Indiana Tribüne, Volume 24, Number 242, Indianapolis, Marion County, 19 May 1901 — Page 3
Fttdkzna Tribüne, Sonntag, 19. ai 1901.
I MMe. Von Rnd. Leoahatt, A. M.
Copyright 1900 by thm Gerts an hm & PlaU G (9. Fortsetzung.) Hier brach der Neuling gänzlich zusammen. Der Muth, welcher so prahl?isch die Welt herausgefordert hatte, seinen Bestrebungen nach Reichthum zu trotzen, verschroand bis auf den letzten Trovfen und Claude rief flehend aus: Oh, habt Mitleid mit mir, Mr. Brown! Ich wußte nicht, was ich that, als ich hier einbrach. Ich hatte getrunken, Mr. Brown. Ihr kennt mich ja, ich bin Claude Broeng und wohne bei Eurem Nachbar Braun. Oh, habt Mitleid mit mir, meiner armen Mutter halber!" Der Advokat hatte während dieser Beschwörung ironisch gelächelt. Ah, jetzt erkenne ich Euch," sagte er, Ihr seid ein sauberer Zeisig. Erst betrinkt Ihr Euch, und dann brecht Ihr bei Eurem Nachbar ein. Eure Mutter kann stolz auf solch' einen Sohn sein. Ich sollte Euch billigerweise der Polizei überliefern, um Euch zu verhindern, noch mehrere solche Geniestreiche zu spielen; allein Eurer Mutter halber will ich Gnade vor Recht ergehen lassen." Oh, ich danke Euch, M:. Brown. ich danke Euch. Kann ich jetzt gehen?" Nicht ganz so schnell, mein junger Freund. Ich habe noch ein paar Worte zu sagen, welche Ihr bei Libe nicht vergeiien dürft, wenn Ihr nicht wollt, daß icb Euch früher oder später der Polizei überliefere." Oh redet, redet. Mr. Brown. Was verlangt Ihr von mir?" Ein satanisches Lächeln hatte wähnd dessen auf dem Gesichte des AdvoZaten gespielt. Wenn der Leser es hätte sehen tonnen, würde er sofort den Gedanken haben fahren lassen, daß der Advokat wirklich die Absicht hatte. Gnade vor Recht ergehen zu lassen. Das Wort Gnade stand wirklich nicht in seinem Wörterbuche und wer, wie wir, weiß, daß er seinen Verwandten und Wohlthäter mordete, und daß er seine Gattin um's Leben gebracht hätte, wenn dies ohne Selbstzerstörung möglich gewesen wäre, hat kein Recht. Gnade von einem solchen Menschen zu verlangen. Mein junger Freund," begann er jetzt bedächtig, merkt Euch wohl, daß Ihr in meiner Schuld seid. Ich will dieselbe nicht jetzt eintreiben, aber sie soll auf Eurem Conto stehen bleiben, bis ich Euch um die Schuld mahnen werde. Versteht Ihr mich, Claude? Ihr seid von nun an mein Eigenthum, über welches ich nach Belieben verfügen kann. So, jetzt wißt Ihr woran Ihr seid, ha, ha, ha! Und nun könnt Ihr gehen; aber keine Dummheiten, wenn ich bitten darf. Vergeßt nicht, daß ich Euch auf dem Korn habe, und daß die geringste zweifelhafte Bewegung Euch in's Jenseits schickt. Welchen Weg kamt Ihr? Ah. durch Fritzens Zimmer. Schon Recht, zieht Euch auf demselben Wege zurück. Gute Nacht und angenehme Träume!" Diese Worte wurden gesprochen, als Claude den Balkon betrat. Der Advokat schob den Riegel vor das Fenster, warf dann einen Alick des Verdrusses auf seinen liederlichen Sohn und warf sich auf s-in Lager. Der Schlaf jedoch floh ihn, und seine Gedanken foltertenihn die ganze Nacht, so daß wir zu der Frage berechtigt sind: Wer von beiden war der elendere, das Opfer oder ter Mephistopheles. weicheres in seiner Gewalt hatte?" Capitel 20. Umkehr. Wir brauchen dem Leser wohl kaum zu sagen, daß kein Schlummer sich während dieser Nacht auf Claudes Lider senkte. Vor seinem geistigen Auge ftand fortwährend das Gesicht des Advokaten mit seinem sardonischen Lächeln und er hörte beständig die Worte: Vergiß n'.cht, mein Sohn: Du bist mein, mein, und eines Tages werde ich meine Ansprüche geltend machen." Claude hatte eine ziemlich richtige Ansicht von Browns Charakter und konnte sich der Ueberzeugung nicht erwehren, daß er früher oder später werde aufgefordert werden, seinen Raubversuch mit einem entsetzlichen Verbrechen zu büßen. Am nächsten Morgen versuchte er diese Gedanken durch angestrengte Arbeit zu verscheuchen, allein dieser Versuch erwies sich als eitel, und er erprobte jetzt zum erfien Male an sich selber die Wahrheit des Sprichwortes, welches da sagt: Der. Weg des Uebelthäters ist hart!" Wenn sein erster Raubversuch erfolgich gewesen wäre, so würde derselbe wahrscheinlich zu ähnlichen und einer verbrecherischen Laufbahn geführt haden. So jedoch war der Muth und die Energie des jungen Mannes gänzlich gebrochen und Feigheit kxtrirU.. 'as Vorstellungen und Ermahnungen schwerlich erreicht haben würden. Dies waren bestenfalls zwei zweifelhafte Motive; allein sie waren besser als zar keine, und bewirkten eine Umkehr. Claude erinnerte sich nun der gütigen Vorschläge Pauls und begann sich zu fragen, ob es nicht rathsam sein würde, Gebrauch davon zu machen, wenn aus keinem andern Grunde als der Hoffnung. durch die vorgeschlagenen geistigen Uebungen die entsetzlichen Gedanken an den Advokaten und seine satanischen Worte zu verbannen. Wie dem auch sei. Paul war erstaunt. Claude etwa eine Woche später Abends im Braun'schen Hause erscheinen zu sehen und die Frage zu stellen, ob Paul noch immer geneigt sei, ihn bei der Bemeisterung deT Elementarzweige des Wissens behülflich zu sein. Paul bejahte dies selbftoerständlich mit großer Besriedigung und ertheilte dem neuen -M'iTr iiaA rfftfin 9fftith2 bi rft Wf vvy rv(v j
