Indiana Tribüne, Volume 24, Number 242, Indianapolis, Marion County, 19 May 1901 — Page 10

10 Jndiana Tribüne, Sonntag, den 19. Mai 1901

Xeiitfdic Votopadttt.

Schleuvigcre Bcförzcrus.g n ch lkn dkö Erstens Der Sekretär des Schatzamtes hat von dem General - Postmeister eine Antwor: auf die Klagen der Kaufleute in mehreren Städten des Weftens. daß die Bestellung der Postpackete aus Deutschland sich in Folge des Umstanden, daß sie in New York nochmals hanliri werden, sehr verzögert. erhalten. Der Sekretär hatte, als er diese Klagen dem General - Postmeifter übermittelte, den Vorschlag gemacht, daß die Unbequemlichkeit, über welche Klage geführt werde, dadurch abgestellt werden könnte, daß von der jigen Me:dooe. die Packete bezüglich ollpslickiigkell ihres Inhalts in kew York zu untersuchen. Abstand qewmmen und die Packete schon im Ausint in besondere Säcke gethan und st an ihren Beftimmunqsori aejicfi würden. Der General - Postmeister macht in seiner Antwort darauf aufmerksam, daß. wenn die Beamten in New Aork und Chicago auch wahrscheinlich geluqend in der Abchätzuna der emWfangenen Waaren geschult sein dürfi 11m H. -VtTjrflHsln h. A ta. 1 . - ICii, um uit tuiiii t" uci jltuiciuiiu L. . t ,2 h. t t. j r zu roanrcn, es ouuj angeoraco: t, in Erwägung zu Ziehen, ob zur Befcbleunigunug der Beförderung dasselbe Privilegium nicht auch auf andere, als die beiden genannten Städte, auszudehnen sei. ohne daß die Einnahmen der Regierung an Zöllen zu ' leiden haben würden. Der GeneralPostmeister ist sich bewußt, daß noch andere Einwände von mehr oder weniger Bedeutung vorhanden sind, sagt aber. daß. wenn der Sekretär ihm nach näherer Prüfung mittheilen würde, daß eine genügend eingehende Inspektion der Packete in westlichen Städten durch die Iollbeamten möglich sii. er bezüglich der Angelegenheit mit der deutschen PostVerwaltung verhandeln würde, deren Zustimmung und Mitwirkung nöthig sein würde. Der Sekretär des Schatzamks wird dem General - Postmeister mittheilen, daß der Plan, seiner Ansicht nach. s durchführbar ist. Um ein Paar Handschuhe. Ein kleines Geschichtchen aus dem Leben. Marlborough, der größte englische Feldberr (gest." 1722), war im Begriff, die Macht der Franzosen völlig zu vernichten, als seine Gemahlin eines Tages mit ein Paar neumodischer Handschuhe in den Gemächern von t James erschien. Die Königin Anna war eine große Herrscherin und ein Weib. Sie bewunderte diese kleinen Pariser Fremdlinge auf eine Art. die den Wunsch, sie zu besitzen, deutlich verrathen