Indiana Tribüne, Volume 24, Number 221, Indianapolis, Marion County, 28 April 1901 — Page 3

Sndlana Tribüne, Qonntat, 2. April 1 901

5

I der MK. Von Rud. Leouhart, A. M.

Ccfyiht 1900 byth Geraaa Prca 4 Plat C. (6. Fortsetzung.) Ein Schatten überflog Marien? Antlitz. Hervorgerufen durch die Oeffentlichteii eines Lasters, welches sich sonst so gern im Schatten Hält. Sie sagte dem Kinde, daß Frau Broeng dem Zwecke entspreche und betrat das angegebene Haus. Selten hatte sie eine Stätte betreten, wo der Schmutz und b Liederlichkeit so unbestritten das Scepter führten wie hier. Auf den Stufen der Treppe lag fingerdick der Siaub, und man konnte das Geländer nicht berühren, ohne sich auf'S Unangenehmste zu besudeln. Trotz der frühen Stunde, welche sonst gewöhnlich Alle an der Arbeit findet, fand Marie zahlreiche Müßiggänger, welche entweder auf den Stufen oder dem Geländer saßen und die Augen vor Erstaunen aufrissen, eine wohlgekleidete Dame an solchem Orte zu erblicken. Uebrigens beschränkten sie sich auf dies Anstarren und Marie erstieg die drei Treppen, obne beleidigende Bemerkungen anhören zu müssen. Sie hatte den dritten Flur erreicht und wollte eben an die erfte beste Thür klopfen, um sich nach der Broengschen Wohnung zu erkundigen, als eine Thür ohne ihr Zuthun geöffriet wurde und Elairens Gesicht in der Spalte sich zeigte. Das Mädchen hatte offenbar einige Vorbereiwngen zum Empfange der Fremden getroffen, soweit ihre eigene Person ins Spiel kam; denn ihr Anzug war ein wenig besser als derjenige, welchen, sie gestern getracev hatte und Gesicht und Hände hatten eine vortherlhafte Bekanntschaft mit Wasser und Seife gemacht, welche sie nicht nur verschönert, sondern auch ihre Aehnlichkeit mit Laura in noch grelleres Licht gesetzt hatten. So schlagend war dieselbe, daß üftarie nur mit Schwierigkeit der Versuchung widerstehen konnte, das hübsche Mädchen zu umarmen und zu küssen. Claire schien von leichter Verlegenheit befangen zu sein. Jetzt im Augenblick der Entscheidung. war es ihr anscheinend eingefallen, das die zu betretende Wohnung nicht gerade als Muster der Ordnung und Reinlichkeit bezeichnet werden könnte, so daß sie verwirrt einige Entschuldigungen stammelte, als sie die Fremde ins Zimmer führte. Marie hatte nicht viel erwartet, allein was sie erblickte, überstieg bei Weitem alle Vorstellungen der Dürftigkeit, welche ihre Phantasie bis jetzt geschaffen hatic. Das eine nur mäßig große Zimwer diente als Küche, Schlaf- und Wohnzimmer zu gleicher Zeit und enthielt deßhalb ein Sammelsurium. welches spaßhaft gewesen sein würde, wenn es nicht traurig gewesen wäre. Es war leer und Marie wandte sich eben an Claire, um nach ihrer Mutter zu fragen, als sich die Thür von Neuem öffnete und eine Frau von Mariens Alter eintrat. Sie war früher ohne Zweifel einmal schön gewesen; allein der bitterste Mangel, die tiefst: Noth, das größte Elend hatten fast alle Spuren von Schönheit zerstört. Auf der Stirn lagen Furchen, als ob Stiere dieselben aufgepflügt hätten. Die Schläfen, die Wangen und das Kinn bedeckten Runzeln von gleicher Tiefe und die Hände wiesen Schwielen auf, welche das Rindsleöer an Dicke und Härte übertrafen. Frau Broeng, wenn ich nicht irre?" sagte Marie freundlich lächelnd und