Indiana Tribüne, Volume 24, Number 250, Indianapolis, Marion County, 27 May 1901 — Page 7

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Women as Well as Men Are Made Miserable by Kidney Trouble. Kidney trouble preys upcn the mind, ciseourages and lessns amtiticn: beauty, vigcr and cheerfulnecs soon t'i JT? disa jpesr wfan the kic-

? ney:. are cut of orcer ff oraseastä. k'J IS , . VI- 1 ' rw.i.cy Decente so prevalent II Hlttt it i? Tt MiWMItfMI II - - w t .ScJHilcr a child to be born ' KS? afflicted with veak kidneys. if the child urina.es tos often. if the urine scalds the fesh or if, when the düld reiches an age vhen it should be abie to control the passage. it is yet afflicted with bed-wet'.-.ng, depend upcn it. the cause c: the difficulty is kidney'trouble, and th- first step should be towards the treatrr.ent of these impertant ergans. This unpleasant trouble is due to a diseased condition of the kidney s and blacder and not to a habit as most peopie suppese. Women as -well as men are made m:scrab'.e with kidney and blacder trouble and both need the same great remedy. The miid and the immediate effect of S amprRoot is soen realized. It is soid by druggists, in fiftycen; and orte doilar sizes. You may have a sample bottle by mail free. also oamnhlet teHBorne of &waaip-Root. inc all about it. ncuAntf manv of the thousands of testimonial letters reeeived from sufferers cured. In writing Dr. Kilmer & Co.. Binghamtcn, N. be sur and .mentioa this paptr. UNION TRUST CO., Office : (Gebäude der GescSschaft.) o. 118 und 122 Lft Market Etr Jndr volliday. V-ä'-dent. er Eitel, 2. SiceBraübe :it und Lchstzmr'? H. M. XoHt. Zetr-tär. Connry und Municipal Tied' erheiten negocirt. Geschäfts-Agent allen CapaCtttttft, speziell oder allgemein. Interessen werden an Depositen bezahlt für eine bestimmte, üoercingetarnest Zeit. Kapital an dem be ptantal Tag zurücköezahlt. Berfichernngen aller Art in erster Klaffe Gesellschaften. Testamente werden ausgefertigt und Bonmuldschafte und persönliche Vertrauensposten aller Art über Roen, E?:ety?n Sie vor. kosten nichts. Ratdfchlaflk Eigaren Büffet. The City Club 110121 VeS Market Straße, Indianapolis. Kegelbahnen. Billiards. Xic feinsten int Wefte C. J. GAtIER, ) WBin JAY, I Eigenthümer. M. C. Kuox, efel'äfjülrcr Jefferson Haus. 115 1VJ Cf: Uouch rrstfcc, ist eine derbere? nach deiit'er Akt. Te? DWge finde: rir..n fühlen Trttnf. der Hungriae einen reich besetzten Ti'ch, der Müde ein gutes, reines Bett und jeder Vast eine pHMKfiMnK8fe BffMttMIf. Kost und Logis beim Tag oder bei der Äcche. Jedermann i't freundlich eingeladen Geo. Petcr Hammerle. Jacob Roller, o0 N). Washington Str. Rcstaurant und ample Room. w! Gütcr Lunch und vorzügliche Getränke. Offen Tag und )!acht. Schnirt-Blumen ( i Bestellen Sie Ihre 5 Knollen. Garten- und Blumensamen t j etc., bei uns. Wir sind im Stande, j Sie vollauf zufrieden zu stellen. HUNTIN6T0N & PAGE, I 130 Oft Market Str. (Law Bldg.) Indianapolis, Ind. f e ? p

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Weltmacht.

