Indiana Tribüne, Volume 24, Number 256, Indianapolis, Marion County, 3 June 1901 — Page 6

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Tcr schlaue Bürgermeister. Eine D.rfgefchichte von "leter Ro'ezger.

(gortfcung und chlun.) Frau Jda Wolfsmilch ging noch einmal an ihr eisernes Kästchen, nahm dreihundert Gulden heraus und glaubte, mit diesem Assekuranzbetrag sich des Mannes, der gesund wie eine Gemse war. völlig zu versichern. Wieselböck wunderte sich nicht wenig. daß es auf einmal so leicht gehe. Geld aufzuireiben. Man mßte das eben beim richtigen Heft anfassen. Jetzt hatte er mehr, als zur Deckung des Kassenabganges nötbig war. Oder sollte er nicht durchbrennen? Der Sattler Franz wird es ihm bitter derargen, wenn die vorgeschützte Bezirksbeamtenstelle in Schlägelau nicht vorHanden ist. und Frau Jda wird ungehalten darüber fein, wenn sie erfährt, daß das Haus in Spindelgrub ein Luftschloß ist. Um solchen Verdrießlichkeiten auszuweichen, wäre doch vielleicht eine größere Reise vorzuziehen. Allein mit den etlichen hundert Gulden springt man nicht weit. Unter zwanzig-, dreitzigtausend in der Tasche fragt selten einer an, was drüben die neue Welt kostet. Zudem hat der Bürgermeister ihm von Neujahr ab eine Aufbesserung zugesagt. Die Verläßlichkeit seines Charakters wird ja neu erhärtet, wenn man die Kasse in bester Ordnung findet. Wenn bishin die Bezirtsbeamtenstelle in Schlägelau von anderwärts besetzt ist. wenn das Haus in Spindelgrub inzwischen in feste Hände übergegangen ist, wer kann dafür? Ein gewissenbafter Beamter läuft auch nicht in erster Stunde davon, wenn anderswo Günstigeres winkt. Das Verhältniß zu Frau Jda und ihrem Eisenkästchen wird kaum viel darunter leiden. Wieselböck denkt also, daß er bleiben wird. Fest und treu auf seinem Posten. -Als dann die sechs Wochen ihrem Ende nahten, wurde der Bürgermeister neuerdings liebenswürdig. Er that, als ob er sich um die Kasse gar nicht kümmere, hatte aber doch nächtlicherweile Nachschau gehalten, ob die fehleiden achthundert Gulden schon da wären. Sie waren nicht da. Nur die vinkulirten Papiere fanden sich . sonst nichts. Aber das Geld mußte kommen. ..Nein." sagte er laut lachend. ..der Svarkassenkassirer zu Spindelgrub an dem seiner Stell möchte ich jetzt nicht sein. Wissen Sie. Herr Wieselböck, was dem passirt ist? Von zwei Spitzbuben ist er gestern in den Kotter geschleift worden. Vom Strick hatte sie ihn geschnitten noch zur richtigen Minute. In der Kasse fehlt Geld. Seine sechs Jahre kriegt er mindestens und es ist ihm die ganze Zukunft verschandelt. So ein Leichtsinn! Als ob einer wenn er sich schon so dumm vergessen hat nicht unter der Hand Geld schaffen könnte! Gar so viel ist's ja nicht. Alles läßt sich ordnen, ohne daß es wer zu erfahren braucht! Aber wenn einer so bockbeinig in sein Unglück rennt, da ist nicht zu helfen. Na, ich sag's! Froh soll jeder sein, der verläßliche Leut um sich hat!" Wieselböck hatte zu dieser Erzäh lung nichts gesagt, es gab wieder so viele Arbeit mit den Papieren. Richtig, Herr Wieselböck. in vier zehn Tagen ist Gemeinderathswahl. Sind auch die üblichen Förmlichkeiten damit verbunden na, Sie wissen ja alles." Ganz wohl. Herr Bürgermeister." Und an einem grauen Nebelmorgen im December kamen die Herren Gemeindeväter in langen Mänteln und wulstigen Plzen die Gassen heran. Heut werden wir was erleben," sagte der Scherer - Lodl zum Rothbrand. Der Bürgermeister wird einmal Pugen machen. Ich habe die kaiserköniglick e Gendarmerie verständigt." Ich