Indiana Tribüne, Volume 24, Number 249, Indianapolis, Marion County, 26 May 1901 — Page 9
ndiana Tribüne. 1 2 Seiten. 1 2 Seiten. Seiten 912. Seiten 912. irr-' Indianapolis, 3ttbv Honnka den &6. Mai 1901
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Ein lusii icr 2rtir,ifanle.
B u m o t t . 1 1 0 s Ütar J t f t. Hans selber war noch vor wenigen Jahren eiu Geigenoutucfc gewesen, und zwar ta einem Orchester, das den Lauern z ihrer. Tänzen aufzuspielen pflegie. Ew Zufall hatte ihn von oen Mühselizki:?n dieses Wanderlebens befr i:. : . hatt Die Erfahrung gemacht, das ein Äettelvirtuose sich viel ? längender stehe, als ein Geigenvirtuose eines S.aliber. 2o juckte er denn jBUKniüdl die größeren Stabil auf, stellte stch daselbst den eigenipklern vor, deren Hainen er sich Daselbst von wem oressenoüreau verschafft hatte, Und führte sich bei irm.cn als ärmeren Kollegen" e.n, dem während er gerade auf einer 5iunstreise befindlich war, das öieisegeld ausgegangen U'i. Als einLegitimation bat:e er bei düien besuchen seinen Violinkasten unter d?m lrm. und wenn er einmal aufgefordert wurde, ftä) auf seinem Instrument höten zu lassen, dann wußte er dies mit so außerordentlicher Bescheidenheit abßulehnen. daß niemand mehr auf seiNem Verlangen bestand. Sein Geschäft warf ihm so viel ab. baß er. seinem Hane pm Wob.se.'N folgend, öfters in einem besseren Hotel logieren tonnte. So finden wir ihn eines Ta.Z in dem Hotel zum Kronprinzen" in der Residenzstadt D. Er wollte gerade aus den Kollegnbettel gehen, die Thüre seiNes Zimmers stand offen, und er war im Begriff, die Geige aus dem taste tu nehmen, denn er hatte sich überlegt, daß er das Instrument zu Hause lassen könne, der leere Kasten war ja als L:g'timation hinreichend. Da stürzte plötzlich eine elegante Dame in sein Zimmer, der ein Herr folgte, welcher auf der Schwelle ehen blieb. Meister!" rief die Dame in h'öchsler Ekstase, j gestatten -ie mir, Sie zu begrüßen!" ITie Dame war die kunstliebende Baronesse Wolter, der ihr folgende Herr ihr Gatte. Tas Ehepaar war an dem Hotel vorübergegangen, als plötzlich die Klänge emes meisterhaften Geigensoiels an dac Ohr der Baronesse schhifien. Das iit niemand anders als B., der becühm:e Geigenkünstler!" rief sie voU ler Entzücken. Aha! erwiderte ihr Gatte, derselbe, von dem es in den Zekungen heißt, daß er irrn ganzes Vermögen in einer unglücklickcn Spekulation verloren habe und daß er nun gezwungen sei, sich sein Brod durch neue Kunstreisen zu erwerbcn." Derselbe ist es. Ich muß ihn sehen, ich muß ibn sprechen, ich muß :; zu meinem nächsten Diner einladen nicht wahr, wir gehen hinauf zu ihm?" Aber man könnte ja einen Diener hinschicken." Nein, nein, er ist so stolz, er nimmt nur die Einladungen feiner besten freunde an. und uns kennt er ja gar nicht o bitte, erfülle mir diesen Wunsch, ick, verspreche Dir auch, das ganze Jahr über keine neue Diamanten zu verlangen." Nun wohnte der berühmte B. 80er dings auck in diesem Hotel, und zwar in einem Zimmer, welches von dem des Betteloirtuosen durch zwei Räum et trennt war. Der Irrthum der Baronesse war also sehr erklärlich, als sie durch die offene Thür den jungen Mann, eine Violine in der Hand, bemerkte. Man kann sich denken, wie verblüfft Hans Solberg in Folge der begeisteren Begrüßung der schönen Frau war. Er sagte sich wohl, daß hier eine Verwc.hielung vorliegen müsse, aber seine Grundsätze gestatteten ihm nicht, dieselbe sogleick aufzuklären. Darin