Indiana Tribüne, Volume 24, Number 242, Indianapolis, Marion County, 19 May 1901 — Page 12
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Jndiana Tribüne, Sonntag, drn 19. Mai 1901.
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Obiges ist ein qctrcucs Bild des großen Schlachtschiffes
VZcKinley und dessen Reisegesellschaft in San Francisco vom
Nonle Carlo. Das verrufene Paradies. Eine rein arkadische Landschaft. Das ganze Jahr hindurch Saison. Keine Nation fehlt. Die weiße Stadt am Meere. In das Gestein der Berge sind Absä?e und Terrassen gehauen, und auf den Absätzen und Terrassen wächst der Wcisloct und die Olive, und hie? ist Honig. An den Abhängen aber grasen Schaft, kleine grauschwarze und lebei t raune Häuser blicken aus dem Rahmen des Fichtenwaldes heraus. Die Sonne bestrahlt den Bergrücken. Der Kaktus läßt seine feuerrothen Blun-.enbüschel leuchten. Eine rein arkadische Landschaft, so wie es wohl eins: im alten Griechenland ausgesehen hat. Groß:, blaie Vögel lassen sich in den Büschen nieder, ein Eseltreiber kommt singend den Bergstcig herab. währe:. o er sein Thier am Schwänze hält, und hinter dem Ruine des alten römischen Kastells taucht eine uralte Frau mit einem Bündel Reisig auf dem Rücken auf. Wie friedlich es hier Zft, fei' glücklich und still. Der Schafirte in der brandgelben Jacke liegt Züld schläft im Grase. Die Vözelein Nr.gen oben in den schwarzen Fichten. ir dürfte eine müde Menschenseele toctl Ruhe und Frieden finden. Hier V
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ist aber auch Europa's Paradies, das Wunc ervollste alles Wundervollen auf Eldcn. Es ist Monte Carlo. Das verrufene Paradies! Ja, aber wer sagt denn, daß man in Monte Carlo spielen und dem Fürsten Albert und Herrn Camillc Blanc sein Geld abliefern muf-.! Hier, wo viel mehr zu sehen ist, als der Anblick von acht grünen Tischen. und wo es viel mehr zu genießen giebt als den Klang des rollenden Goldes auf dem grünen Tuche. Sieh Dir dies.' beiden Welten an, aus denen Monte Carlo besteht, mische Dich unter die Leute der beiden Welten, und Du bekommst hier mit einem Mal mehr zu sehen, als in Deinem ganzenLeben. Und vielleicht wirkt der Anblick dieser beiden Welten: der arbeitenden und schaffenden und der genießenden und ve: nickienden, die mit ihren allerkräftiastcn Typen so dicht nebeneinander liegen, auf Dich belehrender, als eine ganze Reihe von Borlesungen in der So'.ialöionomie. Weile einen Tag auf denHöhen MonteCarlo und La Tourbics und einen Abend in den Spielsälen Monte Earlos und im Theater unten am Meere und lasse jeden einzelnen cer Meiiscncntypen. vom Tagelöhner bis zum Fürsten, vom Schweinehirten bis zum Millionär, von der armen Eyrbartci: bis zur wohlgekleideten Bcrderbtheit an Dir vorübergehen unter den Fichten und unter den Palmen, im Halbdunkel einer ärmlichen der Mitglieder wn McKinle's Cabinet, und Hitchcock. ekretär Long wird sich doch nicht vernachlässigt. Den Präsident
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Ohio", welches am 28, Mai in Stapel gelassen werden wird. ellampe und im blendenden Glänze hillerieuchteter Kronen. Das ganze Jahr hindurch wird in Monte Earlo gespielt. Die eigentliche Saison beginnt aber erst im Dezember und schließt im April. Dann kommt der ganze Schwärm derer, von denen die Hotelstadt Monte Carlo unten am Meere leut, mit den Blitzzügen aus allen Himmelsgegenden herbeigeilt. Keine Nation fehlt. Der Wirth streicht vergnügt seinen englischen Backenbart, dcc 5nitscher lackirt seinen Hut und der Oberkellner übt sich vor dem Spiegel sein