Indiana Tribüne, Volume 24, Number 249, Indianapolis, Marion County, 26 May 1901 — Page 7

!" s Attdtana Tribüne, Sonntag, 2. Mai 1901.

Die Violine.

Von Eugene ftourrier. Weppo Mero war als junger Mann nicht nur ein bedeutender Violintünstler, nein, seine Kompositionen waren dem Publikum wohlbekannt. Italiener von Geburt, war er als Knabe mit eine? Truppe Pifferari" nach Pa.'is glommen und hatte sein Theil dazu beigetragen, in Höfen unb Cafes die eigenthümlich melodischen und schwermüthigen Weisen ertönen zu lassen. Einem Musikenthusiasten fiel der Knabe mit den klugen Augen und dem offenen Wesen auf, und er ließ ihm Unterricht geben. Beppo lohnte dem Wohl'.'äter durch eifrigen Fleiß, er kam nach der nothwendigen Vorbildung aufs Konservatorium und verließ dieses mit dem ersten Preis. Er komponirte und seine Schöpfungen von frappirender Originalität fanden sofort Beifall. Mit zweiundzwanzig Jahren heirathete er die älteste Tochter eines berühmten Operettenkomponisten, und Juanita, Künstlerin durch und durch, war mit ihrer Schönheit und ihrem großen Talent wohl dazu angethan, Liebe zu entfachen. Beppo vergötterte denn auch seine junge Frau, und diese hing zärtlich an dem Gatten. Beide lernten zusammen die Leiden und Freuden des Künstlerthums kennen. Zuerst ging es in der jungen Häuslichkeit gar knapp zu, aber mit Beppo's Talent wuchs auch der materielle Wohlstand, und je sorgenfreier sich die Zukunft für diese gottbegnadeten Menschen gestaltete, desto inniger schien Juanita ihren Mann zu lieben, und dieser widmete seiner jungen Frau jede Minute, die er nicht für seine Kunst brauchte. Wie so viele Künstler, hatte auch Beppo eine besondereVorliebe für Raritäten künstlerischer Art, und speziell fahndete er auf alte Instrumente. Eines Tages, als er aus einer Probe kam, trat er in einen kleinen Trödlerladen, an dem ihn der Zufall vorbeiführte. Haben Sie Streichinstrumente?" fragte er den alten Mann, der in seinem Lager herumhantirte. Auf das Nein" des Ladenbesitzers war Beppo schon im Begriff fortzugehen, als der Mann ihn zurückrief und meinte: Wenn ich mich nicht irre, muß ich doch eine alte Violine haben; wenn der Herr ein wenig warten wollen. will ich nachsehen." Zwischen auseinander genommenen Bettgestellen und verstaubten Büchern holte der Alte schließlich einen halb zerbrochenen, mit einer dicken Staubkruste überzogenen Violinkasten hervor; in diesem lag eine Violine, die vor Schmutz kaum anzufassen war. Als Beppo die Form des Jnstrumentes sah. fuhr er zusammen; sie erinnerte an die Violinen des berühmten italienischen Meisters. dessenWerke am Ende des vorigen Jahrhunderts von jedem Liebhaber mit Gold aufgewogen wurden. Beppo. der seineErregung kaum bezwingen konnte, sah das Instrument an; er nahm den Bogen, dessen Saiten von der Zeit geschwärzt, in Jahr und Tag kein Eolophonium berührt hatte, und versuchte einige Striche auf der Violine zu machen. Trotz der dicken Schutzkruste war der Ton eigenthümlich voll, weich und rein. Aber Beppo glaubte dennoch in einem Irrthum befangen zu sein wie sollte ein kostbares Instrument von Meisterhand in ein so elendesTrödlergeschäft kommen. Um sich davon zu überzeugen, beschloß Beppo. die Violine zu kaufen und fragte: Wie viel wollen Sie für das Instrument haben?" Oh, mein Herr, es ist eine gute Violine, und unter 20 Francs kann ich sie Ihnen nicht geben, und das auch nur, weil der Kasten zerbrochen ist, sonst Beppo warf ein Goldstück auf den Tisch, nahm die Violine und ließ dem Alten den Kasten. Heimgekehrt, ließ er sofort einen Geigenbauer mit seinem Handwerkzeug kommen, und in seiner Gegenwart mußte dieser die Violine auseinander nehmen und dann .... ein Zittern überfiel Beppo auf der Innenseite des oberen Theiles stand es in das Holz eingetragen: FiM-it CreflMMMe, anno 1689". Als dann das Instrument wieder zusammengesetzt und bi Schmutzschicht entfernt war, erkannteBeppo auck den berühmten Lack, den kein anderer Künstler von Eremona je wieder hat nachahmen können. Wie ein eifersüchtigerLiebhaber versteckte Beppo seinen Fund und machte sogar seiner Frau ein Geheimniß daraus. Von dem Tage an lebte er nur noch für seine Violine, er schloß sich zum Arbeiten ein und verbrachte Tage und ganze Nächte, um auf seiner aZubervioline zu spielen. Mit dem einst so heiteren Künstler ging eine merkwürdige Veränderung vor; er wurde scheu, vermied seine Freunde, ja entzog sich sogar seiner jungen Frau. Juanita konnte sich diese plötzliche Wandlung nicht erklären; zuerst machte sie ihm sanfte Vorstellungen, dann beschwor sie ihn mit Thränen, ihr seine Liebe nicht zu entziehen; alles war veroeblich! Da erwachte Juanitas Eifersucht; ste spürte seinem Thun und Lassen nach; doch nichts bestätigte ihren Verdacht. Beppo schien nur mit seiner Violine beschäftigt. Nie hatte Beppo so hinreißend gespielt; Publikum und Presse waren in den höchsten Lobeserhebungen einig, und wochenlang vor Beppos Auftreten war zu seinen Concerten der letzte dlatz vergeben. Beppo blieb auch der dem nchglltig. : Violine lbft daö

