Indiana Tribüne, Volume 24, Number 222, Indianapolis, Marion County, 29 April 1901 — Page 2
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Verratyen. Non E. C. H5V9. Der Herr von Lottinghaus kam schon seit einer 'Heilje oert Jahren in der Saison nach Wiesbaden mit seinem Kammerdiener uno einem Groom. Letzterer wäre unnöthig gewesen, denn
er hielt sich im Bde tnne eigene EquiPage; aber mit dem Groom sah es forscher aus. Der Junge wurde zu allerHand kleinen Dienstleistungen verwandt und verlumpte während dieser Zeit völlig. Aber du war dem gnädigen Herrn völlig egal; es war ihm auch egal, daß der Kammerdiener eine immer auffälliger leuchtende Nase bekam. ; Dieser trank nämlich nie ein Glas Wasser, sondern viel Rothwein, und dazwischen durch noch, um sich zu stärken. einige Cognacs. Auf der Rechnung prangten die Genüsse der Dienerschaft unter der allgemeinen Rubrik Für die Bdienung" und liefen im , Laufe der Wochen zu einer bedenklichen : Höhe an. Aber das n?r dem Herrn von Lottinghaus ebenfalls gleichgiltig; er wußte, es konnte nicht ganz vermie-! den werden, daß man ihn aus der jähr- : liehen Badereise wie eine Citrone aus-, quetschte und beschummelte, er war j letzteres aus seiner russischen Heimath i gewöhnt und hatte für Wiesbaden seinen ansehnlichen festen Etat. Von Zeit zu Zeit jagte er dann die Lumpen fort I und nahm sich neue. Er war schwer reich und hatte in Livland unberührte 1 Fonds von mächtigen Urwäldern. Herr v. Lottingbaus war nicht mehr jung! er gab sich für einen angehenden Vierziger aus. Wenn er ehrlich war aber nur gegen sich selber gestand tt seine siebenundvierzig zu. Er war , ganz gut auf den Beinen und war im- ! mer noch ein halbwegs stattlicher Mann. Das Haar wurde ihm aller- ! dings schon dünn, und Runzeln zeig- , ten sich an der Schläfe; was aber das Schlimmste war, er war so theilnahmslos geworden, ihm war Alles ' egal". Es schmeckte ihm nichts mehr i so recht; seine Gleichgiltigteit war mit den Jahren zu einer wahren Krankheit ausgewachsen. Früher war er noch nach Petersburg zur Butterwoche und mehrmals nach Paris gefahren; jetzt ' beschränkte er sich auf das deutsche Bad und einen kurzen Berliner Aufenthalt. Er dachte oft darüber nach, was nun , weiter werden soll. Jünger wurde er nicht, das stand fest, und lebenslustiger ' auch nicht mehr oder vielleicht doch, wenn die Richtige kam? An die Töchter des Landes seiner ! engeren Heimath wagte er sich nicht I heran. Manche hätte den reichen Protzen und Sonderling wohl gern eingefangen, aber er wußte, was sewer da harrte. Ein Leben der Convention, eineKette von Etikette, lästigem Zwang und sehr, sehr geringem Behagen. Die Familien hielten in seiner Heimath fest zusammen; auf Meilen war Alles versippt und verschwägert, und das Einerlei des dortigen Lebens widerte ihn an. Er würde mit seiner Frau, das wußte er, zugleich auch einige Dutzend Tanten, Schwäger. Vettern bis in den fünften Grad hinein heirathen. Dann würde sein Prachtvolles einsames Waldschloß eine Unterhaltungnsanstalt für nothleidendc Verwandte, ein Restaurant für die gesammt Familie werden. Das sollt nicht sein, das konnte er nicht aushal ten. Lieber hätte er den ganzen Krempcl losgeschlagen und wäre in eine s:rne Gegend ausgewandert, wo Niemand ihn kannte. Im Vorjahre hatte er in Wiesbaden zwei Mmen kennen gelernt, von denen die jüngere, die