Indiana Tribüne, Volume 24, Number 249, Indianapolis, Marion County, 26 May 1901 — Page 6
yndiana Tribüne, Sonntag, 2. Mai 1901.
Slmfzüge durch grotffliM Dresden und Mmgebung.
(Copyright igoi by Wm. .Welche Stadt des deutschen Vaterlandes den Anspruch erheben tonnte, die schönste zu sein, ist eine Frage, tvelche noch schwerer zu entscheiden sein würde, wie es diejenige war, welche einst dem Paris vorgelegen hat. In den Deutschland benachbarten europäisehen Staaten kaim eine solche Frage gar nicht entbrennen. Denn dort hat die seit langer Zeit bestehende Centraliation dafür gesorgt, daß der Hauptst. ib. unter den Städten des betreffenden Landes die Schönheitspalme zugesprachen werden muß. Ganz anders in Deutschland, wo so lange die Decentralisation, die Zersplitterung herrschte, tvelche neben unendlich viel Beklagenswerthem wenigstens das eine Gute geschaffen hat: eine recht große ?lnzahl von Mittelpunkten des geisti-
Dresden.
gen und künstlerischen Lebens unseres Bblkes auszugestalten. Freilich ändert sich das jetzt ja auch. Die politische Hauptstadt des Reiches wächst in so unoerhältnißmäßiger Weise, gegenüber den übrigen Landeshauptstädten, daß Berlin nothwendigerweise auch der große Treffpunkt aller geistigen und künstlerischen Bestrebungen werden muß, wenn es das nicht schon längst geworden ist. In München klagt man schon schwer darüber und in Dresden, Stuttgart, Karlsruhe, auch in Leipzig und ähnlichen Städten empfindet man es, daß Berlin nach und nach immer mehr der tüchtigsten Kräfte anzieht und zwar auf allen Gebieten intellektueller und künstlerischer Thätigkeit. So viele Jahre ist Dresden ausschließlich Hofstadt, Kunststadt und Fremdenstadt gewesen, daß es den Namen einer schläfrigen alten Residenz na m m i yij VW i, l - i ä -ä. i n ii jj f ii i i ii ? m i WB&7Zrzk r r. ..TKil-Arr-UM Hipi 1 " -ö" -44.VtV St-" f 9.
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Tresden. Königliches Schloß.
bekommen hat. Namentlich die guten freunde in Leipzig haben mit mehr oder minder glücklichem Humor diese Ansicht verbreitet. Früher mag das ja auch in mancher Beziehung berechtigt gewesen sein. Aber jetzt ist nichts mehr davon zutreffend. Dresden hat die alte Schläfrigkeit abgestreift und entwickelt sich rasch zu einer namhaften ' Industrie- und Handelsstadt. Auch die wunderbaren alten Bauwerke und die Kunstsammlungen, welche die Vorzeit hinterlassen hat, bilden heute langst nicht mehr in dem Maße, wie noch vor 10 oder 15 Jahren, den Grundstock von Dresdens Berühmtheiten. Mächtig hat sich die Bauthätigkeit geregt. Ein neuer Bahnhof ist entstanden, dessen Kosten sich mit den nothwendigen Nebenanlagen auf 80 Millionen Mark stellen, drei neue Brücken über die Elbe sind errichtet worden, man besitzt einen vornehmen und sehr zweckdienlichen Ausstellungspalast, das alte Schloß ist mit einem gewaltigen Kostenaufwand umaestaltet worden und die private Bauthätigkeit hat hier eine ! schier unübersehbare Zahl der neuesten j
Dresden. l5kntraldahnhof.
