Indiana Tribüne, Volume 24, Number 221, Indianapolis, Marion County, 28 April 1901 — Page 6
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Vom nipsfesrufiurnrr Lanil nnD oon Oer Üflsef. (Copyright iqoi by Wm. Kaufmann.) (No. 7.)
Was wußten unsere Großeltern von Mecklenbura? Wohl nicht viel mehr. als sie von Sibirien wußten, und als j eine Art von deutschem Sibirien galt das sogenannte Land der Obotriten ja auck in den weitesten Kreisen. Thatsächlich ist Mecklenburg, selbst für die Massen der Gebildeten in Deutschland, erst Anfang der SechszigrJahre entdeckt worden, denn um diese Zeit wurde Fritz Reuter berühmt, dieser wirkliche Entdecker seiner durchaus nicht unschönen Heimath. Uebrigens kann man hier noch beifügen, daß Mecklenburg in diesem Jahrhundert noch zwei andere große Entdecker" hervorgebracht hat. Helmuth von Moltke, den Mitentdecker" des neuen deutschen Vaterlandes, und Heinrich S ch l i e m a n n, der obschon er nur ein gelernter Kaufmann" war, doch für die Kenntniß des Alterthums mehr leistete, als all betitelten und besternten Fachgelehrten vor ihm. Auch der alteBlücher war ein Mecklenburger und damit zugleich ein engerer Landsmann der Königin Luise von PreußVx dieser wahrhaft edlen deutschen fttau. Wismar. Aber trotz der Reuter'schen ColumbüSthat ist die Anschauung noch immer weit verbreitet, daß Mecklenburg nichts als ein einförmiges und langweiliges Stück Tiefebene sei, welches einmal dahin verschlagen, so wie thunlich passiren müsse. Natürlich läßt sich das Land nicht mit Thüringen, dem Rheingau oder Oberbayern vergleichen, aber es besitzt seine eigenartigen, wenn auch bescheid.'nen Reize und el gibt sogar eine sogenannte mecklenburgische Schweiz. Geht man ein wenig Nieset hinein in bü& Land, so4ann inafi sich im Hügellande öfters der hübschesten An- und Rathhau Aussichten erfreuen, UN) die fruchtbar: Ebene mit ihren herrlichen Getreidefeldern und reichen Wiesenstrecken, mit den stattlichen Dörfern und den stolzen Herrenhäusern und Gutshöfen ist durchaus nicht uninteressant. Noch immer ist Mecklenburg außerordentlich waldreich, obschon man noch mehr hätte retten können von den köstlichen EiI chen- und Buchenwäldern der Vorzeit, Mnd aum bezüglich der Nachzucht, die häufig aus Kiefern besteht, nicht Immer im Sinne des weitsehenden Forstmannes gehandelt hat. Kommt nun aber an die zahlreichen Landseen, so stößt man häufig auf ein Landschaftsbild, wie man es nicht so leicht anmuthiger findet. Mecklenburg zählt nicht
Heiligendamm.
öveniger als sechshundertundfünfzig Seen und der größte derselben, der Müritzsee. wird in ganz Deutschland nur von dem Bodensee an Flache übertroffen. s Thatsächlich kann man Mecklenburg zu den von der Nakur bevorzugtesten Landstrichen Deutschlands zählen und wären die inneren Verhältnisse nicht so verschrobene, ja zum Theil so völlig Mottet; und unvernünftige, so könni M hier eine dichte Bevölkerung wohl sem lassen. Der Boden ist ein uherordentlich ergiebiger, in manchen Strecken der denkbar fruchtbarste und
die Kultur desselben ist zu einer Höhe gediehen, die selbst in den berühmtesten Getreidestrichen nicht überboten wird. Die mecklenburgischen LandWirthe verstehen es, selbst dem klaren Sande noch namhafte Erträge abzuzwingen. Mecklenburg hat nicht die regenschwere Luft Holsteins, und. daher eine weit größere Anzahl sonnige Tage, auch ist es den ausdörrenden Wirkungen der Ostwinde nicht so ausgesetzt, wie die Oderlandschaften von Schlesien an bis nach Pommern. Die Ostsee ist nahe genug, um aus ihrem im Sommer gewonnenen Wärmevorrath die Strenge des Winters zu mildern. Jedenfalls ist es eme Thatsache, daß die vom Landmanne erzielten Bo