Tosen der Menge nicht noch einmal vor die Rampe, und diese Eigenthümlichkeit Beppos steigerte noch seine Berühmtheit. Juanita litt schwerer und schwerer, denn Beppo hatte sich ihr fast vollstembig entzogen. E-in amerikanischer Impresario schlug Beppo unter den denkbar günstigsten Bedingungen eine Tournee im Auslande vor. Beppo nahm an und stellte nur die eine Bedingung, daß nie und unter keinen Umständen eine fremde Hand seine Violine berühren dürfte. Juanita wollte den Gatten begleiten, und Beppo erhob keinen Einspruch dagegen. Die ganze Tournee war ein einziger Triumphzug, aber der Fremde ließen, wie in Paris, auationen den Künstler kalt. Ein bescheidener Künstler," rief der Impresario, das ist mir noch nicht vorgekommen!" Aber demGeschäftsmann konnte das nur recht sein; noch nie hatte er eine so glückliche Hand mit einer Künstlerreise gehabt. Juanita folgte dem Manne traurig und resignirt. Vergebens versuchte sie, ihm wieder näher zu treten; doch während der zwei Jahre, die sie so zusammen durch die Welt zogen, wurde ihr keine Liebkosung, kein zärtliches Wort zutheil. Beppo lebte nur für sein Instrument. In Paris änderte sich das Leben der Beiden nicht, nur daß Juanita's Aufmerksamkeit, ihr zärtliches Bemühen Beppo reizten und ihn gegen seine Frau einnahmen. Du langweilst mich mit Deiner Liebe," sagte er. Hätte ich Dich doch nie kennen gelernt. Wir Künstler müßten uns überhaupt nicht binden." Vor der Welt suchte Juanita das Benehmen des Gatten zu verbergen. Verwandte und Freunde konnten das Glück der iunaen Vivan nickt aenug preisen! Eines Tages, als Beppo sich wieder in seinem Studierzimmer eingeschlossen hatte, trieb Juanita die Neugierde, durch das Schlüsselloch zu spähen. Wer beschreibt ihr Erstaunen, als sie den Gatten vor einem Stuhl knieen sieht, auf dem die Violine liegt, und als sie bemerkt, daß er das Instrument mit leidenschaftlichen Küssen bedeckt. Da fiel Juanita ein, daß, seit Beppo diese Violine in Händen, er gegen sie kalt und unfreundlich geworden, und ein ohnmächtiger Zorn, mit Eifersucht gemischt, erfüllte sie gegen das Jnstrument. Jetzt weiß ich endlich, wen Du liebst," sagte Juanita ihm schließlich, Deine Violine ist es! Ihretwegen bist Du schlecht zu mir, , ihretwegen stehe ich Qualen aus; es ist Wahnsinn von Dir!" ..Ja," antwortete Beppo, ..ich liebe meine Violine, ich liebe nur sie. und Dich hasse ich, denn Du vergällst mir das Leben!" Einer Violine wegen muß ich das hören!" rief Juanita, wenn es noch ein Weib wäre, so könnte ich mich rä-