bestand ja seine Virtuosität, daß er jede Gelegenheit wahrnahm, einen Vortheil für sich herauszuschlagen. Ich danke Ihnen, gnädige Frau," untwortet': er nicht ohne Würde. Womit kann icf Ihnen dienen ?" Ich hab: eine große Bitte, aber ich waae es nicht, sie Ihnen vorzutragend ..Das schöne 'Gescblecht hat nur zu des.'hsen." erwiderte Solber mit einer sinsenden Miene. JBartai Sie morgen zu unserem D'ner erscheinen? Ich bin die Varoreffe Wolters. Meine Adresse -" Die werde ich schon erfahren." er-lrid'-rte de7 Eingeladene schnell. Das Wasser lief ihm im Munde zusammen, ttfc er gratulierte sich zu dem Zuftill. der ihm die schönsten Genüsse in Ausfiäfk stellte. Und Sie werden auch Ihre Geige mitbringen, nicht wahr?" fiel der Baron ein. 0 weh. das nimmt er übel." flüsierte ihm seine Gemahlin zu. Aber der Künstler schien heute in quter Laune zu sein. Ich werde nicht verfehlen, Herr Baron. ich gehe ja niemals ohne meine Geige aus. die gehört ja " Zum Geschäft wollte er sagen, verbesserte sich aber rasch und vollendete: zurKunst." Ein sonderbarer Virtuose," bemer?te der Baron, als er sich mit seiner Gattin wieder auf der Straße befand, et machte mir geradezu einen schäbigen Eindruck ..." Die berühmten Künstler sorgen! nicht um bit kleinen Anforderungen, .Leben an den Menschen chäbigen Rock htt iti
Vergiß nicht, mein Lieber, daß er sein gazz Bttmög wrlonn hal. V.'rgi?; nlt. mein Lieber, daß tX sein ijanz:s Vermögen verloren hat. ' . nächsten Tage fand sich H Seiler frühzeitig genug zu dem Diner tn. iliit großer trge erfüllte-' - die Varosesse, ab ie t)e.nertle, oa. dr .Biruwße" denselben schäbigen 3Ud ttUOk den sie s.l)on gestern an ihm oekuerkt hatte. Sie entschloß sich. jcd.'N Gast oei bei 'ZcgrÜLang Utes die natren Umstünde de- Künstlers aufzutiären. Das Diner begann. Hans Soier fiel mi; i.nci kvahre Wuth üb:r die Speisen und Äe:rän!e her, so daß bic Baronin ab und zu für ihn errötheie. Nach aufgehobener Tcrfel zerstrenten sich die Gäste in verschiedene Zimiiier. und Hans Solber. planlos umhergehend, befand sich plötzlich in einem Raume, in welchem die Schüsseln ir.it den Resten derMahlzeitstanden. Ein Gedanke wurde im Augenblick zur That. Er nahm eine Serviet:?, schlug ein großes Stück Braten in dieselbe ein und steckte sich das Päckchen in die Tasche. Das Eßzimmer führte auf eine Veranda hinaus, von der herauschreitend man in den Garten gelangte. In diesem befanden sich außer den Gästen auch der Wirth und die Wirthin. Ter erstere gab seiner Empörung über das Betragen des Künstlers" Ausdruck. Und diese Taktlosigkeit." fügte er zuletzt hinzu, in einem so abgetragenen Rocke zu kommen. Ich hätte ihm ja cerne einen von meinen noch guten Röcken gegeben " Die würden ihm nickt passen", fiel die Baronin ein, und dann würde er sich auch entschieden beleidigt fühlen." Aber man muß ihm doch auf irgend eine Weise zu verstehen gebe, daß , halt, ich Hab's, frage mich nicht. Du wirft mit mir zufrieden sein." Der Baron ging in sein Zimmer, schrieb auf eine Visitenkarte: Zu einem neuen Rocke," legte diese nebst eurem Hundertmarkschein in ein Kuvert und beauftragte seinen Diener, dasselbe in die Rocktasche des Virtuosen zu prattiziren, ohne daß dieser es merke. Dann kehrte der Baron zu seiner Gattin zuräck. um ihr triumphirend Bericht zu erstatten. Aber da kam er schön an. Eine richtige Gardinenpredigt war fein Lohn. ..Sein Zartgefühl wird auf das Empfindlichste verletzt sein," rief sie