Tochter, einen tieferen Eindruck auf ihn gemacht hatte. Sie hießen Willmanner nannte sie höflicherweise immer j Frau und Fräulein von Willmann. , obwohl er wußte, daß sie nicht adelig seien. Das war ihm aber auch ganz : egal. Lucie war groß und schlank und blond; ihre Züge waren etwas ins Grobe ausgemeißelt, aber sie war eine imposante Erscheinung und schien still und friedfertig. Für ihn hatte das starke blonde Mädchen etwas Sympathisches, es hatte etwas Harmloses. Unaffektirtes. Beschauliches. Ihre ! Vergangenheit kannte er nicht und : wollte sie auch nicht kennen, sie war ihm völlig egal. Er hatte ja auch seine Vergangenheit und dachte recht philosophisch über die Sünden Anderer. Die ' Mutter freilich, die paßte ihm nicht ; ; aber die konnte er ja abwimmeln. Sie ! hatte doch wohl irgend eine Heimath, eine Familienbekanntschaft. Dort wollte er sie in Pension geben, auf ein paar Tausend Rubel das Jahr über kam es ihm nicht an, und mehr brauchte sie ja nicht. Lottinghaus hatte eine gewisse Schärfe der Beobachtungsgabe; daß die Damen in seinen Augen nichts" besaßen, war klar, da machte ihm Niemand ew 3E für ein U vor. Er wußte auch, daß Lucie nicht mehr so ganz jung war, sie stand sehr in der Fülle der Zwanziger; aber das war ihm ganz recht, die Backfische haßte er. und eine reifere Frau paßte besser zu seinen Jahren und Erfahrungen. Er hatte den Winter über das Alles nachgedacht und sich seine Zukunft zurechtgelegt. Er wollte sie gar nicht schlecht behandeln, seine zukünftige Frau. Nein, er hatte sogar im verschwiegenften Kämmerchen seiner Brust noch einen ganz kleinen Rest Liebe für seine Zukünftige; aber sah ein und täuschte sich selber darüber nicht, daß dies Rest mit den Jahren immer Winziger wurde. Die Haushälterinnen. die er sich halten mußte, widerten ihn an, Eine wie Alle. Sie schnapsten, stahlen und betroaen sämmtlicb: die
jüngeren ditten es in anderer Weise auf ihn abgesehen. Das All?s war ihm äußerst fatal, weil er nichts hieran zu ändern im Stande war. Er konnte die Menschen nicht verbessern und hatte auch zu einem Versuch gar keine Lust, der Baron v. Lottinghaus war kein Reformator. Seine Argumente waren hart und nackt, er war gegen sich selber in martdtfm Punkte unerbittlich streng. Aber warum sollte er nicht noch ein paar Jahr Sonnenschein genießen? War es denn nicht möglich, daß sie ihn erträglich fand und sich an ihn gewöhnte? Vielleicht keimte da auch noch bei ihr etwas Neigung hervor, mit der Zeit, ganz langsam. Sie hatte etwas Zuthuliches. gerade das, was in seinem Leben fehlte. Bis jetzt war nichts Bindendes gesagt worden. Er wußte aber, daß die Damen sich schon an seine Begleitung, an seine kleinen Aufmerksamkeiten gewöhnt hatten. Sie hatten angefangen, ihn als guten Bekannten zu betrachten, und er mußte gestehen, die ruhige Freundlichkeit, die unauffällige kleine Bevorzugung, die sie ihm zutheil werden liehen, gefiel ihm. Er war doch eigentlich ein recht einsamer Vcensch und nicht schlechter als viele Andere. Er that nichts Böses oder Ungehöriges. Er aß und trank wie sie Alle, ließ die Concerte über sich ergehen. ging oder fuhr spazieren, bezahlte, was recht war, gab auch an Arme, wenn ihn Jemand darum ersuchte, kurz, er war ein reiner Musterbadegast. Unter solchen Gedanken gina er an einem Spätsommertag in's Nerothal hinein. Er hatte den Wagen halten lassen und