Und modernsten Villenbauten entstehen lassen, neben einer stattlichen Anzahl neuer, meist künstlerisch ausgestatteter Geschäftsvaläste. Das neue Dresden, wie es während der letzten zehn Jahre entstanden ist, ist kaum weniger eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges, wie es das alte Dresden stets war. Besonders eine Fahrt durch die neuen Villenouart. wo ebemaliae Gärten und tder in blühende Parks umgeschaffen oen. dietet emen yoden venun. 0MMl, uufj ülcIc niugcn mnji, so vielen anderer modernen ourq o naqsle 'lacyoart. VI- - . t
Kaufmann.) (Xo. 11) schüft der Fabriken beeinträchtigt werden. Wer heute das neue Dresden fce tritt, ahnt gar nicht, daß die Stadt so gewaltige gewerbliche Unternehmungen besitzt. Dieselben befinden sich weit draußen vor den Thoren und die Unbequemlichkeit der entfernteren Lage wird zu einem großen Theile durch das Entgegenkommen Ux sächsischen Eisenbahnverwaltung ausgeglichen, welche sehr liberal bezüglich der Anbringung von Nebengeleisen verfährt. Man sieht Pirna und Dresden schon zusammen wachsen, wenn man auf der Eisenbahn die Strecke zwischen den beiden Orten durchmißt. Fabrik reiht sich an Fabri! und die Zeit kann gar nicht mehr so fern sein, in welcher das ganze Clbthal zwischen Pirna und Dresden zu
einem einzigen großartigen Fabrikationsfelde geworden ist. Auch der alte Dresdener Spießbürger, der Herr Bardikulariste" steht auf dem Aussterbeetat, ebenso wie die Chaisenträger und der berüchtigte Bliemchen Kaffee". Der alt-einge-sessene Dresdener ist natürlich noch lange kein Berliner und auch kein Leipziger geworden, es haftet ihm wohl immer noch ein gut Theil Unbeholfenheit, Anklammern an das Althergebrachte und Mangel an Unternehmungsgeist an, jedoch ist der Zuzug aus der Fremde ein so starker, daß man das Walten des alten Dresdener Geistes immer weniger spürt. Auch der vielbelachte sächsische Dialekt wird, zurückgedrängt. Während derselbe früher auch in gebildeten Kreisen ebenso vorherrschte, wie heute noch in Stuttgart die schwäbische, in München die bairische und in Hamburg die dort eingebürgerte Aussprache des Hochdeutsehen, trifft man jetzt in gebildeten altdresdener Kreisen selten noch die unverfälschte sächsische Mundart an. Immer mehr dringt norddeutsche Eigcnart hier durch und ich meine, daß sich die Dresdener recht gut dabei stehen. Der große industrielle Aufschwung der Stadt, sowie der starke Fremdenverkehr haben in den letzten zwanzig Jahren sehr viel Wohlstand nach Dresden gebracht. Auch die Grundeigenthumsspeculation hat hier großartige Vortheile dargeboten und so ist Dresden, das früh'r als minderbegüterte Stadt gegolten hat, nach und nach mit einem recht starken, verhältnißmäßi g wohlhabenden Mittelstande ausgestattet worden. Wer das alte Dresden noch kennen lernen will, der muß merkwürdigerweise nach der Dresdener Neustadt gehen. gegenüber der Altstadt am rechte? Elbufer bel-egen. Dort trifft man noch die ehemalige Dresdener Schläfrigkeit, oder sagen wir lieber Selbstgenügsamleit. Die meisten Altstäcter Dresdener betreten nur dann die Neustadt, lvenn sie das dort belegene Schauspielhaus besuchen wollen. Die Neustadt ist die Garnisonstadt Dresdens, das mag dazu beigetragen haben, die moderne Entwicklung in der Neustadt zurückzuhalten. An ihrem Königshause hängen die echten Dresdener mit großer Hochachtung, man könnte fast sagen mit Zärtlichkeit. Der Hof tritt hier ganz außerordentlich bescheiden und anspruchslos auf und einzelne Mitglieder der königlichen Familie verstehen es vortrefflich, sich beliebt zu machen. Namentlich der König Albert erfreut sich der größten Popularität. Er wohnt fast das ganze Jahr hmdurch in seiner
