Indiana Tribüne, Volume 24, Number 236, Indianapolis, Marion County, 13 May 1901 — Page 2

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The Eminent Kidney and Bladder Specialist.

The Diacover er of Swaop-Root at Work In His Laboratory. There is a disease prevailing in this country most dangerous because so deeptive. Many sudden deaths are caused by it heart disease, pneumonia, heart failure or apoplexy are often the result of kidney disease. If kidney trouble is allowed to advance the kidney-poisoned blood will attack the vital organs, or the kidney .s themseives break down and warte away cell by celL Then the nchness of the blood thealbumen leaks out and the sufferer has Bright 's Disease, the worst form of kidney trouble. Dr. Kilmer's Swamp-Root the new discovery is the true specific for kidney. bladder and urinary tro übles, lt has cured thousands of apparently hopeless cases. after all other fforts have failed. At druggists in fifty-cent and dollar sizes. A sample bottle sent frec by mail, also a book telling about SwampRoot and its wonderful eures. Address Dr. Kilmer & Co., Binghamton, N. Y. and mennon tsiis paper. Bernhard Thau Xlo, 86 osbroof Str. verkauft ausschließlich Union Brod, sowie Kuchen, Rotten usw. Marktftände : No. 123 und 124. M Monitor, 0. 306 West Washington Straße, findet man sämmtliche Herren und T amen Ausstattungs - Waaren neuester Mode in größter Auswahl. S, BINZER, Manager. Germania Halle Hauptquartier der nachstehenden Bereine. l Pionier Vrrein. Jndtanavolis Liedrrkra. " ärtner Untrrftüyunqs Brrrin. Indianapolis Musiker -chutzverein. Schweizer unfc. Bäcker Union, äcker Vegenseitigrr Unterstützung Berein. Wer Unterftützung Perem. Erandinavische Sesellichast. Baur's Tanzschule. Tetsch.merikanijcher Republik, ncr Klub. Vereine, die Hauptquartiere suchen, sind eingeladen vrj sprechen, um unsere Klub-' und Versammlung Himmrx zu besichtigen, welche die modernsten und beftausgeftatteten Zimmer iu der Statt sind. V. R. Jose, Eigethüinr. (fi garen. Büffet. The City Club 119121 West Market Straße, Indianapolis. Kegelbahnen. Billiards. Die feinsten im Westen. C. J. GARDNER, ) V Eigenthümer TUsEBB JA Y, ) ' ' ' M. O. Knox, Afi't. Geschäftsführer Drahtgitter Fabrik

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eueo u atur? Und Hetlkud.

