Indiana Tribüne, Volume 24, Number 242, Indianapolis, Marion County, 19 May 1901 — Page 6
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yndiana Tribüne, Sonntag, 19. Mai 1901.
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SiDmife ijnilllni)l (Copyright iqoi bv V Stuttgarts Lage ist altberühmt, als tt der schönsten unter allen qrokeren tischen Städtn. Wir haben darüschon aus dem Jahre 1519 einen ttspruch Ulrichs non Hütten folgenArt. Es hat Deutschland nicht t eine schönere Gegend. Das I?eld tiefflich. die Luft wunderbar gut ib gesund, Berge, Wiesen, Thäler, Quellen, Wälder, alles höchst anmuthig. Stuttgart nennen die Schwaben das Paradies der Erde, so reizend ist seine Lage." Das trifft auch heute noch zu. Die Stadt ift hingebettet in einen sanften, südlich milden Thalgrund, welchen rebenreiche, mit herrlichem iald gekrönte Höhen umgeben, von dcaus sich prachtvolle Ausblicke darkten in die schwäbischen Gaue vom Stuttgart. Zollern bis zum Staufen, ja bis in den Schwarzwald und in den OdenWald hinein. So schön nun diese Lage der Stadt auch ist. ftir das. wasStuttgart zu werden jetzt im Begriffe steht, für eine Großstadt, ist diese Lage so ungeschickt als nur möglich gewählt, denn eine Großstadt verlangt unbeschränkte Ausbreitung, bequeme Zugänglichkeit und womöglich einen mächtigen Wasserlauf. Das Alles aber fehlt Schwabens Hauptstadt, es liegt in einem von Bergen umschlossenen Kessel und sein Wasserlauf ist der unscheinbare Nesenbach. Die Sache erscheint um so wunderlicher, als man ganz in der Nähe, dort wo jetzt Cannstadt liegt, die schönste Gelegenheit zum Ausbau einer wirklich prächtigenStadt Schlohgartkn gehabt haben würde. Es wurde auch schon in früheren Jahren der Plan erwogen, den Hofhalt von Stuttgart und bje Universität von Tübingen nach ' rnstadt zu verlegen wodurch ::uttgatt zu einer Vorstadt von iftafct herabgedrückt worden wäre. übt -:- deim Alten geblieben und die ooernen Verkehrsmittel werden es wohl dahin öringen, daß die beiden Städte Stuttgart und Cannstadt ganz zusammenwachsen. Stuttgart hat sich im letzten Jahrhundert großartig herausgemacht. Als der König Wilhelm im Jahre 1810 seine für das Land Württemberg so ersprießliche lange Regierung antrat (er starb 1864). da erinnerte dieHauptpadt Schwabens noch recht bedenklich an den ehemaligen Stutengarten (Gestüisgarten). von dem es seinen Namen frit l5s iädlte 20.000 Einwohner, die -7-.. u , ' - .. ... äuser waren meistens recyr oursiige achwerkgebäude, es war weder von Stuttgart. Aunft, noch von Handel ode: Industrie in der kleinen trägen Hof- und Beam-ten-und Weingärtner - Stadt zu spüren, es war zum Sterben langweilig in der kleinen Residenz, die damals eigentlich weiter nichts aufzuzeigen hatte, als sein R,turgeschenk: Gegend. Heute ist Stuttgart zweifelsohne eine der schön sten im Kranze deutscher Hauptstädte, es rivatisirt als Fremdenstadt sogar mit Dresden, welches doch die herrlichsten Prunibauten aus vergangenen Jahrhunderten besitzt und in seinen unvergleichlich schönen Kur.stsammlungen eine beneidenswerthe Anziehungskraft aufzuweisen hat. außerdem mehr als doppelt so volkreich als Stuttgart ist. Der alte König Wilhelm hat ungeheuer viel gethan für seine Haupt'stadt und in achtundvierzig Jahren läßt kich auch manches leisten. Die schonn öffentlichen Bauten, welche Stuttgart jetzt aufweist, stammen aus
