Indiana Tribüne, Volume 24, Number 243, Indianapolis, Marion County, 20 May 1901 — Page 7

T

..na Tribune. S. Mai 1901. 7

l

f i I

bO YOU GET üP WITH A LAME BACK ?

Kidney Troutle Makes You Miserable. Almest everybcdy who reads the newspapers is sure to now cf the wonderfu! 11 i , f-rt m 12 A Kr Tw

) j - w V, tY KUmM'sSwtmp-Root,

iiJf

Mi ue mat kidney, üver and t?dcer remedy. - It i the great mediü cai trjv.mtjh cf the nineteent;. Century: cis- . covered af:er years of ijjll scientific rscearch ty r3 Dr. Kiimer, the emi

u ! r z

Jl l. 1 jv

,y

' J s.r

r wonderf I u.

nent kidney and biadcer scecialist. and lderfuJ'y successful in rrcrrmtlv curincr larr.e back, kidney. bladder. uric acid trrmbles and Bright's Disease, which is the worst form of kidney trouble. Dr. Kilmer's Swamp-Root is not recornrr.erded f or everything but if you have kidney, üver or bladder trouble it will be found just he remedy you need. It has been tested insomany ways, in hoital werk, in private practice, amor.g the heipless tco poor to purcha5e relief and has proved so successful in every case that a special arrangement has been made by which all readers cf this paper who have not already tried it, may have a sample bottle sent free by mail, also a bock MHtÖf more about Swamp-Root and how to find out if you have kidney or bladder trouble. When writingmerrtien reading this generous Otter in this paper and send your address to Dr. Kilmer&Co.,Einghamton, N. Y. The

tas;

reguiar lüty cent and Home of s-mmp-Root. V dollar sizes are sold by all good druggists,

I Theoslore F. Sniither

geschickter und zuverlässiger Dachdecker, Lrch- und .icsdächcr, Dächer von A-TpHalt nud Gilsonit. (rnarccändler in allen Arten von DachMaterialien. Telephon 801. Al1Weft Maryland TtraHe. udivri::. tiic ro;i Benote Äve. unt Mailand 2tr Ottmar Keller, 217 Ost Washington Sir. : jycinc : Weine, Ciquöre nnd Cigarren DWlck Vih icrvirt kf Ottott zu jeder Zeit i?auptauarlter der Backer, Badens Metzger uiit anderer Vereine. Telephon 3327. as .IKLi'on Rum, 115119 Ctt south strafte. ist tim Herberge nach kockfche Art. Der Dftigk 'inre: eir.vN kül'len Trunk. dc: Hui-gr-'-e einen reicr be'eyten Tisch, der Müde rifl ßlteD, reines Bett und jeder Mch tim ;nv?rko?n!nende shblg. Kost und Logis beim Tag rder bei der '.'oche. )eder:nann ist freundlich eingeladen tfteo. Peter Hammerle.

. Wirthschaft oen 0. LEI KHARÜT ;nr Gemüthlichen Ecke 102 N. Noble Sir. IHI MO tOU. Made Kneipe Feine imvorc'.rte und e:nhci'.nische Weine. "MB (ute 5igarrcn. Tns beste Bier in der Stad! stets irisch an Zapf

JOHN WEBEK, Miaentbümer. COLUMBIA HALLE 801 üd Tclaware 2tx. JOHNEBER. gmcham

Gewählte Weine, Liquöre und Cigarren. Die Halle wird verrentet für Bälle, Hoch eiten ,c, zO mäßigen Preisen. Telephon (alt' 743. Jacob Roller, 301 w. Washington Str. Restaurant und Sample Room. Guter Lnch nud vorzügliche Gettänke. Offen Tag und Rächt.

Weltmacht.

Noman von M. S t ahl. (Fortsetzung) Bu pmt, als ob das Gold auf der strafte läae". erwiderte Rodericki.

