Indiana Tribüne, Volume 24, Number 255, Indianapolis, Marion County, 2 June 1901 — Page 11

Jndiana Tribüne, Tonntag. den 2. Juni 1901.

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Women as Well as Men Are Made Miserable by Kidney Trouble.

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Ucbcv das furchtbare FabrikUnglück zu Griesheim, a. M.

bei dem etwa 2000 Arbeiter brodlos geworden sind, entnehmen wir dem Frankfurter General - Anzeiger" folgende Schilderungen: Die chemische Fabrik Griesheim fabrizirt unter anderem auch rauchloses Pulver für die deutsche Militärverwaltung. Das Pulver wird nicht sofort an Ort und Stelle fix und fertig hergestellt, sondern der Stoff, den Griesheim fabrizirt, wird von Griesheim aus nach der Pulver-Fabrik in Hanau geschickt, um dort die letzte Verarbeitung zu dem fertigen Pulver zu erhalten. Nun giebt es in den Fabrikgebäulichkeiten einen Raum, den sögenannten Gelbraum", in welchem stets gewisse Mengen von Pikrinsäure sich befinden. Diese Pikrinsäure ist ein sehr explosibler Ztoff, der durch die Einwirkung von Salpetersäure auf Phenol entsteht. Namentlich sind die Pikraie furchtbar explosible Stoffe, das sind die Salze der Pikrinsäure. Die Pikrinsäure dient' außer zum Gelbfärben auch der Herstellung der sogenannten Pikratpulver, des Melinit u. f. w.; sie spielt namentlich eine Rolle bei der Herstellung der Ladung von modernen Sprenggeschossen. Freilich sollen ja nach der Genfer Konvention im Kriege keine Geschosse mit betäubender, übelriechender Füllung verwendet werden, allein wenn diese beläubende Wirkung nur eine Nebenerscheinung ist, so kann niemand etwas dagegen 'sagen. Nun ist es das Bestreden aller Reichsmächte, Geschoßfüllungen zu konstruiren, die recht viel Rauch und Gase entwickeln, damit man sieht, wo die Geschosse krepiren. Daß diese Rauchentwickelung dann als Nebenerscheinung auch noch betäubend und lödtlich wirkt, das ist nun eben nicht zu ändern. Solche Geschoßfüllungen werdcn mit der Pikrinsäure erzielt, und der furchtbaren Wirkung dieser Exploswnsstoffe ist das Griesh.cmer Unglück in der Hauptsache zuzuschreiben. Die Sache kam so: In der Nähe der betreffenven Fabrikräume entstand nach 3 Uhr ein kleines Feuer; sogleich wurde die gesummte Fabrik durch die Feuer- j gefahr alarmirt. die Feuerwehr machte ! sich an die Löscharbeit, und auch die, Griesheimer Freiwillige Feuerwehr I kam zur Hülfe. Allein noch ehe etwas j Rechtes geschehen konnte und noch ?he ; die gesammte Fabrik von der drohen-1 oen Gefahr benachrichtigt und geräumt worden war, ereignete sich das Furchtbare, welches der Fabrikbrand zu der entsetzlichen Katastrophe steigerte, die so zahlreiche Opfer an Menschenleben und Gesundheit forderte. Es war gegen halb vier Uhr, als das Feuer die Pikrinsäure erreichte. Eine Explosion erfolgte, die von so