burschen in der bekannten grünen Aelplertracht mit der nie fehlenden Schneid" auf dem Hütlein, unternehmend und verwegen, unwiderstehlich für die putzigen Diandlan". Bei der Verarmung des Bauernstandes in den Alpenländern wird dieser herzerquickende Anblick leider immer seltener. Die Hauptaufgabe an der Kirchtagsfeier kommt dem jungen Dorfvolke zu. uxd die Burschen treffen die nothwendigen Vorkehrungen schon einige Zeit vor dem Feste. Acht Tage vor dem K?rchtag, am Sonntag Nachmittag, gehen die Ortsburschen zum Wirth, bei dem sie zusammenhalten", das heißt, wo sie am Kirchsonntag" mit ihren Diandlein erscheinen werden, um zu zechen und zu tanzen. Dies wird dem Gastwirte bekannt gegeben, was die Burschen das Kirchtagsandingen" nennen. Der Wirth weiß schon, was er zu thun hat; er stellt den Burschen ein paar Liter Wein vor, und je mehr Burschen bei ihm zusammenhalten, umso mehr freut es ihn, denn das ist eine besondere Ehre für ihn, weil es von seiner Beliebtheit unter den Dorfburschen zeugt. Bei dieser Gelegenheit wählen die Burschen aus ihrer Mitte ei- Oberhaupt, dem es obliegt, dem Kirchtag den richtigen Anstrich zu geben. Dieser Bursche heißt der Zechmeister". Er muß nicht nur ein fideler Kampl" sein, sondern er soll sich auch durch ein hübsches Aeußere auszeichnen; vor Allem aber muß er sich im Dorfe der allgemeinen Sympathie erfreuen, damit er für den Kirchtag viele Anhänger gewinnt. Das Zusammenhaben der Zechburschen" ist deshalb seine erste Aufgabe. Ein tüchtiger Zechmeister hat immer viel Burschen um sich. Am Kirchsamstag", das ist der Samstag vor dem Feste, wird schon eine Vorfeier gehalten. Um seäis Uhr Abends spielen ein paar Musikanten beim Wirth auf, und der Gastgeber läßt den Zechmeister hochleben": dieser macht im Vereine mit der Musik dem Wirth das Hofrecht". Dann zieht der Zechmeister mit den Spielleuten von Haus zu Haus durch's Dorf, um die Zechburschen abzusuchen". Vor dem Hause spielt die Musik lustige Weisen, wozu der Zechmeistcr Lieder aufgiebt. Dem Bauern, der Bäuerin, den Kindern und den Dienstboten wird das Hofrecht gemacht, indem der Zechmeister ihnen allen zutrinkt, sie hochleben läßt und die Spielleute einen Tusch darauf spielen. Dies ist gleich sam die Einladung zum Kirchtag. Vor den Leuten legitimirt er sich auf folgende Weise: Bin a lustiger Bua, Bin mein Vätern nachkratn. Bin allweil gern gsessn Mit dö Du ndlan im Schattn. Und von den Freuden des Kirchtags singt er: Wann i in Sunntag afn Kirchtag geh. Setz i af mein grüan Huat. Umatum Buschn und Bandlan draf. Daß glei alls funkeln thuat. Hat der Zemeister eine Anzahl seiner Lieder aufgegeben, so geht er in's Haus und hott die Burschen heraus. )ie Mädchen kommen aucy zum orschein, und dann werden ein paar Stücke vor dem Hause getanzt. 3r Bauer und sein Weib bewirthen das junge Volk mit Krapfen, Reindling. Most und dergleichen; den Rest des Vackwerks binden sich die Musikanten m's Tuch. Die Burschen müssen hier gleich dem Zechmeister bestimmt dersprechen, daß sie am Sonntagmoraen
TrihÄne, onnta$, 9. Juni
