Indiana Tribüne, Volume 24, Number 261, Indianapolis, Marion County, 8 June 1901 — Page 7
ndiona Tribune, 8. Juni 1901,
Ausflug nadt Lawrenccburg, Aurora und Zwischcnpunktcn, CIO
Sonntag, (). Juni 1901. pqtalm verläßt Indianapolis um 7.3 ; it. und jabrt ron Aurora um 7:2 Abends , Vorm zurück KI oder weniger für die Rundfahrt Ausftug nach (afarette und Awischenpunkte, na Kig onv Satin. Sonntag, den 9. Juni Spezuälznß verlaßt Indianapolis um 7.4" Morgens und kommt 7:30 Ädends zurück. 3rtt l und wrnMr per Rundfahrt. Crown Laundry, 1237 Oft Waioinqton Etrafte. Kraaen und Manlchttn 2c. trrazeleisten frei. Alle Arbeiten werden garantin. abgedolt und a'cyt lltfcTt. Trlkvdon H : :. ?amilienma'cde eine ?r?alitöt. Progress :: Laundry, Z tzaupt-Osktce: z Ro. 312-314 Qft Market Strahe. 228 ManachuiettS Avenue. Zweig-OKceu : 203 ord JUinoi Straße. ) 22 Ost Washington Str. TOacfii vrzügliije fSafiarbfiten. Zelevboniren sie o 1121 für den Sagen. Skellie nnderS. MarU Madonev. $rcfiC(nti;i. Sftretariu. OMMÄiim. John White, chatzmki''tcr und Geicbästssüdrer Telephon 1269. Agenturen überall. PETEH BANY, 12-t Süd Telaware Str. Deutsche Wirthschaft Uttd Billiard Zimmer. Heine Weine, Liquöre und Cigarren. Warmer Lunch von bis 1. Gutes Bier, Jmportirt? IPeine und feine Ciqarrcn y Jeden amftag warmer und CHAS. LOEWQt, 109 2 üb 5a't Ttra?e. HOT KL - KESTA 0 KANT. BISMARCK, chicHo. 19 5l,dol5d ZI. SamikelvIaÄ dr Deukdn. Jacob Roiler, oO W. Washington Str. Restaurant und Sample Noom. Guln onch und vonüliche Getränke. Zfttn Tag und "JUkM. S vernTiethen : Zimmrr im MajesticGebaeude ttt reduzirtrn Preisen. Wa frtatx O'Vedaud im htt Stau uskünd'q seersiäer. Schnelle ffahrstützk t6 oll v dernen $fcuemh($fette. Nachzufragen bei & appel, gente. ifii d,e JdianaVolls Sa Ct. eraen litt tttn Anße, tnt tt i; aus amb Berit tl ttt. (oafctn Nt T.Ä aa TPAl sUAA W&m fcUUlARUU tw m vr-xji3 r W man I 'ti nm r:M$t Mm j; fettet Jtarfllta) Auzkp att&tn 'ÄKUtjlcl tir.UBi Brillen b4 fc fettes PUtte fe Kaft w. cieiiu:, Deutscher :-: Buchbinder. tl tllMltl it.. (HArtz.) fßfZfmSSSmM
Weltmacht.