wollte sich eine Motion machen, um Appetit für das Diner zu bekommen. Fast ohne aufzusehen, schritt er dahin, an dem Kiosk vorbei. Dicht unter demselb'M stand im Gebüsch eine Rasenbank und auf ihr saß Fväulein Lucie, ohne ihre Mutter und doch nicht allein. Neben ihr fand sich ein Mger Mann mit einem etwas knöchernen, barten Gesicht, der sehr ungenirt that. Er hatte Lucies Hände erfaßt, und nun legte er gar seinen Arm um ihre volle Gestalt. Sie war anscheinend gar nicht erschrocken und sah gleichmüthig wie immer aus. Er hätte fortgehen sollen, es ziemte ihm nicht, den Spion und Lauscher zu spielen. Aber andererseits, da er so kurz vor ein-:r Entscheidung stand, konnte man es ihm mcht verdenken, daß er neugierig war. zu erfahren, was für ein Verhältniß Lucie habe. Sie hatte keinerlei Andeutungen gemacht, im Gegentheil, beide Damen hatten immer eifrig behauptet, daß sie durchaus keinen Anhang in Wiesbaden hätten, nur die oberflächlichen Badebetanntfchaften. Dies sah aber doch nach mehr aus, er wußte, die Damen waren in ihren Lebensgewohnheiten und Aeußerungen recht vorsichtig war da doch
noch ein Verwandter oder gar ein Lieb Haber aufgetaucht? Den Baron störte nichts in seiner Aufpasserei. Der Wind fuhr zeitweise durch das Gezwoig. daß es knisterte und rauschte; die beiden unter ihm Sitzenden hättei aufstehen müssen, um ihn sehen zu können; er wär völlig gedeckt und konnte jede Silbe ihrer Unterhaltung deutlich vernehmen. Und wo willstDu nun hin. Mlly?sagte sie, Du hast mir noch nickt von Deinen Zukunftsplänen erzählt." Der junge Mann lachte schneidend auf. Zukunftspläue?" wiederholte er ironisch. Lauter dummes Zeug, Lucie. Wenn ich viel Geld hätte, würde ich nach England und Amerika gehen, um noch ein bischen zu lernen und dann noch weit mehr Geld zu verdienen. Das Jngenieurfach ist in meiner Branche Nichts oder Alles. Bei mir ist es nichts, denn mir fehlt es am rnoiiv-, und unterdeß werden wir alt und kalt, und jede Aussicht schwindet. Willst Du mit nach Brüssel kommen und mit mir hungern? Ada Deine Muiter will nicht, 'das thut sie nie." Ich will auch nicht." sagte sie nachdenklich. nein, es hat keinen Sinn, Willy. Du kannst mich bei Deinem halt nicht erhalten, es soll nun einmal nicht sein. Ach, ich bin es so müde, mit Mutter durch die Bäder zu schweifen und zu schauspielern, damit ich derschachert werden kan.n; denn wciter ist es doch nichts, und des Jahr wird es unwahrscheinlicher. Ich oin auch der Armuth so müde Willy, ich werde den Russen hcirathen." Weib," sagte er schroff, es ist unmöglich, Du kannst nur Einen lieben, und das bin ich." Sie nickte. Ich weiß es, Willy," versetzte sie. aber was willst Du hindernd vor mein bischen Zukunft treten, da Du mir doch keine Aussicht bieten kannst?" Findest Du denn den alten Mann, den Russen, erträglich?" Sie lachte auf. Erspare mir die Antwort. Willy. Aber ich will herrschen und in Glanz und Pracht leben. Im nächsten Jahre kommst Du Du wnnst ja als mein Stiefbruder erscheinen, das klingt ganz unverfänglich, ich will das schon einfädeln und Dich mit Geld verseben und der Russe soll nach meiner Pfeife tanzen . . . vielleicht kommt dann noch einmal ein Tag der Erlösung von den Ketten, so oder so . . Fräulein Lucie Willmann sah in diesem Augenblick keineswegs mehr lammfromm aus. eher gefährlich, und Willy blickte sie bewundernd und entzückt an.