glau') nicht, daß es so schlimm wird. Ich l ertraue unserem Bürgermeister." Ich traue Niemand." ..Hörst Du. Lodl. das ist grob! Aber Dir muß man verzeihen. Wer allemal nur mit so Bestien und Mistviehern zu thun hat wie Du, der kann sich gar nichts Gutes mehr vorstellen." Mit Euch nehm ich' in dieser Sach just noch auf, mein Lieber. Ihr seid Pfennigfuchser. Anstatt nach Gerechtiozeit geht Ihr nach Geld. Anstatt daß Ihr den Dieb gleich festgenommen hättet, wartet ihr zu, bis er noch mehr stiehlt, bis er die ganze Gemeinde ausraubt. Saubere RathsHerren das ich küß die Hand!" Durch eine andere Gasse trabten würdigen Schrittes der Hansel-Höfer und der Zugnagel. Wem der Vogel kein Gimpel ist, so finden wir den Käfig leer," sagte der eine. Dem Bürgermeister möcht ich's gunnen. Höchste Zeit, daß Aenderung gemacht wird." Ich bin neugierig," gcch der andere bei. Davon ist er nicht, weil ich ihn vor einer Stunde noch aus dem Friseurladen gehen sah. Frisch rasirt." Frisch rasirt?" Rasirt und ein breit angelachtes Gesicht. Defraudanten hab ich mir anders vorgestellt." Meinst Du nicht, daß er gerade in der Abreise begriffen sein konnte?" Er grüßt vom Fenster herab." Herr Wieselböck hatte von der Ge meindektube lurab die ankommenden

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ehrt. wWqe Minuten später hatte die S$ i 'egonnen. Erster Gegenstand w. . d Herr Pfarrer, der vomPfarrt,or vlö zur Kirche um einen Holzsteg ansuchte. Er wurde rasch durchgepeitscht. Zweiter Gegenstand das Gesuch der Birnbaumwirthin um die Erlaubniß, am Gemeindedach ihre Wäsche schwemmen zu dürfen. Sie wurde ebenso rasch durchgepeitscht. Ohne Debatte bewilligt, so daß Herr Wieselböck kaum mit seiner Feder nachkommen konnte. Dann eine Eingabe des Kirchenbäckers mit der Beschwerde, daß am Sonntag die Bauern so wenig Respekt vor seiner Hausecke hätten, und es möchte sich der Gemeinderath dreinlegen. ..Alter G'spatz. Nix da!" rief der Zugnagel drein, wir können nicht an jeder Hausecke einen Wächter aufstellen!" Zurückgewiesen!" ..Haben Sie fertig geschrieben. Herr Wieselböck?" fragte der Bürgermeister. Tann seien Sie so gut und bringen Sie uns einmal den Kassenschlüssel." Der Sekretär löste von seiner Uhrkette ein Schlüsselchen, sperrte eine Lade auf. nahm das Schlüsselbund heraus und überreichte es dem Bürgermeister mit einer so gleichgiltigen Gelassenheit. als wäre es die Streusandbüchse. Der Rothbrand war schwerathmig, aber jetzt, als sie zur Kasse traten, die der Bürgermeister unten und oben aufschloß, hörte man nicht das leiseste Schnaufen. Der Scherer faßte den Sekretär in's Auge, der sich in der Nähe des Ausgangs zu schaffen machte. Was machen Sie dort an der Thür?" herrschte er ihn an. Sie haben an der Kasse zu sein!" Ich bitte!" sagte Herr Wieselböck; da stand er auch schon am eisernen Kasten und legte die Hand ganz militärisch an die Stirn. Der Kasten ging auf; bedachtsam hob der Bürgermeister Packete heraus und legte sie vor den Augen des Rathes auf den Tisch. Gemeindeurkunden. Kastralmappen, vinkulirte Werthpapiere. Sparkassenbücker. Eine hölzerne Schale mit Silber- und Goldmünzen. Eine Levertusche mit Banknoten. Die Manner zählten alles nach und verglichen mit dem Inventar und den Rechnungen. Es stimmt nicht!" rief der Scherer plötzlich mit kreischender Stimme. Aber es nimmt ja ganz genau." sagte der Bürgermeister. Ich bitte, doch ruhig zu sichten; es fehlt nicht eine Nummer, nickt ein Knopf. Es ist alles in Ordnung." Sie guckten, sie zählten, sie