Indiana Tribüne, Volume 24, Number 238, Indianapolis, Marion County, 15 May 1901 — Page 7

Jndiank Tribune, 15. Mai 1901.

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The Eminent Kidney and Bladder Specialist.

'Q A s f The Discoverer of Swsüip-E&ot tt Work in Eis Laboratory. There is a diseare prrvailing in this country rnost dangerous because so deceptive. Many sudden deaths are caused by it heart disease. pneumonia, heart failure or apopiexy are often the resuh of kidney disease. If kidney trouble is allowed to advance the kidney-pcisoned biood will attack the vital organs, or the kidneys thernseives break down and waste away cell by cell. Then the richness of tbe blood the alburnen leaks out and the sufferer has Bright's Disease, the worst form of kidney trouble. Dr. Kilmer s Swamp-Root the new discovery is the true specific for kidney, bladder and urinary troubiss. h has cured thousands of apparently hopeiess cases. after all other efforts have failed. At druggists in fifty-cent and dollar sizes. A samp!e4ottle sent free by mail, also a book telling about SwampRoot and its wonderful eures. Address Dr. Kilmer & Co., Binghamton, N. Y. and ment.cn this paper. Indianapolis Automobile and Bicycle Co. NEADQUARTERS FOR Automobiles. Lei us show you a practic;l rnotor yehicle. Gutes Bier, Jmportirte Weine unb feine Cigarren. Jeden Samstag warmer iunäCIIAS. LOEWEE, 1809 2 üb EaS Swche. Wrn.Stoeffie 9ß i Saloon. 202 Nord Neble Str. COLUMBIA H ALL! 801 Süd Tclawsre tt. JOHN EBER, Eigenthümer Gewählte Weine, Liquöre nud Cigarren. Xit öalle wird verrentet für Bälle, Hoch ten :c, zu mäßigen Preisen. Telephon (alt) 7943. Jacob Roller, 50 W. Washington Str. Restaurant und Sample Room. Guter Lunch und vorzügliche Gettänke. Offen Tag und Nackt.

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Weltmacht.

