Indiana Tribüne, Volume 24, Number 221, Indianapolis, Marion County, 28 April 1901 — Page 7

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Jndiana Tribüne, Sonntag, z. April 1901

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Wölfe.

Bon Karl Pauli. Das war in Abnd, w ich ihn mit Hutem Herzen Kimm meiner Groß stadtfreunde wünschen kann. Der Schnee jagte durch die Fensterritzen, und der Wind heulte unheimlich um die baufällige unaarische Czarda. Von Zeit zu Zeit rüttelte ein Windstoß an den Ecken des Hauses, als wollte er es vom Erdboden wegblasen. Wir saßen, unser fünf Ingenieure, um den langen Tisch in der Näbe des Qfens. Diesen Platz hatte man uns als den besten im Zimmer überlassen. Wir waren mürrisch und verdrossen, denn es ist keim angemhme Sache, die Nacht auf einer Holzbank in einer elenden ungarischen Schenkstube zuzubringen, und schimpften wie Rohrsperlinge auf die Wölfe. Diesen Bestien verdankten wir nämlich unsere unanonerrn 9nae !ü5ir sunj waren von unserer Gesellschaft nach Ungarn geschickt worden, um die Ursache festzustellen, aus weleher sich der Pfeiler eimr noch unvolKndeten Eisenbahnbrücke gesenkt hatte. Das war keine leichte Arbeit, besondcrs im Winter. Schon die Reis durch d endlose Pußta war anstrenHend genug, der Weg war schlecht, und wir kamen langsamer vorwärts, als wir erwartet hatten. So hatt uns denn, he wir's uns versahen, der Abend überrascht, und wir waren noch weit vom Ziele. Und nun erklärte auch noch unser Kutscher, uns in der inftermh mcht nach dem nächste Städtchen fahren zu konneu, da Wölfe in der Nähe seien. Wir Alle waren empört über die ($&beit des Menschen, bis auf Einen von unö, einen Russen. Der zuckte die Aafeln und sagt: Jßknn es hier viele Wolfe in der Gegend gibt, hat der Mann ganz rechts ifrt es hier wirklich so diele?" fragte Eimr den Kutschr. Dieser, ein älterer, hochgewachsener Mann mit schmeweißem Haar und Schnurrbart, antwortete, den Kopf hm und her wiegend: Es gibt keim im Sommer, aber im Winter kommen sie von Bosnien herüber, und dann sind sie so wild und mögchungert, dah wer für zehn gilt.So schlimm wird's wohl nicht ftml" lachte Einer von uns, ein gebomr Wiener. Ihr habt nur Angst, litt Freund!" Ich habe kein Angst !" antwortete der Bauer ruhig. Das weiß hier Jeder. Ich hab' schon als junger Mensch eimn Menschenwolf erschlagen. Er richtete sich bei diesen Worten stolz auf. Menschenwolf?" fragte ich ugierig. Was ist das für ein Thier? Vielleicht ein Werwolf?" Der Gefragte schüttelt den Kopf. Nein, Herr," sagte r, ein Werwolf ist in Gesmnst. aber em Menschenwolf ist ein wirklicher Wolf!" Und woher kommt der Name?" Man nnt ihn so, well r Hauptsächlich Mnschll angreift und tobtet; das thun ander Wölfe nicht!" Und warum gerade er?" rgriff jrfot einer der bisher am Gespräch unbetheiligt Gebliebenen das Wort; es war ein Belgier, in sehr tüchtiger Ingenieur. Warum tödtet ein solcher Wolf nur Menschen? Ist er etwa von einer besonderen Rasse? Von eimm Menschenwolf habe ich noch nie etwas gehört!Es kann schon sein, daß man den Ausdruck nur hier kennt, vorkommen tann der Menschenwols überall," kam jetzt der schon vorhin erwähnte Russe, er hien Podischeff. dem Bauern zu Hilfe. Der Menschenwolf ist ein ganz gewöhn-licher Wolf, der einmal durch irgend eine Ursache dazu getrieden wurde, einen Menschen anzugreifen. Das thut im Allgemeinen kein Rau'-thier. nicht der Löwe, nicht der Tiger, ohm vom Hungr getrieben oder gereizt worden zu sein. Auch der Wolf nicht. Hat er es aber einmal wagen müssen und sich dabei überzeugt, wie leicht ein Mensch zu be.wingen ist, dann soll er nur noch Menschen anfallen. Uebrigens sagt man vom Löwen und Tiger dasselbe.Das weiß ich nicht das vom Löwen und Tigers erwiderte der Bauer. Aber das vom Wolfe stimmt auf ein Haar. Und einen solchen hat ten wir etwa sechs Stunden von hier nahe' der serbischen