Indiana Tribüne, Volume 24, Number 235, Indianapolis, Marion County, 12 May 1901 — Page 10

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Mein Roman. Bon Helene Megbrtnck.

Ich will ein etwas mederschlnetterndes Geständnis gleich ,u Beginn ab. legen: mein Mann 'ist Schriftsteller! Er verbricht Romane, Novellen. Humoresken, und seine Sachen ..gehen". Eine lebhafte Phantasie hat er ja und fleihig ist er auch, also hat's mch jedeö Jahr zu einer Heringsdorfreife gelangt. Wir haben unser gutes Auskommen und noch etwas drüber .... Un wie leicht dieses Schreiben war: er lief jedesmal erst einige Male in sein?m Arbeitszimmer auf und ab. dann fetzte er ftch auf den bequemen Schreibsessel. zündete sich eine Cigarre an. trank ein Schöpplein Mosel oder ein paar Glas Pilsener und dabei schrieb er lustig drauf loö. Wenn die Schreiberei einige Stunden gedauert hatte, war eine Novelette fertig, dauerte sie zwei Tage, gab's eine Novelle, und an große" Sachen wurden zwei bis drei Monate gewendet. Das waren dann die 2000 bis 2500 Mark-Romane! Schon oft hatte ich meinen Mann gefragt, ob denn das Romanschreiben wirklich so schwer sei. Unsinn", hatte er gemeint, das ist sogar ganz einfach. Du formulirst Dir einen Stoff, bildest den aus. stellst Menschen hinein, richtige Menschen, wie sie so draußen auf der Straße herumlaufen. Dann läßt Du diese Menschen reden, wie sie zu reden gewohnt sind, läßt sie denken, wie sie denken, und handeln, wie sie handeln müssen. In ven Anfang legst Du einen Conflikt. der in der Mitte sich zuspitzt und zum Ende gelöst wird bald friedlich, bald schiedlich, je nachdem Tu Dich in Wein- oder Bierlaune befindest. So, siehst Du. so schreibt man Romane!" Das beschäftigte schon seit Wochen meine Gedanken. Also man brnuchte nur einen Stoff", dann Menschen, die reden, senken und handeln, einen Conflikt mit einem passenden Ausgang oder auch Noth-Ausgang na das konnte doch nicht so schwer sein. In unserer Zeit, wo Damen ärztliche und juristische Praxis ausüben, wo Universitäten ihre Pforten für das bislang unterdrückte weibliche Geschlecht öffneten, in der den Frauen sogar da Wahlrecht zugesprochen worden ist in dtzser Zeit sollte ich nicht mal einen Roman schreiben können? Pah. da war ja fast lächerlich. Ich fühlte das Zeug in mir. ich Virde also einen schreiben! Vor allem freilich mußte ich den Stoff" haben und natürlich einen, der zog", der volksthümlich war, der die Massen fesselte und packte. Zuerst dachte ich an Jane Eyre. die doch nur 'ne Erzieherin war und doch 'nen ichten und rechten Lord kriegt, dann schwebte mir die Goldelse" vor, die sich ja auch ganz gut verheirathere. Aber das waren schließlich antiquirte Sachen. Heutzutage muß man schon modern sein, die Jungen" machen jetzt den Kohl fett. Viel Sympathie hatte ich für etwas recht Volksthümliches: Meine Leopoldme wollte rch s nennen. Ich wollte den Vater zeichnen, den biederen, braven Handwerk, den Mann der guten, alten Zeit, und seine mißgerathene Tochter Leopoldim. die studiren. dem Corps der schlagenden Borussinnen beitreken und Rechtsanwältin oder Notarin am Landgericht I werden will. Es giebt Krach, Ausrücken nach Amerika, großes Geldverdienen und . . . doch halt, hfl fiel mir ein. daß so etwas AehnlicheS schon mal in einem Äolksstück dramatisch verarbeitet worden war. Um Himmclswillen. da wäre ich ja beinahe statt Schriftstellerin nur Abschtiftstellerin geworden! Ich sann hin, ich sann her. unbestimmte Umrisse deö Stoffes" schwsbten mir Tag und Nacht vor Augen, aber was Greifbares konnte ich nicht zu Stande kriegen. Es mußte etwas Welterschütterndes, etwas Imposantes fein, das sofort Aufsehen erregte. Da war's wohl am besten, ich fragte meinen Mann, der mußte ja Bescheid wissen. Sag mal. Eduard." wandte ich mich bittend an ihn, wenn man heute einen Roman