Indiana Tribüne, Volume 24, Number 262, Indianapolis, Marion County, 9 June 1901 — Page 12
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1 Jndiana Tribüne, Sonntag, den 9. Juni 1901,
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, l Vfl UI"H -- VVH4Ulll Einwanderung. Wenn nicht alle Zeichen trügen, steht wiederum eine Periode starker deutscher Einwanderung bevor. Schon seit Monatsfrist bringen die Dampfer von Hamburg und Bremen Landsleute in gröherer Anzahl als seit Jahren, und die Schiffsgesellschaften treffen Vorbereitungen für einen Massenzustrom von Deutschland nach den Ver. Staaten. Der Grund ist in der sich in der altenHeimath bemerkbar machenden industriellen Stockung zu suchen, welche bereits, wie die letzten Depeschen meldeten, die Entlassung von Tausenden von Arbeitern nöthig machte und sich zweifellos in immer weiteren Krei fühlbar macht. fen Dem Deutschen liegt zwar die Wanderlust im Blute, aber es bedarf doch stets eines starken Anlasses, ehe er sich entschließt, die alte Scholle dauernd zu verlassen und auf fremder Erde eine neue Heimath zu suchen. Die verschienen Perioden besonders starker AusWanderung lassen sich auf ganz bestimmte Ursachen zurückführen. In erster Linie war es religiöser oder politischer Druck, der den Deutschen nach dem Lande der Freiheit führte, oder aber er suchte in der an Arbeitsgelegenheiten so reichen neuen Welt den Ellbogenraum zur Bethätigung seines Fleißes, den die alte Heimath ihm zeitweilig versagte. Bon einer geschlossenen deutschen Einwanderung nach Amerika kann erst seit dem Jahre 1683 die Rede sein, als die Concord" am 6. Oktober unter Führung von Karl Daniel Pistorius 13 Krefelder Familien in Philadelphia landete, der in den folgenden Jahren zahlreiche andere, meist aus demRheinland, folgten. Es waren Quäker, oie in der alten Heimath ihrerLehre wegen bedrängt wurden. Im Jahre 1709 fand ein massenhafter Zuzug aus der Pfalz und aus Schwaben statt, von der englischen Regierung veranlaßt. Deutsche Niederlassungen blühten im Laufe der folgenden Jahrzehnte in Pennsylvanien, Carolina, Virginia, Georgia und Maryland auf und rückten bald nach Ohio vor. Weitaus die meisten dieser Ansiedler waren gekommen, um auf dem freien Boden Amerika's unaehindert, ihre Religion ausüben zu können, deretwegen sie in Deutschland zu leiden hatten. Denn wenn auch der 30jährige Krieg, der den deutschenLanden so unsägliche Wunden schlug, den Protestantismus nicht unterdrückt hatte, so hatte er doch Religionsfreiheit nicht gebracht, wohl aber die Bürgerfreiheit vernichtet und das kleinstaatliche Despotenthum bis zur Unerträglichkeit verschärft. Sckaaremveise zogen die Landeskinder hinweg, ganze Gemeinden ganze Sekten, Prediger u. Lehrer an der Spitze, Psalmen singend und bis an die Grenze verfolgt von den Schergen der mitleidlosen Obrigkeit. Was Amerika an ihnen gewann, ist bekannt. Bei der Arbeit wie im Kampfe gegen die Indianer- und später im Befreiungskriege gegen England standen die Deutschen und ihre Nachkömmlinge in erster Reihe. Die nach der französischen Revolution über Europa hereinbrechenden Unruhen und Kriege und die durch sie herbeigeführte Erschwerung des Verkehrs hatten das vollständige Aufhören der Einwanderung zur Folge. Vierzig Jahre hindurch, bis zum Jahre 1818. kamen nuv ganz vereinzelte Deutsche hier an. Es ist ein Wunder, daß unter den Umständen bei denKindern und Kindeskindern der aus religiösenGründen aus der Heimath Geflüchteten sich das Mitgebracht-: nicht vollständig verlor. Sie hatten nie besondere Ursache gehabt, auf ihre Heimath stolz zu sein. Ein gemeinsames Vaterland besaßen sie ja kaum, denn Deutschland war zerrissen und zerklüftet, ein Spielball anderer Nationen, und der Deutsche konnte sich durch den Hinweis auf seine Herkunft keine Achtung verschaffen. Das Gefühl der Anhänglichkeit und Dankbarkeit konnte unter den Umstänsten nicht stark entwickelt sein. Und trotzdem blieb die deutscheArt sich treu. Die Deutschen gingen in dem bunten Völkergemisch nicht spurlos