chen, ihre Schönheit zerst'ören! Aber eine Violine .... oh! Ich werde sie zerbrechen!" Laß Dir nicht einfallen, sie anzurühren." rief Beppo drohend, ich würde Dich tobten!" Dann folgten Thränen, und Juanita bat ihn um Verzeihung; sie beschwor ihn, der Alte für sie zu werden. Diese Scenen wiederholten sich häuftger und häufiger, und eines Tages ergriff Juanita bei solchem Gespräch rasch, ehe Beppo sie daran hindern konnte, die Violine, und mit leidenschaftlicher Geberde schleuderte sie das Instrument zur Erde und setzte den Fuß darauf. E'n Guarnerius!" schrie Beppo auf und fiel bewußtlos auf den Teppich. Entsetzt rief Juanita den Diener zu Hilfe und suchte Beppo aus der Ohnmacht zu erwecken. Mit wirrem Blick, ohne ein Wort zu sprechen, kniete der Künstler dann auf der Erde, er hob die einzelnen Stücke der Violine auf und sprach mit ihnen, er küßte sie, lachte und herzte mit dem todten Holz: Beppo hatte dn Verstand verloren. Langsam war der Wahnsinn herangeschlichen, seit dem Tage, da er die alte, italienische Violine sein nannte; die Nervenüberreizung. das angestrengte Studiren hatten die entsetzliche Zerstörung seines Geistes im Verborgenen gefördert, und Niemand, weder sein Weib, noch die näheren Freunde, die jubelnde Menge hatten eine Ahnung davon gehabt. Beppo wurde in eine Irrenanstalt gebracht, und berühmte Aerzte mühten sich um ihn. Nach mehrmonatlichem Aufenthalt in der Anstalt wollte der leitende Arzt einen Rettungsversuch wagen. Er lud einige Freunde des Künstlers ein; auf ein gegebenes Zeichen sollt- Juanita aus einem Nebenzimmer kommen. Als der kranke Künstler eintrat, benahm sich jeder bey Gadenen bei der Begrüßung so. als hätten sie sich erst am Tae zuvor mit Beppo gesehen. Der unglückliche Künstler war zerstreut, bedrückt in seinem Wesen und entzog den Bekannten. Nun, verehrter Meister," sagte der Arzt plötzlich und klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter, nun müsfen Sie uns aber wirklich etwas' von Ihrem wunderbaren Talent zum besten geben, hier ist Ihre Violine." Bei diesen Worten fuhr Beppo zu sammen. Seit er in der Anstalt war hatte er kein Instrument gesehen. Der! Arzt reichte ihm mit freundlichem Ge-' sicht eine Violine, die äußerlich voll' kommen der einst besessenen glich. Ein Zittern überfiel Beppo. er riß dem Doktor das Jnftrumennt aus der Hand, sah es mißtrauisch von allen ! Seilen an, und dann griff er mit vi

rernden Fingern nach dem Bogen Aber nach dem ersten Ton schleuderte er die Violine fort. Das ist nicht meine." ricf er, das ist nicht meine Violine!" In diesem Augenblick kam Juanita aus dem Nebenzimmer auf ihn zugestürzt i'nd umschlang ihn mit dem Rufe: Beppo. Beppo! Ich bin es ja. Deine Juanita. die Dich lieb hat, kennst Du mich denn nicht?" Elendes Weib," schrie Beppo heiser auf. Und von plötzlicher Tobsucbt befallen, stürzte er sich auf die Unglückliche die er erwürgte, bevor es noch den Anwesenden gelungen war, den Rasenden zu fesseln.