ließ und wenn eine Königin wimcht. wo sie befehlen kann, so darf Niemand ungestraft diese Huld oerkennen. Die Herzogin aber war so boshaft, nichts zu merken, vielmehr die Handschuhe rings herum bewun dern zu lassen und sie nicht einmal bei der Tafel auszuziehen. Dies war das Signal zur Rache. Anna ries den Herzog von Marlborough sofon zurück und entsetzte ihn aller seiner Würden. Vergebens waren die dringenden Borstellungen, vergebens erschien Prinz Eugen, der Waffengefährte und Freund Marlborough's. persönlich in London die Königin roar unerbittlich. Sie verließ die Pardes Hauses Oesterreich und gab onlg Ludwig dem Vierzehnten canrreich zu verstehen, dan ste qeü zur Versöhnung wäre. Eine le von Bolden führte den UtrechMieden berbei, der den verdunkelZRuhm Ludwig's wieder herstellte l die stolzen Hoffnungen feiner e vernichtete. Alles um ein --Handschuhe. Heiratbsaltrr der HohevzollcrZ' pnnzeu. Angesichts der in der englischenPresse lfgetauchten unbegründeten Gerüchte dre Verlobung des veuticyen kronvrinzen. der am 6. Mai d. I. 19 Jahre alt wurde, ist es nicht ohne Intreffe, zu vergleichen, in welchem Lelsalter die Prinzen aus dem Hause mzollern rn den stand der he ge st d. Verhältnikmaßla luna. im Alksr von 22 Jahren, führte Kaiser Wilhelm der Zweite die Kaiserin Au- ' guste Viktoria zum Altar. Noch juaendlicher waren Friedrich der Große, der mit 21 und Prinz Ludwig von Preußen, ein Sohn Friedrich Wilhelm des Zweiten, der mit 20 Jahren sich verheirathete. Ein Enkel des Prinzen lLitVwig ist übrigens der unverniählt :bllebene Prinz Georg von Preunen. er kürzlich seinen 75. Geburtstag feitte. alier Friedrich heiratyete mir i riedrick Wilhelm der Vierte mit i ? Friedrich Wilhelm der Dritte mit 23 Jahren. Prinz Heinrich, der Bru-; der des Kaisers und Prinz Karl von Preußen Schlossen ihren Ehebund beide m Alter von 26 Jahren; des letzteren 3öhne, die Prinzen FriedrichKarl und llbrecht zählten bei ihrer Vermählung 3 beziehungsweise 21 Jahre. Die--Prinzen Albrecht Sohn. Albrecht, eaent. von Braunschweig, schloß sei- - Ehebund verhältnißmäßig spät.im .tef von 36 Jahren. Seine Söhne. ;r 27jährige Prinz Friedrich Hein;tf, der 25jährige Prinz Joachim llbrecht und der 21jährige Friedrich Wilhelm sind noch sämmtlich unvermählt. Prinz Friedrich Leopold, der 5jc des Prinzen Friedrich Karl, heisinit 23 Jahren. In späteren SallMals sonit die Prinzen seines Nl op , - , f - ri:r. n:lc..s. N ' " ' JiPHti -anheim semer Vermahlung: (sr alt. als er die PnnzesSachsen - Weimar zu machte.