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. Kaufmann.) (No. 10.) seiner Zeit. Ueberhaupt läßt sich den schwäbischen Fürsten manche treffliche und tüchtige Leistung nachsagen. Es waren ja auch brutale Despoten und Rauhbeine darunter, aber im Allgemeinen muß man anerkennen, daß das schwäbische Fürstenhaus eher in den Bahnen seines Ahnen Eberhard gewandelt ist. zumal im letzten Jahrhundert. In der schwäbischen Hauptstadt denkt man fast so liberal, wie in Leipzig. der Reichsgedanke hat dort ganz festeWurzeln gefaßt und der alte württembergische Partikularismus ist fast gar nicht mehr zu verspüren, aber dabei sind die Stuttgarter doch voll großer Anhänglichkeit an ihr Fürstenhaus, freilich nicht in devoter Unterthänigkeit und serviler Schweifwedelei, sondern v,'W0 Vor dem schloß. aus alter Anhänglichkeit und Schwa bentreue und in Anerkennung der Tüchtigkeit und der Fürsorge, welche j die Schwabenkönige an den Tag legen. Stuttgart ist heute wohl weniger Hof- und Beamtenstadt als Dresden, j obschon es nur halb so groß ist wie die sächsische Residenz. derEinfluß des Hofes sich also viel stärker bemerkbar machen könnte. Aber es ist wesentlich Industriestadt geworden und namentlich das Kunsthandwerk hat sich zu großer Blüthe aufgeschwungen. Als Kunststadt hat Stuttgart einen großartigen Anlauf genommen und die Pflege der Musik steht auf einer sehr hohen Stufe. Im Buchhandel beginnt die Schwabenstadt jetzt sogar mit Leipzig in Weitbewerb zu treten. Prächtig ist StuttStuttgart. gart herausgewachsen aus den Formen und Bildungen der alten kleinstaatlichen Residenz in die Gewandung der neuzeitlichen Mittelstadt mit großstädtischem Zuschnitt. Die Vorstädte haben sich in prächtige Villenviertel verwandelt, welche der Stadt eine Fülle von mit Vornehmheit gepaarter Behaglichkeit verleihen. Der Ausländer, welcher zum Studium, oder zum Rasten nach Stuttgart kommt, findet dort eine ungewöhnliche Anzahl gut geführter Pensionate, wo sich verhältnißmäßig billig und gut leben läßt. Die Musikinsiitute genießen schon einen Weltruf. Der Bahnhof von Stuttgart war einst der schönste in ganz Deutschland, jetzt ist er von demFrankfurter und in neuester Zeit von dem Dresdener allerdings weit überflügelt worden, aber er ist immer noch eine große Sehenswürdigkeit. Als Stadt der Schulen und höheren Lehranstalten hat Stuttgart mit ganz Schwaben, Schloßplatz. dessen Söhne man seit vielen hundert Jahren in der ganzen Welt als Schulmeister findet, einen wohlbeqründetea Ruf. Zwar ist es in Folge des Widerstandes der Theologen nicht gelungen, die Landesuniversität von Tübingen nach Stuttgart zu verlegen, aber das Polytechnikum, die Kunstschule, die Kunstgewerbeschule, die Thierarz-nei-und Baugewerkschulen, die Gymnasien und die Realgymnasien, das Conservatorium für Musik, die Höheren Mädchenschulen sind nicht nur in Deutschland berühmt und sie leisten sämmtlich Vortreffliches. Die Verkehrsmittel sind ganz modern; Straßenbahnen und Zahnradbahnen mit elektrischem und mit Dampfbetrieb, außerdem ein reger Omnibusverkehr und billige Droschken. Reich iO'tigart an Monumenten, die c Isrn 'ywäbischen Fürsten, aber 'leinn Dichtern und Denkern ge-
widmet hat. Das schönste Denkmal hat man, wie es sich gebührt, Schwabens größtem Sohne, unserm Schiller geweiht. Es ist das älteste aller Schillervenkmale, von Thorwaldsen in Rom geschaffen und 1839 enthüllt.