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Villa im Vororte Strehlen und wer die vielen Prachtbauten der Umgegend sieht, wundert sich sehr, daß der König mit einem so einfachen Hause vorlieb nimmt. Die Liebhabereien des alternden Monarchen beschranken sich auf die Jagd und das Skatspiel. Auch sein
lXr': " W.' JA. ß,X cäU'ä i, .rVrCaB X ( rvvJi5i.'.t 45 iiir. I afiä isj rU lÄl llj 'tmf H fJr1 ran 6 NkueS Central-Theater. Dresden. Bruder, Prinz Georg, lebt recht zurückgezogen in seiner Villa, deren Hauptzieroe ein wunderbar gehaltener großer Park bildet. Besonders schwärmerisch wird die Prinzessin Lutse, die Gattin des Prinzen Friedrich August (Neffe des Königs und dereinstiger Thronfolger) von der Einwohnerschaft verehrt. Aber auch die Ausländer schenken dieser fürstlichen Frau ihre Gunst, namentlich die vielen jungen Amerilanerinnen in Dresden. Keine Stadt der Welt besitzt einen Part, welcher derartig als Volksgarten zu betrachten wäre, wie der wunderbar belegene und von allen Stadttheilcn auf reizenden Spaziergängeu leicht zu erreichende große Garten in Dresden. Sonntags wimmelt es dort von Mensehen, was zumal dem Umstände zuzuschreiben ist, daß sich nicht weniger als Amerikanische Kirche. Dresden. acht große Restaurationen in dem Garten befinden. Die Dresdener haben mit dem großen Garten das Richtige getroffen. Ein Park nur zum Spazierengehen kann seinen Zweck als Volkslustgarten niemals ganz erfüllen. Hier ist im Winter stets großer Corso der Schlittschuhläufer und im Sommer sind die dort angelegten und nur für Radfahrer bestimmten Wege ganz außerordentlich belebt. Die Dresdener Hofover steht immer noch auf der Höhe, das Orchester, unter Schuchs trefflichen Leitung, hat noch keinen Rivalen, und auch das Künstlerversonal wird jetzt beständig durch junge und frische Kräfte ergänzt, die den alten Ruhm dieser Kunststätte aufrecht erhalten, wenn sie auch nicht ganz die Höhe der Glanzzeit der Dresdener Oper (vor 25 30 Jahren) erreichen. Auch das Schauspiel leistet ganz Vorzügliches und ist dabei eine wirkliche Volksbildungsstätte durch die Darbietungen der Werke der Klassiker ,5c? I NHQ .i -- r.Mmm : ;f i r IMLLitU 00mrtrl Tresden. Im Zwinger. zu außerordentlich billigen Preisen. Schiller, Göthe und Shakespeare werden hier mit großer Liebe gepflegt, den neueren Bühnendichtern steht die Hofbühne recht kühl gegenüber und es hat lange gedauert, bis es Sudermann und Hauptmann zu Aufführungen einzelner ihrer Werke hier gebracht haben. Auch in die Ergänzung der weltberühmten Gemäldegallerie ist jetzt ein frischer Zug gekommen. Man hat viele moderne Bilder angekauft und dadurch die Sammlung wesentlich vervollständig. Natürlich liegt der Schwerpunkt der Gall?rie immer noch bei den alten Meisterwerken. Dresden. Belvedere. Dresden ist jetzt eine Stadt von 400,000 Einwohnern und wächst derartig, daß man in gar nicht langer Zeit auf eine halbe Million Anspruch machen wird. Wunderbar schön ist die nächste Umgebung der Stadt, und man rühmt da vor Allem die sächsische
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Schweiz. Jedoch auch das nahe Erzgebirge ist überaus reich an landschaftliehen Reizen und wer nicht weit mandern will, braucht nur seine Schritte zu lenken nach der Dresdener Heide, um Waldesrauschen und murmelnde Bäche dicht vor dem Thore zu finden. Die Entwicklung des Vereinslebens steht in Dresden auf nahezu unheimlichcr Höhe. Es wimmelt hier förmlich von Vereinen, darunter übrigens auch eine recht stattliche Zahl solcher, welche man Vereine im allerbesten Siune des Wortes nennen kann. Ich erwähne da zuerst den Verein für Volkswohl", welcher seinem Namen wirklich Ehre macht und besonders für die Kinder der ärmeren Klassen in prächtiger, nachahmenswerther Weise sorgt. Da