Alles mit Wasser. Humoreske nack dem Ungarischen von von Armin ?ionai. Er hatte sich lange Jahre hindurch in der Hauptstadt als practischer Arzt durch's Leben geschlagen. Schlecht und recht, wie es gerade ging. Bald hatte er Patienten, bald war er beschäftigungslos. Nur wenn die Krankheiten epidemisch auftraten, hatte er gute Tage. Aber Epidemien werden jetzt immer seltener. Ta starb ihm eines Tages eine alte Tante. Doctor Klipp hatte bis dahin kaum etwas von ihrer Existenz gewußt. Und nun vermachte ihm die alte Dame testamentarisch ein kleines Grundstück. Vielleicht aus Dankbarsät dafür, daß er sie nie zu curiren versucht hatte. Das kleine Grundstück hatte sonst nichts Merkwürdiges an sich. Es lag in einer schönen Gebirgsaegend in der Nähe eines prächtigen Tannenwaldes, war sonst ziemlich vernachlässigt und producirte außer etwas mageremHafer sozusagen nichts. Fast genau in der Mitte des Feldes befand sich ein Brunnen mit einer sehr reichen, krystallklaren. eiskalten Quelle. Das Wasser schien sehr gut zu sein, denn des Abends kamen die Mägde des Dorfes und füllten ihre Krüge für den Gebrauch des nächsten Tages. Dr. ned. Klipp wußte lange nicht, was er mit dem Vermächtniß der Tante eigentlich anfangen sollte. Er dachte zuerst daran, das Grundstück zu verkaufen, doch die Angebote blieben weit hinter seinen Erwartungen zurück. Um endlich Ordnung in die Sache zu bringen, entschloß er sich, das Erbtheil persönlich in Augenschein zu nehmen, und eines Tages reiste er auch dahin. Als er sein Feld betrachtete, dann den schönen Gebirgszug ringsumher mit dem anstoßenden Nadelwalde, und schließlich an den Brunnen kam, an dessen krystallklarem Wasser er sich labte, da dämmerte es plötzlich wie eine höhere Eingebung in ihm auf. Heureka!" schrie er '.'.nd machte inen Luftsprung, der ihn an seine schlankste Studentenzeit erinnerte, die Idee ist prachtvoll: Ich errichte hier eine Kaltwasserheilanstalt!" Da Dr. rned. Klipp absolut nichts zu verlieren hatte, so konnte er keinen glücklicheren Entschluß fassen. Es ist überhaupt für Jeden, der kein Geld hat, sehr zu empfehlen, eine WasserHeilanstalt zu gründen. Das ist die einfachste und billigste Sache, die man sich denken kann, und bringt heutzutage sicheren Gewinn. Denn was braucht man denn zu einer Wasserheilanstalt? Doch nichts weiter als kaltes Wasser, ein Dutzend Badelaken, zwei Pferdedecken, recht grobe, eine Baracke, die mit ungehobelten Bänken möblirt ist. einen recht ungebildeten, ungeschlachten, wenn nur handfesten Bauernlümmel, den man Badediener oder auch Masseur betitelt, je nach Bedarf; dann allenfalls noch eine Tafel mit der Aufschrift KaltWasserheilanstalt", ein paar Annoncen und etwas Reclame in den Zeitungen, die ja als Gegenwerth für die Annoncen gratis verabfolgt wird. Sonst braucht man nichts, oder, um genauer zu sein, nicht viel mehr. Doctor Klipp aber that noch ein übriges: Er ließ eine ungewöhnlich große Firmentafel anfertigen und erweiterte die mit Oelfarbe angestrichene Bezeichnung seines neuen Etablissements, die jetzt also lautete: Kaltwasserheilanstalt und Sanatorium." Dieser mit so viel Siegeszuversicht der leidenden Menschheit entgegengehaltene Titel verfehlte seine Wirkung nicht. Das Sanatorium von Fichtenthal, wie Doctor Klipp seine Nervenreparaturstätte benannte, gehörte bald zu den besuchtesten Anstalten. Und schon nach ein paar -kurzen Jahren sah er seineBemühungen glänzend belohnt, denn Fichtenthal" florirte. In seinem Prospect, der durch die ganze Welt das Renomm6 seinerHeilmethode trug, hieß es: Nur kaltes Nasser! Stählen wir unsere Nerven! Kräftigen wir unsere Muskeln! Kraft und Heil bringt das kalte Wasser zu Fichtenthal!" Dann folgte eine Anpreisung der unbeschreiblichen landschaftlichen Genüsse, die die Anstalt aus erster Hand biete; eine Analyse der dort befindlichen Quelle, die Eisen, Arsen, Natron, Lythion.Schwefel, Kohlensäure, Phosphor, Oxygen, Kochsalz und noch eine ganze Reihe anderer heilkräftiger Elemente in bisher noch nie dagewesenen Mengen enthalte. Dazu noch die ozonreiche Luft, die unvergleichliche Verpflegung alles war da zu heilen: Nerven. Magen. Nieren. Herz- und Lungenkrankheiten, Blutsülle und Blutarmuth. Fettsucht und Abmagerung, Gelbsucht und Wassersucht, für alles hat Fichtenthal Rath und Hilfe. Das heilsuchende Publikum strömte nur so nach Fichtenthal in das Sana torium des Doctor Klipp. Dieser befleißigte sich aber auch einer äußerst wirksamen Heilmethode. Es ist nämlich stets zu beachten: Diejenigen Men- ! sehen, die eigentlich gar nicht krank sind und das Kvnrtwerden nur als

