Indiana Tribüne, Volume 24, Number 230, Indianapolis, Marion County, 7 May 1901 — Page 7
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Jndiana Tr'dune, 7. Mai 1901,
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Vas Gluck von Vlendheim.
Roman von SBoIbcrnor Urban. (Fortsetzung) Urtn Steuer, meinte lakonisch ein Viert. Gustav Sellentin hörte nichts davon. Schwer und massig ließ er sich auf einen Stuhl fallen, der in der Nähe des Eingangs an einem Tische stand, stützte den Kopf auf beide Hände und sah stier und starr vor sich hin. Was wünschen Sie? fragte ihn das Mädcken, das zur Bedienung derGäste , da war. Erschrocken fuhr Sellentin aus seinem dumpfen Brüten auf. Geben S'.e mir etwas Heißes, Kaffee oder Grog, was Sie haben, sagte er. Mich friert entsetzlich. Das Mädchen sah ihn prüfend an. Das Glas Grog kostet fünfzig Pfennig, sagte es vorsichtig. Sellentin schien nicht gleich zu begreifen, was das heißen sollte, und das Mädchen fuhr erläuternd fort: Es wird hier vorausbezahlt. Ach so! erwiderte Sellentin und legte das Geld auf den Tisch. So weit war es also mit ibm gekommen, grübelte er dann weiter für sich hin. Es wird hier vorausbezahlt! Das Wort sagte alles, so kurz es auch war. Man traute ihm nicht mehr fünfzig Pfennige zu, oder das Mädchen fürchtete vielleicht, daß im nächsten Augenblick ein Schutzmann in das Lokal eintrat und ihre fünfzig Pfennige mitsammt dem Gast fortführte Gott weiß wohin? Auf Nimmerwieversehen! Er seufzte tief auf und stierte stumpfsinnig vor sich hin. indem er wieder den Kopf schwer in beide Hände stützte. Dabei fiel ihm eine junge Frau in's Auge, die auf derBank mit ibren beiden Kindern scblief. Zuerst schien er überrascht und erschreckt. Dann murmelte er leise: Käthchen? Gleichzeitig sah er sich aber flüchtig um, ob ihn Jemand gehört habe. T.' schien nicht der Fall zu sein und er grübelte wieder darüber nach, wellte: tückische Kobold ihm vorgegaukelt habe. daß die dort schlafende Frau Kätychen Werner sei. oder doch Aehnlichkeit m:5 ihr habe. Mußte zu all seinem Elend U7.d Unglück auch noch die Erinnerung an das kommen, was hätte lein können? Mußte auch noch die Reue, das Gift der Seele, ihn heimsuchen? Wenn er K!ithchcn Werner damals geheirathet hätte, wie glücklich und zufrieden könnte er jetzt mit ihr und seineu Kindern auf seinem Hofe sitzen! Wenn er nun dabei auch etwas in Sld hängigkeit, wie man sagt, unter den Pantoffel gerathen wäre, würde das ein Unglück, würde das für ihn nicht vielmehr ein Glück gewesen sein? Käthchen liebte ihn damals wirklich und aufrichtig, und es jväre ihr deshalb auch wohl gelungen, sein unglückliches Temperament zu zügeln und ihn von den Wegen zurückzuhalibn. die ihn in's Elend führten und führen mußten. Es wäre ihr gelungen. Er wcrr dvon überzeugt. Aber er war wie ein stößiger Stier blind und toll gegen sein Glück angerannt und hatte es vernichj tet. Nun saß er hier, wo man vorausbezahlt", und bald würde er vermuthlich noch wo -z anders sitzen, wo es nicht mit fünfzig Pfennigen abgemacht war, sondern wo es sich darum handelte, die ganze Lebensrechnung glatt zu machen. Und vielleicht war es auch mit dem Zuchthaus noch nicht abgemacht! vielleicht Das heiße, scharfe Getränk schie:i ibm wohl zu thun und seine bis zum Wahnsinn erregten Nerven etwas zu beruhigen. Der Kopf sank ihm immer tiefer und tiefer auf den Arm und endlich umfing ihn ein wohl unrubiger und nervöser, aber doch ein Schlaf, der ihn. wenn auch nur für kurze Zeit, seinem grauenhaften Zustande entriß und ihm sein Unglück verhüllte, der Schlaf, der