Aktion. Claire war zugegen und au genscheinlich hoch erfreut über dies Sinnesänderung ihres Bruders. Sie belohnte ihn mit ihrem süßesten Lächcln, wobei sie indessen Sorge trug, daß dasselbe theils auf Claude. theils aus Paul fiel. Von dem Abend an begann der Unterricht allen Ernstes und obschon Claude's Fortschritte nicht so rasch waren wie diejenigen seiner Schwester, erregten sie die Zufriedenheit des Lehrers oder der Lehrer, indem Claire es sich nicht nehmen ließ, Paul dann und wann zu unterstützen. So verging der Winter und als derselbe Abschied nahm, war Claude nicht nur im Stande, leichte Bücher oder Zei tungsartikel ziemlich fließend zu lesen, sondern auch Einträge in's Tagebuch zu machen. Wie er größere Fertigkeit gewann, vertraute Paul ihm wichtigere Arbeiten an und erhöhte im gleichen Verhältniß seinen Lohn. Auf die Zustände des Broeng 's chen Hauses hatte diese Umkehr Claudes eine höchst segensreiche Wirkung. Während er früher jeden Cent, den er verdiente, zur Fröhnung seiner lasterhaften Neigungen verwandt hatte, reichte er jetzt seiner Mutter gewissenhaft seine gesammte Einnahme, was sie in den Stand setzte, die schweren auswärtigen Arbeiten einstellen zu können, und ihre Zeit und Kräfte ihren häuslichen Pflichten zu widmen. Auch auf den Vater übte Claude einen günstigen Einfluß. Anstatt, wie früher, den zweifelhaften Neigungen desselben Unterstützung zu verleihen, versuchte er,wie Betsie, dieselben einzuschränken, so daß beim Anbruche des Frühlings die Söhne aus einen verhältnißmäßig glücklichen Haushalt schauten, wo nur die Furcht vor verbrecherischen Zumuthungen des Juristen düstere Wolken an Claudes Horizonte heraufbeschwor. Blicken wir dagegen auf die Brown'sehe Villa, so erblicken wir leider das Gegentheil, obschon wir gestehen müssen, daß wir kaum das Recht hatten, etwas Anderes zu erwarten. Gesellschaftliche Ausschweifungen aller Art drängten einander in rascher Reihenfolge, ohne die früheren Einwendungen seitens des Advokaten zu finden; allein selbst Bella konnte sich trotz des Eifers, womit sie sich in den Strom der Zerstreuung stürzte, nicht verhehlen, daß dies nicht lange so fortgehen konnte und daß eines Tages ein Blitzstrahl aus blauem Himmel herabfahren und Tod und Verderben verbreiten werde. Ihr Verhältniß zu Fred war täglich gespannter geworden, und sie fühlte, daß sie nicht viel länger im Stande sein werde, diese Spannung zu ertragen. Dazu kam die traurige Ueberzeugung, daß Fritz rasch dem moralischen und physischen Ruin entgegen eile und daß alle Anstrengungen, ihn zurückzuhalten, vergeblich seien. Der Schmetterling Lucie war eben so unzufrieden und elend wyie ihre Mutter, und die gesellschaftlichen Ausschwelfangen hatten längst aufgehört, Reiz für sie zu besitzen. Sie wurden eben nur fortgesetzt als der Strohhalm, nach welchem der Ertrinkende in seiner Verzweiflung greift. Lucie hatte jetzt das sechsundzwanzigsteLebensjahr vollendet und war noch immer unverlobt, obschon derReichthum ihres Vaters ihr gewiß zahlreicheAnträge gebracht hatte. Der Grund lag in einer tiefen Neigung, welche sie zu Paul Braun emPfand. Sie hatte dieselbe auf hundertlei Weise lundgethan. Ohne sich, wie wir zu ihrem Credit gestehen müssen, einer Verletzung der Keuschheit und des Anstandes schuldig zu machen. Sie hatte Paul, zum großen Verdrusse ihresVaters. auf die verschwenderischste Weise patronisirt und die Blumensträuße und Topfpflanzen, welche sie von ihm erstand, bildeten Legionen. Sie besuchte das Gewächshaus, wenn sie sicher war, ihn dort zu finden. Sie sprach zu ihm in der Blumensprache und machte ihm mit Ueberreichung von Floras Kindern die leidenschaftlichsten Liebeserklärungen: Alles vergeblich! Paul ertsug ihre Werbung mit Höflichkeit; allein eine eisige Höflichkeit modulirte alle seine Worte, so daß sie zuletzt erschöpft und halb verzweifelt alle Hoffnung eines Erfolges aufgab. Dazu kam. daß sie trotz aller ihrer Flatterhaftigkeit nicht umhin konnte, das gespannte Verhältniß ihrer Eltern zu erkennen und die bange Erwartung zu hegen, daß ein baldiger öffentlicher Bruch, ein ärgerlicher Eclat unvermeidlich sei. Selbst bei Fred hatte sich eine Erhöhung seiner früheren Qualen eingestellt. Wenn Claude gelernt hatte, daß der Weg des Uebelthäters hart sei", so hatte der Advokat dieser trüben Ersahrung nicht entgehen können. Es blieb ihm allerdings noch das Bewußtsein seiner Schätze, welches für jeden Geizhals einen hohen Reiz haben soll; allein er konnte sich nicht verhehlen, daß sein häusliches Leben wenigstens ein glänzendes Fiasko sei. Er haßte und fürchtete seine Frau, und würde, wie wir wissen, nicht gezögert haben, sich ihrer gewaltsam zu entledigen, um