auf. sondern erhielten ihre Sprache, ihre Kirchen, ihre Schulen, ihre Sitten und Gebräuche, so daß sich der später wieder einsetzenden Einwanderung ein Boden bot, in dem sie Wurzel schlagen konnte. Und das war nöthig, denn sie war weder stark noch zusammenhängend genug. um in geschlossener Front für ihre Eigenart zu kämpfen. Das Gefühl eines großen, gemeinsamen Vaterlandes fehlte noch immer, und das deutsche Selbstbewußtsein, das durch die Befreiungskriege einigermaßen gehoben war, erlitt durch die dann folgende Reaktion einen empfindlichen Rückschlag. Viele mit den politischen Verhältnissen Unzufriedene kamen in's Land. Sie strebten hier den idealen Zielen nach, welche drüben verpönt waren. Ihre Zahl wurde wesentlich vermehrt und ihr Streben gefördert durch die Ankunft der Achtundvierziger, jene Männer, welche ihres Freiheitsdranges wegen aus der alten Heimath fliehen und hier am Zuflucht suchen mußten. In Schaaren kamen sie herbei und brachten ungeschwächte Kampfesluft mit sich, die sich zwar hier und da in unklarer, unzweckmäßiger Weise bethätigte, aber doch wie Sauerteig in der Masse der deutsch - amerikanischen Bevölkerung wirkte. Sie waren durchweg hochgebildete Männer, Kulturträger im weitesten Sinne des Wortes, deren Einfluß auf die Entwickelung des geistigen Lebens bedeutend war und welche dem Deutschthum im Lande Ansehen und Achtung verschafften. Viele dieser. Ankömmlinge, welche ihre politischen Ideen auf amerikanischer Erde zu verwirklichen hofften, nachdem sie in der europäischen Revolution Schiffbruch gelitten, mußten zwar eine Schule bitterer Erfahrungen durchmachezt. elx sie sich m die neuen
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einen Wirkungskreis gelangten, der ihnen zusagte, gingen sie. Jeder an seinen Platz, ihren Landsleuten in Bezug auf Thatkraft und Schaffensfreudigkeit voran. Das deutsche Vereinsleben
blühte rasch empor, deutsche Kunst fand ! festen Boden, die deutsche Presse entj wickelte sich mächtig, deutsche Thatkraft j errang Erfolge und deutsche WissenI schaff feiert Triumphe. Und wie di? ! Söhne der wegen ihres Glaubens verj folgten Deutschen im Revolutionskriege für die amerikanische Freiheit ihr Blut vergossen, so schaarten sich die ! Deutsch - Amerikaner, die dem polititischen Drucke der alten Heimath entj flohen, um das Sternenbanner, als es i galt, die Union zu erhalten. Was die Teutschen im Bürgerkriege leisteten, wird ihnen zum Ruhme gereichen, so lange es eine amerikanische Geschichte giebt. Die deutsche Einwanderung aller- , dings gerieth in Folge der Ereignisse hier wie drüben in's Stocken. Sie jncchm erst wieder einen Aufschwung lund entwickelte sich zu gewaltiger I Stärke nach dem Zusammenbrach der auf den deutsch - französischen Krieg folgenden Gründerzeit", welcher eine Reihe magerer Jahre folgten. Ein reichfließender Strom deutscher Einwandere? ergoß sich in das weite Meer des bereits nach Millionen zählenden Deutsch - Amerikünenhums, bis er endlich, als Deutschlands wunderbarer industrieller Aufschwung einsetzte, immer schwächer wurde und in den letzten Jahren beinahe gänzlich versiegte. Wie groß heute die Zahl der Deutsch-Ame-rikaner ist, läßt sich gewiß nicht sagen, gewiß ist, daß an 10 Millionen der , besten Amerikaner die deutsche Sprache jsprechen und der deutschen Kultur auf j amerikanischen Boden eine bleibende Stätte schaffen. Denn die amerikanische Nation ist als solche noch lange nicht fertig; sie ift erst in der Bildung begriffen. Der Zukunft bleibt es vorbehalten, wie stark in dem dereinstigen Gesammtbegriff Amerikaner" alles
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Obiges ist ein vorzügliches Bild des Nordpolforschers Evelyn Briggs Baldwin. Derselbe ist jetzt auf der Reise zu seinen im Westen wohnenden Eltern begriffen,, um Abschied von ihnen zu nehmen. Nächste Woche segelt er mit seiner Geseuicyaft nach Dundee. Schottland, und von dort mit dem inzwischen hergerichteten Schiff America" nac' dem Nordpol, den er aanz sicher zu erreichen gedenkt.