aus. Er wird uns ewig grollen. Er gibt uns sicherlich das Geld voller Entrüstung zurück, und man wird uns deshalb überall verspotten." Nun. ich habe genug davon," erwiderte der Baron verdrießlich, ich will jetzt meine Hand ganz aus dem Spiele lassen. Thu', was Du für richtig hältst." Die Baronin hatte bald ihren Gast gefunden, der unter einem Kirschbaum stand und sich die Früchte desselben out schmecken ließ. Er ließ sich durch das Herannahen der schönen Frau durchaus nicht in seinem Genusse störren, und schon diese Nochalanze brachte die Dame in Verwirrung. Sie hatte eigentlich ein'' schöne Rede halten wolten, in der sie das Versehen ihres Gatten einqestand und mit heißen Bitten die Verzeihuna des Künstlers erfleben wollte, jedoch sie konnte nur die Worte hervorstammeln: Verzeihen Sie. Herr B., Sie haben etwas in ihrer Tasche, was ich i? bitte. mir zurückzugeben " Jetzt war es mit der Wurstigkeit des Virtuosen zu Ende. Donnerwetter", dachte er bei sich, ..sie ba: also bemerkt, daß ich mir das lumpige Stück Braten einsteckte, und nun will sie es zurück haben." Er wurde ganz roth und stotterte einige unverständliche Worte, die sie als beginnende Entrüstung über das Geldcesckenk deutete. Es war ein sebr großes Unrecht." fuhr sie immer verlegener fort, wenn ich gewußt hätte, daß " Sie scheinen hier sehr berechnend zu sein", sagte Hans Solbex. ärgerlich, aber wenn Sie glauben, daß ich mir so viel daraus mache, dann irren Sie sich". C Himmel, er ist. schon tief gekränkt", seufzte die Baronin. Ich versichere Ibnen. mein Mann hat es herzlieh gut gemeint, aber das Wesen eines Künstlers ist ihm fremd. Auch er bittet Sie, das zurückzugeben, was Sie in ihrer Tasche haben " Nun. meinetwegen denn", rief Sol ber wüthend, zog die Serviere aus der Tasche hervor, wickelte sie auf und rief: Hier, hier haben Sie Ihren Braten Sie können ihn sich sauer kochen." Die Baronin wich entsetzt zurück. Die einzige Erklärung für diesen Borfall schien ibr in einem plötzlich aibreckenden Wahnsinn des Künstlers zu liegen. Mit einem Aufschrei eilte sie davon ?lber auch dem Virtuosen kam die Sache nicht geneuer vor. Er eilte schleuuigst nach der Garderobe, suchte sich da den schönsten Hut und den besten Ueberzieher heraus, gelangte nach dem Hotel vergaß da in der Eile seine Rechnung zu bezahlen, entfloh nach dem Bahnhofe und fuhr mit dem nächsten Zuge da von. Und erst seine Freude, als er das Eouvert mit dem .Hundertmarkschein in seiner Tasche fand! Er fühlte seineTugcnd hoch belobt, kaufte sich aber' kei ncn neuen Rock, denn in seinem Ges schäfte" konnte er nur einen alten gtf brauchen.
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Mrs. Miilinnr M5?vinion.
I'X'1 T-s. JStf , ff Ä - ifSS
Die verzauberte Glccke. Von Schon Schorch Zintfade. Groce-rie-und Salubnkieper. Mister Editor! Was di Beus vom Hönting Klöb sein, so seie sie schuhr alle große Hönters, at liest mit dem Maul. Es thut uff die ganze Welt gar kei Gähm net gewe, von e Kolibrie zu e Elephanten, wo s net at liest schon e Dosend von gekillt hätte änd Jnstänßes. daß einer von die Beus zwei oder drei Bäre mit eine Bullet gekillt hat, erzähle se ahlmost all Jvening. Well, es is jetzt für sie isie zu blohe, bikohs daß die Hönting Sieson over is änd keiner sie net äske kann, den Pruhf für ihre feine Hönterei zu förnische. böt ich hen ahlwehs m-i Sößpischön. daß
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Gonv. Gage von Hcltifornicn.