Grenze, dort, wo ich zu Hause bin. Ich zäh le damals rst zwanzig Jahr. Der Wolf war der Schrecken der ganzen Gegend. Man fand nämlich ab und zu die zerrissene Leiche einer Frau, eines Mädchens oder eines jungen Burschen alte Leute schien das Thier nicht anzugreifen sah aber nie das Raubthier selbst. Die Spür, obwohl sie nie deullieh zu erkennen war. wies auf eimn Wolf hin. Eines TageS, es war im Sommer so gegen sieben Uhr Abends, he ich über Land. Als ich durch einen Hohlweg komm, she ich oben am Rande eimn zottigen Schäferhund sitzen, den Kopf seitwärts geneigt, den Rachen offen und die Zunge heraushängend. Donmrwetter." denke ich. das ist ein Kerl!" und gehe vorüber. Da fällt mir auf einmal ein: Das ist ja gar kein Hund, das war ja ein Wolf!" und dreh? mich schmll um. Da ist r schon kein fünf Schritte hinter mir. w im Katze war er mir nachgeschlichen, um mir auf den Rücken u svrinmn und mir das Gnick durcb?.udcl. . ich mich umdrehe, stutzt er und ruh,-: mir einen Blick zu. als wollte er sagen: Verflucht, diesmal iief !" Dann geht er nen hal-. i ruamarls. wen! ny zur inaufren-. FoibU,

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Schädel halfen 'der Best über den letz, ten Augenblick hinweg. Ich hatte noch immer keim Ahnung, daß ich den Menschenwolf erschlagen hatte, aber er war's, denn von Stund an hörten die Ueberfälle auf Menschen ganz und gar auf. O. das war eine Freude! Ich wurde im ganzen Komitat gefeiert, betarn von der Gemeinde ein Geldgeschenk und von der Regierung eine Belobiaung, eine öffentliche Belobigung! Nun können Sie selbst beurtheil, ob ich Angst habe. Aber mein Pferde möcht ich mir nicht grn zerreißen lassen." Stolz erhobenen Hauptes schritt der Alte hinaus. Wir sahen uns ob der etwas eigenthümlichen Beweisführung einigermaßen verblüfft an, doch verlor Keiner ein Wort über die S2che. Dagegen fragt der Belgier den Russen: Haben Sie auch schon mit Wlfen zu thun gehabt. Podischeff?" Gewiß!" antwortete der Gefragte ruhig. Oft?" rief ich neugierig. Dreimal!" entgegnete er. Na, los erzählen!" drängte nun der Wiener. Ich kann allerdings etwas rzählen." sagt dr Russe, wenn auch nicht so viel, als Ihr glaubt, denn Ihr Deutschen bildet Euch ja in. in Rußland wimmelt überall Nihilisten und Wölfe nur so zu Hunderten herum. O ja. wir haben schon Wölfe, viel Wölfe, die großen Schaden anrichten unter dem Vieh, aber es gibt andererseits Gegenden in Rußland, wo die Wölfe so selten gesehen nxrden, wie in Böhmen oder in Bayern. Ich selbst war schon ein erwachsener Mann, als ich den ersten Wolf zu sehen bekam." Wo war das?" fragte ich. Im Gouvernement Kasan. Mein Vater hatte damals im Kreise Spask ein Gut gekauft, und wir verlebten im Sommer einige Wochen dort. Lange kann man nicht dableiben, denn der Sommer ist dort sehr kurz. In jener Gegend lernte ich die Wölfe kenmn!" Und zwar ?" fragte der Wiener, als Jemr schwieg. Und zwar," wiederholte dieser, den ersten an einem schwülen AugustAbend. Ich ging mit meinem Vater einen Feldweg entlang, als ich auf einmal in einem Gebüsch zwei neben einander stehende runde, grün phosphorescirende Punkte bemerkte. Mein Vater, der sie auch gesehen, streckte die Hand danach aus und sagte: Ein Wolf." Und husch! Da war's weg. Nichts mehr zu sehen. Das war das erste Mal." Und das zweite Mal?" fragte der Belgier, von der ersten Erzählung etwas enttäuscht. Das zweite Mal," erwiderte Podischeff, war benfalls im August und ebenfalls gegen Abend. Ich kam von der Jagd zurück. Als ich aus dem Walde trete, sehe ich einen aus etwa sechs Fuhrwerken bestehenden Wagenzug die Straß entlang fahren und dicht hinter demselben trabt ein Hund, die Nase auf der Erde und die Ruthe gesenkt. Ich beachte das Thier kaum. Da sehe ich auf einmal, wie mein Türk, mein Jagdhund, die Zähne fletscht und die Rückenhaare sträubt. Das da drüben war in Wolf. Im nächst Augenblick liegt mein