so einfach wird die Sache wohl doch war es darum um so süßer, noch genicht sein. 54 bin a ebenso wie 5u 1 kutet von der heillgen Sckeu vor der

s?st entschlossen, Mittel und Wege zu m - v großem lzrwerd zu finden und hätte mich nie mit der zahmen Dürftiakeit einer Existenz begnügt, wie sie die meisten memer tandesgenossen im Off:-cier-und Beamtenstande führen. Ich bin meinem Vater außerordentlich dankbar, daß er meinen Wünschen Gehör gab. seine Vorurtheile überwand und mich die Jnenieur-Carriere ergreifen ließ, denn auf diesem Wege kann man es doch zu etwas bringen. Wäre ich z. B. jetzt Officier oder Jurist, könnte ich mich nach irgend einem Fräulein Oppenheim oder Vanderbilt umsehen, um mich zu retten, es wäre fast ausgeschlossen, meinen Eltern zu helfen, und ich sänke zum Sklaven der Schwiegereltern herab, aus deren Tzsche ich lebte. Nein. Gott sei Dank, daß mein Vater ahnungsvoll solche Eventualitäten vorausgesehen und mich davor bewahrt hat! Lieber eine Kugel vor den Kopf! Daß dergleichen Existenzen in unserem gesegneten Vaterlande in Uebcrzahl vorhanden sind, beweist, wie wenig Individualität die Masse hat! Aber sage mir. wie steht ?s mit unseren japanischen Plänen? Werden sie sich realisiren lassen und werde ich trotz des Verlustes Theil daran nehmen können?" Großartig steht es damit!" erzviKrl TSalrii- Hirti,P r,.. , N uviiv . i.n.uy t.uuUjuiyi, uiyuii.H sein Rasirzeug zusammenlegend. ..Ich hatte gestern einen Brief von OnZ.'l Tunkan aus Tokio, von dem ich Dir des Festes wegen noch nicht Mittl-e:-lung machen konnte. Er schreibt mü, daß er die Eon.essicn der japanisck-.'" Regierung zum Bau der Eisenbahn!:nie Tokio Nihon Tetsudo-Kwaiba in einer Ausdehnung von S50 Kilometern so gut nie in der Tasche habe und unter den denkbar günstigsten Bedingungen. 'Ick soll sofort die Reise antreten und kommen. Die Regierung gieb: der Gesellschaf: die Staatslande reien pachtfrei und bat für die Verzinsung des vakcaptta! mit einer act:prceentigen Dividende Staatsgarani'e geleistet. Nun hat noch mein Onköl Scklauberger eine klug ausgetiftelte Bestimmung in die Eoncessionsurkund? eingeschmuggelt, die von ungeheun Vortheil für die Gesellschaft werden kann, nämlich, daß die Staatsgarantie nickt für die gesammte Linie, sondern getrennt für die einzelnen Se ticnen der Strecke gi't. Ist nun die Rentabilität der einzelnen Sektionen verschieden, so muß der Staat, selbst wenn die Letriebsergebniffe einiger Sectionen derart befriedigend sind, daß er eigentlich gar keinen Zuschuß zu zahlen hätte, doch für dcn Ausfall einer Strecke, um die acht Procent voll zu machen, gewaltig zahlen. Run frage ich Dich, ob da das Geld nicht auf der Straße liegt? Eine solche Gelegenheit wird sich auch in Japan nicht zum zweiten Älale bieten, denn zum zweiten Mal wird die Regierung schwerlich eine solche Schwäche geii großcapitalistische Sonderintereff.'l'. von Prioatbahn - Gesellschaften zeigen. Natürlich begleitest Du mich mit vem nächsten Dampfer! Zu diesen Bahnbau gehören tüchtige, kmgk Kräfte, und mein Onkel wird das sorgen, daß man die unseren unter den günstigsten Bedingungen verwertet. Was wir an Eapital besitzen, legen wir in Babnactien an glaube mir wo Onkel Tunkan die and im Spiel hat. ist da- Geschäft sicher, wir bekommen unter der Hand billig, und wenn wir zu hohem Course verkaufen können. so ist unser Glück gemacht. Darum rathe ick Dir den ganzen RestDelnes Vermögens in diesen Bahnactien anzu.eacn. Hurrah! es qeht hinaus in die Welt! O. Dieter! welche herrlichen Ausfichten sind es!" rief Roderich. dem , Freund vor Freude um den Hals falUn ..Ewig bin ich Dir zu Tan! verpflichtet, daß Tu mich theilnehn-? ! läßt an diesen grcßartizcn Chancen! nsz aus: laß uns sofort alle chrntc tbun. UM mit der nächsten Gelegenheit aufzubrechen. Vor allen Dingen komme mit zu meinen Eltern, um ihnen klar zu machen, welche Aussichten sich i uns bieten und daß sie wieder hoffnungsooller in die Zukunft blicken können. Die Aermsten sind, wie Du Dir denken kannst, furcklbar. niedergeschlagen und fürchten das Scblimmsie." Deine Eltern bcdaure ich ausrichtn, denn bis wir die Früchte unserer Ur:ternehmungen einheimsen, ist für sie immer eine schwere Zeit." sagte Die trick. der jetzt seine Toilette beendet hatte und Roderich nach dem Frühstückszimmer folgte. Hoffentlich ftehen ,

die Dmge mcht so schlimm, wie es zu- , ein Hund, denn es giebt ihm heutzuerst den Anschein hat." i tage niemand mehr einen rothen Hell.'r