Abwechslung betrachten, die wollen sanft angefaßt und anständig behandelt sein. Diejenigen dagegen, die wirklich krank sind und das ernste Bestreben haben, irgend ein Leiden los zu werden, die wollen es an ihrem Körper fühlen, daß sie kurirt werden. Auch ist es diesen am liebsten, wenn der Arz! sie recht barsch und grob bebandelt. Nun, was das letztere anbelangt, so sollte Doctor Klipp seinen ganzen Mann. Er leistete in Grobheit seinen Patienten gegenüber das Menschenmögliche. Und es war auch sonst sein lprincip, den kranken nur solche Proccduren angedeihen zu lassen, die ihnen peinlich und unangenehm waren. Wegen seiner drastischenKurmethode war er bald im ganzenLande berühmt. Die Patienten mußten barfuß laufen, bis sie wunde Sohlen bekamen, stundenlang im Sonnenschein herummarschiren, wenn es gerade am heißesten war. Die Hungernden bekamen nichts zu essen, hatte man Durst, so durfte man nicht trinken. Die Müden durften nicht ruhen, die Kräftigen mußten auf der Chaiselongue liegen. Hatte einer besonderen Widerwillen gegen das kalte Wasser, so wurde er auf Eis gesetzt ,und hielt einer auch das ohne Wehklagen aus, so ließ Doctor Klipp seinen Masseur auf ihn los. einen riesigen Gesellen mit unglaublich großen Händen, der schon verschiedene Male wegen schwerer Körperverletzung im Zuchthaus gesessen hatte. Als Doctor Klipp nach einigen Iahren sah. wie schön sein Werk gedieh, ließ er sein bereits in's Graue spielendes Haar in wallenden Locken bis auf die Schultern wachsen, bewaffnete seine Augen mit einer Brille, trug sich nach Gelehrtenart glattrasirt und war immer schwarz gekleidet. Seine Patienten nannten ihn jetzt Professor, und er hatte nie etwas dagegen einzuwenden. Schließlich legte er sich einen Assistenten zu, da er begann, etwas be quemer zu werden. Das war der Doctor Klapp, ein junger Arzt im Voll besitze aller Kräfte, der nun den Chefarzt vertrat und unter dem Vorwand, Heilmassage zu treiben, sich an den Kranken im Boxen übte. Aber die Kranken hielten das alleS

aus, denn der Mensch ist ein überaus widerstandsfähiges Wesen. Und es läßt sich nicht leugnen, daß trotz der drastischen BeHandlungsweise viele Patienten in Fichtentbal ihre Gesundheit wiederfanden. So ging die Sache einige Jahre ruhig weiter. Eines Tages aber trat der junge Doctor Klapp in das Sprechzimmer des alten Doctor Klipp und sprach: Herr Professor, wie man mir erzählt hat, haben Sie eine sechzehnjährige Tochter, die irgendwo in der Schweiz für das höhere Leben erzogen werden soll. Nun, ich liebe Ihre Tochter ..." Sind Sie des Teufels, Doctor? Sie haben ja meine Tochter noch nie gesehen!" Das thut nichts. Ich liebe sie trotzdem und halte hiermit feierlichst um ihre Hand an." Was unterstehen Sie sich?" Ja, das unterstehe ich mich! Und wollen Sie auch wissen, mit welchem Rechte? So erkläre ich Ihnen, daß es mir absolut nicht einfällt, mich wie bisher allein für Ihre Interessen aufzuopfern. Ich wünsche als Ihr Schwiegersohn JhrTheilhaber zu werden. Das Unternehmen trägt genug, um zwei Familien gut zu ernöhren. Ich habe es satt, mich für einen Bettel hier herumzuplagen, während Sie ein fürstliches Vermögen in die Tasche stecken. Dank einem Brunnen mit leidlich kaltem Wasser und meiner massirenden und elektrisirenden Thätigkeit." Doctor Klipp fand diese gerade und offene Sprache seines Assistenten Doctor Klapp empörend und warf ihn kurzer Hand zur Thür und damit zum Sanatorium hinaus. Nun war es an Doctor Klapp, sich nächen. Schon ein paar Tage spater erschien in dem angesehensten medizinischen Fachblatte ein Artikel: Die Gefahren der Kaltwasserkur. Von Doctor Klapp, gewesenem Assistenten an der Kaltwasserheilanstalt zu Fichtenthal." Darin wurde mit fachmännischer Gründlichkeit dargethan, welch' große Gefahren die Behandlung mit kaltem Wasser nach sich zöge, speciell die KurMethode im Sanatorium zu Fichtenthal. Die drastische Behandlung mit den extremsten Kältegraden habe ein ganze Menge von gefährlichen Folgezustünden gezeitigt: Herz- und Magenkrankheiten, Gicht, Haarausfall, Appetitlosigkeit und sonst noch viele Gebrechen. Das alles infolge des kalten Wassers. Es wäre an der Zeit so schloß der Artikel das diese Erkenntniß überall Platz greife und die Menschheit einsehe, daß Heilung allein zu erhoffen sei von der Warmwasserbe Handlung. Aus dem achdlatte gelangten Theile dieser Abhandlung auch in die Tagespresse und damit in die breiten Schichten des Publikums. Doctor Klapp sorgte auch direct für die weiteste Verbreitung. Er sandte einen Auszug mit der Ueberschrift: Nur warmes Wasser!" an alle Patienten des Fichtenthaler Sanatoriums. Die Unzufriedenen unter diesen, das heißt. die eingebildeten Kranken, die von den Erfolgen der Kur nie befriedigt waren. begannen zu murren und zu seufzen: Freilich, er hat recht, das haben wir 'ja schon langst behauptet, die Kaltwasserkur sei nichts werth. Nur die warme Behandlung wird unö nützen." Kaum einen Kilometer von der An ftalt des Doctor Klipp stand eine alte, außer Betrieb gesetzte Bierbrauerei, de ren Dampfkessel noch nicht ganz un brauchbar geworden war. Siehe da,