Gewehr an der Backe, aber so schnell das auch ging, es war doch zu langsam; noch ehe ich zum Losdrücken komme, macht der Wolf einen Satz und ist derschwunden." Wenn Ihre dritte Geschichte keine interessantere Pointe hat, verzicht ich darauf!" rief der Belgier, von dem zweiten Abenteuer noch mehr enttäuscht, als von dem ersten. O, bitte sehr," entgegnete ihm der Wiener, die beiden Erlebnisse sind, wenn auch nicht ungeheuer aufregend, doch sehr charakteristisch und bezeichnend, und wenn die dritte Erzählung ebenso " Beruhigen Sie sich, meine Herren!" unterbrach ihn Podischeff. D dritte Geschichte ist eim Wolfsgeschichte, wte sie im Buche steht. Hören Sie. Es ist noch nicht lange her. nur drei Jahre. da machte eine wichtig? Angelegenheit auf dem Gute die Anwesenheit meines Vaiers mitten im Winter dort dringend nothwendig. Mein Vater, der in seinem Alter die Reise scheute, bat mich, den Auftrag zu übernehmen, und trotzdem ich nicht eben sehr erfreut war, sagte ich zu. In der Hoffnung, die Geschäfte so rasch als möglich zu erledigen, reiste ich ab, bemerkte aber, an Ort und Stelle angekommen, bald, daß ich mich bitter getäuscht hatte. Die Sache zog sich sehr in die Länge, und ich hatte viel Umstände und Weg, vor allen Dinmn jden zweiten, dritten Tag nach der achtundzwanzig Werst entfernten Kreisstadt zu fahren, was bei einer Kälte von zwanzig bis fünfundzwanzig Grad nicht eben zu den Annehmtichkeiten des Lebens gehört. Eims Abends war es recht spät geworden, als ich aus der Stadt nach Hause zurückkehrte. Vielleicht wäre es mir gelungen, noch vor einbrechender Dämmerung fortzukommen, wenn mein Kutscher vernünftiger oder ge.c. z VHfCü ...e. Lr weigerte mi ulci, gU :.qua, oeichwor mich, den cufjuccvn, ine Wöls seien in diesem Jahre g:fah:licher als je. Ja, er beruhigte sich auch nicht, als ich mi ru unserer Sicherheit ein Gewehr bet dem Gafthausbesitzer auslieh. Der Bursche war der Sohn unseres alten, seit vierzig fahren im Dienst stehenden Oberkul,chers. Ich wendete daher xur ungern Gewalt an. schließlich aber blieb mir nichts Anderes übrig, als handgreiflich Mittel anzuwenden. Das half zwar, aber eine Stunde war doch vertrödelt. Die Fahrt war unangenehm, d? Weg schlecht und verweht, per Wind

1LBÄ AVti Mgen. Dennchch kamen Bfln ziemlich

schnelTorwarts. Ich hatte mich in meinen Pelz gehüllt und war eingenickt. Da weckt mich lautes Sprechen. Es war mein Kutscher, der betend und

fluchend auf die Pferde einhieb. Was ist los?" schrie ich ihn an. Die Wölfe!" ruft er. Die Wölfe! Ich Hab's gesagt, ich habe Dich gewarnt, Väterchen, nun rette uns, ode? wir sind verloren! Heilige Mutter von Kasan! Heilige MutterGottes von Ezenstochau, rette uns, rett uns! Verfluchte Bestie," schri r in denisel den Athem dem Handpferde zu, willst Du laufen!" Ich sah nzch rückwärts, aber ich entdeckte nichts als weit hinten am Horizont eine gekrümmt dunkle Linie, die sich zu bewegen schien. Das waren also die Wölfe! Fahr zu!" rief ich lachend. ..Die sind ja so weit hinten, die holen uns ihr Lebtag nicht ein, aber fahr zu!" Wer Rußland kennt, der weiß, daß fahren dort jagen heißt, und schnell fahren fliegen. Ich glaube, die Pferde berührten mit den Hufen die Erde kaum Ich lehnte mich wieder zurück und schloß auf's Neue die Augen, als ein langgezogenes, droyend - klagendes Heulen mein Herz erbeben machte und mir die Haare zu Berge steigen liefe. Ni werde ich diesen Ton vergessen, so entsetzlich schnitt er in mein Ohr. Nun war's mit meiner Ruhe vorbei. Ich erhob mich und wendet mich abermals um. Zu meinem Schrecken nahm ich wahr, daß uns die Bestien um ein gut Theil näher gekommen waren. Ich machte das Gewehr schußbereit. Es war ein Eentralfeuergewehr, in der Tasche befanden sich etwa zwanzig Pa- ) tronen. Wie weit haben wir noch. Iwan?" fragte ich dann den Kutscher. Zehn Werst. Väterchen!" antvortete dieser und hieb auf