Roman von M. S t ahl. (Fortsetzung) Der zischelnd- Wind da draußen fytli plötzlich den Athem an. denn ein Mächtigerer kam über ihn, der Sturm. Mit brausenden Schwingen fuhr er durch die Lindenkronen und durch den stillen Blumengarten, daß überall Aeste splitterten und krachten und zerfetzte Blüthen durch die Luft wirbelten. Blitz auf Blitz und Schlag auf Schlag kamen aus Äen berstenden Wolken, schwere Tropfen und große Hagelkörner schlugen klirrend gegen die Fenfterscheiben. Und in den Aufruhr der Natur hinein schrie eine greinende, weinende Stimme langgezogene, ach zende Klagetöne so schrill, so athemlos und durchdringend, daß es den stärksten Donnerkrach übertönte. Es mochte dir eingerostete Wetterfahne am Giebel fein, die der Sturm dreht.', oder die Fahnenstange, an der er rüttelte. es mochte irgendwo im Haus eine offene Thür oder ein Bodenfenster am Dach sein, die sich in den Angeln drehten, aber es klang wie die Stimme eines Lebewesens. Dem Unglücklichen Sohn des Hauses, der die JahrHunderte alten Mauern um sich wanken und stürzen sah. klang es. als habe das Vaterhaus selbst Seele und Leben gewonnen und schrie den Jammer seines Untergangs in alle Winde hinIM Heiliges Donnerwetter, ich glaube, die Welt geht unter! Himmelelement, war das ein Blitz!" fluchte der Oberst, fast geblendet vom Fenster zurücksahrend. Wenn sie nur zu Has den Roggen noch unter Dach kriegen, ehe es da losgeht ! Daß ich auch gerade heut nach der Statt mutz! Und um solche Hiobspost zu erfahren daS hat wahrhaftig noch gefehlt! Aber es wird wohl so schlimm nicht sein Sie machen die Sache so sckwarz wie rnöglicr, um mich mürbe zu kriegen ich soll Rücksichten nehmen, soll stunden. soll warten, he? Nein, alter Freund, rund heraus gesagt, das giebt's nicht. Ihr Kaufleute seid schlau, ich kenne Eure Tricks, mit nen Ihr uns an der Nase herumführt. Wenn Ihr nicht zahlen wollt, da wird so ein kleiner, harmloser Bänkerott in Scene gesetzt nachher ist's aber nicht so schlimm. Also ich kann nicht warten, schaffen müss?n Sie mir das Geld verstehen Sie, ich inufe mein Geld haben'" Sie können Ihr Geld nicht bekommen. es ist verloren." sagte Normann dumpf, und mit dem Muth der Verzweiflung raffte er sich empor und fetzte dem Oberst die Sachlage klar und deutlich auseinander, während die Blitze durch das verdunkelte Gemach loderten und der Sturm die Scheiben bog. Dazwischen immer die greinende, wimmernde Klagestimme, die von dem alten Hause kam. Es dauerte lange, bis der Oberst die qanze Tragweite seines Unglücks begriff. Zuerst wurde er grob und verbat sick, schlechte Soäße. dann zeigte er ein schwer zu besiegendes Mißtrauen und zweifelte die Mittheilung als ein zeschicktes Manöver an. Dabei offenbarte er einen weitgehenden Mangel an Mensckenkenntniß, indem er seinen Bankier, mit dem er bereits so viele Jahre zu tbun hatte, ungefähr auf gleicbe Stue mit jedem gewöhnlick?n Schieferer stellte. Als er endlich berste hen mußte, ergriff ihn die Raserei der Verzweiflung. Er tobte vor Wuth, Grimm und Jammer und war so ungerecht, daß Jusius Normann sein Selbstgefühl wiederfand und ihm mit rubiger En!schlofenheit seine Alternative stellte, entweder in ren Accord zu willigen oder alles verloren zu geben. Ta tzz& Dellmenhorst zusammen und weinte wie ein Kind. Und der Himmel weinte Ströme von Wclkenaüsi'en. während der Sturm mit müden Schwingen zu B.?den fiel und die Blitze nu: n"ch wie schwaches Wetterleu5'n am Horizont aufzuckten. Mein 5o$ftl mein Sohn!" schluchzte Dellmenhorst, ich soll ihm sein mutterlicb.es Vermögen auszahlen es ist bin, hin alles hin! Ich bin verloren, ruinirt, an den Bettelstab gebracrt!" Und zusammengebrochen vergrub er den Kopf in beide Hände, während es seinen Körper wie im Krampf schüitelte. Ein eigenthümlich knackender Laut ließ ihn aufschrecken. Da stand Normann vor einer offenen Schublade seines Schreibtisches und spannte den Hahn eines Revolvcrs. Langsam hob er die Hand mit der Todesmaffe. In demselben Augenblick fiel ihm Dellmenhorst in den Arm. Feigling?" schrie er außer sich, .wollen Sie mich allein im Elend sitzen lassen?" Wenn Sie auf meine Vorschläge nicht eingehen, kann ich Ihnen in diefern Leben nichts mehr nützen." erwiderte Normann, an dem jeder Nerv bebte. So lassen Sie uns die Sache noch ein Mal überlesen. Ha. ba. den vier-