oft dem Leid das Auge schließt, wie der Dichter sagt. Und derTraumgott gaukelt ihm noch einmal Haus und Hof vor. wie er sie zum letzten Mal gesehen. dieMondsichel über dem First, der Abendstern freundlich und friedlich durch die Bäume des Gartens blinkend, ein Bild des ruhigen Friedens und desGlücks. Auf der Bank aber unter dem Birnbaum saß Käthchen mit seiner Mutter, und sie spielten mit einem Kinde, einem Jungen, der seine Züge trug. 21. Der Morgen graute. Der erste fahle Dämmerschein des neuen Tages stah' sich hell und Heller durch die Gardinen der Wohnung des Directors Sternfeld, und dessen Gemahlin ging eben lei?e schluchzend durch das Zimmer, um zwei fast heruntergebrannte Kerzen, die auf dem Anrichtetische standen, auszulösehen. In dem sonst mit peinlicher Ordnung und Sauberkeit gehaltenen Zimmn sah es Übel aus: Die Möbel waren durcheinander geschoben, so daß eigentlich keines mehr an seinem gewohnten Orte stand, auf zwei nebeneinander gerückten Sesseln lagen einige Kissen, als ob dort Jemand geschlafen hätte. Auf dem Tische lagen Hut und Stock und Ueberkleider des Mannes. Sogar die Manschetten lagen dabei und an einer waren einige Blutflecken. An der Thür, die zum Nebenzimmer führte und an der Frau Director Sternfeld von Zeit zu Zeit athemlos horchend stehen blieb, stand ein Blecheimer mit blutigem Wasser. Schwamm. Stücke einer Mullbinde. Watte, alles
über und Über blutig. Die Frau Director selbst war offenbar übernächtig und hatte die ganze Nacht kein Auge geschlössen. Sie war in großer Toilette sie hatte eben in's Theater fahren wollen, als man ihren Mann nach Hause gebracht und hatte die ganze Nacht noch keine Zeit gehabt, das Kleid zu wechseln. Sie kam eben aus dem Schlafzimmer ihrer beiden Töchter. Die Mädchen waren gleichfalls noch in den Kleidern vom Abend vorher in zwei Sesseln eingeschlafen. Die ganze Wohnung sah aus. als ob ein Sturm der Verwirrung, ein heilloser Schrecken über sie dabingefabren wäre. Plötzlich öffnete sich dieThür. an der die Frau Tirectorin lauschte, und ein Herr in Hemdsärmeln kam aus dem Nebenzimmer, leise und behutsam, als ob er fürckte, Jemand zu wecken. Um's Himmels willen, Herr Doctor fleht ihn Frau Sternberg mit gefalteten Händen an. Borsichtig zog der Arzt hinter sich die Thür zu. Seien Sie still, gnädige Frau, raunte er ihr zu. Wie steht's? Sind Sie fertig? fragte sie weiter. Ja. Sie dürfen ganz zufrieden sein. Ich garantire Ihnen, daß keine unmittelbare Gefahr für Ihren Gemahl vorliegt. Die Kugeln sind beide entfernt. Es war eine böse Arbeit, aber sie ist gelungen. Sie dürfen sich beruhigen. Damit begann der Arzt seine Manscheiten und seine Kleider, die er auf dem Tische niedergelegt hatte, wieder anzuziehen. Aber ick darf doch nun zu ihm Ht ein. Herr Doctor ? Gewiß, nur nehmen Sie sich in A.v daß Sie ihn nicht aus dem Schlaf wecken. Es wird sich natürlich e:::v.Wundfieber einstellen. Seien Sie dcZ halb nicht ängstlich. Sie geben ihm. wenn es stark auftritt, nur dann! zehn Tropfen in Wasser von der Medicin, die ich Jbnen sofort senden werde. Sie wollen fort? Jawohl, ich bin hier fertig. Aber Was soll ich denn noch hier? Ich versichere Jbnen. gnädige Frau, da durchaus keine unmittelbare Gefahr bestet. Geaen Abend komme ich zurück. Apropos: 'Hier sind die Kugeln. WolItn Sie sie sehn? Das hier war die gefäbrlichere. Sie hat ihm den ganzen Arm pom Ellbogen bis zur Achsel durchbohrt. Allmächtiger Gott! Seien Sie ganz zufrieden und jammern Sir nicht, gnädige Frau. Wenn das Stückchen Blei nur zwei Centimetcr höher fuhr, war Ihr Mann eine