Indiana Tribüne, Volume 24, Number 242, Indianapolis, Marion County, 19 May 1901 — Page 7
Sdtaa Tribüne, onnta$, 19. Sat 1901.
Die Apoflelfahrt. Bon Marie Scotta Das Dorf lag an den Fuß eines Berges gedrückt; es hatte enge, bucklige Gassen. Häuser von farbloser Beschaffenheit, eine unscheinbare Kirche. Die Gegend war weder schön noch unschön, weder arm noch reich; die Bewohner trieben gerade nur so viel Ackerbau als nöthig. Die Eisenbahn war eine halbe Stunde weit entfernt, Fremdenverkehr gab es nicht. Nur die schweren Holzfuhren kamen knarrend und ächzend aus den Spessartwäldern durch das Dorf. Aber einmal geschah doch etwas Aufsehnerregendes. Im Wirthshaus saß der Herr Bezirksamtmann und wärmte sich mit einem Trunk nach einer kalten Fahrt durch den winterlichen Spessart. Natürlich saß er in dem kleinen Hinterzimmer, das für besiere Gesellschaft" bestimmt war. Er saß allein und langweilte sich. In der großen Wirthsstube befand sich ein einziger Gast, der vor einem Glas Bier sah und eine kurze Pfeife rauchte. Er war ein kleiner, hagerer, uralter Mann mit weißem Haar und weißen Brauen über lebhaften, beweglichen Augen. Er trug seine Jahre, als merkte er sie nicht. Der Birksamtmann stand auf, nahm sein Glas und ging hinaus, um sich zu dem Alten zu gesellen. Der nickte zum Gruß, that einen kräftigen Schluck und steckte die Pfeife zwischen die Zähne. Man friert noch mehr, wenn man so allein sitzt, meinte der Bezirksamtmann freundlich. Ja", sagte der Alte und nickte wieder, der Winter is keen Menschen sei Freund net. Scho gar, wenn mn net mehr jung is." Nun. wie alt seid ihr denn, wenn man fragen darf?" In die neunzig. Dre:unneunz?g wern's sein." .Schon? Und noch so rüstig. Na, da korst ihr stolz sein. Das komw.t nicht oft dor. Habt wohl ein recht gesunde Leben geführt?" Ja, viel Arbeit hat'S schon gebe, aber des is ja g'sund. Zu em Lotierlebe hab i kee Zeit net g'habt und a kee Geld." Der Bezirksamtmann dachte einen Augenblick nach. Hört", sagte er dann ledhaft, mir fällt da etwas ein. Ihr wizt vielleicht, daß jedes Jahr am Gründonnerstag Seine Majestät der König, jetzt der Prinzregent Luitpold. zwölf alten Männern die Füße wäscht zur Erinnerung an die Fußwaschung der Apostel?" Ja, hab' schon gehört", brummle der Alte hinter der Pfeife hervor. Nun. was meint ihr? Soll ich euch dafür vorschlagen? Ihr würdet sicher angenommen, man findet selten einen so rüstigen Mann m eurem Alter." Jetzt horchte der Bauer auf, nahm die Pfeife aus dem Mund und strich nachdenklich über den weißen Bart. So, so, meent der Herr Bezirksamimann? Des will do überleat sei " Gar nicht! Denkt doch übrigens, wie heißt ihr denn?" Peter Widmann heiß ich." Also denkt, Peter, welche Auszeich, nung? Ihr kommt nachMünchen, in die herrliche Stadt, ihr set Seine Königkick Hoheit, den Prinzregenten, ihr nehmt solchen hervorragenden Antheil an einer großen Festlichkeit kurz und gut. ihr werdet eine berühmtePersönlichkeit in der Gegend. Und das ?ostet euch keinen Heller." Keen Heller?" fragte Peter Widmann, und seine Stimme nahm einen andern Ton an. Des läßt si scho ehr hören. Wissen (', Herr des Geld sitzt dünn bei uns Bauern, und wenn 's auch e Ehr wär " Weiß schon, Pcter. Kostet euch gar nichts. Ihr reist frei, dürft sogar einen Begleiter mitnehmen. Dort werdet ihr verpflegt auf Königs Kosten, und zuletzt kommt ihr als berühmter Mann heim." Der Alte that einige lange Züge aus der Pfeife, sein Gesicht wurde dabei immer freundlicher. Ja", sagte er endlich und schlug auf den Tisch, i bin derber! Soll a emal f Auszeichnung ham, unser Dorf. Eing'schlagen, Herr Bezirtsamtmann." Ich werde also die nöthigen Schritte thun", sagte der Bezirksamtmann. Und hoffentlich werdet ihr