Roman von M. S t a hl. (Fortsetzung) Man oegav ftcy nun m Gemeinschaft in das Theater Restaurant, das feinste in der Residenz, zu dem die Herren von der Probebühne aus auf Hintertreppen gelangen konnten, ohne die -traße zu passtren. In diesem Restaurant standen ihnen Räume zur Verfügung, zu denen kein Anderer in ihrer Anwesenheit Zutritt hatte. Es waren die lauschigen, kleinen Cabinette. in denen man sich zu intimen Soupers, zu Sekt mit Austern oder zum jeu zusammenfand, und Prinz Arnulf gehörte zu den Stammgasten. Ihm wurde denn auch gleich das sogenannte goldene Cabinet" geöffnet, ein mit gelbem Damast und viel Vergoldung decorirter. kleiner Salon, dem strahlende Glühlichtbirnen den Schimmer üppiger Pracht verliehen, denn kein Tageslicht drang durch die Stoffbekleidung der Wände und Thüren. Man saß in schwellenden Sesseln um vergoldete Tifche. auf die geräuschlos ein Kellner mit unbewegliche" Miene ein erquisites Frühstück ud schäumenden Sect auftrug. Elfe fühlte sieb zuerst entsetzlich besangen und bedrückt. Die ganze Umgeb tng verängstigte sie. Ein c'kuiu bre separ war th? zwar eine gänzlich unbekannte Wett, aber ihr weiblicher Takt saezte ihr. daß sie sich in iner gewagten Situation befinde. Blumbergs Anwesenheit beruhigte sie etwas, ti war ein verheirateter Manr. und für sie nichts Anderes als ein gestrenger Lehrer, und wenn er ihr auch als Mensch sehr wenig sympathisch geicesen. da er ihr stets den Eindruck eiLto kaltherzigen Geschäftsmenscken von erstreckend materieller, gewöhnkichn Gesinnung gema. so glaubte sie doch als eine Schülerin Anspruch auf feinen Sckutz zu haben. Sie hatte noch keine Gelegenheit gehabt, an sei-f.-r Rechtlichkeit zu zweifeln, und für Elfens weltunkundiges Gemüth waren alle Menfchcn ehrenhaft, so lange sie nicht handgreifliche Beweise vom Gegentheil bekam. Und tonnte sich ein Prinz anders als ritterlich gegen Damen benehmen? Aber gerade der fürstliche Rang ihres Cavaliers machte sie befangen, sie fürchtete immer Verstöße gegen die Etiquette zu begehen. Am fatalsten war ihr das Benehmen ihrer Eollegin Fräulein Jenny Jänicke, die sich in dem Bestreben, ihre provinzielle Herkunft zu verleugnen und als weltgewandte Dame aufzutreten, im Ton vergriff und eine edle Dreistigkeit zur Schau trug. Sie lachte und sprach laut und begegnete den Herren mit eine? Freiheit, die Elfens feines Gefühl tief verletzte. Dies; merkte wohl, daß Löffler Jenny aufzog und ihr in einer Weise den Hof machte, der sich einer wohlerzogenen Dame gegenüber nicht schickt. Und vor Löffler mit seinem cynischen Witz und st'nen ihr oft unverständlichen geistreichen Ausfällen, vor seiner ganzen spöttisch-satirischen Art fürchtete sie sich sehr. So hielt sie sich etwas ängstlich an den Prinzen, der viel zu sehr seingebildete? Caoalier war, um nicht ganz genau zu wissen, wen er vor sich hatte. Gerade Elfens vornehme, echt mädlbenhafte Zurückhaltung entzückte ihn, und wenn er auch nicht im Stande war. ihren wahren Werth zu erkennen oder zu würdigen, so fühle er doch den Duft und Zauber, der ihre lieblicke Person umgab und ihrer Schönheit erst den seltenen Reiz verlieh. Die fast rührende Eherbietuna. die doch frei von jeder Devotion war, mit der ihm Elfe begegnete, weckte seine besten Instinkte, und so lange er ganzlich nüchtern war, behandelte er sie so wie sie es verdiente. Er umgab si mit den zartesten Aufmerksamkeiten, huldigte ihr wie einer Prinzessin und machte kein Hehl aus seinem Entzücken, ohne iedoch die Grenze des Erlaubten ' , ' v." r 4 v i r - j)U l Lifl c neu. Elfe fing an. sich ihm gegenüber sicher zu fühlen, und thaute auf. bgleich sie nur an dem schäumenden Kelchglas nippte, gab ihr der köstlich', feurige Wein doch außergewöhnlichen Muth. Und sie war doch auch Weib genug, sich an oieser ersten Eroberung auf dem Wege zum ersehnten Ruhm zu freuen. Es war ja fast wie ein Märchenträum! Sie kam sich wie das Sonntagskind in der Feengefchichte vor. dem ein Prinz im verwunschenen Schloß zu Füßen liegt. O weh! Jenny Jänicke stieg der Champagner zu Kopf, sie warf sich hintenüber, lachte und fing an. den Kußwalzer aus der Fledermaus zu singen. Löffler hatte den Arm um ihre Stuhllehne gelegt, fo daß sie mit dem Kopf fast auf feiner Schulter ruhte. Tief erschrocken und beschämt machte Elfe Miene aufzustehen, indem sie stammelte, sie wolle nach Hause gehen, ihre Mutter erwarte sie. Aber der Prinz hielt sie mit den höflichsten Bitten zurück. Zugleich machte Löffler ein Zeichen, und dieser forderte Frävkein Jänicke auf. ihm in den anstoßenden Salon zu folgen, sie wollten zusammen ein Couplet am Klavier singen. Er verschwand mit der etwas schwankenden jungen Dame hinter einer Portiere, und Elfe athmete auf.

