Indiana Tribüne, Volume 24, Number 249, Indianapolis, Marion County, 26 May 1901 — Page 10
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Jndiana Tribüne, Sonntag, den S. Mai 1901.
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Rußland s Verbleib in der Mandschurei. Was Der russische Bär einmal fest in
den Krallen hat, das läßt er ohne Pf nicht wieder los. Die Mächte. welche unter dem Hinweis aus ihre 311 teressengemeinschaft in ihrer Stellung gegen (5hina von dem zwischen China j
uno uniano oeretnoarien onoeroer- teiu ach einer längeren Unterrdunq trag nichls wissen wollten und deshalb ! mit dem Kriegs - Sekretär Noot, in dagegen opponirten. haben zwar mso-, welcher General Wood's Bericht zur fern einen diplomatischen Erfolg er- Sprache kam. nach dem die Cubaner rungen, als Nunland auf sofortige , weigerten, das Platt - Amendement Unterzeichnung des Vertrags durch die anzunehmen, indem sie bestimmte Zuchinesische Regierung Verzicht geleistet sefiänbmffe mit Bezug auf den Tarif Hai. aber aller Wahrscheinlichkeit nach , warteten, hat Senator Platt in einem wird das, was ne Mit ihrem gemein-j terdiew mit einem eitunasbenckt-
schaftlichen Protest erreicht haben, für ; die Zukunft auch nicht den geringsten praktischen Werth besitzen und für sie von keinem augenscheinlichen Nutzen sein. Rußland beläßt, dies steht fest, seine Truppen in der Mandschurei. J'y suis. j'y reste. d. h Hier bin ich j und hier bleibe ich," so lautet für die russische Regierung, mit oder ohne Vertragsumerzeichnung, mit Bezug auf die in seiner Controlle befindliche Mandschurei die Losung. Obgleich der SpezialVertrag nicht ratifizirt werden durfte, wird doch I Rußland aus der Lage alle die Vortheile ziehen, welche sich bei Unterzeich- j nung des Vertrags die Czarenregierung ergeben yaven wurden. ie .Mandschurei ist von einer starken russi-! schen Militärmacht besetzt und muß !
nach der Darstellung aus russischen ! batsbauern dürfte das, was der SeQuellen auf die Dauer so besetzt blei- nator im Sinn hat. im Fall der Verden, uno zwar deshalb, weil bei den j wirklichung mittels Reciprocitätsver-
unsicheren Zustanden die chinesische Re-! i gierung sich nicht in der Lage befindet, cbineusche Borer. Rauber und Maro, deute von dem Eindringen in angren3ttibg rnjfifdjcä Gebiet abzuhalten. ; Die Mächte geben zu, das Rußland' i undstreing das ttecfn hat, sein Gebiet . (11 schuln und seine Unterthanen vor gefährlichen Eindringlingen zu be-
' itlUichweigend bannt zufrieden, daß. lerne und ein Glaskandelaber wurden runifche Truppen im Besitz der Mand-! im National - Museum belassen, sind schurei verbleiben. jedoch der Verfügung des EigenthüFür Rußland bestes): d Hauptsache merS unterworfen. Frl. Lee war bei im Besitz des für seine nächsten Jnter- ihren- Besuch im Museum von ihrem -c"en, soivie für seine künftigen Pläne 1 Vetter, dem General Fitzhugh Lee. beso wichtigen Gebiets, ob dies ein Be-1 gleitet. Was schließlich mit den aus sitz de jure, oln de facto ist. kommt ' dem Museum entfernten Gegenständen , dabei wenig oder gar nicht in Betracht. j geschehen soll, darüber ist noch kein beAuf ähnlicke Weise hat bekanntlich vor , stimmter Beschluß gefaßt. Durch den
Jahrzehnten England sich in Egypten Z festgesetzt, und es ist gegenwärtig noch dori. fest entsannen, es auch für die l
Zukunft zu verbleiben. Was helfen die worden; die Artikel bestanden zum Proteste Frankreich's? Sie werden kei-j Theil aus großen Möbelstücken; antut Beacktuna aewürdigt. Auch der dere waren Duplikate von GgenstänSultan der Türkei, der nominelle den. welche eiaentlich der Regierung Souveränitätsreckle über Egypten be- j angehören. sitzt, konnte nichts ausrichten; der! Auch in Manila hängt man die kleibritische Löwe verblieb im Land der.en Diebe, die großen aber läßt man Pharaonen. Wie England nicht mehr I laufen. Das Ergebniß der angeblichen aus Eavpten zu vertreiben ist. ebenso Untersuchung über die Commissariats-
' wird Rußland auf die Dauer an der ;
Cccupaiion der Mandschurei fest ha l bekannte Geschichte. Einige unbedeuten. n;aj dies für gewisse Mächte, na- :ende Persönlichkeiten werden als Sünmentlich für Java, ein noch so saurer renböcke gebranntmarkt, aber die Groß-
Apfel fein. (vin Prediger als Spekulant. Ein Prediger, der sein Amt richtig !