uss. ' f. blickten hinauf. schon versckwunden stand. i . 11 Es ist nichts," sagt:: er. doch komm', wir wollen gehen. Lir werden einen anderen Weg einschlagen," versetzte Fräulein Lucie, manchmal treibt der Teufel sein " Spiel, tx Russe könnte uns zusammen sehen und Verdacht schöpfen nur heute nicht, Du kamst gerade zur unrechten Zeit." Ich gehe direct auf den Bahnhof ' und bin hente Abend noch in Köln, sagte er. Als Lucie nach einer Stunde heimkehrte, fand sie die Mutter in nervösem Weinen auf dem Sofa liegend. Was ist Dir?" frug sie erschrocken. Da lies vor ein paar Minuten brachte es der Groom." Eine Karte, auf der die lakonischen rwla Xj rt Tringende ' Geschäfte haben mich f'iuyuu? ul'uci u xn. u; iuuc uuu den Damen empfohlen. Freiherr Ottomar v. Lottinghaus." Der Russe hatte sich mit möglichster Beschleunigung, zerknirscht und wü4. onlfjrnl itrth fur?42 ,f !.: j. it I cvjt i. , . ;x 4 rv i i u . vitiiviiii uiiv un v k i - tu einem CouW erster Tloss nach Fran,. r,... re. H.t. n .,. "t Ull. ü t, IVI.V IU UI3 IllVIl UV II' scheuer Sonderling und Miberfeind in seine Wälder verkrochen haben. Nach Wiesbaden kebrte er nie wieder zurück. Und Willy und die Willmans? Verschollen . . . Der Wind treibt die welken Blätter zu Thal, unterweilen aber auch die grünen. Bedeutende Erfahru ng e n auf dem Gebiete des ehelichen Lebens muß Frau Amalia Rotz, in Elkhard. Ind.. besitzen, denn die Gute hat nicht weniger als sechs lebende Männer. Die Frau hatte um eine gertötlitfe : Scheibnng r von ihrem Mann Joseph Rotz nachgesucht, da sie gerne einen reichen Farmer von Michigan, e .rr ... m . . " n 1. cr aui teilen vermögen ne inre Allgen begehrlich geworfen hat. hcirathen wollte. Rotz wollte von der Scheidung nichts wissen und stellte Geheimpolizisten an. um das Vorleben seiner besseren Hälfte zu erforschen. 3abei kam es denn an den Tag. daß dieselbe in Rotz ihren sechsten Mann hat, ohne von dessen fünf Vorgänger geschieden zu lein. Das böhmische Dorf Wiklitz war der Schauplatz einer erschütternden That. Der zwanzigjäh rige Bergmann Hrbek hatte geglaubt, mit der 22 Jahre alten Bergmannstochter Fanny Zoch glücklich zu werden. Da trat seiner jungen Ehefrau Schwester, die achtzehnjährige Anna, in das neu gegründete Heim, und von der Stunde an zog es Hrbe! leidenschaftlich zu dieser. Anna erwiderte seine Liebe. Hrbek aber betrachtete sich durch sein Wort an Fanny gebunden, und Anna billigte dieses sein Empfinden. Die Zkraft jedoch, einander zu entsagen, besaß keiner, und so beschlossen sie zu sterben. Nach längerem Sträuben führten sie diesen ihrenPlan auch aus. Aus einem einsamen Waldwege schoß Franz Hrbek der Anna Zoch zwei Kugeln aus einem Revolver in den Kopf und tödtete sich sodann selbst durch einen wohlgezielten Schutz in die Schläfe. Auch das Mädchen erlag ihren tödtlichen Verletzungen. EinemFrifeurderRue Saint - Placide in Paris, der sich trotz vielfacher Aufforderungen der Gehilfen darauf steifte, seinen Laden erst um zehn Uhr Abends zu schließen, ist ein cnger Streich gespielt worden. Er erhielt kürzlich folgendes Schrei den: Mem Herr! Da Sie von Ihren i Kollegen als ein Gegner des Laden-! schlusses um 9 Uhr bezeichnet werden, habe ich die Mission erhalten, Ihnen diese Nacht einen kleinen Besuch abzustatten, der hoffentlich der letzte sein wird, falls Sie in den Ladenschluß um neun willigen. Raphail, SpezialAnstreicher für widerspenstige Firmen, 68 Rue de la Voie-Verte." Der Friseur achtete nicht weiter auf die VerWarnung, erhielt aber wirklich den angekündigten Bejuch: Ä!S er neulich Morgens die Läden seines Geschäftes öffnen wollte, machte er die Wahrnehmung, daß alle im Laufe der Nacht einen Cementanstrich erhalten hatte, der mittels eines Stemmeisens entfernt werden mußte. Die ganze Verschalung, , , . .pii r i die etwa rancs lonel. MUtZie, stuctweiie avgeorochen weroen. Die in Waldkirch (St. Gallen) ansässigen Eheleute Heugartner lebten in Unfrieden und waren
)ven knackte ein Zweig, seioe
als furchtbar häuslich" bekannt, asics 5k.
