Indiana Tribüne, Volume 24, Number 243, Indianapolis, Marion County, 20 May 1901 — Page 1

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f Acn Ablchiedsöefehl

Hat (Sen.(5haffec Tamftag Nacht in China erlassen. Tie ar.icri?attischcn Truppen verlasfcn Tokio Mtte dieser Woche. öie werden (id) von dort dircl.t ach Zllauila begeben. Selbstmord eines New Aorker (Seiftlichen in Neapel. Zahmc Iahresscier der Kommune u Paris. Arrztlichc Cntschuldignügcn für da? cuchmcn der Königin Traga. Die Amerikaner ziehen ab. P e t i n g , 20. Mai. General Ehaf fee hat letzten Nacht seine Abschieds'Ordre gegeben, welche der amerikanischen Entsatz-Expedition in China ein Ende macht. Die amerikanischen Truppen werden nächsten Mittwoch in Taku die Transportdampfer besteigen und direkt nach Manila abfahren. M. Pichon, der französische Gesandte, fuhr am Sonntag Morgen ab. uni sich nach seiner Heimath zu begeben. Öüne Konferenz der auswärtigen Gesandten soll Montag stattfinden, doch wird wohl nicht viel erreicht werden, da mehrere der Vertreter noch keine Instruktionen von ihren Regierungen erhalten haben. Die Beschuldigung, daft sie zu langsam seien, weisen die Gesandten damit ab. dah sie sagen, sie könnten nichts thun, ohne Befehle von ihren Regierungen. fleo Babcock begehtSelbstm 0 r d. Neapel. 20. Mai. Eine nähere Untersuchung hat ergeben, daß der Geistliche .welcher im Internationalen Hospital Selbstmord beging, indem er sich die Pulsader durchschnitt und Gift verschluckte, der amerikanische Pastor Naltbie Davenport Babcock ist. New York. 19. Mai. Dr. Labcock, der in Neapel Selbstmord begangen hat. war seit 1899 der Seelsorgti der Brick Presbyterianer-Gemeinde. B. D. Barbour war einer seiner bestm Freunde. Derselbe erklärt. Dr. Bad.ock müsse die That im Fieberwahn beZangen haben. Er könne indessen niii: erstehen, wie der Pastor in dem Hosp:!al zu dem Gift gekommen sei. Aus dem deutschen Reich. Berlin. 20. Mai. Alle FinanzUebersichten widmen Wall Street uni ihrem sich hier geltend machenden Ei7.slutz lange Artikel und geben zu. dah die deutschen Börsen letzte Woche ganz .ind gar von New York beeinflußt wurDen. Die Reichsbank - Beamten erklären indessen, trotz mancher laut weroenden Befürchtungen, daß die Tiskonto - Rate nicht erhöht werden wird. Die Berichte über die preußischen Zisenbahnen lauten günstig. Die ir nahmen im April waren um 1.298 Mark höher als im April 1900. Aenderungen in Windsor. London. 20. Mai. Während der letzten Woche wurden wesentliche VerÄnderungen in Windsor vorgenommen. Die älteren königlichen Bediensteten werden einer nach dem andere oensionirt. selbst der bekannte Polizeichef der verstorbenen Königin. Frazer. scheidet aus dem Dienste. Die Gemacher des Königin - Gemahls, welche a::f Befehl der Königin lange Jahre geschlössen und in dem Zustande geblieben waren, in dem Jener sie bewobn: hatte, sind geöffnet und modern eingerietet worden und die Staatszimmer sind wohnlich eingerichtet worden, sooaß Mitglieder der königlichen Famklie dieselben bewohnen können. Die vom Jubiläum herrührenden Geschenke und viele Gemälde sind nach London ge fandt worden und das persönlich? Zigenthum der Königin wird unter die Änaehörigen der königlichen Familie oertheilt. Selbst ihre Lieblingshunde sind dieser Ordre nicht entgangen. Nächsten Monat sollen 5000 Dutzend Flaschen theurer Weine auf Auktion vertauft werden. Sie kommen aus dem Keller der Königin und einer der Gründe, weshalb sie verkauft werden sollen, ist der, daß die königliche Gastfreiheit sich jetzt meistens auf Wh:str. ndSoda und Champagner beschränk:. Königin D r a g a. Belgrad, 20. Mai. Alle Genichte über die Abdankung des Königs Alexander, die Resignation des Kibtnets und die Verbannung der Königin Draga. welche den kürzlichen sensationellen Ereignissen in der serbischen Königsfamilie entstammen, werden als absolut grundlos bezeichnet. Professor Catacuzene von Bukarest

und Dr. Wertdetm von Wten scnen,