Marienkirche. denprodukte, Getreide,Obst und Futter in Mecklenburg kerniger und würzrcicher sind, als in den benachbarten Landschaften und auch das Vieh, ebenso wie das Wild aus Mecklenburg, werden von Kennern bevorzugt. Diese Kenner sind recht zahlreich im benachKarten Hamburg, wo die mecklenburzischen Produkte stets den Vorzug genießen und auch Vorzugspreise erzielen. Auch in Berlin weiß man die mecklenburgischen Erzeugnisse sehr zu schätzen. Es ist ganz merkwürdig, daß der Hirsch in ganz Deutschland nicht das Gewicht und d'e Größe erreicht, wie in Mecklenburg. Dort findet man in Roftoc?. Exemplare, welche mit dem canadischen Wapiti an Gewicht und an Schönheit wetteifern können. Kraftstrotzend ist Alles in Meckienbürg, vor allem die Bevölkerung. Das ist zugleich ein höchst origineller Menschenschlag. Es heißt, sie stammten von den Obotriten ab. einem slavischen Stamme, der mit Karl dem Großen verbündet war. Das ist aber gar nicht zu beweisen. Die Mecklenburger sind nach Sprache. Sitte. Gestalt und Gebühren: echte Sachsen, wie ihre Vettern in Holstein. Hannover und Westfalen. Blauäugig, blond, kernig und hochgewachsen finden wir in ihnen echte Bilder des germanischen Stamms. In ihnen rollt schwerlich mehr slavisches Blut, als in den Bewohnern der Ditmarschen, oder als in den Nachkommen der Cherusker im Weserthal. Die so vielfach verbreitete Annahme, daß dit Mecklenburger Nachkommen der slavischen Obotriten seien, beruht wahrscheinlich darauf, daß das mecklenburgische Fürstenhaus dem Obotritenstamme entsprossen ist. Aber die Abstammung des Fürstenhauses ist durchaus nicht entscheidend für das Volk. Grob und derb ist der Mecklenburger. aber eben so gutmüthig und herzlich ist er auch. Geht nur herum in dem Lande und ihr werdet sie wiederfinden i
zahlreichen Exemplaren diese herzigen.
Menschen aus der .Stromtieo und aus der Franzosentied", aus Hanne Nüte" und aus Kein Hüsung". DaS sind alles waschechte Germanen, mit all ihren kleinen Schwächen aber auch Rathsapotheke in Wismar. mit all ihren Vorzügen und mit ihren großen Herzen. Fritz Reuter ist ein Dichter, der keine Bühnenfiguren machte, sondern die Leute schildert, wie er sie angetroffen hat. wie sie leiben und leben. Der Mecklenburger sieht in den Reuterschen Prachtaestalten sein eigen Bild und daher kommt es auch, daß dieser Dichter für die Mecklenburger ungefähr das ist. was Schiller für das ganze deutsche Volk. Auch die derbe Lustigkeit, die unbesiegliche Freude an Scherzen und Neckereien, bei dem tiefen Ernst die oft völlig unbegreifliche Leichtherzigkeit des meck lenburgischen Stammes hat Reuter wunderbar und ganz wahr getroffen. Wir wollen uns heute Mecklenburg zuerst von der S e e s e i t e beschauen, später gibt sich noch genug Gelegenheit, dem Jnlandbewohner näher zu treten. Gleich hinter Lübeck beginnt die mecklenburgische Küste und sie erstreckt sich In Wismar. bis zur Recknitz, bald in die Stralsunder Gegend hinein. Ihre Hauptpunkte sind die Mündung der Trave, dann Boltenhagen Klüz. W i s -m a r mit der Insel Poel. Heiligendämm und Doberan und endlich das schöne, alte Rostock mit seiner Umzebung, mit Warnemünde, seinem Hafen. Den tiefsten und geschütztesten Hafen an der deutschen Ostseeküste besitzt die Stadt Wismar, welche im dreizehnten Jahrhundert gegründet wurde und sich rasch zu großer Blüthe aufschwang. Die Stadt war früher längere Zeit die Residenz der mecklenburgischen Fürsten. In den letzten Iahren ist Wismar viel genannt worden, weil der Pachttermin mit Schweden in kurzer Zeit abläuft. Die Stadt an r Tm I I I I fflW W T 1 . I . i.