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Der Oberfeldherr in Ziidafrifa.

John Bull, was ist Dein Schwert so roth?" Viel Frau'n und Kinder schlug es todt. ,.Earl Roberts, was ist Dein Schild nicht rein?" Zu viele Flüche haften darein. Lord Kitchener. was ist so stumpf Dein Speer?" Das rührt vom durchstoßenen Rechte her. Fromm England, was treibt der liebe Gott?" Er schläft, der Buren Herr Zebaoth. Er schlief zu lang, er schlief zu fest: Jet.t ist er erwacht und schickt dt Pest. F e l i x D a h n. Hervorragende Franeu. Unter den Frauen, die gegenwärtig in der Weltgeschichte eine Rolle spie?en und deren Name in aller Munde ist, nehmen die Kaiserin von Japan ,und die Kronprinzessin Sakado mit die ersten Stellen ein. Die. Kaiserin ist hocherfreut darüber.daß es mit Rußland zu keinem ernstliFen Conflikt kam. Sie war stets ee Friedensfreundin und dem EinflAß.den sie auf den Gatten hat. ist es wohl in erster Reihe zuzuschreiben, daß dieDifferenzen zwischen Japanund , Rußland friedlich beigelegt wurden. , Ihr stand in ihren Friedensbestrebungen die KronprinzessinSakado auf das i beste zur Seite. Auch sie ist eine Freundin des Friedens. Die Krön Prinzessin ist erst seit einem Jahre vermahlt und lebt in außerordentlich glücklicher Ehe ZvreilustjÄnkiderei. Obgleich eine seltsame Neuerung, muß diese doch zuweilen recht willkommen sein: die Möglichkeit nämlich, sich auf der Straße u7d während man iar-! ße und wäh auf wartet, sich seine Kleidung schnell ausbessern lassen zu können. In fast allen großen Städten Chinas und zuweilen sogar an Landstraßen sieht man jetzt auf diedrigen Stühlen Frauen sitzen, die den oder jenen Schaden an der Kleidung einesMannes ausbessern. Die Geschicklichkeit dieser Freiluftschneiderin ist freilich ziemlich gering und ihre Thätigkeit beschränkt sich in der Hauptsache auf eine flüchigeFlickerei. Weitere Kenntnisse in der edlen Schneiderkunst gehen ihnen vollständig ab und in Folge dessen werden ihre Leistungen auch von den Eingeborenen weit mehr geschätzt, als von europäi 4, - , , , s m a.1I uls j, m - Osi