Gute und Große, das in dem Begriffe deutsch" liegt, vertreten sein wird. Daß heute die Einwirkung des deutsehen Elements nicht gering ist, müssen auch die Anglo" - Amerikaner, wenn auch meist mitWiderstreben, zugestehen. Und deshalb mögen sie das Wiedererstarken der deutschen Einwanderung mit scheelem Blicke beobachten, das Deutschthum im Lande aber hat Ursache, sich derselben zu freuen, wenn auch der Anl. für die alte Heimath ein schmerzlicher ist. Das deutsche Reich wird sich indessen wieder erholen, nachdem es einen zeitweiligen Ueberschuß an Kraft und Intelligenz der neuen Welt zusandte. Wenn man nicht Deutsch versteh,. Wie bereits mitgetheilt, hat Pietro Mascagni vor Kurzem in Wien eine Aufführung des Verdi'schenRequicm" dirigirt. Eine Episode aus dem Wiener Aufenthalt des italienischen Eomponisten erzählt das Wiener Fremdenblatt wie folgt: Mascagni hatte den Wunsch geäußert, mit den WienerBllhnenkünstlern ein paar Abende zu verbringen tn Wunsch, der bald eriüllt wurde. Man lud den Eomponisten zunächst in den gemüthlichen Kreis der Künstlergesellschaft Die Finken", die dem Gaste einen Ehrenabend gaben. Man kann sich das Aufsehen denken, als der Maestro einmal Nachts in dem niederen, kleinen, vorstädtischen Wirthshauslokal in der Kanalgasse erschien. Der Eomponist entschuldigte sich zunächst, daß er kein Wort Deutsch verstehe. Man versprach ihm eine internationale Unierhaltung, die keine Unklarheiten obwalten lassen werde. Die Begrüßungsansprache müsse allerdings, d:m Finken - Statut gemäß, unbedingt deutsch sein. Und alsbald erhob sich der Schauspieler und Librettist Lindau, um mit dem ganzen Enthusiasmus eines vorortlichen Vereins -Mstredners im pathetischesten Tonefolgende Begrüßungsansprache tn ntA i ?-&kjäLjJ. m
Jlluftrissimo maestro! (Stürmische Evvivarufe.) Wir haben ja gewußt, daß Du ein römische Drahrer" I bist, aber daß die Erzlumperei bei Dir I so weit geht, daß Du erst um Zwölfe j bei der Nacht hergelaufen kommst, so j daß wir Jeder nach Mitternacht ein doppeltes Sperrsechserl zahlen müssen j das, celevrissimo musicanto (Evvivarufe). ist von Dir eine rechte Gemeinheit! (Die Finken nicken dem Eomponisten begeistert zu, wofür dieser mit einem Lächeln geschmeichelt dankt.) Du hast uns Deine Eavalleria Rusticana" geschenkt. Diese ekelI hafte Tfchindara - Musik (Rufe: Hoch j der Maestro!" wofür dieser dem Festredner mit einem Händedruck erwidert), für welche Dir die Zeitungsschmierer der ganzen Welt die niederträchtigste Reklame gemacht haben lMascagni erhebt sich und dankt dem Redner abermals), bildet eigentlich I Dein ganzes Um und Auf. Und darum i rufe ich: Hoch lebe der edle Maestro!" Bevor Du hierher gekommen bist, ! sprach ich zufällig mit einem Landsmann von Dir, einem schmutzigen Brater von Maroni. Ich schenkte ihm zwei Heller und wir sprachen dann überDich ! und TeineKunst. Und wir kamen bald ! darin überein: Pietro Mascagni ist ein wahrer und echter Künstler, ein edler Figurini, ein genialer geborener Salamucci, ja mehr als das, ein ed- ! ler Werkelmann!" (Enthusiastischer Jubel aller Finken, welche die Gläser salamanderartig bewegen. Mascagni erhebt sich und dankt mit förmlicher Verbeugung für diese Huldigung.) 'Der Festredner fährt fort: O, edler Maestro, wie gerührt war ich, als mir dann gestern im Prater ein Salaminimann ein Stück Käse in Papier von Deiner Oper Rantzau" verkaufte! (Rufe: Hoch Die Rantzau"!) Aber der elende Katzlsresser war kein Amico Fritz" von mir (Rufe: Evviva II componiste!") sondern ein Schwindler, denn der Käse war hundsmiserabel. Ich schenkte ihn deshalb einem armenWei-