ersaizl. hat eine fchone Aufgabe, eine ! aauer aver taen nq dadurch lein x ehrenvolle Stellung, und er kann in für ein U vormachen. Warum? Weil derselben als Seelsorger. Lehrer und j sie wissen, daß unter dem imperialistiBerather viel Gutes wirken. Bei sei-! schen Erpansionscurs nur die kleinen ner Thätigkeit wird er um so sicherer ! Diebe bestraft werden, während die günstige Resultate erzielen können, je , großen unbehelligt auf freiem Fuß ver-
mehr er fich an den ihm eigentlich zu-1 gewiesenen Kreis halten und daraus beschränken wird. Unter den angloamerikanischen Predigern kommt es häufig vor. daß sie sich mit Angelegenheilen befassen, welche zu ihren eigentlichen Beruf-geschäften etwa so passen, wie die Faust auf's A.'ge. In Millburn in Illinois halte ois vor Kurzem die Gemeinde der Congregational Kirche Reo. S. H. Harris zum Pvediger. verleide war früher in Chicago , Rechtsanwalt gewesen und er war zu 1 einer gewissen Zeit auch Mitglied der dortigen Handelskammer. Auch als Prediger scheint er sich mti Vorliebe mit nicht kirchlichen Geschäf-! ten befaßt zu haben. Er gewann das ! Vertrauen seiner Gemiende in so bobem Grade, daß ihm von Mitgliedern derselben nach und nach ziemlich viel Geld anvertraut wurde. Wie ver-!
laute:, geschah dies für Spekulatior:--! Gent die Prophezeiung in Betreff des ; zwecke. ' Harris ist setz: auf sechs Mo- Ergebnisses der Legislatur - Wahl in nate vom An.:e suspendirt und es ist ! Erfüllung, so wird McCreary als Beeine kirchliche Untersuchung gegen ihn j werbcr um Senator Deboe's Sitz auf-1 i'?' Gang. Nach seiner T'.r':kllung treten. Mit Bezug auf republikanische könne ihn für vie von den Klägern er- Konvertiten im Süden hat Gouv. Mclittenen Geleverluste, die sich angeblich! l??earv bemerkt:
auf 100.000 belaufen, kein Tadel, irgend welcher Art treffen. Er habe das Geld in gewissen Unternehmungen angelegt. Dieselben seien fehlgeschlagen und ras Geld sei dabei verloren gegangen. Wäre die Sacke geglückt, so würden ihm jetzt seine Vorwürfe gemacht werden. Ta es aber schief gegangen sei. so werde er als Sündenbock betrachtet und seile nun dafür büßen. Welchen Ausgang die Sache nehmen wird, darüber können zur Zeit nur Vermuthungen herrschen. Sicher ist so viel, daß eine Gemeinde, welche sich so weit vergißt, in ihrer Sucht nach raschem Geld- , erwerb jelbst den Pfarrer als -peku-'.a:ionsmittel zu benutzen, sich eben so seb? auf dem Holzwege befindet, wie der Pfarrer, der sich zu so etwas hergiebt. Was Goethe von einem Svekulanten hielt, war sehr wenig, er hatte ! eine äußerst niedrige Meinung von einem solchen. Im Faust" ist dieielbe. wie folgt, niedergelegt: ..Ein Kerl, der spekulirt. ! Ist wie ein Thier auf dürrer Haide. Vom bösen Geist im Kreis herumgeführt. Und rings umher ist grüne, rette Weide".