berühmtes, weltmännischesLächeln ein. Und in der englischen Kirche wird reingemacht und Monte Carlo's 41 Pfandleiher bereiten sich auf die Campagne vor. In Lächeln und Sonnenschein gebadet liegt die kleine, kreideweiße Palaststadt da, und im Speisesaal schlägt der Croupier auf den Tisch und ermuntert: Messieurs! Faites vos irur!" De ganze Welt bekreuzigt sich über Mor.le Carlo. Dieser entsetzliche Sündcnpfnhl? Dort wird gespielt und lfie viele nahmen sich dort nicht das Lrbni ... Es ist das sehr richtig, und daß es so ist. ist sehr traurig. Aber wird nicht anderswo auch gespielt! W'crd denn in Monte Carlo mehr und höher gespielt, als in Berlin. London. Paris, St. Petersburg und anderen großen Städten? Hier geht es heim: lies) zu. in Monte Carlo aber offen. Ist dieser Unterschied eigentlich so groß
aus Reisen
welche den Präsidenten auf seiner 10,500 Meilen Reise begleiten. Es sind
erst in Denver der Gesellschaft anschließen. Wenn auch auf einer Vergnü-
verwandelt feinen dahinsausenden Spezialzug in ztemporäres White
.M. rJ lf Äitol t rGegenwart des Präsidenten imd werden in Monte Carlo mehr Existelzen vernichtet, als in den vornehmen Clubs der Weltstädte? Und man carf nicht vergessen, daß in Monte Carlo mancher seine letzte Zuflucht sucht. Alljährlich eilen Dutzende von Lebemännern, verarmte Gutsbesitzer, ruinirte Börsianer nach Monte Carlo, die nach einem üppigen, verschwendenschen Leben plötzlich entdeckten, daß ihnen von ihren großen Schätzen nur wenige Tausende geblieben sind. Dann greifn sie zu dem letzten Hoffnungsanker. zum Trente et Quarante. gewinnen vielleicht, verlieren aber gewohnlich. Nun. der winzige Rest ihres ehemaligen Reichthums wäre doch n wenigen Wochen oder Monaten aufgezehrt. In Monte Carlo erreichen sie ihr Ziel schneller. Ich kannte einmal einen ehemals s:hr begüterten Mann, der sein Vermögen bis auf 1000 Mark verpraßt hatle. Für dieses Geld kaufte er sich Loose der Staatslotterie, und als keines seiner Loose herauskam, nahm er sich das Leben. Sein Selbstmord kam nicht in die Zeitungen. Wäre es aber in Monte Carlo geschehen, so hätte die aanze internationale Presse den Fall behandelt. Und schließlich: Muß man in Monte Carlo denn durchaus spielen? Dort giebt es so viel anderes Schöne und Herrliche, was unser Herz erf::eut. Da sind die wunderbaren Höhen mit ihren entzückendenDörfern und
der köstlichen Aufsicht über das blaue Mittelmeer mit der hohen Felsenmand vor uns. Da ist die weiße Stadt am Meer mit den afrikanischen Palmgäreine gute Kunstsammlung, ein vortrefflicher Konzertsaal und ein kleines, kotette Theater, das der Baumeister der Pariser Oper, Garnier, erbaut bat und wo uns stets gute dramatische 5lunst geboten wird. Und dann ist der Spielsaal selbst da. in dem man die herrlichsten Studien machen und den Wettlauf der Menschheit um das liebe Gold beobachten kann. 5)errlich sind Monte Carlo's Berge und die weiße Stadt, wenn die Frühjahrssonne sie hell bescheint und wilde Rosen und Kakteen. Agaven und Palmen in schönster Pracht dastehen. Hier hat der liebe Gott sein Meisterwerk geschaffen, hier leben wir im wahren Paradies. Zwar birgt dies Paradies eine Schlange, aber sie beißt nur. wenn man sich ihr nähert. Hüte Dich vor ihr! Laß die lockenden Rufe desCroupiers an Deinen Ohren vorbeigleiten! Genieße das Panorama der Berge, berausche Dich an dem Blau des Mittelniceres. setze Dich in den Palmengartcn und horche'auf die Laute, an denen der milde südliche Abend so voll ist. Dann wirst Du allen Gram und Kummer vergessen und Du wirst Dich froh und glücklich fühlen. Victor F o ß.