die Hand zum Gruße ausstreckend. Claire hat Ihnen gewiß mitgetheilt, daß ich heute Morgen kommen würde, und . . Das hat se, das hat se, Ma'm und es freut mich sehr, die gnädige Frau zu bewillkommnen. Es thut mich manst leid, daß uksere Wohnung kaum gnigriet ist, Leite wie Sie zu bewirthen." Mit diesen Worten ergriff sie einen Lumpen und machte einen verzweifelten Versuch, die ursprüngliche Holzfärbe ans Tageslicht zu bringen, obschon es schwer zu entscheiden war, ob die Anstrengung die Sache verbessert oder verschlimmert hatte. Bemühen Sie sich nichr, Frau Broeng." sagte Marie wehrend. Der Sitz ist hinreichend gut genug für mich. Bitte nehJlen Sie selber Platz, damit wir die vorliegende Sache näher bsprechen .önnen. Sie wissen bereits, daß es meine Absicht ist, Elairens Lage. d. h. die Ihrige zu verbessern, und mein heutiger Besuch hat den Zweck, rcich hinsichtlich Ihrer Verhältnisse näher zu belehren." Die heilige Maria danke Sie für Ihre Güte. Ma'm: wir selber sind nicht im Stande, dies ordentlich zu ihum" Sie sind verheirathet: Was kann Ihr Mann zur Erwerbung des nöthigen Unterhaltes thun?" Wenig oder gar nichts, Ma'm. Broeng konnte früher ordinäre Tagelöhnerarbeit thun; aberst jetzund ist er nur noch gut zum Bummeln und wenn ich's selber sage Trinken. Der arme Schelm! Ich denk manchmal, es sei eppes mit seinem Brägen außer Ordnung und will ihm deshalb kcene Vorwürfe nich machen." Aber Ihr Sohn, Mrs. Broeng?" Die Frau zuckte die Achseln und wich Mariens Blicken aus. Er ist nicht ville besser. Er tagelöhnert, al lein er gleicht die Arbeit nicht, und wenn er in schlechte Gesellschaft kommt, so trinkt er und schimpft auf den Vater, weil er ihn kein Handwerk nich hat lerne lassen." Sie thun mir von Herzen leid, Fra Broeng. Ich will mit meinem .""fV überlegen, wps sich thun läßt, 1 1 1 .... m..:xi tnii . oiiuu muiiuucn; auein

Claire nicht mehr zu diesen Lasterhöhlen gehen lassen wollen, wo ihr physischer und moralischer Ruin nur eine Frage der Zeit ist." Es ist sehr zweifelhaft, ob die Mirth:n den Sinn dieser Ausdrücke erfaßte; allein Claire hatte ihr wahrscheinlich Mariens Abscheu vor den Tanzhäusern berichtet, so daß sie verstand, was die Fremde meint. Sie haben wohl Recht, Ma'm," erwiderte sie mit einer Miie der Zerknirschung, aberst. wenn Einer nichts im Magen hat und die Kleider fallen Einem vom Leibe: was soll man da thun? Man greift nach Allem, waö sich bietet." Nun, solche Extreme sollen in Zukunft vermieden werden, so daß ich das Recht habe, Ihnen dieses Gelübde abzunehmen." )h, ich gelobe, Ma'm, ich gelobe. Ich gleiche diese Tanzhäuser nicht allzu gut und bin froh, wenn das Mädchen nicht mehr hinzugehen braucht." Ich danke Ihnen, im Interesse Ihres Kindes. 9Lm ade. Morgen werde ich Sie wisseii lassen, was wir beschlossen; doch da fällt mir ein: Meine Tochter Laura, welche jetzt in Deutschland Musik studirt, hat viele abgelegte Kleider zurückgelassen, und wenn Sie Claire entbehren können, so Will ich dieselbe mitnehmen und ausstaffiren." Die heilige Mutter Gottes segne Euch und sei mit Euch! Wie kann ich Se je genug danken für so ville Güte und Feindlichkeit! Ja. ja, Claire kann mit Se gehen und ich hoffe, sie werd sich nett benehme und Se herzlich für all' diese Güte danken."

