Indiana Tribüne, Volume 24, Number 253, Indianapolis, Marion County, 30 May 1901 — Page 7
- vwTr
m Jndiana Tribune, 30. Mai ItfOl.
Tchnitt-Blnmen
Z Bestellen 5ie Ihre (j Knollen, Garten- und Btumensamen etc., bei uns. Wir sind im Stande, Sie vollauf zufrieden zu stellen. HUNTIN6T0N & PAGE, 130 st Market -:r. aw Bldg.) i? Indianavotis, Ind. ? TETER BAEY, 124 Süd Telaware Ztr. Deutsche Wirthschaft , und Billiard-Zimmer. Feine Weine, Liquöre und Cigarren. Warmer Lunch von 9 bis 1. Cigaren. Büffet. The Cily Club 119121 West Market 5traße, Indianapolis. Kegelbahlien. Billiards. Tie feinsten im Westen AT W V ' , , A J. O. liAKUMiU, J . m Eigenthümer. Yi EBB JAY, WL . Knx, Xfi'i Gc'chäftsführcr Jeft'erson Haus, 115119 Cft Zoutb Zrtakc, ist eine Herberge nach deutscher 2lrt. T?r Durstige nnder statt! tüt-len Trunk. der HRßßchßI einen reich besetzten Tisch, fcci ?)iude ein gutes, reines Bett und jeder Was: tir.e ;uvr?kvmmende ebandlunz. jioft unl ov tci:n Tag oder bei der Voche. jBF Zedennann ist freundlich eingeladen Geo. Peter Hammerle. Jacob Roller, 501 IV. Washington Str. Restaurant und Sample Room. Cuttr Viindj und vorzügliche Gettiin?e. Zvcn Za und Nacbt. Crowp Laurnlry, 137 ft Waihmgton Ttratze. Präger, und SJaniiliettm .'c. rrs:tf:il''i?ten frei. Tt'lt tbr.tta werden acranttrt. adgedvlk uno ttftjl (fCft Xnertrrj 13. ott.dj-' r.r.t "c.. Proress :: Laiuidry, J txiupt'O4. cc: J Rv. 512-314 Oft Wartet Strafte. , 22S 'caiiaJu;'t MlMMtt, ruCt.fu: M8 stock 7-l'''.s atr;.c. ) (91 04 kchwktl crr. Wchl torjügr-At Sii Aaitf ;tt-:. Ztitsoonner. Sie 0 li sät irr aaf. 9teüc Lnve?e, Präsidentin. JL'iarti Jaftonen. Setretäriu. -UNION CÖ-OPERATIVE UUNORY. Zshn Jy. Whit?, chatzmci'ter u-o 0'eiir"t:-i'.i:rfr Telephon 129. .'ntnren überall. Aergert dich dein fcnsc. t ?tzt tf Uk SSftJt ll Nicht 99C kr. ' sr :;r t 4 M lEüiAM 9 aar. M St 25t da? r6JVs V'a? ktt-ft f jcib artibei 'chauiiiol r.ng'Uv rillen -mu st ten bette Utvetas ks Eugen tsr Mt S verrniethen : Zimn.ee im MajesticGebaeude u reduzirten Preisen. i feinste OfsieeedSude ix der Stadt. onZudlg fexersicker. Schnelle Fahrftüdk m c He modernen Veauemlichieite. Nachzufragen bei H CR Y & APPEL, genteK fftt die JdlanaPo!i Va (c Z-IZSZ2, deutscher :-: Buchbinder, Ml Cft ., (iatrrK ) (trn(tflbm Ndd Mxat MitW MW
IBSäL VWM
WWA
Weltmacht.