die drei Pferde los. Ich sah wieder nach den Wölfen, jetzt konnte ich sie schon zählen. Ich fing damit an und bis zu zwanzig kam ich gut, dann gab ich es auf, es naren sicherlich mehr wie noch einmal so viel. Der Schlitten flog über den harten Schnee, aber auch die Bestien schienen Flügel zu haben. Jetzt tauchten links vom Schlitten schon welch auf, den Kopf nach uns gewendet, die Zunge heraushängend, hielten sie mit dem Schlitten gleiche Schnelle. Ich hob das Gewehr. Trotz des Dämmerlichtes konnte ich gut zielen. Krach einer wälzt sich im Schnee, die anderen stutzen und bleiben zurück. Von ferne kann ich sehen, wie sie über den Gefallenen sich hermachen. Im Nu ist er zerrissen und gleich darauf ist das ganze Rudcl wieder auf Shußweite herangekommen. Ich nehm mir fest vor, nur auf die Wölfe zu schießen, die ganz nahe am Schlitten sind oder die Pferde anspringen. Jetzt kann ich schon die Gesichter der Bestien unterscheiden, das offenstehende Maul, die weißen Zähm. Zuweilen hebt einer den Kopf in die Höhe und stößt ein grauenvolles Heulen aus, dann folgen alle seinem Beispiele, und das ganze Rudel heult, daß mir das Blut in den Adern erstarrt. Iwan ist aufgestanden, in der einen Hand halt er die Zügel, in der anderen schwingt er die Peitsche. Er hat sie nicht nöthig, die Pferde fliegen dzhin. gejagt von dem entsetzlichen Hungergeheul der Wölf. Jetzt haben die Verfolger uns fast erreicht, schon tauchen die Köpfe mit den grün glitzernden Augen rechts und links neben dem Schlitten auf. Ich gebe Schuß auf Schuß ab Alles vergeblich! Sie komimn näher und näher. Da fährt mir ein rettender Gedanke durch den Kopf. Löse das Handpferd, Iwan, und I laß es laufen!" rufe ich. Vielleicht, daß die Wölfe dann von uns ablassn!" Aber ich erblicke Iwan nicht, wenigstens steht er nicht mehr im Schlitten, und als ich näher hinsehe, bemerke ich. daß er am Boden kauert. Eben will ich ihn fragen, was er thut, da wird mir sein Vorhaben klar. Der Elende hat den Nagel, der die Deichsel mit dem Schlitten verbindet, herausgezogen; die Deichsel ist los, der Wicht schwingt sich vom Schlitten, stellt sich mit einem Fuß auf die Deichsel, legt beide Arme auf die Pferde, zwischen denen er steht, und fort rasen die ledigen Rosse mit dem Ungetreuen, mich meinem Schicksal überlassend." All Weiter, jetzt wird's spannend!" unterbrach der Wiener den Erzähler und sah den Belgier herausfordernd an. Und was machten Sie nun. Podischeff?" TXr Schlitten blieb nicht stehen." fuhr der Russe fort. Da er noch im Schwünge der Fahrt war. glitt er ein Stück fort, wendete sich nach inks und i ictoop pfetijchnell elnen Abhang ymao. ! Liihiend dessen überlegte ich, ob ich dem schurkischen Kutscher ein Ladung Schrot nachsnden solle, oder ob es nicht vernünftiger w'e, mir sie selbst in den Schädel zu jagen, als mich ein unerwartetes Ereigniß an der Aus- ! führung beider Ideen hinderte. Der Schlitten stürzte nämlich am Fuße des j Abhanges um, und zwar mit solcher j Plötzlichkeit und Gewalt, daß das Un- ! terste zu olxrst und ich gerade unter ' seinen Kaste.: zu liegen kam. Das Alles ging so schnell, daß ich kaum einex klaren Gedanken fassen konnte, nur die eim bestimmte Empfindung drängte sich mir auf, daß ich rettungslos verloren sei, denn es war bei der Intelligenz der Wölfe für diese ein Leichtes, den Schlitten umzukehren oder mich unter demselben hervorzuzerren. Und nicht einmal zur Wehr konnte ich mich setzen, da ich während des Falles Gewehr und Patronen verloren hatt und außerdem so fest einge klemmt war, daß ich mich nicht rühren konnte. Ich war eimm entsetzlichen Tode verfallen, so glaubte ich. Wenig