Roman von M. S : ahl. (FortsetzunI) 125 war. als yorte man die Ströme des jungen, eingehenden Lebens durch alle Adern der alten Mutter Erde brausen, und die Luft war voll Sang und Klang und goldener Lichtfluthen. Kein junges, gesundes Menschenherz kann sich diesem Zauber verschließen, und Wulfhild war am wenigsten zu dauerndem Trübsinn und Kopfhängerei geschaffen. Sie war fertig mit ichicr Enttäuschung. Der Lebenstrotz kam über sie. der Schmerz undQual wie etwas Todfeindliches zu Boden tritt. Sie wollte leben und froh sein, sie war jung und schön, die W:lt gehörte ihr. Sie wollte nicht leiden! Es war viel naturgemäßer, daß Andere um sie litten! Prinz Arnulf, deffen Leidenschaft für Wulfhild am Concertabend den Gipfelpunkt erreicht hatte, verging fast vor Ungeduld und Sehnsucht während der darauf folgenden längeren Trcnmg. Durch den Musikdirector war Pnnzessin Elvira von Wulfhilds Erkrankung benachrichäigt. Es war cine langweilige Geschichte und versetzte die Prinzessin in jelir schlechte Laune, denn sie rennte, gar nickt mehr ohne Wulfhild sein, die so viel wie ein Steckenpferd für sie bedeutete, das ihr momentan über die Leere und Langeweile ihres müßigen Daseins hinweghalf. Aber da war nichts zu machen, denn der Waldhof blieb für sie doch tine uuinnehmbare Festung. Prinz Arnulfs Liebessehnsucht hatte endlich jenen Höhegrad erreicht, der ihn zu jeder Tollheit befähigte, und er plante bereits, in Verkleidung, als Bauer oder Landstreicher, in denWaldHof zu dringen, nur um einmal wieder des Anblicks der Dame seines Herzens i.-eilhaftig zu werden. Da war der Zufall ihm endlich günstig und führte ibn an das Ziel semer Wünsche ohne Qlle abenteuerlichen Extravaganzen. Er pflegte fast täglich die Forst um den Waldhof herum zu Pferde zu durchstreifen, um der Geliebten wenigstens so nahe wie möglich zu sein. Es war an einem der goldenen Frühlingstage, an denen die Liebe durch die Wälder und über die blühenden Felder geht, an denen jeder Athemzug der Natur ein Brautlied ist und jeder Hauch der Lüfte ein Liebeskuß. Im Waldesgrunde lag es wie frischgefallener Schnee von silberweißen Anemonen, und die Ringeltauben gurrten in den alten Kiefern. Wie ein Fieberkranker irrte Prinz Arnulf auf seinem Goldfuchs im Walde umher, die Zügel lagen lang auf dem Hals des edlen Thieres, und seine Haltung drückte den Höhegrad des Mißm::ths und der Hoffnungslosigkeit aus. Plötzlich fuhr er so jäh aus seinem trübsinnigen Träumen auf, daß Baldur sich vor Streck bäumte. Dann käm ein unterdrückter Jubelruf von 'seinen Lippen. Dort die schlanke, helle Gestalt über die Waldblöße schreitexb, jetzt in den Pfad im Unterbusch biegend, das war die Heißersehnte, schmerzlich Entbehrte das war keine !ndre als Wulfhild! Ein leises Schnalzen mit der Zunge, ew Tippen mit der Gerte und wie eine Schwalbe flog Baldur über den weichen Waldboden der geliebten Spur nach. Langsarn schlenderte Wulfhild den grünverwachsenen Waldpfad dahin. S hatte die Hände voll Waldblumen, und der Strohhut hing ihr am Arm. Wie das Sonnenlicht goldene Funken in die blonde Flechtenkrone auf ihrem Haupte streute, glich sie der WaldesKönigin. Ein leichter Hufschlag hinter ihr ließ sie aufschrecken aus ihrer Träumerei, in der sie eben ein Frühlingsliedchen vor sich hingesummt. Sie stand Prinz Arnulf gegenüber, der sich aus dem Sattel schwang, auf sie zueilte, mit jauchzender Freude ihre beiden Hände ergriff und sie mit Küssen bedeckte. Baroneß! Wie ich mich freue Sie sind wieder gesund o, wie ich mich freue !" Er glühte und lachte, er war außer sich in dem Glück dieses Wiedersehens, die Freude war so groß, so ehrlich, und er sah so hübsch aus in diesem knabenhaften Jubel, daß es Wulfhild fast wie ein froher Schreck durch alle Adern und Nerven ging, so geliebt zu werden. Die Waldblumen fielen ihm alle zu Füßen, und eine heiße Blutwelle färbte ihre blühenden Wangen tiefer. Welch' eine Ueberraschung, Prinz! Wo kommen Sie denn her?" lachte sie ihn fröhlich an. Wo ich alle Tage herkomme! Alle Tage bin ich hier verzweiflungsvoll umhergeirrt, um Ihre Spur zu suchen! Endlich, endlich. Gott sei Dank, habe ich Sie gefunden! Sie Treulose! Sie haben sich uns unter dem Vorwande. schwerkrank zu sein, entzogen, sich hier auf Ihrem verwünschten Waldhof eingesponnen und sind gesund wie das blühende Le.ben! O, Baroneß. warum haben Sie mich das leiden lassen! Es ist nicht recht, einen Menschen so zu quälen, der Ihnen nichts zu Leide gethan hat. der nur sinnt und denkt, was er Ihnen Liebes thu? kann!"