eines TageS prangte an der Front der ehemaligen Bierbrauerei eine mächtige Tafel mit der noch frisch nach Oel färbe riechenden Aufschrist: Toctcr Klapp's Warmwasserheilanstalt und Sanatorium." In den Ankündigungen der Zeitungen war neben der Annonce des Doc tor Klipp mit dem Imperativ: Nur kalt!" stets das Inserat des Doctor Klapp mit dem Ausruf: Nur warm!" zu finden. Und die Patienten, die ihre Nerven so lange schon vergebens mit kalt" zu kuriren versucht hatten, liefen in, Schaaren von Doctor Klipp zu Doctor Klapp. Das neue Unternehmen kam rasch zu voller Blüthe. Die auf kaltem Wege gepeinigten und gemarterten Patienten des Doctor Klipp hörten mit Bewunderung und Neid, daß man nach der neuen warmen Methode noch viel mehr gepeinigt und gemartert werde. Im alten Sanatorium wurden die Kranken auf Eis gesetzt, im neuen wurden sie gekocht. Dort bekamen sie nur Fleisch zu essen, hier durften sie nur Gemüse und Mehlspeisen zu sich nehmen. Bei Doctor Klipp wurden die Patienten nur massirt, bei Doctor Klapp mußten sie überdies noch in der größten Hitze Holz sägen, Gartenarbeit verrichten und Kohlen für den Dampfkessel herbeischleppen. Sie mußten sich gewissermaßen eigenhändig einheizen das war eben Doctor Klapp's Warmwassermethode, und sie fand recht zahlreiche Anhänger. Mit der Zeit sah aber Doctor Klipp ein, daß die Concurrenz des warmen Wassers seinem kalten Wasser sehr gefährlich werden konnte. Da er ein Mann der practischen Entschlüsse war, so überschritt er eines Tages den Zwischenaum, der die beiden Etablissements von einander trennte, und trat vor seinen warmen Rivalen hin. Lieber College," redete er ihn an, .wie Sie sehen, bin ich gekommen, um Ihnen die Hand zum Frieden zu dieten. Ich bin zu der Ueberzeugung ge-