Roman von M, s ! ahl. i Fortsetzung) jDt ties ergriffene Mann nahm die halb ohnmächtige Tochter in seine Arme und hielt s fest an seinem Herzen, während seine Thränen sich mit den ihren mischten. Und Elfe in ihrer fürchterlichen Verlassenheit klammerte sich an ihn, wie an ihren letzten Halt im Leben. In den schweren Tagen, die nun folgten, bis die Todte zur letzten Ruhe bestattet war, umgab und stützte er sie mit liebender Sorgfalt, ohne ihr zu. nahe zu treten. Sobald die Leiche in die Todtenkapelle des Friedhofs übergeführt war. was am folgenden Tage geschah, nachdem Frau Eichler gestorden. gab er Elfe bei dem alten Ehepaar Gerhard in Pension, das ihr ein behagliches Stübchen einräumte. Er hatte Frau Gerhard sofort nach dem Ableben der Mutter geholt, um Elfe keinen Augenblick ohne weiblichen Schutz zu lassen, und die alte Frau durfte nicht von ihr gehen, bis sie das tiefgebeugte, junge Mädchen, das tzt körperlich zusammenbrach, mit in die eigene Wohnung nehmen konnte. Mehrere Wochen nach dem Tode der Mutter war Elfe so leidend, daß sie der größten Schonung bedürfte. Aber ihre Jugend besiegte die Gefabr. und das still, behagliche Heim der alten Gerhards, verbunden mit freundlicher Pflege, war am besten geeignet, ihre Nerven und ihr krankes Gemüth zu beruhigen. Normann behandelte sie mit der größten Schonung. Sobald sie das Bett wieder verlassen hatte, besuchte e,r sie zwar ab und zu. aber in seiner peinlichen Rücksichtnähme auf den Anstand ging er nie in ihr Zimmer, sondern ließ sie immer zu sich in das gemeinschaftliche Wohn zimmer der alten Leute bitten. Elfe ahnte nicht, welch heimliefe Gluth ihn verzehrte, während er ihr mit gemessener Würde begegnete und ganz besonders fromme und salbungsvolle Redewendungen in Gegenwart der alten Gerhards gebrauchte. Sie dachte eines Tages bei sich, als sie seine hohe, immer noch männlich, schöne Gestalt durch den kleinen Vorgarten sich entfernen sah: Wie scbade. daß er nicht natürlich ist wie andere Menschen! Und dann fiel ihr ein, daß er ein einziges Mal ganz anders gewesen und zwar am Todtenbett der Mutter. Da war der Zwang und das künstliche Wesen von ihm gefallen, das echi Menschliche in ihm war zum Durchbruch gekommen. EU erinnerte sich jetzt dunkel, daß sie halb bewußtlos an seinem Herzen gelegen, und daß er sie wie in namenloser Zärtlichkeit leidenschaftlich gcliebtost und getröstet hatte. Bei dieser Vorstellung erröthete sie in einem bänglichen, beklemmenden Gesühl. aber sie tröstete sich, daß nur das Mitleid l$l dazu hingerissen habe, und daß es albern und kindisch von ihr sei. etwas dabei zu finden. Es war jedoch recht gut, daß nachher zwischen ihnen alles beim Alten geblieben wa! Als Normann das nächste Mal wiedrkam. trat ihm Elfe scho mit helleren Augen und frischeren Wangen entgegen. Sie hatte sich bedeu?end erholt. Er kam heut zu einer Stunde, wo der alte Gerhard noch in seinem Ge. schäft und Mutter Gerhard in der thätig war. was ihm Gelegenheit zu einem Alleinsein mit Elfe gab. Das junge Mädchen benutzte diese Gelegenheit, ihm mit herzlichen Worten für sein? Wohlthaten zu danken unv ihn m bitten, ihr wieder Arbeit zu geben, denn länger von sein Güte zu leben, nun sie gesund sei. hieße dieselbe mißbrauchen und bed nicke sie. Er schwieg einen Augenblick und tr.t an das Fenster, um seine heftige Erregung zu verbergen. Die Schicksalsstunde schlug, die über scin künftiges Leben entscheiden sollte! Draußen rauschte ein warmer Regen in die Baumknospen, und die abgelegene Straße war menschenleer. Er trat irtzt zu Elfe, zog einen Stuhl an ihre Seite, setzte sich und fragte: Was haben Sie für Pläne, liebcs Kind, invetreff Ihrer Zukunft?" Am liebsten würde ich wieder für Sie arbeiten' sagte Elfe zaghaft und etwas betroffen, da sie die Fortsetzung it-rcs geschäftlichen Verhältnisses für selbstverständlich gehalten hatte, könnte ich nicht vielleicht doch noch die Bucbführung lernen und was zur kaufmännischen Ausbildung gehört, um Il-nen von größerem Nutzen zu fein?" Er lächelte und sah sie eigenthümlich an, daß sie ganz verwirrt wurde, denn sie verstand ihn garnicht. ..Es geht nicht. Elfe", sagte er plötzlich mit seltfam gepreßter Stimme und legte seine Hand schwer auf die ihre. Sie fühlte, daß diese Hand kalt war und zittert, was alle ihre Nerven vibriren machte. Ich kann ein junges Mädchen wie Dich, nicht in meinem Geschäft gebrauchen. Es geht nicht deinet und meinetwegen, und es geht nicht der Welt wegen!" Elfe wurde plötzlich dunkelroth. Ab " stotterte sie. wenn ich wie bisher wenn Sie " .Nein. Elfe, auch das geht nicht.