Am Frühstückstisch fanden die Freunde, die Arm in Arm das Speisezimmer betraten, eine trübselige Gesellschaft. Die Eltern sahen übernäcb- j tigt und trostlos aus. und Wulfhild. j die eben erst den Schicksalsschlag erfab- ; ren. verwirrt und erschrocken. Auch sie war gestern wie ihr Bruder in einem Rausch von Heiterkeit und Fetsreude gewesen, und das heimlich -r-1 wachende Liebesaluck hatte sie über alle ,

magncren nncuSgetp5 Vn irrnniaftcTi ukunfts

.nschlafen lassen. Dietrich irip! hatte ikr bei Spiel und ti alle jene untrüczlichen'Leweise gegeb C! , die ein Frauenherz zu der Annahnie berechtigen, es werde geliebt. Und wenn auch das Werben und Gewähren zwischen ihnen nur ein verstecktes, heimliches Spiel zewesen. so Frucht der Erkenntniß Der sähe UM JU i.l i- H v . . . M w. 1TMI..JI - UÜU lUU UIU' ligiuu um daher betäubend für das junge SWafc ! lhenEs war alles plötzlich w'.e durch einen bösen Zauber verändert. Dranßen hing ein trüber Regenhimmel über der gestern so sonnigen Welt, die Eltern alichen wahren Jammergestalten, und auch Dietrich trat ihr heute wie ein ganz Anderer gegenüber, so nüchtern und sachgemäß. Nur Roderich war in gehobener Stimmung und sah strahlend aus von Hoffnung und Zuverficht. Er sagte seinen Eltern gleich bei der Begrüßung, sie sollten nur Muth fassen. er habe bereits Mittel und Wege gefunden, die ihn zum Ziele führen würden, und dann setzte er ihnen seine und seines Freundes Pläne auseinander. Dieser unterstützte ihn. indem er die betreffenden Stellen aus demBriefe seines Onkels vorlas und Roderichs Mittheilungen bekräftigte und weiter ausführte. Wulfhild lauschte wie im Traum, Frau von Dellmenhorst faltete die Hände, während ihr langsam Thränen die Wangen herabliefen, aber der Oberst schüttelte noch skeptisch den Kopf. ..Kinder. Kinder", sagte er. ..d' klingt, als redetet Ihr von Bergen aus dem Mond! Solch halbcioi'isirte Vö!ker sind doch zu unsichere Cantonisten. Da kann ein Krieg kommen, ein Regierungswechsel, einAufstand. und Ihr h'bt umsonst gearbeitet. Solch ein ihnbau dauert Jahre, Utttervesien kann die japanische Regierung wo',l anderen Sinnes werden und ibre Eonttssione zurückziehen oder ändern. Mas wollt Ihr dagegen machen im fremden Lanoe unter m Heidenvolk, das doch nicht Rechtsbegrifft, hat wie wir? Und da ll Roderich sein letzies bi-chenVermögen riskiren? Das scheint mir dock für jemand, der N'.chi mei zu verlieren ha:, eine höllisch ge,r)agteSp?culation! Dazu möchte ich meine Einw'.digung nicht geben." Jetzt :rat Rauschnigk vor und wider-!e.