langt, daß Sie mich vollkommen be ! siegt haben. Sie haben recht, nur Ihre Heilmethode ist die richtige: Nur warmes Wasser! Noch heute bestelle ich die nöthigen Dampfkessel und werde ganz nach ihrer Methode meine Anstalt auf warm Wasser" einrichten." Nun war aber Doctor Klapp ganz betroffen. Er verlor jedoch die Fassung nicht. So? Dann, verehrter Herr College, kaufen Sie mir gleich meinen Kessel ab. Denn wenn Sie warm" werden, so springe ich sofort in's Kalte hinüber. Für zwei warme Heilanstalten hat Fichtenthal keinen Raum." Darin können Sie recht haben, lieber College. Uebrigens weiß ich auch eine bessere Lösung." Und die wäre?" Sie haben vielleicht Kenntniß davon, daß ich eine Tochter von nicht ganz übler Erscheinung habe, die jetzt zwanzig Jahre alt ist und sich noch immer in einem Schweizer Pensionat befindet. Sie kennt Sie wohl nicht, aber ich habe sichere Nachricht darüber, daß Sie ihr nicht ganz gleichgitig sind. Wohlan denn, Herr Doctor, wenn ber Ihnen nicht das Gegentheil der Fall ist, so wäre ich froh, Sie als meinen Eidam begrüßen zu dürfen, und da könnten wir ja die beiden Anstalten vereinigen." Die beiden Doctoren schüttelten sich eine Viertelstunde lang die Hände und besprachen dann die weiteren hygienischen Maßnahmen des glücklich vereinigten Unternehmens. Schließlich kamen sie dahin überein, daß es genug war sowohl des kalten als des warmen Wassers. Denn im Grunde genommen waren beide Heilmethoden schon sehr erschöpft und die Zukunft gehörte der dritten, noch nicht ausgebeuteten Heilweise: Mit lauwarmem Wasser! Die entsprechenden Fachartikel, Zeitungsnachrichten und sonstigen Reclamen ließen nicht lange auf sich warten. Schon in der nächsten Saison traten Doctor Klipp und Doctor Klapp als vereinigte Apostel der Heilkunst auf unter der Devise: Nur laues Wasser." Die vereinigten Sanatorien für Lauwasserbehandlung zu Fichtenthal waren kaum im Stande, die herbeiströmenden Patienten aufzunehmen. Das kalte Wasser des ererbten Brunnens rann ununterbrochen in den Dampfkessel der ehemaligen Bierbrauerei zum Wohle der leidenden Menschheit. Die beiden Doctoren Klipp und Klapp, frei nunmehr vor. jeder schmälernden Concurrenz. wurden in kurzer Zeit unermeßlich reiche Leute, die heilsuchenden Kranken aber segnen ihre Namen. Denn auch die Menschen haben die Metamorphose durchgemacht: die früher auf kalt" schwuren und dann auf warm", segnen heute nur noch die Methode des lauwarmen" Wassers. Seine Erklärung. Der steine Moritz: Tateleben was is das, der Minne Sold?" Tateleben: Nu', was soll es weiter sein? Es wird sein de Mitqift." Ausprobirt. A.: So. Du hast Dir einen weiblichen Rechtsanwalt genommen?" B.: (der sich scheiden lassen will): Ja. ein männlicher wird mit meiner Frau nicht fertig!" Aus 'der I n st r u c t i o n s - stunde. Unterofficier: ..Der Kaiser von Rußland gehört dem Geschlecht

der Romanow an. der Kaiser vo Oesterreich dem Geschlechte der Habs j burger. Und welchem Geschlechte gehört Se. Majestät unser Kaiser an? i Na. Schultze?" Dem männli- . cken Geschlechte." , Der Don Juan. Wie tcy. höre, ist ihr Herr Vetter ein großer' Don Juan?" 0 ich sage Ihnen, alle vierzehn Tage wetzt der vor lauter Fußfällen seine paar Hosen auf den ttnen durch." . ,

Farbenwohl in der Toilette.