Palais im großen sind große Spielplätze errichtet worden, echte Volksbelustigungen werden veranstaltet, in den Kindern wird der Sinn für Naturschönheiten in sehr erfolgreicher Weise erweckt. Dieser Verein ist die Lebensarbeit wesentlich eines Mannes, eines echten Volts- und Kinderfreundes, der seiner Vaterstadt in dieser Schöpfung ein Wer! geschenkt hat, dessen Segen weit hinaus in die Nachzeit zu verspüren sein wird. Es ist der Professor Vöhmert. Auch der gemeinnützige Verein entfaltet eine sehr anregende Thätigkeit. Zahlreich sind die Stiftungen, welche wohlhabende Leute zum Besten der weniger Begünstigten hier geschaffen baben. UeberHaupt macht sich ein recht erfreulicher Zug auf dem Gebiete des Gemeinsinns in Dresden bemerkbar. Besonders hervorzuheben ist in dieser Beziehung die Thätigkeit des Vereins zur Förderung Dresdens und des FremdenVerkehrs. Dresden besitzt eine fortschrittlich denkende, rührige und vor allen Dingen eine ehrliche Stadtverwaltung. Ich möchte sie nur ein Jahr lang in dieser oder jener amerikanischen Stadt wirken sehen! Natürlich hat diese Verwaltung einen bureaukratischen Character und manches daran würd Dresden. Blick meinen amerikanischen Freunden als überflüssig, lästig und einschränkend erscheinen, aber sie würden sich doch sehr rasch damit befreunden, denn über die kleinen Nadelstiche und Schattenseiten würde man schon hinweg kommen, um das viele Gute, welches eine solche Verwaltung bringt, um so mehr anzuerkennen. Hier werden die Steuern gerecht eingezogen, nicht abgewälzt auf die Schultern der Schwachen, sondern sie wirken progressiv und treffen hauptsächlich Diejenigen, welche die Last tragen können. Vor allen Dingen: dieSteuergelder werden ehrlich und im Interesse der Gesammtheit verwendet. Wird man das jemals in Amerika lernen? Sei einigen Jahren ist die alte Kunststadt auch ein Badeort geworden und merkwürdigerweise sogleich ein ganz hervorragender und bedeutender. Meißen mit Es heißt freilich nicht BadDresdendas würde auch für eine Stadt, wie es Dresden war und ist, gar nicht gut passen, sondern das Bad heißt Weißer Hirsch", und es ist ein idyllisch gelegener Stadttheil der sächsischen Residenz. Mit der elektrischen Bahn erreicht man vom Centrum Dresdens den Weißen Hirsch in 20 Minuten, außerdem bringt uns auch die vor einigen Jahren errichtete Schiefebene - Bahn, welche die Loschwitzer Berge erklettert, in ganz kurzer Zeit nach dem neuen Badeort. Letzterer ist wesentlich die Schöpfung eines auch schon außerhalb Deutschlands bekannt gewordenen Arztes. Dr. Lahmann, der hier seit Jahren
eine Heilanstalt Vejaß. die aber durch den Andrang der Patienten derartig erweitert werden mußte, daß die Anlagen ganz denjenigen bedeutender Badeorte entsprechen. Mehrere andere Heilanstalten sind dazu gekommen und so ist der Weiße Hirsch auf dem besten Wege. Weltbad zu werden, obschon die Gegend keine heilkräftige Quelle besitzt, sondern das Wasser aus der städtischen Leitung bezieht. Die Lahmann'sche Anstalt gehört wohl zu der Klasse der sogenannten Naturheilverfahren, viel belobt und auch viel angefeindet von Berufenen und Unberufenen. Es ist im Wesentlichen eine Wasserheilanstalt. welche jedoch durchaus nicht ausschlietzlich nach Kneipp'schen Methoden gcfährt wird.