ihre gefährliche Zunge zum Schweigen zu bringen, wenn er dies ohne eigne Gefahr hätte thun können. Sein Sohn war ein geistiges und körperlicbes l Wrack, welchem er weder seine Schätze noch feinen Beruf mit Sicherheit hinterlassen konnte, und sein Tochter hm, sie war eine Modepuppe, eine Seifenblase, nur mäßig anziehend von außen und inwendig hohl. Es ist allerdings höchst zweifelhaft, ob Fred im Stande gewesen wäre, die Seinigen zu lieben, selbst wenn sie einer solchen Liebe im höchsten Grade würdig gewesen wären. Deun das Herz eines Geizhalses ist wie ein Krater, den die glühende Lava ausgebrannt und für alle sanfteren Gefühle verdorben hat. Oh. Leser, wende Dich nicht spöttisch ab, sondern lasse alle Einzelheiten diesei traurigen Familienbildes tief in Deine Seele dringen, damit Du die Wahrheit von Laura'S Vers erkenn:
Wenn Du nicht in der Mitte bleidI. suchst Du das Glück vergebens!" Ehe wir das Capitel schließen, laß uns noch einen Blick in das Braun'sche Wohnhaus werfen, wo wir die Familie im Wohnzimmer sitzen sehen. Es ist Dämmerung, und eben tritt Paul hert:n und sagt, einen Brief in seiner Rechten schwingend: Ein Brief von Laura! Wer unterzieht sich der Aufgabe, ihn vorzulesen?" Aufgabe? Nimm Dich zusammen, Mr. Paul, oder ich schicke Dich ohne Abendessen zu Bette!" Nein, nein, Mutter, ich meinte ich meinte dem Vergnügen." Ah, das ist ein Lied aus einer anderen Tonart. Mein Sohn, wir wollen Dich dieses Vergnügens nicht berauben; aber spute Dich, sonst läutet Susanne die Eßglocke, ehe Du halb fertig bist." Was las ich doch, Mama? Ich weiß es selber kaum noch." Einfach, daß Laura eine innige ZuNeigung zu Frau Braun und Karl ersaßt habe." Las ich das wirklich? Hm, wie Einen doch dann und wann die Augen wässern. Nein, von Karl steht nichts hier." Das dachte ich mir; ich rathe Dir übrigens, von nun an schärfer zuzusehen, wenn Du nicht schließlich ohne Abendbrot zu Bette geschickt werden willst." Nun wohl, hier geht's los: Ihr Lieben daheim! Dies wird wohl der letzte Brief sein, welchen ich Euch vor meiner Abreise nach New Vor! sende. Ich höre beständig die Melodie: Home, sweet Home!" in meiner Seele erklingen und habe nie zuvor den tiefen Inhalt der Worte und Weise so deutlich erkannt und erfaßt. Am dreiundzwanzigsten April finde: unsere Prüfunz statt und drei Abende später ein Concert, wo auch ich mitwirken soll. Ich werde eine der herrlichsten Veethoven'schen Sonaten vortragen und wenigstens auf diese Weise mit der Unsterblichkeit in Berührung kommen. Was den Rest anbetrifft, so haben wir natürlich große Erviartungen, welche sich indessen wahrscheinlich in das reinste Nichts auflösen werden. Es gewährt mir Vergnügen, Euch mittheilen zu können, daß Frau Johanne Braun und ihr Sohn Karl mich nach den Ver. Staaten begleiten werden. Ich habe die wärmste Zuneigung zu Frau Braun und Karl erfaßt . . . Wie war das, mein Sohn? Steht wirklich in dem Briefe, was Du soeben gelesen?" Gut. Frau Mutter." Ich deutete schon früher an. daß die arme Frau Braun in früheren Zeiten die traurigsten Schicksale erlebt haben muß. Sie hat mich indessen nicht in ihr Vertrauen gezogen, und ich habe mich selbstverständlich enthalten, dies Vertrauen zu suchen. Karl graduirt zu der nämlichen Zeit wie ich, und nach Allem, was ich höre, wird er jedenfalls ein glänzendes Examen bestehen. Ihr wißt, er hat Baukunst studirt. Als er neulich aus den uns übersandten New Aorker Blättern ersah, daß Frau Bandervilt einen Preis von $20,000 ausgesetzt für den besten Plan des Palastes, welchen sie an der Klippen Avenue zu errichten gedenkt, erklärte Karl, es sei seine Absicht, als Concurrent für diesen Preis aufzutreten. Wir gedenken, am 5. Mai von Bremerhaven abzusegeln, so daß Karl seine Pläne persönlich einreichen kann. So, das ist für d'.csmal Alles. Mit dem seligen Bewußtsein baldigen Wiedersehens verbleibe ich, mit einem Kusse für Claire, Eure treuTochter Laura." Paul stand auf, neigte sich über Clairens Stuhl und gab ihr einen herzhaften Kuß. Das Mädchen wand sich lachend los. schlug ihn leicht auf die Wange und fragte schmollend: Was soll das heißen. Mr. Paul?Das soll heißen, daß Laura diesen Kuß verordnet hat und daß Alles, was Laura sagt. Gesetz hier im Hause ist. Je eher Du zu dieser Ueberzeugung kommst, desto besser für Dich." Jetzt erscholl die Etzglocke und die glückliche Familie begab sich in das Eßzimmer.