Leiche. So kommt er mit einer großen, aber doch ungefährlichen Fletsch wunde davon. Damit verabschiedete sich der Arzt, während Frau Sternbcrg zur Thür zurückschlich, sie geräuschlos aufklinkte und in das Schlafzimmer ihres Maunes eintrat. Hier brannten noch die Lampen, weil die Jalousien geschlossen waren. Bor dem Bett des Verwund:ten stand eine spanische Wand, die das allzu grelle Lickt von ibm abbielt. Vorsichtig und geräuschlos tratFrau Sternfeld näher an das B:tt ihres Mannes heran. Bleich und erschöpft von dem vielen Blutverlust, und mit geschlossenen Augen lag Director Sternfeld auf seinem Bette, als ob er schliefe. Der rechte Aim und die rechte Brustscite war vollständig umwickelt mit Watte und Mullbinden, im Uebrigen waren aber keine krankhaften Symptom? an ihm wahrzunehmen. Der Athem ging ruhig, die Hautwärme war normal, nur furchtbar blaß sah er aus. Langezeit stand Frau Sternfeld in der Betrachtung versunken am Bette ihres Mannes still. Was hatte sie, was hatten ihre Kinder gethan, fragte sie, um so dem Schreck und bin Gefahren ausgesetzt zu sein? Daß der erste beste Wahnsinnige oder Straßenstrolch die mörderische Wafe erheben durfte, eine Frau ihres Lebensgefährten, zwei Kinder ibrcs Vaters zu veraun? Lieschen, lang plötzlich die Stimme des Directors. ruhig und klar, aber ohne daß er sich gerührt hatte. Es war das erste Wort, das sie nach seiner Verwundung wieder von ihm hörte, denn als man ihn gestern Abend nach Hause gebracht, war er. wie auch einen großen Theil der Nacht noch ohnmächtig gewesen. Arnold. Arnold! rief sie. erregt ausspringend. Bist Du hier. Lieschen? fuhr Director Sternfeld leise und ruhig, aber noch immer mit geschlossenen Augen und ohne die geringste Bewegung zu machen, fort. Ja. Arnold, ich bin bei Dir. Glaubst Du. ich könnte es in dieser Stunde an irgend einem andern Ort aushalten? Gib mir Deine Hand. Lieschen, sägte er schwach. So! So? Du mußt mit der Linken fürlieb nehmen. Du weißt ja. warum. Aber sei nur ruhig. Es wird schon wieder werden. Wir beide kommen schon drüber weg. wir beide, ich und Du. Glaubst Du nicht? Ach, Arnold, wer hätte das gedacht! Hättest Du nur aus mich gehört. Siehst Du, meine Ahnung hat mich nicht betrogen. Sei nur gut, laß mir nur Deine Hand. Es ist. als ob mir das wohl thäte, wenn ich weiß, daß Du hier bist. War Jemand hier Der- Arzt war da. Er ist eben fortgegangen. Er versicherte, es sei keine unmittelbare Gefahr. Sonst Niemand? Ja. ' Gestern Abend war ein Poli-
zeicomm:ssär da, der durchaus m:t Dir reden wollte. Du warst ja aber dazu nicht im Stande, und so schickte ihn Doctor Herbert wieder fort. Hm. Lieschen, willst Du mir einen Gefallen thun? Aber. Arnold, wie kannst Du so fragen? Ja doch, ich weiß schon. Du thust es gern, aber ob Du es auch kannst? Kannst Tu schweigen über das, was Du jetzt thun wirst, um mir einen Gefallen zu thun? Kein MencH darf darum wissen als ich und Du. Lieschen. sprich nur.Arnold, und verlaß Dich auf mich. Wer sollte denn in der Welt zusammenhalten, wenn nickt wir zwei? Hole Tinte und eder, Lieschen, und schreibe, was ich Dir sage. Frau Director Sternfeld schaffte das Verlangte herbei, setzte ein kleines Tischchen an das Krankenlager und machte sich zum Schreiben bereit. Was soll ich schreiben, Arnold? In diesem Augenblick wurde die Klingel der Wohnung gezogen, und die beiden hielten lauschend inne. Frau Director Sternfeld hörte, wie das Dienstmädchen draußen mit Jemand sprach. Sie stand also wieder auf, um zunächst zu sehen, um was es sich handle. Nach einigen Minuten kam sie mit einem Herrn