ungeheurer Vehemenz war, daß weit im Umkreise die Erde erzitterte. Ein Theil der Pikrinsäure war in die Luft geflogen. Noch ehe man sich in Griesheim und den umliegenden Ortschaften von dem panischen Schrecken recht erholt hatte, erfolgte nach wenigen Minuten eine noch furchtbarere zweite Explosion, die nun das Maß des Unheils voll machte. Das gesammte Haus, in welchem die Säure sich befand, war glatt vomErdboden weggefegt; aber damit nicht genug, in der ganzen Fabrik blieb kein Gebäude ganz. Die Fabrikationsräume stürzten von dem gewaltigen Drucke der Luft theils zusammen, die Arbeiter unter den Trümmern begrabend, theils neigten und senkten sie sirt, die Mauern zerbarsten, die Gebälke stürzten zusammen, alles war ein einziges wildes Ehaos, aus dem alsbald die Flammen aus verschiedenen Stellen emporschlugen. In ,'anz Griesheim wurden die Fensterscheiben zertrümmert. alleStraßen r:axen mit Glasscherben bedeckt, die benachbarten Fabriken von Marx & Müller und von Dittler stürzten gleichfalls theilweise ein. Schwere Eisenstücke in Gewicht von vielen Zentnern wurd.cn Hunderte von Metern weit fortgeschleudert, als ob es Federbälle wären, weit hinten in den Wiesen fand man zerbrochene Eisenschienen liegen, die zum Theil angeschmolzen waren und welche die Gewalt der Explosion so weit fortgetrieben hatte. Bis hinüber auf die andere Mainseite flogen die glühenden Eisentheile, und in Scbwanheim entstand zuguleich an drei Orten Feuer, verursacht durch das Einschlagen der glühenden Eisenstllcke. Auch im Walde entstand ein Brand und alle Mist- und Strohhaufen auf den Feldern geriethen in Flammen. In Griesheim selbst war die Explosion so stark, daß die Häuser bebten und die Geschirre von den Wänden fielen. Sogar in Höchst und den umliegenden Ortschaften bemerkte man den Stoß wie ein Erdbeben. Unnennbar war die Verwüstung, die in der Fabrik selber angerichtet wurde. Man sah im Augenblicke der Explosion nur eine mehrere hundert Meter hohe Feuersäule, die senkrecht zum Himmel emporstieg, dann war die ganze legend in Rauchwölken und völlige Finsterniß gehüllt. Leute, die zur Zeit der Explosion am Mainer standen, erzählen, wie sie plötzlich von Unsichtbarer Gewalt erfaßt, aufgehoben und in den Fluß geschleudert wurden. Ganz Griesheim bemächtigte sich ein panischer Schrecken. der auf der anderen Mainseite, in Schwanheimer, nicht minder groß war, denn dort wohnen die meisten der Arbeiter der chemischen Fabrik. Eine allgemeine Fluckt aus Griesheim hatte platzgegriffen. Zu hunderten waren die Einwohner aus dem bedrohten Orte geflüchtet, denn man befürchtete mit vollem Rechte, daß die aufgestapelte Menge von Benzin und andere Explosivstoffe vom Feuer erreicht werden könnten, und dann wäre wohl ganz Griesheim vom Erdboden rasirt worden. Herzzerreißende Scenen spielten sich auf dem Exerzierplätze