Capitel 21. Laura und ihre Freunde. Etwas später erhielten die Brauns inen letzten, kürzeren Brief von Laura, welcher lautete: Uebermorgen reisen wir mit dem Bahnzuge nach Bremerhaven ab. Die Koffer stehen gepackt und die Abschiedsbesuche sind gemacht. Die Prüfung wurde von uns Beiden wohl bestanden und im Concerte ernteten alle Schüler Ruhm genug für's ganze 5!eben. Frau Braun sagt Euch durch Mlch herzlichen Dank für Eure Einladung. Eure Gäste zu sein, bis sie sich einrichten können. Sie läßt Euch ferner bitten. Euch in der Nähe nach einer passenden Wohnung von drei bis vier Zimmern umzusehen, welche sie beziehen können, bis dauernde Einrichtungen getroffen werden können. Ich dachte an das obere Stockwerk des Hause von Francisco und Mercei.es. will jedoch Mama, welche an Ort und Stelle tyc, keine Vorschriften machen. In ungeduldiger Erwartung Eure Laura." Das liebe Kind!" rief Mariha. mit Thränen der Rührung in den Augen. Demnach muß sie jetzt aus dem Meere sein." Jawohl. Mama. Am Samstag ist der Dampfer Weser" fällia wir j haben also keine Zeit zu verlieren. Claire, weltzt Du. ob das obere Geschoß von Francisco's Wohnung vermiethet tst?" Es ist nicht vermiethet, Tante, ich war noch heute Morgen dort." Dann will ich sofort hin und sehen, rd wir es für Frau Braun bekommen, können. Willst Du mit. Mama?" Ja. ich habe nicht! Besonderes zu thun und ei kleiner Svazieraana wirb
mir gut thun. Claire, willst Du so gut sein, mk meinen Hut zu reichen?" Gewiß, Großmama, und und darf ich mitgehen?" Gewiß. Kind, komm, wir müssen ns beeilen, wenn wir zum Nachtessen zurück sein wollen." Fünf Minuten später standen die Drei auf der Porch der betreffenden Wohnung, wo auch die beiden Mexikaner eben von dem Gewächshause angekommen waren. Ich höre. Mercedes, daß das obere Stockwerk Eurer Wohnung leer steht. Hast Du Lust, es zu vermiethen?" Si, Sennora. wenn wir ordentlich Leut kriegen kann." Nun. ich habe Miethsleute für Dich, welche dem Zwecke entsprechen werden. Es sind Freunde von Laura, welche mit ihr nacb den Ver. Staaten kommen werden und uns ersucht haben, ihnen eine passende Wohnung hier oben zu engagiren. Es ist eine Dame mit ihrem erwachsenen Sohne." Wie ist Name, Sennora?" fragte Francisco. Johanna Braun und ihr Sohn heißt Karl. Apropos, da fällt mir ein: War nicht der Name Eures verstorbenen Freundes Karl Braun?" Si, Sennora. auf Spanisch Carlos Bruno. Wollen Du schon fort? Bitte, Platz zu nehmen, Sennoras." Nicht jetzt, Mercedes. Es ist Essenszeit und wenn wir uns nicht eilen, so müssen wir nehmen, was übrig bleibt. Adios, mi amigos." Die nächsten Tage waren Tage der Aufregung und der Thätigkeit im Braun'schen Wohnhause, indem nicht nur Lauras Zimmer, sonoern auch zwei andere für die erwarteten Gäste in Stand gesetzt werden mußten. So kam der Samstag unerwartet schnell heran, der Tag der Ankunft des Bremer Dampfers, welcher diesmal die gewöhnliche Zeit innegehalten hatte, indem die Zeitungen des Nackmittags die Nachricht enthalten, daß die Weser" bei Sandy Hook gesehen worden sei und vor Einbruch der Dämmerung in Hoboken landen werde. Es war keine Zeit zu verlieren, und die Frage erhob sich nun, wer das Empfangscomite bilden sollte. Klaus und Martha lehnten lächelnd die Ehre ab, indem sie erklärten. daß sie Ruhe und Gemächlichkeit zu sehr liebten, als daß sie daran denken könnten, sich diesem Maelstrom der Aufregung anzuvertrauen. Dr. Adolph seinerseits hatte mehrere schwer kranke Patienten zu besuchen, so daß der Ausschuß sich auf Marie und Claire reducirte, welche so rasch wie möglich Toileite machten und dann ihre Mission antraten. Zuerst benutzten sie die Straßenbahn, um die Fahre zu erreichen. Dann ging's quer über die Bai nach der Battery, wo wiederum die Straßenbahn benutzt wurde, um die Hobokener Fähre zu erreichen. Alles dies erforderte Zeit und als sie auf der Werfte der Bremer Dampfer standen, kam schon das stattliche Schiff den Fluß herauf und glitt sodann an seine Werfte. Jetzt wurden die Planken an