als sie stcy m Älumverg unv zi Prinzen allein sab. Vlumberg war mit heiligem Ernst in die Genüsse der Tafel vertieft, und der Prinz ließ in seinem Benehmen nichts zu wünschen übrig. Er legte ihr die besten Leckerbissen auf den Teller und suchte sie scherzend

zu überreden, ihr Glas zu leeren. Ein feines Roth fing an, ihr weißes Geschicken zu beleben, und ihre Augen j bekamen erhöhten Glanz. Sie plauderte oon ihre? Heimath, ! und das Herz wurde ihr warm. Der Prinz lauschte so theilnehmend, i dabei ging ihr das Herz mehr und mehr auf, und er sah hübsch aus in seiI ner blonden, knabenhaften Jugend. ! Wenn sie seine Sympathie gewann, j konnte er ihr vielleicht den schweren Weg zum Erfolg ebnen helfen! Ach, und wie brennend wunichte sie einen baldigen Erfolg herbei, denn ihre Mutter hatte nicht mehr viel Zeit zu warten! Ihre Mutter war schon seit Monaten bettlägerig krank, und ihre Kräfte nahmen zusehends ab. Elfe hatte sich mit ihrem Bühnenstudium, mit der Pflege der Mutter, der alleinigen Führung des kleinen Haushalts und mit dem Bestreben, nebenbei Geld mit Handarbeiten zu erwerben, um der Mutier Arznei und Erleichterungen verschaffen zu können, bedeutend überanstrengt, wovon ihre chnalen, bleichen Wangen Zeugniß gaben. Das Unglück der Dellmenhorst'scken ! Familie war auch für sie ein entsetzlicher Schlag gewesen. Nicht nur, dv, die reiche Unterstützung mit Nahruni'- ' Mitteln aus der Stockhausener Wir:d- ! schaft, gänzlich aufgehört hatte. Szr.--I dtrn sie verlor in dem Verkehr mii ! Wulfhild ihren besten Trost und fast ! ihre einzige Lebensfreude. Dazu kam der Kummer ihrer fast , hoffnungslosen Liebe zu Roderich. Er war ohne Abschied von ihr gegangen. ! und sie sagte sich, daß er bei der Ungei wißheit seiner Zukunft und den Ver- ! pflichtungen gegen die eigene Familie i nicht an eine Verbindung mit ihr denken durfte. Mit wahrhaft heroischer Seelenstärke hatte das junge Mädchen sein bitteres Herzweh niedergekämpft, um die Pflichten, die das Leben ihr auferlegte, erfüllen zu können. Der Zwang der Noth und die rastlose Arbeit erhielten Elfe aufrecht, aber mit entsetzlicher Angst hatte sie in letzter Zeit gefühlt, daß sie an dem Capital ihrer Jugendkraft zehrte und es bald aufgebraucht fein würde, wenn nichts ihr zu Hilfe kam. Dte Wasser der Trübfal fingen an ihr bis an den Hals zu gehen. Aus einem Brief von Wulfhild wußte sie, daß Roderich den ersten Schritt zum Erfolg gethan hatte. Ach. aber er schrieb nicht, hatte nie geschrieden. und wenn er auch stets Grüße für sie bestellte, so war sie ihm doch wohl nichts weiter mehr als eine liebe, allmählich verblassende Erinnerung! War es der Zauber des edlen, ihr gänzlich ungewohnten Weines, der sie hier in dem wohlig warmen, lauschigen kleinen Salon plötzlich himmelhoch :dtu das Elend der sorgenvollen Geimt erhob, als hätte ein Lethetrank sie all ihr Herzelk id vergessen gemacht? Kinderträume. Heimathglück! Wie schön, ach. wie schön war das doch! Es war, als hörte sie die Wälder ihrer Heimath rauschen, die Waldvögel sangen ihr die alten, süßen Lieder zu, u-d die Waldblumen sahen sie mit stillen, frommen Augen an. Ihre eigenen Augen strahlten in fast überirdischemGlanz, wie sie dem Prinzen die Geheimnisse des Waldes vorplauderte, das Glück ihrer lieben Waldheimath. Und wie aus der Urkraft dieses würzigen Waldbodens herausgewachsen. malte sie die Gestalt ihres theuren, verlorenen Vaters. Sie schilderte die Spiele, die er mit ihr gespielt, die Streifereien durch den tiefen Bergesforst. auf denen sie ihn begleitet, den Frieden