genommen." Daran zweifelte Peter Widmann nun gar nicht, nachdem er seine Einwilligung gegeben hatte. Er trug den Kopf schon höher, als er nach Haue ging, und die Seinigen wußten nicht, was in ihn gefahren war. Er ging mit geheimnißvoller Miene herum und nahm eine herablassende Art an, mit den Leuten zu sprechen. Der Peter hat 'ne Erbschaft gemacht", sagte die einen. Der Peter wird kindisch", sagten die Odern. Peter aber schmunzelte vergnügt in seinen weißen Bart und träumte von der kommenden Herrlichkeit. Und nach einiger Zeit kam wirklich der Bescheid, daß Peter Widmann, Bauer, aus RückHeim, 93 Jahre alt. sich am Mittwoch in der Charwoche in München einzufinden habe, da er zu der Fußwaschung gewählt sei. Nun gerieth ganz RückHeim in Aufregung, und nur der Held des Tages ging ruhig herum, rauchte, sagte im mer nur: Ich hab es längst gewußt" auf hochdeutsch und zeigte sich der hohen Aufgabe gewachsen, zu der er berufen war. Der Dorfschneider kam und nahm Peter Maß. das nach München geschickt wuroe. Der König läßt mir einen Anzug machen," sagte Peter. Am Mittwoch in der Charwoche ganz früh machte man sich auf den Weg. Joses Weiß, des Helden Schwiegersohn. behütete ihn. Als sie aus Hem Wartesaal heraus traten, stand da Her? Bezirksamt-
nn.und svraWü dem StatwnZ-
Vorsteher. Ah Peter Widmann'. rief er, als er den Alten sah. Auf der Reise nach München, nicbt wahr? Viel Glück auf den Weg!" Als sie einstiegen, sagte Peter zu seinem Schwiegersohn: Des wardo recht vom Herrn Bezirksamtmann, daß er komme is, um mir Adjes zu sage." Die Reise war lang und ermüdend. Aber der Alte spürte keine Müdigkeit; er schaute sich die Gegend an. gab sein Urtheil über den Stand der Felder ab und wurde immer aufgeregter, je näher man dem Ziele kam. Endlich, als die Lichter einer großen Stadt aus dem Dunkel aufleuchteten, ließ er sich nicht halten, riß das Fcn-
ster auf. schwenkte den Hut und schrie aus voller Kehle: Hoch Wittelsbach! Hoch Wittelsbach!" Und als nun gar der Zug in die elektrisch beleuchtete Halle einlief, kannte seine Begeisterung keine Grenzen. Nei, die Ehr! Die Beleuchtung! Hoch Wittelsbach! So ebbes ham mer hallt nit derheim, gelt Josef? Hoch Wittelsbach!" Alles sah nach ihm und lachte, aber das merkte er nicht. Als sie an den Droschkenstand kamen und Josef eine herbeiwinkte, sagte der Alte kopfschüttelnd: Na. aber gor so viel Wagen het der König mer net zu schicke rauche. I kann ja do nur in een uf emal fahre." Sie fuhren in das ihnen bezeichnete Gasthaus. Dort fand sich in dem angewiesenen Zimmer bereits der Anzug vor. den der Köniz für Peter hatte machen lassen." Schwarze Kniehosen, ein schwarzer Schäfcrmantel, ern großer. schwarzer Filzhut. dessen breite Kremve an einer Seite aufgeschlagen und mit einer blauweißen Quaste gehalten war. Das ist dieAposteltracht'', erklärte der Wirth. . So. so", sagte Peter und schaute die Sachen nachdenklich an, het gar net denkt, daß die Apostel so rumgelaafe wäre." Aber er gefiel sich selbst sehr gut darin am andern Morgen. Besonders schien cs ihm schade, den schönen Hut nicht immer auf dem Kopf behalten zu können. Trotz aller Bewunderung und aller Begeisterung jedoch verlor er !einen Augenblick die Klarheit des eigenen Urtheils. So erregte es sein Mißfallen, daß er und die andern elf Aposiel mit dem Empfang der Sakramente dis zehn Uhr warten mußten. Er fand das zu lang und sprach sich auch offen darüber aus. Nach dem Gottesdienst wurden die Zwölfe in den königlichen Palast geführt und in einem Saal ihnen Bänke zum Sitzzn angewiesen. In der Mitte um einen Tisch saßen zwölf weißgekleidete Mädchen. Hier wurde ihnen Frühstück gereicht: ein Teller Suppe und ein Glas Bier. Auch hier hatte Peter Widmann etwas