stns noch einGlück, daß ich nicht lange auf die Erfüllung meines grauenhasten Schicksals zu warten brauchte, denn kaum war ich mir einigermaßen über meine Lage klar geworden, als auch schon die Wölfe mit wüthendem Geheul über den Schlitten herfielen. Sie sprangen auf denselben, über denselben hinweg, sie zerrten an denDecken und Kufen, sie wühlten den Schnee an den Seiten auf, und ich fühlte, wie ihre Krallen meine Kleider streiften. Sie zerrissen das Korbgeflecht, aus dem der Kasten des Schlittens bestand, und steckten ihre spitzen Schnauzen durch die entstandenen Löcher. Hätte ich noch eine Hoffnung gehegt, jetzt wäre sie vorbei gewesen. Ich schloß die Augen und erwartete, im nächsten Augenblick zerfleischt zu werden. Da auf einmal geht's tk' tack! tacktacktack! Schüsse, st vereinzelt, dann ganze Salven! Kugeln schlagen um mich herum ein. in den Schnee, in das Schlittengestell, eine sogar in meimn Stiflabsatz. Will man mich vor den Wölfen retten, um mich zu erschießen? Nun, besser wäre das auf alle Fälle. Das Wuthgeheul der Wölfe verwandelte sich in ein Schmerzensund Angstgewinsel. Ich hörte, wie das Rudel auseinanderstibt, was nicht verwundet oder todt ist. flieht. Noch immer schallen Schmerzgeheul und Schüsse an mein Ohr. aber die Kugeln schlagen nicht mehr bei mir ein. endlich wird das Feuer ganz eingestellt, und ich höre menschliche Stimmen. Ich rufe Niemand achtet darauf. Ich versuche, mich zu erheben, zuerst gelingt s nicht, dann aber arbeite ich mich doch unter dem Schlitten heraus.

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Mein Erscheinen erregte großes Erstaunen unter meinen Rettern. Niemand hatte einen Menschen unter dem Schlitten vermuthet. Nun lernte ich auch meine Befreier kennen. Es wann Soldaten, Schützen, die zurWolfsjagd commandirt worden waren. Der j Offmer. der sie führte, sagte mir, er j hätte den Kutscher mit den Pferden I fliehen sehen und geglaubt, dies sei der ! einzige Insasse des Schlittens gewesen, j deshalb habe er auch ohne weitereRück- ! sicht Feuer auf die Thiere geben lassen, j Hätte er eim Ahnung gehabt, daß ich unter dem Schlitten gelegen, hätte er natürlich ganz andere Dispositionen getroffen. Er beglückwünscht mich zu ! meiner Rettung, es sei ein wahres '. Wunder, daß ich nicht getroffen worden. sondern zweimal auf wunderbare Weise dem sicheren Tode entgangen sei. Ich lud den Officier ein, mit seinen Leuten auf unserem Gute Quartier zu nehmen, was er auch that, und sie säuberten die Gegend gründlich von dem Raubgesindel. Die Jägertruppen werden nämlich in Rußland jeden Winter auf Wolfjagden commandirt. So. meine Herren, das ist meine dritte Wolfsgeschichte. Ich hoffe, daß sie Ihre Erwartungen nicht abermals ge- ; täuscht hat." Wir Alle saßen eine Weile schweigend da. endlich fragte der Belgier: Was ist denn aus Iwan, dem Kutscher, geworden?" Den hat sein eigener Vater mit der ' A?t erschlagen, weil er den Sohn seims Herrn in der Noth feige verlassen und ihn den Wölfen preisgegeben hat. Man versteht in solchen Dingen in Rußland keinen Spaß. Jedermann sagte, der Alte habe recht gehandelt, jeder Vater würde dasselbe thun, was aber den Mann nicht vor dem Schicksal bewahrte, drei Jahre nach Sibirien zu wandern." In diesem Augenblicke wurde die Thür aufgerissen, unser ungarischer Kutscher erschien imRahmen derselben. Mit der einen Hand hielt er die weit zurückgeschlagene Thür fest, mit der anderen deutete er hinaus in die winterliche Landschaft. Der Sturm hatte sich gelegt, der glänzende Schnee erhellte die Winternacht, hie und da blitzte ein Stern am Himmel. Ohne zu sprechen, blickten wir Alle erwartungsvoll auf den Alten, der wie eine Bildsäule dastand. Hören Sie?" rief er, nach dem fernen Horizont deutend. Wir hielten den Athem an, es war tcht nöthig, denn gleich darauf hörten wir aus weiter Ferne ein unheimliches, langaezogenes. klagend - drohendes Heulen. Die Meisten sprangen auf und eilten nach der Thür. Einige blieden sitzen, unter ihnen Podischeff. Er war cianz bleich geworden. Ich kann's nicht hören, ich kann's nicht mehr hören!' rief er. Schließen Sie die Thür!" Die Thür