be und wußte gar bald, wie ihr is. (Rufe: Hoch der Eomponist der .Iris"! Mascagni erhebt sich, um dem Red' ner dankend zuzutrinken der Redner fährt fort: Viel besser aber noch, wie mir is. Aber obgleich Deine letzten Sachen alle durchgefallen sind, schreib' ich Dir doch, weil Du eben die Reklame für Dich hast, wenn Du willst, augenblicklich ein Libretto für eine komische Oper, damit Du sie komponirst. Kurz und gut: Und darum schreie ich wie alle Turriddus aus vollster Kehle in alle Welt hinaus: Hoch unser illustrer Gast Pietro Mascagni! Hoch, Hoch. Hoch! (sämmtliche Finken haben sich erhoben, dasZimmer wird nach inkenbrauch festlich verfinstert und ' Mascagni mit einem Trauertusch anaeblasen,)" Dieser Komödiantenspaß ist gewiß recht heiter, aber sehr fein finden wir die Art nicht, wie sich hier die Wiener sinken" über einen Gast, blos, weil dieser kein Deutsch versteht, lustiggemacht haben." Vegetation und elekkrisknes icht. Im letzten Dezember beobachtete Eouchet an den Platanen in Genf, daß diejenigen Theile der Wipftl, die des Abends in den Strahlen einer nahen elektrischen Lampe gebadet waren, grüiKl und dichtes Laub behielten, während die anregen Wipfeltbeile bereits enilaubi waren. Der Einfluß erwies sich bei vielen Platanen der verschiedensten Straßen und Plätze gleichartig, als ein die Vegetation gleichsam verDüngender; die bestrahlten Blätter blieben nicht allein länger gvün, sondevn auch 'die WipfelmtwickelunH ! schritt dort noch vorwärts, währenid sie überall sonst bereits zum Stillstand gekommen war. Die Vrickleger in Denver waren seit drei Wochen am Strike für Höheren Lohn, von jetzt an arbeiten sie wiever für den alten Lohn.
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Aus Budapest wird der Wiener Sonm und Montagszeitung" berichtet: ' Samstag erschien Maurus Jokai ml der königlichen Burg und meldete sich! in der Kabinetskanzlei zur Audienz. In der Kanzlei empfing ein Beamter den Dichter. Zwischen den beiden Her-1 ren entspann sich nun folgendes Gesprach: Sie heißen?" Moriz Jokai!" .Beschäftigung?" Ich habe einige Bücher geschrieben, gute und schlechte, so gemischt". In welcher Eigenschaft verlangen . Sie die Audienz? Sind sie BannerHerr?" Nein". Wirklicher Geheimwth?" Nein". Also?" Dieses Also" brachte Jokai cini-! gcrmaßen in Verlegenheit. Es trat eine j Pause ein. . Jokai dachte einen Mo-, ment nach, was der Mensch noch sein könnte, wenn er weder Bannerherr, noch Geheimrat ist. Der Beamte wiederholte die Frage: Also?" Ich bin Oberhausmitglied". So, besitzen Sie irgend eine Aus- j Zeichnung?" Ja. 'den- Stefansorden". Jetzt wurde der Beamte freundlicher, klopfte dem alten Herrn wohlwollend! auf die Schulter und sagte: So also dann gehen Sie nach Hause, legen ! Sie Ihren Orden an un'd kommen ! Sie am Montag wieder". Jokai dankte für den freundlichen i Rath, er ging fort und dürfte Montag j wieder kommen mit feinem Orden. I Deutschllludv Handel im ?ongtsc' Gebiet. Den anhalten den Aufschwung des deuischcn Handels im Jangtse - Gebie: beleuchtet der Correspondent derMorning Post" in einem längeren Bericht, dem wir Folgendes entnehmen: Es ist ganz richtig, daß die Deutfchen in Hankau zumeist in der britischen Conzession leben, denn diese ist die beste und größte, aber das