Raupenwanderungen. Ein wiffensckaftlicher Fachmann berichtet in der Zeitschrift für Entomo logie über sehr merkwürdige RaupenWanderungen in Ungarn. In der Umgebung von Pest fand eine MassenWanderung der Raupen des Diftelfalters statt. Die Thiere wanderten lm rollen Sinne des Wortes über Stock und Stein, den ganzen Boden bedeckend. Die Raupen des Schwammspinners wurden in unermeßlicher Äenge in gewissen ungarischen Wäldern angetroffen, wo sie unglaubliche Verwüstungen anrichteten. In einem Falle hatten sie einen Wald kahl gefressen und wanderten aus ihm fort, um einen andern aufzusuchen. Auf dieser Wanderung trafen sie einen Eifenbahndamm. den sie als sehr geeiznet zu ihrer Fortbewegung benutzten. Die Schienen waren bald so mit Raupen bedeckt, daß die Eisenbahnzüze nicht weiter konnten, weil bie "tHäber über den zermalmten Raupen sich drehten ohne genügende Reibung zur Fortbeweung zu finden. Diese Raupen hatten ihren Weg grade in einer Richtung genommen, die auf einen etwa eine Meile entfernten Wald hinführte, der aus der Entfernung schön grün erschien und von den hungrigen Thieren auf irgend eme Weise bemerkt worden war. Wie dies geschah, ist unbekannt, jedenfalls aber ift es das Nahrungsbedürfnih, welches die Raupen zum Wandern veranlaßt. Die zur Vertilgung der Raupen in obigen Fällen vorgeschlagenen Mittel sind wir, -kungslos. Die Natur hilft hier selbst. Denn, wie der erwähnte Beobachter hervorhebt, werden die Raupen, sobald sie nach drei bis vierjährigem Turnus ine sehr große Menge erreicht haben, von Krankheiten befallen, roowrn die meisten zu Grunde gehen, so daß die Art in den nächsten Jahren zur Seltenheit wird. Ebbe und Fluth. Eine neue Erklärung von Ebbe und Fluth versucht sich neuerdings in amerikanischen Gelehrtenkreisen Geltung zu verschaffen. Bisher hat alle Welt geglaubt, daß die Gezeiten durch die Anziehung des Mondes hervorgerufen werden, und Kant hat in seiner Physischen Geographie noch die besondere Erklärung hinzugesetzt, daß der Mond diese Bewegung in dem Meere hervorrufe, damit dessen Wasser nichts ins Naulen gerathe. Nach den neuesten Anschauungen soll nun der Mond überhaupt nichts mit der Ebbe und Fluth zu thun haben, vielmehr soll deren Entstehung nur in der Wirkung der Schwerkraft begründet sein. Gegen die landläufige Ueberzeugung, daß der Mond als .Fluthheber- wirkt, wird besonders angeführt, daß die Fluth sicb immer gleichzeitig über viele LangZnära'de auödehm, wahrend der Mond Stunden brauche, um die gleiche Entfernung zu durchschreiten. Die neue Theorie will also mit Hilfe der Schwerkraft das Geheimniß der Gezeiten lösen. Sie geht von der Annähme aus, daß die große Masse des Meereswassers niemals völlig ins Gleichgewicht kommen könne, sondern ewlg WM und her schwanke. Wenn z. B. das Meer tn lGim weiten Gebiet um die Bermuda-Jnseln hochfteht, so sind die Wasser von Grönland und Westindien tief. Umgekehrt muß nun dieses Hochwasser in dem großen Bermudabecken, der Schwerkraft folgend, wieder nach beiden Seiten abfließen und eine Fluth in Grönland undWefiindien erzeugen, wo das Hochwasser erntritt, wenn in der Umgebung der Bermuda-Jnseln ein tiefer Wasserstand verzeichnet wird. Eine derartige Erscheinung des dauernden Hin- und Herschwankens des Wassers im Weltmeere soll nun auch in anderen Oceanen stattfinden und die Erscheinungen bedingen, die als Ebbe und Fluth bezeichnet werden. Vor der Annahme dieser überaus einfach klingenden Theorie ist vorläufig doch zu warnen, denn die Anschauung von der anzi?h;nden Kraft des Mondes auf das Meer ist durch Rechnungen zu wohl begründet, als daß sie durch bloße Vermuthungen umzustoßen wäre. Ueberrefte der ,,M i v I a n i a. Im Londoner Museum für Naturkünde zu South Kensington befindet sich augenblicklich ein von demMuseum zu La Plata zur Verfügung gestelltes, seltenes und hochinteressantes Fossil aus Patagonien, nämlich Kopf und Schwanz der großen, gepanzerten Schildkröte der Vorzeit, genannt Miolania", welche in den Seen und und Flüssen Patagoniens lebte. Dieses seltsame Ungeheuer war total in j Panzer oehüllt und die gefundenen Panzerstucke des Kopfes und Schwelfes lassen noch deutlich die unheimliche Gestalt des Thieres erkennen. Auf dem Kopfpanzer befinden sich symmeirisch arrangirte, hornige Buckel, welche demselben einen gehörnten Anblick verleihen, und der Schweifpanzer beweift, daß diese Ertremität durch continuirliche. wirbelartige Schuppen beschützt war. Ein solcher Panzerrock muß das Ungethüm selbst für die furchtbarsten Bestien jener Periode ungenießbar gemacht haben. Das Interessantefte cm dem Funde ift aber, daß die in Patagonien entdeckten fossilen Ueberreste der Miolania" genau mjt den in Queensland in Australien nd auf der Lord Howes-Jnsel an der Nordoftküfte von Australien in Ablagerungen aus der Pleiftoca'Penode gefundenen Kopf- und Schwanz-