Interessantes aus der Bun deshauptftadt. Washington, D. C., den 17. Mai, 1901. Ein ganz außerordentliches Versprechen ist diese Woche den Kubanern von
Seite der Administration durch Senat0r Iatt vonConnecticut gemacht worerstatter das Versprechen einstießen lassen, der Congreß würde bald nach der Organisirung der cubanischen Regierung mit Bezug auf Reciprocität mit Cuba Schritte thun, welche Be-i friediauna gewahren wurden. Das Versprechen ist unter diplomatischem Vorbehalt gemacht. Schließt der Congreß sich mit Bezug auf Reciprocität mit Cuba nicht den Ansichten der Administration an, so steht für diesen Fall dem Senator Platt ein Ausweg offen, und er wird sodann sagen können, er habe lediglich für sich selbst gesprochen, i Aber es kann kein Zweifel darüber herrschen, daß er auf die Cubaner den j Sindruck zu machen wünschte, daß das ! versprechen von der Administration! und der republikanischen Mehrheit im, Congreß kam. Den Connecticuter Ta-, trags sehr wider den Strich gehen. Unter den Washington - Reliquien, welche beim. Ausbruch des Bürgerkrieges vom Arlington House weggenomnien und einige Jahre hindurch im National - Museum ausgestellt wurden, sind diese Woche gewisse Stücke von der Regierung an Frl. Mary Custis Lee, die' ihren' Bruder General G. W. C. Akt der rechtmäßigen Zuruckerstattung ist die Washington - Sammlung im Museum nicht ernstlich beeinträchtigt Diebstähle in Manila ist die celte. längst diebe, welche über Einfluß verfugen, wagt man nicht anzurühren, freunde der Administration behaupten, daß die Diebe bestraft wurden, und sie verweisen darauf, daß ein Sergeant zu 3 und ein Civilist zu 5 Jahren Gefängniß ! verurtheilt wurden. Denkende Beobbleiben, um die Fruchte ihrer Raubereien genießen zu können Wie steht's mit den Aussichten der Demotraten im Blaugrasstaat Kentuckv? Darüber befragt hat Ex-Gou-verneur McCreary. Vorsitzer des 'demokratischen Staats - Central - Committces von Kentucky sich ler ist gegenwärtig in hiesiger Stadt), wie folgt geäußert: ..Die demokratische Partei ist im ganzen iaai gui organinri uno es herrscht in ihren Reihen vollkommene j Harmonie. Noch zu keiner Zeit hatte die Partei. Alles in Allem genommen. einen besseren Stand auszuweisen. Bei der Wahl im kommenden Herbst denken wir mit 15.000 bis 20.000 Stimmen ; Mehrheit zu siegen und wir erwarten die Comrolle über beide Häuser der Legislatur. Dieselbe wird einen Bunöes - Senator zu erwählen haben". ?o viel mir bekannt ist. herrscht Keniuckv keine Tendenz mz Beiurworhu i tung republikanischer Partei - B:stre-! bungen. im Gegentheil, die Demokraten gewinnen fortwährend an Boden. Dies gilt auch für Alabama, einen mit dessen Lage ich sehr wohl oertraut bin. Nach meinem Dafür-' halben schlagen gegenwärtig im ganzen Süden demokratische Ansichten und Grundsätze tiefere Wurzeln. Die Be wohner der südlichen Staaten glauben nickt an Hochschutzzoll. ebenso wenig an Eolonien. eine große stehende Armee und an Trusts. Je mehr sich die republikanische Partei mit Eolonialeriverb. wie er auf den Philipipnen vorliegt, mit den Trusts und mit der Aufrechterhaltung einer großen stehenden Armee identifizirt. um so mehr wird der Geist der Demokratie im Süden erstarken. Das südliche Volk glaubt an Obiges nicht und es kann mit einer damit identifizirten Partei keine Fühlung unterhalten". Die Administration verdient all die Sympathie, welche ihr anläßlich des Mißgeschicks zutheil wird, gegen das man zur Zeit auf weiblicher Seite anzukämpfen hat. Nicht bloß die Gattin des Präsidenten liegt erkrankt darnieder: auch Sekretär Long's Tochter,
die gegenwärtig in Colorado weilt, ist j gefährlich erkrankt. Dazu kommt noch. ; daß die Gattin des Schatzamts - Se-' kretär Gage in hiesiger Stadt bedenklich erkrankt ist. Es sieht fast aus, als wäre ein Krankheits - Hoodoo in !