zq rann es mcyi ernagen ich habe Dich viel zu lieb ." Die letzten Worte rangen sich schwer, stoßweise von seinen Lippen. Der starke Mann bebte. Elfe starrte ihn sprachlos vorSchreck an. Er konnte vor Aufregung kaum sprechen. Komm. Kind, komm," stammelte er und wollte sie an sich ziehen. Sie widerstrebte, und ein Ausdruck flehenden Entsetzens malte sich in ihren Zügen. Auch er? Auch er? Mißbrauchte auch er ihre Noth? Sollte ihr letzter Glaube an die Menschheit wanken und zu Schanden werden? Elfe!" rief er vorwurfsvoll, kannst Du an mir zweifeln? Verstehst Du mich nicht? Du sollst vor Gott und den Menschen mein Weib fein, als mein liebes Weib will ich Dich ehren und heilig halten. Dich schützen und lieben o Kind, Du weißt nicht, wie ich Dich liebe!" Elfens Hände sanken kraftlos nieder. die Spannung löste sich in ihren Zügen, sie sah betäubt aus und gänzlich fassungslos. Normann legte den Arm mit svinfter Gewalt um sie und zog die Willenlofe an sein Herz. Tiefathmend, fast keuchend preßte er feinen Mund auf den ihren und nahm Besitz von ihrer scheuen, hilflosen Jugend. Stumm, wie gebrochen lag sie an seiner Brust. Es ging ihr plötzlich ein Licht auf. warum er ihr Retter geworden. Also auch er nahm wiefältig mit der anderen Hand, was er mit der einen gegeben! Wo sollte sie den Mutb herneb. mcn, ihm zu sagen: cjieb mich frei, kkß mich frei sein wie bisher und hilf r;.:: weiter? Und wo sollte sie den Muth hernehmen. auf seine Hilfe zu verzichten? Sie. die die bittere Noth und die fürchterliche Einsamkeit der Nothleidenden kennen gelernt hatte, sie war körperlich und seelisch zu schwach dazu. So ließ sie wortlos, in einem Zustand von Betäubung, alles mit sich geseqen. Normann glaubte, daß das Glück sie überwältige, und ihre willenlose Hingabe entflammte ihn nur noch mehr. Das langjährige Entbehren durch die starre Härte seiner Gattin rächte sich jetzt an seiner Natur in einem rasenden Hunger nach Zärtlichkeit und Wärme. Das junge Mädchen mit den wachen, schlanke,: Gliedern, mit dem weißen Btumengesicht und dem hilflosen Herzen eises Kindes, weckte einen späten Liebesfrühling in ihm. der allen Frost seines Lebens in einen reißenden Strom der Leidenschaft verwandelte. Alle Mhren und Dämme der Vorsicht und Gewissenhaftigkeit, alle Brücken des nüchternen Verstanbd, alle Götterbilder der Eitelkeit und Vorurtheile, vor denen er lebenölänglich gekniet, wurden von diesem Strom mit fortgerissen, und ihre Trümmer tanzten wie Strohhalme auf seinen hochgehenden Wogen. Er hielt jetzt sein künftiges Weib auf den Knieen und erstickte es fast mit seinen Liebkosungen. Und noch lange, nachdem' er Elfe verlassen, faß sie schwindelnd und betäubt und sann den Räthseln des Lebens und der Liebe nach. Sie war viel zu gewissenhaft, um nicht genau zu wissen, welche Verantwortung sie mit ihrer widerstandslosen Ergebung in seinen Willen auf sich gelaren. Selbst die Erinnerung an ihre heimliche Liebe zu Roderich schien ihr von Stund an eine Todsünde. Und doch! Wie sollte sie ihn vergessen? Bis tief in die mondklare Frühlingsnacht hinein lag sie in ihrem Stübchen auf en Knieen, den Kopf in die gefaltenen Hände gedrückt, und all ihr Fühlen und Denken war ein wortloses Flehen zu Gott, daß er ihr Kräfte gäbe, zu vergessen. Normanns Leidenschaft und Liebkosungen hatten alle Tiefen ibre? Seele aufgewühlt und die