stücken derselben Ssitung Miolania. welche sich ebenfalls im Londoner Mu seum befinden, übernnstimnien. Dieö wird von verschiedenen Geologen sür eine Bestätigung der Theorie erklärt, daß es in prähistorischen Zeiten einen gewaltigen antarktischen Eontinent gab, welcher sich mit seiner nördlichen Küste ununterbrochen von Australien bis Südamerika erstreckte, eine Hypothese, zu deren Aufklärung man von der bevorstehenden deutschen SüdpolExpedition weitere interessante Aufschlüsse erhofft. Oxy dirtes Wasser. Vor etwa einem halben Jahre machte eine Entdeckung der beiden Pariser Chemiker Desprez und Balthazar erhebliches Aufsehen, die auf einfache künstliche Verbesserung der Athemluft in geschlossenen Räumen hinausging. Die beiden Gelehrten machten auf einen bisher wenig beobachteten Stoff aufmerksam, das Natriumsuperoxyd. das sich bei der Befeuchtung mit Wasser in reinen Sauerftoff und Aetznatron verwandelt. Es liegt nahe, daß dieser chemische Vorgang zur Verbesserung verdorbener Luft dienen kann, indem der durch die Athmung verminderte Sauerstoff badurch erneuert und die vermehrte Kohlensäure durch das Aetznatron aufgefogen wird. Jetzt veröffentlicht indessen Girard im Pariser Cosmos einen Aufsatz über dieseFrage. worin er feststellt, daß sich aus dem Natriumsuperoxyd bei der Behandlung mit Wasser neben dem Aetznatron nicht ohne weiteres Sauerstoff, sondern zunächst oxydirtes Wasser oder, wissenschaftlich ausgedrückt, Wasserstoffsuperoxyd entwieckt und daß es sogar ziemlich schwierig udn nicht ungefährlich ist, die Mischung von Natriumsuperozyd und Wasser in einen Zustand überzuführen, in dem er den reinen Sauerstoff unmittelbar an die Luft abgibt. Indessen ist es gelungen, diese Schw,erigkeit zu überwinden, und Girard zeigt nun an, welche außerordentlichen Vortheile das Natrrumsuperoxyd und das o ''ichteste Weise daraus zu gewirn m: rydirte Wasser gewähren werl. : as Natriumsuperozyd wird dadurc.? hergestellt, daß Natrium in eisernen Röhren erhitzt und so mit Sauerstoff getränkt wird, diese Gewinnung ist aber recht kostspielig. Wenn sie billiger geworden ift, wird das Natriumsuperoxyd eine der wichtigsten Waffen der Gesundheitspflege werden, indem es auf dem beschriebenen Wege die Möglichkeit gibt, die Menschen vor der schädlichen Wirkung verdorbener Luft zu bewahren. Außerdem ist es ein Feind aller unangenehmen und dfc Luft verpestenden organischen Stoffe; es kann ferner an Stelle der Natronkrrstalle und des Eau de Javelle beimBleichcn verwandt werden. .Noch mehr wird das orydirte Wasser angewandt werden. Es spielt schcn jetzt eine große Rolle in der Pharmaci, weil es ein vorzügliches Mittel gegen Fäulnißstoffe und schädliche Keime ist, indem es diese durch starke Sauerstoffcntwicklung ahtödtet. Man bat es ferner angewandt zum Sterilistren von Getreivekörnern, zum Bleichen von Rohseide, zur Blondfärbung und Bleichung von Menschen- und Pferdehaaren, zum künstlichen Altern von Spiritus oder Wein, endlich zur Wiederherstellung von alten Gemälden. Fast alle Gemälde sind nämlich mit bleihaltigen Farben gemalt, der Schwefelwasserftoff aber, der sich in ziemlich beträcht-

lichen Mengen in den Zimmern und überhaupt an allen bewohnten Orten findet, wirkt auf die Farbe der Bilder derart ein, daß sich das darin enthaltene Blei mehr oder winiger in schworzes Schwefelblei verwandelt und die Leinewand mit einem unangenehmen grauen Ton überzieht. Durch Waschung mit oxydirtem Wasser kann dieser Schaden schnell beseitigt werden, indem dieser Stoff das schwarze Schwefelblei in weißes Bleioxyd verwandelt. ZurMalariafrage. Wieder liegt ein neuer Beweis dafür vor. daß die Mücken die gefährlichsten Ueberträger der verderblichen Malaria sind. Die Gesellschaft vom italienischen Rothen Kreuz, die nicht nur in Kriegs-, sondern auch in Friedenszeiten helfend einspringt, wo immer sich Gelegenheit bietet, hat vor Iahresfrist etwa einen regelrechten Feldzug gegen das Malariafieber im Agro Romano (Campagna, eröffnet. Aus dem soeben erschienenen Bericht des leitenden Arztes, Medizinal-Jnspek-tors Dr. Paolo Pastempski, für 1900 geht hervor, daß in sieben, grade in den schlimmsten Fiebergegenden einsetzenden Gruppen gegen diesen erbarmungslosen Feind der arbeitenden Bevölkerung vorgegangen wurde, n der Zeit vom 30. Juni bis 23. Octoder 1900 wurden unter einem Verbrauch von 17.457 Kilogramm Chinin nicht weniger als 3751 Fieberkranke von den Aerzten des Rothen Kreuzes behandelt! Den Hauptwerth legten diese aber darauf, der Erkrankung an Malaria vorzubeugen, und da erwlesen sich als zuverlässige Mittel GazeSchleier über GesichfMd Hände, sowie feinmaschige Drahtnetze um die Wohnungen, zum mindesten um alleStrohHütten. Wer diese Vorsichtsmaßregeln anwandte, blieb selbst in Gegenden, die als die bösesten Malariaherde bekannt sind, völlig unversehrt. Von den 30 Aerzten des Rothen Kreuzes und 18 Stadtärzten, die sich ihnen anschlössen, ift kein einziger an Fieber erkrankt:

selbstverständlich beobachteten sie an ihrer eigenen Person die dem Volke gegebenen Verhaltungregeln aus das peinlichste. Dr. Pasiempski hält die Übertragung der Malaria durch die Mücken auf Grund der gesammelten Erfahrungen für erwiesen und folgert daraus, daß es ohne große Aufwendüngen möglich sein würde, die jetzt wegen ihrer Gesundheitsgefährlichieit verödete römische Campagna wieder zu dem blühenden Garten von ehedem zu machen. Es sei weiter nichts nöthig. als den Mücken ihre Existenzbedmgungen zu nehmen oder doch wenigstens zu verkümmern, und zwar indem man die kleinen Sümpfe und ungeregelten Wasserstellen, in denen sie ihre Brutstätten haben, beseitigt. Pplizeischntz für de aiser. Berlin. Ende April. Streckenbesstzung" das ist ein Wort, durch welches jedes Polizeirevier in eine gewisse Aufregung versetzt wird, denn die Zeit, in welcher der Kaiser in Berlin weilt und Besuche u. s. w. unternimmt, dringt einem Theile der Berliner Schutzmannfchaft ganz besondere Anstrengungen. Und besonders jetzt nach dem Bremer Zwischenfall sind entgegen allen Dementis die Vorsichts-, Ueberwachungs- und Absperrungsmaßrcgeln bedeutend derschärft worden. Die Polizeireviere, welche an der alltäglichen Strecke" liegen. wie z. B. die Reviere 3. 33, 76, die beiden Thiergartenwachen. Revier 32 und die inneren Charlottenburger Reviere haben speziell die Strecke" zu besetzen, d. h. den Weg, welchen der Kaiser bei seinen Spazierfahrten, -Gängen oder -Ritten vermuthlich benutzen wird, zu beaufsichtigen und im gegebenen Moment abzusperren. So kommt jetzt fast täglich Morgens gegen 8 Uhr und Nachmittags gegen 2 Uhr die Depesche an die Äeviere: Die Wagen (oder Pferde) für Se. Majestät sind zu 82 resp. 2 Uhr (oder später) bestellt." Dann wird es auf den Wachen lebendig. Alle Beamten, die irgend verfügbar sind, müssen auf die Straße, sodaß auf einzelnen Wachen außer dem elephonposten und den Schreibern nur ein Miinn zur Bcsorgung nothwendiger Gänge zurückbleibt. Auch die Reviervorstände (Lieutenants) sind verpflichtet, sich auf den verkehrsreichsten, also auch gefährlichsten Punkten der Strecke aufzuhalten. Nachdem die Beamten nun durch die Wachtmeister vertheilt worden sind, beginnt die Zeit des Wartens. Wenn auch die Wagen zu 2 Uhr bestellt wurden, so wird es doch gewöhnlich 3 Uhr. manchmal auch noch viel später, ehe der Kaiser ausfährt. Ebenso häufig kommt es vor, daß der Kaiser einer eigenen Anordnung zufolge einen ganz anderen als den ancesetzten Weg nimmt. Dann weiß von den entlegeneren Revieren, wie z. B. 32 und 33, Niemand, wo der Kaiser sich befindet, der vielleicht irgendwo im Thiergarten oder im Grunewald spazieren geht. In solchen Fällen wird es mitunter 6 Uhr und die Strecke ist noch immer besetzt, ohne daß man vom Kaiser irgend etwas gesehen oder gehört hat. Abgelöst darf vor der Präsidialdepesche: Posten einziehen" Niemand werden. Honneur soll der Schutzmann dem Kaiser auf spezielle Anordnung des Monarchen auf Strecke" nicht erweisen. Er muß mit halber Front" stehen, d. h. der Beamte soll sich mit dem Gesicht nach der Richtung hin aufstellen, von welcher der Kaiser erwartet wird, so daß er die Strecke bis zum nächsten Beamten übersehen kann. Der