j fiu.i umcuiaiiuujcii ""icuocn. nunqen für die minder bemittelten An Kunden von chinestichen Handlern mtn -oUtn oi, Gemeinden, wo unsehlt e. ihnen nie. denn das sind vl- nstige Wohnungsverhältnisse befach Eingeborene ! aus anderen Gegen-. stn den gemeinnützigen Baugesellden. die nur w Gechastsangelegenhel- schfn und Bauqenoss.N'schaftm die ten nach der ?tadt gekommen und sehr .un. i.int,rsiiit,na nnnihtn

fwh W Jemand zu finden, der ihnen j cnicu inift in uct jucioung zuuuiu. sie ihre Frauen zu Hause gelassen haben. wenden sie sich mit Vergnügen an diese Straßenschneiderinnen, und für diese Klasse von Kunden entspricht deren Handfertigkeit auch allen gewöhnlichen Ansprüchen. Es sind gewöhnliche Frauen von Fischern oder Arbeitern, die in Hausbooten auf den Flüssen wohnen, und ihre Arbeit trägt immerhin nicht wenig dazu bei. die Lebensführung der Leute in den großenStädten zu erleichtern. L o n einem merkwürdigen Kuhkäfer" schreibt man aus Chicago: Es gab heuer schon ein paar sehr heiße Tage. Natürlich hnt sich auch sofort der Kutzkäfer" eingestellt. Diesmal war er männlichen Geschlechtes und zweibeinig, von Beruf ein Hausirer Namens Abraham Berndt. der dem Polizeirichter Kendale in Cicero bei Chicago vorgeführt wurde, weil er ohne Licenz hausirte. Um den Richter günstig zu stimmen, wollte er ihn mit aller Gewalt abküssen. Er erntete aber schlechten Dank. Vor Allem sandte ihn der gestrenge Kadi in'sGefängnih. wo er zunächst seine zärtlichen Walhingen abkühlen soll. Zwanzig Minuten dauerte es, bis Onkel Sams Kanoniere auf Governor's Island den Salut des in den Hafen von New Dork einfahrenden französischen Schulschiffes Duguap Tronin" erwiderten. Man konnte allen Ernstes die Munition nicht finden. So soll's in unserem Land- und SeeHeer manchmal gehen, d. h. nur in Friedenszeiten und gerade Diejenigen, welche sich darüber am meisten lustig machen, sind gewöhnlich im Ernstfalle die besten Disziplinäre. Auch dieses ,.Happy-go-easy" auf der einen und di' Schlagfertigkeit auf der anderen Seite sind unverkennbare Merkmale des zu Extremen hinneigenden amerikanischen Charakters. Ex-Finanzminister Miguel hat als Wundpflaster vom Kaiser einen Sitz im preußischen Herrenhaus erhalten. Das ihm vom Kaiser bti dieser Gelegenheit gezollte Lob war wohl verdient. Wie er, so wird auch sein Nachfolger es nicht Allen recht machen können. I e tz t ist sogar der berühmte Glasberg der Kindermärchen entdeckt worden, aber nicht in der Wüste Gobi, sondern im Territorium Arizona, wo schon verschiedene andere geologische Merkwürdigkeiten gefunden wurden; wir erinnern nur an den versteinerten Wald und die große Achatmine. Der Glasberg isturch vulkanische Thätigkeit entstanden und glänzt in grüner, blauer und schwarzer Farbe. B e g e i st e r u n g ist zum Strllmpfestopfen nicht nöthig und auch nicht zum Steineklopfen; du kannst aber bei solcher Beschäftigung, ebenso treu sein, wie ein König unter seiner Krone und auch ebenso untri