Stuttgart. Marktplatz. Der Künstler hat wen', o n be.ieisterten Dichter, als rn . ssinnigen Denker mit m-ild gesenktem ,aupt, aber in ergreifender Hoheit und priesterlicher Würde dargestellt. Von den modernen Bauten wirkt namentlich die Johanneskirche am Feuersee mächtig, und zwar um so überraschender, als man ja in Stuttgart das Stuttgart. SkisSkirche Schillcrdknkmal. belebende Element des Wassers ganz vermißt. Die Kirche erhebt sich auf einer Halbinsel, die weit in den See hinaustritt, so daß die Kirche wie von Wasser umgeben erscheint. Stuttgarts Schloßgarten und Anlagen sind weitberühmt, es sind herrliche Parkanlagen mit wunderbaren alten Bäumen geschmückt, im Herzen der Stadt gelegen und so recht dem Zweck eines Volksgartens entsprechend. v1 t" i . fr Rothenberz bei Stuttgart. C a n n st a d t ist heute eigentlich eine liebliche Vorstadt von Stuttgart geworden. Der Ort steht auf einer alten römischen Niederlassung, außerordentlich günstig am Neckar belegen. Schon die Römer kannten die heilkräftigen Mineral - Quellen, welche hier sprudeln. Jedoch erst in Verhältnißmäßig neuer Zeir. nach Entdeckung neuer und kräftigerer Quellen hat sich Cannstadts Ruf als Badeort mehr befestigt. Hier hat man jetzt hübsche Anlagen, einen Kursaal und Badeeinrichtungen modernen Stils errichtet, freilich fehlt es noch an dem eigentlichen Badeleben und in Bezug auf Frequenz kann sich, dieser Ort nicht mit Deutschlands vielen großen Bädern messen. Aber dafür hat sich Cannstadt als Rentnerstadt gut entwickelt. Da Stuttgart so nahe ist, so kann man alle In Cannstadt. Genüsse der Hauptstadt sich leicht verschaffen und in Cannstadt einen billigen, angenehmen und ruhigen Landaufenthalt finden. Cannstadt zählt jetzt wohl 25.00) Einwohner und ist in rascher Entwickelung begriffen. Es ist eine malerische kleine Stadt, geschmückt mit mehreren glänzenden königlichen Schlössern, darunter die berühmte Wilhelma und der Rosenstein. Auch der Rothenberg der Stammsitz der württembergischen Grafen, liegt ganz in der Nähe. L u d w i g s b u r g ist die zweite Residenzstadt der schwäbischen Herrscherfamilie und zugleich die Hauptstadt des Neckarkreises, in herrlicher Gegend etwa zwei Kilometer vom nun am Sj r Heilbronn, RathhauS. Neckar belegen. In mancher Beziehung ist Ludwigsburg als eine Art . von schwäbischen Potsdam anzusehen, I es ift eine Stadt der Schlösser und Luftgärten und zugleich eine sehr ftarke Garnison. Die Seelenzahl beläuft sich auf ungefähr 18,000, allerdings , einschließlich der Soldaten, ein Anfan-
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terie-, ein Dragoner- und ein Artillerieregiment, sowie ein Trainbataillon. In der Nähe befinden sich die berühmten Lustschlösser Favorite und Monrepos. Aber nicht nur von fürstlicher Prunkliebe erzählt uns die Umgebung Ludwigsburgs. In nächster Nähe schaut drohend der Hohenasperg auf die herrliche Landschaft hinab. Das war ehemals eine starke Festung, berüchtigt durch ihre Burgverließe. Jetzt dient der alte Bau als ZuchtHaus. So manches Opfer der Fürsten-
Cannftadt.
Willkür hat hier geschmachtet, namentlich das an dem Freiheitssänger Christ. Friedrich Daniel S ch u b a r t verübte Verbrechen einer zehnjährigen Haft auf dem Hohenasperg ist weit über Deutschlands Gaue bekannt geworden und das Schubart'sche Gedicht Fürstengruft" Da liegen sie die stolzen Fürstentrümmer" ist ein ganzes Jahrhundert lang ein ZornHeilbronn, links Kilian-thurm. und Kampflied der deutschen Freiheitsfreunde gewesen. Auf Friedrich Schiller hat Schubart nachweisbar einen gewaltigen Eindruck ausgeübt und namentlich in den Erstlingswerken Schillers ist dieser Einfluß von maßgebender Bedeutung. Schubart saß von 1777 bis 1787 auf dem Hohenasperq, er wurde endlich und zwar wesentlich in Folge de? Fürsprache Fried-
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Heilbronn.