wurde zugemacht, der Kutscher trat an den Tich. Nun," sagte er. hab' ich recht gehabt, als ich nicht fahren wollte?" Von draußen her tönte wieder das unheimliche Heulen, diesmal näher, drängender, drohender. Wir nickten All schweigend dem Alten zu. Gfncleue Dottrage. Humor?ske von ffevdcou. Ich weiß nicht, was das mit unsrer Schildkröte ist," sagte Frau Luc zu ihrem Gatten, dem Gutsbesitzer Jamin, jetzt liegt sie wieder drei Tage, ohne sich zu rühren, auf dem Kaminrand. Ich habe keine Ahnung, wie sie da hinaufgekommen sein kann, oder können Schildkröten klettern " Herr Jamin erinnerte sich dunkel, daß er vor einigen Tagen, als er von einem Feste aus der Stadt heimkehrte, über die Schildkröte mstolpert war und dieselbe, um sie aus dem Wege zu räumen, auf den Kaminrand gelegt hatte. Jedoch war ihm offenbar daran gelegen, den Thatbestand zu verdunkeln, Ich glaube." erwiderte er stockend, einmal irgendwo gelesen zu haben, daß Schildkröten in der That die Fähigkeit des Kletterns besitzen. Nur tbvn sie eö nicht, wenn man sie dabei backtet. ES sind wirklich aenirlicb

Thierchen. Vielleicht giebt's auch Nachtwandler unter den Schildkröten nun. wie dem auch sein mag." schloß er, plötzlich abbrechend, ich habe Dir doch gesagt, daß ich heute nach A. muh, um dem Präfekten Vortrag zu halten "

L?cyon wieder k rief Lucie m schmerzlichem Tone. Es ist doch von dem Präfekten etwas viel verlangt, daß er Dich wöchentlich zwei- bis dreimal nach A. kommen läßt, um ihm Vortrag zu halten! Wenn das nicht anders wird, ist es am besten, Du legst die Amtsvorsteherschaft ganz nieder." Nein. Lucie. das verstehst Du nicht. Wenn uns gewissermaßen das Vaterland ruft, müssen wir folgen. Seinen Kohl nur für sich bauen, ist Sache der Egoisten. Heute ist die Sache ganz besonders wichtig, es wird eine lange und schwere Sitzung werden." Nun," sagte Lucie, indem sie sich bemühte, eine recht freundliche Miene zur Schau zu tragen, im Grunde hast Du wohl recht, ich werde Dir eir, paar Sandwichs zu unterwegs zurecht machen. Nimmst Du auch Akten mit?" Was denkst Du!" rief Jamin wich. tig, ohne Akten kann ich keinen Vortrag halten. Das Bündel liegt bereits geschnürt auf meinem Schreibtisch. Sorge nur dafür, daß der Kutscher es in den Wagen legt." Das werde ich thun." sagte Frau Lucie und schritt mit heiterer Miene hinaus. Aber innerlich war ihr ganz anders zu Muthe. Ein fürchterlicher Verdacht hatte sie ergriffen. In der den Flitterwochen folgenden Zeit fing Jamin an. sein alten Freunde in der Stadt aufzusuchen und mit ihnen zu kneipen. Dagegen hatte Lucie so energisch proteftirt. daß er die Sache wieder aufgab. Dann kam plötzlich ein Reskript vom Präfekten. in dem die Amtsvorsteher angewiesen wurden, wöchentlich mindestens zweimal nach A. zu kommen, und dort Vortrag zu halten. Lucie hatte daS amtliche Schreiben damals nicht zu sehen verlangt, sie war ganz arglos. Als sie später danach fragte, war es verschwunden. und Jamin äußerte den dringenden Verdacht, die Schildkröte habe es gefressen. Das Thier hatte seit acht Tagen keine Nahrung zu sich genommen, wovon sollte es denn satt werden? Frau Lucie war also ihrem Gatien auf das Freundlichste bei der Abreise behülflich. Als dieser nach Mitternacht heimkehrt, fand er Lucie wider ihre Gewohnheit -noch wach, auf ihn wartend. Sie saß an seinem Schreibtisch und las einen Roman. Wieder empfing sie ihn liebenswürdig. Aber man riecht den Alkohol auf zehn Schritte," schmollte sie. Ja, wenn der Präfekt Einem ein Gläschen anbietet " Und Du gehst etwas unsicher." Die Sitzung war sehr angreifend." Hast Du auch Deine Akten nicht vergessen?" Die liegen im Vorzimmer." Bringe sie doch her wie leicht können die Papiere von der Schildkröte gefressen werden." Aber so laß doch für heute ich bin so müde " Nein, nein, thu' mir den Gefallen und hole die Akten." Jamin holte das Bündel und legte es auf den