ten Theil! mit dem vierten Theil soll ich mich zufrieden geben? Ha, ha, nicht acnug zum leben, aber zu viel unt sterben gerade genug zum hun gern mit Weib nd Kindern." Und nun brach des Obersten Jammer von neuem los. Öerr Varon." sagte der Bankier seterttch, Ste haben zwar von uu nem Stande und seinen Ehrbegriffen, wie es scheint, keine sehr hohe Meinung. und leider ist die nicht die stunde für mich, Ihnen die recht Meinung beizubringen. Aber vielleicht glauben Sie mir doch, wenn ich Ihnen bei dem Bilde meines rechtschaffenen Vaters dort schwöre, daß ich alles daran setzen werde, mich aus dem gegenwärtigen Unglück wieder herauszuarbeiten, um in allererster Linie Ihnen den Verlust nach Kräften zu ersetzen, den Sie jetzt durch mich erleiden. Gut. schwören Sie", rief der Oberst, ..und wenn Sie Ihr gegebenes Wort brechen, soll Gott Sie richten! In Ihrer Todesstunde sollen Sie an diesem Augenblick denken! Und nun machen Sie kurzen Prozeß was hilft alles Flennen? Setzen Sie den verdammten Contract auf, den ich mit meinem Herzblut unterzeichnen soll!" Es dauerte lange, bis die beiden Männer das Geschäftliche ihres Contractes erledigt hatten, da der Oberst immer wieder von neuem ganz ungeschäftliche Einwände machte und unmögliche Forderungen stellte. Und da er weder logisch scharf denken konnte, noch genügende geschäftlicheSachkenntniß besaß, kostete es den Bankier unsägliche Mübe, ihn von den gegebenen Nothwendigkeiten zu überzeugen. Der mißtrauische Charakter des Obersten erschwerte das Uebereinkommen, das auf Vertrauen beruhte, am meisten. Zwischendurch brach er in immer neue Klagen, verstärkte Vorwürfe und Verwünschungen gegen das Schicksal aus. Er ersparte seinem unglücklichen Schuldner nichts und brachte ihn wiederholt an den Rand der Verzweiflung. Erst wenn dieser zum Aeußersten schreiten wollte, lenkte er ein und hielt ihn alsdann mit brutaler Energie von dem letzten, verhänonißvollen Schritt zurück. Das Gewitter hatte ausgetobt, ehe das Geschäft erledigt war, Sturm und Donner schwiegen. Ein sanfter, eintöniger Regen rieselte ununterbrochen vom sackgrauen Himmel herab, schluchzte und gurgelte in allen Dachrinnen des Lindenhauses und wurde von den Drachenköpfen der Regentraufen plätschernd in aufgestellte Wassertonnen gespieen. Nachdem der Oberst von Dellmenhorst sich mit der Miene des gebrochenen. tiefgebeugten Mannes entfernt und mit einem halberstickten Fluch auf den Lippen die schwere Eichenthür des alten Lindenhauses hinter sich geschlossen hatte, brach Justus Normann völlig erschöpft zusammen. Das Schwerste war überstanden, jetzt galt es, Muth zu finden, um die große Aufgabe zu lösen, die er sich gstellt. Jetzt mußte er leben und arbeiten bis zum letzten Athemzuge, um sein gegebenes Wort einzuhalten. Mit Wort und Handschlag hatte er beim Abschied noch einmal seinem Gläubiger seine Ehre verpfändet. Seine Kräfte, seine Person gehörten nicht mehr ihm, sie standen im Dienste jenes Gläubigers. Erst wenn er diesem seine Schuld abgetragen, war er wieder ein freier Mann, der über sich und fein Leben verfügen kann. Alles für die Ehre ohne Ehre kein Leben mehr! " Dieser Familienspruch charakterisirte die Normanns. In diesem Sinne war er aufgewachsen, hatte er gelebt. Er muht: sich selbst treu bleiben. Müde faltete er die Hände und legte den gebeugten Kopf darauf. Herr, laß mich nicht zu Schanden werden!" betete er kraftlos und wiederholte immer dieselben Wo?:e. zuletzt fast mechanisch.