verglichen, sie legten endlich die Sachen zulammen auf einen Stoß und sagten: .,Es ist alles in Ordnung." Der Scherer hieb sich die Hand auf seinen ledernen Oberschenkel, daß es klatschte. Sagte aber kein Wort mehr. Als die Schätze wieder geborgen wa Hfl in der Kasse, setzten sie sich der Reihe nach an den Tisch und unterzeichneten den richtigen Befund. Dann nahm der Bürgermeister eine feierliche Miene an. Meine Herren," sagte er. ich glaube, wir sprechen unserm Sekretär und Kassenwart. Herrn Wieselböck, Dank und Absolution aus." Keiner redete dawider. Dem Sekretär und Kassenwart Herrn Wieselböck wird für die Mühewaltung im verflossenen Geschäftsjähr Dank und Absolution ausgesprachen Danke, meine Herren. Werde mich auch in Zukunft befleißigen " Hat einer der Herren sonst etwas vorzubringen?" fragte der Bürgermeistec. in die Runde blickend. Wenn das nicht der Fall ist, erkläre ich die Sitzung für geschlossen." Als sie wieder ihre Mäntel und Pelze anzogen, wartete der Sekretär, um dem Bürgermeister bei dem seimn zu helfen. Danke, lieber Wieselböck, ich ziehe noch nicht an. Ick habe hernach in der Kanzlei noch eine Kleinig keit zu ordnen. Seien Sie so gut." Den Räthen aber nickte er ausdruckst voll zu: wir haben unser Geld wieder! Vor dem Gemeindehaus standen zwei Gendarmen. Was macht's denn da? Wir brauchen Euch nicht!" knurrte ihnen der Scherer zu und ging eilig gaßab in Begleitung des kleinen Leilasser-Bu-ben; der Leilasser-Vater hatte schön bitten lassen sie wüßten sich vor lauter Ungeziefer nicht mehr zu helfen. Der Bürgermeister war in dieKanzlei gegangen, hatte hinter sich langsam die Thür zugelehnt und war zumTisch getreten, wo der Sekretär auf seinem Stocke! saß und jetzt fragend die-treuen Augen erhob, was noch sei. Wieselböck," sagte der Bürgermeister und schaute ihn ruhig an, Sie sind entlassen. Sie können gleich gehen! Sie wissen, warum." Warum, das wußte er freilich, aber wohin, das wußte er nicht. Ich weiß es auch nicht. -- Unerwartet. Lehrer: Max, bilde mir einen Satz, wo das Wort Kanonen vorkommt." Schüler: Am Sonntag hatte der Herr Lehrer einen Kanonenrausch." -Musikalisch. Ist Ihre Frau musikalisch?" Zuweilen." Wie soll ich das verstehen?" Nun. wenn ich spät nach Haus komme, bläst s mir immer den Marsck."

Vom Auslande.

D i e gluth äugige spanische Tänzerin. Mlle. Otero, welche sich zur Zeit auf einer Gastspieltour befindet, wird bei ihrer Rückkehr nach Paris gezwungen sein, vor Gericht zu erscheinen. Vor dem Crvilgericht natürlich nur sie hat nämlich einen Prozeß gegen einen Schneider angestrengt, mit dessen Rechnung sie nicht einverstanden ist. und die VerHandlung wurde bis zum persönlichen Erscheinen der Klägerin vertagt. Die Rechnung, um die es sich handelt, beträgt die Kleinigkeit von 27,605 Frs., allerdings für zwei Jhre also beilaufig ein jährliches Toilettenbudget von circa $2750. Das ist nicht einmal gar so viel für eine Otero. und man begreift, daß sie fast immer jammert, sie hätte nichts anzuziehen, was sie übrigens auch beweist, denn sie zieht thatsächlich sehr wenig an. Ein Bauunternehmer Namens Hirschberg in Berlin hatte in seinem letzten Willen sein von ihm auf 150,000 Mark angegebenes Vermögen der Berliner jüdischen Gemeinde vermacht und seine Frau und drei Kinder auf das Pflichttheil gesetzt. Da ein Erbschaftsprozeß unvermeidlich schien, ließ der Gemeindeoorstand eine genaue Aufstellung des Nachlasses machen. Dabei stellte es sich zur allgemeinen Ueberraschung heraus, daß die gesammte Hinterlassenschaft