süßeste Erinnerung ihres Lebens, bis jetzt das Heiligthum ihres Herzens, entheiligt und entwürdigt. Wie Rofenduft und Vollmondzauber fluthete das Gedenken an jene Sommernacht über ihre schaudernde Seele, jene seelige Nacht, die auf den letzten, glücklichen Tag ihres jungen Lebens folgte. Roderichs Geburtstag in Stockhausen! Lindenrauschen und Walzerklänge, wiegende, jauchzende Walze inge, ach, es nützte nichts, sich die Ohren zu verstopfen sie hörte immerfort die bethörende Weise sie fühlte den Arm, der sie liebend umschlungen und den Hauch des geliebten Mundes auf ihrer Stirn! O Gott, wie anders war das heute! Tiefer als das Meer, höher als der Himmel war ein jubeloolles Ahnen von den geheimnißvollen Seligkeiten der Liebe damals ihrem Herzen aufgegang.'n und heute? Heute hatte die Liebe des Mannes ihr weibliches Empfinden verletzt wie etwas Unverständliches, Erschreckendes! Sie schauerte wie im Fieberfrost bei dem furchtsamen, scheuen Gedanken an die Pflichten der Ehe, bei der sich leise regenden Ahnung von dem Mysterium der Liebe, die Normans heiße, heftige Küsse heute geweckt. Aber heilig war der Bund, den sie heute geschlossen, heilig mußte ihr die Liebe dieses Mannes sein, dem sie sich für ein ganzes Leben zu eigen gegeben konnte sie denn anders in ihrer Noth und Verlassenheit? Diesem Manne, dem sie so viel Dank schuldig war, mußte sie mit Treue und Hingebung
aber
.?7m?n, was er an :yr unv iyrer armen Mutter gethan! Roderich hatte sie ja längst vergessen Wulfhild hatte ihr wohl ab und zu Grüße von ihm gesandt, und die letzten Nachrichten lauteten günstiger über sein Ergehen aber Wulfhild selbst hatte ihr auf zarte Weise zu der Thea-ter-Carrire oder sonst einem Erwerbsberuf zugeredet und angedeutet, daß ihr Bruder nicht der Mann sei. um mit großen Opfern einen Jugendträum zu realisiren. Und jetzt sah und hörte sie garnichts mehr von Wulfhild, die traurigen Verhältnisse waren trennend zwischen sie getreten. In dieser Frühlingsnacht kämpfte Elfe den schweren Seelenkampf, der sie zum Weibe reifte. Als der junge Morgen dämmerte, hatte sie ausgerungen mit Glauben und Hoffen auf Erdenglück, und die große Resignation war über sie gekommen, die Last des Lebens in Geduld auf sich zu nehmen als eine Pflichtsache. 17. Capitel. Frühling und Sommer waren in diesem Jahr von außergewöhnlicher Schönheit und Fruchtbarkeit für Norddeurschland, das seit Jahren keine so reiche Ernte gehabt hatte. Auch auf dem Waldhof reichten Scheunen und Böden nicht, den Erntefegen zu fassen, und etn stattlicher Kornschober vor dem Hofthor zeugte von Ueberfluß. Unser Fräulein hat Glück, bei der gedeih: allens!" sagten Siebert und Hanne, und sie behielten mit diesem Ausspruch Recht. Wulfhi!d schien mit einer glücklichen Hand begabt zu sein, die Bauernwirthschaft nahm unter ihrer Leitung einen sichtlichen Aufschwung. Sie war forrwährend darauf bedacht, zu bessern und zu mehren, und die in ihr liegende Fähigkeit, zu organisiren und aus Gegebenem Neues zu schaffen, entwickelte sich in überraschender Weise. Als der Herbst mieder ins Land zog, beherrschte sie die kleine Wirthschaft und alles, was dazu gehörte. Dollkommen. Sie hatte fast wie eine Bäuerin in Hof und Garten gearbeitet und dasselbe gründliche Interesse der Feldarbeit gewidmet. Der Viehstand war bedeutend vermehrt, mit Hannes Hilfe wur den Hühner. Tauben. Enten