daß die Königin Traaa alle Svy.ome falscher oder nervöser Schwangerschaft aufweise, die schnelle Entwickelung dieser Anzeichen durch den Rath ihres Arztes Dr. Gaulet hervgcrufen wurde und die Königin selbst, sowie 'hre Umgebung irregeführt wurde. Japan erfolgreich. Yokohama. 20. Mai. Aus Seoul, der Hauptstadt von Korea, kommt die Nacheicht, daß die Regie rung 430 Acker Land an Japan in Ma San Pho verpachtet hat. damit Letzteres dort eine Niederlassung gründen kann. Dieses selbe Land wollte Ruß land fraher mit aller Gewalt haben. Aus Spanien. Madrid. 20. Mai. Die Wahlen für die neue Deputirten-Kammer fanDen Sonntag statt. In Bilbao wurde 'inAodiclaist von einem Ministerialiten getödtet und in Cuence. einer Vor?'tadt von Bilbao, wurde ebenfalls ein Diana getödtet. Der Streik der landwirthschaftlifjcn Arbeiter in Andalusien nimmt benruhigende Dimensionen an. Jahrestag der Kommune. P a r i s. 20. Mai. Die revolutionären Klubs feierten Sonntag wie gewohnlich das Anniversarium der Kommune. indem sie in Gruppen zum Zriedhof Pere la Chaise zogen und dort Ml der Stelle, wo die Kommunisten erschössen wurden. Kränze niederlegten. Eine Anzahl Leute, welche ..Vive la Commune!" und ..Vive la Revolution!" riefen, wurden verhaftet, später aber wieder freigelassen. Die Pforte ganz demüthig. K o n st a n t i n o p e l, 20. Mai. !äcjmeb Tewfit Pascha, der Minister des auswärtigen Amts der Pforte, machte den Gesandten seine Aufwartung und setzte dieselben von dem Wunsche der Türkei in Kenntniß, den früheren Status wieder herbeizufübren. Er fügte hinzu, daß ein bohe? Beamter, vielleicht er selbst, abgesandt werden würde, um für die vergangenen Postvergehen Abbittee zu leisten. Tie Gesandten hielten Samstag in dem Gebäude der deutschen Gesandtschaft eine Konferenz ab. um zu berathen, was in Anbetracht des völligen Zukreuzekriechens der Pforte zu thun sei. Für die Gefallenen. London, 20. Mai. König Edward hat das Patronat einer Gesellschaft übernommen, die gegründet worden ist, um in Kapstadt eine Kathedrale zu erbauen zum Andenken an die im Kriege mit Südzfrika Gefallenen. Der Erzbischof von Canterburv und Lord Roberts sind Lize-Patrone des Fonds. Förderung derOel-Jn-d u st r i e. Me x i c o City, 20. Mai. Die Regierung hat eine Konzession für das Bobren nach Petroleum in verschiedenen Theilen der Republik gewährt. Die neue Industrie soll zehn Jahre hr.i steuerfrei sein. Die Bobr- und anderen .'zschinen können zollfrei .eingeführt werden. 'AntiklerikaleBewegungin Mexico. Mexico, 20. Mai. Die Auf;ung des hiesigen Konvent- der Karmeliter - Nonnen ist. wie man glaubt, der Anfang einer Bewegung seitens des Staat, Mönche und Nonnen zu ver::eiben. welche trotz der Reform-Gesetze in Gemeinwesen leben. In Religion--i reisen wird die Sachlage sehr fleißi? besprochen, aber die Zeitungen der liberaUn Partei heißen das energische Vorgeben der Regierung gut und sagen, raß weitere Schritte in derselben Riä--tung gethan werden würden. Mar! nacht Anstrengungen, die Nonnen zu veranlassen, nach ihrer Heimath in den verschiedenen Staaten zurückzukehren, ade: sie weigern sich dies zu thun, selbst wenn die Fahrt ihnen nichts kosten soll. Sie glauben augenscheinlich, daß sie bier bleiben und sich wieder vereinigen tonnen. Die Regierung hat zweifelsobne diesen Schritt gethan, um zu zeigen, daß sie keine Verletzung der Reformgesetze dulden will, welche während der antit'.erikalen Administration d-sPräsider'-ten Juarez eingeführt wurden. Es wird angedeutet, daß viele geHeime religiöse Gemeinschaften entstör:den sind, weil sie der Ansicht waren, daß die Liberalen toleranter würden. Dem ist aber nicht so. Die Revolution zu Ende. Kingston. Jamaica. 20. Mai. Der britische Dampfer ..Para". welcher am Sonntag von Colon ankam, bringt die Nachricht, daß die colombischen Rebellen die Feindseligkeiten eingestellt haben und die colombische Regierung Unterhandlungen angeknüpft hat, um die Revolution zu beendigen. Walhalla Cafe und Restaurant. Mahlzeiten nach Order zu jeder Tages zeit. Beste deutsche Küche.