-' - . Wismar. Ter alte Schwede. der deutschen Ostseeküste ist nämlich immer noch rechtmäßig schwedischer Besitz und nur an Mecklenburg auf 100 Jahre verpachtet. Der schwedische König Gustav HL nahm im Jahre 1803 ein und eine viertel Million Thaler von Mecklenburg an, als Pacht für Wismar und die Aemter Poel und Neukloster. Der Termin läuft 1903 ab. Schweden wird sicherlich nicht darauf bestehen. Stadt und Landschaft wieder in Besitz zu nehmen, denn man weiß in Stockholm, daß Deutschland keinen Fuß breit deutschen Landes herausgeben wird und außerdem hat Roftocker Patrizierhäuser. der Besitz für Schweden gar keinen Werth. Immerhin hat dies PachtverhältnißPreußen davon abgehalten, den großen Kriegshafen, der jetzt in Kiel ist, damals in Wismar auszubauen. Der Plan hätte sich nämlich in Wismar weit billiger durchfübren lassen. Auch werden bei Veräußerungen von Grundeigenthum in Wsmar noch
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vorbehalten. Wismar ist jetzt eine Stadt von 15,000 Einwohnern. Es befitzt recht günstige Vorbedingungen zu einer bedeutenden Handelsstadt, jedoch will es mit dem Handel nicht so recht vorwärts. wohl in Folge des mächtigen Wettbewerbs der benachbarten, weit reicheren und größeren Städte Lübeck und Rostock. Doberan ist nicht mehr das. was e einst war. nämlich einer der glänzendsten Badeorte Deutschlands. Das war zur Zeit, als das Glückspiel dort noch gepflegt wurde, und als der mecklenburgische Großherzog Friedrich Franz hier mit der langen Pfeife am
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Rostock. Kröpeliner Thor.
Spieltisch mitten unter seinen Unterthanen saß, und sich in der besten Laune am Gewinn und Verlust betheiligte. Das waren glänzende Zeiten in Doberan, jedoch ein Glück, daß sie vorüber sind und daß die Spielhöllen jetzt nicht mehr existiren. Denn dort ist manches Lebensglück vernichtet, mancheVermögen verloren worden. Hauptsächlich war es der überaus stolze mecklenburgische Adel, der hier zusammenkam und einen großartigen Luxus entfaltete. Wer die schönsten Pferde in Toberan. Kirche und Brauerei. der Welt, die prachtvollsten und gleichmäßigsten Gespanne sehen wollte, der mußte damals nach dem Mecklenburg!schen Badeplatze gehen. Uebrigens kommt die fürstliche Familie noch jahraus, jahrein nach Doberan und das Bad ist keineswegs verödet. Aber der mecklenburgische Junker kommt nur noch wenig, er kann nicht mehr erclusiv hier auftreten. Es kommen zu viel Berliner, ja sogar sehr viele Juden, hierher. Und der Jude wird jetzt leider allgemein in Deutschland gesellschaftlich boykottirt. ganz besonders von den Adels- und Beamtenkreisen. Heiligendamm, in nächster NäheDoberans. hat sich zu einem großartigen Badeorte herausgemacht. Dort hat die See im Laufe der Jahrhunderte ein merkwürdiges Bauwerk aufgerichtet, einen Damm aus Geröll. Hier hat die Natur so merkwürdig gebaut, daß man langeZeit geglaubt hat, es mit einem mühsam von MenschenHand errichteten Schutzdamme zu thun zu haben. Ein wirklicher Damm ist
Ter Marktplatz in Lübeck.