L'n Brief. Von Roberto Bracco. (Deutsch von Otto Eisenschitz.) Was ist das für ein Brief?" Welcher?" Der, den Du eben versteckt hast". Ich habe ihn nicht versteckt, ich habe ihn aufbewahrt". Warum hast Du ihn nicht gelesen?" Weil ich ihn erst lesen werde!"
Stets mit dem weihen aus. in
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Auf seiner großen Reise hat Präsident McKinley seine Pullman Car de umgewandelt. Es wird dies durch eine beständige Verbindung mit dem
Warum hast Du ihn nicht einmal geöffnet?" Weil ich ihn erst öffnen werde!" Wenn Du allein sein wirst?" Wenn ich allein sein werde!" Der Brief ist von einer Frau!" Ich weiß es nicht!" Aber ich wein es. Er ist parfümirt, das Couvert ist länglich, sehr länglich und die Adresse ist mit einer unverschämt weiblichen Schrift ge-! schrieben. Darüber ist nicht zu streiten!" Wir brauchen auch gar nicht zu streiten!" Luigi, gieb' mir den Brief!" Fällt mir nicht ein!" Gieb mir den Brief, sage ich! Oder wehe Dir!" Aber glaubst Du denn, wenn ich ksmpromittirende Briefe erwartete, ich würde nicht verhindern, daß sie mir vor Deinen Auaen übergeben werden? Und welches Weib, Du lieber Gott, wäre wobl so unklug, die Neugierde oder gar die Eifersucht meiner Frau herausfordern zu wollen?" O! Es giebt viele Weiber, die sich nur verlieben, wenn sie sich dabei irgend einer Gefahr aussetzen können. Im Uebrigen rath? ich Dir. endlich aufzuhören. Ich babe es satt!" ..Was denn?" Seit ungefähr einem Monat bist ' Du außergewöhnlich liebenswürdig mit mir. Das bat mir zu denken gegeben. Gewiß! Du bist nur deshalb wieder ein guter Gatte, weil Du eine ! Geliebte bast!" Unsinn!" Ich kenne Deine Methode. Du thust, als wärest Du sogar sehr sen-1 sibel! Du zeigst Dich sogar sehr anspruchsvoll. Das ist beispielsweise etwas, was Dir nicht sehr ähn-! lich sieht. Es ist Zeit, crnst zu werden. ! Kurz, wenn Du eine Geliebte hast, j dann schmerzt mich das aus zweiGründen : wegen der Gunst, die Du ihr bezeugst, und wegen des Aergers. den Du mir verursachst! Wie Du wohl begreifen wirst, bin ich nicht geneigt, nachzugeben. Gestehe mir Alles, verlasse sie und ich verzeihe Dir! Willst Du?' Luigi hörte sie mit einem verächtlichen Lächeln an. Sie fuhr fort, darauf zu bestehen, daß er ihr den Brief gebe. Er fuhr fort, ihr ihn zu derweigern. Aber als Livia nicht mehr in jenem Tone fortfuhr, aus dem thetls
cynische Anmaßung, theils paradoxe Ueberlegenheit sprach, ihn bat und weinte, von ihm mit beredten und süßen Worten das Geständniß verlangte, und die Vergebung versprach, sagte ihr Luigi gerührt: ..Hör' mich an. Die Voraussetzung, daß ich wieder ein guter Gatte geworden bin. zu dem bloßen Zwecke, um Dich zu betrügen, ist so beleidigend, so häßlich, so ungerecht, daß ich nicht umhin kann, Dich dafür zu bestrafen. Und ich werde Dich bestrafen, indem ich Dir zeigen werde, daß ich wirklich Dir gegenüber im Unrecht gewesen bin, aber auch, indem ich Dir den Beweis gebe, daß ich zumindest weniger raffinin und frivol bin, als Du glaubst. Ja, das ist der Brief einer Frau, die in gewissem Sinne, meine Geliebte gewesen ist. Ich habe ihre Schrift wieder erkannt. Aber es ist unmöglich, daß dieser Brief, der mir so gedankenlos zugeschickt wurde, nicht bittere Vorwürfe für mich enthalte. Seit mehr als einem Monat bin ich nicht mehr bei ihr gewesen, seit mehr als einem Monat habe ich alle Beziehungen zu ihr abgebrochen, seit