Indiana Tribüne, Volume 24, Number 257, Indianapolis, Marion County, 4 June 1901 — Page 1

Tribüne H T Ca$c und öonntaasblatt 10cr Woche. öonntagsblaU 10 3 Vcr Woche. 969 X Erscheint jeden ZZachmittag und Sonntag Rlorgenv Jahrgang 24. Indianapolis, Ind. ricnjtag, Den 4. Juni 1901. No. 257

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3il isfniimrscfjtiir ijrns 0011 Ufas, ilrrsff O0ü Miilg. Große militärische Prachtentsaltung keunzeichnet sein Fortgehen. Ein ernstlicher pufammcnstol) zwischen Leiten. Zrnnzosen und vcutschc!'. Tie Figaro" führt eine zum Lachen reizende Sprache. Die Leeren sind wieder ungcmcin thätig. England ist noch immer über die Lage in SüD-Afrika im Unklaren. Frankreich furztet die amerikanische (velahr mclir als die gelbe. Graf Waldersee's Abre tfy, P e k i n g , 4. Juni. Große Pra,:entfaltng seilens der verbündeten Truppen kennzeichnete die heutige Abreift des Feldmarschalls Grafen von Waldersee. Die Kapellen spielten und Kanonenschüsse wurden abgefeuert. Das ganze diplomatische Korps begleitcte den Grafen zum Bahnhof. Äon tach, der Adjutant und Neffe des Felomarschalls, wird vorläufig hier bleiSen. um später den Prinzen öhun, 'den Bruder des Kaisers, nach Berlin zu begleiten, wo derselbe im Auftrag: Zhinas formell für die Ermordung des öarons von Ketteler Abbitte thun vird. Berlin. 4. Juni. Eine Spezialoepesche an den Lokalanzeiger besagt: .Graf von Walderfee gab am Sonntag zu Ehren des Gesandten Dr. Mumm ?on Schwartzenstein ein Abschiedsbankett, bei dem er auf den Kaiser Wilbelm und die verbündeten Souveräne einen Toast ausbrachte. Der Feldmarschall reist am Montag nach Japan ab. Er uird über Deutsch-Ostafrika nach Deutschland zurückkehren." T i e n T s i n. 4. Juni. Ein böser Zusammenstoß zwischen internationalen Truppen hat am Sonntag stattgcfunden. Einige britische Füsiliere, welche Polizeidienst thaten, versuchten französische Soldaten von Einbrüchen n Häuser abzuhalten und wurden oa3ei mit Bajonetten und Steinen angerissen. Die Briten schössen in oi? 2uft. was eine Anzahl Deutsche zur Stelle brachte, die für die Franzosen Partei nahmen. Zusammen waren sie :twa 200 Mann stark. Fünf der Füfiltere schössen dann auf sie. wobei ein zranzose getödtet und drei andere vervundet wurden. Es entspann sich ein heißer Kampf, in dem noch vier brirische Füsiliere, fünf Deutsche und ein Zranzose vermundet wurden. Die Aniunft einer starken deutschen Patrouille unter Führung eines Offiziers machte oem Kampfe ein Ende. Der aallische Hahn bläht sich. Paris. 4. Juni. Der ..Figaro". :er bei der Abreise des Grafen Waldersee von Peking erleichtert aufathmet, schreibt: Endlich scheint das lange anhaltende chinesische Alpdrücken weichen zu wollen. Das wunderbare Konzert öer Mächte dauerte bis zum Letzten an. ?s ist ein Wunder. Ein Jahr lang ha;en französische, britische, deutsche, ruf stsche und amerikanische Truppen einen Feldzug gemeinsam geführt, ohne die Waffen gegen einander zu erheben. Es .si das ein großer Triumph für die Zioilisation. aber hauptsächlich ist das ooch dem intimen Verhältniß zu versanken, das zwischen Frankreich und Kußtand besteht, gegen deren vereinigte Vtacht Selbstsucht sich nicht aufzulehnen wagte." Japan's neues Kabinet. Fokohama.4. Juni. Vicomte Katsura hat ein neues Kabinct gebildet, oas sich aus den folgenden Ministern zusammensetzt: Arosuke. Ez-Gesandter in Paris, temporärer Minister der ?uswärtigen?lngelegenheiten ; Kiyonroffeigo. Justizminister; Kikuchi, Kultusminister; Hirata-Toskt.. Ackerbauminister; Utsumi-Tada-Katsuk. Minister für innere Angelegenhetten; V)oskt-:a-wai. Minister für Verkehrswesen; Kooohama. Kriegsminister (wiederernannt); Yamamoto. Marineminister wiederernannt). Aus dem deutschen Reich. Berlin. 