Indiana Tribüne, Volume 24, Number 248, Indianapolis, Marion County, 25 May 1901 — Page 7
WWWWWIWWWIMWWWWWWW Jndiana Lrirune, 25. Mai 1901.
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Weltmacht.
Roman von M. S t ahl. (Fortsetzung) JaM es das überhaupt. Hoheit?" Allerdings fraglich'." Und wenn dann zugleich sehr gefährlich." Die Prinzessin rang verzweifelt die Hände. Grand Dieu, was ist da zu machen? ös ist entsetzlich, man lebt wie in einem Kerker! Ueberall rennt man an Wände und verschlossene Thüren! Da sitzt man nun mit all dem großen, übermalt tigen Freiheitsdrang und kann nicht hinaus! Man hat das Gute, das Wahre erkannt und sieht es greifbar deutlich vor sich, doch kann man es nicht mit Händen fassen, ergreifen! O. das sind Tantalusqualen!" Ich verstehe Euer Hoheit Tchmerz und weiß ibn zu würdigen es ist der Schmerz einer großen, edlen Seele!" sagte der Intendant scheinbar tief ergriffen, während er innerlich überlegte, ob er noch Zeit habe, vor der Probe, der er heut beiwohnen wollte, im Officierscasino zu frühstücken. Theurer Freund, wenn ich Sie nicht hätte!" seufzte Eloira und reichte ihm feuchten Auges die Hand über das florentinische Mosaik des Tisches. Der Intendant küßte diese Hand mit begeisterter Inbrunst, indem er eine mühsam beherrschte Erregung heuchelte. Elvira seufzte. Ich bin in Ketten, ich bin in Banden." murmelte sie schwermuthsvoll in tbeatialischer Pose. Baron Ledersteeg bemühte sich, schmerzergriffen vor sich hinzustarren niit dem Ausdruck eines Mannes, der sich Gewalt anthun muß. ,Gehen Sie, gehen Sie. lieber Freund." hauchte Elvira, Entlassung winkend, ein ander Mal werd? i mehr Fassung haben für mein Geschick ich bin heute nervös ich kann Sie nicht leiden sehen. " Hoheitsdoll. mit einem matte?, lächeln und Neigen des Kopfes rauscbte sie an ihm vorbei und verschwand hinter der Portiere ifcelBoudoirs, wo sie mit einem krarnvfhaften Aufschluchzen zusammenbrach And in die nächsten Polster sank. Der Intendant mußte diese? Schluchzen noch hören, und er wuie ganz genau, was es oedeute?e, aber er beeilte sich um so mehr, zur entgegengesetzten Thür hinauszukommen. Geräuschlos und eilig entfernte er sich auf den dicken Teppichen der Gemächer und Corridore wie Jemand, der fürchtet, er könnte zurückgerufen werden. Draußen, im Freien, athmete er saf und setzte mit der üblichen Rube und Sicberheit seinen Weg fort, nachdem er sich überzeugt, daß er Zeit genug zum Frühstücken habe. Heda! Ledersteeg! Kommen Sie vom Schloß?" ries ihn an einer Straßenecke Rittmeister von Brandes zr. Direkt von der Prinzessin," erwiderte der Intendant, seinen Arm in den des Rittmeisters schiebend. Sie wissen nicht zufällig, ob d:: Herzog nach der Eremitage fährt? Capitale Schlittenbahn heute durch den Forst." Keine Ahnung. Habe nur fachgesimpelt mit der Prinzessin." Brandes sah ihn von der Seit? an. Hören Sie mal. verehrtester Herr n.t,ndant, ich glaube. Sie simpel:', ziemlich häufig Fach da oben im t:?:j 7i em Rococosalon. Das gehört zu meinem Getier t- u ijiex. Kommen Sie denn da auf Ihre Reämung?" O ja. ich muß mir die alteSchra'lb' warm halten, dafür hält sie mich. E.' giebt Gegenströmungen und Un:crstiömungen genug an diesem Hof. Der Löffler ist ein Ln"cr, und er hat die Wiltmann in der Tasche. Durch dir vermag er alles. Da