' Vord geschoben, um die Passagiere in den Stand zu setzen, zu landen, und die neugierigen Besucher, das Verdeck zu betreten. In diesem Augenblicke erscholl hinter den beiden Frauen der Ruf: Hallo, da seid Jhc ja und dort sind die Reisenden, zur Rechten des Stromes, Mutter; sieh, sie winken mit dem Sacktuche!" Es war Paul, der dies sagte. Auch er hatte die Nachricht in den Blättern j gesehen und war nach Hobolen geeilt. die Schwester und ihre Freunde zu empfangen. Er hatte übrigens Recht. Unfern des Stromes, welcher nach und von dem Verdecke fluthete, sahen sie drei Personen stehen, zwei Damen und einen Herren, welche alle in Reiseanzüge gekleidet waren und eine Abnahme des Gedränges zu erwarten schienen, ehe sie einen Versuch zum Landen machten. Laura! Es ist Laura!" rief Marie nun aus und begann dann die schwierige Aufgabe, die Menfchenfluth nicht nur zu stemmen, sondern auch zu durchbrechen. Paul und Claire kamen ihr zur Hilfe und nach einigen Minuten erschöpfender Anstrengungen erreichten die drei Abenteurer den freien Platz, wo die drei Reisenden standen. Jetzt hören wir: Laura!" Mutter!" und zwei Gestalten fügen sich zu einer, als wollten sie sich nimmer wieder trennen. Paul sah dies eine halbe Minute mit an, dann sagte er zu Clairen: Geschwind. Claire, hol' ein Brecheisen! Ohne das kriegen wir sie nimmer mehr auseinander!" Ein fröhliches Lachen erschallte und ! einen Augenblick später lag Laura in den Armen des Bruders. So, Du Nimmersatt, genügt das? Und dies ist Claire, Schwester Claire, von der ich so viel und so Gutes gehört! Wollen wir aber gute Zeiten mit einander haben!" Damit küßte sie das Mädchen wiederholt, bis ihr plötzlich die Gegenwart der Fremden einfiel, welche sie in der Aufregung ganz vergessen hatte. Mit der Miene der Verwirrung sagte sie verlegen lächelnd: Mutter, dies ist Frau Johanna Braun, von der ich Dir so viel geschrieben habe und welche Deine Stelle in Leipzig so getreulich vertreten hat, und dies ist Herr Karl Braun, ihr Sohn. Freunde, dies ist meine Mutter, die beste Mutter in der ' Welt, und dies ist Claire Broeng, die mich so fähig zu Hause vertreten. Dies schließlich ist Bruder Paul, der größte Sausewind der Welt, aber zu gleicher Zeit der beste Bruder, den man finden kann." Nun folgten die bei solchen Gelegenheiten gebräuchlichen Redensarten der Höflichkeit, welche wir füglich über schlagen können. Wir übergehen ferner die Untersuchung der Koffer nach steuerbaren Gegenständen und nehmen den Faden der Erzählung wieder auf. als die Koffer auf Pauls Wagen fte hen und die Gesellschaft den Weg nach
toten Island antritt. Wir eilen ihr voraus und gesellen uns zu den andern Mitgliedern der Familie, welche sich auf der Veranda befinden, um die Ankömmlinge zu empfangen. Es ist jetzt dunkel und nach den ersten Begrüßungen und Umarmungen begiebt man sich nach dem Wohnzimmer, wo sich die Scene auf der Werfte wiederholt. Dann setzt man sich zu einem frugalen Mahle nieder, dem ersten auf terra Anna, ohne das Schwanken und Geschaukel, welches die Seekrankheit erzeugt und den Appetit raubt. Während sie essen und Hunderte von Fragen stellen und beantworten, wollen wir eine kurze Beschreibung unserer neuen Bekannten geben. Der Leser weiß übrigens, daß wir ihnen heute nicht zum ersten Male begegnen, und daß wir vor länger als einundzwanzig Jahren ihre Bekanntschaft machten. Hannchen Braun hat sich seitdem bedeutend verändert. Die muntere Lebhaftigkeit. welche wir früher an ihr entdeckten, ist einer stillen Sanft-, wenn nicht Wehmuth gewichen, einer Gemüthsstimmung, welche nach den schweren s heimsuchenden Schicksalsschlagen so natürlich scheint. Uebrigens ist diese Stille mehr eine Gewöhnheit als ein Anzeichen sortgesetzter Weh- und Schwermuth. Hannchen ist jetzt siebenundvierzig und in ihr braunes Haar mischt sich eben hier und dort ein Strich leichten Graus. Karl ähnelt seinem Vater. Er hat blaue Augen und blondes Haar und ein leichter Bart der nämlichen Farbe giebt seinem jugendlichen Antlitz den Anstrich der Männlichkeit. Karl gilt mit Recht für einen ungewöhnlich hübschen jungen Mann. Seine Stirn ist hoch und aus den Augen leuchtet neben der Schärft des Verstandes ein Humor, welcher bei der geringsten Provozirung hervorbricht, wie die Brauns auf der Insel bald genug ausfinden. Uebrigens ist dieser Humor von jener Rohheit frei, welcher denselben nur zu häufig verunziert. Dies genügt und wir lauschen nun einige Minuten der Unterhaltung, ehe wir dies Capitel schließen. Laura hat Hunderte von Fragen zu stellen, welche meistens zu ihrer Befriedigung beantwortet werden. Und Francisco und Mercedes?" ruft sie lebhaft. Sino sie wohl?" Ja. und ich habe Deinen Wink befolgt und das ob Stockwerk ihres Hauses für Deine Freunde gemiethet. Morgen früh müssen wir sie besuchen; allein jetzt zu Bette. Ihr müßt sterbensmüde sein und morgen ist bekanntlich wieder ein Tag, an welckftm wir plaudern, berathen und debattiren können. Gute Nacht und angenehme Träume!"