richs des Großen begnadigt und starb drei Jahre später. Daß er seine demokratische Gesinnung verleugnen mußte, um endlich der Tortur zu entrinnen, wird ihm kein rechtschaffener Mann verdenken. Schubart wird trotzdem stets Deutschlands edelsten Mannern und wahren Patrioten zugezählt werden. Der Thurm, in welchem der Dichter so viel gelitten hat, zeigt unser Bild. Die bedeutendste Stadt Nordschwabens ist. nach Stuttgart, das alte H e i l b r o n n, belegen an dem Strome, der seine Wellen an den Wiegen Schillers und Uhlands netzte. Hier waren schon alte römischeNiederlassungen, als Karl der Große eine Pfalz erbaute am Heiligbrunnen, von dem die Stadt ihren Namen hat. Bald wuchs dort ein ansehnlicher Ort heran und schon im Jahre 1225 wird Heilbronn als S t a d t erwähnt. In den großen Kriegen des 16. und 17. Jahrhunderts hat Heilbronn eine leidensvolle Rolle gespielt. Hier saß Götz von Verlichingen drei Jahre in Gefangenschaft und
Wimpfsen.
der Heilbronner Götzenthurm erzählt noch heute davon. Heilbronn ist beute eine außerordentlich betriebsame, freundliche Mittelstadt mit ungefähr 36.000 Einwohnern. Die Prunkstücke der Stadt sind das herrliche Rathhaus Laufsen am Neckar. und der Thurm der Kilianskirche, welchen eine Landsknechtsfigur krönt, im Volksmund allgemein als das Mändle" bekannt. Im Rathhaus findet man einen Rathskeller, in welchem echter Heilbronner geschenkt wird, ein gar guter Tropfen. Die Stadt liegt außerordentlich anmuihig und wer den nördlichen Theil dei schönen Schwabenlandes kennen lernen will, thut gut, von hier aus seine Ausflüge zu unternehmen. Da kommen wir bald nach dem Wartberg und nach dem Jägerhause und da freuen wir uns der vielen schönen Heilbronnerinnen, die dahin hinausgepilgert sind, um. nach schönem schwäbischen Brauch, die Na-
turseligkeit zu pflegen. Zwar sind eS nicht alle Käthchens, aber man merkt wohl, daß der Stamm ihrer Welt- und bühnenberühmten Schwester noch nicht ausgestorben ist. Vom Jägerhaus gelangt man auf lieblichen Fußpfaden nach Gruppenbach, Stettenfels. Lehrenstei'nfels. Löwenstein und nach W e i n s b e r g, derühmt durch seine Burg Weibertreu und durch seine treuen Weiber. Diese Geschichte von den treuen Weinsberger Frauen ist wahr, wenigstens hat sie 'in
Benediktinermönch von St. Pantoleon inKöln wenigeJahre nach demEreigniß nieoergeschrieben und diese Schrift existirt heute noch. Im Jahre 1140 wurde Herzog Welf IV. in der Nähe Weinsbergs von Kaiser Konrad geschlagen, daher der Ruf Hie Welf. hie Waibfingen". Die Burg Weinsberg mußte sich endlich an Konrad ergeben. Die Männer sollten niedergemacht werden, die Weiber wollte man schonen, man gestattete ihnen, das Kostbarste, was sie besaßen, beim Abzug mitzunehmen. Da nahmen die treuen Weiber ihre Männer auf den Rücken und Konrad. gerührt von dieser Treue, sprach dann das schöne Wort aus: Ein Kaiserwort solle man nicht drehn, noch deuteln". Von der Burg Weibertreu, wie sie seitdem genannt wurde, ist nicht viel mehr übrig. Justinus Kerner. de? Dichter und Geisterseher, hatte sich am Fuß des Burgbergs ein Haus gebaut und mit liebevoller Fürsorge die Trümmer der Burg einigermaßen hergerichtet. Spiritisten wird es interessiren. daß Kerner in diesem Hause so lange das Medium" beherbergte, welches er die.,Seherin vonPrevost" genannt hat. Uebrigens verkehrten in diesem Kerner'schen Hause nicht nur die Geister der vierten Dimension", sondern es wurde auch ein Hauptquartier für viele der besten Geister unter Deutschlands Dichtern und Denkern. Cchubart-Thurm. Wenige Stunden vereinigen sich zwei Neckar, welche das fcchcn Asperg. hinter Heilbronn Flüsse mit dem ganze nördliche Schwaben in einem großen Bogen durchzogen haben, es sind der Kocher und die Jagst. Beide Flußthäler dieten außerordentlich dankbare Ausflüge von Heilbronn aus dar. Wir rathen zu einer Fußwanderung den Kocher aufwärts und zur Rückkehr durch das Thal der Jagst. Von Neckarsulm nach Neuenstadt, dann aufwärts nach Hagenbach und Oedheim nach Dagmarn, wo sich ein entzückender Blick bietet auf Neuenstadt - Burg. In dieser Gegend liegt auch Cleversulzbach, wo der DichterEduard Möricke seine Tage beschloß, und auch Schillers Mutter schläft dort den ewigen Schlaf. In JagstVesigheim. Hausen wurde der Held geboren. Im alten Schlosse daselbst, der sogenannten Götzenburg, wird neben manchen römischen und türkischen Alterthümern noch die eiserne Hand aufbewahrt. Auch das nicht weit entfernte M ö ck m ü h l ist reich an Erinnerungen an den durch Göthe unsterblich gemachten Ritter. Hier auf der alten, noch gut erhaltenen Burg hat Götz als Amtmann gehäuft.