zum Kirchcnziehen" erscheine. Giebt einer sein Versprechen, der nachträglich abspringt", das heißt wortbrüchig wird, so wird er von den übrigen Dorfburschen nie mehr gut gelitten. Treffen sie ihn nach dem Kirchtag auf der Gasse, so jagen sie ihn nach Hause; aber solche Fälle sind sehr selten. So geht's von Haus zu Haus, überall wird Hofrecht gemacht. Lieder werden aufgegeben, es wird gezecht und getanzt, und die Zahl der Burschen wächst 4mmer mehr an, bis endlich in später Abendstunde die fröhliche Schaar in Begleitung mehrerer Mädchen zum Wirth zurückkehrt, wo in der Gaststube bis zwölf Uhr getanzt und gesungen wird. Der Wirth läßt für seine Zechburschen manchen Freitrunk aufmarschiren. was der Stimmung gewiß keinen Eintrag thut! Ob die Burschen um Mitternacht alle ihre eigenen Lagerstätten aufsuchen, kann so genau nicht nachgewiesen werden. Manch übermüthiger Jauchzer verhallt in der Kirchsamstagsnacht. A Sprung über d' Gassen, A Juchzer drauf, A Klopfer ans Fensterl: Liabs Diandle, mach auf! Wer könnte hinter die Geheimnisse der Kirchsamstagnacht kommen! Sie ist die herrlichste Wacht im ganzen Jahr so behaupten es die Burschen. Aber wer da meinte, daß sich auch nur ein einziger unter den Zechburschen verschliefe, der müßte sie nicht gut kennen. Die Leute liegen noch in den Federn, und die Burschen sind schon wieder fleißig am Werk. Sie haben kaum zwei Stunden der Ruhe gepflegt, und nun sind sie darußen auf dem grünen Wiesenanger und laden die Böller. In prasselndem Feuer liegt die glühende Eisenspitze, dann zuckt sie von Zünder zu Zünder, fünffach und zehnfach kracht es hinter einander, und in die Berge und Wälder hinein rollt ein donnerndes, brausendes Echo! Das war der erste Gruß, der den Festtag verkündete; dann legen sich die Buben auf den Rasen hin. Wenn das goldige Sonnenlicht über die Berge schimmert und dasGrußlä'uten" in den thaufrischen ?ommermorgen hinausklingt, dann sind die Mörser schon wieder geladen und donnern abermals in die Berge hinein, den Leuten Botschaft bringend von der Festtagsfreude. Um die siebente Morgenstunde stehen die Zechburschen in Wichs und Glanz beim Wirth; die Morgenluft und die Arbeit haben sie hungrig gemacht und nicht minder auch durstig. Jetzt kommt ein gemeinschaftlicher Imbiß, den der Wirth zum Besten giebt. Die Musikanten sind auch schon wieder dabei. Burschen und Spielleute erhalten vom Wirth ein frisches Blumensträußchen in's Knopfloch, und die Mädchen haben ihren Herzliebsten die Hüte mit Rosen und Gartenblumen förmlich bekränzt. Es kommt ganz darauf an. welcher Beliebtheit sich der Bursche unter den Dorfschönen erfreut, umso reichlicher fällt die Sträuhchenspende aus. Der eigentliche Kirchtag nimmt nun seinen Lauf. Vorher noch zahlen die Burschen das Zechgeld" zusammen, das der Zechmeister in Verwaltung nimmt. Die Höhe des Geldbetrags entspricht dem Vermögensstande eines Bauernburschen, bis zu drei Gulden kann Jeder leisten. Beim Kirchenziehen ist auch der Wirth dabei, der beim Opfergang" um den Altar herum mit dem Zechmeister an der Spitze geht. Unter den Klängen der unvermeidlichen Musik ziehen hernach die Burschen wieder aus der Kirche und erwarten ihre Mädchen, denn nun hebt gleich ein flotter Tanz auf dem Kirchplatze an. daß der Staub davonwirbelt. Eine Stunde wird hier der Lustbarkeit gehuldigt. Die Burschen bewirthen die Mädchen unterm