des alten Forsthauses, das ihr ; Vaterhaus gewesen. Der weiche Wohllaut ihrer Stimme schmeichelte sich in seine Sinne und erhöhte seinen Liebesrausch. Er beugte sich zu ihr und fragte weich und zärtlich." ..Haben Sie Heimweh? Möchten Sie zurück in Ihren schönen Wald?" . wie gern!" seufzte Elfe, aber es ist unmöglich!" Was ist unmöglich?" Nichts ist unmöglich! Ich habe ein kleines Jagdschloß eigentlich nur ein Jagdhaus ganz versteckt, ganz einsam im tiefen Forst dahin werde ich Sie bringen dort können Sie sein, so lange und oft Sie wollen: Ich bestelle meinen Schlitten, und wir fahren gleich heute hin." Ich kann nicht. Ich habe eine kranke Mutter, und' ohne meine Mutter " Ach, Sie haben eine kranke Mutter? Aber es ist hoffentlich nicht so schlimm, und wir bestellen eine Vflegerin für sie. Sie sehen sich einstweilen das Jagdhaus an. und wenn es Ihnen oenügt, bringen wir morgen Ihre Mutter hin, damit sie bei Ihnen ist. Sie wird dort schneller gesund werden als in der Stadt ich werde schon dafür forgen. daß es ihr an nichts fehlt." Hoheit sind zu gütig aber " Elfe stockte verwirrt, sie dachte mit einem kläglichen Gsübl an ihre be-

drängte Lage wie ronnre ne stch va heraushelfen, ohne sich vor dem Prinzen zu demüthigen? In ihrer jetzigen Stimmung überwog das Verlangen nach Rettung, nach einer Wandlung ihres traurigen Geschicks. Kein Abe.r." beschwichtigte der Prinz, kommen Sie heute noch heut ist es wundervoll im Walde bei dem Schneewetter! Mit meinen Füchsen und bei der Bahn fliegen wir in anderthalb Stunden nach Hirschhorn." Ein Lustgefühl nach dem Genuß dieser Schlittenfahrt erwachte in Elfe. Ihre Jugend regte sich unter dem belebenden Einfluß des feurigen Weines. Ach. einmal nur hinaus aus diesen entsetzlichen Stadtmauern mit ihren Sorgen und Nöthen, einmal nur wieder Waldluft athmen. Waldfrieden fühlen! Sie kannte diese herrlichen Schlittenfahrten durch die schweigenden, tiefverschneiten Wäldertiefen nur zu wohl wie entzückend wäre das, heute mit dem liebenswürdigen Prinzen in einem eleganten Schlitten! Ob sie es wagen dürfte? Vielleicht gelang es ihr dann wirklich, ihn so für sich zu interessinn. daß er ihr zu einem guten Engagement verhalf. Er hatte gewiß Einfluß auf den Intendanten. Sie sah den Prinzen unschlüssig und zweifelhaft an. und plötzlich fiel ihr etwas in feinem Aeußeren auf, was sie verletzte und erschreckte. Er hatte seine Uniform aufgeknöpft, jcine Kleidung war derangirt. sein Gesicht glühte, dabei kam er ihr so nzhe. daß der Weindunst seines Athems si? "angenehm berührte. In feinem Flick stand das wildflackernde Feuer r:3 Begehrens, er befand sich in dem zustand, in im die conventionelle -re des wohlgesitteten Cavaliers fiel. Entsetzt wich Elfe zurück. Wc war denn Blumberg? Sie bemerkte jetzt, daß sie mit dem Prinzen allein war, daß sie sich hatte hinreißen lassen, ihre Umgebung und das Gewagte ihrer Situation zu vergessen. Mit einem Schlage war sie gänzlich ernüchtert, der goldene Nebel, der vor ihren Blicken die Welt virfchleiert hatte, zerriß jäh. und wie durch Eingebung sah sie die Dinge im wahren Licht. Man hatte ihr Vertrauen mißbrauckt. und mit unverzeihlicher Unklugheit hatte sie sich in eine Lage begeben, die genügte, um ihre Mädchenehre, ihren guten Ruf für immer zu ruinirep! Sie erhob sich hastig und trat einige Schritte zurück. ..Es ist unmöglich. Hoheit, ich danke Jnen für den freundlichen Vorschlag." sagte sie in ganz verändertem Ton. mit ablehnender Haltung. Auch darf ich keine Minute länger bleiben und bitte um die Erlaubniß, mich