die Administration gefahren. (Anm. d. Red.) Frau Gage ist inzwischen gestorben. Pech. Humoreske von C. A. H. Fadeichausen war ein kleines Städtchen an der böhmischen Grenze, das seinen Namen mehr als mit Recht verdiente. Denn es gab wohl kaum eine Gegend in der Welt, die öder, langwelliger und unbehaglicher gewesen wäre als Fadenhausen. Und wie die Stadt, so ihre ewohner. Kleinlich, beschränkt, mitzMnstig und ungemllthlich bis zum höchsten Grade. Man mußte eben ein Fadenhausener sein, um in solch' einer Umgebung leben zu können; ein Fremder hätte es nie fertig gebracht, und darum ging auch keiner hin. Und als eines Tages ein guter Freund dem Sekretär Hummel die Mittheilung machte, er wisse eine reiche Frau für ihn, so sprang dieser auf beide Füße und fiel dem Freunde um den Hals vor Rührung und Dankbarkeit. Als aber der Freund hinzusetzte. . die Erwähnte sei eine Fadenhauserin, da stieß der Sekretä den Hinterlistigen gleich einer giftigen Natter von sich. Und wenn sie Millionen hätte", rief er entrüstet, eine Fadenhauserin nehme ich nie und nimmermehr zum Weib!" Aber Zureden hilft. Was bist Du denn mit Deinen hundertzwanziq Mark Gehalt im Monat?" kalkulirte der Freund. Ein ewiger Hungerleider! Und was kannst Du denn einer Frau in solch einer Stellung bieten? Den Sekretärstitel? Du lieber Gott! Der ist just so viel werth, wie ein Packträgerpatent. Du mußt es also geradezu als eine unverdiente Gnade des Himmels betrachten. wenn er Dir eine Frau mit Geld in den Schoß wirft. Was macht es. daß sie eine Fadenhauserin ist? In der Ehe, und wenn sie erst einmal dem verpönten Nest entrückt ist, werden sich ihre Fehler verlieren, und übrigens bist Du ja Mann genug, sie ihr abzugewöhnen. Du bist ein doppelter und dreifacher Narr, wenn Du diese Gelegenheit von Dir läßt. Die reiche Fadenhauserin wird keine alte Jungfer, verlaß Dich d'rauf. Nimmst Du sie nicht, nimmt sie ein Anderer!" Wer hätte solchen Argumenten miverstehen können? Sekretär Hummel wenigstens konnte es nicht, und da der uneigennützige Freund sich mit dem größten Eifer in's Zeug legte, so war die Sache bald in Richtigkeit. Eine Bedingung batte der Sekretär allerdings gestellt. Seine zukünftige Gattin muhte nämlich hoch und theuer geloben, unter keinen Umständen jemals wieder nach Fadenhausen zurückkehren zu wollen und auch nicht öfter als einmal jährlich den Besuch ihrer Angehörigen zu empfangen. Die Fadenhauserin gelobte bereitwilligst und so stand denn einer entsprechenden glanzvollen Hochzeit nichts mehr im Wege. Um auch seinerseits etwas zu thun, den Glanz dieses Tages zu erhöhen, hatte Sekretär Hummel seinen Vorgesetzten, den Herrn Kanzleirath, gebeten, die Feier du-rch sein Erscheinen zu verschönern, und der hohe Herr hatte wirklich zugesagt. ..Wie soll ich Ihnen danken. Herr Kanzleirath?" rief der entzückte Sekretär. als der illustre Gast pünktlich erschien. Ich werde diese gütige Herablassung Zeit meines Lebens nicht vergessen!" Pst, pst", wehrte der Kanzleirath ab, machen Sie keine Umstände. es ist mir ja selber ein Vergnügen. Und wenn ich Ihnen als Hochzeitsgeschenk auch nicht einen jener üblichen Gegenstände bringe, die oft genug ihren Zweck verfehlen, so komme ich doch nicht minder als Freudenbringer. denn ich habe eine Ertraüberraschung für Sie, mein lieber Sekretär! Nicht wahr. Ihre Frau Gemahlin stammt doch aus Fadenhausen? Nun denn, so hören Sie und freuen Sie sich! Ich habe es nämlich beim Ministerium durchgesetzt, daß Sie auf Lebensdauer nach Fadenhausen, versetzt worden sind". Tnrnva er Iahn als Skramsptkler. Der kürzlich versioroene Pflegesohn Friedrich Ludwig Jahn's, Ziegeleibesitzer Eduard Arnold in Lengefeld bei Kösen. hat einige interessante AufZeichnungen aus seinem Verkehr mit dem Turnvater hinterlassen, die mancherlei Neues enthalten, unter Anderem auch die fast gar nicht bekannte Thatsache, daß Iahn ein vorzüglicher Schachspieler war. Arnold sagt darüber: ANen Glücksspielen war Iahn Feind, namentlich dem Kartenspiel; er haßte dies, nannte es Teufelsspiel und suchte es überall zu hintertreiben. Dagegen suchte er die Brettspiele, namentlich das Schachspiel, in verschiedenen Arten, als das jetzt weltbeherrschende Zweischach- und als das seltenerc Rund- und Vierschach einzuführen, was ihm auch gelang. Es wurde das Zweischach in seiner Wohnung, das Vierschach in seiner Schanwirthsckaft in der Woche zweimal gespielt. Das Vierschach spielte er meisterhaft, wenn auch oft recht unaufmerksam, weil er während des Spieles die sämmtlichen Gäste unterhielt, so daß er oft erinnert werden mußte, daß er am Zuge sei. Sowie er aber bemerkte, daß er inder Klemme, ja fast matt war, dann sah man die Ueberlegenheit seines Spieles. Heraus mit der Ziege auf den Deichdamm!" rief er dann oft, sein Auge blitzte über das Schachbrett, das Spiel bekam eine andere Wendung, das fast mattgesetzte Spiel wurde frei, undu bald hatte er es gewonnen.