mehr als einem Monat habe ich von ihr nichts mehr wissen wollen! Und nun, wenn es Dich amüsirt. lies!" Lioia riß das Couvert fieberhaft und gierig auf und während er. nicht ohne Bangen, in feierliches Schweigen gehüllt, die Wirkung der vollen Enthüllung abwartete, verschlangen ihre Blicke den kurzen Brief, der folgendermaßen lautete: Du hast mich verlassen, um zu Deiner Frau zurückzukehren. Du sagtest es mir mit einer schamlosen Dreistigkeit, die Dir als Aufrichtigkeit erschien. Wenn das Weib, um derentwillen ein Mann seine eigene Geliebte verläßt, dessen Gattin ist. ist der Verrath, den er begeht, ungeheuerlich, denn er hat nicht einmal den mildernden Umstand der Liebe für sich. Du liebst Deine Frau nicht, und Deine Frau liebt Dich nicht! Wenn Du sie liebtest, würdest Du sie besser zu bewachen wissen; wenn sie Dich liebte, würde sie sich nicht drei-
mal in der Woche. Montag. Mittwoch, und Samstag gegen fünf Uhr Nachmittags in die Parterrewohnung des Hauses Nummer 65 in der Via Principessa Margherita begeben, wo ste von einem Kavallerie - Lieutenant erwartet wird. Servus Norina!" Die genaue Angabe der Einzelheiten. die ihr wie eine Teufelei erschien. V V - 4 V W IV V V mnrtlirftfn ffntckuna. Mit faklem ernok:e rn Xsivia die Änqu vor einer Antlitze und bleichen Lippen, wie von einem Gespenste an der Brust gepackt, prallte ste wankend zurück und sank auf einen Fautuil. mit dem Kopfe r nack rückwärts. N chlsdeitowen aer wurde sie von dem Instinkt der SelbstVertheidigung ergriffen und mit starrer Hand hielt sie den verräterischen Brief fest umklammert. Luigi, der sich mehr als je schuldig fühlte, kniete vor ihr niphcr fiitef? itf liebkoste ste und
fuhr ihr mit der Hand über die mit! und arah stand tobend und flucveno kaltem Schweiß bedeckte Stirne. , wie ein alter Wachtmeister auf dem Banbhof in Besancon. Der Zug ioLLivia. Livia. meine gute Livia! Du l abgehen, aber das Gepäck der GöttAermste! .... Siehst Du. siehst Du! chen" war noch nicht da. Man wird . .... Du hast es ja gewollt! Es war , n$it 0$nc mein Gepäck abfahren, mein also nicht wahr, daß Du schon früher ! Gepäck will ich haben", schrie sie. Es geargwohnt hattest! Denn sonst Ware mir sehr leid." erwiderte der2:.' ja der Eindruck jetzt kein so furchtba- tionvorstehcr. .aber der Zug muß zur rer gewesen .... Aber ich schwöre fahrplanmäßigen Zeit abfahren. Ihr Dir. daß ich mir hefnqe Vorwur.e ma- cpäct wird dann mit dem nächsten che. schwöre Dir. daß ich jenes Weib me ge nachgeschickt ierden." Und wiedersehen werde! Ich bitte Dich be- fcae nn nccf einmal, daß der ruhige Dich! Quäle Dick doch nicht so. gUfl Dnf mcin d aDf)rcn Hast Du denn nicht gemerkt daß Alles !rirV. Zornbebend holte sie sich einen zu Ende ist? Aus diesem Brief muß Bm QU- Dem Wartesaal. stellte ihn es w deutlich ersichtlich sein . . . New bi(f)t tox oic Lokomotive und ließ sich nein, balle nicht die Faust. Ich will rifh:(, nnn ;f,r ;;h,r
, , . , m m m CY Nicht, daß Deine Hand durch dieses Papler entweiht wird, schwill Nicht! Ich will nickt!" Livia stammelte: Bilde Dir nicht ein, daß ich Dir den Brief zurückgebe?" Und was willst Du thun?" fragte Luigi mit weitgeöffneten Augen. Frage mich nicht". Was willst Du thun. Livia?" Dieser Brief gehört jetzt mir?" it VnifTft 5it ihr ftfn ? willst ihr ihn in's Gesicht' schleudern? .... Du willst eine Tragödie heraufbeschwören, eine Katastrophe, einen Skandal! .... Aber warum deW? Warum? Du darfst nicht mit einem solchen Weibe in Berübruna treten Livm. 9ibm ick beschwöre Dick!" Und da sie ihm hartnäckig Wider - stand leistete unc den Brief mit einer,