Schreibtisch. Hast Du die Akten heute benutzt?" Natürlich, ich mußte sie ja dem Präfekten vorlegen aber ich begreife nicht, weshalb Du Dich auf einmal so für die Akten interessirst." Ich interessire mich für Alles, was Dich angeht. Worüber habt Ihr denn beute verhandelt?" Ueber ach, laß mich doch in Ruh', die Geschichte steht ja in den Akten; morgen gebe ich sie Dir jetzt wollen wir schlafen gehen." Nein, bin ich so lange aufgeblieben. kommt's auf ein paar Minuten nicht mehr an." Sie nahm das Bündel, schnürte es mit einem Griff auf, hob die eine 5Mfte der Akten ab, und auf der anderen Hälfte lag die Schildkröte. Lucie hatte sie vor der Abreise ihres Mannes nach A. in das Bündel eingspackt. Jamin starrte in größter Verblüffiheit auf das Thier. ..Die Schildkröte bemerktest Du also nicht, während Du dem Präfekten aus den Akten Vortrag hieltest?" Lucie," sagte Jamin reuevoll, ich werde mich bessern, ich werde von jetzt an nur alle Monate einmal dem Präfekten Vortrag halten." Er hielt sein Versprechen. Und wenn er einmal rückfällig werden wollte, erinnerte ihn Lucie an die Schildkröte. Aus Posten. fern Edward S ilgebaner. Excellenz ist zu Hause. Puh. wie der Wind so eisig um die Nase pfeift, und der verdammte dreckige Mantel, mit dem schmierigen Kragen. ES krabbelt mich schon. Wie ich das Gewehr blos halte, es frieren mir die Finger im Handschuh ab. . . . Wie der Schnee so fein hernieder rieselt, so krystallen, spitz, bluterstarrend. Auf und ab, hundertmal dieselbe kleine Strecke, von einem Schilderhaus zum anderen, in der eisigen Nacht. Excellenz ist zu Hause. Was sie wohl macht, die dicke, die wohlgepflegte Excellenz? Droben brennt noch Licht. Sein Schein schimmert zu meinen Füßen auf dem Schnee. Er knistert unter meinem Tritt, monoton, langsam. Excellenz ist zu Hause. Ich habe Hunger, aber kein Geld, was zu kaufen. Was die Excellenz wohl zu Abend gegessen hat. Rehrücken aßen die Herren bei uns im Dorfe immer, wenn sie zur Jagd waren. Ach, Rehrücken, wie das wohl schmecken mag? 5la. draußen in unserem Dorfe.

Dort liegt jetzt auch der Schnee vor des Vaters Hütte, und drinnen flackert das Feuer in dem eisernen Ofen, in dem Mutter die Aepfel bratet. Wie die riechen, so winterlich wohlig. Gebratene Aepfel aus Mutters Ofen. Puh. der Wind. Wie die elektrischen Lichter die Schneeflocken beleuchten. Wie Mücken tanzen die um das Licht. Was man nicht Alles denkt in den zwei Stunden und wie der Magen knurrt. Gebratene Aepfel aus MuttersOfen. Pferdegetrappel auf dem Schnee. Kommt noch Jemand zur Excellenz? Excellenz ist zu Hause. Am rechten Schilderhaus wird präsentirt. Der Wagen biegt in den Thorweg, er halt. Meine Finger sind erstarrt, ich kann nicht Präsentiren und doch muß ich. Halt. nein, weiterpatrouillirt. Eine Dame entsteigt dem Wagen. Excellenz ist zu Hause. Muß der warm sein, der weiche. weiße Pelz, den die um die Schultern hat. Die geht jetzt zu Excellenz. Deshalb brennt das Licht noch. Ha. ha. Excellenz macht es genau so, wie wir auf dem Dorfe. Ach.Grethel, hieltest Du mich warm. Ich will mich in's Schilderhaus stellen, der Wind ist zu kalt. Grethel. bei Dir ist's warm. Und die Milchsuppe am Abend draußen im Dorfe, die Du mir aufhobst von Mutters Abendbrod. Ach. Milchsuppe und die Grethel. Excellenz wird aufgeräumt sein, in guter Laune. Wie mich's überkommt, ich gähne. Die Uhr schlägt zitternd, kalt. Eine Viertelstunde, die zweite, als ob die Stunden nicht mehr vergehen könnten. Wär' ich bei der Grethel. bei der Grethel. bei der Grethel. Was die Augen machte, wenn ich jetzt käme Trautes Ammer im Häuschen, am Ende des Dorfes. Wo die Scheite im Ofen flackern und die schwarze Katze auf der Bank schnurrt. Die Grethel strickt wolleneStrllmpfe. wenn Du zum Militär kommst, sagte sie leise vor sich hin und wischt die Augen mit der Schürze . . . Meine Füße sind Eis. Der Posten darf sich nicht setzen.