auszusetzen. Er fand cs verkehrt, daß die Kinder am Tisch auf Stühlen saßen, während alte Männer wie die Apostel auf Bänken sitzen und den Teller in der zittrigen Hand halten mußten. Äis ye aber dann in einen andern Saal geführt wurden, in dem vor Peters Augen eine noch nie geahnte Pracht aufging, da vergaß er die Kritik. und nur Bewunderung b'ieb. Die Flügelthüren öffneten sich we'.t. Viele Herren in glänzenden Uniformen kamen herein und dann der Prinzregent selbst. Des warn christliche Herrn", erzählte Peter nachher. So ebbes sollt mer bei uns derheim a habe. Nacher, da is eener rumgange un hat e jedem von uns a weng Wasser über de rechte Fuß g'schütt Schuh un Strumpf ham mer rausziehe müsse un nacher is der Prinzregent komme UN hat so mit en Tuch drüber g'fuchtelt no, un des war's." Aber es kam noch, etwas. Jedem der Apostel wurde ein Beutel umgehängt aus blauer Seide, mit Perlen gestickt, und darin waren vierzig Mark. Pe ter schmunzelte vergnügt, als er den seinen erhielt. Dann sprach der Prinzrcnt freundlieh mit dem einen oder andern und wandte sich auch zu Peter, der unter den Zwölften der Aelteste war. Nun, ihr könnt weit zurückdenken", sagte der hohe Herr lächelnd, erinnert ihr euch noch der Franzosenzeit?" Jawohl, königlicher Hochherr", sagte Peter frohgemuth. Uffs Jahr 13 kann i mi besinne da Hammer die Franzose derheim g'habt. Uff der Wiese hinter unserm Haus sein se gelagert. .Da war's jämmerlich kalt. Mir Bube han e Feuer g'habt. und da sein se komme un ham g'sagt: Wärmele! Wärmele!" Mir aber ham g'sagt: Nix wärmele". Un wie mer die Kerle so ang'schaut ham. königlicher Hochherr, da ham mir Bürschle zum erstemal g'spürt, so im Herze drinne, daß mer bayrisch sein." Bravo! Das habt ihr gut gemacht!" sagte der königliche Hoch Herr" und verließ lächelnd den Saal. Damit war die Herrlichkeit aus. Peters Schwiegersohn hätte gern die Stadt eingehender betrachtet, aber der Alte wollte nicht. Jetzt wird 'gesse. un nach geht's heim. Joses", sagte er. Er konnte es nämlich kaum mehr erwarten, bis er zu Haus alles erzählen und als berühmter Mann auftreten durfte. Beim Abfahren des Zuges grüßte er die Hauptstadt noch einmal mit Hoch Wittelsbach!". wozu er jetzt auf Grund persönlicher Bekanntschaft hinzufügte: Hoch der königliche HochHerr!" Als sie nach Haus kamen, war es Nacht, und auch am nächsten Tag fühlte sich Peter Widmann müde und blieb im Lehnstuhl hinter dem Ofen sitzen. Aber am Ostersonntag. als die ganze Gemeinde zum Gottesdienst ging und vorher in Gruppen vor der Kirche stand, da kam ein stolzer Augenblick ! für den Alten. In der Aposteltracht.
den schönen Hut mit der blau-weißen Quaste auf dem Kopf, kam er daher, und hätte der Pfarrer nicht gleich mit allen Glocken zum Gottesdienst läuten lass, so hätte an diesem Tage unser Herrgott die Aufmerksamkeit der Gläubigen mit Petcr Widmann theilen müssen und zwar sehr zum Vortheil des Apostels. Ja, von jetzt an war Peter ein berühmter Mann. Wenigstens fühlte er sich so. und er war sich bewußt, sein Heimathdorf aus dem Dunkel emporgehoben zu haben. Uebers Jahr, wenn i g'fund bin. geh i wieder uff Münche", pflegte er zu sagen. Nacher besuch i den königlichen Hochherrn." Aber in diesem Punkt hatte er falsch gerechnet. Als der Herbst kam, wurde Peter bettlägerig. Und bald war es allen klar, daß seine Tage gezählt seien. Ihm machte das weiter keine Angst. Er sah dieser langen Reise ebenso wohlgemuth entgegen, wie er bei seiner Apostelfahrt gethan. Unser Herrgott wird wohl ein sch'önes Plätzlichen für euch haben droben im Himmel. Peter", sagte der Pfarrer, dann betet nur auch für uns." Freili", nickte der Alte, i werd mi halt mit die Apostel z'sammenthue da g'hör i nu emal hin."