Das thurmreiche Wimpfen erinnert durch seine Staatsangehörigkeit voch
Weinsberg, Kernerhau:, an die ehemals so bunte Landkarte Deutschlands. Wimpfen gehört nämlich zur hessischen Provinz Starkenbürg, obschon es ganz von badischem und württembergischem Besitz umklammert ist. Auch das prächtig gelegene L a u f f e n verdient noch unsere Aufmerksamkeit. Hier hat man die gewaltige Wasserkraft ausgenützt und die kleine schwäbische Stadt bekam eiIagftseld. nen Weltruf, als vor etwa zehn Iahren die elektrische Ausstellung in Frankfurt am Main von der in Lauffen gewonnenen Kraft gespeist wurde. Es war dies das erste im Großen unternommene Experiment der Fernleitung der elektrischen Kraft. Eine ganz besondere Merkwürdigkeit bietet das schon erwähnte Neuenstadt, nämlich eine Linde, welche gewiß weit älter ist. als die Stadt selbst, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstanden ist. Nach einer Notiz aus Jagfthausen. dem Jahre 1392 soll der Baum damals schon so alt und so umfangreich gewesen sein, daß er mit zweiundsechzig Steinpfeilern gestützt werden mußte. Es wurde danach Sitte, daß die rc'.cheren Bürger und die Ritter der Ur.lgeoend reich ornamentirte Steinstützen für diesen wunderbaren Baum stifteten und im Jahre 1558 ließ Herzog Chr':stoph den ganzen von dem Riesenbaum beschatteten Platz mit einer Stein mauer umgeben. In der Umgegend Stuttgarts, der Landschaft, welche wir jetzt durchwandern. liegt auch M a r b a ch, der Geburtsort des vom deutschen Volke am Neuenftadt a. d. Linde. meisten Geliebten. Hier wurde am 10. November 1759 dem Württembergs schen Lieutenant Johann Caspar Schiller ein Sohn geboren, der den Namen Johann, Christoph. Friedrich erhielt. Das Geburtshaus steht heute noch in der schmalen krummen Gasse, es ist aus dem Ertrage einer Sammlung vom Marbacher Schillerverein angekauft worden und ganz in den Zustand gebracht, welchen es zur Zeit der Geburt des Dichters hatte. Das Zimmer, in welchem derselbe das Licht der Welt erblickte, be- - -3 r Schillers Gkburt5haus. Marbach. siZdet sich zu ebener Erde, links d?n dev Hausthür. Marbach liegt in reizender Umgebunq an einem sanft zum Neckar abfallenden Hügel. Es ist eine kleine schwäbische Landstadt und außer dem Schillerhaus und dem von der Bewohnerschaft errichteten Denkmal ist wenig von Marbach zu berichten, nur noch, daß das Andenken an ihren grohen Mitbürger von den Marbachern mit wahrhaft rührender Liebe gepflegt wird. Schiller lebte hier bis zu seinem fünften Jahre, dann verzogen toi? Eltern nach Lorch. wo der Vater das Amt eines Werbeoffizier bekleidete.
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