$oU schule mich or meinen Freunden, vor meinen Feinden will ich mich selber schützen!" lachte Wulfhild übermüthig. Sie böser Prinz, wissen Sie denn nicht, daß Sie mir gar nichts Liebes thun dürfen? Aber Sie thun mir Unrecht. Ich war recht sehr krank und ganz unausstehlich schlechter Laune. Erst der Frühling hat Alles wie-
der gut gemacht!" Ja, er hat Alles wieder gut ge- ! macht, dieser Augenblick macht Alles gut! Sie erlauben doch, daß ich Sie auf Ihrem Spaziergange begleite?" Aber Ihr Pferd?" O, das läuft mir nach wie ein Hündchen." Der Prinz befestigte die Zügel am ' Sattel, klopfte den Hals des braven Thieres und sagte liebkosend: Komm. Alterchen, komm!" Baldur trabte ihm darauf gemächlich nach, sich ab und zu ein Maul voll Blattgrün holend. Die beiden jungen Leute gingen tiefer hinein in das Waldesweben. Jnv mer dichter und üppiger wurde das Unterholz, goldgrüne Dämmerung wob sich über dem wildverwachsenen Pfad, die Vogellied klangen süßer, inniger. Wulfhild plauderte lustig, und der Prinz erzählte, wie öde und unerträglich die Stadt jetzt sei. Warum sind Sie nicht auf Ihrem schönen Landsitz, in Ebersrcda?" fragte Wulfhild. Was soll ich denn da allein ansängen? Ich würde verrückt in dem alten steinernen Kasten von Herrenhaus'. Ich fahre wohl mal hinaus, um zu jagen, auch interessirt mich die Fohlenzuckt, aber von der Land- und Forstwirthschaft, die ja in guten Händen ist, verstehe ich zu wenig." So sollten Sie es lernciu Machen Sie es doch wie ich. Glauben Sie, ich hätte das Leben auf dem Bauernhöfe ausgehalten, wenn ich nicht selbst wie ein Bauer gewirthschafteä hätte? Ich habe Alles von Grund aus gelernt, Kühe melken. Schweine mästen, Federvieh ziehen und Felder bestellen. Ich habe im Garten gegraben, gesäet und gepflanzt. Brot gebacken und gekocht." Mit diesen Häuden!" sagte der Prinz voll zärtlicher Be?vunderung. Und er nahm eine ihrer schlanken, schön gesormten Hände in die seine und fuhr sanft streichelnd darüber hin. Wulfhild entzog sie ihm. .Dabei habe ich das große Geheimniß gelernt, daß Arbeit allein den Menschen erzieht und den Charakter bildet," fuhr sie fort. Wer nicht arbeitet. kann nie zum Vollgenuß des Daseins kommen." Jch möchte es von Ihnen lernen," sagte der Prinz weich. Der leidige Dienst ist ja auch eine Arbeit, aber ich habe mir die Plackerei möglichst vom Halse gehalten, denn ich kann nicht beHäupten, daß mir Retrutendrill und rademärsche irgend einen Daseinsgcnuß gesedafft hatten. Aber von Ihnen würde ich Alles lernen, Sie können Alles aus mir machen." Sie sollen aber nicht Alles aus sich machen lassen, sondern Sie ganz allein sollen das aus sich machen, was Sie für gut und reckt erkannt haben." .aben Sie etiild rni: mir. Baroneß. Hätte ich eine cutler gehabt wie Sie oder eine Schwester cder auch nur eine Seele, die annähernd einen Einfluß auf mich ausgeübt hätte wie Sie, es wäre Alles anders! Aber Sie kennen ja die Luft, in der ich groß geworden bin." Wulfhild schwieg und senkte nachden! lich das .Haupt. Es war ein schönes Gefühl, eine Menfchenseel so ganz in der Gewalt zu haben und ihr guter Engel zu sein. Wenn ich Sie nur immer bei mir baden könnte!" seufzte der Prinz. In Ihrer Nähe ist das Leben reich und schön und gut, aber ohne Sie ist es nicht werth, geliebt zu werden! Wie es mir zuwider ist. dieses schale, srioole Dasein!" Er sprach aufrichtig und glaubte selbst, ganz ehrlich zu sein. Wulfhild war zur Zeit der Magnet seines Lebens, der ihm Ziel und Richtung gab. Und weil dieser Magnet auf das Rechne wies, hob sich sein ganzes Sein über sich selbst hinaus und kam in gute Bahneu. Sie kamen jetzt an ein Waldgatter und ruhten aus. Ich kann nicht immer bei Ihnen sein wie eine Mutter oder Schwester, aber ich will Ihre Freundin sein und Ihnen in allen Dingen mit Rath und hat zur Seite stehen," sagte Wulfhild und sah. auf das Gatter gestützt, mit dem offenen, klaren Blick ihrer großen