preußische Staatöregier: ung und die Wohnunasfrage Berlin. 15. April. Eine bedeutsame Kundgebung der an der Wohnungsfrage betheiligten preußischen Ministerien wird amtlich veröffentlich!. Darin werden die preußischen Verwaltungsbehörden angewiesen, ihre Fürsorge der Linderung der Wohnungsnoth in den Städten praktisch zu widmen unter detaillirter Angäbe der hierzu geeigneten Maßnahmen. Der an sämmtliche Oberpräsiöenten und Regierungspräsidenten der Monarchie gerichtete umfangreiche Runderlaß, der von den Ministern für Handel und Gewerbe, der geistlichen und Medizinal - Angelegenheiten und des Innern gezeichnet ist. erklärt es für wünschenswert daß schon vor den in Vorbereitung befindlichen Aenderungen der Gesetzgebung im Verwaltungswege alle diejenigen Maßnahmen getroffen werden, die bereits nach dem gegenwärtigen Stande der Gesetzgebiing durchführbar und geeignet sind, den bestehenden Wohnungsmißständen wenigstens zum Theil abzuhelfen. Die Hauptaufgaben weist der Erlaß den Gemeinden zu. die. insbesondere auch Berlin, zur Erfüllung jener Aufgaben angehalten werden sollen. Als Hauptsächlichste Quelle der heute herrschenden Mißstände im Wohnungswesen wird die ungesunde Bodenspekulation bezeichnet, die sich zum Theil freilich nur durch Abänderung der Gesetzgehung bekämpfen lassen werde. Im Einzelnen stellen die Minister folgende j Gesichtspunkte zur Nachachtung auf: 1) Nach einem Hinweis auf die staatliche Wohnungsfürsorge für die in Staatsbetrieben beschäftigten Arbeiter und gering besoldeten Beamten heißt es. daß ' von den Gemeinden für ihre Angestellten in dieser Richtung noch er- ! UZVZZ3Z f u THE Die Aussicht s beHorden ollen in dieser heblich mehr als bisher geschehen müsse. Richtung auf die in Betracht kommen den Stadt- und Landgemeinden einwirken. In der Regel", heißt es. ..wird es sich empfehlen, daß die Gemeinde selbst, sei es in Regie oder 'durch Prioatunternehmen. die Wohnungen j errichtet". Bei der Heranziehung von Baugenossenschaften und gemeinnlltzigen Baugesellschaften soll darauf hinI gewirkt werden, daß die von der Gej meinde gewährte Unterstützung hin- ! reichend hoch bemessen ist. Andererseits ! ist Vorsorge zu treffen, daß die Woh- ; nungen nicht ihrem ursprünglichen j Zweck entzogen werden. 2) Zur vermehrten Herstellung klei- ! ner, gesunder und preisweriher Wohlassen. Voraussetzung für die UnterNutzung durch die Gemeinde wird ohne Rücksichi auf die von den Bauvereinen gewählte rechtliche Form lediglich sein muffen, daß die Bauvereine nach ih-1 rem Statut ausschließlich den Zweck 1 verfolgen, gering bemittelten Familien geiunde und zweckmäßig eingerichtete Wohnungen zu billigen Preisen zu verschaffen, und daß durch Statut die an die Gesellschaft zu vertheilende Dividende auf höchstens vier Prozent ihrer Antheile beschränkt wird. Auch wird zu erwägen sein, in wie weit und unter welchen Voraussetzungen etwa die gleichen Vergünstigungen, die den gemeinnützigen Bauvereinen gewährt werden, auch für andere Unternehmer. Platz greifen sollen, die kleine, gesun'de und zweckmäßig eingerichtete Wohnungen zu billigem Mithspreise herzustellen beabsichtigen. 3) Als ein weiteres Mittel, wodurch schon heute mit Erfolg auf eine Verbesserung der Wohnungsverhältnisse hingewirkt werden kann, bezeichnet der Erlaß die Erleichterung des Verkehrs nach den Außenbezirken der größeren Gemeinden. Es wird deshalb überall dort, wo Mißstände im Wohnungswesen bestehen, auf eine zweckentsprechende Entwickelung der kommunalen Verkehrsmiitel, zugleich aber namentlich darauf Bedacht zu nehmen sein, daß für den Verkehr von und nach den Außenbezirken der Arbeiterbevölkerung insbesondere auch für die Schulkinder, die erforderlichen Erleichterungen gewährt werden. Soweit vie Gemeinden neue Genehmigungen für Straßenbahnen. Pferdebahnen un'd dergleichen ertheilen, wird grundsätzlich eine entsprechende ausdrückliche Bedingung in den Vertrag aufzunehmen sein. 4) Endlich dringt der Erlaß, indem er, wie schon oben bemerkt, die ungesunve Bodenspekulation als Hauptquelle des Wohnungsübels bezeichnet, auf eine bessere Gestaltung der BodenPolitik in den Gemeinden. Es heißt da: Ein wirksames Mittel, um 'die Spekulation in Schranken zu halten, bietet sich gegenwärtig schon in der Erwerbung thunlichst vielerGrundstücke durch diejenigen Gemeinden, deren stetiges Anwachsen das umliegende Acker- und Gartenland in immer zunehmendem Maße in Bauland verwandele Einer gesunden Bodenpolitik entspricht es insbesondere, wenn auch da. wo gegenwärtig Wohnungsnoth herrscht, die im Eigenthum der Gemeinden befindlichen für billige Wohnungen geeigneten Grundnücke grundsätzlich nicht veräußert werden. Eine Veräußerung von Gemeindegrundstücken zur Bekämpfung der Wohnungsnoth würde wohl vorübergehend den Erfolg haben, daß Wohnungen in größerer Anzahl und zu billigeren Preisen hergestellt und angeboten werden; -auf die Dauer nützt sie aber nur der Terrainspekulation. Nur dann wird die Veräußerung von Gemeindegrundstücken zur Herstellung kleiner Wohnungen zugelassen werden können, wenn der Gemeinde ein dringliches Vorkaufsrecht vorbehalten wird, oder wenn sonst hinreichende Sicherheit. dafür gegeben ist. daß die