hier aufgeworfen worden, durchschnittlich acht Fuß hoch und siebzig bis achtzig Fuß breit. Es sind lose zusammengewürfelte Steine verschiedenster Art und Größe, daumendicke, faustdicke und Steine so dick wie ein Ochsenkopf. alle sind sie durch das lange Umherwerfen im Wasser abgerundet und glatt geschliffen. Viele von ihnen sind Feuersteine, die Mehrzahl Sandsteine. Granit. Syenit, und nicht selten darunter sind abgerundete Stücke von Ziegelsteinen, welche unzweifelhaft darthun, daß die ganze Masse des Gerölls durch die aus dem großen Belt auf die mecklenburgische Küste zulausende Meeresströmung von den dänischen Inseln daher geschwemmt worden ist. Der Sage nach ist der Damm in Folge des inbrünstigen Gebets der Mönche von Doberan in einer Nacht, gelegentlich einer Sturmsluth, entstan-
Rostock. Neuer Markt und Marienkirche. Gradezu herrlich sind die BuchenWälder zwischen Doberan und Heiligendamm, es sind Walder wie wir sie nur auf Rügen wiederfinden. Auf dieser Verbindung von See und Wald beruht der Ruf von Doberan und Heiligendamm als bevorzugte Seebäder. R o st o ck ist eine uralte Stadt und uch heute noch ist sie die bedeutendste Stadt Mecklenburgs, wichtiger wohl als die Residenzstadt Schwerin mit dem wunderbaren Prunkschloß, das eigentlich gar nicht hineinpaßt in die kleinbürgerliche Atmosphäre des mecklenburgischen Fürstensitzes, dem noch Manches anhaftet aus der ..Dörch-leuchtings"-Zeit. Rostock ist Handelsstadt und Universitätsstadt zugleich, aber sie trägt weder ganz den Charakter der einen, noch der anderen. Mit der Universität geht es überhaupt man swak". Mehrmals ging sie schon ganz ein, heute ist sie fast ausschließlich von Mecklenburgern besucht, die ihre Pflichtsemester dort abjoloiren, um in den Hafen des mecklenburgischen Beamtenstandes später einlaufen zu können. Ueberhaupt interessirt in Rostock heute noch mehr die Vergangenheit.das alte versunkene Rostock, diese Perle in der Hansaherrlichkeit, und ihre vielseitigen Schicksale, ihre Bedrängnisse durch Schweden, Dänen und durch die mecklenburgischen Herzöge. Und diese herrlichen Thorbauten Rostocks, welche man pietätvoll herübergerettet hat in die Gegenwart, obschon sie mächtige Verkehrshindernisse sind und in unserer täglich materieller denkenden Zeit vielleicht noch fallen müssen, um der praktischen Gegenwart zu genügen. Findet man unter den vielen noch erhaltenen Thorbautcn Deutschlands eins, das schöner und malerischer wäre, als das K r ö p e l i n e rthor von Rostock? Es ist eine schönere Zier! für die Stadt an der Warnow, als es mincher berühmte Münster für andere Städte ist. Hoffen wir. daß es erhalten bleibt und auch noch späteren Gcnerationen erzählt von trutzigem Bürgersinn und republikanischer Gesinnung zu einer Zeit, die wir als die dunkelste und trübseligste in der Geschichte unseres Vaterlandes anzusehen gelernt haben. Rostock hat sich auS alter Zeit, in dem Lande, in welchem der Absolutismus am längsten in gang Deutschland seine Macht bewahrte. noch Freiheiten gerettet. Es besitzt eine eigene Besteuerung, eine Art voll republikanischer Selbstregierung aus 14 Räthen und 60 Mitgliedern der Bürgerschaft gebildet, und es führt, wie Wismar, auch heute noch eine eigene Flagge. Die Stadt zählt 52.000 Einwohner. Die eigene Rhederei Rostocks (150 Schiffe) ist jetzt die bedeutendste an der ganzen deutschen Ostseeküste. Der wirkliche Hafen der Staot ist jedoch, ebenso wie in Bremen. Hambürg und Lübeck, nicht unmittelbar bei Rostock, sondern in Warnemünde. wo die Warnow sich in die Ostsee ergießt. Hier trifft man auch das bekannteSeebad, eines der besten und besuchtesten an der Ostsee. Freilich an Eleganz und gesellschaftlichem Seien kann sich Warnemünde nicht messen mit Doberan und Heiligendamm. dafür aber ist es hier auch gemüthlicher und billiger.