der HöntingKlöb mehr von e ßoschial Soßeietie for der Priventschen of Prohibischon als wie e Klöb von riell Hönters sein thut änd iven d:r Röschschiän Hönter. wo e große Nimrod vor dem
Herrn zu sein klähmt. hat noch kei Schtück Gähm mit Harn gebracht, wovon er riellie pruhwe konnt, daß er es selbst gekillt hätt. Die Rieson. daß der Röschschiän Hönter auch immer Schtories erzähle thut, wie er sei Gähm mitaus einige Reifel änd Schottgönn kille thut, hat sei gute Faundäschön, bikohs daß er net schtreht gucke kann. Ich hen schon manche Felloh gesehe, wo schkwinte thut, böt der Röschschiän Hönter thut einiges biete. Ich hen mei Lebtag kei Mensch net gesehe, wo so pidschentoed mit sei Auge is, wie der Schtanislaus änd ich bin schuhr, baß einiges DeimMjusium ihm e feines Sälleri: änd e Tfchämpion Meddel als Boß-Sch!win-ter von die Welt offerc würde. Wo ich en am annern Jvening sagte, daß ich net önderschtände könnt, wie se e Felloh mit solche Auge in die Röschschiän Armie hätte juhse könne, is er fuchtig geworde änd hat rimarkt: Zintfade. da seie wohl viele Sache, die Du mit Dei beschränkte Verschtand net komprehende kannscht. böt es is doch e Fäkt, daß b.'im ganze Redschiment Preobradschentsky kei einziger Mann net war, wo mich imSchieße biete konnt. At först, wo ich zum Redschiment kam. hen ich wohl e littel
Trubbel gehett, bikohs daß ich net schtreht ehead kuck' konnt, änd die Leit im Scheibestand hin gedroht zu streike, wenn ich noch länger permitted würd, Löcher in die Nätschur zu feiere, böt ich hen ßuhn e Remedie gefunne, wo mich ät wonz zum beschte Schütze vom ganze Reoschiment gemacht hat. Mit ein Visir konnt ich net ähme, bikohs daß ich immer um die Ecke feiere that, so hen ich an mei Gönn zwei Visirs, eins an jede Seit von dem Bärrel, mache lasse, änd über e jedes mit einem Auge gekuckt, änd wenn ich dann den richtigen Fokus hatte, so is alles nur so herunnergehagelt. Um Euch zu pruhwe, was für e Deadschott ich seie that, will ich Euch e Schtorie erzähle, wo strändsch ßaunde mag, böt wo litterallie tru is. Es war im zweite Jahr, daß ich beim Redschimen! Preobradschentsky diente, als unser Bataillon nach Moskau transferred wurde. Wir hatte e feine neue Barräcks net weit vomKreml änd wir wäre da auch fein zufriede gewese. wenn se im Kreml net solch e allmächtig große Bell hänge gehett änd ebaut e Dosend Mal an e jede Tag gerunge hätte. Schon um 5 Uhr Morgens, wenn das ganze Bataillon noch schlafe that, hen se mit die verflixte Bell zu ringe geschtartet daß wir dachte, en Earthkwähk thät unsere Bärräcks schtreike, änd denn hen se ebaut alle Schtund das alte Monschter gerunge. bis se aus dem ganze Bataillon den Dickens Herausgerunge hatte. Unser Mädschör. wo ennihau nervous war änd gar kei Räcket net schtände konnt, hat dann zu dem Pope geßendt, ob er das verflixte Bellringe net schtoppe wollt, bikohs sei Leit könnten's nimmer schtände, böt der Pope is suchtig geworde änd hat gesagt, er wollt den Mädschör beim heiligen Synod anzeige dann könnt er in Siberia Slehbells ringe höre. Well Beus, da war nix zu mache, denn mit dieTschördsch is in Röschschiä net zu fühle änd das Ringe is weiter