Marie verabschiedete sich und kehrte mit ihrem Schützling nach der Apotheke zurück, wo Mr. Davis große Augen machte, indem er die StreichholzVerkäuferin gewiß oft gesehen hatte und ihre Verhältnisse kannte. Er war jedoch zu sehr Welt- und Geschäftsmann, um Bemerkungen zu machen, so daß Marie abfahren konnte, ohne besondere Aufmerksamkeit zu erregen. Sie lenkte in eine Nebengasse ein und hielt am Stalle ihrer Wohnung an, wo sie Pferd und Wachen dem Stallknechte übergab und dann, durch den Hof gehend, die Wohnung selber erreichte, ohne von irgend Jemand gesehen worden sein. Der Doctor besuchte seine Patienten, Susanne arbeitete in der Küche und Klaus und Martha besann den sich im Flügel des Gebäudes, um dort ihren einförmigen, aber dennoch unterhaltenden Beschäftigungen nachzugehen. Marie führte Claire in's zweite Stockwerk und in ihre dort gelegene Schlaftammer. Dort angelangt, sagte sie: Claire, bist Du mit diesen Einrich tungen vertraut, d. h. kannst Du das kalte und heiße Wasser an- und abdrehen?" Jawohl, Ma'm," erwiderte das Mädchen und gab dann eine Probe ihrer Geschicklichkeit. Nun gut, nimm ein Bad, Kind, während ich nach Lauras Zimmer gehe und die bewußten Kleidungsstücke aussuche. Wenn ich zurückkomme, wirst Du wohl fertig sein." Mit diestn Worten verließ sie das Gemach und begab sich nach Lauras Zimmer, welches sie nie betrat, ohne von gemischten Gefühlen bestürmt zu werden. Alles erinnerte sie dort an die ferne Tochter und nahm gewissermaßen den Charakter von Reliquien an, welche von den Katholiken mit Andacht und Verehrung betrachtet werden. Nun sollte sie sich von vielen dieser Reliquien trennen; allein der Zweck söhnte sie so vollständig mit dem ge brachten Opfer aus, daß sie in Kleidungsstück nach dem anderen aus den Haufen legte, bis dieser beträchtliche Dimensionen angenommen hatte. Da waren Ober- und Unterkleider, da waren Schuhe und Pantoffeln, Strümpfe und Sacktücher nebst den anderen Gegenständen, welche zur weiblichen Garderobe gehören. Es war ein großer Armvoll, womit sie nach dem Schlafzimmer zurückkehrte, so daß Claire mit einer Mischung von Erstaunen und Entzücken ausrief: Oh, Ma'm, is des allens für mir?" .Jawohl, mein Kind. Bist Du sertig mit dem Bade? Nunwohl, so setze Dich auf diesen Stuhl, damit ich Dein Haar ein wenig in Ordnung bringen kann. Welch' eine Masse goldener Locken Du besitzest! Gerade wie Laura; werden sich die Anderen aber wundern, wenn sie diese Auflage erblicken!" Der Gedanke schien so verlockend, daß sie lange und herzlich lachte. Anfangs untersuchte sie den Kopf ihres Schützlings mit großer Vorsicht, in der berechtigten Erwartung, dort unwillkommene Einquartirung zu finden; allein sie entdeckte alsbald zu ihrer Zufriedenheit, daß das Mädchen frei von dieser Landplage war. Mit wachsendem Interesse bearbeitete sie die goldenen Aussen, welche wie diejenigen Lauras lockiger Beschaffenheit waren. Sie ordnete die Haare, wie Laura die ihrigen getragen hatte, und als die langen Flechten geschmackvoll auf der Krone des Hauptes aufgewunden waren, erblickte Marie ein so getreues Abbild der fernen Tochier vor sich, daß sie nicht umhin konnte, dasselbe zu umarmen und herzhaft abzuküssen.. Claire ihrerseits fühlte die Zuneigung zu dieser edlen mütterlichen Frau von Minute zu Minute in ihrem Innern wachsen, und als Marie jetzt, wi. gesagt, sich den so natürlichen Gefühlen hingab und denselben in mütterlichen Liebkosungen Raum gab, erwivierte das Mädchen dieselben mit gleieher Wärme. In diesem Augenblicke wurde die Hausthür geöffnet und gleich darauf des Doctors Officethür, ein Beweis, daß er selber der Ankömmling war. Es ist mein Gatte, Claire." sagte Marie. Setze Dich ein Weilchen, bis ich ihn von Deiner Anwesenheit und meinen Absichten in Kennwik gesetzt habe. Ich bin gleich wieder da.