Bedeutend besser

CGeljt's der Gattin des prästdentcn McKittlkq seit gestern, , Sie konnte schon eine kurze Zeit aufrecht fitzen. , Die Heimreise wird so bald als möglich angetreten werden. , In vielen Ttadten gehen die Ma schinistcn heute an den Ttreik. Zahlreiche Fabrikanteil haben aber auch die Fordernngm der Leute bcwillilt. Streikopfcr in Albaay werde ohne besondere ZwischensaUe beerdigt. Vas die Generäle Grant und BateS über die Philippinen zn sagen haben. Frau McKinley besser. SanFrancisco, Cal., 20.Mai. Frau McKinley's Befinden hatte sich Sonntag Abend so wut gebessert, daß sie kurze Zeit aufrecht sitzen konnte. General Shafter machte dem Präsidenten McKinley feine Aufwartung und narrend die Beiden mit einander sprachen, wurde ihm die gute Nachricht zu theil. Er entschuldigte" sich und eilte ir das Krankenzimmer. Das Fieber, welches Samstag Abend die Patientin befallen hatte, ließ gestern Morgen nach und die vom Sekretär Cortelyou um 10 Uhr Morgens gemachte Mittheilung, Frau McKinlcr sei besser, verursachte allgemein ein Gefühl der Erleichterung. Der Präsident machte nur einen kurzen Spaziergana. sonst war er während des ganzen Tages Hause. Obwohl noch kein Tag für die Abreise nach Washington festsetzt ist. so glaubt man doch, daß Frau Mc Kinleti in einigen Tagen stark genui 'ein wird, um die Reie machen zu können Sekretär Long reiste Sonn:.n zum Besuch seiner kranken Tochter nach Colorado ab. Präsident McKinley hat von dem. König und der Königin von England, dem Präsidenten Loutet von Frankreich und anderen europäischen Potentaten Kabeldepeschen erhalten, in denen dieselben sich nack dem Befinden seiner Gemablin erkundigen. Unter denen, die Sonntag bei dem Präsidenten vorsprachen, war Calvin S. Titus. der erste amerikanische Soldat. der die Mauern von Peking erklomm. Der Maschinisten - Streik. Washington. D. Ct., 20. Mai. Der Streikbefehl, den der VollzugsAusschuß des International Order of Machin'sts" erlassen hat. tritt Montag Früh um 7 Uhr in Kraft. Präsident O'Eonnell sagte Sonntag Abend, daß im Ganzen etwa 50.000 Mann betroffen würden. Die Ordre besagt, daß di? Maschinisten in allen Werkstätten an den Streik gehen sollen, in denen bis 7 Uhr Morgens nicht Notizen angeichlagen sind, welche besagen, daß der l'stündige Arbeitstag bewilligt ist. Di? ..tMten der Vereinigung erwarten. daß während des Tages schon viel; Arbeitgeber die Forderungen bewilli--werden. Soweit bis jetzt di: Nachrichten eingetroffen sind, haben etwa 35 Prozent der Fabrikanten die Forderungen ihrer Arbeiter bewilligt. Von den Maschinisten der Wasbington Navy Jard ging ein Check für 51000 bei dem Präsidenten O'Connell ein. als Beitrag zu dem Fonds zur Unterftützung der Streiker. Chicago. Jll.. 20. Mai. Die Chicago Föderation of Labor hat Sonntag die Forderungen der Jnternational Association of Machinisigutgeheißen und ihr ihre moralische und finanzielle Unterstützung zugesagt. Sc ran ton. Va., 20. Mui. T'e 1000 Maschinisten der Dickson Mfg. Company, die hier und in Wilkesbarre arbeiten, weigerten sich Sonntag, das Anerbieten derGesellschaft anzunehmen, wonach dieselbe einen 9stündigen Arbeitstag bewilligen und über die Lohnfrage ein Schiedsgericht entscheiden lassen will. Ueber 300 Angestellte der Scranton Bolt & Nut Works schlugen ein liberales Anerbieten des Präsidenten Zehnder aus. weil es nicht mit der Forderung bezüglich eines 9stündigen Arbeitstages bei einem Lohn für 10Stunden im Einklang steht. Es scheint jetzt, daß die 3000 Maschinisten dieser Stadt und Umgegend Montag an den Streit gehen werden. Die Delaware, Lackawanna & Western Company. derenMaschinisten. 800 an der Zabl. vor awei Wochen die