von Ihnen verabschieden zu dürfen. Meine Mutter erwartet mich, und mein längeres Ausbleiben könnte schlechte Folgen für sie haben." O. wir schicken einen Boten!"' rief der Prinz, indem er ihr nachrückte. Sie sind einfach geschäftlich dienstlich verhindert. Schreiben Sie einen Zettel, sagen Sie. das Engagement stände auf dem Spiel! Lassen Sie uns jetzt nicht die schöne Zeit mit überflüssigen Redensarten verlieren ich schwöre Ihnen. os Engagement ist Ihnen sicher und wenn Sie sonst Wünsche haben was in meiner Macht stebt alles, alles will ich für Sie durchsetzen ich bin gut Freund mit Ledersteeg mein süßes, angebetetes Kind wenn Sie nur wollen alles lege ich Ihnen zu Füßen kommen Sie nicht grausam sein Enqel! süßer Engel " Starr vor Schreck und zitternd hatte Elfe das Stammeln des Prinzen angehört, fast wie hvpnotisirt, regungslos fah sie ihn an. wie er sich zu ihr heranschob und das erhitzte Gesicht mit der brennenden Sinnengluth in den schwimmenden Augen ihr näher und näher kam. Jetzt legte er den Arm um ihre Taille und wollte sie mit sanfter Gewalt in seine Arme ziehen. Mit einem leisen Aufschrei stieß sie ihn von sich, entwand sich seiner Umarmung und war mit einrr schnellen Bewegung auf der anderen Seite des Tisches. Hoheit, machen Sie mich nicht un-. glücklich! Wo ist Dr. Blumberg? Wo sind Fräulein Jänicke und Dr. Löffler hingegangen? Ich ersuche Sie dringend, wenigstens Dr. Blumberg sofort zurückzurufen, damit ich unter feinem Schutz dies Lokal verlassen kann, das mir ganz unbekannt ist, und in das ich vielleicht nie hätte gehen dürfen! Hoheit, ich flehe Sie an meine Ehre steht auf dem Spiel helfen Sie mir, daß ich auf demselben cm i I v,., I X Weae aeoen iann, uu ircm ua wiuiw men ohne gesehen zu werden ohne " Nur nicht ängstlich, Kleine kein Mensch sieht uns Niemand weiß komm. komm, mein süßes Kind, ich bringe Dich sicher hinaus später" Und wieder war der Prinz neben ihr und diesmal noch stürmischer, beschwörender, glühend und zitternd vor Verlangen nach der jungen, rührenden Schönheit seines Opfers, suchte er sie zu halten und mit seinen Armen zu umklammern. Aber mit der Kraft der Verzweiflung riß sich Elfe los. Alles vergessend, in der sinnverwirrenden Angst, sich vor dem Prinzen zu retten, der ihr in diesem Augenblick wie ein wildes Thier erschien, mit dem sie allein in einen goldenen Käfig gesperrt, stürzte sie nach der gelbseidenen

'oritre. yinier ver Fräulein Jantcke und Dr. Löffler verschwunden waren. Prinz Arnulf taumelte ihr nach und rief heftig, sie solle bleiben; aber er blieb mit einem Sporn in dem langen Tischtuch hängen, verwickelte sich, tolperte. fiel und riß im Fallen einen Theil des Tafelgeschirrs zu Boden. Unterdessen gelang es Elfens zitternden Händen den Knopf zu finden, auf dessen Druck die schwere Thür hinter der Portiere geräuschlos aufrollte. Sie stürzte in das Nebengemach und athmete wie erlöst auf. als sie ihre Collegin dort schlafend auf einem Sopha fand. 15. C a p i t e l. Zehn Minuten später fuhr Elfe halb ohnmächtig in einer Droschke nach Hause. Sie war neben der schlafenden Jänicke in einem Weinkrampf zusammengebrochen. denn der Anblia der Collegin. die ihren Rausch ausschlief und in diesem Zustande etwas gemein aussah, machte das Maß ihres Entsetzens uud Ekels voll. Löffler und Blumberg kamen aus einem Nebenzimmer, wo sie sich zu tu nem kleinen Jeu niedergelassen, herlxi und suchten zu beschwichtigen, während Fräulein Jänicke erwachte und ganz verwirrt, ernüchtert und verlegen um sich sah. Regen Sie sich doch nicht