Ztevenson". on R. v Ablefeld. Nun ich kann Ihnen nur sagen", meinte kürzlich ein englischer Zeitungs college gelegentlich eines Gespräches, das wir über die Sensationswuth der amerikanischen Prsse führten, dieses sensationswüthioe Gebühren unserer Zeitungen war in früheren Jahren, obwohl damals der Wettbewerb noch nicht so scharf wie heutzutage war.nicht minder gang und gäbe. Man griff zu den verwerflichsten Mitteln und stellte Leute von Energie, aber von höchst fragwürdigem Charakter an, wenn es galt, sich Neuigkeiten aufregenden oder sensationellen Inhalts zuerst zu verschaffen. Ich erinnere mich dabei eines Falles, der sich vor langer Zei: zwischen mir und einem Collegen. nennen wir ihn Stevenson, abspielte: eigentlich verdiente jener Kerl gar nichl die Bezeichnung College". Wenngleich Stevenson bei meiner Ankunft im Lager beim Bull dxttt" bereits mehrere Wochen mit der. Mannschaften des 12. Regiments zu-' sammengelebt hatte, ward er doch aut fallend kühl von Officieren wie Gemeinen behandelt. Er war. zum Mindesten gesagt, ungesellig, stets mürrisch. wenn er angeredet ward, und besaß eine Art scheuer Zurückhaltung, die dem freien und ungebundenen Wesen der Soldaten ganz und gar nicht zusagte. Ich war in aller Eile als Hörrespondent von einer der größten ü geszeituncen im Osten der Union ausgesandt worden, sobald es ruchbar wurde, daß man neuen ernsten Ve Wicklungen mit den Rothhäuten entge.gensah, und hatte dank der vorzügli chen Empfehlungen und Einführung-' Papiere, die mir die Leitung meines Blattes verschafft, überall bei den an der Jndianergrenze stehendenTruppentheilen die liebenswürdigste Aufnahme gefunden. Schon in der ersten Stunde nach meiner Ankunft im Lager ward mir Stevenson vorgestellt, als ein College von mir, der ein angesehenes Journal des Westen verträte." Mir ward aus Stevenson's Benehmen o--fort klar, daß ich in seinen Augen 'in höchst unwillkommener Zuwachs für das Lager war: zwar machte er die größten Versuche, sich mir gegenüber von der liebenswürdigsten Seite zu zeigen, aber es war nicht unschwer zu erkennen, daß er es nicht aufrichtig da-' mit meinte. Inzwischen ging ich m; ner Thätigkeit als Berichterstatter nach, und Stevenson zweifellos auch ber seinen, obwohl mir keine fatzbaren Beweise seines Journalismus zu Hän--den kamen. Zeitweilig war die Ein-' tönigkeit des Lagerlebens geradezu ttdrückend: die täglich c-usgesandten Späher, einzelne Abtheilungen oder auch ganze Schwadronen, welche bei Tagesanbr?.'ch dasLager verließen und mit den letzten, fahlen Strahlen der Decembersonne von ihrem Ritte wieder zurückkehrten, gaben mir den einzigen Stoff für meine Berichte. Eines Abends jedoch, als man gerade am Wenigsten Neuigkeiten erwartete, liefen Meldungen von großer Wichtigkeit ein. Schon längst des Lagerlebens überdrüssig, sattelte ich mein Pony und ritt über den Kamm der vorgelagerten Bluffs" (einzelne aus der Prärie emporsteigende Hügel) hinweg, wo ein Viehtrail" zu den nur schwach sichtbaren Bad Lands" hinabführte. Es war kalt, bitterkalt, und als ich abstieg und in die Ferne spähte, mußte ich mir meinen dicken Büffelpelz bis über die Ohren ziehen, so scharf strich der Wind über die offene Prärie. Im Begriff wieder nach dem Lager zurückzukehren, gewahrte ich, noch weit von vrxr, einen schwachen Punkt, der sich aber trotz seiner Kleinheit scharf am östlichen Horizont abhob. Er kam naher und nähe:, bis ich schließlich ein Pferd und einen Reiter zu unterscheiden vermochte. Mit wachsender Neuaier wartete ich geduldig weiter in dem eisigen Winde. s' hat