muß' man ein Gegengewicht haben, und gleich nch d:m Herzog kommt hier die PrinzesIch mußte lügen, wenn ich Sie vlt diese Gönnerschaft beneidete," sag:e Brandes mit einem Ausdruck von Widerwillen. Es ist auch wenig Beneidenswerthes dabei. Die alte Schachtel ennuyirt m-ch gräßlich, sie kokcttirt mit Schöngeisterei und Freigeisterei und schielt dabei lüstern nach dem Apfel der Erkenntniß. Zum Glück bleibt es beim Begehren, sie ist vicl zu banal, um den Wunsch in eine kühne That umzusetzen.. Schließlich quc ttralei vou8? Sie haben auch nicht lauter angenehme Vorgesetzte." Brandes antwortete miwinem derben Soldatenwitz, und lachend setzten beide Herren ihren Weg fort. Prinz Arnulf erlebte indessen eine stürmische Scene bei seinem Vater. Der Herzog hatte ihn in der allerungnädigsten Laune empfangen und ihm vorläufig jedes Wort abgeschnitten. Er ließ den Sohn stehend den Zorneserguß anhören, der ihm sein ganzes Sündenregister vorhielt, und in dem leidenschaftlichen Ausbruch seines Aer. gers und Unwillens sprang der alte Herr oft von seinem Sitz auf und trat mit drastischen Gesticulationen dickt
vor denSünder. der militärisch stramm stand, ohne mit der Wimper zu zucken. Solch ein Schlingel von einem Lausbub, solch ein grüner Grasaff!" fchrie der Herzog, g-5b vor Wuth. Ist noch nicht trocken hinter den Qhren und kann sich nicht schnell genug mit Jeu und Weibern ruinrren! Glaubst Du, ich erfahre nicht, wie Du's treibst? Ich weiß wohl, daß Du Deine Zeit lieber in Blumbergs Theaterschul? als bei Deinen Rekruten zubringst und lieber mit Würfeln und Karten, statt mit den Ttudien, die Dir obliegen! Glaubst Tu, ich werde Dir dies schämlose Treiben noch länger durch die Finger sehen? Nein, meine Geduld ist zu Ende, von mir hast Tu nichts mehr zu erwarten, und wenn Du Schulden hast, kannst Du sehen, wer sie Dir bezahlt! Ich lasse Dich fallen, meinetwegen magst Tu in der Schutztrupve irgendwo am gelben Fieber krepiren oder nach Klondike Gold graben gehen!" In dieser Tonart ging es eine gute Weile fort, bjs der Herzog sich beinahe heiser geschrieen. Tann beruhigte er sich etwas und zog mildere Saiten auf, d. h. er hörte auf, zu schimpfen, verlangte aber eine gründliche Beichte. Als sein Sohn mit einer Forderung von zehntausend Mark kam. bekam er einen neuen Wutbanfall, drohte mit Ausstoßen und Enterben, worauf Prinz Arnulf ganz bescheiden um eine Ausrüstung für die Colonieen bat. Er sähe ein. daß er gefehlt, und wolle sein: Schuld als Verbannter dort büßen, wo er sein Leben im Dienste des Reichs einsetzen könne. Er wußt: ganz genau, daß sein Vater ihn nie gehen lassen würde, und wenn er ihm auch stets seinen älter: Bruder, den Erbprinzen Carl Heinrich. als Muster aufstellte, so konnte er diesen im Grunde nicht leiden, weil er tfm in seiner philiströsen Rechtschafsenheit und Beschränktheit unsqmpa-:t:-'ch und langweilig war. Seine Schwiegertochter, die Erbprinzessin Alice, war ihm erst recht ein Greuel. Die steife, temperamentlose Engländer,n, mit ihrer ostentativen Kirchlich'eit und strengen Moral, befand sich stets in schroffem Gegensatz zu seinen Neigunaen und Sitten. Das erbprinzlicrePaar lebte auf der Herrfchaft Roscngarten ein Leben für sich und kam nur zu Repräsentationsfesten in die Residenz. Prinz Arnulf war von jeher der Liebling seines