Auf die Züge des Mädchens lagerte sich ein Schatten der Unruh. Ist er bos?" fragte sie besorgt und ergriff die Hand Marien!. Bös?" erwiderte diese lächelnd. Das Wort bös" steht nicht in seinem Wörterbuche. Nein, nein. Kind, hab' keine Sorge, mein lieber Mann wird Dich auf's Freundlichste behandeln." Als sie die Office erreichte, fand sie den Gatten auf einem Sopha sitzen und eine Zeitung überfliegen. Sie ergriff seine Hand und sagte: Hast Du Zeit, anzuhören, was gefiern Nachmittag und heute Morgen passirt ist?" Ich habe immer Zeit, meine gute Marie, anzuhören," erwiderte er lächelnd, zumal wenn die Neuigkeiten gut sind, wie ich aus Deinen munteren Blicken schließe." Marie begann nun ihre Beichte, unterließ jedoch, die außerordentliche Aehnlichkeit Clairens mit Laura zu erwähnen. Sie schilderte die Dürftigkeit der Broeng'fchen Familie so lebhaft, und die Gefahren, denen Claire ausgesetzt war, so cindringlich. daß der Doctor sofort erkannte, die Verwirklichung ihrer famcriterischen Absichten lverde ihre Heiterkeit und Zufriedenheit womöglich noch erhöhen. Der Doctor war ohne Zweifel besonnener und praktische? als seine Gattin. Auch hatte ihn die Erfahrung vielleicht belehrt, daß Undank nur zu oft der Welt Lohn ist. Allein Adolph Braun war ein edler Mann im besten Sinne des Wortes und selbst wenn er vorausgesehen hätte, daß Mariens Pläne sich als unpraktisch erweisen würden, würde er sich des kalten VetoS enthalten haben, welches der Gattin nur zu oft bei solchen Gelegenheiten entgegengerufen wird. Und nun. Deine Pläne. Marie?" fragte er freundlich, als sie geendet hatte. Ich habe bis jetzt nichts gethan, was nicht ungeschehen gemacht werden könnte. Es würde mich unendlich freuen, wenn wir nicht nur diesesKind, sondern auch ihre Eltern aus dem Schlamme dieser entsetzlichen Dürftigkeit erlösen könnten. Früher oder später wird sie ihre Unschuld in diesem Schlamme verlieren, und der Gedanke ist entsetzlich, daß Unthätigkeit unsererseits die Ursache dieses Verlustes sein könnte." Und wie gedenkst Du diese Erlösung auszuführen?" Du weißt, hinter dem Stalle steht das kleine Haus. Wie wäre es. wenn wir der Familie Zutritt zu diesem Hause gewährten?" Ohne Miethe?" Anfangs ja. Paul würde keine Schwierigkeit finden, den Männern Beschäftigung zu geben, und ich könnte der Frau alle Arbeit verschaffen, die sie zu thun fähig und willens wäre." Du sagst selber," wandte der Doctor