4. Juni. Die Associirte Presse hat aus guter Quelle in Ersahrung gebracht, daß die in ausländischen Zeitungen veröffentlichte Nachricht erfunden ist. wonach Kaiser WilHelm mit der Königin Wilhelmine ein Abkommen getroffen baben sollte, da-

hin lautend, daß Deutschland für aewine Handelsvorzüge das Protektorat iij;r die hellantisaen Kolonien übernehmen soll. Die Tarif-Konserenz. in der die größcrcn deutschen Staate, vertreten sein werden, nimmt am Dienstag ihren Anfang. Grs von Bülow wird den Vorsitz'führen. Der Hauptzweck ist. ein Uebereinkommen zwischen den verschiedenen Regierung? n des Reiches bezüalich der Basis, juj der die neuen Han delsoerträge stehen sollen, herbeizuführen. Der Sultan der Türkei beabsichtigt, an das Berliner Hospital auf seine Kosten einen Anbau errichten zu lassen. Die Pläne sind dem Kaiser Wilhelm bereits zur Begutachtung übersandt worden. In Gumbinnen begannen Montag mit den Plaidoyers der Anwalt' in dem Prozeß gegen die drei Unteroffiziere Marien. Hickel und Domning. die angeklagt sind, den Drazonerhauptmann von Krosigk im Januar d. Js. ermordet zu haben. Die Verhandlungen sind auf hohen Befebl unter Ausschluß der Öffentlichkeit geführt worden, doch ist davon so viel bekannt geworden, daß von Krosigk wegen seiner grausamen Behandlung seiner Untergebenen ein allgemein gehaßter Mensch war. Baron Schenck von Stauffenberg. ein bekanntes Mitglied der Liberalen Partei, ist gestorben. Er war einst Vize-Präsident des Reichstages. Hagel und Wolkenbrüche haben in Württemberg. Henen. Wzldeck und Thüringen großen Schaden angerichtet. In Thüringen ist die Eisenöahn-Ver-bindung unterbrochen. New Yorker in London. London. 4. Juni. Die hier auf Besuch weilenden Mitglieder der New Yorker Handelskammer und Her: E heut? empfingen Abends viele Mitglieder der Londoner Handelskammer. Der Lord-Mayor. Lord Braffen. Albert G. Sandeman und Sheriff Lawrence waren zugegen. Die Amerikaner haben Einladungen zu Banketts seitcns der Glasgower Handelskammer und der amerikanischen Handelskammer in Paris ausgeschlagen. L o n d o n , 4. Juni. Daily Ehronicle" bringt ein langes Interview mit John T. Terry und A. Fosler Hizgins von der NewDorker Delegation, wonach diese Herren gesagt haben, daß es noch genug Geschäft giebt, um sowohl die Ver. Staaten als Großbritannien beschäftigi zu halten. In Amerika Herrtche nur die Idee einer freundschaftlichen Handels-Rivalität vor. In ihrem Leitartikel sagt die Zeitung mit Bezug darauf: Eine unnöthige Woge des Pessimismus und der Gedrückheit umfließt in England denHandel Uk.d doch wächst der britische Handel gerade so schnell, als der amerikanische oder der deutsche. L i q u i d i r t. L o n d o n , 4. Juni. Die Aktionäre der Britisch-Amerikanischen Korporation beschlossen am Montag, zu liquidiren. Die Korporation war mit der im Dezember v. Js. suspendirten London & Globe Finance Corporation affiliirt. und als der Vorsitzer der Versammlung erklärte, daß deren Zusammenbruch die Liquidation herbeigeführt habe, erhob sich ein Sturm der Entrüstung. Man rief ihm entgegen: "Dieselbe alte Geschichte" und Schämen Sie sich nicht, uns vor die Augen zu kommen?" Grausiger Fund. Q u e b e c . 4. Juni. Frank Mullin ertrank in Folge Umschlagens seines Bootes. Als man nach seiner Leiche suchte, fand man eine Frauen-Leiche. die erst kurze Zeit im Wasser gelegen hatte. Konvention der M aschine llb a u e r. Toronto. Ont.. 4. Juni. Xi: Jabres-Konvention der International Association of Machinists nahm Mcntag ihren Anfang. Etwa 200 Delcgaten waren anwesend. Aus Präsident