Die

Grundstücke der Privatspekulation entzogen bleiben.

Tägliche Schnelldampfer - Verbindung mit Europa ist angeblich das Ziel des Morgan'schen Ehrgeizes. Zur I Verwirklichung dieses schönen Gedankens sind zuerst aber Schnelldampfer erforderlich, wie sie der Morgan'sche Schiffskatalog vorläufig nicht aufzu- ' i ,i i iucicu hui. I n Osage City. Kansas, nimmt die Kansaser Wirthshetze wieder gänzlich neue Phasen an. Dort ist nämlich der Agent der Expreß - Gesellschaft inhaftirt worden, weil er von KansasCityer Spirituosenhändlern Krüge u. dgl. mit Whiskey, ähnlich wie dies Dutzende, ja Hunderte anderer Agenten im Staate gethan haben, in Empfang nahm und dieselben gegen gewisse Prozente von den Händlern an irgend Jemand abgab. der darnach frug. Es soll aus diesem Arrest ein Präcedenzfall statuirt werden, um nachher allen Expreß-Ge-sellschaften und deren Agenten auf den Leib rücken zu können. Die Temperenzwühler behaupten, daß dies eine direkte Gesetzverletzung sei. Gouv. Nash und die Eongreßdelegation von Ohio fühlen sich in CaI lifornien sehr zurückgesetzt, alle Aufmerksamkeiten werden demPräfidenten McKiiüel? erzeigt. Das hat die Eigen- ' liebe schwer verletzt. Die Jahres - Convention des Nationalverbandes der Musiker hat die Entscheidung ihres Präsidenten gutgeheißen, daß die Unions kein Recht haben, Frauen von der Mitgliedschaft auszuschließen. Vom Regen in die Traufe. Ihr Mann sollke doch was für seinen Schnurrbart thun der schaut gar so verwahrlost aus!" Aber, Frau Nachbarin, was fällt Ihnen denn ein! Da würde man ja erst recht sehen was für ein S i e manndl er ist!" Die Archäologen-Braut. Fräulein (das mit einem Professor verlobt ist, zu vier Dienstmännern): Was bringen Sie denn da?" Dienstmann: Ihr Herr Bräutigam schickt Ihnen hier zum Geburtstag einen alten römischen Meilenstein!" I l l u st r i r t e r Z e i t u n g s - B ericht. vSj, jCtV" mm-& 5 Im chinesischen Ministerrath wurden so haarsträubende Dinge bekannt, daß den Anwesenden die Haare zu Berge standen." Un angenehme Probe. nb. Du Peperl. warum hat Dich denn Dein Meiste? gestern so arg geprügelt?" Ja, er war jetzt ein halbes Jahr krank, und da wollt' er blos amal probir'n, ob er wieder arbeiten kann!" Aus einer Schmiere. Ihr Lausbuben, was haut Ihr denn fortwährend das Thor zu?" Wir sind ja der Kanonendonner bei Leipzig!"

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Gemeinnütziges. Zur Behandlung der Goldfische Eine der schönsten Zimmerzierden ist :in Aquarium, umgeben von Tropssteinen und Gewächsen aller Art. Der ge wohnliche Bewohner unserer Aquarien ist der Goldfisch, eine kleine Karpfen art von blendender Schönheit. Leider gehen in den Aquarien viele Goldfische vorzeitig zu Grunde, weil sie nicht rich tig behandelt werden. Die Goldfische dürfen nicht zu eng beisammen sein, weil ihnen ein dichter Stand in der Regel verderblich wird, auf eden Goldfisch rechne man gut einen Liter Wasser. Es ist gefährlich, mit dem Wasser zu wechseln; hat man nur Brunnen wasser, so gebe man stets davon und nie Flußwasser. Hat man gewöhnlich Flußwasser. so wechsle man nicht mit Brunnenwasser ab. Das Wasser sollte im Sommer täglich, im Winter alle zwei bis drei Tage gewechselt werden Das Gefäß soll tief sein, seichte Glaskugeln und dergleichen taugen nichts. Man halte es im Schatten, denn der Goldfisch liebt die starken Sonnenstrahlen nicht. Ebenso ist starke Zimmerwärme den Fischen nachtheilig. Der Boden des Gefäßes ist mit kleinen Kie selsteinchen und etwas Quarzsand zu bedecken. Hieran setzen sich die Exkremente der Fische an und das Wasser bleibt rein. Wenn man das Wasser wechselt, oder die Steinchen reinigt, müssen die Fische herausgefangen werden. aber nicht mit den Händen, fondern mittels eines kleinen Netzes. Noch besser geschieht das Ablassen durch einen Heber, das ist eine eininal gebogene Glasröhre von nicht zu kleinem Durchmesser (5 Millimeter), um die Unreinigkeiten im Wasser mit abführen zu können. Beim Einfüllen des frischen Wassers lasse man nicht den Wasserstrahl auf den Fisch strömen. Die Fütterung geschehe nie mit Brot oder einer Nahrung mit Gerbstoff, sondern mit Oblaten, Ameiseneiern, liegen, Eier dottern. Salat u. s. w. Namentlich ist Salat eine Lieblingsspeise der Goldfische. Man gebe nur am dritten oder vierten Tage Futter, weil das Ueberfüttern Brand und Verstopfung verursacht, woran sie sterben. In den Monaten November. Dezember, Januar und Februar füttere man sie gar nicht, was in der Natur des Fisckes begründet ist. und im März, April und Mai sehr mäßig, weil der Magen an den Stoff nur nach und nach sich wieder gewöhnt. Wer diese Regeln beachtet, behält den Goldfisch frisch und gesund 10 bis 12 Jahre, das ist etwa das naturgemäße Alter.