Karten. Trcsdcn. Amerika, worunter man eigentlich nur die Vereinigten Staaten zu verstehen hat, spielt im Leben der sächsischen Residenzstadt keine unbedeutende Rolle. Man merkt es hier schon empfindlich, ob die Zeiten drüben gut oder schlecht sind. Die Hauptgeschäftsstraße Dresdens, die Prager Straße, hat in manm mm mm HL a: m I HsfiJ E3 HL?" M' vki ,iUjUL Meißen. Tomportal. chcn Stunden des Tages ein ganz internationales Gepräge und die vielen schönen Mädchen und Frauen aus dem Aankeelande, denen man dort zu begegnen pflegt, könnten wohl zu der Vermuthung Anlaß geben, daß das Land, wo die schönen Mädchen auf den Bäumen wachsen, ganz wo anders zu suchen wäre, als auf sächttschem Boden. vom Zwinger. Jetzt kommen nach Dresden meistens diejenigen Amerikaner, welche lernen und studiren wollen, und denen geht es wie allen anderen Studenten, der' nei'vus renun fehlt ihnen. Deshalb ist es auch nicht zu verwundern, daß es jetzt sogar mit der amerikanischen Kirchengemeinde in Dresden recht wackelig steht. Die amerikanische Kirche und das prächtige Pfarrhaus, welches stets als eine Art von amerikanischem Club diente, kann sich kaum aufrecht erhalten. Man will die Kirche retten, indem man das Pfarrhaus verkauft, ein ganz vernünftiger Gedanke, denn wenn die Leute fernbleiben, welche das Clubhaus besuchten und dafür bezahlten, so hat Letzteres seine Existenzberechtigung verloren. Albrechtsburg. Dresden iZ umgeben von einer Anzahl kleinerer Städte, die sich in Folge der Betriebsverbesserungen nach und nach zu Vororten der Hauptstadt auswachsen werden, wie es die sogenannten Lößnitzorte schon gethan haben. Das rechte Elbufer mit den Ortfchaften Radebeul, Kötzschenbroda. Weintraube. Coswig etc. bildet schon eine Fortsetzung Dresdens. Es ist die Lößnitz eine außerordentlich freundliche, fast nur aus Gartenanlagen und Landhäusern bestehende Gegend, in sonniger Lage des hier stark erweiterten Elbthales. Vom letzten Lößnitzorte aus ist es gar nicht mehr weit nach der alten Stadt Meißen, welche am
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linken Elbufer liegt und durch seine reichen Geschichtsüberlieferungen, vor Allem aber durch sein Porcellan bekannt geworden ist. Meißen ist weit älter als Dresden, und wohl die erste
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Tresden. Allmarkr. germanische Siedlung in dieser ursprünglich slavischen Gegend. Es ist jetzt eine ungemein malerische alte Stadt mit etwa Zwanzigtausend Einwohnern, eingeklemmt in ein enqes Thal, dessen Höhen mit Reben bepflanzt sind. Uebrigens ist der Meißner Wein weit besser als sein Ruf. Die prachtvolle Albrechtsburg überragt die Pirna. Marktplatz, engen Gassen des alten Städtchens. Ebenso wie nach Norden über die Lößnitz nach Meißen, streckt Tresden nach Süden seine Fangarme aus. und wir sagten schon, daß Pirna in absehbarer Zeit mit Dresden verbunden sein wird. Pirna erreicht man von Dresden mit den Lokalzügen in einer halben Stunde, mit dem Fahrrade in einer kleinen Stunde und die dazwischen liegenden Dörfer bilden fast schon jetzt eine langgestreckte Dresdener Straße. Pirna ist der Ausgangspunkt für die Sächsische Schweiz, deren Schönheiten wir heute beiseite setzen müssen. Auf schroff ansteigendem Hügel, unmittelbar über der Stadt, liegt der Sonnenstein, ehemals eine Festung, jetzt eine Irrenanstalt, deren beklage, swertbe Insassen auf ein kleines Paradies hinabschauen können. Dresden. Aufgang zur Brühl'schen Terraffe. Ein drittes Städtchen, das eigentlich schon zu Dresden gehört, ist T h ar a n d t, ein Waldidyll, am Eingange des Erzgebirges gelegen. Hier sind wundervolle Wälder, in denen man tagelang wandern kann, ohne aus ihrem Bereich zu treten. In Tharandt befindct sich die sächsische Forstakademie. Von hier aus hat mancher tüchtige Mann im grünen Rock seinen Weg in die Welt gervmmen. Aber mit Tharandt ist der Waldreichthum der nächsten Umgebung Dresdens durchaus nicht erschöpft. Am rechten Elbufer breiten sich sofort an den Enden der Stadt dieHaidewälderausund nördlich Vahn nach Loschwitz. Dresden.) daran angrenzend diejenigen von M or i tz b u r g. dem schönsten Jagdschlosse der sächsischen Könige. So braucht man also nicht nur der Kunst zu Liebe nach Dresden zu wandern. Wer den ! Wald liebt, findet ihn wohl nirgends vielgestaltiger und abwechslunqsreicher, als in der allernächsten Umgebung der alten Kunststadt Dresden. Liebenswürdig. A.: Waren Sie beim Justizrath?" B.: Jawohl." A.: Nun, was sagte er zu Ihnen?" B.: Er schickte mich zum Teufel." A.: Nun, was thaten Sie darauf?" B.: Ich ging direkt ju Ihnen.-
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