-,te alle Einwände des alten Herrn mit glänzender Beredtsamke.t. Er lehrte ihn über japanische V:rbältnissc, über den jeweiligen Standpunkt der japanischen Culturentwickelung, da eine Rückwärtsbewcgur.g Dort ganz ausgeschlossen sei. und daz gerade deutsche Wissenschaft, deutsche Technik und deutsches Militär n.usterailtig seien und hoch im Werthe ständen. D-:r rasende Fortschritt, den die 'iesormbwegung jcnt in Japan mache, bedinge Zuzug von ausländischen Geistes- und Arbeitskräften, daher das große Erngeoenkommen der Regierung, das für die nächste Zukunft noch zunehmen werde. Und gerade Deutschland habt die ersten und besten Chancen Wer jetzt die gebotene Gelegenheit richtig ersässe, sei ein gemachter Mann. Denn aller Erfolg der Welt beruhe nur darauf, ein offenes Auge zu haben für die gerade dringenden Bedürfnisse der Eulturentwickcluna. Arbeitstüchtiglcit aein nützt nicht; wer Großes -r-reißen will, muß jene hellseherische Intelligenz besitzen, die den ganzen Zeitengana undEulturdrang überblickum dcn Hebel am rechten Ort und zur rech tcn Zeit einzusetzen. ES lag etwas in der Art. wie Rauschnigk sprach, was anderen Leuten seine Meinung aufzwang. Schrei und Bekümmernin schwanden aus Wnlshilds Zügen, und sie sah zu dem Sprecher wie zu einem Retter auf, dem man unbedingt glaubt und vertraut. Aber der Oberst war ein mif.trauischer Starrkopf, und er war jerj in zu schlechter Stimmung, um irgend etväö in der Welt gut heißen zu tönnen. In seiner galligen Bitterkeit blieb ihm nur das eine Bedürfniß, andere en ärgern und sich an anderen zu reisen. TJIU anderen Worten", sagte er mit höhnischem Aflacben, ..man muß eben ein Schack'ergenie sein, eine Krämernatur. um beim anderen immer die schwache Stelle zu finden, wo man ibn durch Druck und ein bischen Schwindel übcroortheill. All Ibre scbönen Projecte laufen doch darauf binaus, die guten Herren Japaner tüchtig übers Ohr zu hauen. Das ist ja iuÄ die einzige Art, wie sich anderen Leuten I oas eiD aus oer .aiaze Zieqen lai. Der Eine nennt es hellseherische In telligenz und der Andere nennt cö Schwindel das ist der einzige wesentliche Unterschied zwischen denMenschen. Ter Erste kommt jedenfalls wei-1 ter. während der Andere an seinem altmodischen Ehrgefühl trepiren kann wie dafür!" ..Von Schwindel ist hier nicht die , Rede", fiel Rauschnigk mit kühler j Selbstbeherrschung ein. Wenn unser , Könr m und unser Wissen zur Zeit bei ; den Japanern so hoch im Preise steht, daß sie zu allen möglichen Concessto- j nen geneigt sind, so wären wir einfach ' Narren, wenn wir uns selber unter : bieten wollten. Wir werden für ihr autes Geld Gutes leisten und sind uns ,