O'Connell's Jahresbericht geht Folgendes hervor: Im vergangenen Jahre wurden 197 Charters ausgestellt. Die verschiedenen neuen Logen haben 7044 Mitglieder. Der Vollzugsausschuß hieß während Herrn O'Connell'sAmtszeit 66 Streiks, bei denen 9650 Maschinenbauer betheiligt waren, gut. Davon wurden 41 gewannen. 10 auf dem Kompromißwege betgelegt und 10 verloren. In 765 Werkstätten wurde die Bezahlung für Ueberzeit erhöht. Der Präsident befürwortete eine Aenderung in der Konstitution, sodaß den Lokal-Unions gestattet wird, zu streifen, ohne die Zustimmung der Groß: loge einzuholen. Er schloß mit den Worten: Ich bin fest überzeugt, daß unsere Bewegung zu Gunsten eines 9 stündigen Arbeitstages zur Folge haben wird, daß die Arbeitszeit von 150,000 Maschinenbauern reduzirt wird. Herr O'Connell saate auch, daß bi

der den Bahnen angestellten Maschrncn

bauer sich gern den Streikern sofort nach Einstellung der Arbeit angeschlossen hätten, daß man aber dagegen acrathen habe, da die Bahnarbeiter sich nicht hätten genügend vorbereiten können. Jetzt aber könne ein Tag sar die Jnaugurirung des 9stündigen Arbeitstages angesetzt werden. Carrero bestätigt. M a d r i d , 4. Juni. Die KöniginRegeniin hat die Ernennung von Senor Carrero zum spanischen Gesandten bei den centralamerikanischen Republiten bestätigt. Aufführung verboten. London. 4. Juni. Der Dailn Mail" wird aus Konstantinopel berichtet. daß die otomanischc Regierung die Aufführung von Cyrano de Bergerae verboten hat. weil das Stüa rcvollltionär sei. Erhielt einen Paß. L o n d o n . 4. Juni. Dr. Rogedor nrado und fvclir Venoza. ein junger Filipino, erwirkten am Montag aus der Ver. Staaten Gesandtschaft einen Paß für den Letztgenannten. Dr. Jurado ist in Spanien ansässig und steht an der Spitze der Filipino-Junta. Dies ist das einzige Merkwürdige an der ganzen Sache. Er sagte, er würde niemals den Treueid geleistet haben. Sein Begleiter habe soeben seine Studien in England vollendet und wolle jetzt nach Manila zurückkehren. Amerikanische Lo!omotiv e n. London. 4. Juni. Sir Alfred Hickman. der frühere Präsident der Britisb Jron Trade Ayociation. ertiärte am Montag, daß amerikanische Lokomotiven auf der Birmah Eisenbahn 35 Prozent mehr Kohlen verbrauchen als britische Lokomotiven. Die amerikanischen Lokomotiven auf der egrvtischen Bahn brauchen 24 Prozent Koblen und 25 Prozent Oel mehr als die britischen. Er sprach sich dahin aus. daß wenn die Briten nicht 37 Prozent Einfuhrzoll zu bezahlen brauchten, sie mebr Lokomotiven in Amerika vertrafen würden, als die Amerikaner in England. Tie Bernhardt in London. L o n d o n , 4. Juni. Die Bern-Hardt-Coquelin-Saison, unter Leitung des Herrn Maurice Grau, hat Montag Abend ihren Anfang genommen. Jeder Sitz im Hause war verkauft, trotzdem dzppelte Preise berechnet wurden. Kann interessant werden. M a d r i d , 4. Juni. Unter Denen, die kürzlich hier ins Parlament gewählt wurden, befinden sich drei Filipinos. welche in Spanien ansässig sind. Sie beabsichtigen während der Debatte über die Thronrede die Lage auf die