schreiben will, so muß man's doch von der richtigen Seite angreifen?" Na und ob." meinte er gleichgiltig und griff nach seiner Cigarrentasche. Woher hast Du denn die funkelnagelneue Weisheit?" Ich meine," verbesserte ich mich, der Stoff muh doch mitten auö dem Leben gegriffen fein, er muß sogar in's Leben hineingreifen . . . Also es muh eine Frage der Gegenwart behandelt werden. Aber welches ist die brennendste? Die sozial Frage, nicht wahr?" Herrjeh", antwortete er verlnun dert, woher weiht Du denn das?Na. sei so gut." erklärte ich etwas pikirt. wir Frauen lesen auch Zeitungen. wir lesen auch etwas von den politischen Vorgängen, nicht nur den lokalen Klatsch und Tratsch . . . Dah die soziale Frage jetzt der uervus reruru ist. weiß ich schon längst. Sozial ist der Schlachtruf des neuen Jahrhunderts oder nicht?" Natürlich", nickte er mir gnädigst zu, wenn Du aber im neuen Jahrhundert noch dafür sorgen wolltest, dah ich meine Tasse schwarzen Kaffee bekäme, so wäre mir das ein sehr sympathischer Beitrag zur Lösung der sozialen Frage." An die soziale Frage muhte ich also in meinem Roman her antreten. Dah ich dazu erst noch manches studiren mußte, war mir vorweg klar. Di schroffsten Gegensätze muhte ich aufeinander platzen lassen: Die ganz Ar. men und die ganz Retchen. Wir selber schwammen so im bürgerlichtn MittelWasser, somit fiel es mir schwer, mik ein richtiges Bild von dnser sozialen Geschichte zu machen. a uabm icb

nur v Zeitung vor. unter den polizeilichen Nachrichten las ich: Auf eiilein Kohlenplatz im Osten der Stadt . . Ich schlug vor Vergnügen die Hände zusammen da hatte ich in wenig Worten alles, was ich brauchte. Eine

Kohlenplatz im Osten der Stadt! Uns diesen schrecklichen Kohlenplätzen im Osten der Riesenstadt erhebt sicher j die Hydra der sozialen Frage drohend I ihre Häupter. In fieberhafter Erre- ! gung las ich weiter: . . . wurde nachts ein etwa 55 Jahre alter Mann todt aufgefunden. Die Todesursache konnte nicht festgestellt werden." Na also, da lag schon alles klar vor meinen Augen. Der 55 Jahre alte unbekannte Mann war wie für mich geschaffen: was konnte der alleö durchizemacht haben. Vielleicht war t: verhetrathet. vielleicht Wittwer, vielleicht Junggeselle, vielleicht geschieden. Hunger. Noth. Entbehrung. Sorge, qualvoller Tod auf der einen Schwelgen. Prassen, Gummiräder. ewige Jugend auf der anderen Seite: auö solchem Contrast mußte ein Roman werden, der sich gewaschen hatte! Etwas Lokalkolorit mußte ich aber der Sache geben, es schreit ja jetzt alles nach Naturwahrheit und Realistik. Wie's auf einem Kohlenplatz im Allgmeinen aussehen würde, konnte ich mir nun zwar denken, aber wie es auf dem Kohlenplatz, auf dem mein Roman beginnen sollte, im besonderen aussehen mußte, das wollte studirt sein. Heutzutage muß jeder echte Dichter Studien an Ort und Stelle machen, und so beschloß ich. zunächst einen Kohlenplatz zu besichtigen. Am andern Morgen fuhr ich mit der Elektrischen hinaus nach dem Osten. Es ging durch endlose Straßenzüge, dicht besetzt mit Miethskasernen. Endlich kamen einige halb fertige Neubauten, dann gab's eine ganz: Weile gar nichts, dann eine Tafel: Hier kann Schutt abgeladen werden", und schließlich: Holz und Kohlen en gros von Gebr. Wimmermann." Hier wollte ich meine Beobachtungen sammeln. Ein hoher Bretterzaun umgab den weiten Platz mit seinen Schuppen, Holzstapeln und Kohlenhaufen. Am Thor prangte ein Blechschild mit der Aufschrift: Fremden ist der Eintritt untersagt!" Hm, das war unangenehm. Aber solch kleine Hindernisse müssen überwunden werden, kurz entschlössen zog ich an der Klingel. Mit wüthendem Gebell stürzten zwei riesige Hunde an das Thor und faßten zähnefletschend vor mir Posto. Unwillkürlich trat ich einige Schritte von dem Thorgitter zurück, das war kein übermäßig freundlicher