ein, daß die Männer dem Müßiggange und dem Trunke ergeben sind; werden sie nicht in unserem Hause diese Laster fortsetzen?" Hoffentlich nicht. Gutes Beispiel mildert schlechte Sitten, und dann wird die Umsiedlung von jener Pestatmosphäre in eine gesunde, erfrischenoe, eine wohlthätige Wirkung haben." Hast Du den Leuten schon Versprechungen gemacht?" Selbstverständlich nicht. Ich habe ihnen nicht einmal das Dasein jenes Hauses verrathen, weil ich nicht ohne Deine Bestimmung handeln wollte." Und das Mädchen ist jetzt im Hause?" Ja, sie wartet in meinem Zimmer, bis ich sie rufe. Willst Du sie jetzt empfangen?" Der Doctor neigte lächelnd den Kopf und Marie suchte ihren Schützling auf. Wieder ergriff Claire furchtsam ihre Hand und fragte: Nun?" Nun, es ist Alles in Ordnung. Komm, Kind, mein Gatte erwartet Dich." Aengstlich folgte Claire der Führerin. Als sie die Thür der Office erreicht hatten, flüsterte Marie: Klopfe und wenn er ruf:, tritt ein. Ich komme gleich nach." Dabei lächelte sie muthwillig und der Gedanke an die Ueberraschung, die

dem Gatten bevorstand und die sie ihm in der freundlichsten Absicht bereitet hatte, erfüllte sie mit fast kindischem Entzücken. Jetzt klopfte Claire und nun öffnete sie auf des Arztes Herein!" die Thür und trat in's Zimmer. Marie kicherte stillvergnügt vor sich hin und lauschte. Die erwartete Krisis kam schnell. Mariens Mittheilung hatte Adolph einigermaßen neugierig gemacht; allein er war weit davon entfernt, die Scene zu erwarten, welche sich eine Sekunde später abspielte und in welcher er die Hauptrolle spielte. Als er die Thür öffnen hörte, wandte er sich theilnehmend um. um in der nächsten Sekunde ungestüm vom Sopha aufzuspringen, die Hände auszustrecken und auszurufen: Laura! Guter Gott. Laura! Wie w Dies war MeZ. denn nun hörte er eine Stimme, welche sagte: Ich heiße nicht Laura. Herr Doctor, meen Name is Claire Claire Broeng." Schnell gefaßt, ging er auf das Mädchen zu. ergriff dessen Hand, die er herzlich drückte, indem er sagt: Willkommen, Claire. herzlich willkommen in meinem Hause. Ich war ich dachte " In diesem Augenblicke gewahrte er die Gattin, welche durch die Spalte schaute und noch immer still vor sich hin kicherte. Komm herein. Du Schelmin!" rief er aus und drohte mit dem Finger. Du hast eins zu Gute für dies. Du Du " Ich hoffe, es wird ben so angenehm sein. Adolph. Was sa zft Du zu dieser wunderbaren Aehnlichklt?