Philippinen zur Sprache zu bringen. Sie beHäupten, daß es dort heute schlimmer aassieht, wie zuvor. Die amerikanische Gefahr. P a r i s , 4. Juni. In der Sitzung der Deputirtenkammer interpellirte Des Tournelles de Conftant den Minister des auswärtigen Amts, Delcasse, bezüglich der Lage in China. Dabei nahm der Deputirte Bezug auf die amerikanische Geschäfts - Konkurrenz und sagte, die amerikanische Gefahr nähere sich den Franzosen mit methodischer Geschwindigkeit. Die Napoleons der amerikanischen Industrie erklärten offen, sie beabsichtigten die Eroberung Europas und dessen ökonomischen Ruin. Die gelbe Gefahr" sei weiter entfernt als die amerikanische, aber die Chinesen hätten eine Warnung erlassen, die nicht vernachlässigt werden dürfte. Herr Delcasse antwortete in beruhigender Weise. Er sagte, die französischen Truppen würden China so bald als möglich verlassen und die Mächte beständen nur auf gerechten Maßnahmen. Bezüglich der Kriegsentschädigung ziehe Frankreich die sofortige Zahlung einer Pauschsumme vor. China habe sich bereit crkärt. Entschädigung zu bezahlen und zwar mit den Einnahmen aus Zöllen. Die Handel sbeziehungen würden nicht gestört wer den. Abreise der Freiwilligen! von Manila. Manila, 4. Juni. Neun Kompagnien des 9. Regiments sind auf dem Transportdampfer Jndiana" von China hier angekommen. Die letzten Freiwilligen .das 43. Regiment, fahren -am Dienstag mit dem Dampfer KilPatrick" von hier ab. Es ist ein Gesetz passirt worden, welches den Bau von Forts vorschreibt. Die Zahl der Oberrichter ist von fünf auf sieben erhöht worden. Der Prozeß gegen Harald M. Pitt von der Firma Evans & Co., welcher beschuldigt wird, bei dem Ankauf von Bundesvorräthen in ungesetzlicher Weise vorgegangen zu sein, hat begonnen. Kapt. Barrows und Leutnant Boyer. die kürzlich schudig befunden wurden, an den Kommissariaisschwivdeleien betheiligt gewesen zu sein, haben uu die Anklage ausgesagt.

Die Pensionslifte.

Zlrörr NW imm liuD Dcr Wm im Wen MuU jchr ljiWgksjjgl. W I. Vicrpont Morgan schenkt der Coopcr Zlnion in Acw gork werthoolle Sammlunycn , Mehrer ? neue Trnfrs ftehe wieder i Ausficht. Frau McKinley'S Besindcn hat sich immer noch nicht gebessert TiöN!?g der Gencral-Tyiiode dcr evange isch lutherischen Kirche. Aus d e m Pensionsbureau. Washington. D. C., 4. Juni. Für die elf abgelaufenen Monate des Fiskaljahres, welche mit dem 31. Mai zu Ende gegangen, liegt folgender Bericht des Pensions - Kommissärs vor : An Orginal - Pensionen wurden bewilligt : Für den Krieg von 1812. zwei Wittwenpensionen ; für die Indianerkriege. 112 Wittwenpensionen, sowie 7 Pensionen für Kombattanten ; für den mexikanischen Krieg. 325 WittwenPensionen und 14 Pensionen für Kombattanten, im Ganzen 466 Pensionen für Ansprüche vor dem Bürgerkriege. Für- den Bürgerkrieg wurden gewährt : Für Erwerbsunfähigkeit in Folge des Dienstes : 1051 InvalidenPensionen ; für Erwerbsunfähigkeit aemäß den Bestimmungen des Gesetzes von 1890, 16.852 Invaliden - Pensionen : für Wittwen unter dem alten Gesetz, 2.901 Pensionen ; für Wittwen unter dem Gesetz von 1890, 14,478 Pensionen ; für Krankenwärter 21 Pensionen ; im Ganzen 35,308 Pensionen infolge des Bürgerkrieges. Es giebt jetzt ungefähr 160,000 Penswnäre unter dem Gesetz von 1890. welche die höchste zulässige Pension, von 512 per Monat beziehen. , Für den Krieg mit Spanien sind 2,369 Pentwnen an Invalide unr I, 156 Pensionen an Wittwen oder bedürftige Angehörige gewährt