4. Capitel. Im Salon des Herrenhauses von Stockhausen, dem Gute des Freiherrn Oberst von Dellmenhorst, war eine -unge Dame damit beschäftigt, voll aufaeblüthe, herrliche Rosen in einer großen, japanischen Vase zu arrangiren. Wulfhld". sagte eine feine, blasse Frau, im grauen Seidenkleid und mit grauem Haar, die mit einem müden, sorgenvollen Gesichtsausdruck in einem Lutherstuhl am Fenster saß. weißt Du. wo Papa heut hingefahren ist?" Nach der Stadt. Mamachen." ..War das so dringend? Konnte er das Geschäft nicht aufschieden und heute Roderichs Geburtstag mit uns feiern?" ..Aber Muttchen. weißt Du noch nicht, daß Papa nie das thut, was er kann, sondern das. was er will?" lachte Wulfhild. Es war ein Helles, sorgloses Lachen. Die Tochter war ganz der Gegensatz der Mutter. Die Baronin von Dellmenhorst hatte eine zierliche, kaum mittelgroße Gestalt, frühzeitig gewelkt und gealtert. Ihr schmales Gesicht, das ein Mal pikant gewesen sein mochte, zeigte trotz der grauen Haare noch den brünetten Typus, und am deutlichsten drückten ihre schlanken, durchsichtigen Hände

mit dem Ichart manrnen vlauen Geäder in ihrer lässigen Haltung die vornehme Hilflosigkeit ihres Wesens aus. An der Tochter war alles Leben und Energie. Das passive Weib der alten Generation und das selbstthätig denkende und handelnde der neuen offenbarte sich diesen beiden Frauengestalten. Wulfhild war mit ihren zwanzig Jahren eine in erster Jugendblüthe stehende Schönheit. Hoch und kraftvoll gewachsen, zeigte die weiche Rundung ihrer Glieder, obgleich jetzt noch mädchenhaft schlang fast herb, doch die Anlage zu üppiger Frauenentfaltung. Fest und elastisch war der Bau dieses jungen Körpers gefügt, dessen knospende Pracht eine herrliche Vollendung verhieß. Er hatte die klar, mattweiße Färbung der Haut, die eine starkeConftitution verräth, und deren Jugendfrische viel dauerhafter ist als das rosige Jncaznat der Blondinen. Der Schmelz d?s weißen Rosenblattes lag wie ein sammetner Flaum auf dieser gesunden Haut. Von seltsamer, strahlender Leuchtkraft waren die großen, durrlelgrauen Augen in diesem echt germanischen Gesicht von unverfälschtem Rassentypus, mit der kräftig ansetzenden und weich abgerundeten Nasenlinie, den schmalen, starkgeschwungenen Lippen und dem etwas vorspringenden Kinne. Feine, leicht erregbare Sensitivität lag um die Nasenflügel, und der Muud verrieth die gesunde Sinnlichkeit eines vollblütigen Temperaments. Aber die z-llct Reinheit der Stirn und der Ware, fast noch kindliche Blick zeugt.m von der Underührtheit einer noch .'