Jeö finde sie nahezu unerklärlich; allein warum spieltest Du dergestalt die Geheimnißvolle. Marie?" ftun. um Dir eine Ueberraschung ii bereiten und Dir zu zeigen, daß wir Frauen auch ein Geheimniß bewahren können. Doch nun muß ich die anderen Familienmitglieder in Kenntniß setzen, sonst werde ich am Ende nach Loafers' Court verbannt. Komm, Claire, wir wollen dcnGroßeltern aufwarten." Es wäre überflüssig, die Scenen zu schildern, welche sich erst im großelterliehen Flügel, dann in der Küche und schließlich im Eßzimmer nach Pauls Rückkehr zutrugen. Groß war die Ueberraschung, aber groß auch die Enttäuschung, als die mangelhafte Grammatik die Vision zerstreute. Allein wenn Claire auch keine Gelehrte war, besaß sie doch viel Mutterwitz, Herzensgüte und Fassungsgabe, und so rajch lebte sie sich in die neuen Verhältnisse ein, daß sie sofort die Zuneigung sämmtlicher Hausbewohner gewann. Um etwa fünf Uhr ließ Marie wieder anspannen und suchte zum zweiten Male Loafers' Court auf. Diesmal fand sie auch die männlichen Glieder der Familie daheim. Gustav, der Vater, war gewiß einmal ein stattlicher, hübscher Mann gewesen; allein sein langjährigen Ausschtveifungen hatten ihn früh zum Greise gealtert und als er Marien die gebotene Hand schüttelt, zitterte die seinige wie Espenlaub. Claude. der Sohn, war ein roher, ungeschliffener Geselle, dessen Gruß ein bloßes Grunzen war, das mit dem Knurren eines Hundes große Aehnlichkeit hatte. Es freut mich, Sie kennen zu lernen, Mr. Broeng," sagte Marie zu ihm. Ihre Frau wird Ihnen gesagt haben, daß wir die Absicht hegen, Sie und Ihre Familie aus Ihrer bedrängten Lage zu befreien, und ich freue mich, Ihnen heute Abend bestimmte Anerbietungen machen zu können. Sie kennen ohne Zweifel unser Grundstück an der Klippen Avenue, ja sogar das Haus am hinteren Ende, welches wir Ihnen unentgeltlich zur Verfügung stellen, bis Sie später im Stande sind, Miethe zu entrichten. Mein Sohn, ein Kunstgärtner, erbietet sich, Ihnen undJhrem Sohne lohnende Arbeit zu geben, und ich bin meinerseits bereit, FrauBroeng, Ihnen im eigenen Hause und unter den Nachbarn so viel Arbeit zu verschaffen, wie Sie willens sind, zu unternehmen. Claire ihrerseits soll ein Mitglied unserer Familie werden, indem wir es für unsere Pflicht erachten, ihr die mangelnde und so dringend nöthig Erziehung zu geben. Wenn Ihnen dies Anerbieten zusagt, schlagen Sie ein. Mr. Broeng." Der Mann fuhr wie aus einem Traume auf. so daß seine Frau statt seiner sagte: Wir nehmen Jyr freundliches Anerbieten mitDank an, Ma'm. Die heilige Maria beschütze Se, und alle Heiligen beten für Eure Familie. Wir selber sein zu schwach, Jhne für all' diese Güte gebührend zu danke." Und wann könnt Ihr zum Umzüge fertig sein? Unser Fuhrwerk steht Euch zur Verfügung, so daß Ihr blos die Stunde anzugeben braucht. Eure Uebersiedelung zu bewerkstelligen." Mer könne schonst früh Morgens fertig sein. Ma'm." Nun gut. um Acht soll das Fuhrwerk hier sein. Komm, Clane, es wird spät und wir müssen uns beeilen, wenn wir vor Duntelwerden zu Hause sein wollen." Am nächsten Morgen ging der Umzug wirklich vor sich; allein so dürftig war das Mobiliar der Broeng'fchen Familie, daß Dr. Braun ziemlich tief in die Tasche greifen mußte, um das Haus nur einigermaßen wohnlich zu machen. Wir überlassen die Broengs nun der Aufgabe, sich einzuwohnen, und suchen andere Plätze auf, um dem Leser neuen und interessanten Stoff zur Lectüre und Erwägung zu sam-meln.