unserer xihnungsrarngten vollkommen bewußt. Von einer Täuschung oder einem Betrug kann also da keine Rede sein." Roderich und Wulfhild. die bei des Vaters rücksichtslosen Worten ganz erschrocken ausgesehen hatten, bewunderten den Freund aufrichtig wegen seiner kühlen Ueberlegenheit. Ich bitte Dich, lieber Egolf",

wandte jetzt Frau von Dellmenhorst r,; ..v. ..i.v::-r:- , fr.1 iuiMl unu uuuuuuijiy, ein, aciui uuc : Leute so dächten wie Du wo sollte wool das Großcapi herkommen rn, der Welt? Wenn Du es im Leoen verstanden hättest. Deinen. Vortheil ?:i wahren, würde man Dich darum nicht einen Schwindler nennen." Solch eine Bemerkung seiner Frau schlug bei dem Obersten dem Faß den Boden aus. Sie hatte bei all ihrer bedingungslosen Unterwerfung -in verhängnißvolles Talent, ihn unfreiwillig auf die Hübneraugen zu treten. Am h limmstcn war es, wenn sie verMitteln oder etwas Besänftigendes sagen wollte, denn dann sagte sie jedes Mal etwas, was ihn in Wuth versetzte. ..Weiberlogik!" schrie er sie an. Du bist Dir wohl wieder mal selber nicht klar, was Du da redest! Ich bin kein Sckwachtopf und Hansnarr, ich habe genügend verstanden, was ich verstehen mußte! Wenn ich beraubt und betrogen worden bin. so hat das mit meinem Verstände -garnicht- zu thun, sondern nur mit der Gemeinheit, der Schlechtigkeit und, der Unfähigkeit anderer. Das Großcapital! das ist ;i eben die Wurzel alles Uebels! Es häuf: j in den Hand derer, die das weitesie Gewissen und den größten Sckachergeift haben, wächst laÄ7aenariig nach dem Gesen, daß Großes das h ::nc an sich zieht, und erdrückt alle' ö!ndne. Folge ist Corruption auf der einen eite durch den Ueberfluß und Entartung auf der anderen durch ttr, Man.at' verzeihen Sie, Herr Oberst. 3ie sch -nähen da eine Macht, die doch das eige-tliche culturbewegende Element der Welt ist", fiel Rauschnigk lebhaft ei'i. Wo wären wir ohne dieses? Bedenken Sie. es hat in einem Jahrhunder: d-e Physiognomie des Erdballs dk7änd5"k, all? Erd?nbewohner durcheinander gerüttelt und einander näher gebracht. Es ist die fruchtbringende, alle Kräfte zur Arbeit heranziehende. sZes treibende Macht, ohne die unsere i Kultur bald still stehen würde, wie das Muylrad. dem das Wasser versiegt. i Diese Macht erst macht den Menschen zum Herrn der Erde, für den Zeit und Raum keine Fesseln mehr sind. Es hat die Alpen durchbrocken, durch Bergesriesen und unter Flüsse Tunnels gegraben, es hat Rieienströme uverbrückt und die ganze Erde mit einem Netz vonEisenbahnen.Telegraphen und Telephons umspannt, sogar die Erdtheile mit Eanälen durchschnitten. Es fübrt schwimmende Paläste in Riesenflotten über die Oceane, die unsere Cultur bis in die fernsten Erdtheile tragen, es hat die Nacht besiegt und die Welt mit dem strahlenden Glaaz des elektrischen Lichtes erleuchtet. Fast alle Segnungen unserer modernen Cultur würden nicht zu verwirklichende Träume für uns geblieben sein ohne die Macht des Großcapitals, das sich die Elemente und alle Kräfte der Erde dienstbar macht." Sehen Sie sich aber ein Mal die Kehrseite der Medaille an, mein junger Freund." unterbrach der Oberst Rauschnigks enthusiastische Beredtsamkeit. wenn das Großcapital die wirkliche. die sichtbare Welt vervollkommnet hat. so schlug es dafür die Welt des Ideals in Trümmer! Es giebt doch noch etwas, das höher steht als materielles Wohlsein, als Annehmliche Zeiten, die uns Dampf, Elektricität und Technik verschaffen können und gerade dieses Etwas hat es uns I glaubt den Glauben an das hoch- j ste Menschheitsideal und seine richtige j Werthschäkunq. Die Mackt des Großcapitals hat wieder ein Mal das golderle Kalb zum Gott gemacht, und wer etwas sein und bedeuten will in der Welt, darf keine andere Götter haben neben ihm. Daher die wilde, zügellose Geldgier, der gewissenlose Schacher, der überall mit der steigenden Cultur rrächst. und aus dem riesenhaft die Corruption geboren wird, der alle Heiligthümer der Menschheit für Gold feil sind. Ich erinnere Sie nur an da eine Beispiel des Panama-Skandals! Und diese Corruption. einmal geboren, wächst, bis sie als scheußlicher Krakea das Staatsschiff eines Volkes umklammert. um es rettungslos in den AbnTitnh an iirhen Die riesenbafte AnZi:..z" w. Mii hn2 i 1)UUIUIIU 1.XS vuiiuufuu.s tuw;. große Arbeiterheer, den vierten Stand : m..s(..;i imm fsnhpn rmf den , UCt jjiciluncii, juin man so lanae alles Elend, alle Qual und alle Lasten der Erde häuft, bis i er in der Wuth seiner Verzweiflung! als Loki aus der Tiefe steigt und die' Cultur in Trümmer schlägt. Das i sind dann die Segnungen des Großca-; pitals! Sie müssen mir zugeben, daß ! die Börse mit dem Börsenspiel ein ' Giftbaum im Garten der Menschheit ist. an dessen wurmstichigen Früchten sich die Speculanten wie Schweine i mästen Diese Leute, die ohne Arbeit i durch Speculation sich bereichern, sind ! in meinen Augen nichts als gefräßige ; Haifische, die allen Besitz verschlingen , " ' 1 J- i ri.ik.tf..i wollen ampyre, otc aues yjeiDDiui ; tn sich 'saugen. Mastschweine der Plutokratie. die sich im Golde walzen. während die Menge in Auszehrung verfällt und langsam degnerirt!" ck erinnere Sie daran. Herr