.mmernden Seele. Das reiche dunkelblondt Haar, das nur an Stirn und c,ar:,cn goldig schimmernde Lichter hatte, war hoch am Hinterkopf zu einem Henkeltnoten geschürzt und leate sich in natürlichen Wellen um die Stirn. Man hätte diesem Mädchen in dem weißen, malerisch fließenden Kleid nur Schild und Speer in die Hand zu geben und ihm einen Helm auf das Haupt zu setzen brauchen, um das Bild einer Germania, einer Waltraute oder Brünhild vor sich zu haben, in noch unbesiegter Jungfräulichkeit. Frau von Dellmenhorst hatte zu der Bemerkung ihrer Tochter nur matt aelächelt. Jetzt wurde die Thür mit jugendlichem Ungestüm aufgerissen. Wulfhild!" rief ein junger Mann auf der Schwelle, komm doch mal her, wir streiten uns da eben über Dein Bild!" Gleich, gleich! Laß mich nur meine Rosen ordnen", erwiderte die Gerufene, unsere Gäste werden bald kommen." Ach. laß doch, das macht Seifert ebenso gut. Du sollst uns sagen, was Du Dir eigentlich unter diesem Bilde denkst. Was für eine Idee Du hineinlegst." Bitte, Fräulein Wulfhild ich bin sehr neugierig. Ihre Meinung zu hören, Roderich und ich können uns nicht einigen", rief ein zweiter junger Mann über des ersten Schulter. Wie sie so Kopf an Kopf nebeneinander standen, in gleicher Größe und im gleichen Alter, sahen sie doch sehr verschieden aus. Roderich von Dellmenhorst, der erste. war vom Scheitel bis zur Zehe deutscher Aristokrat, der für einen Kennerblick die Vorzüge dieser Menschenklasse im hohen Grade besaß, aber auch ihre bedenklichen Schwächen. Er besaß all die Feinheiten und Schönheiten, die den Sprößling ein?r Jahrhunderte alten Culturfamilie kennzeichnen, und trug den Stempel veredelter Sitten und nobler Gesinnung. Es war auch eine unverkennbare Ähnlichkeit zwischen ihm und seiner Schwester, in Gestalt, Zügen und Haarfarbe. Doch statt der tiefen, klarleuchtenden Augen der Schwester hatte er den hellen, sprühenden Feuerblick einer Leidenschaftlichkeit, die wenn sie einmal die Herrschaft über sich selbst verliert, verhängnißvoll und verderblich wird. Es war ein Lebensdrang, ein Lebensverlangen in diesem noch jugendftischen Gesicht, in denen sich die verfeinerte, raffinirte Genußsucht und Genußfähigkeit von Generationen von Vorfahren Wiederspiegelte, eine Lebens- und Lebensgenußleidenschaft, die einen festen Charakter zur höchsten Kraftentfaltung der Persönlichkeit treibt, einen schwachen aber leicht auf Abwege bringt. Doch war dies alles noch gemildert durch die Wärme und Frische seiner vierundzwanzig Jahre. Sein Studienfreund, Dietrich Rauschnigk, war der Sohn einer begüterten. aber untergeordneten Familie, er hatte noch die robuste Gesundheit und moralische Kraft des Plebejers in Blut und Knochen. Er selbst war bereits im Wohlstand geboren, be saß aber durch seine Blutsverwandschaft mit Handwerkern und Arbeitern die ganze urwüchsige Arbeitskraft und den Arbeitstrieb in allen Adern. Seine beste Erbschaft war der helle Kopf und die geniale Intelligenz seines Vaters, der die Proletarierfamilie zur gegenwärtigenHöhe emporgebracht hatte. Daß seine Großmutter am Waschfaß gestanden und den Fußboden mit dem Besen statt mit dem seidenen Lappen gefegt hatte, war sein Schade nicht, sie hatte ihm dafür den gesunden Lebensnerv dererbt. der noch