- - ' u 200 Arbeiter von Auswärts Anstellung o'unden baben. Die Leute schlafen in den erkstättm und werden von 150 SpezialPolizisten beschützt. Philadelphia. Pa.. 20. Mai. fcitt werden Montag 2000Maschinisten ar. den streik gehen. Es giebt hier viele V'a'ai nisten, die nicht zur Union gehören und eine ganze Anzahl Firmen wird desbalb nicht stark von einer Streikordre betroffen werden. Tie deutsche Maschinisten - Union und die Amalgamated Association, eine engliscke Organisation, welche beide ni-t oer Internationalen Vereinigung angehören, wollen zu den Sireikern halten, New York. 20. Mai. Bekannt: Arbeiterführer sowohl als Arbeitgebel erklärten Sonntag, daß ihre? Ansicht nach die schwebenden Fragen ohne einer allgemeinen.Streik erledigt werden würden. Es wurde angedeutet, daß I. PierpontMorgan ersucht worden.seinenEinf!uß bei den großen Industrie - Gesellschaften geltend zu machen und darauf t':n zu wirken, daß der Streik abgewandt werde. Bei den Arbeitern eingelaufenen Be richten zufolge werden viele Fabrikanten auf die Wünsche der Arbeiter eingehen und höchstens werden 4000 Arbeiter streiken. Louisville. Ky., 20. Mai. Hie: werden Montag 500 Maschinisten on Arbeit niederlegen. New Nork. 20. Mai. Es beis!

Her, daß die 500 Maschinisten in den 24 Werkstätten in New Jersey wahr scheinlich nicht streiken werden, da si? die Mazimal-Löhne erhalten. Bor 14 Tngen wurde die Forderung um eine:' 9sti1ndigen Arbeitstag Und einen Mini-mal-Lohn von $2.50 per Tag gestell' und wenn auch die Arbeitgeber nock nicht geantwortet haben, so werden si doch wahrscheinlich Montag Morgen dii Forderunq bewilligen. C l e v e l a n d. O., 20. Mai. Di: meisten Maschinisten hier sind bereits am Streik, denn als sie Samstag zu arbeiten aufhörten, geschah das in dei Absicht, nicht eher wieder an die Arbeit zurückzukehren, als bis ihre Forderunqen bewilligt seien. Etwa 200 Man: werden betroffen. Elf kleinere Firme.' baben die Forderungen bewilligt. SanFrancisco. Cal..20.Mai Zweifelsohne werden Montag die Ma schinisten in den Riordan-Eisenwerker die Arbeit niederlegen. Eine vom hie sigen Labor Council kommende Tenk schrift ist dem Präsidenten McKinler zugestellt worden. Sie beschreibt di jetzigen Differenzen zwischen Arbeite! und Arbeitgeber; gegen die Expansion?: Politik wird protestirt und es wird da: rum ersucht, daß mit der Erwerbung neuer Territorien das Prinzip bei Ausschließung von Asiaten durchgs führt wird. Denver. Col.. 20. Mai. De. hiesige Zweig der National Meta' Trades' Association hat die Forderun gen der Maschinisten bewilligt und etr Streik ist dadurch verhütet worden. K n o x v i l l e , Tenn.. 20. Mai Die Forderungen der Maschinisten ir den Werkstätten der Southern Babr um einen 9stündigen Arbeitstag unr höheren Lohn, auf die vis zum 20. lKOi eine Antwort erwartet wurde, sind nock nicht von den Beamten der Southerr Bahn beantwortet worden, aber de: General-Bet! lebsleiter hat die Arbeitet ersucht, je einen Vertreter der folgender Städte zu einer