Empfang. Aus dem Wächterhaus kam ein alter Mann mit einem Bund Schlüssel. Er blieb innerhalb des Thores stehen, musterte mich mißtrauisch und rührte keinen Finger, um zu öffnen. Lieber Freund," redete ich ihn so liebenswürdig wie möglich an. ist e gestattet, den Platz zu besichtigen?" Nee." Ich meine zu journalistischen Studien . . ." Nee." Aber ich würde mich gern erkenntlich zeigen . . ." Dabei zog ich mein Portemonnaie und hielt es in Bereitschaft. Nee. nee." Mein Gott, das war ja ein unglaublich zäher Mensch! Da mußte ich andere Saiten aufziehen. Ich werde mich bei Ihren Chefs beklagen, wie Sie sich einer Dame gegenüber betragen; da werden Sie schon Ihren Rüffel kriegen," erklärte ich energisch. Nee." grinste der Cerberus. Sie lassen mich also wirklich nicht hinein?" fragte ich drohend. .Nee." Empört wandte ich diesem Wnfden Rücken und kehrte zur PfervedarmHaltestelle zurück. Was nun? Zu einer eingehenden Besichtigung der Kohlenplatzes war ich freilich nicht gekommen, aber sollte ich deshalb mein ganzes Projekt fallen lassen? Das war nicht nothwendig, ich hatte zwar den Platz nicht betreten, aber ich hatte ihn doch wenigstens von außen besehen, also wie's drinnen zuging, das konnte ich mir denken. Die Hunde reine Bestien und dann dieser blödsinnige Mensch mit seinem ewigen Nee." Wenn hier Jemand todt aufgefunden wurde, so hatten den Aermsten entweder die Hunde kurz und klein zerrissen oder der Nee"-Mensch hatte ihm die Gurgel zugedrückt! So 'was mußte ja geradezu eine ergreisende Schilderung geben. In der Stadt stieg ich vor einem Papiergeschäft ab und kaufte zehn Buch Kanzleipapier, eine Schachtel deutscher Stahlfedern, zwei Federhalter und einen Löscher. Zehn Buch Papier waren etwas viel, aber ich brauchte sie sicher, denn ich durfte sie nur auf einer Seite beschreiben, man nennt das Manuskript. Wozu das nothwendig ist. weiß ich nicht wahrscheinlich zur Bequemlichkeit der Redakteure. Und auf die schimpft mein Mann immer mächtig Zu Hauö ging ich ohne Verzug an das große Werk. Ich lieh meinen Schreibtisch säubern von all den Nippes und Bric-a-BracS, die sich da breit machten, und legte eine Schreibmappe auf die Platte. Dann das Schreibzeug ein reizendes Muster, Amoretten in echt Meihener Porzellan , Tinte, fiebern . . . nun konnte die Geschichte Ist gehen. Ein Titel ja. einen Titel mußte der Roman vor allem haben. Ich dachte nach: .Durch Nacht zum Licht". Die neue Welt". Schlag auf Schlag" Das Geheimniß des KohlenplatzeS" ach. das taugte alles nicht viel. Na. den Titel konnte ich auch später kreiren". wenn ich mein Buch erst halbwegs vollendet hatte. So war'S daS Beste, das machten wahrscheinlich all Schriftsteller so. denn ein

paffenver Vier ergtedi sich erst immer aus der Gesammtfttuation. Somit hinein in's volle Menschenlebezr". Ich legte mir die ersten Bogen zurecht und begann: Auf einem Kohlenplatz im Osten der Stadt . . ." Du, Helene, hör' mal. Du hast doch nicht vergessen, dah wir heut Abend eingeladen sind", störte mich plötzlich in höchst lästiger Weise mein Mann. Mach' Dich schleunigst fertig, in einer halben Stunde müssen wir uns auf den Weg machen." Herrgott, das hatte ich in meinem literarischen Eifer wirklich vergessen! Also schnell hinein in das neue GrauSeidene und hin zum Jourfix beim Direktor v. Engelmann. Es war ein