Ein kleiner Diplomat.
Mtter, bekomm' ich noch einen Kuchen?" Aber Du hast ja den ersten noch gar nicht gegessen!" Ich frage nur. da ich wissen möchte, ob ick meinen Kuchen rasch oder langsam essen soll!" Schirm - Koppel. . ti V v v. v IPiiO ! 7 i ' Wt i. . . Ms II is J M . 1 8 , Ungemein praktisch für solche, die gern ihren Schirm stehen lassen. Eine feine Familie. ygk M L hu r Aber, ich bitt' Dich. Mann. benimm Dich doch anständig wenigstens so lang die Dienstboten im Zimmer sind!" Gemüthlich. ..Der Wein da ist doch zu schlecht; den können wir unseren Gästen nicht vorsetzen, sonst reden sie gleich darüber!" ..Na, da sei doch froh, dann haben sie ja auch zualeich Stoff zur Unterbaltung!" Naiv. ..Der Hecht, den Sie mir gestern verkauft haben, war aber gar nicht mehr frisch!" . Ja, Madamken, warum hab'n Se ihn nicht frieher jekooft? Ick hab'n Ihnen ja schon de janze Woche anjeboten!" 1.000.000 Mitgift. Eommerzienrath (zum Freier, der nur einfach ..von" ist): Ich muß Sie leider anweisen. Sie bieten meiner Tochter ä Krön' mit fünf Zinken for ihre Mitgift mit sieben Zahlen da heißt doch ka' Geschäft!" "In der Aachener SittlichkeitsAffaire ziekt die Untersuchung immer weitere Kreise. Zunächst hat sich heraurgestellt, daß die Flucht der schon erwähnten Postbeamtenfrau, die das 15jährige Mädchen entführt hatte, nur fingirt war. Die Frau hat vielmehr in einem von ihren Freunden" für sie eigens gemietheten Hause in der Heinrichs Allee Quartier genommen und dort die Kupplerin und Schlepperin gespielt. Insbesondere soll sie den Wüstlingen auch Schulmädchen zugeführt haben. Inzwischen sind bereits weitere Verhaftungen erfolgt, und zwar ist es der Polizei gelungen, in dem oben bezeichneten Hause ein ganzes Nest auszunehmen. Unter den Betheiligten bej finden sich auch jüngere Kaufleute und i Studenten.
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Folgende Anekdote wird über die jetzige Königin von England von einer englischen Zeitschrift verbreitet: Als die Königin noch Prinzessin von Wales war. saß sie eines Nachmittags in der Hütte eines der Gutleute, nahm lachend einen Strumpf auf, der auf einer Bank lag und begann eine Ferse anzustricken, und meinte zu der einfachen Bäuerin: Ich bin sicher, daß Sie nicht so schnell die Ferse stricken könncn wie ich. Ich bin ordentlich stolz darauf, wie ich stricken kann. Ich habe gerade ein Paar für den Prinzen gemacht und" hier fiel die Bauersfrau der Prinzessin in die Rede und rief erstaunt aus: Der Prinz trägt also auch Strümpfe? Ach Königliche Hoheit! Nur ich und Sie. die wir selbst Strümpfe stricken, wissen, was für schreckliche Löcher die Männer in die Strümpfe reißen können!" Die Supreme Court von Ohio hat das Anti - Lynch Gesetz für rechtskräftig erklärt und das Urtheil auf 5000 Schadenersatz gegenCbampaign County für einen aelynckten Neger bestätgt. Der Strike der 6000 Cigarrenmacher in Tampa. Fla., ist vorüber. Die Stadt hat (-'.? Pontonbrücke über den Fluß schlagen lassen, so dah die Leute das Fähibcct nicht mehr zu benützen brauchen.
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