von ketnem miur - Raffinement angekränkelt war. Er war in seiner äußeren Erscheinung stämmig und derber als Roderich. was aber seinem Charakterkopf an gewinnender Schönheit fehlte, wurde durch ausgeprägte Intelligenz und gesunde Männlichkeit ersetzt. Es war einer von den scharfkantigen, in kühnen Linien groö zugehauenen Köpfen Mit starken, breiten Nasen und mack'tvollen Augen, wie sie die germanische Rasse den Männern von Genie ver-leiht.

Ich verstehe nicht, wie man darüber streiten kann," erwiderte Wulfhild. indem sie die Vase auf ihren Platz stellte und den Freunden in das anstoßende Zimmer folgte. Der Gedanke dcs Bildes ist ja unzweideutig klar." Dieses Zimmer war eine Art Grtenzimmer. das mit Veranda und Freitreppe in den Park hinausführte. Es war wie der Salon mit vornehmem, zum Theil altmodischem Luxus ausgestattet, in dem sich die wechselnden Sitten und Moden verschiedener Jahrhunderte spiegelten. In der Mitic des Zimmers war ?in Geburtstagstisch für Roderich aufgebaut, mit eleganten und nützlichen Geschenken belegt, unter denen zierliche und kostbare Handarbeiten von Mutter und Schwester dominirten. Eine Fülle der schönsten Blumen schmückte den Tisch, in dessen Mitte, von Blumen umgeben, das Hauptgeschenk Wulfhildens, eine Copie des bekannten Henneberg'schen Bildes Die Jagd nach dem Glück", im geschmackvollen Rahmen stand. Die drei jungen Leute standen jetzt betrachtend vor dem Bilde. Was ist da zu streiten?" wiederholte Wulfhild. der Glücksjäger, der da auf dem schwindelnden Pfad über den Abgrund rast, ist eine Parodie auf die ganze nach Besitz und Genutz jagende Menschheit. Der Künstler zeigt uns im Bilde den Wahnsinn und die Thorheit des Unterfangens, das trügerische Glück auf der rollenden Kugel des Schicksals fangen und festhalten zu wollen. Er zeigt uns. wie das gleitzende Phantom dieses Glücks seinen Jäger ins Verderben lockt, wie es die Gier seiner Leidenschaft zum Wahnsinn entflammt, ihn über dieLeiche seiner Liebe hinweg suf den schaurigen Steg führt, wo ein Fehltritt in die bodenlose Tiefe führt. Und während der Tod ihm schon im Nacken sitzt, glaubt er noch das ewig vor ihm sliehende Glück, die Truggestalt eines U lusorischen Glücks greifen und erjagen zu können." Fehlgeschossen!" rief Roderich lebhaft, da habe ich eine ganz andere Auffassung wie Du! Dieser kühne Reiter mit der gewaltigen Leidenschaft, der Tod und Verderben verachtet, repräsentirt die Mannesstärke, die grotze Kraft, ohne die kein hohes Ziel erreicht wird. Die unter den Hufen seines Rosses zertretene Gestalt ist die überwundene Schwäche. Ohne große Opfer wird nichts Großes erreicht!" Nein," rief Rauschnigk, das zertretene Weib da am Boden ist die zerstörte Illusion! Erst wenn diese überwunden ist. kann der Mensch das wahre Glück erreichen. Diese herrliche. vor dem Reiter schwebende Gestalt ist der Inbegriff alles Erdenglücks, sie ist Schönheit, Reichthum, Macht! Der ganze Reiz des Lebens liegt für den Mann in dieser tollkühnen, waghalngen Jagd nach dem Idealbild des Glücks." Zu dieser Ansicht kann ich mich nie bekehren," erwiderte Wulfhild köpfschüttelnd. Ich halte das voranschwebende Phantom für die trügensehe Illusion, das Trugbild, das ins Verderben lockt. Ich sehe in der Gestalt dieses Glücksjägers alle bösen Dämonen der Leidenschaft entfesselt und in dem rührenden Bilde des zerstampften, zertretenen Weibes das Opfer der Liebe, des wahren, edlen Glücks." (Fortsetzung folgt.) , Kalauer. Was machen Sie denn da, Herr Nachbar?" Na, ich bessere meinen Zaun aus!" So, so. Dann wünsche ich gute Besserung!!" Abgeführt. Protz: Die Hauptsache bei dem Porträt ist, daß Sie alle meine Orden, das San Merino - Ritterkreuz, den Portugiesischen Erlöserorden, den Stanislaus und die Reußische Verdienstmedaille in jeder Einzelheit treffend wiedergeben." Maler: Da sind Sie leider an die falsche Adresse gekommen. Herr Rath; ich bin kein Dekorationsmaler." V o r G e r i ch t. Sie behaupten also, der Angeklagte habe Ihnen ein Taschentuch gestohlen?" Zeuge: Jowohl. und der Beweis dafür ist. daß er ein ganz ähnliches, wie meins hier, besitzt." Richter: Das ist gar kein Beweis, ich habe auch ein ganz ähnliches in der Tasche." Zeuge: ,Ds ist schon möglich, d-enn mir fehlen zwei!" In der Sprechstunde. Arzt: Es geht schon viel besser, noch einige Tage und Ihr Fuß ist wieder ganz gesund. Freilich dürfen Sie mir nie mehr Flöte blasen." Assistent (nachdem sich der Patient entfernt hat): Verzeihen Sie, Herr Doctor. aber ich kann Ihre letzte Vorschrift nicht verstehen." Arzt: ..Sie begreifen nicht, warum der Fußkranke keine Flöte mehr blasen darf? Das ist döch sehr einfach! Der Mann wohnt gerade über mtl

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