worden. Die Zahl der Pensions-Ansprüchk für den letzten Krieg beläuft sich bis jetzt auf 43,874. Unter dem Gesetz vom 3. Mai 1901 für Wittwen, die wieder geheirathet und zum zweiten Mal Wittwen geworden sind, liegen 1905 Ansprüche vor. Am Ende des Fiskaljahres (30 Juni 1901) wird die Zahl der Pensionäre größer wie im Vorjahre sein. Seit dem 1. Juli 1900 sind 43.397 neue Namen auf die Pensionsliste gesetzt worden. Ev. lutherische Generalsyno d e . es Moines, Ja., 4. Juni. Der statistische Sekretär der GeneraSynode der evangelischen luib:ri schen Kirche, welche hier in Sitzung ist. erstattete Montag folgenden Bericht: Die Zahl der Kirchen, die zur Synode gehören, betrug im Jahre 190C 1561 oder 16 mehr als im Vorjahre; Predigt-Stationen waren 186 vorhanden und 1613 Gebetversammlungen wurden -.gehalten, eine Abnahme von 173. Es wurden 237 Studenten für das Predigtamt ausgebildet. 44 weniger als 1898. Die Zahl der Kommunikanten beträgt 198.428. eine Zunahme von 629 über die letzten beiden Jai?re. Die Zahl der Mitglieder wuchs um II, 324. Der Werth des Kircheneigenthums in der General-Synode beträgt $12.365,.556, eine Zunahme von $235,612. Die darauf lastendenSchulden sind $1.221.146. Die Ausgaben betrugen $2.694.456. Es giebt 1634 Sonntagsschulen mit 23.839 Beamten und Lehrern und 195.035 Schülern. Das bedeutet eine Zunahme von 8340 Kindern. Diese Scknlen steuerten für lokale Zwecke $236,112 und für Wohlthätigkeitszwecke $98.713 bei. Die Jugendvereine haben 42.269 Mitglieder. Diese brachten $67,842 für Lokal- und $24,32 für Wohlthätigkeitszwecke auf. Die Gesammtbeiträge der Gemeinde waren $3.333,739, eine Zunahme von 5110,832. In den letzten zwei Jahren traten der Synode 86 Geistliche bei un: 54 traten aus oerselben aus. Große Aufregung verursachte de: Bericht des Prof. E. I. Wolf von Gettysburg. Pa.. über den Zustand der Kirche. Er sagte, es mangele sehr an geistizemStreben und Gottseligkeit und das Feeur der Frömmigkeit habe seh: niedrig gebrannt. Der Jndividualismus und ungezügelte Freiheit dominire allzusehr und die Liebe zur Kirche erkalte. Dr. A. H. Stuvebaker von Brooklyn verurtheilte den Bericht als die schändlichste Jeremiade, die er je gehört und nach längerer Debatte wurde der Bericht einem Kommittee überwiesen, d.as denselben revidiren und um-

schreiben soll, sodaß die beleidigenden Theile fortfallen. Die folgenden Herren wurden zu MitqÜedern des Rathes für innere Mission erwählt: Red. M. H. Hamma. Washington; Rev. George H. Reen. Columbia. Pa.; Rev. George W. Enders. York. Pa.; Rev. L. M. Zimmermann, Baltimore; Rev. M. P. Hooker. Steelton, Pa.; John C. Parker. Washington, D. C.; John D. Zouck. Manöver. Pa.; H. F. Fox. Washington, D. C.; Edward Helb, Railroad. Pa. Die folgenden Beträge wurden für die nächsten zwei Jahre ausgesetzt: Für innere Mission $56.000, äußere Mission $40.000, Kirchen-Ausdehnung $40.000. Erziehung $24.000. Diakonie 514.000, Pastoren-Fonds $14,000, Heim für alte Leute $10,000, GeneralSynode $6000. Ein Geschenk Morgan' s. New York, 4. Juni. I. Pierpont Morgan hat dem Museum für Dekorationskunst der Cooper Union die Bodia - Sammlung von Barcelona, die Rivas - Sammlung von Madrid und die Baron - Sammlung von Paris zum Geschenk gemacht. Diese Sammlungen enthalten werthvolle Sachen auf dem Gebiet der Textil - Jndustrie und Zeichnungen aus der Zeit vom Mittelalter bis auf den heutigen Tag. Es sollen die werthvollsten Sammlungen ihrer Art in Europa sein. Sie sind bereits abgesandt und werden Ende dieser Woche hier eintreffen. Durch dies Geschenk werden dik Sammlungen der Cooper Union die bedeutendsten im ganzen Lande. E kam gänzlich unerwartet. Neue Trusts. P i t t s b u r g . Pa., 4. Juni. C. C. Loring von Boston, einer der Oraanisatoren der American Steel & Wire Company, befindet sich hier im Interesse einerVereinigung allerSchau-fel-Fabriken des Landes. Der neue Trust soll ein Aktienkapital von $10,000,000 haben und wird 16 der größ-