Schutzmann muß sowohl das Publikum als auch den Straßendamm und den kaiserlichen Wagen übersehen können. Was nicht er sieht, das bemerken die Kriminalbeamten, welche ebenfalls auf der ganzen Strecke vertheilt stehen und mit Argusaugen das Publikum überwachen. Gebt der Kaiser im Thiergarten spazieren, so sind die dort postirten Beamten in eine schwierige Lage versetzt. Es ist ein strenger Befehl, daß diese Schutzleute Alles" sehen sollen, aber sie dürfen sich von dem Kaiser unter keinen Umständen erblicken lassen. Sieht der Monarch einen Schutzmann, so schickt er fast stets einen seiner Begleiter zu ihm und läßt ihm etwas sagen, was nachher zumeist eine Rüge zur Folge hat. Bekannt'ich hat der Kaiser einmal vor einigen Jahren geäußert, daß er nicht unter Polizeiaufsicht stehen wolle. Entgegen allen anderen Meldungen kännen wir heute schon verrathen, daß demnächst in der polizeilichen Ueberwachungs - Organisation auf Anregung deS Monarchen cine umfassende Aenderung eintreten wird, da sich das oben geschilderte, nach der Natur aufgenommene System zu aufsehengend gestaltet und sich auch zum größten Theile nicht praktisch genug zeigt. D e r Sohn Arnold Böcklins, Hans Böcklin, der bekanntlich wegen eines Tödtungsversuches an seiner Geliebten in Untersuchung sich befand, jedoch wegen Unzurechnungsfähigkeit außer Verfolgung gesetzt wurde, ift nunmehr entmündiat worden. Das Amtsblatt des Kantons Zürich" enthält folgende Anzeige: Bevogtigung. Hans Böcklin. Kunstmaler, von Basel, in Zürich, geboren 1863, ift wegen Geisteskrankheit unter staatliche Vormundschaft gestellt und als dessen Vormund ernannt worden: Herr Dr. jur. Konrad Meyer. Rechtsanwalt in Zü-r.ch."

Taglicher Marktbericht.