Zur Beseitigung unliebsamer Härchen an Siellen, wo man sie nicht haben will, ijt man entweder auf die Scheere oder auf eines der chemischen Enthaarungsmittel angewiesen. Das Ausziehen der Haare kann z. B. umgangen werden, wenn auf die betreffenden Stellen wöchentlich 3mal eine auf Lein wand gestrichene Paste aus 5 Theilen Resorein. 25 Theilen Paraffinsalbe und je 12 Theilen Zinkoxid und Reismehl aufgelegt wird. Schon nach kurzer Zeit stoßen sich mit der tranken Oberhaut auch die erkranklen Haare ab. Viel empfohlen wird auch Böttger'S Depilatorium; ein guter Apotheker oder Chemiker kann es leicht bereiten nach folgender Vorschrift: Frisch gebrannter, mit ein wenig W st befeuchteter und dann zu Pulver zerfallener Kalk wird mit Wasser zu einem dünnen Brei zerrührt und in diesen so lange Schwefelwasserstoffgas geleitet, bis der Kalk vollständig gesättigt ist. Bon diesem Schwefel Calcium - Hydrat mischt man 4 Unzen mit 2 Unzen Stärkemehl und ebenso viel Stärkepulver und setzt dazu ein paar Tropfen Citronen- oder sonstiges wohlriechendes Oel. Ein wenig von diesem dicklichen Brei legt man auf die beharrte Stelle, oon welcher man ihn schon nach 20 bis 80 Minuten mit den Haaren wieder entfernen kann. Hühnersalat: Zwei große, gut gereinigte, fette Hühner werden gekocht, bis sie gar sind. Dann löst man die Knochen aus und schneidet das weiße Fleisch in schmale kleine Stückchen. Gut abgekochter, erkalteter Sellerie, zu kleinen Stücken zerschnitten, wird mit dem Hühnerfleisch vermischt. Dann zerreibt man vier hartgekochte Eidotter ganz fein und vermischt sie unter stetem Riühren tropfenweise mit einer Theetasse Salat - Oel. einem Eßlöffel voll Senf, einem Theelöffel Salz und etwas Pfeffer. Darauf schlägt man drei rohe Eigelbe mit einer halben Tasse Essig ! und einem Eßlöffel E.nronenjast unv gießt diese mit der anderen Flüssigkeit über das Fleisch, das man zierlich anrichtet, mit Sellerieblättern garnirt und vor dem Serviren 40 Minuten auf Eis stellt. Die Sauce, Mayonnaise genannt, muß sehr vorsichtig bereitet werden, sie erfordert Zeit und Geduld, sie muß dicklich sein. Feine Messer zu schärfen. Ein vorzügliches Mittel, Rasiermesser oder andere feine Schneidegeschirre zu schärfen, besteht in Folgendem: Man kauft auS der Apotheke eUvas puveristrten Blutstein, vermischt dies mit Baumöl zu einer farbenartigen Masse, und bringt von dieser etwas auf den Streichriemen, bevor man das Messer uf demselben streicht. Letzteres bekommt darnach eine außerordentlich feine Schärfe. Der Bau einer Brücke über den Hudson River, welcher allein 25 WU lionen Dollars kosten und der Pennsylvania Bahn einen würdigen Ausgangspunkt auf Manhattan Island verschaffen soll, zu welchem Ende noch gegen 40 Millionen Dollars für die nöthigen Grundstücke in New ?)ork auszugeben wären, wird binnen 18 Monaten in Angriff genommen werden. Wenn Liebe zu rosten anfängt, giebt's eine böse Patina.