C a p i t e l 22. Daheim. Die Reisenden erfreuten sich äugenscheinlich eines erfrischenden Schlummers; denn als Msrie. eine geraume Weile nach Sonnenaufgang Lauras Zimmer öffnete, um zu sehen, ob sie erwacht sei, schlug das Mädchen gerade zum ersten Male die Augen auf. Dieselben verweilten einige Augenblicke auf der Decke, den Wänden und den Geräthen des Gemaches, ehe Laura wußte, wo sie war. Jetzt indessen entdeckte sie ein bekanntes und, oh!, fo theures Gesicht in der Thürspalte. Sich zu einer sitzenden Stellung erhebend. streckte sie die Arm aus und rief mit allen Zeichen der innigsten Liebe und des seligsten Entzückens: Mutter! Mutter!" Marie bedürfte keiner dritten Mahnung. Im Nu war sie am Bette, zog die geliebte Tochter in ihre Arme und drückte das schöne Haupt an den mütterlichen Busen. Wie hast Du geschlafen, Kind?" fragte sie dann zärtlich. Gut, Mama, das heißt, so gut wie ein schuldiges Gewissen dies erlaubte." Mit diesen Worten drückte sie das erröthende und glücklich lächelnde Gesicht in die Falten von Mariens Kleide, zog dann den Kopf der Mutter zu ihrem Ohre nieder, und flüsterte ihr süße Geheimnisse zu, wenn wir nach dem seligen Lächeln urtheilen dürfen, welches während dessen ihre Züge verklärte. Leser, Laura hat uns nicht eingeladen, ihre Geheimnisse mit der Mutter zu theilen, so daß es kaum recht wäre, wenn wir in dieselben einzudringen versuchten. Du weißt sie ohnehin. sagst Du? Na wirklich, das freut uns, indem es Zeichen Deines Scharfe sinns ablegt. Es betrifft Karl? Richtig, lieber Leser; denn Laura sagt jetzt laut: Oh. Mama. Du hast keine Idee, wie gut Karl ist. Er ist der beste, edelste, klügste, gelehrteste . . ." Lauras Wörterbuch war erschöpft, und sie sah sich gezwungen, mitten in ihrer Lobrede abzubrechen. Mama Hannchen", begann sie dann von Neuem, gab ihre Einwilligung vor unserer Abreise von Leipzig, und wenn ich hoffen dürfte, daß Du und Vater . . ." Hier schloß Marie die Lippen der Tochter mit einem herzlichen Kusse, eine Zeichensprache, welche das Mädchen ohne Mühe entzifferte, denn sie schlang die Arme um den Hals der Mutter und rief voller Freude: Oh, Dank, tausend Dank. Dcutter. Wenn Du Karl näher kennen lernst, wirst Du Dich nicht wundern, daß ich ihn so innig liebe." Ich bin ihm schon jetzt gut, Kind. in Folge Ä einer Briefe. Doch nun zieh Dich rasch an. sonst werden Susannens Pfannekuchen kalt. Ich will einmal sehen, ob unsere Gäste wach sind." Mit diesen Worten verließ sie das Zimmer und durchschritt die Halle, um an Johannas Thür zu klopfen, als plötzlich Karl aus seinem Zimmer trat und der Hauswirthin einen gute:. Morgen wünschte. Marie ging auf ihn zu, ergriff seine Hand, zog ihn naher und drückte einen mütterlichen Kuß auf seine Stirn. .Ah, Laura hat gebeichtet?" sagte
der junge Mann mit einer Mischung von Freude und Verlegenheit, indem er Mariens Händedruck erwiderte. Und darf ich hoffen, daß SieMariens Wahl billigen?" Ja, Karl, von ganzem Herzen. Laura hat Verstand und Einsicht und würde Ihnen ihre Neigung' nicht aeschenkt haben, wenn Sie dieselbe nicht verdienten." Oh. Niemand verdient Laura." erwiderte er entschieden: sie ist das beste und liebste Mädchen, das je gelebt. Mama, Laura hat ihrer Mutter unser Verlöbniß mitgetheilt undFrau Braun hat mich eben mit der Versicherung beglückt, daß sie die Wahl billigt." Diese Worte waren an seine eigene Mutter gerichtet, welche eben in die Halle getreten war. Die beiden Mütter umarmten sich b.rzlich und dann sagte Marie, der Freundin Hand ergreifend: Nun io nmt hinunter, damit wir die Andern in Kenntniß setzen können." Sie fanden Adolvh und die Großeltern im Eßzimmer, und als Marie