Konferenz, die Monta: in Washington stattfinden soll, zu ent senden: Louisville. Kn.. Memphis Tenn.. Birmingham. Ala.. Spencer N. C., Columbia, S. C.. Mobile. Ala. Richmond, Va.. Selma. Ala.. Atlanta Ga.. und Manchester. Va. Der Sultan von Jolo. SanFrancisco. Cal.. 20. Mai Der soeben von Manila zurückgekehrt' General I. C. Bates sagt, daß die Mu. hamedaner, welche den Sultan vor Jolo anerkennen, unseren Jndianerr nicht unähnlich sind und sich von der anderen Eingeborenen der Insel da durch unterscheiden, daß sie keine Wn abhängigkeit wollen, sondern sich liebe? dem Schutze einer großen Macht anver trauen. Die Bewohner hätten ihm qtsagt, daß sie sich einer anderen Macki anvertrauen würden, wenn die Ver Staaten sie nicht wollten. Als Genera' Bates mit den Leuten zu thun hatte gab General Otis ihm 510.000 ir Silbermünzen, welche sie aber erst erhielten, als sie alle die Zugeständnisse gemacht hatten, welche von ihnen verlangt wurden. Die Eingeborenen sini muthig. wissen aber nicht gut mi! Feuerwaffen umzugehen. Nach meiner ersten Besprechung mit dem Sultan." fuhr General Bates fort war man in Manila überrascht, zu erfahren, was erreicht war. Man sagte daß die Ver. Staaten in sechs Wocher mehr erreicht hätten, als die Spaniei in drei Jahrhunderten. Alles, was wii haben wollten, war. daß das Land sick beruhige und Amerikaner, ohne belästigt zu werden, in demselben reifer könnten."

G e n. G r a n t ü b e r d i e P h i l i p p i n e n. SanFrancisco. Cal., 20. Mai. 'ligadegeneral Frederick DGranl, de, auf der Skeridan" vonManila zurück' tctirt ist. sagte über die Lage auf der Philippinen: Alles beruhigt sich und wir beginn?i jcht die wirkliche Arbeit des Regierenz und der Belehrung. Der eigenthümlich; National - Charakter der Eingeborene:' macht diese zu schwer zu handhabenden Unterthanen. Man muß bedenken, das? sie ursprünglich Piraten waren und dah

ihre Tendenz zum Brigantenthum so stark ist. daß sie beinahe eine Krankheu lüdet. In vielen Distrikten gehört die Bezahlung von Tribut an Räuber 3:1 :?in Alltäglichen und ist selbsiverstäno!:Ä Wir müssen ihnen eine gute Rcaierung geben und ihnen eine Stadt nach der andern überlassen, trotzdem ober unsere Truppen vorläufig in de: lät belassen, um eventuell eingreifen zu können. Räubereien und Mor) werden indessen noch auf lange hinaus rcrkommen. Es ist indessen überraschend, die Resultate zu sehen, die wir in den wenigen Monaten der verhältnißmäßigen Ruhk erzielt haben. Mein Distrikt schloß die Provinzen Bulucan, Pampango unt Batoan ein, die eine Bevölkerung 000 000. 000 Menschen haben. Alle TagaloProvinzen wurden als die gesetzlosesten auf der Insel angesehen. Jetzt giebt's keine einzige Räuberbande in dem ganzen Distrikt. Wir bauen Straßen un unterrichten die Bevölkerung so gut e; gebt. Die letzte National - Kampagne lr den Ver. Staaten hatte großen Einfluß auf die Filipinos. Als sie hörten. d2 eme Partei ans Ruder kommen würde welche die Soldaten zurückziehen wolle wurden sie wieder übermüthig. Tau sende von unschuldigen Leuten, welchsich nicht der Insurrektion anschließe.wollten, wurden getödtet. Ein Mann Namens Lorenzo Caniayez brachte 1: einem Tage acht Menschen um unr zwar in unmittelbarer Nähe der Soldatenlager. Nach der Wahl, als dii Eingeborenen merkten, daß wir dor! l'.ein würden, trat das eigentlich! dr.t der