langweiliger Abend, von einem Antippen" der sozialen Frage, woraus ich etwas hätte lernen können, gar keine Spur! Na. dieser oberflächlichen Gesellschaft wollte ich'S schon zeigen! Am nächsten Abend waren wir im Theater: ein Stück nach dem Iranzösischen". Eine ganz jammerhafte Bajazzo - Geschichte, VerwechölungsScenen mit Auskleiden. Umkleiden, ein Hotel, in dem es wie in einem Irrenhause zugeht u. s. w. Und das lieh sich das deutsche Publikum in diesen schweren Zeiten bieten, in den Zeiten, in denen der soziale Gedanke alle Welt erfüllt! Ich war außer mir: wartet, dachte ich. wenn ich erst mal den Roman fertig habe, dann kommen die Bühnen dran. Diese Augiasställe wollte ich auskehren, aber gründlich. . . Ich beschloß, meinen Roman zu dramatisiren, sobald er als Buch erschienen war. Aber die nächsten Tage brachten allerhand Ablenkungen. Erst hatte ich eine kleine Gesellschaft bei mir. dann wurde ich von einer Schulfreundin die war klüger wie ich gewesen und hatte einen Kaufmann geheirathet zum Kaffee ausaebeten; dann gab's einen Liederabend in der Singakademie. schließlich verlangte mein Mann, daß ich ihm Abends die Zeitung vorlese. Das war etn Verlangen, das ich mit Entrüstung hätte von mir weisen müssen . . ., wir Frauen sind doch keine Vorleserinnen. Aber ich las doch und fand bald Gefallen daran komisch, was? Aber so geht's immer: aus ihrer sehr geehrten Haut kann selbst die klügste Frau nicht heraus! Schließlich wurde ich daran gemahnt, daß ich nicht nur Schriftstellerin und Romandichterin war. sondern auch Frau, Gattin, Gemahlin ... Es war wirklich ein reizendes Geschöpfchen natürlich wurde es nach seiner Mutter Helene" getauft. Was ich mich um das Kind gesorgt habe man ahnt es kaum! So viel Arbeit hatte ich in meinem Leben noch nie gehabt, den ganzen Tag hatte ich alle Hände voll zu thun. undNachts. . ., sollten denn wirklich alle kleine Mädchen Nachts einen so furchtbaren Durst haben wie mein Helenchen? Nach zwei Jahren erhielt KleinHelene ern Brüderchen das war erst recht ein Schreihals und ein Nunmersatt erster Klasse. Ich fand nicht Ruhe bei Tag und Nacht, selbst die Erörterungen der Toilettefragen mußten hinter dem neu Angekommenen zurücktreten. An meinen Schreibtisch kam ich nur noch, wenn ich ein paar dringende Privatbriefe unbedingt erledigen mußte, sonst hieß die Parole: Kinderstube oder Küche. Und merkwürdig ich fühlte mich dort bald wohler als am Schreibtisch. Welch' ein Unterschied zwischen einer jungen Frau und einer jungen Mutter man ist rein wie ausgewechselt. Wenn man sieht, wie die Kinderchen heranwachsen, wie sie größer werden und gedeihen ... ist das eine Freude für ein Mutterherz! Heute aber mußte ich an meinen Vater schreiben, der verhängt mindestens einmal im Monat ausführlichen Bericht über das Wohlergehen unserer Familie. Und es war wirklich schon wieder der Dreißigste geworden. Im Fach des Schreibtisches fand ich den Karton mit Briefbogen nicht. Ich kramte das ganze Fach durch, ich suchte die Schublade ab nichts! Da fiel mir ganz hinten eine Schreibmappe in die Augen, auf der eine Lage Kanzleipapier ausgebreitet lag. Am Kopfe des ersten Bogens waren ein paar Worte geschrieben. Neugierig sah ich auf das Blatt . . . und mußte unwillkürlich laut auflachen. War das eine verrückte Idee gewesen wie hatte ich nur an so 'was denken können! Wie hatten sich in den paar Jahren die Zeiten geändert und ich mit ihnen! Ich steckte die Mappe samm der Lage Papier in die äußerste Ecke der Schublade und murmelte lächelnd, in Gedanken versunken, noch einmal die Worte vor mich hin. die ich eben gelesen hatte: Auf einem Kohlenplatz im Osten der Stadt ..." Radfayrer - Geschtcht e n. Sehen Sie auf so einer Rad Partie stürzte mein Freund Arthur, weil er mit einer Dame karambolirt und zog sich schwere innere Verletzungen zu." Ist er schon wieder hergestellt?" ..Ja, aber aus dem lebensfrohen Jüngling ist ein Ehekrüppel geworden, denn er hat die betreffende Dame geheirathet." Der sichere Weg. Herr: Mein Fräulein, wenn Sie jetzt z. B. hier über das Geländer in's Wasser fielen, ich Sie dann mit eigener Lebensgefahr rettete, würden Sie dann Ihren Lebensretter mit Ihrer reizenden Hand beglücken?" Dame: Aber wozu erst solche lebensgeMrliche Geschichten? Sie können ja daS gleich Wtmat au ganz trock'nem Wit .reichen.