ab. Weiber und Kinder hatten ihre arme Habe in's Freie getragen, mit Kühen, Ziegen, Pferden und anderen Habseligkeiten hockten die Aermsten auf freiem Felde und schauten voll banger Angst nach den mächtigen Rauchwolken da drüben. Sie erwarteten jeden Augenblick furchtbare neue Katastrophen, zum Glück aber wurde das Furchtbarste abgewendet. Der Wind blies zwar mächtig, allein er trieb die Flammen nach dem Main zu und von den Behältern mit den gefährlichen Stoffen weg. Polizei und Militär hatte den ganzen Ort befetzt, und niemand durfte die Straßen betreten. Zum Theil wohl auch wegen der Diebereien, die man bei der allgemeinen Flucht befürchten mußte. Das Militär, welches aus der Kaserne der 81er angerückt war. mußte weit von dem Ort Halt machen, da es mit Lebensgefahr verknüpft war, das Städtchen zu passiren. Die Fuhrwerke mußten Halt machen und umkehren, und

selbst den Vertretern der Presse war es fast unmöglich, die Postenkette zu durchdringen. Bei dem Betreten Griesheims zeigten sich den Blicken der Vorwärtsschreitenden die ersten Spuren des furchtbaren Unglücks. Keine Scheibe im Ort war unzerbrochen. Die öden, von Menschen verlassenen Straßen waren mit Glasscherben, Fenstertrümmern und sonstigen durch die Explosion hingeschleuderten Gegenständen bedeckt. Je näher man dem Ort des Unglücks kam. desto intensiver zeigte sich die Verheerung. Ganze Mauern waren umgeworfen. Lattenzäune durch den Druck der Luft fortgeschleudert. Sandstcinmauern dicht über demBoden umgebrochen. Wellblech - Hallen waren theils umgeworfen, theils ihrer Dächer beraubt. Schornsteine sperrten die Straße. Es sah aus, als ob Griesheim wochenlang mitGranaten beschossen worden wäre. Endlich, als man in die direkt nach der Brandstätte führende Straße kam, erblickte man d ersten Menschen. Es war Militär, welches im Laufschritt nach der Brandstätte eilte. Leute, welche sich auf den Ruf: Freiwillige vor!" gemeldet hatten, um den Feuerwehren den Weg bahnen zu helfen nach dem Verderben speienden Feuerherde. Mit größter Lebensgefahr wurde an's Rettungswerk gegangen, wenn überhaupt von Rettung noch zu reden war. Die Verletzten ertrugen zum Theil mit stoischer Kaltblütigkeit ihr schweres Geschick. Im Wartefaal des BahnHofsgebäudes lagen die armen Opfer, Mann nben Mann mit theils furchtbaren Verletzungen. Reben einem Mann, dem beide Hände abgebrannt und verbunden waren, und der außerdem noch schwere Verletzungen am Bein zeigte, stand die arme Frau mit den Kindern und sprach dem Aermsten Muth zu. Mit Ruhe ertrug der Unglückliche sein furchtbares Geschick. Ein anderer war auf der Brust verbunden; ihm hatte ein Sprengstück die Brust aufgerissen. Andere lagen auf der Bahre, und man konnte nur mit Mühe ein Lebenszeichen an dem blutenden Körper entdecken. Sehr zahlreiche Leute hatten Verletzungen am Kopfe, die meisten an Händen und Füßen. Massenhaft irrten Verwundete in der Gegend umher. Auf der Straße nach Nied begegnete man einem Manne, der sich wie wahnsinnig geberdete und aus einer starken Wunde blutete. In seiner Aufregung dachte er gar nicht an's Verbinden,, und erst als man ihn auf seinen Zustand aufmerksam machte, brach er zusammen. Viele Menschen flüchteten mit brennenden Kleidern nach dem Main, sich in den Fluß stürzend, um sich zu retten. Einer wurde in den Straßen in Höchst aufgegriffen, er lief mit blutendem Körper wie geistesabwesend dort umher und schien gar nicht zu bemerken, wie schwer er verwundet war. Dutzendweise lagen Menschen in den Hofräumen. Der furchtbare Luftdruck hatte sie betäubt und umherfliegende Sprengstllcke hatten sie verletzt. Lange Zeit nach den erstenExplosionen war die ganzeGegend noch derart mit Staub und Rauch angefüllt, daß die Sonne verfinstert war und man noch nicht einen Schritt weit sehen konnte. Dadurch wurde auch vielen Leuten die Rettung in's Freie erschwert. Man tastete eben im Dunkeln herum. Was die ärztliche Hilfe anbelangt, so muß man konstatiren, daß nach dieser Richtung das Menschenmöglichste geleistet wurde. Es hatten sich sicher über hundert Aerzte eingefunden, worunter die ersten namhaften Mediziner aus Frankfurt. Die Bergung der Todten war ein entsetzliches Stück Arbeit. Soldaten, Feuerwehr und Sanitätsmannschaften suchten in den Trümmern nach den halbverkohlten Leichen, indeß das Feuermeer in dem dichten Qualm ununterbrochen weiter wogte. Das Krachen der stürzenden Balken, das Prasseln des Feuers, die Signale der Feuerwehren vereinigten sich zu einer neroenerschütternden Musik, die derjenige. welcher sie erlebt hat, seiner Lebtage nicht mehr vergessen wird. Inzwischen setzten die braven Mannschaften unverdrossen das Rettungswerk fort. Hier blieb ihnen ein Arm in den Händen, dort ein halb verkohltes, blutüberlaufenes und geschwollenes Bein, während die übrigen Theile der Körper festgeklemmt unter den rauchenden Trümmern lagen. Viele Leichen waren über und über mit Blut bedeckt. Bei einer war der Kovf abgebrannt. Einer anderen fehlten die Füße. Wieder einer hielt im Tode die blutigen Arme wie schützend vor das Gesicht. Zu erkennen waren sie alle fast nicht mehr. Auch mehrere Feuerwehrleute waren darunter, aber man weiß noch nicht, wie sie heißen; die mersten Leichen fan'd man fast nackt mit einer grünlichen Schicht von Pikrinsäure überzogen. Auch die Chemiker der Fabrik machten sich mit ihrer Ortskenntniß sehr verdient um die Bergung der Todten. Einer von ihnen gab, obwohl schwer verwundet, den Rettungsmannschaften an, wo