Lebzelterstande mit süßem Met und Lebkuchen und singen zusammen ein paar selbsteinstudirte Kärntner Liederchöre; auch verschiedene lustige Spiele giebt es. wie das Tafelhacken", das Lebzeltabheben" u. s. w. Den Mädchen, die vor der Kirche zum Tanze geführt werden, gilt dies als besonderer Vorzug. Der Wirth hat sich unterdessen davongemacht, um seinen Kirchtagsgästen einen würdigen Empfang zu bereiten. Die fröhliche Schaar der Burschen und Mädchen, die in verschiedenen Kärntner Volkstrachten erscheinen, zieht mit den schmetternden und flötenden Spielleuten der Dorfzeile entlang und kehrt unterwegs noch bei einem wohlhabenden Besitzer, mit dem sie es wegen seiner bekannten Freigebigkeit besonders gut" meint, ein, um ihn ncch tüchtig anzusingen und anzublasen, wodurch sich der Bauer sehr geschmeichelt fühlt und die Burschen großmüthig bewirthet. Die rastlosen Musikanten binden den Rest wieder in ihr Sacktüchel. Der Zechme?ster, der hier allein das Singen oder Liederaufgeben zu besorgen hat, läßt seinen geradezu unerschöpflichen Liederborn fließen, singt Spvttliebeln, daß den Leuten, die er sicb zur Zielscheibe ausersehen hat, die..Gallbirn" aufsteigt, und die Leute, oi es nicht anaeht. lachen rechtschaffen darauf. Die Diandlan" kommen oft schlecht weg dabei, denn mitunter spricht der Bursche eben nicht durch die Blume. Zahmerer Natur sind freilich wieder andere seiner Lieder; so ist es kvohl nur ein Schrwz.ennes- 1 ch wohl nur ein Scherz, wenn er singt: An aufrichtigs Diandle Kann i neamer drfragn; Und i glab, es hat alle, Der Schauer drschlagn. Doch auch von der holden Liebe süßer Minne versteht er zu singen, wie z. B.: O du herzigs schöns Diandle, Wia stellst es denn an, Daß die Liab aus deine Aeuglan &o grujelan kann?
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Ehrenhalber holt der Zechmeifier dk Haustochter oder die junge Bäuerin heraus, um nit ihr zu tanzen; während dieses Tanzes, der sehr kurz währt, dichtet der Zechmeister aus dem Stegreif ein Liedchen auf irgend eine Person oder sonst etwas. Die Musik spielt die Weise nach, wozu wieder getanzt wird, was sich lange so wiederholt. Nach einem Gesammtchor schwingt der Zechmeister seinen Hut mit einem Dank schean, Frau Mutta!" was der Frau des Hauses gilt, dann ziehen sie wieder von dannen, dem Wirthshause zu. Der Wirth steht mit der bekränzten Burschenflasche" voll Wein und einer Anzahl Trinkgläser vor der Th'r. um dem Zechmeister das erste Glas zu reichen; dieser tritt aus dem Kreise der Zechburschen, hebt das Weinglas und spricht: Unser Wirth soll leben hoch!" Die Musikanten spielen einen Tusch darauf, dann gilt der Trunk der Wirthin in derselben Form. Die ganze familie läßt man hochleben bis zu dem Dienstpersonal, und dann werden wieder Lieder aufgegeben und die Mädchen müssen zum Tanz herbei. Die Burschenflasche kreist munter die Mnde ab, und daß dabei die Burschen ordentlich in Stimmung kommen, ist nicht zu bezweifeln. I hab mei Lebtaa ka guat gethan; I Habs a no nett im Sinn. Siagts mir a jeder a? die Federn an, Was fra Vogel i bin. So singt einer, uiro der andere: Lippitzbach. Lippitzbach, Is ka Thal, is lei a Grabn: Is a scheans Diandle drin, Das mecht i habn. Die Musik