Oberst, daß es keme Macht in e? Welt giebt, die nicht mißbraucht würde. und doch würden Sie darum ntt dem sozialdemokratischen Grundsatz der allgemeinen Gleichmachung huldigen wollen," fiel Rauschnigk dem alten Herrn in das Wort, der sich immer mebr in Zorn und Feuer hineingeredet

hatte. Halten ie doch em Mal unter den Souveränen, den Gottesgnayon , C rri llmfrfvit Yri!r4i 'uuu, m" wl,u'V bl von Beginn der Menschengeschichte an mehr zu einem rkzeug krasser Selbstsucht und der j.iw:?,. J.;.k;J- eyw;. Befriedigung niedrigster Jnstincte ge macht als diese? Und doch sind die Segnungen, die die Menschheit dem monarchischen und dynastischen Princip verdankt, entschieden größer, als das Uebel, das es gestiftet. Doch würden Sie darum nicht alle Throne und Kronen aus der Welt schaffen wollen. Ebenso ist es mit der Herrschaft des Großcapitals. Ohne dieses würde auch die große Intelligenz ihr Können nicht zum Heile der Menschheit verwerthen können. Und diese große Intelligenz hat ebenso wie der Geburtsadel Ebarakterbelden. Menschen, bei denen Genie und Charakter sich das Gleichgewicht halten, die. hoch über kleinen, selbstischen Zwecken stehend, nur für das Große. Allgemeine arbeiten, schaffen und wirken. Das sind die Idealisten des Großcapitals, die von ihrer Höhe eine weite Fernsicht haben und zu ihren genialen Unternehmung gen Mittel brauchen, zu denen nicht einmal das Vermögen des Staates ausreichen würde. Versperren Sie diesen Genies Thür und Thor zu den großen Mitteln, zu der Möglichkeit, ihre Geistes- und Schaffenskräfte in That umzusetzen, und das geistige, intellectuelle und materielle Niveau eines ganzen Volkes sinkt, um sich nie über die Mittelmäßigkeit zu erheben. Nicht die Durchschnittsmasse niil dem V.tinen Prioatvern'ögen, ordern die Summe von Gen.? und die Höhe des Großcapitals, die in einem Volk vorHanden, bestimmen seinen ganzen Culturfortschritt und erheben es zurGroßmacht." ..Das ist mir aus der Seele gesprochen". rief Roderich mit leuchtenden Augen, indem er den Arm um die Schulter des Freundes legte. Siehst Du, Vater, von diesem Standpunkt fasse auch ick das Ringen um den Besitz, um Geld und Reichthum auf! Wer zu den Ersten und Besten seiner Zeit gehören will, zu den Culturmachern, der muß nach großen Mitteln streben! Darum laß uns nur ausziehen, um unser Glück zu versuchen, da. wo es uns geboten wird! Tie Zeiten sind für immer vorbei, wo der Edelmann auf seiner Scholle, dank seiner Geburt und einer derben Faust, der Erste im Lande war. Wenn wir einst als Sieger des Schicksals heimkehren, wenn wir den Erfolg für uns haben und ick mit Gold alle verlorenen Reckte unserer Familie zurückerobere, dann wird auch Dein Vorurtheil gegen die Art unseres Erwerbes hinsinken wie Nebel vor der Sonne!" Ja wenn! wenn!" seufzte der Oberst und ließ den Kopf sinken. An unserem Erfolg ist ar kein Zweifel", fiel Rauschnigk siegesgewiß ein. Ich bin dessen so sicher wie meiner selbst. Seben Si' uns beide an. wie wir hier vor Ihnen stehen in voller Kraft und Gesundheit, im Vollbesitz unserer Fähigkeiten, mit dem festen Glauben an uns selbst. Wir beide haben die Zauberkraft desWortes Ick will" begriffen. Dazu werden uns jetzt die denkbar günstigsten Chancen geboten, unsere Intelligenz, unsere Energie und unser Streben in That umsetzen. Japan ist das ano. in dem zur Zeit schätze für uns Deutsche zu holen sind, im Eisenbahnbau, im ' . - mm ri Bergbau u. s. w.. da es sich am meisten der deutschen Eultur zuneigt. Ich habe das enorme Glück, dort einen Onkel zu besitzen, der als Consul in Tokio den ganzen Rummel im Osten genau kennt, die großartigsten, vielverzweigtenen Verbindungen und Connerionen bei der japanischen Regierung hat und dazu eine geschäftliche Gerissenheit besitzt, die nicht le.icbt zu übertrumpfen ist. Wenn wir da nicht mit beiden Händen zugreifen wollten, verdienten wir, daß das Glück uns für ewig den Rücken kebri-'" (Sortsetzuna folgt.) eyr glaublich. A.: Siehst Tu das hübsche junge Mädchen dort drüben mit dem blonden Haar? Die würde ich gleich be'rathen." L.: Weißt Tu. daß sie eine halbe l'ailicn mitbekommt?" A ..Acb .. , . , . , " " 7A Artzi Da. das wurde mich nicht ab- f ichreaen. O arrerr r3 hre usfnssnng. Er:, . ist traurig. Marie, um den neuen Hut drebt stch bei Dir alles: mich trankt es tief, daß Tu nicht höhere' Z:ele und Wünsche hast!" Sie: ..Was nutzen mir d. die erfüllst Du mir ja erst recht nichc." Guter Rath. Strebsamer junger Autor: ..Können Sie mir einen! Rath geben, wie ich ein guter Dichier werden kann?" Verleger: ..Gewiß, Vor Allem müssen Sie sterben, denn, wissen Sie. alle guten Dichter sind j todt." Aus der guten, alten O a ; t 11 tkc:: n o iuciuuilici tuicm aineraden) : Denk Dir, was der Soldat Meyer für ein merkwürdiger Menfch ! )tl Hat er doch seiner Patronentasche weder Würste noch Cigarren, sondern wirklich Patronen!"