Augen zu ihm auf, der neben ihr lehnte. Sie könnten doch immer bei mir sein Wulfhild als als mein Weib!" Der Prinz beugte sich herab und flüsterte das letzte Wort noch an ihrem Ohr. Das junge Mädchen senkte das erglühende Gesicht tief herb und schwieg. Ein Sturm von erregten Empfindungen ging durck s?ine Seele. Rings umher in Duft und Klang das Liebesleben und Weben des Lenzes. In grünem Dämmerschatten verlor sich der Pfad vor den Augen des jungen Menschenpaares, und die Waldeinsamkeit wob um sie den Märchenzauber. Fast schüchtern faßte der Prinz nach der schmalen Hand, die neben ihm auf dem Gatter lag. er hielt sie sest und sfter und z-og sie an seine heißen Lippen. Er stammelte in trunkenen, fle-
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Yen on maulen von leiner Liebe Wonne und Leid, und Wulfhild lauschte regungslos, wie verzaubert. Wie dieses flüsternde Liebesweröen zusammenklang mit der großen Frühlingssymphonie des Waldes! War das nicht Alles ein holdes Frühlingsmärchen, was sie da erlebte? Der irrende Prinz gefangen im Zauberriny der Waldf? Und sie sah ihn an. sie sah das feine, schöne Knabengesicht mit dem brennenden Liebesblick. Sie lächelte. Dann lachte sie leise und glockenhell, nahm den blonden Kopf zwischen beide Hände und küßte ihn auf den rothen Mund mit dem seidenweichen Bärtchen. Das kam so überraschend, daß der Prin; taumelte. Aber er faßte sich bald, und er las in ihrem Augc. daß er den Zauber nicht brechen dürfe. So legte er nur znz leise und zart den Arm um sie. und in einem Rausch von Wonne bot er lyr die verlangenden Lippen. Ste tußte ihn wieder und wieder, sckeu, verstöhlen, dann heiß und lange. Er sank vor ihr in die Kniee, als wolle er sie anbeten, und als sie sich auf eine Lattenstange des Gatters setzte, legte er den Kopf in ihren Schooß. Sie streichelte sanft sein weiches Haar. Bleib ruhig, ganz ruhig," flüsterte sie, wir sind Beide verzaubert. Nur die schwarze Dohle sieht's und die große (oldnessel dort. Ich bin die Waldhere, und ich habe den verirrten Prinzen gefangen. Ich küsse ihn, urid dann geht er zurück in sein Königreich und wird ein großer, guter Mann. Es war etwas krank und unrecht an ihm, ich aber habe ihn gesund geküßt. Ich lege meine Hand auf sein Herz, und es wird immer nur das Gute wollen. Und ich lege meine Hand segnend auf sein Haupt, und es wird immer nur große, gute Gedanken baden." Sie flüsterte und koste leise mit ihm, und dann fing sie an zu singen, leife, ganz leise, das alte, süße Lied: All' meine Herzgedanken " Und der Prinz lag wie in einem seligen Traum und wagte kaum zu athmen. aus Furcht, den Zauber zu stören. Die Sonne sank, die Dämmerschatten wurden tiefer. Komm." sagte Wulfhild. sich erhebend. sonst finden wir nimmer mehr nach Hause!" Bleib!" schrie er leidenschaftlich auf und wollte sie zurückhalten. Aber ein Blick wies ihn zurück. Widerstandslos schritt er neben ihr den Weg zurück. Mein Weib," sagte er flehend, jetzt bist Tu mein!" Heirathen. heirathen thu ich Di nit!" sang Wulfhild neckisch. Das machte ihn von Neuem toll und rasend, aber sie hielt ihn in Schranken. Er bestürmte sie jedoch von Neuem mit Bitten und Flehen, und da sagte sie energisch: Ich verspreche nichts. Was da kommen mag. weiß ich nicht. An Wunder glaube ich nicht, und es müßten fast Wunder geschehen, damit wir uns beirathen könnten. Vergiß nie. diese Stunde war ein Gnadengeschenk. Geschenke verpflichten zu nichts. Wenn Tu Drachen tödten kannst, giftige, mörderische Drachen langjähriger Todfeindschaft und unversöhnlichen Hasses, dann versuche es. mich zu gewinnen. Wenn Du nicht den Muth hast, versuch' es erst nicht. Das Eine sage ich Dir: Der Weg zu Dir geht für mich nur durch das große Portal des Herzogfchlosses. Durch eine Hinterthür komme ich nicht!" Sie näherten sich jetzt dem Waldessaum. Leb wohl!" winkte Wulfhild mit der Hand und verschwand in einem '?eitenwea.