spielt die Weise nach, wozu ein Stückchen getanzt wird. Die Lustbarkeit wird auf dem Tanzboden fortgesetzt; die Zechburschen haben ihren eigenen gedeckten Burschentisch", wo sie gemeinschaftlich mit ihren Tänzerinnen von der bekränzten Weinflasche zechen. Auf dem Tanzboden steht es nun Jedem frei, Lieder aufzugeben, so viel ihm einsallen. Bei der bekannten Sangeswst des Kärntners kann man annehmen, daß ein förmlicher Liederrcgen losbricht; jedoch vollzieht sich auch das Aufgeben der Lieder in bestimmter Ordnung. Nach einer kurzen, passenden Tanzweise beginnen die Tanzpaare eine Promenade im Kreise, und der vorderste Bursche macht mit dem Singen den Anfang. Er singt nur ein Lied, das die Musik nachspielt, wozu wieder getanzt wird; ist der Tanz zu Ende, so legt der zweite los. und so geht es weiter. Damit die Sache jedoch nicht eintönig wird, werden die Lieder in verschiedenen Weisen gesungen, z. B.: Wer da Tänz kann, Giebt Tänz an. Wer a Geld hat. Zahlt aus. Wer a Diandle hat, Kann tanzen. Wer kns hat, Bleibt z' Haus. Der zweite singt: Diandl, geh, tanz mer amal, Drahmer uns um in Sial, Lahn di nur an an mi. Bins ja glei i! Der dritte: Ban Tanzen is lusti, Ban Aufgöhn is toll, Und i waß no Liadlan An Bucklkorb voll. Eine gewisse Zungengeläufigkeit ist bei dem folgenden nöthig: Is a siggrisch scheans Diandle, Hat saggrisch scheane Schuah, Sie thut siggrisch schean tanzn, I schaug saggrisch gean zua. Ein Ende muß nun einmal auch das Liederaufgeben haben, darum singt einer: Tanzen und prahln Und die Spielleut nir zahln, Von de Liadlan afgebn Können d' Spielleut nit lebn. Der Liedertanz währt bis zwölf Uhr Mittag, dann werden die Zechburschen niit der Musik heimgeleitet, wo ihrer ein feister Kirchtagsbraten wartet. Kirchtags giebt es nämlich bei jedem Bauern frischen Schweinebraten nebst verschiedenem Backwerk, wie Schmazkrapfen, Nigelan" und dergleichen. Haben sich die Leute ordentlich sattgegessen und den Weinkrug, den der Bauer aufgetragen hat. leergetrunken. so richten sie sich wieder zum lustigen Kirchtaaslebcn zurecht, das nun bald nach Mittag a.ihebr. In Wein. Weib und Gesang gipfelt das Treiben. Die eine Hälfte des eingezahlten Zechg.'ldes wird ain Sonntag gemeinsam am Burschentisch verjubelt, wobei die Zech, burschen mit ihren meist recht, klaugvollen Stimmen noch manch schönes Lied zusammen singen. Die Nacht wird durchgetanzt, und am Kirchtmontag" in der Frühe spielen die Musikanten die Burschen mit den Mädchen nach Hause. Wer nun meinte, daß der Kirchtag damit zu Ende wäre, würde sich sehr irren. Einmal ein wenig heimgehen und den wüsten Kopf ordentlich unter das Brunnenrohr stecken, vaß das frische Wasser über und über fließt, dann eine trockene Pfaid. und hernach soll den Buben einer fragen, ob er gesund ist! Nach einer Weile sitzt er wieder beim Wirth, und all' die Anderen sind auch wieder da; mit der Musik wird abermals von Haus zu Haus gegangen, vor jedem Hause getanzt, gesungen und getrunken. Die Bäuerin kommt wieder mit der Krovfenschüssel und dem Reindling. und schließlich bedankt sich der Zechmeister für die Bewirtbuna und für das .Burschenlei-
hen"'unid bittet diese für die Fortsetzunq des Kirchtaos beim Besitzer aus.