man wohl noch Verunglückte finden werde. Man grub an der betreffenden Stelle nach und fand in der That die Leute als verkohlte Leichen auf. Erkannt wurde nur einer der Todten, es ist der Arbeiter Valentin Trautmann, der seit acht Tagen verheirathet war. Vermißt wird der Chemiker Dr. Jacoby. veri'etzt sind zahlreiche Chemiker und auch der Direktor Dr. Lang, der eine Fleischwunde am Arm davongetragen. Soeben wird der vermißte Dr. Jacoby als todt gemeldet. Im Ganzen sind etwa 17 Todte geborgen, doch liegen zweifellos noch viele unter den Trümmern. Zwei Feuerwehrleute erkannte man an der halbverkohlten Montur. Während man an vielen Stellen mit den Rettungsarbetten und der Bergung der Todten beschäftigt war. wüthete das furchtbare Element weiter.

Prinz ouis Napoleon. Der imperialistische Thronprätenden: Prinz Louis Napoleon, der jc.t allgemein als das Haupt i)erNapoleonDynastie betrachtet wird, da sein Br.ider Victor auf seine Ansprüche thatsächlich Verzicht geleistet hat. nimmt in der russischen Armee als Offizier einen hohen Rang ein. Wie schon wiederholt gemeldet wurde, soll er mit der Großfürstin Helene von Rußland, einer Cousine des Czaren. verlobt sein. So oft die Nachricht verbreitet wurde, kam gleich hintendrein die Meldung, dieSache sei verfrüht und es habe keine formelle Verlobung stattgefunden. Nun kommt aus St. Petersburg die Nachricht, daß der Czar selbst nichts von solch einem Ehebündniß wissen will. Die Opposition des Czaren stützt sich nicht etwa auf politische Erwägungen. sondern darauf, daß der Metropolitan von Moskau, das amtliche Oberhaupt der russischen Kirche, aus religiösen Gründen dagegen Stellung genommen hat. Ob es der Großfürstin, die in den Prinzen sterblich verliebt sein soll, gelingen wird, dem Czaren seine religiösen Bedenken auszureden, bleibt abzuwarten. Die Heirath könnte, falls sie stattfinden würde, unter den obwaltenden Umständen nicht die weitgehende politische Bedeutung und Folgen haben, welche ihr so oft zugeschrieben wurden. Von gewisser Seite wurde behauptet, die Heirath würde für den Fortbestand der Republik Frankreich eine ernstliche Gefahr in sich einschließen und wahrscheinlich zur Wiederherstellung der Napoleonischen Dynastie auf dem französischen Thron führen. Diese Vesorgniß ist offenbar nicht begründet. Während der letzten zwei Jahre hat die Republik unter allen Klassen des französischen Volkes neue Anhänger und Unterstützer gewonnen. Die dem Präsidenten Loubet eigene Festigkeit imponirt denFranzosen, die sich bekanntlich zu einem starken Mann immer hingezogen fühlen. Seit der Erledigung der Dreyfus-Affaire, welche so viel böses Blut erzeugte, haben Tausende und Abertausende von Monarchisten. sowohl Royalisten als auch Imperialisten, beschlossen, die Republik aufrichtig zu unterstützen. Sie fühlen sich von Verschwörungen, Staatsstreichen und Prätendenten angewidert und sehen ein, daß Frankreich unter der intelligenten und patriotischen republikanischen Regierung sich .innere Ruhe, Wohlfahrt und gedeihlichen