ein Gefecht stattgefunden", rief mir der Blaurock laut, in abgerissenen Worten entgegen, als er heransprengte und vergeblich versuchte sein schaumbedecktes Pferd bei mir zu pariren. Ich sprang in den Sattel und folgte ihm. s' hat ein Gefecht stattgefunden", wiederholte der Soldat, zwei Officiere und 17 Mann von den Unsrigen todt!" und dann zwischen den einzelnen Gallopsprüngen gab er ziemlich zusammenhangslos einen kurzen Bericht über das Rencontre, dessen er Augenzeuge gewesen war. Jetzt galt es zu handeln: Stevenson war hinak
zu den unteren Aorposten gegangen, q sah, wie er sich dorthin begab. Meinen einzigen Boten hatte ich tag zuvor zur Eisenbahnstation gesandt. Mein Entschluß war gefaßt: ich selbst mußte zur Agentur reiten und zwar sofort, wenn Stevenson mir nicht zuvorkommen sollte. Die Agentur lag 20 Meilen entfernt. am jenseitigen Rande einer G:qend, die aller Orientirungspunkte entbehrte, aber von feindseiligen Rothhäuten wimmelte. Doch der Trail" war breit, und vorausgesetzt, daß mein Pony mich nicht im Stiche ließ und ich nicht aufgefangen ward, hoffte ich sicher die Agentur zu erreichen. In rascher Aufeinanderfolge wurden die ersten Meilen zurückgelegt. Auf dem lang hingestreckten Aufstieg zu einem der Bluffs" ließ ich mein stark keuchendes Pony in Schritt fallen. Gleich sam vom Jnstinct getrieben, spähte ich rückwärts und lauschte angestrengt nach allen Seiten. Waren das Hufschlä:, die mein Ohr jetzt vernahm? Nein, sicherlich nickt. Das war nur Einbildung; kielleicht mochten es auch die Tritte einer wildgewordenen Viehheerde sein. Doch abermals vernahm ich den Ton und nochmals hielt ich an. Diesmal konnte es kein Irrthum 'sein, denn der Hufschlag eines gallopirenden Pferdes drang scharf und metallisch zum nächtlichen Winterhimmel. Ich gab meinem Thiere die Sporen; nach meiner Ansicht konnte es nur Stevenson sein, der mich verfolgte, obwohl mir unverständlich blieb, wie er so schnell die Meldung von dem Gefechte hatte erhalten können. Fort ging es, was mein Pony vermochte; angespannt lugte und lauschte ich nach allen Richtungen. Zusehends näherte ich mich jetzt dem Lager der Indianer: was nun thun, den einmal eingeschlagenen Weg einhalten und es auf ein Zusammentreffen mit den Rothhäuten ankommen lassen oder einen Umweg machen und etwa meinen Kurs verlieren? Ich zündete ein Streichholz an und warf einen raschen Blick auf den Compaß, den ich am Handgelenk befestigt hatte. Dann gallopirte ich hinein in den Salbeibusch. Eine halbe Meile war ich mittlerweile geritten, als ich hinter mir einen Schuß zu vernehmen glaubte. Ich parirte auf der Stelle. Richtig da fiel noch ein Schuß und gleich darauf ein dritter. War Stevenson in Gefahr? Wieder stand ich wie
j Hercules am Scheidewege". Sollte ich meinen Weg unbekümmert um das, was hinter mir geschah, weiter verfolgen oder umkehren und Alles auf's Spiel setzen? Ein vierter Schuß brachte mich zum richten Entschlüsse. Ich wandte mein Pferd und jagte auf dem Trail" zurück. Mit einem Blicke hatte ich die Lage erfaßt: ein todter Sioux und ein erschossenes Pferd lagen Seite an Seite, daneben wälzten sich und rangen in todtbringender Umarmung: Stevenson und ein muskulöser Indianer. Ich sprang vom Pferde, bog der Rothhaut mit meiner ganzen Kraft die Arme auseinander und schleifte ihn von dem schon halb erwürgten Weißen fort.' Im nächsten Augenblicke hatte Stevenson schon sein blinkendes Bowiemesser aus dem Gürtel gezogen und es n;A der Wuth einer blutdürstigen Bestie tief in die Brust seines Gegners gestoßen: dumpf fiel der entseelte rothe