dem Gatten die gemachte Entdeckung zuflüsterte, zeigten dessen Blicke mehr Befriedigung als Ueberraschung, indem LaurasBriefe ihn den Sachverlauf Haiten ahnen lassen. Auch die Großeltern schienen etwas Aehnlicbes vermuthet zu haben und Paul sagte lachend: Das ist nichts Neues. Ich hätte darauf schwören können. Man erschöpft nicht um nichts und wieder nichts das Wärterbuch. um einen jungen Mann zu rrherrlichen. In diesem Augenblicke trat Laura Arm in Arm mit Claire ein. und eine. liebliche Nöthe verschönerte ihre Wangen. als sie die bezeichnenden Blicke der Anwesenden auf sich haften sah. Sie wanderte sodann aus den Armen des Einen in die des Andern und empfing die herzlichsten Glückwünsche Aller, eine Demonstration, welche nur durch Mariens Protest unterbrochen wurde und durch ihre Erklärung, daß Susannen Kuchen ungenießbar sein würde, wenn man deren Verwendung nur eine Mi nute verschöbe. Man setzte sich deßhalb zu einem heitern Mahle nieder, obschon die leckern Gerichte kaum die Würdigung fanden, welche sie gewiß verdienten. Ein volles Herz drückt bekanntlich auf den Magen und verhindert dergestalt die gewöhnliche Anfüllung desselben. Während der Mahlzeit besprach man die Schritte, welche die Umstände verlangten. Marie protcstirte gegen eine sofortige Uebersiedlung ihrer Gäste in die Wohnung der Mexicaner, indem sie behauptete, die Sache habe keine besondere Eile und Rukc und Erholung sei nöthiger als alles Andere. Mexicaner?" sagte Johanna aufhorchend. Der Name kommt mir so bekannt vor, doch kann ich ihn nicht mit, der Vergangenheit verknüpfen, und werde ihn wahrscheinlich gelesen haben." Oh. diese Mezicaner sind prächtig alte Leute. Mama." sagte Laura. Wie wäre es, wenn wir ihnen sofort einen Besuch abstatteten?" Ich stehe zur Verfügung," sagte Johanna. Und ich," fügte Karl hinzu. So kommt," rief Laura und wenig: Minuten später standen die Ärei auf der Veranda des betreffenden Hauses. Die Mexicaner waren noch zu Hause, und auf Lauras Klopfen öffnete Mercedes die Hausthür. Ich bin's. Mercedes," sagte Laura freundlich lächelnd., und wollte der alten Freundin die Hand reichen, als sich plötzlich etwas Sonderbares ereignete. Die Blicke der Mexikanerin waren zufällig auf Karl gefallen, und was sie sah, mußte sie wohl in große Aufregung versetzt haben, denn sie schlug die Hände zusammen. rief ein halbes Dutzend Heilige an und sagte dann: Francisco, geschwind! Geschwind! Hier ist Carlos Brauns Fragzisco tarn gerannt und kaum hatte er den Fremden erblickt, als auch er die Mutter Gottes zur Zeugin seiner Freude anrief, und einmal über das Andere sagte: Oh, Sennor Carlos! Sennor Carlos!" Laura wußte nicht, was sie denken und sagen sollte. Waren ihre alten Freunde übergeschnappt? Ei, Mercedes," sagte sie mahnend, kennst Du mich nicht mehr? Ich bin Laura, Deine alte Freundin, und gekommen. Dich zu begrüßen und Dir meine Freunde aus Deutschland vorzustellen, welche das zweite Stockwert Eurer Wohnung gemiethet haben." Mercedes hatte sich inzwischen einigermaßen von ihrer Aufregung erholt. Sie umarmte und küßte Laura und sagte dann: Du mich entschuldtn, Laura. Mich denken, mich sehen Seunor Carlos." Franzisco schüttelte ihr nun auch die Hand und sprach seine Freude aus. sie wiederzusehen; allein während des kurzen Besuches hingen die Blicke beider Mexicaner an den Zügen des Frem den und machten sie für alles Anden gleichgültig. Die vier Zimmer gefielen Johanna ausnehmend. Sie waren einfach, aber freundlich und wohnlich. Die Wohnung paßt mir in jeder Beziehung," sagte sie zu den Hauswirthen. So wie ich die nöthigen Möbeln gekauft habe, werden wir einziehen." (Fortsetzung folgt.) Aus einer V e r t h e i d i g u n g s r i d e. Vertheidiger: Meine Herren ! Ter Angeklagte verdient ;m weitesten Maße mildernde Umstände. Bedenken Sie, daß derselbe bereits dreimal wegen seiner großen Ka'rtoffln prämiirt worden ist!" Enterbt. A.: Der junge Herr Schobert sieht so niedergeschlagen aus. Was ist denn mit ihm?" B.: ..Sein Onkel ist todt." A.: Na. sein Onkel ist doch schon mehrere Tage todt, und bis vorgestern sah er doch sogar sehr vergnügt aus." B.: Ja, aber gestern ist das Testament eröffnet worden.-
Fr die che.