Ausbau sowie Prestige nach außen besser sichern kann, als unter imperialistischem oder royalistischem Regime. Sie wissen, daß solch eine Regierung, um Erfolg zu haben, zu sehr strengen agressiven Maßregeln würde greifen müssen. Falls Prinz Louis Napoleon wirklich die Hoffnung nährt, er könne durch seineVermählung mit der Großfürstin Helene seine Chancen, auf den Thron Frankreich's zu gelangen, verbessern, wird er sehr enttäuscht werden. Die Franzosen haben nun schon seit drei Jahrzehnten unter republikanischer Regierungsform gelebt. Ist auch nicht Alles nach Wunsch gegangen, so hat man doch so viel gelernt, zu wissen, daß liberale Einrichtungen unter dem Schutz der Republik bessere Aussicht auf dauernden Bestand haben, als unter einem Monarchen, der sehr vielen Bürgern immer als Feind des Volkes erscheinen muß. Für den Preis von $4000 verkaufte der in Williams County. Ohio. ansässige Farmer P. Gaus ein Riesenexemplar von schwarzem Walnußbaum. Der Baum maß acht Fuß im Durchmesser; die Höhe des Baumes, dessen längster Ast sich 73 Fuß weit ausdehnte. betrug 40 Fuß. Das Holz war nach der Erklärung verschiedener Sachverständigen von außergewöhnlich feiner und starker Qualität. Die Lage auf dem Geldmarkt. In seinem neuesten Wochenbericht über die New Forker Fondsbörse schreibt Bankier Henry Clews unter Anderem Folgendes: Geld ist leicht erhältlich, und aller Voraussicht nach wird es so bleiben. Eisenbahn- und Industrie - Aktien bringen einen guten Profit ein. Obgleich die Saaten etwas hinter der Zeit zurück sind, sind die Ernteaussichten befriedigend. Der Geschäftsgang im Allgemeinen ist ein lebhafter und das ganze Land erfreut sich immer noch der Prosperität. Das einzige zur Zeit in Betracht kommende störendeElement bildet die Aussicht auf Schwierigkeiten zwischen Capital und Arbeit. Doch so lange auf beiden Seiten einem duldsamen und vernünftigen Geist Rechnung getragen wird, sind keine ernstlichen Störungen zu erwarten. Mit dem Herannahen des Sommers wird es auf dem Stocks Markt stiller werden. Zur Zeit ist lediglich ein professioneller Markt zu erwarten. Nach einer Panik ist jedesmal eine Periode der Ruhe erforderlich, bis wieder ein neues kauflustiges Element auf der Bildfläche er-scheint."

FouoriArm

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Spezial'Stgnale. Ersten 2 Schläge, zweiter Alarm. 'Zweiten 2 Schläge, dritter Alarm. Dritten 2 Schläge, vierter Alarm. 1 2 1, Feuer aus und Schlauch aufgerollt. 3 Schläge, Wasserdruck ab. 12 Schläge. 12 Uhr Mittags.

Die so bezeichneten Signale werden nur vom Thurmwächter angegeben, da an den betreffenden Straßenkreuzungen keineAlarmkästen angebracht sind.

Der alle Apachenhäuptling Geronimo in Fort Sill in Oklahoma, ist auch em großer ..Medizinmann". Geronimo's Lieblingstochter Eva erkrankte und wurde in das Regierungshospital des Forts gebracht. Es entwickelte sich eine große Geschwulst an ihrem Hals. Geronimo verlangte von dem weißen Arzt, er solle dieselbe öffnen. Dieser aber wollte durchaus nichts da-