unnütz auf." fagte Dr. Löffler ungeduldig. ..es ist höchst geschmacklos, hinterher Scenen zu machen. Was wollen Sie? ie haben jetzt Anwartschaft auf zirt gute Carriie der Prinz ist stets nobel in solchen Dingen." Mit einem Schlage hatte Elfe ihre Fzssung wieder. Hochaufgerichtet, den ganzen Zorn ihrer tiefverwundeten Mädchenehrc in den Augen, stand sie vor den beideit Männern. Meine Herren, ich bin durch Unwissenheit in diese schmähliche Lage und in Gemeinschaft mit Menschen gekommen, mit denen ich nichts zu thun haben will. Sie haben mein Vertrauen schändlich gemißbraucht! Jtio verzichte auf jede Carriere, die ich mit meiner Ehre erkaufen soll! Ter Prinz weiß jetzt, was er von mir zu erwarten hat. und wird mir seine Protection nie wieder anbieten. Ich verlange, da Sie mich sofort zu einem Wagen begleiten, ich will nach Haute!" Im Nebenzimmer borte man den Prinzen fluchen und mit dem herbeigeeilten Kellner schelten. Sie haben Recht, ich glaube, zur Tbeater - Carriere passen Sie nickt," sagte Löffler trocken und ging durch die Thüre zum Prinzen. Blumberg versuchte zuzureden.. Es paßte ihm nicht. Elfe, von deren Sck,önheit er sich viel versprochen, für das Theater zu verlieren. Aber er mußte einsehen, daß für heute nichts mit dem jungen Mädchen anzufangen sei, das nach dem letzten Aufwand bor. Heroismus wieder im Weinkrampf zusammenbrach. So brachte er sie möglichst schnell zum Wagen, nachdem er ihr nocb zugeredet, keine übereilten Schritte zu thun, vor allen Dingen nicht zu plaudern und ruhig erst mal eine Nacht über das Vorgefallene zu fchlafen. Das sind so die kleinen Steine auf dem Wege zum Erfolg." beschwichtigte er. Zuerst thut's weh. wenn man sich daran stößt, aber man gewöhnt sich bald daran. Man lernt darum herumzukommen, ohne so Aufhebens zu machen. Das müssen Sie sich abgewöhnen, denn das schadet Niemand w-iter als Ihnen selbst und fällt immer auf Sie zurück. Und mich fassen Sie ganz falsch auf. Ich meinte es nur gut mit Ihnen, wenn ich Ihnen Gelegenheit geben wollte, mit dem Prinzen bekannt zu werden. Unser Theater ist nun mal ein Hoftheater, und ohne hohe Protection geht es nicht. Jedenfalls kommt man damit dreimal fo schnell zum Ziel. Ich vergaß allerdings. daß Sie noch nicht die nöthige Routine besitzen. Man muß die hohen Herrschaften nur zu nehmen wissen wenn Sie klug gewefen wären, hätten Sie heut viel erreichen können, ohne na, ohne dem jungen Herrn allen Willen zu thun. Er ist wohl en bischen hitzig, aber nobel, sehr nobel!" Elfe hatte darauf kein Wort der Erwiderung mehr. Sie war so verstört und innerlich wie zerbrochen, daß ihr nichts wie ein klägliches Gefühl von Jammer und Elend blieb. (Fortsetzung folgt.) ,,. Grob. Geck: Jnädige. ich versichere Sie. wohin ich komme, jlotzt man mich an. als wäre ich ein Ochse mit zwei Köpfen!" Dame: Sie müssen eben immer nur von dem. was man sagt, die Hälfte glauben!" Das Baby. Leutnant (bei einer bekannten Familie): Sieh eine? an. heute will das Mädel zu mir. und gestern wollte e5 sich von mir absolut nicht auf den Arm nehmen lassen." Kindermädchen: Ja. gestern waren Herr Leutnant eben in Civil!" Aus der Schule. Du. Fritz, wer hat denn Dir die Aufgabe gemocht." Papa." Da hast ein Ungenügend" und sag' Deinem Papa, er soll sich nächstens bei den Aufgaben von Dir nicht helfen lassen." Jnftruktionsstunde. Lieutenant: Lehmann. was thut der Soldat, wenn er am nächsten Tage einen langen Marsch vor sich hat, am Tag vorher?" Lehmann: Er thut sich nickt besauten."

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