Revolution ein. Meiner An sickt nach hatte die Ueberaabe des Gene ral - Leutnants Mariano Trias mtl; Einfluß auf die Filipinos als da! Manifest Aguinaldo's." Erschoß seinen Schwager. S t. P a u l . Minn.. 20. Mai. Ir Ggenwart seines sechs Jahre alter Sohnes wurde Frank Greipel Sonntac Abend von seinem Schwager Henrr Mingers erschossen. Dieser hatte frü her bei Greipel's gewohnt und war vor ihnen fortgezogen, weil immer Unfriedt herrschte. Sonntag Abend gegen neur Uhr kehrte er zurück. Er bat feint Schwester, ihm ein Glas Wasser zu ho len, und während sie das that, beginn er die That. Er ist in Haft. Amerikanische Schützen. Rew Yor k, 20. Mai. Alle Vorkebrungen für da- Wettschießen der Engländer und Amerikaner, das in der Tagen vom 11. bis 15. Juni auf den Schießplatz des Middlesex Gun Klub! in der Nähe von London stattfinden soll, sind jetzt fertig und demnächst tcisen zwölf der letzten amerikanischer Schützen nach England ab. wo sie etw: am 5. Juni einzutreffen gedenken. Dii Mitglieder des Teams sind: Thomas A. Marshall von Keithsburg. Jll.: Frank S. Parmalee von Omaha, Neb. 1. A. Elliott von Kansas City. Mo.: R. O. Heikes von Danton. O.. Fred Gilbert von Spirit Lake. Iowa; W. R Crosby von O'Fallon, Jll.; I. S. Fanning von Jersey Citr. N. I.: Edwari Banks von New York; G. M. Power! von Decatur. Jll.; C. W. Budö vor. Des Moines. Iowa; R. Merrill vor Milwaukee, Wis., und E. H. Tripr von Indianapolis. Ind. Unter denen, welche das Team begleiten und eventuell einspringen werden. sind: Emil Werk und F. D. Prid, von Cincinnati: B. Leroy Woodart von Samplo. Mass.; H. E. Gctchel! von Woonsocket. R. I.; Louis Erhard' von Atchison. Kans.; Frank S. Harrison von Newark. N. I.. und Fred. Elliott von Kansas City. Mo. Der Streik in Albany. Albany. N. Y., 20. Mai. Ir Folge des heftigen Regens wohnter dem Begräbnih der beiden von Miliz scldaten erschossenen Zivilisten nur ver hältnißmäßig wenige Personen bei Das 23. Regiment ist Sonntag frü! wieder abgezogen. In den Kirchen wur den zum Theil sehr scharfe Predigter gehalten. Dem Vegräbniß von Leroy Smitk wohnten die städtischen Beamten uni Straßenbahnleute bei. Bei der Leichen feier über William Walsh wäre es bei nahe zu einem Aufruhr gekommen Leute, die nicht in die Kirche kommer kennten, sahen einen Soldaten in Uni form die Straße entlang kommen. Si stürzten sich auf ihn. er aber folgte den

'arye einiger ewnnenen und luchti sein. Heil in der Flucht. Als kurz nach Mittag der erste Wagen der Jnter - City - Linie abfuhr, erfolgte eine Demonstration. Pistoler wurden abgefeuert. Flaggen wuroen geschwenk! und die Motormänner unl Kondukteure trugen Fähnchen an ihr Röcken und mindestens 200 Männei und Frauen kämpften um das Privilegium. die erste Fahrt zu machen. Ali der Kondukteur das Fabrgeld gesamnielt hatte, stellte es sich heraus, daß ei 73 Passagiere hatte, obwohl 50 schor den Wagen gedrängt voll machen. Den ersten Wagen folgten bald andere. Heute Eröffnungstag. Buffalo. N. Y.. 20. Mai. -An Abend der wirklichen Eröffnunc der Pan-American Ausstellung ist end. lich eine willkommene Unterbrechung ir dem Regenwettec eingetreten. Di, Stadt ist prächtig geschmückt und e; herrscht echte Feststimmung. Montac Mittag findet eine Parade statt uni dann folgen die Uebergabe-Feierlich-leiten. Die Gebäude sind so ziemlick fertig, aber die