Indianapolis Automobile

and ßicycle Co. HEADQUARTERS FÜR Automobiles. Let us sIiow you a praclical rnotor reliiele. UNION TRUST CO., Office : (Gebäude der Gesellschaft.) 118 und 122 Cf Market Str. lob . Kovidat,. PrSsidrm. cenryttel. 2. Bice-Präsident und Schatzmeister. H. Wl Jols. IMK Connty und Municipal Sich erheiten negocirt. Geschäfts-Agent in allen Capa. :itäten, speziell oder allgemein. Interessen werden an Deposite bezahlt für eine bestimmte, übereinge kommene Zeit. Kapital an dem bestimmten Tag zurückbezahlt. Versicherungen aller Art in erster Klasse Gesellschaften. Teftamente werden ausgefertigt md Vormundschaften und persönliche Vertrauensposten aller Art über nommen. Sprechen Sie vor. Rathschläge kosten nichts. Union Station Hotel N,. West onisiana Ttraßc, gegenüber dem Ostende der Union -tation. SAM, H0RINE, Eigenthümer. Die feinste Bar in der 5tadt. Alles neu und erster Klasse. Telephon 771. I). P. 8TIKK & CO., No. 208 Nord (5ast Stt. Ue Telephon 2 on 1500. Reue Telephon 3670. Wir rnachkii eint prialität von künszlichzn Gliedern um chirurgischen Mlieoerstutzen, Braces), bub Erweiterungen. Bruchbänder u. rücken auf Bestellung gemacht : 26 Jahre bei A. Haywood Wir sprechen vor um Matz z nehmen, wenn ei verlangt ird Arbeit sranein. SSSSSSSSSSLSSSl Schnitt-Blumen f Bestellen Sie !re Knollen, Ganen- und Blumensamcn etc., bei uns. Wir sind im Stande, Sie vollauf zufrieden zu stellen. HUTOT0N & PAGE, 130 Ost Market Str. (Law Bldg.) Indianapolis. Ind.

mmi

mm

BM5&

UW

SSKSSWSASVLZvSMSGS 5- I M O cür 'ä I 51 I 1 5fc5 1 o n i ? ri 5 jr k A O Hz's, & fj 1 cs n 2 . 1 ri 2 5 t r Sl 5 i 1 9 Sf U 5fl L 5 8 i 11 I s I I I im I I in: ? 8 TA 5c Z E fl Ä 11 Lj i;l m a q ss fl o I . i CL Slfs Sf 8 TA iZ 1- 2 s 'S I a 8 b gfi kh 5 -8 ! ii t I " r z L-1 S 5 S ! C 2 .ß I f (XS.. 2 s2 g I 5 Sß I I figfg & f 1 f

17 Ä? '

Adolph Frey, (014 fr.dom M R!Cht ) Hotary Pnbllc, Translator, Correspondcnt etc No. 970 West Wftinut it Tk BUk öt. Oat.

!i