Körper zu Boden. Dann ohne ein Wort ober eine Miene des Dankes sprang Stevenson in den Sattel des IndianerPferdes und war meinen Blicken entfchwunden. Einen Augenblick machte mich dies Benehmen meines Rivalen unschlüssig und sprachlos, bis ich meiner verzweifelten Lage voll bewußt ward. Mein Pony war unterdessen weitergelaufen: glücklicherweise fand ich es bald: im Nu war ich im Sattel und jagte dem Gebüsch wieder zu. Weiter stolperte ich in der steinigen und unebenen Gegend, bald zu Fuß, bald zu Pferde, bis eine Anzahl mir unendlich lang erscheinender Meilen mich von dem Platze trennte, wo ich Stevenson getroffen hatte. Nach drei Stunden fand ich endlich den ..Viehtrail" wieder: halb im Fieber zündete ich ein Streichholz an und untersuchte auf Händen und Knien den Boden. Richtig hier waren frische Hufspuren, Stevenson war mir also voraus. Eine tiefe Bitterkeit stieg in mir auf, das war der Lohn für meine Hilfsbereitschaft! Doch was half's. Weiter eilte ich auf meinem ermüdeten Gaule der Agentur entgegen. Nach zwei Meilen traf ich auf Vorposten, eine Abtheilung Bundescavallerie. Kam in dieser Nacht ein Fremder in Euer Lager?" fragte ich die Leute hastig." Nein," tönte es zurück, und mit grausamer Härte trieb ich mein armes Pferd von Neuem an. Der Telegraphist lag bereits im tieffUn Schlummer und es dauerte geräume Zeit bis ich ihn wach gerüttelt hatte. Nein, es sind keine Zeitungst:legramme diese Nacht von hier aus abgesandt worden," antwortete er mir auf eine diesbezügliche Frage in schläfrigem Ton. Endlich hatte er sich soweit gesammelt, daß er ans Telegraphiren gehen konnte, und in wenigen Augenblicken blitzten meine Neuigkeiten der entfernten Großstadt entgegen. Sehen Sie," sagte der Sergeant, als wir langsam auf dem Trail" wieder zurückritten, ,.viel?icht ist er quer hinüber nach der Eisenbahnstation geritten und hat von dort zu derselben Zeit depeschirt. als sie es in der Agentur" thaten. Wir sprachen von Stevenson; man hatte mir in zuvorkommender Weise eine Escorte auf den Rückweg nach Bull Creek" mitgegeben. Zwei Cavalleristen ritten in einiger Entfernung in unserer Flanke und vor uns recognoscirten ein dritter Reiter und ein alter, grauhaariger Grcnzer sorgfältig das Gelände. Ja. ich kenne Stevenson auch." sagte der Se"? geant nachdenklich. Was der nicht schon alles hier in dieser Gegend de-
gönnen hat, vom Treiber eines Ochsengespanns bis hinab zum SchnapsVerkäufer unter den Indianern. Doch, Achtung. Äallop. marsch!!" Die beiden Späher vor uns waren halten geblieben und der eine gab uns ein Zeichen. Wir jagten ihm schnell zu. Der Cavallerist stand neben dem Trail". während der alte Grenzer, dessen wettergestählt?? Körper ein ronvulsivisches Schluchzen durchbebte, zu Seiten eines niedergeschlagenen und entsetzlich verstümmelten menschlichen Körvers auf die Kniee gesunken war. Ich ließ einen Blick auf das Gesicht des Ermordeten fallen. Mein Gott, es war Stevenson, todt und scalpirt, nicht eine halbe Meile von dem Orte, wo ich ihn aus Fcindeshand erretrete. Stillschweigend stand die kleineGruppe Soldaten um den Todten; jetzt hob der alte Mann sein thränenfeuchtes Gesicht zu uns empor und sagte mit einer von sorgenvoller Liebe durchzittertenStimme. auf den Erschlagenen weisend: Boys, der da trachtete mir einst nach dem Leben", und schweigend zeigt; er auf eine breite Narbe, die quer über seine Stirne lief. Und er ist mein Sohn! Oh, mein Sohn, mein armer Sohn!" Und der wohl ein ?!cnschenalter zurückgehaltene Schmerz des alten Ganzer löste sich in wohlthu:nden Thränen auf.