(Allerdings.) A (der beim Begehen eines Fußweges von einem Bauern tüchtig durchgeprügelt wurde): ..Aber ich wußt' ja gar nicht, daß ich diesen Weg nicht gehen durfte!" BauerZetzt wißt Jhr's aber he?" The Eminent Kidney and Bladder Specialist. r The Discorerer of Swtmp-Root at Work la His Laboratory . There is a disease prevailing in this country most dangerous because so deceptive. Many sudden deaths are caused by it heart disease, pneumonia, heart failure or apoplexy are often the result of kidney disease. lf kidney trouble is allowed to advance the kidney-poisoned blood will attack the vital organs. or the kidneys themselves break down and waste away cell by cell. Then the richness of the blood the albumen leaks out and the sufferer has Bright's Disease, the worst form of kidney trouble. Dr. Kilmer's Swamp-Root the new discovery is the true specific for kidney, bladder and urinary troubles. It has cured thousands of apparently hopeless cases, after all other efforts have failed. At druggists in fifty-cent and dollar sizes. A sample bottle sent free by mail, also a book telling about SwampRoot and its wonderful eures. Address Dr. Kilmer & Co.. Binghamton, N. Y. and mention this paper. Schwache, nervöse Personen, geplagt von Schwermut, Errsthen. gittern. Hkrz klopfen und ichlkchtkn Träumen, erfahren aus dem Zugendfreund" wie einfach und billig eschleckts kranrneitkn, Kolgen der Zuaendsünden. krarnpfaderd ruch (varicocele), erschöpfende Ausflüsse und md?re mark und beinr;edrende Leiden, schnell und dauernd geheilt werden können. Ganz neuel Heilverfahren. Auch ein Kapitel über Verhütung zu großen Kindersegens und deren schlimme Folgen enthält dieses iehrreiche Bnch. dessen neueste Auf läge nach ffinpfang von 'i& EentS Briefmarken verlegt!! vertaner wir von ?er PstlVATKLliMIK. 181 6thAte., NewYork.M.it Chas. Koelling, Schneider Atelier, No. 512 OK Washington Stt. VKeoäore F. Smither geschickter und zuverlässiger Dachdecker, Pech- und Kiesdächer, Dächer von Asphalt uud Gilsonit. Engros-Händler in allen Arten von Dach' Materialien. Telephon 861. 301 Weft Maryland Strafte. Südwestl. Ecke von Senate Ave. und Maryland Stt Schnitt-Blumen Bestellen Sk Ihre Knollen, Garten- und Blumensamen etc., bei uns. Wir sind im Stande. Sie vollauf zufrieden zu stellen. HUNTINGTON & PAGE. 130 Ost Market Str. (Law Bldg.) Indianapolis, Ind. Alle Deutsche trinke eebach's Thee. (Deutsche Schweizer Krauter.) Er bsseitigt rivve. reinigt Blut. Magen r:glirt dit Leber, stärkt die Niere, befördert Stuhlgang ; besonder grauen ja empfehlen. gastfrei 50c. Agenten ve.lanzt. B. Seebach, Peru, III. 5n 4 Cwudm "nertex Gonarrdöa und Vu?N:itz auS den Nrin rgan?n durch Santal-Mi'N lufgedod,n ohn: Undkamlichkkiten. Preis $1.00, bet allen Sruggifien oder P. O. Vor S08l. ew ork.

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