nur 8200 Mark betrug. Außerdem entdeckte man noch, daß der Wohlthäter" Iahre lang Unterstützungen von einem Verein bezogen hatte, der nun Ansprüche auf Rückzahlung des durch falsche Angaben erschlichenen Geldes erhob. Unter solchen Umständen zog es der Gemeindevorstand vor. auf die fette Erbschaft zu verzichten. Ein unheimlicher Geselle treibt seit einiger Zeit in der böhmiscken Stadt Asen sein seltsames Unwesen. Jack, der Bettaufschlitzer", so nennt sich selbst d Unbekannte, welcher sich zum Schrecken der Hausfrauen in die Wohnungen meist minderbemittelter Leute einschleicht, die Federbetten aufschneidet und die Federn in der Stube zerstreut. Allem Anschein nach hat man es mit einem Verrückten zu thun, der aber bei all' seiner Narrheit mit einer staunenswerthen List zu Werke geht; denn trotzdem der unheimliche Gast seine Besuche brieflich ankündigt und kein Tag verstreicht, da nicht Anzeigen über neue Thaten" erstattet werden, ist es den eifrigen Nachforschungen derGendarmerie bis jetzt nicht gelungen, auch nur einen AnhaltsPunkt zur Eruirung Jacks zu gewinnen. Jnrai!ahatder Großkaufmann Carneoali, der der bedeutendste Getreide - Exporteur Rumäniens war, Selbstmord begangen und dadurch sind die größten rumänischen Firmen wie z. B. die Bankhäuser Marmorosch, Blank & Co., Jeschek. die Agriculturbank und andere 'n Mitleidenschaft gezogen, da die Passiva des Carnevalischen Hauses sechs Millionen Francs, dagegen die Activa, infolge verunglückter bedeutender Speculationen, nur ein Minimum betragen sollen. Carneoali war wohl der kühnste Speculant Brailas. Diese Kühnheit war allerdings öfters von glänzenden Erfolgen begleitet, brachte ihn aber, zumal in letzter Zeit, in sehr kritische Lagen. Besonders einer seiner letzten Maistransporte für Rechnung der italienischen Regierung, dessen Ausschiffung wegen Feuchtigkeit der Waare verweigert wurde, verursachte ihm einen Schaden von über 1 Million Francs. Diese Nachricht machte einen solchen Eindruck auf den Geschäftsmann, daß er schwer erkrankte und einen Schlaganfall erlitt. Eine Anzahl hervorragender Aerite bebandelte Carneoali, als er die Nachricht zweier weiterer bedeutender Verluste erhielt. Dieser Schlag war für ihn entscheidend. Als er einen Augcnblick allein im Zimmer war, erschoß er sich mit einem Revolver. Die Bewohner der o stpreußischen Stadt Lyck sind seit einigen Tagen in großer Aufregung. Eines Morgens wurden an den Straßenecken rothe Zettelchen aufgeklebt gefunden. worauf mit verstellter Schrift folgende Verse verzeichnet waren: Wir sind unserer acht, Werden brennen jede Nacht. Der Kaiser giebt uns kein Brct, Drum machen wir große Noth Heut' Abend färben wir den Himmel roth Zuletzt schlagen wir den Landrath todt. Man nahm anfangs wJi Sache nicht ernst. Um Mitternacht stand jedoch eine große Brauerei in hellen Flammen. Die darauf folgenden drei Nachte ging jedesmal ein großes Gebäude in Flammen auf. Das Feuer brach immer nach Mitternacht aus. während die betreffenden Gebäude stets auf mehreren Seiten gle:chzeitig brannten, so daß an ihre Rettung nicht zu denken war. Obwohl Militär selbst zur Hilfe herangezogen worden war, das mit Kavallerie- und Infanterie - Patrouillen die Straßen der Stadt und ihre nächste Umgebung durchzog, setzten doch die Verbrecher ihr ruchloses Treiben fort. Von den Thätern fehlt vorläufig noch jede Spur. Die Feuerwehr des Ortes ist so erschöpft, daß sie ihren Dienst nicht mehr zu versehen dermag.

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