Gtne BolkKküchc vor 100 Jahren. Die erste große deutsche Volksküche wurde 1849 in Leipzig gegründet, der 1831 eine solche in Dresden. 1866 erst die Errichtung von Volksküchen in Berlin folgten, nachdem oas in oen fünfziger Jahren von Ravene gegründete Institut in Berlin nach kurzem Bestände wieder eingegangen war. Die Berliner Volksküche" des Jahres 1801. von der hier die Rede sein soll, hängt eng mit der Erfindung respettive Schöpfung eines Mannes zusammen. der zweifellos in seiner außergcwöhnlichen Vielseitigkeit eine hochinteressante Persönlichkeit darstellt. Ben jamin Thompson, 1753 zu Woburn in Massachusetts geboren, war ursprünglich Lehrer in Rumford, erhielt später eine Anstellung im englischen KriegsMinisterium, errichtete, nach Amerika zurückgekehrt, ein Reitercorps und trat 1784 als Staatsrath in bayerische Dienste. Hier wurde er der eigentliche Neorganisator der bayerischen Armee und infolge seiner Verdienste 1792 vom Kurfürsten von Bayern zumGra fen von Rumford und zum Generallieutenant ernannt. Die Thätigkeit des Grafen in Bayern, die bis 1793 währte, in welchem Jahre er ioieder nach England ging und als Vicepräsident der königlichen Societät der Wissenschaften sich in hervorragendem Maßstabe geistig bethätigte, muß geradezu eine Culturmission genannt werden. So gründete er in Bayern Schulen für die Soldatenkinder, legte eine große Anzahl von Manufakturen an. verbreitete den Anbau de? Kartofsein und erfand, last not least", Sparöfen und eine verhältnißmäßig eben so billige wie nahrhafte Suppe, welche den Namen des Grafen aller Welt bekannt werden ließ. Wie vorher schon in München und an anderen Orten, so that sich auch im December 1800 in Berlin eine Anzahl wohlthätiger Personen zusammen, um einen Betrag aufzubringen, der dazu bestimmt war. bis zum 1. April 1801 bedürftigen Personen täglich einePortion Rumford'scher Suppe zu gewähren. Im Wesentlichen bestand diese Suppe aus Graupen. Erbsen. Kartoffeln. Rirderfett. Salz und Grünzeug. Der Sattlermeister Minck aus der Kochstraße besorgte nicht nur daS Kochen und Austheilen unentgeltlich, er lieferte auch noch das Holz und die Geräthschaften kostenlos. Ihm lag auch die Auswahl der unterstützungswerthen Notleidenden ob. Jeder dieser erhielt eine Marke, die für einen Monat galt und entweder im nächsten Monat erneuert oder dem Unwürdige befundenen abgenommen und an dessen Stelle einem Anderen gegeben wurde. Auf diese Art wurden für 77 Personen täglich 55 Quart Suppe gekocht.' Noch im selben Jahre wurde auch am anderen Ende der Stadt, in der Sophienkirchgasse. eine derartige Anstalt errichtet, aus der ebenfalls 77 Personen gespeist wurden. Dichter und Richter. Eines Tages erschien bei dem älteren Dumas der Schriftsteller Auguste Maquet und brachte lhm einen Nooel lenstoff, aus welchem Dumas dan den Roman Chevalier d'Hermental machte. Aus diesem litterarischen So zietätsverhälwiß entspann sich aber em langwieriger Prozeß zwischen Du .nas und Maquet. Eines Morgens besuchte Dumas den Gerichtsprailden ten. unter dessen Vorsitz die Prozeßsacke erlediat werden sollte. Dumas war ein berühmter Causeur und be zauberte in dreistündiger Unterhal tung den Richter derart, daß dieser vollständig seine Amtsaeichäfte vergaß. Teufel!" rief er plötzlich auZ. ich hätte schon längst im Gerichtssaal sein müssen; bei Ihrer entzückenden Con vcrsation habe ich das ganz vergessen. Sehen Sie!" sagte DumaZ. jetzt lassen Sie einfach Maquet holer. dann werden Sie sofort ertheilen können, wer von uns der Verfasser des Roman2 ist!" Stimmt's? Lehrer: Mahlert wie viele Sinne hat der Mensch?" Mahlert: Sechse." Lehrer: Sechs? Willst Du mir die mal auf. zählen?" Mahlert: Gesichtssinn Geruchsinn Geschmacksinn Ge Hörsinn Gefühlsinn Stumpf sinn!"