Kapitel 13. AußenPutz Innen Schmutz. Es war früh am Nachmittag, als Fred Brown. der Advocat, langsam die Anhöhe zu Klippen Avenue erstieg. Fred praktizirte noch immer; allein statt des sechsten Flurs enthielt jetzt der zweite seine Office, und von deii früheren zwei Zimmern war dieselbe nunmehr zu sechs angewachsen. Anstatt der einen Miß Rüstig erblicken wir jetzt vier. Die frühere ist nicht mehr da; allein ihre Nachfolgerinnen lassen die Schreibmaschinen so emsig klappern wie unsere alte Bekannte. Ein halbes Dutzend 'junger Advocaten sitzen an den verschiedenen Pulten und halten die Mitte zwischen Junior - Compagnons und Gehilfen. Sie besorgen die Bagatellen und ihr Gehalt ist damit im Einklang. Fred Brown befaßt sich nur mit Processen, in welchen um große Summen gestritten wird, und, gleich anderen Rothschilden, versteht er es, den Löwenantheil davon in feine Tasche gleiten zu lassen. Fred Brown ist jetzt einer der reichsten Männer New Z)orks. Seine Praxis trägt ihm jährlich mindestens zwanzig Tausend ein, und da die Miethen beständig gewachsen sind, belauft sich sein Einkommen nahezu an Hunderttausend. Und ist er glücklich? Müßige Frage! Wie kann ein Mann, dessen Gedächtniß mit dem Bewußtsein eines schrecklichen Verbrechens belastet ist, und der überdies die Qualen der Habgier und des Geizes erduldet, glücklich sein? Schau ihn gefälligst an, Leser, wie er mAhsam die Böschung ersteigt, und sag' selber, ob er wie in glücklich Mann aussieht! E? ist merklich gealtert, und zwa? mehr durch die geistigen Stürme im Innern, als durch die Jchre. Seine Wangen sind bleich, vart und Haar grau, die Lippen pein-

lich gepreßt und nur in den Augen lodert ein lüsternes Feuer. Den FilzHut tief in die Stirn gedrückt, das Haupt aus die Brust gesenk:, geht er grübelnd einher. Die Reckte umfaßt krampfhaft einen Stock, welchen er bei jedem Schritte heftig, fast grollend auf die Steinplatten desTrottoirs stampft, als ob er mit dem Schicksal oder einem unsichtbaren Dämon kämpfe. Und glücklich? fragst Du dennoch. Leser? Bist Du nicht ein ganz klein wenig ironisch? Ah, wem fällt bei dieser Gelegenheit nicht der letzte Vers des Gedichtes von Phylax ein, welcher lautet: Der Geizhals bleibt im Tod noch karg; Zwei Blicke wirft er auf den Sarg, Und tausend wirft er mit Entsetzen Nach den mit Angst verwahrten Schätzen. Oh. schwere Last der Eitelkeit! Um schlecht zu leben, schwer zu sterben. Sucht man sich Schätze zu erwerben: Verdient ein solches Glück wohl Neid?" Wie wir so neben dem Advocaten einhergehen, hören wir ihn murmeln: Noch drei Monate! Will der Augenblick derErlösung nimmer kommen? Lange halte ich diese Spannung nicht mehr aus. Der Schlummer flieht von meinem Lager; die Arbeit wird ir zur Qual, die Nahrung zu Gift. Und dann kommt noch " In diesem Augenblicke unterbrach ein Guten Abend, Herr Brown!" sem Selbstgespräch. Er fuhr überrascht auf, allein sein anfängliches Erstaunen verwandelte sich in ein unbezwingliches Entsetzen, als er die Stimme Dr. Brauns, seines Nachbars, erkannte, welcher an das Trottoir herangetreten war, um mit dem Advocaten zu spiechen. Die an sich blassen Züge desselben nahmen eine wahre Leichenblässe an. die Augen drohten aus ihren Höhlen zu treten, und dicke Schweißtropfen begannen, sich auf dertirn zu sammeln. Stumm starrte er den Nachbar an. und erst die Verwunderung, welche