nicht legen Ach was. ich setze mich doch. Wie das schneit. Als sei ein weißer Vorhang vor dem Schilderhaus, es glänzt im Lichte der Lampen und fällt unaufhörlich, verschleiernd, einschlummernd zu Boden Ach. Grethel. draußen vor unserm Fenster schneit's Ich bin müde ... Laß mich den Kopf an Deine Brust legen. Gretye:. . . Wie sind Deine Arme so weich und so warm ... Ich friere nicht mehr. . . Und die Lippen so heiß. Grethel. so süß und so heiß ... Ja. es war schlimm drinnen in der Stadt bei dem Militär. Ich bin froh, daß ich das Gewehr nicht mehr zu halten brauche, das lehnt gut in der Ecke. Ach. meine Grethel Und im Frühjahr istHochzeit. wenn dieSchwol ben kommen. Grethel. die Schwalben. Doch jetzt laß mich schlafen, schlafen. Ich bin so matt . . . Sie haben mich ge hetzt bei Tage und nicht schlafen lassen bei Nacht... Grethel. so halte mich fest, ganz fest und laß mich schlafen. Wie sind die Träume süß an Deiner Brust. Jetzt ist der Sommer, die Sonne scheint warm und golden. Und ich bin frei. Grethel und Keiner hat uns mehr etwas zu sagen . . . Und Du bist mein Weib. Grethel. Und daS Häuschen ist unser und das Feld und der Garten mit dem Kohl und dem Salat. Die Eltern wohnen jetzt bei uns und haben gute Tage. Wie ist das Wetter. Grethel. daß es die Ernte nicht zerschlägt. Wenn wir erst Alles glücklich in der Scheuer hätten. Hörst Du die Kuh im Stalle brüllen? Wenn sie das Kalben nur glücklich übersteht. Ach. ich bin glücklich. Grethel. Was stoßest Du mich, ist'S schon Aufftehenszeit? Stoß mich nicht so rauh, Grethel. Ja. ja. ich stehe ja schon auf. . . Daß Du so rauh stößest, ja. ja ... Ach so. ja. ich bin so müde, ach so. ja . . . Excellenz ist zu Hause. Ablösung richtig. Ruft da nicht einer Müller? ' Hier auf Posten nichts Neues, ist's schon Ablösungszeit? Hab' ich denn geschlafen? Ercellenz ist zu Hause. Das gibt vierzehn Tage Mittel. Müller, wegen Schlafens auf Povi! r kennt fid) auo. Der Hauptmann v. M. ist zwar ' ein tüchtiger Offizier und kommanj bitt seine Kompagnie zur Zufriedenhert semer Vorgesetzten, doch will es ihm nicht gelingen, zu Hause das Kommando zu erhalten, da die gestrenge Frau Hauptmann dasselbe für sich beansprucht. Der Hauptmann wird zum Major befördert, 'tnd seine K.nder gratulicen ihm. Der kleine Walter bemerkt dabei gemüthlich: ma, weißt Du. Pope, mit der Mama wirft Du nun deswegen auch nicht fntia Wer Spatz versteht, weiß auck was Ernst ist. Otto Deppermann, Deutscher Zahnarzt. Miajestic Gebaeude. 3 Immer 92. 207 Ür707G7Räff tt kirne Offtct nch kr Willoughby-Gebaude, O. 224 Nord Meridian Str., erste l,e. verlebt. OfficeStundn-. Bon i di 4 Uhr Nachmittag. Televdon: Otfi K-Wohnnng Vk. D Wohn un? deftnel sich nur bttber: 1337 Nord PennnylTanla 0t.

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