Heimwegen yatlen it ern lurzticq übernommen und glaubten dabei übervortheilt worden zu sein. Das war die Quelle unaufhörlicher Konflikte. Neulich brannte das Hcms nieder. Zwei Burschen sahen Licht und Rauch und eilten herbei. Aber es brannte schon an verschiedenen, wohlausgesuch - , I V ,W I 1. sCil i.l.XllMA? ten bleuen. iocr nocg nicÖuu yarrie rorer. I oie uajc ciuytuiuu gen. sahen sie den Heugartner todt an einem Strick an der Decke hängen, während in der Stube sein Weib ausgestreckt am Boden lag, äußerlich unverletzt, aber ebenfalls todt. Mit Mühe wurden Vieh und Werthgegenstänre, darunter an 40.000 Fr. in baar und Papier, gerettet. Die Tragödie wird dahin rekonstruirt, daß der Mann, des Lebens überdrüssig, den Brand gelegt und sich dann erhängt hat. Als die Frau erwachte und sich dem Feuer und dem Erhängten gegenüber sah, hat sie der Schlaa troffen.
! Täglicher Marktbericht. : ' '
PieHmarkt. j Jndianav'ls Union Bieyböfe, 29. April. R i ndv ich. Auserlcicnc bis prima Stiere, 330 Pst. U aufwärts 55.15 Gute - bis mittlere Stiere 350 Pfd. und auswärts 4.G5 Auscrlcsc-.e bis prima Stiere 1150 bis 1300 Psd 4.65 Gut bi mittlere 1150 biß 1300 Vfd. Stiere 4.25 Mittlere öis eine stiere 900 bis 1100 Psd . . . . 4.00 Gute bis gestählte Rinder. 4.15 Mittlere bis gute Rinder. 3.75 Gewöhnliche leichte Rinder 3.25 Gute bis gewählte Kühe.. 3.75 Mittlere bis gute Kühe.. L.00 5.75 5.20 5.30! 4.66 4.60 4.75 4.10 3.5 4.35 3.60 2.70 Gewöhnliche alte Kühe 1.50 5.00 , nuitu 5.5( Schwere Kälber 3.50 Prima bis sancy Export Bullen 3.75 Gute bis gewählte Schläch tcr Bullen 3.40 6.01 4 25 3.65 3.75 $50 $30 r. , ( . r , . ! G'woMcheb.sgmeBullen 2 , Gulc Kuhe mit Kalb , . . . $3 GcwöhnlicheKühe mit Kalb $20 Schweine. Gute bis gewählte, mitt lere und schwere $5.95 b 074 Gemischte, schw. Packing 5.85 5.95 Gute bis gewühlte leichte 5.85 6.92$ Gewöhnliche leichte 5.80 5.85 Pigs 5.60 5.75 Roughs 5.00 5.50 Schafe. ! Gute bis gewählte Lämmer 5.00 5.25 Gewöhnliche bis mittlere Kammer 4.00 4.75 4.40 3.75 3 50 3.50 bis gewählte Schafe 4X0 ' Ordinäre bis gute Schafe 3.00 , Ztockcrs 2.75 Böcke, per 100 Pro 2 75 I ' r , v -i Früchte und Gemüse. Früchte. Ananas $3.50 per Dutzend. Citronen, $3.00 für 360. Acpfel, $3.50-$4.00 per Faß. Feigen, 12k-15c. Bananen, 1.25-1.50 per Bunch. Datteln, Persische 5c per Pfund. Kokusnüssc, 3.50-4.00 per Hundert. Cranberries $2.75 per Vushel Crate Orangen, $3.00 $3.25 per Box. Erdbeeren 40c per Quart. Rhubarb 25 30c per Dutzend. Alte Gemüse. Kraut, $1.50 per 100. Zwiebeln, Spanische $2.00 per Crate; rothe Globe $1.50 per Bufhel ; weiße Globe $3.50 per Faß. Kartoffeln, 1.45 per Faß; prima Burbanks und runde weiße 60c per Bushel; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey $3.00 per Faß. Illinois $2.50. Celery, 40-65c per Bunch. Weiße Rüben 90c per Faß. Parsnips gewaschene $2.00 perFaß. Reue Gemüse. Blumenkohl $1.50 per Dutzend Schallots per Dutzend Bunches 50c Tomatocs Crate, 6 Körbchen $3.50 Radieschen per Dtzd. Bunches 30c Salat 12k per Pfund. Spinat, $1.50 per Dutzend Bunches. Reiche Rüben 40c per Dtz. Bunches Kehl $1.15 per Faß Qyster Plant 25c für 2 Dutzend Bunches. eue Kartoffeln $7 per Faß. Gurken $1.50 per Dutzend. Grüne Erbsen $3 per Bushel. Spargeln 35c per Bunch. Kraut $2.50 per Crate. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 7-7k; hiesige Stiere 7f-8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7c-7c; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 6c; Kühe 550 bis 650 Pfund 6c; Stier Vorderoiertel 7c; Stier Hinterviertel 9k; Rind Hinterviertel 8c; Rind Vor , drrviertel 6k; Kuh Vorderviertel 5k; Kuh Hinterviertel 8k. Frisches Kalbfleisch Kälbcr9k; Hin. tcrvicrtel 13c; Vorderviertel 8c. Frisches Schaffleisck Lammer per Pfd. 9$c; Schafe 8k; Schenkel 10c; kurz, 16c. ' U ' Irisches Schweinefleisch. Loins 10c11c ; Cottage Schinken 9c ; gehäu tete Schultern 8k, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10k ; Tenderloins 18c ; Svore Ribs 6c : Tail Geräuchertes Fleisch. Sugar Vured Schinken Erste Quali tät: 20-18 Pfund 11k; 15 Pfund 12k; 12-10 Pfund 12k; Zweite Qualität 20-18 Pfund llc; 15 Pfund 11k; 12 Pfund 12c; 10 Pfund 12c . tzaiifornische Schinken 6 bis 8 - , nd 8k; 10 bis 12 Psund 8k; 13 bis 15 Pfund 81. Frühstück Socck Klarer Englisch Cured 15c; gewählter Sugar Cured 14k; 6-7 Pfund im Durchfchnitt 14c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 12$c; 10 bis 12 Pfund im Durchfchnitt llc; 5 Pfund im Durchfchnitt, schmal, 11k; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, 11k. Speck. Enal. Mwahlter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 13c; 10 bis 13 Pfund im Durchfchnitt, 12 Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchfchnitt, 10c; Klare Seiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, 10c; Klare Seiten, 20 bis 60 Pfd., lOc; Klare
Zk?b?ft l8bi,22 i l&Äl. 9EÜ'J.
Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 10c; Rücken 12 bis 10 Pfd., 10k; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., 10?c. Schultern, Engl. Cured 1 bis 20 Pfund im Durchschnitt c; 16 Pfunt im Durchschnitt, 9ic; 10 bis 12 Pfunl 9ic Gevöckeltes Schwrinrflci'ck, Knochen, loses Fancy Pig $20.50; Klares Bean 19.50; Family 17.00; Sborj Clear 16.00: Rumri 15.50. Gedörrtes Rindflci'ch Schinken, reg. Sets, 12c; Außenseiten 11c; Innen, seilen 13k; Knöchel 13c. Schmalz, in Tierces, 1. Qualtlöt li.; 2. Qualität 8fc; 3. Qualität 9c. Würste, Geräucherte Bratwurst c: Frankfurter 7c; Wienermuch 7c; Knackwurst 7$c; Bologna in Därmen I 6k, in Tuch 6jc. ! Fische, Auftern und Mildpret. HändlerPreii'e: Clams Little Recks 75c ver Ifo,. Hummern 25c per Pfund. Shrimps $1.25 per Gallone. Austern BesteBaltimore oderStand. ards, $1.00 per Gallone; beste Balti. timore Selects, $1.10 per Gallone; New York Counts, $1.00 