Vaters gewesen, und dieser tolerirte seine Streiche und Excesse stets so lange, bis sie ihm zu hart an den Geldbeutel gingen. Dann crulud sich, wie heute, ein Strafgericht über das Haupt des Sünders, das noch stets mit Pardon und Schuldenzah'ung geendet hatte. Der Entckluß feines Schnes. in den Colonio '.dienst zu, treten, verfehlte seine Wirkung nicht. Der Herzog ging mit finster g?runzelten Brauen im Zimmer auf und ab. "Das hat man daoon das hat man davon" murmelte er ingrimm.'g. Mit dem Stockfifcki. dem Carl, und feiner steisgeschnürten Quäker-Prin-zessin soll ich hier sien bleiben, und Du willst Dich da mit dem Mohrenge-sir-.del herumschlagen und Negerireib-.'r poussircn! Du. vrm dem ich doch noch l'twas Freude ?ih meine alten Tage hoffte! Mit Elvira ist auch nicht mehr viel los. sie ist schon die ausgemacht: alte Jungfer mit höreren Zwecken!" Je't hielt Prinz Arnulf den Augenblick sü" ''i.'nstia. Hatxn denn mem gnädigster Papa scU.i bx Neuigkeit vom alten Dellmenfco:;: gehört?" Was für ein: Neuigteit?" fuhr der Herzog unwirsch auf. ..Was giebt's lnn wieder mit dem a1"en Reibeisen? V.'ei'.n ich dem nur an den Kragen kör.nte für seine hochverräterischen Giohschnauzereien!" Die Gerechtigkeit des Schicksals hat das fr? Dich besorgt, lieber Papa. Ter Aite ist völlig pleite. Stockhausen ist futsch, und er ist zum Bauern degradirt! Ihm ist nichts als ein Bauernhof, der Waldhof in Rothemühle. geblieben, wo er bereits mit seinei Familie Einzug gehalten hat." Was Du sagst?" rief der Herzog, indem sein Gesicht sich bedeutend erheiterte. Ist das wirklich wahr?" ..Thatsächlich. Ich hörte es gestern Abend im Casino von einem alten Regimentskameraden des Obersten. Das soll die reine Tragikomödie sein da auf dem Waldhof. Einen alten Ochseninecht und eine Schweinemagd haben sie als einzige dienstbare Geister, und der Knecht muß jetzt in Livree Ställe ausmisten und Bieh füttern. Die Schweinemagd muß die Frau Baronin frisiren, und das Freifräulein steht am Kochherd." Em ungeheurer Heiterkeitsausbruch des Herzogs unterbrach diese Schilderung. Der alte Herr hielt sich die Seiten vor Lachen, worauf der Prinz fortfuhr, das Leben auf dem Waldhof als Posse auszumalen. Er hörte nicht eher damit auf, als bis sein Vater vor Vergnügen in der besten Laune von der Welt war. Und dann ließ dieser sich die Geschichte immer und immer wieder erzählen, er weidete sich an der Komik der Situationen, die Prinz Arnulf aus der Phantasie dazu erfand, und die alle daraus hinausliefen, die Demüthigung und gesellschaftliche Degradation seines Feindes in das grellste Licht zu setzen. Als der Prinz sich endlich veradschieden wollte, nachdem sich der Staatsminister hatte melden lassen, war des Herzogs Herz vor lauter Freude und Vergnügen so weit erweicht, daß er, ihn auf die Schulter klovtend. saate:
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Na. alter Junge, wu wollen noch mal Gnade vor Recht ergehen lassen. Lübling soll Deine Affairen in Ordaung bringen, ich werde ihm eine Anvelsung auf zehntaufend Mark geben. Hin hast Du einstweilen etwas zur Aushilfe. Aber daö ist das letzte Mal. verstanden?" Wahrend Prinz Arnulf schmunzelnd die blauen Scheine in sein Portefeuille wandern ließ, bekam er noch eine letzte väterliche Ermahnung und Moralpredigt mit auf den Weg, worauf er leichten Herzens und seelenvergnügt die breiten Marmortreppen des Schlosses herabsprang, bei sich überlegend, welche Kameraden er zum Sectfrühstück einladen wolle, um diesen gelungenen Coup zu feiern. 14. Capitel. Das Resultat dieser Ueberlegung war bei Prinz Arnulf der Entschluß, Löffler. der eine sehr einträgliche Stellung als Hoftheater - Dramaturg und Hofdichter inne hatte, zur Feier seines glücklichen Erfolges einzuladen. Löffler hatte den größten Antheil an diesem Erfolge, da er ihm gerade im reckten Augenblick die Neuigkeit über Dellmenhorsts Unglück mitgetheilt. Er fuhr also nach Löfflers Wohnung. und als er dort erfuhr, dieser sei zur Probe im Hoftheater, ging er zu Fuß nach dem nahe gelegenen Musentempel, wo er gut bekannt war. Er traf dort den Intendanten, Dr. ! Löffler urfd Dr. Blumberg. den Inhaber der Theaterschule. Alle drei wollten einer Probe von zwei Anfängerinnen beiwohnen, und da keiner von ihnen Zeit hatte, der Einladung des Prinzen für den Moment zu folgen, wurde dieser scherzend aufgefordert, der Probe als Sachverständiger beizuwohnen, worauf er sofort einging. Die erste Debütantin war ein junges Mädchen aus der Provinz Sachsen, die für eine Naive in Aussicht genommen war und ihre Sache ganz nett machte, bis auf den Provinzialdialekt, den sie noch nicht ganz überwunden, was den vier Herren Anlaß zu großer Heiterkeit gab. Der Prinz redete m übermüthigster Laune im carikirt sächsischem Dialekt ! dazwischen und brachte sie vollständig rn Verwtrrung. Blumberg war rn Verzweiflung, aber alles endete mit großer, allgemeiner Heiterkeit, denn das junge Mädchen benahm sich dem Prinzen gegenüber so unverfälscht als Provinz-Naioe, daß es fast wie die höchste Kunst wirkte. Aber das Lachen erstarb, als die zweite Kunstnovize auftrat. Es war Elfriede Eichler, Wulfhilds Waldelfe, die heute den ersten schüchternen Versuch auf Engagement wagte, nach dem sie einen längeren Cursus in Blumbergs Schule durchgemacht. Donnerwetter. Blumberg, da haben Sie ja einen seltenen Vogel eingefangen," murmelte der Prinz überrascht, als er Elfens ansichtz wurde. Ter Intendant rückte mit großem Interesse den goldenen Kneifer zurecht, und Löffler war wie elektrisirt. Elfe sollte einen Monolog aus Julio" svrechen. und eine holdere Ju lia konnte man sich in der Erscheinung nicht wünschen. Sie hatte sich für diele wichtige, entscheidende Stunde ein altes, schwarzes Atlaskleid ihrer Mutter, aus den Tc ! gen früheren Glanzes, zurechtgemacht. Es umschloß eng und knapp ihre zarte ; Gestalt und endete in einer kleinen Schleppe. Ein schwarzes Spitzenfichu war lose um Hals und Schultern gesteckt und auf der linken Seite mit , einigen Rosen zusammengehalten. Sonst hatte sie keinen Schmuck als ihr schönes braunseidenesHaar. das, regetlos aufgesteckt, sich über der Stirn auf, bauschte und das feine, vor Erregung fchneebleiche Gesichtchen dunkel umschattete. Das Seltenste an dieser liebreiz:den Erscheinug aber waren die großen innigen Mädchenaugen, die jetzt im Feuer einer seelischen Ekstase glühten. Elfe hatte nicht einen einzigen Blick für ib.re Kritiker, sie wußte in diesem