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4 Wie ein Trunkener ritt der Prinz beim durch die dämmernde Frühlingsnacht, nachdem er seinen Baldur wieder eingefangen. der ihm die ganze Zeit über nicht von der Seite gegangen war. 96 (T n nttf T Am folgenden Tage kehrte das Glück mit seinem hellsten Sonnenschein in dcn Waldhof ein Der Qberst wollte sich eben zu einem Spazieraang rüsten, hatte die alte Jagdmüge über den Schädel gezogen und pfiff seinem Hunde aus der Hinterthür des Hauses, als die Vorderthür von einer festen Hand geöffnet wurde, die nicht dem alten Knecht Siebert gehörte. Und ein Mannesschritt, wie er da über die Backsteinfliesen des VorPlatzes kam, so jugendlich schnell, so leicht und freudig, war lange nicht in dem stillen Bauernhause gehört worden. Erstaunt, mit einem ahnungsvollen Schreck wandte sich der Oberst um und mit dem Rufe: Vater! Vater!" lag ihm sein Sohn in den Armen. Der Oberst war eine kieselharte Natur und für Sentimentalität hatte er nicht viel übrig, aber in diesem Augenblicke übermannte ihn die ungeheuere Freude. Er wankte und der Aufschrei: ..Junge, mein Junge!" kam wie ein ersticktes Schluchzen aus der Tiefe seines Herzens. Es ist eine Eigenthümlichkeit eines plötzlich hereinbrechenden großen Glückes, daß es die ganze Schwere vorangegangenen Leids dem Herzen zur höchstpotenzirten Empfindung bringt. In dieser zähen Anspannung der Gefühlsnerven nach den beiden Extremen der tiefsten Depression und der höchsten Exaltation liegt die oft tödtliche Gefahr solcher Glücksüberraschunaen. (Zortsetzunc; folgt.) Humoristisches. - B e : t ! e r h u m o r. Bettler: Ach, bitte, schenken Sie mir Etwas!" ,rr: Arbeiten Sie doch!" Bettler: Da kriea' ich noch m-:hr Hunger!" Vosbaft. Sind Sie verheiratet?" Ich bin mit der Kunst v-'r-näblt." Hm, also eine Mesalliance ' Examen. Examinator: Herr Candidat, sind Sie auch genü ;.c vorbereitet?" Eraminand: Ja. sogar aufs Schlimmste !" Unter S ch u st e r j u n g e n. Scr.ri sich unser Meister geärgert hat, dc kriegt er qleich einen ganz rothen Rcpfl" Bei uns ist's umgekehrt ... da kriegen wir ihn!" Boshaft. Wirth: Sie scheinen nicht zu glauben, daß das Naturwein ist?" Gast: O ja. denn so sauer läßt er sich künstlich gar nicht herstellen." Das Einzige.Gattin: Lä. cherlich, daß Du behaupten willst, die Taillc sifct nicht, was weißt Du von meinen Kleidern?" Gatte: Na. we7iastens den Preis!" lz Eheleben. A.: r. wem rührt denn das Loch in Jbrem Kopf. Hm Mayer?" B.: Von einer kleinen Meinungsverschiedenheit mit meiner nxaLH Aus d em Balle. Aeltere Gräfin du einer sebr sckön-n nher . filrci hM hf nnVfirtpn TOnrAnirA sirr Tt t i rm M, " vvvvvil -V C ivllWlI 2KtTTi on, aronm, fete NNO zu
stark dekollettrt!" Baronin (lächelnd):' Nicht wahr, das kann nicht Jede, die gern möchte. - In der Apotheke. Frau:' Bor einigen Wochen habe ich hier ein Äittel verlangt, um den Rheumatismus weg zu bringen, und da baben ie mir ein Pflaster gegeben;." Apotheker: Ja. und?" Frau: Und letzt möck'te ich ein Mittel, um daS Piaster wesubrinkzen
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