und Gänse gezogen, mehrere Kälber zur Zucht abgesetzt, Ferkel aufgezogen und Schweine gemästet. Der große Obstund Gemüsegarten, der in ziemlich verwildertem Zustand gewesen und außer dem guten Obst nur Kohl und Kartoffeln gegeben hatte, mußte jetzt die verschiedenartigsten Gemüse liefern. Wulfhild hatte ihn gänzlich umackern und frisch anbauen lassen. Die Küche wurde den ganzen Sommer über mit frischen Gemüsen versorgt, und zu ihrer großen Freude konnte Wulfhild Siebert ab und zu mit einer kleinen Fuhre junger Gartenfrüchte. Tauben. Hühner, Eier und frischer Kartoffeln nach der Stadt schicken, wo sie gut bezahlt wurden. Mit praktischem Scharfblick erkannte sie. daß der Kuhstall vor allen Dingen eine sichere Einnabrne abwerfen müsse. Bis jetzt war die übrige Milch zu Butter und Käse gemacht und im Haushalt verbraucht worden bis auf einen geringen Absatz zum Verkauf. Wulfhild erkundigte sich im Dorf und erfuhr, daß die größeren Bauerngüter die Milch frisch aus dem Stall an einen städtischen Milchpächter verkauften. Sie hielten gemeinschaftlich ein Fuhrwerk, das die Milch täglich zwei Mal nach der Stadt brachte. Sie schloß sofort einen Contract mit den Bauern zur Betheiligung an dem Fuhrwerk und Milchverkauf. Jetzt wurde mit jedem Tropfen Milch im Hause aeaeizt. um soviel wie möglich
Kauen Sie
bezahlen Sie nur dafür.
Wenn et
Ihnen behagt.
St. Loulg, Mo. tU statte unabhängig Fabrik t merita.
zum Verkauf zu erUvngen. Auf dtefe Weise erzielte sie eine sichere, wöchentliche Baareinnahme, die sie bald durch den Neuankauf einer guten Milchkuh vermehren konnte. Mit Sieberts Hilfe eignete sie sich alle Kenntnisse an, die zum Feldbau der kleinen Wirthschaft gehörten. Das Gut hatte verschiedenwerthigen Boden, dem Walde zu lagen die leichteren Schläge, auf denen Hafer. Kartoffeln und etwas Sommerroggen gebaut wurde, doch in der Niederung, jenseit des Torfes, gehörte ihm eine schöne, fette Wiese, mehrere Morgen guten Weizenbodens und einige große Ackerbreiten mit Winterroggen und Gerste. Während der Frühjahrsbestellung war Wulfhild täglich mit Siebert auf den Feldern und verfolgte die Arbeit mit regstem Interesse und ebenso im Laufe der Monate das Wachsen der Feldfrüchte. Tann kam die Erntezeit mit dem Anspannen aller Kräfte. Sie miethete einige fremde Arbeiter dazu und schickte Hanne täglich auf das Feld hmaus zur Hilfe. Unterdessen besorgte sie mit Hilfe eines halbwüchsigen Mädchens aus dem Dorfe die ganze Haus- und Hofarbeit und fand auch noch Zeit auf die Erntefelder hinaus zugehen und das Einfahren des Ge treides zu überwachen. Ihrem Vater waren allmählich die Zügel der Regterung ganz aus der Hand geglitten, und da die Bauernwirthschaft nun doch einmal tief unter seiner Würde stand, begnügte er sich damit, seine Zeitung zu les?n, zu raucben, semer Tochter Treiben iu be mangeln, mit seiner Frau zu zanken, großartige Zukunftspläne zu machen, einige Schrullen auszubilden und eine Broschüre zu schreiben. Zu seinem Glück waren die Schrul len harmlos, und die noch weniger harmlose Broichure wurde n fertig Erster bestanden darin, auf feinem Gut und in der ganzen Umgegend nach Kohlenlagern und Thonerde zu bohren, die nirgends vorhanden waren, sich feiner Meinung nach aber durch das Wachsthum gewisser Pflanzen verrie then. Ferner hatte er- die Manie bekommen, aus werthlosen Dingen