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r m $U Augenblick gar nicht, vor wem it sprach, sie war nur bei der Sache. Hinab, du fla?nnenhufiges Gespann, zu Phöbus' Wohnung! Solch ein Wagenlenker, wie Phaeton jagt Euch gen Westen wohl und brächte schnell die wolk'ge Nacht herauf!" begann sie mit ihrer weichen. Wohllautenden Glockenstimme. Sie sprach die ganze Scene mit tiefem. leidenschaftlich warmem Empfinden und mit einer entzückenden Keuschheit. Zwar fehlte ihr die lodernde Gluth der Südländerin und ihr fehlte die große Freiheit der echten Künstlernatur. doch traf sie den Ton des Liebesvcrlangens echt und mit jenerWahrheit. die aus den Tiefen der Seele kommt. Der leicht entzündende Prinz gerieth in Ekstase und berauschte sich förmltch an dem ersten Eindruck, der. wie er behauptete, phänomenal sei. Der Intendant wurde sehr nachdenklich und erkündigte sich lebhaft interessirt bei Blumberg nach den Familienverhältnissen der jungen Dame. Sollte ihn vielleicht hier ein Glücksfall bereits das finden lassen, was Prinzessin Elvira suchte ? Eine Rivalin der Wiltmann? Die Mittheilungen Blumbergs befriedigten ihn sehr. Arm schützlos kranke Mutter aufopfernd ideal bis zur Schwärmerei und völlig naiv daraus ließ sich etwas machen. Sie mußte nur in die rechten Hände kommen! Ob sie sich für Elviras Bestrebungen, für das moderne Drama eignete, war eine andere Frage, sie schien mehr eine Cordelia- oder Ophelia-Natur, mehr eine Amalie und ein Gretchen als eine Sudermann'sche Magda oder Jbsen'sche Nora. Jedenfalls ließ sich die Sache überlegen und mußte geprüft werden, er wollte sehen, die Prinzessin für sie zu interessiren. Mehr als an dem Erfolg des mooernen Dramas lag ihm an der Bescitigung der Wiltmann, deren Launen und' Tyrannei n längst , überdrüssig war. Leider verhinderten ihn dringende Geschäfte ine Reise nach Berlin zur Premiere ernes Lümmels der tun oen Dame sofort näker ztu treten. Er ließ sich nur auf eine kurze UnterHaltung mtt thr em. tn der er Blumberas Charakteristik bestätigt fand. Mit der Absicht, gleich nach seiner Rückkehr etne größere Probe anzuordnen. in der Elfe eine große Rolle durchzuführen hatte, in Gemeinschaft mit Bühnenmitgliedern, verabschiedete er sich, nachdem er Blumberg Instruktivnen über ihre Schulung in dieser Rolle gegeben. Auch die junge Naive aus der Prooinz Sachsen sollte zu einer weiteren Prüfung vorbereitet werden, u. fo gratulirten die drei zurückgebliebenen Herren den beiden Bühnen - Candidatinnen zu diesem ersten, wahrscheinlich entscheidenden Erfolg. Prinz Arnulf, auf's angexehmfte angeregt und in der besten Laune von derWelt. lud jetzt beideDamen und die Herren zu dem beabsichtigten Sectfrühstück ein. Elfe machte ein sehr fogstliches, zögerndes Gesicht dazu und hätte sich gar zu gerne entschuld'gt, aber Blumberg flüsterte ihr zu. daß sie im Interesse "ihrer künftigen Carriere dem Prinzen keinen Korb geben dürfe; es fei nuf alle Fälle rathsam, sich demselben liebenswürdig zu zeigen. Tie Sache sei ja an und für sich ganz barmlos. (Fortsetzung folgt.) , A erplappert. Hausherr: Meine Frau ist plötzlich krank geworden, Anna!" Dienstmädchen: ,.Sehen Sie, das habe ich mir doch gleich gedacht . . . gestern hat sie die Badeanzüge nachgesehen!" Angepaßt. Dame (zur Freundin): Ach, ich zerbreche mir den Kopf, ich geh' mit meinen fünf Töchtern nach Hinderneg. was für Kostüme wären am passendsten?" Jagdko-stüme!"
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