Biehmarki. Jndianap'ls Union Viehhöfe, 13 R indv icb. Auserlesene bis prima Stiere, 35V Psd. ur. . aufwärts $5.15 . Mai. 5.65 5.16 5.30 4.75 4.90 5.00 4.25 3.90 4.35 3.60 2.70 6.5( 6.01 4 25 3.65 3.75 $50 $30 i Gute bis mittlere Stiere 350 Pfd. und aufwärts 4.75 Auserlesene bis prrma Stiere 1150 bis 1300 Pfd 4.75 ! Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere.. .. 4.35 Mittlere bis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd.. .. 4.25 Gute bis gewühlte Rinder. 4.35 Mittlere bis gute Rinder. 4.00 Gewöhnliche leichte Rinder 3.50 Gute bis gewählte Kühe. . 3.75 Mittlere bis gute Kühe.. Z.00 Gewöhnliche alte Kühe.. 1.50 Kälber 5.00 Schwere Kälber 3.50 Prima bis fancy Export Bullen ... 3.75 Gute bis gewählte Schläch ter Bullen 3.40 Gewöhnliche bis gutcBullen 2.75 Gute Kühe mit Kalb $35 GcwöhnlicheKübe mit Kalb $20 Schweine. Gute bis gewählte, mitt lere und schwere $5.75 Gemischte u. schw. Packing 5.H) Gute bis gewählte leichte 5. 5 Gewöhnliche leich:e 5.(0 Pigs 5.00 Roughs 5.00 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 4.50 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3.50 Gute bis gewählte Schafe 3.50 Ordinäre bis gute Schafe 2.50 Stockers 2.00 Böcke, per 100 Pfd 2.50 5 85 5.75 5.75 5.65 5.50 5.40 4.75 4 4 3 3 3 .25 ,25 .25 ,00 ,50 Früchte und Gemüse. Früchte. Ananas $2.50 per Dutzend. Citronen, $3.00 für 360. Aepfel, $3.50-$4.00 per Faß. Feigen, 12c-15c. Bananen, 1.25-1. 50 per Bunch. Datteln, Persische 5c per Pfund. Kokusnüsse. 3.50-4.00 per Hundert. Cranbemeö $2.75 per Vufhel Crate Orangen, $3.00 $3.25 per Box. Erdbeeren Mississippi, $1.50 per 24 Pint Case. Rhubarb 12 30c per Dutzend. A lte Gemüse. Kraut, $1.50 per 100. Zwiebeln, Spanische $2.00 per Crate; rothe Globe $1.50 per Bushel ; weiße Globc $3.50 per Faß. Kartoffeln, $1.25 per Faß; prima Burbanks und runde weiße 45c per Bushel; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartosseln-Jerscy $3.00 per Faß. Illinois $2.50. Cclery, 40-65c per Bunch. Weiße Rüben 90c per Faß. Parsnips gewaschene $2.00perFaß. Neue Gemüse. Zwiebeln 10- per Dutzend Bundes. Tomatoes Crate, 6 Körbchen $3.00 Radieschen per Dtzd. Bunckcs 25c Salat 12c per Pfund. Spinat, $1.50 per Dutzend Bunchcs. Rothe Rüben 50c per Dtz. Bunchcs Kehl 75c per Faß Oyster Plant 25c für 2 Dutzend Bunches. ?!euc Kartoffeln $7 per Faß. Gurken $1.50 per Dutzend. Grüne Erbsen $2 per Bushel. Spargeln 35c per Bunch. Kraut $2.50 per Crate. Wachsbohnen $3.25 per Box. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 74r7c; hiesige Stiere 8-8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7c-74c; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 6$c; Kühe 550 bis 650 Pfund 9c; Stier Vorderviertel 7c; Stier Hinterviertel ! 94c; Rind Hinterviertel 8c; Rind Vor derviertel 64c; Kuh Vorderviertel 54c; Kuh Hinterviertel 8c. i Frisches Kalbfleisch Kälberte; Hin terviertel 13c: Vorderviertel 8c. Frisches Schaffleisch Lämmer per Pfd. 10c; Schafe 8c; Schenkel 10c; Racks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 9c10s c ; Cottage Schinken 9c ; gehäutete Schultern 8c, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 104c ; Tender, loins 15c; Spare 3?ib(4c ; Tail Boncs 54c Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Ouali tät: 20-18 Pfund 114c; 15 Pfund 12c; 12-10 Pfund 124c; Zweite Qualität 20-18 Pfund lUc; 15 Pfund 114c; 12 Pfund 12c; 10 Pfund 12c. kalifornische Schinken 6 Bis 8 Pfund 84c; 10 bis 12 Pfund 8c; 13 bis 15 Pfund 8. Frühstück Speck Klarer English Cured 15c; gewählter Sugar Cured 144c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 14c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 12fc; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 114c; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, 114c; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, 114c. Speck, Engl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschni, 13c; 10 bis 13 Pfund im Durchschnitt, 12-. Sveck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 10c; KlareSciten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, 10c; Klare Seiten, 20 bis 60 Pfd., lOc; Klare

Bcllies,25bis30Pfd.. 10Kc; 18 bis 22 Pfd., 10Zc;14bis 16 Pfd., Ilic; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 10c; Rücken 12 bis 10 Pfd., 10c; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., lOic Schultern, Engl. Cured 18 bis 20 Pfund im Durchschnitt c; 16 Pfund im Durchschnitt, 9c; 10 bis 12 Pfund 9 Gepöckeltes Schweinefleisch, Knochen loses Fancy Pig $20.00; Klares Bcan 19.00; Family 17.00; Short Clear 16.00: Rumpf 15.00. Gedörrtes Rindfleisch Schinken, reg. SetS, 12c; Außenseiten 11c; Innen, seitcn 134c; Knöchel 134c. Schmalz, in Ticrces, 1. Qualität 9c; 2. Qualität 9c; 3. Qualität 9c. Würste, Geräucherte Bratwurst 8c; Frankfurter 9c; Wienerwueft 8c; Knackwurst 7c; Bologna in Därme 6c, in Tuch 6c.