ten Schaufelfabriken des Landes umfassen N e w N o r k , 4. Juni. Der Mail & Expreß" zufolge wird demnächst dik American Shirt & Collar Company mit einem Aktienkapital von $20.000,000 unter den Gesetzen des Staates New Dort gegründet werden. Angeblich hat jede Firma, die au den Trust verkaufen will, eine Bürgschaft von $200,000 zu stellen als Garantie dafür, daß sie in den nächsten zehn ahren keine Fabrik von Hemden, Kragen. Manschetten u. s. w. eröffnen will, ausgenommen in Nevada, Montana und Jdaho. Omaha, Neb., 3. Juni. Die Pläne für eine Konsolidirung der Straßenbahnen von Omaha und Council Bluffs, der elektrischen Kraftftationen der tzeideg Städte und des Platte Niver Kanals gedeihen von la: zu Tag mehr. Das Aktien-Kapital dürfte $20,000,000 betragen. Die Grant - Statue. Washington. D. C., 4. Juni, Die Kommission für Errichtung einer Grant-Statue hat alle Architekten zur Konkurrenz eingeladen. Die Modelle müssen zwischen dem 1. März und 1. April 1902 eingesandt werden. Die Statue wird $240,000 kosten und entweoer südlich vom Weißen Hause od?t vor dem Gebäude des Kriegs- und Ma-rine-Departements Aufstellung finden. Frau M c K i n l e y 's Befinden. Washington, D. C.. 4. Juni Das Befinden der Frau McKinley hat sich wenig geändert. Sie hatte eine gut: Nacht und direkte Gefahr ist nicht vorHanden. Unter Denen, die am Montaa versprachen, um sich nach dem Befinden der hohen Frau zu erkundigen, warer Admiral Dewey und Gattin.Hilfs-Se-kretär Hill und Gemahlin. Frau John Rüssel Joung. Admiral Van Reypen. General Rice, Gräfin Esterhazy. Frau Cbarles Emory Smith und Frl. Wil: son, dieTochter des Ackecbau-Sekretärs. Amerikanischer Käse für vl ii u a. Washington, D. C., 4. Juni. R. A. Pearson, der Hilfschef der Molkerei - Division des Ackerbau - Departements. ist soeben von einer dreimonat: lichen Jnspektionstions-Reise durch Cuba und Porto Rico zurückgekehrt! Er sagt, daß amerikanische MolkereiBesitzer jene Inseln ebenso gut mit ihren Produkten versehen können, als Holland, Dänemark. Jtalein und die Schweiz. Besonders großer Bedarf ist an Käse. Rußland und die Ver. Staaten. New York. 4. Juni. Dem .Herald" wird aus Washington gemeldet : Weder Rußland noch die Ver. Staaten werden Truppen abkommandiren. um die Garnisonen zu besetzen, welche von den Mächten zwischen Taku und Peking geschaffen werden sollen. Es scheint überhaupt, als ob Rußlant

mi: oen ner. (Staaten gemeintame c che machen will, wenn in Zukunft in Peking Fragen von Bedeutung erörtert werden. Energischer Pastor. Huntsville. Ala.. 4. Juni. Jim Whitecotton, der wegen der Ermordung des William Lyons, von den Behörden in San Jacinto County. Texas, gesucht wird, ist hier eingeliefert worden. Es stand eine Belolmung von $300 auf Whitecotton's Verhaftung und diese hat sich Will Atkens, ein Presbyterianer-Geistlicher verdient, indem er den Gesuchten im Walde aufspürte und ihn nach heftiger Gegenwehr, aber ohne Blutvergießen verhaftete. Brandstiftung. McConnelsville. O.. 4. Juni. Brandstifter versuchten vorige Nacht, die Stadt einzuäschern, indem si: au mehreren Stellen den Geschäftstbei! derStadt inBrand steckten. Pyle's Leihstall, Parthesius' Lagerhaus und mebrere anstoßende Gebäude, die alle nicht versichert waren, wurden ein Raub der