per Hundert; New York Culls, 70c per Hundert; Blue Pomts in Schalen, 75c per Hundert. Austern in Kannen ew York Counts 35c; I. S. F. & Co. Select, 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; O K. 18c; R. 15c. See-Fische. Knochenlose Häringe gefroren, 8c; frische Härinae c: gerei nigte 5ringe, geftoren, 0c; sris'ch 7c; WeitzNsch 9c; Forellen 9k; No 1 Pickerel 8c; No. 2 Pickerel oder Blaufische 6cc; Black Bah 15;: (irovjms 6c; Sunfisch oder Pcrch 5c; Camsch 10c ; Buffalo 6c ; Red Tnapvcr 8k per Pfund. Getreide. Weizcn-Ro. 2 rother 7:J: auf den Geleisen, 73c von der Müdle ; No 3 rother 69 - 71c; April 7o: auf den Geleisen; Wagcnweizen 73c. Korn-No. 1 weiß 46c; No. 2 weiß 46c; No. 3 weiß 46c; No. 4 weiß 42-44c; No. 2 weiß gemischt 45c; No. 3 weiß gemischt 45c; No. 4 weiß gemischt 41 - 43c;No.2ge!b45k;No. 3 gelb 45k; No. 4 gelb 42-43; No. 2 gemischt 45c: No. 3 gemischt 45c; No. 4 gemischt 41 - 43c; an Kolben 44c. Hafer-No. 2 weißer 29k; No. 9 weißer 28k; No. 2 gemischter 27k; No. 3 gemischter 26k Heu-altes No. 1 Tirnothv 12.7513.25 No. 2 Timothy 11.25-12.25. Kaffee. Folgendes sind die Indianapolis Preise : Gewöhnl. bis guter 12c-18c; prima bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packcten: Ariosa $11.76, Lion 11.76, Jersey 15.17, Caracas 11.25, Dillworth' 11.75 Dutch Java Blend 16.50, Mai! Pouch 11.75, Gates Blended Java 11.75. Groeeries. Zucker Dominoes 6.37c: Stückzucker 6.37e; pulverfirter 5.97c; SSXX pulverifirter 6.02c; Standard granulirtcr 5.77c; feiner granulirter 5 77c; Cubes 6.12c; Confectioners'A 5.57c; Ridge wood A 5.37c; Phöniz A 5.32c: Empire A 5.27c; Ideal Extra Golden C 5.22c; Windfor Extra C 5.12c: Ridgewoodextra C 6.02c; gelber C 4.92 ; 16 gel ber4.77. Eingemachte Früchte BlackberrieS, 5Pfund, $1.10; Peaches Stand. 3 Pf.. $2-2.25: Seconds 3 Pfund $1.60 $1.65; Pie $1.40-1.60; nana, Standard, 2 Pfund, $1.66-1.90; See onds. 3 Pfund, $1.26-1.46; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Ba'hama Ananas $1.90-2..25; Gesiebte Erbse $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.25, Marrow 96c, eingeweichte 65c 80c; Tornatoes, 3 Pfund, 90c-$1.00;Zucker korn 80c $1.00; Apfelbutter, per Dutzend 8 Pfund, 90c. Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, ftifche, 10c 12c Eier, 11k per T'itzend. Hühner 7c; Turkeys: jungeHähne IC Psund und darüber 6c ; junge Hennen 7 Pund und darüber 7c ; alte Henne 5k ; alte vayne 4k; ulls un ' Krumbrüstiae 4k ; Enten 6c: Gänse 6.40-6.00. Kohle. Tonne lonn Anihracite $7.00 Rauchlose 4.50 8.66 2.40 2.1 2.15 2.16 2.16 2.16 1.90 1.90 1.66 1.66 1.16 2.65 Jackson 4 00 Pittsburg 4 00 Raymond City 4.00 Winistede 4.00 Kanawha 4.00 Luhrig 3.50 ! Brazil Block 3.60 j Green County 3.00 ! Jndiana Lump 3.00 Slack. 2.00 Bloßburg 6.00 Lump Coke 11c per Bush. $2.75 pn 25 Bushel. $1.50 per 124 Bushel. Zerkleinerter Cok 13. verBn. 3.25 per 2 P. tzl.7k ver 12 Bu.