ungeheuren Nutzen ziehen zu wollen. So war er lange eifrig damit beschäftigt, aus leeren Cigarrenkisten und alten Bohnenstangen ein Gartenhaus zu zimmern, das er das Normal-Gar tenhaus" nannte und auf eine bevorstehende Gartenausstellung in der Residenz zu schicken gedachte. Die Broschüre, die sich Madame Pompadour" nannte, war eine höchst bissige Satire auf die Wiltmann und ihr Verhältniß zum Herzog. Die Pa rallelen, die er zwischen diesem und Ludwig XV. zog, mußte zeder verstehen, der den Herzog kannte, und das Verhalten des Herzogs zum Autor und seiner Familie stand natürlich im Vordergrund unter scharfer Beleuchtung. Das Ganze war mehr derb als geistreich oder interessant und in einem ganz unmöglichen Stil abgefaßt. Der Oberst maß jedoch diesem Werk eine ungeheure Wichtigkeit bei und war überzeugt, die Grundfesten des herzoglichen Thrones damit zu erschüttern. !enn ihn die Schreibwuth erfaßte, die bei ihm periodisch auftrat, hatte seine Frau schwere Stunden. (Fortsezung folgt.) S e I d n ist der Ma n n. Zwei Freunde sitzen zusammen und klagen lich gegenseitig über die schlechten Zeiten. Sagt Meyer: Ich wünschte, ich könnte irgendwoher 5100,000 auftreiben. Dann könnte man leben." Und würdest Du mir dann 51000 abgeben?" fragte Müller. Nein!" 5500?" Nein!" 5100?" Nein!" Einen Dollar?" Nein!" Und warom denn nicht?" Wünsch Dir selbst Ct'.:as."
Best
Wetmore'S Beft ist tn Ravy - Tabak. Wrnn Sie .Nav.Tadak lieben nnd Ihnen Wetmon's Beft nicht behagt, wird Ihen Ikx Händler Ähr Äekd iedergeben, wenn er weiß, daß Sie ihn bei ihm gekauft haben.
mm m ft.
Min li . Billiard lall, No. 20 Kcntucky Avcnuc. lohn Weilaclier, Eigenthümer Union Station Hotel No. 6 West Lomsmna Straße, gegenüber dem urnd? der Union Station. S AM. H0RINE, Eigenthum. Die feinste Bar in der tadt. Alles nen nnd erster Klaffe. Telehhon 771. Henry's Platz ist jetzt nicht mehr in 431, sondern in All M Dtec Si. Pabft Bier an Zapf. Importirte nnd einheimische Weine. Feine Liquöre und Cigarren. Kenrz' TV. Kurz, 428 Z. Telatvare Str. Arcade Kneipe. Feine importirte und einheimische CKT 1 Zettle. (nie Cigarre. Das beste Bier in der Stadt stets frisch an Zapf JOHN WEBER, Eigenthümer. Schwache, nervöse Personen, Itplagt von Schwermuld. ?rrö;hen. Zittern. trt Hopsen und schlechten Träumen, erfahren au dein ..Zugendfreund" wie einfach und billig eschicck tskr.,nN,eitcn. Kolgcn der Ziiacndsündc,,. tlrcimvf--derdruch (Varieocele,, ersciiopsende A oftüsse und 'ndere mark und beinoericnrende beiden, ichnel! mid dauernd geheilt werden können. Vanz neue? öeilverfabren. Auch in Kapitel über "rkülung u p rohen Kinderfegei.s und deren fchlimn .Zolgen kchU dielo lehrreiche Bi'ö,. oeffen neueste Ans lag nach Emvfan von .5 Qtixii Prufmarleu versiegelt verjundt wird von er PRIVAT KLI V .8, ÖlhAre. VcvvYork.fH.lt Keine Bezahlung, wenn nicht geheilt. tft et Borsch'az a2e rJänncrn itt "ranen, Welche an folgenden krankbetten leise: LervlchHche, krschdpfnng. schwach Rücken. :'t Xbmerz der Schmerzen t irgend ttnc-si 3:in.: rn. Dr. VkLaughlin' :lettrisch:rEurtel bellt schnell und tur tnnner aZt feiten Mefri I ich garantiere et Heilung ic?- , I , me, nd verlange keine mf.-jro i . ?k, . . : eid: wenn ?dr ich stche? tteUl. tt vtti tOuftTtnet ?ch. treichri eine 5 et. -..Wir. -, Ban nd sonnige Mmbc'.wi t 1 Dr. . G. MeLanghlin. 214 State Straße. Chicago.