Lübeck ist eine freie Stadt und von
dem benachbarten Mecklenburg gründverschieden, jedoch es paßt geographisch derart in den Rahmen dieses Artikels, daß wir denselben mit einer kurzen Schilderung der ehemaligen Königin der Hansa schließen wollen. Ursprünglich lag dieStadt nicht, wo sie jetzt liegt, sondern eineStunde nördlicher in einem Winkel zwischen den Flüssen Schwartau und Trave, hatte jedoch damals, zwischen 1050 und 1138, so furchtbar von wendischen Fürsten, so wie von den gefürchieten Rugiern zu leiden, daß sie nach einer abermaligen Zerstörung imJahre 1138 vom Grafen Adolf von Holstein, dem Vater des Begründers von Hamburg, an ihrem jetzigen Platze aufgebaut wurde. Sie gcrieth dann unter BoiMäßigkeit Heinrich des Löwen, bald darauf jedoch an das Reich und Barbarossa gewährte Lübeck große Freiheiten. Von Kaiser Friedrich II. wurde Lübeck 1226 zur freien Reichsstadt erhoben und nun begann hier eine gewaltige Blüthe. Lübeck wurde das teutonische Karthago, die Führerin der Hansa. Vielleicht war unter allen deutschen Städten damals nur Köln volkreicher als die Stadt an der Trave. welche um das Jahr 1350 gegen 90.000 Einwohner gezählt hat. Diese Zeit der Blüthe hat lange gedauert, über zweihundert Jahre, und ihre Spuren treffen wir noch heute in Lübeck an. Durch die Entdeckung der neuen Seewege wurde die Oftsee ein wenig bedeutendes Binnenmeer, das Ansehen der Hansa schwand dahin und Thor in Rostock.' damit auch der Glanz Lübecks. Auch dieser Niedergang dauerte mehrere hundert Jahre und fand seinen tiefften Stand unter der Herrschaft Napoleons im Anfange des 19ten Jahrhunderts. Seit der Zeit regt es sich wieder in Lübeck. Das neue Gedeihen knüpfte an die Reste des alten an. denn der Ort ist trotz der unsäglichsten Bedrückungen niemals wirklich verarmt. Lübeck ist trotz aller Neuerungen und modernen Verschönerungen immer noch eine Stadt, welch das Gepräge ihrer großen Zeit trägt, es ist eine prächtige stolze alte Stadt. voll der schönsten Bauwerke. Sein herrliches Holstenthor. sein Burgthor, sein Schöfftlhaus. seine Marienkirche, deren Zwillingsthürme zu den höchsten Bauwerken der Erde zählen. seinRathHaus mit jener Kriegsstube, in welcher von einfachen Bürgersleuten über welterschütternde Ereignisse beschlossen wurde, die langen Reihen stolzer Giebelhäuser erinnern auch heute noch an die großenJahrhunderte Lübecks. Was vermöchte dies Rathhaus nicht alles zu erzählen von Jürgen Wullenweber und ähnlichen Heldengestalten? Lübeck. Das Holftenthvr. Lübeck ist wieder eine angesehene und reiche Handelsstadt geworden, aber es wird wohl niemals auch nur annähernd den Glanz und die Blüthe seiner Schwesterstädte Bremen und besonders Hamburgs erreichen. Es ist vom WeltHandel so ziemlich ausgeschlossen, die Spedition ist wohl das Hauptgeschäft, neben dem Handel in französischen Rothweinen. Die Erbauung des Nordostseekanals hat Lübeck nicht unbedeatend geschädigt, jedoch wird diese Schädigung wohl ausgeglichen werden, durch die Wirkungen, welche der soeben vollendete Elbe-Trave Canal derStadj bringen wird. Der Lübecker ist weit weniger steif und zurückhaltend in seinen Umgangsformen, wie sein Vetter aus Bremen. Es sind freundliche, liebenswürdige Menschen, diese Lübecker, und was die Frauen anbetrifft ihre Schönheit ist weltberühmt; herrliche, kraftvolle Frauengestalten mit den echtnordischen Milch und Blut"-Gesichtern und dem wundervollen Blondhaar. Emanuel Geibel hat in seiner Vaterstadt Lübeck ein prächtiges Denkmal. Alle in Allem, Lübeck ist ein stolzes Glied im Bunde der Dreien, von welchen der Dichter singt: .Blüht auf ihr starken Dreie Am deutschen Meeresstrand; Ein Reich der Zucht und Treue, Ein Schmuck dem deutschen Land. Wer also treu gehalten An Vaterland und Eid. Soll ferner auch vermaßen Der Heimath Herrlichkeit-.
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