Spinatgemüse. Die saudevi verlesenen Spinatblätter ohne Stiele werden in wenig Wasser mit etwas Sa.lz und einer Messerspitze Alaun 10 Minuten gekocht, abgeseiht, mi? dem Wiegemesser fein gewiegt. In reichlich Fett läßt man 1 bis 2 Kochlöffel Mehl gelblich anlaufen, röstet den Spinat ein wenig in derEinbrennc und begießt ihn mit Fleischbrühe oder kalter Milch, würzt mit geriebenem Knoblauch und Pfeffer und läßt das Gemüse fest auf. kochen. Schweinsbraten mit 28 u r z e l n. Ein Stück Jungschweinöbra. ten. Schulter- oder Keulenstück, salzt man. nachdem es gewaschen wurde, bringt es in eine Kasserolle, dazu dünn geschnittene Suppenwurzeln, eine in dünne Blättchen geschnitten Zwiebel, ein Lorbeerblättchen. Pfefferkörner, Eitronenschale, ein Pint Was ser. einige Löffel guten Essig, läßt Alles zusammen weicb dämpfen unfc locht jun: Schluß einige geschälte Kar toffeln in der Brühe. Spargel mit holländi scher Sauce. Schöner Stangenspargel wird gereinigt und in. üblicher Weise in siedendem Salzwasser ge kocht. Nun schlägt man ungefähr 5 Unzen frische Butter (für circa 2 Pfd. Spargel) zu Schaum, vermengt ih mit einem Eidotter, einem Eßlöffel voll Weinessig und einem gehäuften. Eßlöffel voll' Mehl, giebt nach und nach ein halbes Pint Wasser, worin: der Spargel gekocht wurde, dazu und läßt diese Sauce unter fleißigem Umrühren aufkochen. Der Spargel wird nun auf eine Schüssel gelegt und, mit der Sauce Übergossen, servirt. Karlsbader Fleisch. Gut abgelegenes Rindfleisch vom Rücken wird trocken abgerieben, mit Sak bt sircut und so breit geklopft, daß c zum Einrollen dienen kann. Dann füllt man es mit einer Mischung vo Speck, gekochter Pökelzunge, iokbtl, Petersilie und Champignons, rollt e zusammen und bindet es mit Spagat. Hierauf werden die Rollen auf Speck. Schinkenschwarten. Wurzclwerk mit Wasser und Fleischextrakt, gut zuge deckt, gedünstet, öfters gewendet und fleißig begossen, damit sie keine Rinde bekommen und saftig bleiben. Vor dem Anrichten wird die Sauce durchgeseiht; das Fleisch wird in gleiche Scheiben geschnitten und, mit der Sauce Übergossen, servirt. Frühlingssuppe. Zur nothigen Brühe setzt man einige schöne Suppenknochen mit dem nöthige Grün, Salz und einer geschälten Kartoffel zu und läßt alles möglichst lang auskochen. Nun wiegt man zwei Hände voll Kräuter (Kerbel. Petersilie. Kresse. Pimpinelle u. s. w.) fein, läßt das Geioiegte gut dämpfen in etwaG Butter, stäubt ein wenig Mehl daran, gibt von derBrühe dazu und läßt alles gut kochen. Man würzt mit etwas Zucker und Citronensaft, gießt die Suppe durch ein gröberes Sieb über zwei zerquirlte Eigelbe und giebt geröstete Würfelchen oder Schnittchen in die Suppenterrine. RofMif il la rnoj. Man nimmt etwa ecys Pfund Stindtlel ch v sL rCy W " v 11 4 V A ? i m X W4 Speckstreifen und thut es sodann eine nu i c iuui, iuiiu)c um uucu 0i -: rr r. . r t . v . ten Wurzelwerk ausgelegt ist. . . ' ' - Tt rw m , .1 I i: 1 1 M I I . 1 . II1UIL UJL 1 1 I 1 1 11 1 . . I . (1 UllK V21US -iXitlll. C11UU -I t3 uv a im -' . i o im essig und zwei Glas Wässer hii 3 rl JL. r ucui iU 9 yiciu yuufl jci U. i 1 1 i i i i i i i i r 1 1 t w i i i r i r ivi i I ur n inn man es ab und zu begießen Wenn es weich ist. läßt man es Brühe erkalten und servirt es. - ; j .. v r . (m;4 uuiyciiunmcn, in oieer. iami gas boeuf ä lu mod' jedoch gemenen, 10 qai man oie flutt : . t r - i i. jm . voll Weizenmehl verquirlt wurde, . ...v. . .ui w: .r -f i . ,1 it Vni rrt .in C- rrs W fl. null i .uvvif viii U1ll fien Gemusestucke behalt man vor t t.si..:x m utun inuyiu gut. V7uiuuuii jju EskapoleS v an Kalb. 1 ltd .. AAlUlMH. AftSl. schneidet man Scheiben, die- rund fjt- A1 . W W m iiiiiiiiini r r nrn ini nrn w? w-fc , r- v orrwir . . u ? . I -7- " I! wife Schnitzel bereitet. Man schlägt sie vem iericymePer. jorn f i brät sie auf beiden Seiten m ViUUlLllUJ, iV Ulf w - tr m. ji :i t . richtet und in die Mitte- nu biges Gemüse in Breiform nat. Sauerampfer. KartiWU ernt pikante öcrace gcfaxB Frankreich wendet man vielfach Fleischscheiben i Ei und- dann in rubenem Kase mn, vrat sie und gleich ebenso viel Scheiben Sckinken in Butter und röstet scheiden goldbraun. Die ESkapoleU werden auf v Brotlcheiven gelegt, den Schinkenfchnitten oebectr nnd rm Kranke ancenchtet. ffine tensauce füllt m in in die Witte Italien wird mit Butter nd 2ul Fleisch . Extra cochter jfri n Ws)t4 Kr tat ffrm - c lllCIl j SLUfVllS ytlUUl, ll ri-ü cn 's crrsC t St saZHtti. nun ineid xKaiiaront nehmen omaieniouce minder rerche. Wien endlich wird die Vratbutt V 5-JC 21. .sä , m verlockn, mit Paprika geWkzt der dir Schnitzel a,ü - hn cm . . 'jjune giern man gevrare Vitixu toffel. Kindliche Fol . .- , V. ,2 er niein - Vrelcyen: öelt. iIarvliieutenant darf natÄrlich , ! i cp i rr m m ' mir omlenen,ren!ttriN7" O- . öo .jiio ite. yran neuen Köchin): heißen oennz- ,vina rfi et Harnei;
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