unglaublichen Kraft in der Hand festhielt, nahm Luigi zur Gewalt Zuflucht! Der Kampf war heftig und erbittert, aber von kurzer Dauer. Mit seinen siahlbarten Fingern verdreht? er ihr das Armgelenk, besiegte ihren grimmigen Widerstand und setzte sich in den Bestz des zerknüllten Papieres. Livia ricktete sich auf und mit verzweiflungs-, vollem Aufgebot ihrer ganzen Willenskraft rief sie aus: Das Weib lügt!" Und Luigi. der nun sicher war. den Skandal beschworen zu haben, sagte ihr mit aufrichtiger Zärtlichkeit: Gieb Dir keine Mühe, sie herabzusetzen. Ihr Liebeskummer läßt mich kalt. Ich liebe sie nicht und habe sie nie gelibt. Und mit ihrem Feuer, möge es nun falsch oder echt sein, weiß ich nichts Besseres anzufangen, als mir eine Cigarre anzuzünden. Sieh' her!" Mit ruhigem Lächeln entnahm er seiner Cigarrentasche eine Havana. drehte den Brief zu einem Fidibus zusammen. bückte sich, um ihn den glühenden Holzscheiten des Kamins zu nähern, zog ihn brennend hervor und zündete sich tbatfächlich daran mit der Gewandtheit des vornehmen Rauchers seine Cigarre an. Livia hatte ihm wie entgeistert zugesehen; sie war wie festgebannt dagestanden und hatte die schwindelnde rasche Aufeinanderfolge der Empfindungen. die sich ihrer bemächtigten, zu verhehlen versucht. Nun trat das Blut wieder in ihre Wangen, die Lippen färbten sich wieder kirschroth: das ganze herrliche Geschöpf beseelte sich von Neuem und strahlte die verlockendste Dankbarkeit aus. Als die Reste des verbrannten Briefes in die Flammen des Kamines fielen und die erste dichte Qualmspirale triumphirend aus Luigi's Munde kam, umhalste sie ihn mit nackten Armen und bedeckte irrn mit ihrem duftigen Gewände. , Luigi. Luigi. Du bist ein Engel!" Und wenige Minuten spater war die Cigarre verloschen.
Verbindung. in ein temporäres Executiv Weißen Hause ermöglicht. GcbäuDie Duse im Gefängniß. Französische Blätter lassen sich aus Italien etwas Karnevalistiiches melden: 5Ieoj nora Duse soll vor dem Gericht inMoj dena wegen schwerer Beleidigung eines Bahnbeamten zu 110 Lire Gcldvußt. und zu einem Monat Gefängniß verurtheilt worden sein. Die Duse wird also auf feuchtem Stroh auf der Pritsche schlafen müssen, wenn der "V s ' T onig von Italien nicht von seinemBe- : gncidigui;gsuchte stauch macht. 2 as j Beleidigen von Bahnbeamten scheint ! übrigens eine kleine schwache großer Künstlerinnen zu sein. Auch -arah cn c . . . . . : 1 : i. r nrjarvi qai cmmrn niu einen, w dern gliich eine ganze Schaar von Bahnbeamten beschimpft, aber sie wurde dafür nicht in ton Kerker geworfen, sondern ausgelacht; inFrankreich ist man eben humaner als inIialien. Es war vor etwa zwei Jahren w fr 4 rv v t. . wmwm haupi Rede sein konnte - darauf ,eh?r Mehrerer. Cfrnhnrmtn nelano nieder. Mehreren Gendarmen gelang es jedoch, sie mit sanfter Gewalt" von dem gefährlichen Platze zu entfernen. Tann ging der Zug ab. ohne das Gepack und ohne rah. Die Künstlerin schleuderte nun gar nicht wiederzugebende Jnvektiven gegen die ganze Beamtenschaft, aber der Stationsoorsteher war klug genug, sich taub zu stellen, und seiner freundlichen Milde hatte Sarah es zu verdanken, daß sie nicht ie 'hre Kollegin Due. verurthei wurde. Aus X.Marie - , wen m eM