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Nervöse Menschen. Nach Angabe der berühmtesten Nervenürztte gebort fast ein fünftel der Bevölkerung de ervenkranke an, diese Statistik ist aan) überreichend wenn man bedeut! . da zu Änsauq diese Iadrdunderts von Nerve nichts bekannt war. Es ist dader um so interessanter, auch de Grunde und Ursachen dieser f rasch verbreite ten Leiden zu ersabren. Bor allem ist der rastlose, hastige amps um eine Existenz, den deutzutagk fast irder in mehr oder weniger aufregender Weise durchzumachen bat. Schuld daran. Mit diesem hängt unmittelbar die angestrengte Geistes und orperarbcit ziainmen. wodurch jrdr grone Äniorderungen an den Organismus gestellt werden, icht zu vergessen ist aber die unzweckmastige t.'eben?weiie. sowie die Jugendsünde s., was im Widersprüche mit der toliden und bescheidenen Lebensweise unserer Äbnen steht. Alle diese ilrscheinungen unterer modernen eil. wie Iuaendjünben. unregelmätziger Zchlaf. schwere mutb5:(krscheiiiunakii. unglückliche jilHNillH. WtifßttmQ MM ik.-dvi und Tavak. können tu kürzester Zeit ein Menschet, leben zerstören, oder baden wenigsten? ein ganzes He t von rankbei en nervoter rt zur ioige! Nnshbiakeit zur Arbeit (edäentntn Schwäche. Tierlurr der männlichen Kraft. Bartcocele, körperliche schwäche, liopfsch merzen. Magen- und Tar-Veschwerde. Uebelke,, Appetitlosigkeit. AnaftacfuKI, chlaslosigtri. Lebensiiberdrun. iachtschwet. nervöses Lerz. klopfen und viele Andere. Troy all' den Errungeschatten unseres Iadrbunderts n a bi ,ent nicht gelungen, ein sicheres Mittel zur Bekamptung dieser rankdeiken anzugeben. ttent Mcdtcal In in tut ui rattd Rapid, Mich., kann sich rüdmen. dieses Problem gelöst zu baden. Um nun die Heiltrait idret Mittel und die Methoden derselben der Menschbeit bekannt zu gebe, erbietet sich da - Institut, einem geH gauz frei, ohne welche Berechnung uud ohne da der Emptanger irgend welche Berpstickiungen eingebt, ine Probe der Heilmittel nebft Mdoden zu zusenden. Ter wahre und groize Werth dieser einsacken Hausbedandlung zeigt sich stets, auch in den schwierigsten Fällen, wo ikdes andere Mittel ganz ersolglos war. Tausende von Kunden find leder eit gerne bereit. Zeugniß von ihrer wunderbaren Hriikrati zu geben. Es sä,reibe ein Jeder, der mit irgend einem der genannten Gebrechen dedastet ift, oder eine Unordnung i keinem System verspürt, sofort an das Kent Medical Institut, 113 Houseman Bldg. Grand RapidS, Mich., um eine sreie Probe nebst Methoden und Rathschlägen zu erhalten. INDIANAPOLIS WALL PAPER CO.

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