Ausstellung der Exhibits geht nur langsam vor sich. Uebel 3000 Personen sind zur Zeit damil beschäftigt. die Gebäude. Weg? und Psätze zu reinigen und Schreiner und Anstreiche? sind immer noch in und an den Gebäuden thätig. Es werden am" Montag 150,00c Personen in der Stadt erwartet, fall! das Wetter klar bleibt. Neue Beamte. Philadelphia. Pa.. 20. Mai. Die Jahresversammlung der Jüdischen Veröffentlichungs - Gesellschaft von Amerika" wurde Sonntag hier abgehalten. Der Vorschlag, ein Magazin yerauszugeben. wurde niedergestimmt. Die folgenden Beamten wurden erwählt: Präsident. Morris Newburger von Philadelphia: Vize - Präsident. Dr. Henry M. Leipziger von New Aork; 2. Vizepräsident. Herman S. Friedman von Philadelphia; Ehttn-Ve-Präsidenten: Jacob Haas von Atlant". Rev. Dr. Max Heller vonNew Orleac,. Ella Jacobs von Philadelphia. Simon Weisendtle von Albany. N. Y.. und Joseph Stolz von Chicago; Direktoren: I. S. Fleischer von Philadelphia. Danie! Guggenheimer von New Bort. Ephraim Lederer von Philadelphia, Simon Miller von Philadelphia und Harris Winstock von Philadelvbia. Unter schwerer Anklage. Kansas City. 20. Mai. ChaZ. Church. ein Claim Agent der Metropolitan Straßenbahn - Gesellschaft. wurde Sonntag verhaftet und zwar auf Veranlassung von William H. Wallace. dem Vorsitzenden des von dem Advokatenverein ernannten Ausschasses, melchcr die Beschuldigungen angeblicher Bestechungen von Geschworenen untersuchen soll. Tödlicher Mißgriff. Minneapolis. Minn.. 20. Mai. Katherine Germaine. die Hauptdarstellen in der ..The Highwannian Gesellschaft, nahm am Sonntag Nachmittag irrthümlich einDutzend Mtrych-nin-Pillen ein und liegt jetzt auf den Tod darnieder. Der Arzt hatte ihr die Pillen gegen Zahnweh verschrieben, mit der Bestimmung, alle drei Stunden eine Pille zu nehmen. Jrrthümlich nahm sie aber die ganze Schachtel voll ein. Um Mitternacht war ihr Zu stand im höchsten Grade kritisch. Die Aufregung vorüber. Connelsville, Pa.. 20. Mai. Nach der riesigen Aufregung der letzten Nacht über die Ermordung des HilfsSardmeisters William Moore und den Lynchversuch an dem farbigen Mörder William Fairfax ist wieder einigerma ßen Ruhe eingetreten. Die Polizei verursachte gegen 3 Uhr Morgens eine Art Demonstration, welche die Aufmerksamkeit des Volkshaufens eine kurze Zeit ablenkte. In aller Eile wurde dann der Mörder nach Uniontown ins Gefängniß gebracht. Kurz vor Tagesanbruch erschoß Frank Jett noch seinen farbigen Racegenossen John Human. Während des Tages baumelte ein starkes Seil von einem Fenster in der Turnhalle als Warnuna für die Neaer. Gefährliche Wracks. N e w I 0 : ! , 20. Mai. Zwei von den großen Ozeandampfern, L'Aquitana" von Havre und Mesaba" von London, welche am Sonntag hier ankamen, melden, daß sie auf ihrer Reise auf gefährliche Schiffs-Ueberbleibsel stießen. Bei Nacht hätten dieselben nicht gesehen werden können und hätten dieselben jedenfalls Unheil angerichtet, wenn sie mit den Dampfern zusammengestoßen wären. Diese Wracks treiben mit dem Winde und dem Wasser und befinden sich gerade jetzt in dem Kurse, den die großen Dampfer nehmen, welche häufig 1000 Zwischendecks-Passa-giere tragen. Die Regierung wird ein dazu geeignetes Schiff ausschicken, um die Wracks unschädlich zu machen. Weitere Depeschen ans Seite 5

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