gegange. Well, eines Tages bin ich in unserm Mädschör sei Office änd er will mir e Order gewwe. Da geht das Ringe wieder los. daß mei kei Wort net höre konnt änd der Mädschör thut uffschpringe änd hallert. er thät 500 Rubel zu einigem Mann gewe, wo e Schtopp zu dem Pope sei Bellerei mache wollt. Is das e Wort. Mädschör?" äsk ich. Schuhr", änßert er, Schtanislaus, schtopp dem Pope sei Nuhßänß änd ich geb Dir 500 Rubel". Ahl reiht" änßere ich änd damit hol ich mei Gönn, thu e gutAehm nehme änd schieß uff e Distanß von ebaut 300 Yards dem Sexton sei Bellrohp glatt ab. Den Schuß konnt bei dem Räcket keiner in der Kirche net höre, änd wir hen im Windoh gelege änd uff Dewellopments gewehtet. Well, of Kohrs. das Ringe hat geschtoppt, änd nach ebaut 5 Minnits kommt der Sexton uff den Tauer, thut den Schaden besehe, dann komme zwei annrc Kerls heruff, schpleihe die Bellrohp zusamme änd mei Sexton thut wieder herunnerkleime änd will in alle Gemüthsruhe wieder sei Bell zu ringe schtarte. Well Beus, er hat grad drei Pulls an sei Rohp gegewe, da feuere ich den zweiten Schuß änd wieder liegt sei Rohp unne. Der Sexton thut mit sei Leit wieder heruffkomme. se schpleiße die Rohp wieder zusamme, trete die Rohp änd schüttele ihre Köpp, böt ßkährslie hat die alte Bell wieder den erschte Schlag gegewe. so schieß ich dem Kerl zum dritte Mal sei Rohp durch. Unser Mädschör wollt sich vor Lache kugele änd sagt: Schtanislaus. Du bischt doch e Teufelskerl; well wir wolle mal sehe wer es länger schtände kann, die Kerls mit ihrem Zusammeschpleiße oder wir mit dem Schieße. Well, for den Tag hen wir Rest gehatt änd se hen net getreid, die Rohp neu zu schpleiße, böt örlie am nexte Morge sein se mit e bränd neue Rohp heraufgeklomme änd hen se an dieBell gebunne. Böt gut hat es ihne net gethan. Kaum hen se angefange zu pulle, so hen ich mit mei deadlie Aehm auch die Rohp schon wieder durchgeschösse änd das Schpleiße hat wieder geschtartet. Der Pope änd allerhand Leit sein uff den Tauer geklettert änd ben das Mirräkel bekucke wolle änd in drei Tage hen se 3 neie Rohps angebunne, 21 Mal geschvleißt änd 30 Mal hen ich geschosse änd net e ßingel Teim hen ich gemißt. As ßuhn als der Sex ton zu ringe schtartete, hen ich gefeiert änd alle Mal is em die Robp uff sei Kopp gefalle. Well, der Sexton is so geskährd gemorde, daß er die Rohp net mehr iöt-
sche wollt änd feinellie hen se die Sach an den Heilige Synod reportet. Die hen geänßert, daß mitaus Daut der! Deuwel in die Bell gefahre sei änd se sollte se herunnernehme änd einschmel-! ze, bikohs mit e Bell, wo der Deuwel drin schtecke thät, könnt auch der Hetlige Synod nix mache. Drei Tage sckpäter hen se die Deuwels - Bell denn vom Tauer herunnergelasse änd wir hen Rest gehett. Der Mädschör wollt vor Lache verPlatze, hat mir mei 500 Rebel gegewe änd gesagt: Schtanis-, laus. Du bischt der beschte Deadschott in die ganze röschschiän Armie. Aend wenn wir kei Risk net rönne thäte, daß wir beide nach Sibiriä käme, so thät ich dem Empexör riporte, wie fein Du mit Dei Reifel hrtte kannscht änd Dich for die Posischön als Oberjägermeischter rikommende. Böt es is ßähfer, wir
Gouverneur Zöllen.