Cigarren in Teutschland. Es ist bemerkenswerth, daß das Ta-
bakrauchen nicht in der primiliven Form gerollter odergewickelterTabaks vlatter der Cigarre sondern vermittels eines, wenn auch einfachen Gerathes der Pfeife die weiteste Verbreitung in der alten Welt gefunden und daß erst verhältnißmäßig spät die Cigarre als geebneter zum Tabaksgenuß die Pfeife zu verdrängen und zu ersetzen begonnen hat. Wic wir wissen, ist dies auch heute nur theilnxije gelungen und in manchen Ländern behauptet sich die Pfeife aus althergebrachter Gewohnheit, in anderen. die das Tabakmonopol haben, aus Spars amkeitsrücksichten. In Teutschland, wo man bis jetzt vom TabaksMonopol verschont geblieben ist und wo man noch verhältnißmäßig nicht zu theuer und gut raucht, hat die Cigarre eine wohlverdiente Beliebtheit und große Verbreitung erlangt. Dieser Umstand rechtfertigt also die Frage, seit wann die Alleinherrschaft der Pfeife in Deutschland aufgehört und die Mitherrschaft der Cigarre begon. nen hat. Anfangs der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts waren inFrankfurt a. M. in verschiedenen Privatdurchgängen und Höfen Warnungen angeheftet, in denen das Rauchen aus Pfeifen ohne Deckel und von sögenannten Cigarros" verboten war. Die Sprache dieses Verbotes zeigte deutlich, daß die Cigarre in Frankfurt daMals etwas Ungewohntes, wenn auch nichts Unbekanntes war, und beweist, wie langsam sich der Glimmstengel in Deutschland einbürgerte. Denn schon 1813 soll, wie Webe? in seinem 2t mokritos" berichtet, der General Ätvreaub?i Abnahme seiner zerschmetterten Füße eine Cigarre ruhig fortge raucht haben. Weniger heroisch, aber glaubhafter klingt, was ein Doctor Christian Müller in der Beschreibung seiner Reise von Berlin nach Paris im Jahre 1812 durch Preußen. Schsen. Oesterreich etc." von der Cigarre meldet. Er erzählt nämlich, daß sein ihm unentbehrlicher Cigarrenvorrath von dem österreichischen Zollbeamten überaus nachsichtig behandelt worden sei. als er bei Peterswalde die sächsisch - böhmische Grenze überschritten. Da Doctor Müller mit seinem Cigarrenvorrath aus Berlin kam, so muh dort das Cigarrenrauchen unter der besserenGesellschaft fchon verbreitet geWesen sein, wie dies sicher auch in Hamburg der Fall war. In letzterer Stadt war schon im Jahre 1801 die Cigarre öffentlich zum Verkauf ausgeboten worden und ein hierauf bezügliches Inserat in dem Beiblatt No. 64 des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten" vom 22. April 1801 lautet wörtlich: Cigarros. Amerikanische Cigarros von der besten Sorte sind sowohl pfundweise, als auch in Kisten und größeren Quantitäten zu billigen Preisen zu haben bei Carl Hermann Hemmerde, Pelzerstraße No. 89 Daraus geht unzweifelhaft hervor, daß die Cigarre seit mindestens hundert Jahren in Deutschland geraucht wird, es ist aber nicht ausgeschlossen, daß sie schon früher in den Seestädten unseres Vaterlandes bekannt war. Allerdings scheint das Cigarrenrauchen vor hundert Jahren auch in Hamburg noch nicht sehr verbreitet oder gar allgemein gewesen zu sein, denn als infolge des dänisch - englischen Krieges von 1801 das Gebiet Hamburgs von dänischen Truppen worunter Artillerie besetzt wurde, enthielt eine vom 22. April datirte und durch den Magistrat der Hansestadt erlassene Warnung vor Feuersgefahr wohl das Verbot, sich mit brennender Pfeife den Pulvervorräthen der Dänen zu nähern, aber der Cigarre war darin nicht Erwähnung gethan. Aus obigen Angaben ergibt sich der ungefähre Zeitpunkt des Erscheinens der Cigarre in Deutschland. Eine Musterred,. Gymnasiallehrer Ruck, ein ausgezeichneter junger Gelehrter, ist aus dem Kleinstädtchen Döskirchen an die Universität berufen worden. Heute feiert man seinen Abschied. Der Bürgermeister hält eine fulminante Rede und schließt dieselbe nach einer Reihe rhetorischer Kraftleistungen mit den pathetischen Worten: Hochgeehrte Anwesende! Hier sitzt er, der große Mann, unter dem gemeinen Volk und schämt sich nicht. In wenigen Tagen geht seine Wenigkeit von hier fort in ein neues Amt und das ist kläglich. Aber wir freuen uns trotzdem darüber; denn das ist der Zweck unseres Daseins. Stoßen Sie mit mir das Glas an und den Ruf aus: Herr Proftssor lcbe hoch hoch hoch!" "E'in Wirbelthierchen. Donnerwetter, tanzt Fräulein Müller aber in einem fort!" Doctor der Zologie: Nun, sie gehört ja auch zu den WirbelthierenlOtto Deppermann, Deutscher Zahnarzt. jesitie Gebieudc. Zimmer Sto. 507 Dr. 0. G. Ptafi hat sein Office nach dem WiUouflhby-Gebäude, ,. 2249lfrt Meridiaa Ctr., erste (5kaze. Vffi.Stunden: on L di 4 Uhr Noldmittsg. verlegt. evhon: Off Wechnnng ts. Du Lodnunck deft!
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Carl Piner
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