zurück und sagte zu ihrem Manne: Arnold, der Polizeicommissär ist wieder da, um Dir einig.' Fragen über die Person des Attentäters vorzulegen. Willst Du mit ihm reden? Laß ihn hereinkommen, Lieschen, antwortete Director Sternfeld, noch i""er mit geschlossenen Augen und ruhiger, leiser Stimme. Laß ihn fraan. Der Commissär stand aber schon im Zimmer, nur sah ihn Sternfeld nicht. H trat er näher an das Bett des crwundeten heran. Herr Director, begann der Beamte, es handelt sich für uns darum, zu wissen. was Sie uns über die Person Jhres Angreifers mittheilen können. Sie werden begreifen, daß uns das unsere Nachforschungen unter Umständen bedeutend erleichtern würde. Es brat eine kleine, kaum merkliche Pause ein. während der der Beamte auf eine Antwort wartete. Ruhig und vollständig bewegungslos lag Director Sternfeld auf seinem Bett. Sie haben ihn noch nicht? fragte er endlich leise. Nein, wenn wir ihm auch auf der Spur sind und es uns sicher gelingen muß, seiner binnen kurzer Zeit habhaft zu werden, so ist es uns doch wichtig, auch Ihre Aussage zu hören. Welche Spur haben Sie? fragte Sternfeld wieder. Wir haben die Waffe, mit der Sie verwundet worden sind, an Ort und Stelle gefunden, und es ließ sich darauf hin leicht ermitteln, daß der Revolver in einem Geschärt Unter ven Linden gekauft worden ist. Der Berkäufer hat uns eine genaue Beschreibung des Käufers gemacht, und da Sie Ihren Angreifer während oder kurz vor der That doch wohl gesehen hben dürften, wenn auch flüchtig, so möchten wir wissen, oö der Käufer der Waffe nach Ihrer Beschreibung auch der Thäter des Mordanfalls gegen Sie ist, cb Ihre Beschreibung sich mit derjenigen des Waffenhändlers deckt oder nicht. Wieder trat eine kurze Pause e'n. Ich kann Ihnen keine Beschreibung meines Angreifers geben, Herr Commissär, antwortete Herr Sternfeld dann wie nach kurzer Ueberlegung. Sie haben ihn nicht gesehen? fragte der Commissär erstaunt. Nein. Nach den vernommenen Zeugen haben Sie eine Bewegung mit dem Scrirm nach dem Mörder hin gemacht, fuhr der Commissär fort. Demnach müßten Sie ihn doch auch gesehen habcn. Ich weiß nicht mehr. Ich besinne mich auf nichts, erwiderte Herr Sternfeld wieder in seiner apathischen, wie somnambulen Art. Aber Sie haben vielleicht sonst Verdacht gegen irgend Jemand, dem Sie einen solchen Üeberfall zutrauen würden? fragte der Commissär weiter. Nein, ich wüßte Niemand. Besinnen Sie sich. Herr Director! redete ihm der Beamte immer eindringlicher zu, vielleicht haben Sie Streit mit Ihren Verwandten gehabt oder infolge Ihrer sonstiaen gesellschaftlichen oder familiären Beziehungen einen heimlichen Feind oder einen abgewiesencn Freier Ihrer Tochter, an denen es wohl nicht fehlt, oder in geschäftlicher Beziehung Jemand, dem Sie ein Darlehn verweigert oder dessen GeschäftsVerbindung mit Ihnen sonst übel ausgegangen ist. Fällt Ihnen nicht.' ein? Nein! erwiderte Sternfeld wieder in seiner traumhaften Art. DerCommissär sah. daß er hier vorläufig nichts mehr ausrichten konnte und verließ grüßend das Zimmer. Frau Director Sternfeld hörte, wie er gleich darauf durch die Corridorthür und die Treppe hinunterging. Ist er fort? fragte der Director. Ja. willst Du mir nun sagen, was ich schreiben muß. Arnold? Setze Dich. Lieschen, und schreibe: Sehr geehrter Herr Doctor! Einen Brief? Ja doch. Eile nur. Es hängt an den Minuten vielleicht ein Menschenleben und Glück und Unglück einer ganzen Familie. Um's Himmelswillen. Also weiter, Arnold. Schreibe: Kommen Sie sofort, wenn
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