Fische, ftern und Wildpret. Händler.Preise: Clams Little Recks 75c per 10v. Hummern 25c per Pfund. Shrimps $1.25 per Gallone. Austern Beste Baltimore oderStand. ards, $1.00 per Gallone; beste Balti. timore Selects, $1.10 per Gallone; New York Counts, $1.00 per Hundert; New York Culls, 70c per Hundert; Blue Points in Schalen, 75e per Hundert. Austern in Kannen New York Counts 35c; I. S. F. k Co. Select 32c; Standard 25c; F. Brand 22e; O. K. 18c; R. 15c. See.Fische. Knochenlose Häringe gestören, 8c; stischc Häringe 9c; gerei. nigte Häringe, gestoren, 6c; frisch 7c; Weißfisch 9c; Forellen 9c; No. 1 Pickerel 8c; No. 2 Pickerel oder Blaufische 6cc; Black Bah 15c; Croppics 6c; Sunfisch oder Perch 5c; Catfisch 10c ; Buffalo 6c ; Red Snapper 8c per Pfund. Getreide. Weizen-No. 2 rother 73c auf de Geleisen, 72c von der Mühle ; Ro. 3 rother 69 - 71c; April 73c auf de Geleisen; Wagcnweizen 73c. Korn-No. 1 weiß 46c; No.2weiß 46jc; No. 3 weiß 46jc; No. 4 weiß 424-444c; No. 2 weiß gemischt 45jc; No. 3 weiß gemischt 454c; No. 4 weiß gemischt 414-434c; No. 2 gelb 45$c; No. 3 gelb 45fc; No. 4 gelb 41$-43c; No. 2 gemischt 454c; No. 8 gemischt 45c; 4No. 4 gemischt 414-434; a Kolben 44tzc. Hafer-No. 2 weißer 29c; No. S weißer 28c; No. 2 gemischter 284c; No. 3 gemischter 274c Heu-altes No. 1 Timothy 12.7513.25 No. 2 Timothy 11.25-12.26. Kaffee. Folgendes find die Indianapolis Preise : Gewöhn! . bis guter 12c-18c; pria bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packeten: Ariosa $11.25, Lion 11.25, Jersey 11.25, Caracas 10.75, Dillworth' 11.75 Dutch Java Blend 12.50, Mail Pouch 11.25, Gates Blended Java 10.75. Groeeries. Zucker Dominocs 6.47c: Stückzucker 6.47c; pulverfirter 6.07c; pul. verrfirter 6.12c; Standard granulirter 5.87c; feiner granulirter 5.87c; CubeS 6.22c; Confectioners'A 5.67c; Ridge. wood A 5.47c; Phöniz A 5.42c; Empire A 5.37c; Ideal Extra Golden E 5.82c; Windsor Extra C 5.22c; Ridgewood ertta C 6.12c; gelber C 5.02 ; 16 gelber 4.87. Eingemachte Früchte BlackberrieS, 8 Pfund, $1.10; Pesches Stand. 3 Pf., $2-2.25; Seconds 3 Pfund $1.60 11.65; Pie $1.40-1.50; AnanaS, Standard, 2 Pfund, $1.65-1.90; Sec. onds, 3 Pfund, $1.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahama Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatoes, 3 Pfund, 90c-$1.00;Zucker korn 80c $1.00; Apfelbutter, per Dutzend 3 Pfund, 90c. Butter, Eier nd Geflügel. Händler bezcJ)len folgende Preise : Butter, frische, 10c 12c Eier, 104c per Dutzend. Hühner ?4c; Turkeys: jungeHähne IC Pfund und darüber 6c ; junge Hennen 7 Pund und darüber 7c ; alte hennei 54c ; alte Hähne 44c; Culls und Krumbrüftige 44c ; Enten 6c; Gänse 5.40-6.00. Kohle. Tenne H Xcnnt Anthracite $7.00 8.66 Rauchlose 4.60 2.40 Jackson 4 00 2.16 Pittsburg 4 00 2.16 Raymond City 4.00 2.16 Winifrede 4.00 Z.1S Kanawha 4.00 2.16 Luhrig 8.60 1.90 Brazil Block 8.60 1.90 Green County 3.00 1.66 Jndiana Lump 8.00 1.66 Slack S.00 1.16 Bloßburg 6.00 2.66 Lump Coke 11c per Bush. $2.76 per 25 Bushel. $1.50 per 124 Bushel. Zerkleinerter Cos 13: pnB. 13.26 per 2Pu. $1.7k ver 12? Bu.

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