Es ist merkwürdig, was für eine Wirkung die Farbe eines Kleides aus das Aussehen hat. Viele Schneiderinnen ziehen sehr wohl in Erwägung, daß eine Frau durch ihr Kleid größer und kleiner erscheinen kann. Slarke Damen sehen in schwarzen und dunklen Farben auf der Straße und beim Ausgehen kleiner aus, und kleine Leute erscheinen durch den Gebrauch derselben Farben wie Zwerge. Die optische Wirkung weißer und heller Farben besteht darin, alle Gegenstände zu vergrößern, und eine starke Dame, die sich sc kleidet, wird dadurch in ihrer Erscheinung bedeutend größer. Trotzdem braucht sie nicht düster und dunkel auszusehen, denn die reichen dunklen Farben, die sie zur Auswahl hat, sind zahlreich und mannigfaltig. Grün und blau in ihren verschiedenen Schattirungen sind besser als roth, denn sie geben eine rubige Wirkung. Alle hellfarbigen Stoffe sollten für die Taille vermieden werden. Für Mädchen in dem Uebergangsalter von zwölf bis vierzehn Jahren ist dunkelblauer oder einfacher rother Caschmir oder Serge am wirkungsvollsten. Bei der Auswahl der Kleiderfarben muß natürlich auch der Teint berücksichtigt werden. Wer eine blaßgelbe, dunkle Gesichtsfarbe hat, sollte helle Schattirunqen wählen und vorsichtig glänzende und entschiedene Farben ver meim. Wer einen reinen und blassen Teint hat, kann alle Schätzungen, rosa, gelb, braungelb, hellgrün, lila, braun und violett tragen. Leute mit frischerGesichtsfarbe sollten Töne wählen, die die Farben dämpfen, wie blau und grün. Am begünstigsten sind Mädchen mit zartem Teint, denn ihnen stehen nur wenige Schattirungen schlecht; am besten sind frische Farben, wie kirschfarben und rosa. Die Farbe des Kleides übt nicht nur emen Einfluß auf die Schönheit der Trägerin, sondern auch auf ihre Gesundheit aus. Dunkle Farben abscrbiren Gerüche aller Art und geben sie weit mehr wieder als helle; aus diesem Grunde sollten Krankenpflegerinnen auch keine schwarzen Kleider tragen. Man sagt, daß für Kran.enPflegerinnen schwarze Baumwolle schlecht, schwarze Wolle schlechter und schwarze Seide am schädlichsten sei. Bekanntlich werden auch die Körperwärme und das Wohlbefinden von der Farbe der Kleider beeinflußt. Die Dame im Krak. Aus Paris kommt eine bemerkenswerthe Mode - Nachricht. Die Blouse, die so hoch im Ansehen stand, daß Alt und Jung. Arm und Reich nichts an ihr zu tadeln wußte. Die Blouse, die ebenso den Forderungen der Eleganz entsprach, wie sie zu dem einfachsten Geschmack stimmte, sie, die bisher unentbehrlich schien, hat , plötzlich einen argen Nebenbuhler zu fürchten, einen Rivalen. Männlichen Geschlechtes ist der Missthäter, und sein Name ist Frack". Die tonangebeden Pariserinnen können sich ohne ein solches Kleidungsstück gar nicht mehr behelfen. Aus Taffet wird es gefertigt oder aus Guipurespitzen oder Spachtelstickereien. Vorläufig kommt der Taffet noch mehr in Frage. Aeltere Damen wählen schwarze Farben, ramagirte und damassirte Gewebe. Junge Frauen ziehen helle Farben, vor allem Chines. Pompadourstoffe. duftige Gespinste vor. Große Erscheinungen tragen den Schootz des Frackes lang, kleine geben dem kurzen den Vorzug. Die vordere Taillengarnirung besteht aus Spitzenjabots oder Crepechiffon und Gazewesten. Der breite Gürtel mit hohem Schloß reicht auf jeder Seite bis zum Beginn des Schooßes. Dazu wird meist ein schwarzer Rock aus Seide oder Tuch getragen. Zu dieser Toilette kommt allerdings etwas, was, wie man glauben sollte, zu der männlichen Tracht nicht recht paßt. In den Händen halten nämlich die Schönen einen Muff, der auch für den Sommer bestimmt ist. Er ist übermäßig groß, besteht aus dem luftigsten, duftigsten Material, das ein Durcheinander von Spitzen und Rüschen bildet. Unoervei lerlich Schwiegermutter (zu später Abendstunde mit ihremSchwiegersohn durch einen dunklen Wald gehend): Ach, lieber Schwiegersohn, bei der Finsterniß wirkt diese Stille so beunruhigend auf mich zanken wir uns ein bischen' Unverbesserlich. Junge Frau: Es ist jetzt schon das dritte Mal. daß Du plötzlich verreisen mußt, wenn Mama ihren Besuch anmeldet! Was soll sie denn davon denken?" Junger Ehemann: Nun alle guten $inflc sind drei!" Die versteht's. Weigt Du. wenn mein Mann mich schlecht be handeln sollte, werde ich ihm drohen, dah ich wieder zu meiner Mama gehe." Sage ihm lieber, daß Du Deine Mama zu Dir kommen läßt; das wirkt besser." Otto Deppermann, Deutscher Zahnarzt. Ijestie Greboeiicle. 3imtfr N. 207. Dr. 0. 6. Pfaff bat sein? Cffi nach dem Willonghby-Gevaude, o. '224 ftirp Meridia, ir., erste tfioie. bcTtcat Cfftce6tuntn: Don - bil 4 Udr Nachmittag, ltlkl'don, C'fut 2U2 -iüotLunaJtt. Tu Wbdnung dkNnde: nck hitfctc 18U 7 Nord. reuuMylmol Ht,

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