ist nur vorübergehend. Wenn man nicht nach Hankau kommt, weiß man nicht, daß die Deutschen kürzlich eine Erweiterung der Fremdenkonzession am Flusse erworben, sie mit einem prachtvollen Uferdamm gesichert haben und eifrig dabei sind,, sie auszubauen. Nach Fertigstellung desselben werden die Deutfcben die beste Conzession in Hankau haben, die vielleicht nicht so groß ift wie die britische, aber mit viel besseren EhaNcen hinsichtlich der Ausdehnung und Entwickelung. Die verschiedenen Grundstücke werden bereits zu hohen Preisen verkauft, so daß das Syndikat nichl viel verlieren wird. Und der Unverschied wird der sein: Während die neue deutsche Conzession hauptsächlich von deutschen Firmen gefüllt sein wird, mbi es in der alten britischen eben so viele russische und deutsche wie englische. Die Engländer verlassen sich auf die Thaifache, daß ste ihre Stinisäte an der Mündung des HauFlusses haben, mithin stets den großeren Theil des Flußverkehrs beherrschen müssen, was in Hankau Alles bedeutet. Ader dieDeutschen haben den fast gleich wiegenden Vortheil, daß der neue Bahnhof der Li-Han-Bahn gerade an ihrer Grenze liegt. Der Bahnverkehr wird sich enorm vergrößern, der FlußHandel sich aber kaum ändern. Wenn man daher in die Zukunft sieht, so liegt nichts Absurdes darin, daß sich die Deutschen fast auf denselben kommerziellen Fuß stellen, wie die Briten. Nun kommt noch die Dampferfrage. Vertreter der beiden gr nen britischen Firmen haben mir erklärt, daß der Handel auf dem Aangtse seit 1899 um das Vierfache gewachsen ist, so daß es dem Monopol - Syndikate ganz unmöglich gewesen sei. 'die Sache zu bewältigen. Wenn sie dies Wachsthum vorhergesehen hätten, würden sie den Bau neuer Dampfer beschleunigt haben. So sahen denn die Deutschen ihre Chance. Als nun in 1900 der ganze Geschäftsumfang zurückging, fühlten die Deutschen den Druck empfindlich, und sie würden ohne große Subsidien den Dampferdienst nicht haben unterhalten können. (Der Verfasser irrt, wenn er von einer subventionirten deutschen JantseSchifffahrt spricht.) Thatsächlich bewerben sie sich jetzt darum, in das Monopol - Syndikat aufgenommen zu werden. Das bedeutet aber keine Niederlage. Wenn sie schon nach dem Wettbewerb von zwei kurzen Jahren auf gleichem Fuße mit den englischen Firmen in dem Syndikat stehen können, die 'den Dienst betrieben haben, seit der Dangtse der Schifffahrt eröffnet ist, so kann man nur sagen, daß sie außergewöhnlich schnell Fuß gefaßt haben. Was den Reisenden in Hankau überrascht, ist der kolossale Umfang von Neubauten und der äußere Anschein von Fortschritt und Entwickelung, aber die Briten bleiben scheinbar von beiden unberührt. Tausende von Kulis arbeiten in den französischen, russischen und deutschen Conzessionen. Tausende an den Dammbauten für die belgische Bahn, dem Keil", den Ruß? land in das Herz des Gebietes treibt. Deutsche bilden die Truppen Changs aus, die Deutschen bauen ein Boot für den Verkehr zwischen hier und Chunking, welches das einzige sein wird, seitdem r Pionier" zum Kanonenboot gemacht wurde. Und all dies Werden, dieser Frühling der Größe Hankaus geht vor sich, ohne das Großbritannien den Löwenantheil hat. Das rasch aufblühend, an Hilfsquellen sehr reiche Territorium Oklahoma, welches es verdient als Staat in die Union aufgenommen zu werden, hat nach der Volkszähluck von 1900 eine Bevölkeruna von ZM331
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