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Ein vorzügliches Bild von Gouverneur Allen von Puerto Rico, welcher den Eingeborenen-ein Dorn im Auge ist. aber trotzdem von der Regierung wahrscheinlich zurückgeschickt werden wird.
thun beid- das Maul halte, denn in Sibiriä soll es ßomteims meihtie disägriebel sein." Well. Beus, vor dem Belle hen wir Rescht gehett änd daß einer e Deadschoit sein kann, auch wenn er schkwinte thut, konnt Ihr aus mei Schtorie sehe. Damit is der Röschschiän Hönter losgegange. bikohs er hat rimarkt. daß welche von die Beus mit ihre Köpp zu schähke aescbtarded bawwe. m Ihr SchanSchorschZintfo.de. Unehrliche Condukteure. Die Angestellten der WashingtonTracjion Co." in Washington. D. E., haben seit Monaten, wenn nicht seit Jahren, systeanatische Betrügereien verübt, wie die soeben beendete vorläufige Untersuchung ergeben hat. Nach Angabe derBeamten der Gesellschaft ist dieselbe um mindestens $50,000 beschwindelt worden. Bereits sind acht der Angestcllten, sechs Condukteure und zwei Heizer. unter Arrest, und weitere Verbattungen sollen bevorstehen. Die Genrv genen sind der Verschwörung" angeklagt. Sie sollen abgestempelte Fahrkarten, die in einem Ofen verbrannt werden sollten, einfach als giltige Tickets benutzt und auf diese Weise der Gesellschaft großen Schaden verursacht haben. Auch in anderer Beziehung soll unter den Angestellten eine geheime Vereinbarung zum Nachtheile der Gesellschaft bestanden haben. Als Hauptschuldiger wird der Heizer George W. Cadarr genannt. Bei seiner Verhaftung fanden die Detektivs einen Korb bei ihm. in welchem sich nahezu tausend der abgestempelten Tickets befanden, die schon im Ofen hätten verbrannt sein sollen. Später entdeckten die Detektivs noch in einem Koffer seiner Wohnung viertausend solcher Tickets. Als Cadarr sich verhaftet sah, legte er ein offenes Geständniß ab und nannte auch die Namen seiner Mitschuldigen. Er wurde unter $2000 Bürgschaft zum Verhör festgehalten. : : Frl. Vivian
SSL $?jB liBwi I jbHt. , I W I l '
Frl. Vivian Sartoris, die Enkelin von Genera, Grant. wird sich in Bälde mit Archibald Balfour. Mitglied einer prominenten englischenFa-, milie. vermählen. Frl. Sartoris weilt gegenwärtig in London um ihre Aussteuer machen zu lassen. Die Hochzeit wird vielleicht in Washington stattfinden.
Ausstellung einer Cu , r i o s i t ä t. Unter den Scbaugegenständen im Bundesgebäude auf der Ausstellung zu Buffalo findet man ' auch die alte, verwitterte Postkutsche ' vom ctiengebirg. Sie war auch in t5bicago und in Paris ausgestellt und könnte, falls ihr die Sprache vergönnt wäre. Viel s von Abenteuern mit Rothhäuten erzählen. Sie hatte der Reihe nach viele berühmte Persönlichkeiten, unter Anderen auch General Sherman und den Präsidenten Garfield zu Passagieren und ne vermittelte die Bundespost zwischen Fort Ellis und Helena. Montana. Einmal gerieth : das alte Raritätenstück in die Hände ( feindseliger Indianer, aber es gelang bald darauf den Truppen des General O. O. Howard, sie den Rothhäuten zu entreißen, so daß sie wieder in Dienst
gestellt werden konnte. Die Hemdenbluse errang vor einigen Tagen den ersten Sieg der Saison in der University of Pennsylvania" zu Philadelphia. Zweihundert reshmen marschirten. in die laute?' sten" Hemdcnblousen gekleidet, die sie zu finden vermochten, in einen derHörsäie. Alle trugen die Röcke auf dem Arm. Professor Allen, vor dem die Blusen - Brigade paradirte. schnappte nach Luft, als er sie sah. reckte sich auf und hielt dann seinen Vortrag über: Die öffentlichen Gesetze und die Rechtc des Individuums". Mit diesem Präcedenzfall wird die Hemdenbluse ohne Zweifel allgemein in der Universität eingeführt werden. Der n e u e st e Bericht des Cen!sus - Bureaus beschäftigt sich 'mit dem Bevölkerungs - Centrum der Vereinig i ten Staaten, das nunmehr im südli- ! chen Jndiana liegt, etwa 6 Meilen südöstlich von Columbus. In den letzten U) Jahren ist es nur etwa 14 Me:len westlich und 2 Meilen südlich gerückt. 1880 lag das Bevölkerungs - Centrum in unmittelbarer Nähe von Cincinnati. Sartons. : 4 X X ? i X : 7 i z B