Singend und voll neuer Lust ziehen die Burschen mit den Mädchen durch's . Dorf und dem Wirthshaus zu. Und j damit nun alles wieder in's richtige ; Geleise kommt, setzt sich der Zechmeister ' einmal hin und macht Rechnung mit I dem Wirth, um darüber in's Reine zu ; kommen, was sehen rerzecht wurde, und was der Zechfonds zu leisten noch im Stande ist. Im Weiteren spricht der Zechmeister aufmunternde Worte an die Burschen, damit sie getreulich auch j noch diesen Tag aushalten möegn. Jeder erhalt bei dieser Gelegenheit em paar Cigarren, damit die Sache einen Schick" hat. dann hebt der Kirchtag von Neuem an, denn die Kärntner Kirchtage dauern zwei, mitunter drei Tage. Es ist gewiß keine leichte Aufgäbe und besonders für den Zechmeister, von Samstag bis zum Dienstag bei Humor zu bleiben. Die Sonne scheint schon wieder zu den Fenstern herein, die Buben vcrlöschen die Lichter und drehen dem lustigen Bruder Kirchtag mit einem Steirischen" den Kragen um. Sie sind kirchtagssatt bis auf den schwindsüchtigen Geldbeutel; ob sie jetzt heimgeben sollen oder sonst was beginnen, darüder sind sie noch nicht recht einig. He, Buahmen. gehmers ham. Was nutzt das Unterlahn. Was nutzt das Umerstehn! Ham muaß mer gehn. Diesen Vorschlag macht einer, doch ein zweiter ist anderev Meinung: Ham gehmers no nit gschwind. Bis nit der Monschein kimmt, Ham gehmers morgen früah Oder gar nia. Doch die Sache hat nun schier den Boden verloren, also: Frau Wirthin, machts Rating. Wia viel kimmt af an? 's Diandle is schläfrig, Gang gern ham. So ist es denn Ernst. Ein wenig schwankend, das Hütl sitzt nicht mehr ganz sicher auf dem vollen, schweren Haupt, und die Aeuglein wollen das Sonnenlicht nicht vertragen so verlassen sie das Wirthshaus, wo sie schier heimisch geworden waren. Die Spielleute auch nicht mehr ganz munter spielen sie heim, doch: Nur schean langsam und stad, Wie der Bergabua mahd, Und schean langsam gezogn. Daß de Fetzen seind gflogn! Das ist die Erinnerung an die kreuzlustige Kirchtagszeit! Und auf diese Weise wird der Kirchtag gefeiert auf der Fellach, ?n ähnlicher Weise auch anderwärts: in Unterkärnten sind sie einfach und ohne besondere Eigenthümlichkeit. im Oberlande dagegen prunkvoll und mannigfaltig in ihren Burschenbräuchen. Im Unterlande wird häufig arg gerauft, was man in Oberkärnten mit peinlichster Sorgfalt vermeidet. Die Gailthaler Slowenen tanzen am Kirchtag unter einer breitästigen, schattigen Linde (St. Stephan) oder verbinden andere Spiele mit dem Kirchweihfeste, wie in Feistritz an der Gail das Kufenstechen" am Pfingstmontag. Im Schlächterladen. Schusterjunge: Meester, haben Sie Gehirne?" Meister: Heute nicht." Schusterjunge (beim Hinausla'.'fen): Darum seh'n Sie auch so dämlich aus!--Appell. Trunkenbold (dem der Richter über sein vieles Trinken den Text gelesen): Aber Herr Amtsrichter, mit dera Nas'n sollten S' mich doch verständnißvoller beurtheilen." Je nachdem. Michel, Du schwätzt ja g'radaus wie an Esel. Des ka' scho' sei'! Woischt. Frieder, i schwätz ebe mit jedem Mensche dui Sprach, die er am beste verstöht! DerSchlimmstc. Richter: Wer hat nun eigentlich die Hauptschuld bei der Rauferei?" Angeklagter: Der Huberbauer ... der hat immer Frieden stiften wollen!" UnverdientesAnsehen. A.: Der Mann soll sehr viel für die Armen thun!" B.: Leeres Gerede! Mir wollte er ja nicht 'mal seine Tochter zur Frau geben!" Begriffsverwirrung. Herr: In meinem Studierzimmer will ich nn täglich Feuer haben, denn der Doctor hat mir verboten, mit kalten Füßen zu schreiben und mit halberfrorenen Händen herumzulaufen! A u ch e t w a s. Schneiderstochter (die dem Studenten Schlauch die Rechnung vorgezeigt hat): Können Sie mir denn nicht wenigstens etwas geben. Herr Schlauch? Student: Das einzige, was ich Ihnen geben könnte, wäre ein Kuß, Fräulein! Surrogat. Director: Jetzt kommt der Pistolenschuß!- Regisseur: Donnerwetter, ich hab vergessen. die Pistole zu laden!" Director: Macht nichts! Geben Sie einem Statisten eine tüchtige Ohrfeig" Otto Deppermann, Deutscher Zahnarzt. Majestic Oelneiicle. Zimmer Sis. 207 Dr. 0. Clfafl iat sein? Ctflt nach dem Willoughby-Gcvaudc. No. 224 Nor, Meridian ., erste (fragt. rlrt. OfficeS!undeni 5on 2 tn 4 Udr Nachmittag. Tkiepbon! Office ?t-Wohnung 95. Ht Wodauna befindet sich Bit ditz: 1137 Nord ieinite lva.nla Bt,
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