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168 Bellesontaine und 28. 169 Park Ave. un'd 10. 212 Capitol Ave. und 17. 213 Pennsylvania und Michigan. 214 Jllints und 20. Str. 215 Senate Ave. und 21. 216 Pennsylvania und 22. 217 Meridian und 16. 218 Capitol Ave. und 26. 219 Broadway und 10. 231 Illinois und McLean. 234 No. 14. Spritzenhaus. Kenwood und 30. Str. 235 Illinois und 33. 236 Annelta und 30. 237 No. 9. Spritzenhaus, Udell und Raver Str. ? 238 Udell Ladder Works. 239 Jsabel und 27. 241 Meridian und 24. 242 Illinois und St. C'air. 243 Eldridge und 23. 312 West und Walnut. 313 West und 12. 314 Howard und 16. 315 Torbet und Paca. 316 Capitol Ave. und 10. 317 Northwestern Ave. und 21. 318 Gent und 18. 319 Canal und 10. 321 Cerealine Works. 324 Vermont und Lynn. 325 Bismarck und Grandview. 326 No. 20 Spritzenhaus. Haughville. 327 Michigan und Holmes. 328 Michigan und Concord. 341 Wesl und McJntyre. 412 Missouri und MarylanD. 413 Missouri und Ohio. 415 Capitol Ave. und Georgia. 41? Missouri und Kentucky Ave. 417 Senate Ave. und Wash. 421 P. und E. Roundhaus. Washington. 423 Irren - Anstalt. 424 Miley Ave. und I. D. und W. 425 Wash und Harris. 426 No. 18 Spritzenhaus. W. W .'h. ington Str. 427 Oliver und Birch. 428 Oliver und Osgovd. 429 Nordyke und York. 431 Hadley Ave. und Morris. 432 River Ave. und Mvrris. 434 Harding und Big 4 R. R. 436 Harding und Oliver. 437 No. 19 Spritzenhaus. Morris u. Harding. 438 Howard und Williams. 439 Stockyards. 451 Reisner und Miller. 452 Howard und Lee. 453 Morris und Kappes. 456 Lambert und Belmont. 457 Nordyke Ave. und Marmon Wks. 512 West und Ray. 513 Kentucky Ave. und Merrill. 514 Meridian und Morris. 516 Illinois und Kansas . 517 Morris und Da'ota. 518 Morris und Church. 519 Capital A. und McCarty. 521 Meridian und Palmer. 523 Pine und Lord. 524 Madison Ave. und Lincoln. 526 Meridian und Belt R. R. 527 Carlos und Ray. 528 Meridian und Arizona 529 Meridian und Raymond. 531 Meridian und McCarthy. 532 No. 17 Spritzenhaus. MorriS nahe West. 613 McKernan und Dough. 613 East und Lincoln Ave. 614 East und Beecher. 615 Wright und Sanders. 617 McCarty und Beaty. 618 New Jersey und Virginia Ave. 712 Spruce und Prospect. 713 English Ave. und Lauvel. 714 State Ave. und Brtt R. 7R. 715 Shelby und Cottage Ave. 716 State Ave. und Orange. 718 Orange und Laurel. 719 Shelby und Cottage Ave. 721 Lexington Ave. und Laurel. 723 Fletcher Ave. und Spruce. 724 State Ave. und Pleasant. 725 Prospect und Pleasant. 726 Orange und Harlan. 728 Liberty und Meek. 729 Noble und South. 812 No. 15 Spritzenhaus Oft Washington Str. 813 Market und Noble. 614 Ohio und Highland Ave. 815 Michigan u-td Highland Ave. 816 Market und Arsenal Aoe. 817 Ost St. Clair und und Union Bahn Geleise. 821 Pan Handle Shops. 823 Vermont und Walcott. 824 Wash. und State Ave. 825 Madden's Lounge Fabrik. 826 Tucker und Dorsey. 827 Washington Belville Ave. 829 No. 12 Spritzenhaus. Beville nahe Michigan. 831 Southeastern Ave. undWoodside. 832 Washington und Dearborn. 834 Southeastern und Arsenal Ave. 835 New York und Temple. 912 Illinois und Maryland. 913 Illinois und Market. 914Pennsylvania und Washington. 915 Delaware und Washington. von wissen. In einem unbewachten Augenblick zog der alte Häuptling ein gewöhnliches Messer und schnitt die Geschwulst rasch auf. Dafür wurde er drei Tage im Wachthäu schen eingesperrt, die Züchter aber wurde thatsächlich wieder gesund. Die Apachen bei Fort Sill selber wollen noch heute keinen anderen Arzt haben, als Gero-nimo.