Flammen. Epworth - Liga. Chicago. 4. Juni. Rev. T. I. Ladd. von Elgin. hielt Montag in der Versammlung der Methodisten - Prediger von Chicago eine Rede, in der er u. A. auf folgende Punkte hinwies : Die Epworth Liga wurde besonders für die jungen Leute gegründet und sollte für sie reservirt werden. Große Vorsicht sollte bei der Auswahl von Führern ausgeübt werden. Viele Kirchen stehen sich besser ohne EpworthLiga. Studentin als Lebensrett e r i n. Iowa City, Ja., 4. Juni. Das Jrving Institut, ein litterarischer Verein der Jowaer Staats-Universität. hat Frl. Caroline Jarvis eine Rettungsmedaille verliehen. Sie rettete R. M. Fagan, einem des Schwimmen unkundigen Studenten der Universität, das Leben, als das Boot, in dem die Beiden eine Fahrt unternommen hatten, umgeschlagen war. Verwalter ernannt. Clarksburg. W. Va., 4. Juni. Bundesrichter Nathan Goff hat Allan I. McDermott zum Verwalter der Washington Traction and Electric Company ernannt, nachdem die U. S. Mortgage & Trust Company von New Aork einen dahingehenden Antrag gestellt hatte. t4 E ine s Schurken That. K a n s a s C i t y . 4. Jum. Während die 70 Mtt alle Frau Mqjjj Schuler Montac Nachmittag ein kleines Kind vor sich auf dem Schooße wiegte, trat plötzlich ein Neger auf sie zu. der sie mit einem furchtbaren Axthiebe besinnungslos machte. Der Mann entkam und wird jetzt von Nachbarn und Polizisten verfolgt. Seine Äbsicht scheint Raub gewesen zu sein. Frau Schuler kann nicht mit dem Leben davonkomwen. Neuer Explosivstoff. New York. 4. Juni. Der von Hudson Maxim erfundene Explosivstoff Maximite" hat sich bei vielen Experimenten bewährt und die Regierung hat der New York Preß" zufolge, dem Erfinder sein Geheimniß abgekauft. Das Maximite soll wirksamer als Lyddite sein, gleichzeitig aber mit viel weniger Gefahr zu handhaben sein. Der Explosiostoff soll stark genug sein, um eine Kugel durch eine 12zöllige. har veyisirte. vernickelte Panzerplatte zu senden und eine Bombe an der anderen Seite zur Explosion zu oringen. Es heißt, daß in Folge der Erfindung, der Bau von Kriegsschiffen und Forts vollständig anders vorgenommen werden muß als bisher. Kein Kriegs schiff kann dem Maximite erfolgreich Widerstand leisten. Herr Maxim meint, daß in Folge seiner Erfindung die großen Schlachtschiffe abgeschafft und an ibrer Stelle kleine, geschwinde Torpe doboote treten werden. Unser Handel mit Spa n i e n. New York, 4. Juni. Der Tribune" wird aus Washington wie folgt gemeldet : Die kommerziellen Beziehungen zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten scheinen oollständig wieder hergestellt zu sein und höchst wahrscheinlich wird die Ausfuhr der Ver. Staaten nach Spanien im Jahre 1901 größer sein, als je zuvor. In den mit dem Monat März beendeten neun Mongten betrug der Export $11.879.349 gegen $10.087.920 in demselben Zeitraume des Vorjahres und gegen $7,091,043 in denselben neun Monaten des Fiskaljahres 1899. Die Ausfuhr von hier nach Spanien dürfte in diesem Jahre auf $16.000.000 steigen. Die Einfuhr nach hier hat zwischen $3.500,000 und $6,000.000 geschwankt und wird dieses Jahr etwa $5,000,000 betragen. Weitere Depeschen auf Seite 5.