die seltsame Extase des Advocaten bei dem Arzte hervorrief, und die sich deutlich in seinen Blicken zeigte, brachtc Zrown zur Besinnung. Entschuldigen Sie, Herr Doctor." stammelte er verwirrt, indem er sich die Stirn wischte, Sie Sie überraschten mich ich war in Gedanken vertieft " Es ist an mir, um Entschuldigung zu bitten, Herr Brown. Ich wünschte, mit Ihnen zu reden, und nahm mir deshalb die Freiheit " Diese Worte erneuerten augenscheinlich die Aufregung des Arztes. Mit mir? Reden?" stammelte er. Ich ich wüßte nicht, daß " Oh, es ist von keiner Bedeutung. Bei einer kürzlichen Prüfung meiner Bücher fand ich ein kleines Guthaben gegen Sie. Vor zwei Jahren nahm Ihre werthe Frau meinen ärztlichen Beistand in Anspruch und obschon ich die Rechnung zu wiederholten Malen einsandte, ist die Sache, wahrscheinlich in Folge eines Ucbersehens. in der Schwebe geblieben. Dann hat ferner mein Sohn Paul eine Rechnung gegen Ihre Tochter für Blumendecorationen, welche er vor anderthalb Jahren lieferte. Das Alter der Guthaben entschuldigt gewiß diesen Schritt, Herr Brown. und " Oh. natürlich, natürlich." stammelte der Advocat, welcher sich zum zweiten Male eine Blöße gegeben hatte und deshalb mit sich selber grollte. Wie viel bin ich Ihnen schuldig? $100 im Ganzen? Ganz recht, ganz recht. H.ben Sie die Güte, zu quittiren, indem es meine Absicht ist, beide Rechnungen sofort zu berichtigen." Als der Arzt der Weisung nachgekommen war, reichte Brown ihm Banknoten zum Belaufe der Schuld, murmelte dann ein Adieu!" und setzte seinen Weg fort. Kaum war er einige Schritte entfernt, als ein Blitz

der Wuth m seinen Augen aufflammte, während er murmelte: Ein knappes Entkommen! Wenn er wüßte oh, wenn er wüßte!" Als er die breite Veranda vor seiner Villa erreichte, sah er Frau und Tochter dort im eifrigen Gespräch sitzen, so daß sie ihn erst gewahrten, als er ganz in ihrer Nähe anlangte. Frau Brown oder Bella, wie wir sie der Bequemlichkeit halber wieder nennen wollen, erwiderte seinen Gruß mit einem bloßen Kopfnicken, während Luzie eifrig ausrief: Oh. Papa, es ist gut, daß Du kommst. Mama und ich planen soeben eine Art ländliches Fest, zu dem wir Deine Einwilligung erbitten." Ein finsteres Hm!" war die einzige Antwort des Advocaten. Oh, wir wollen Dir jedwede Anstrengung und Beihilfe ersparen, Papa," begann Lug von Neuem. Alles, was wir von Dir verlangen, ist Carte blanche und die spätere Bezahlung der Rechnungen." Ehe wir mit der Schilderung der Scene fortfahren, wollen wir einen Blick auf und in Bella und Luzie werfen, indem manches Jahr vergangen ist. seit wir ihnen begegnet sind. )er Leser eri.mert sich jedenfalls des schrecklichen Argwohnes, welcher am Morgen nach Earlos Tode in Bellas Seele aufstieg. Er weiß, daß sie diesen Argwohn verheimlichte, um ihr Kinder vor Schmach und Schani zu bewahren, sowie, daß der Wunsch, die entsetzliche Erinnerung in ihrem Geiste zu ersticken, sie veranlg'' ihrem natürlichen Hange nach gesellschaftlichen Ausschweifungen mit doppeltem Eifer zu fröhnen. Er weiß indessen nicht, daß der Abscheu, ja Haß. sie damals bewog, eine gänzliche Trennung von des Advocaten Bett zu verlangen, untr Vorwändea, welche bei näherer Be sichtigung nicht Stich hielten, allein ihren Zweck erreichten, indem Fred, wenn nicht den Absche i, doch die kalk Vleichgiltigkeit der Gattin theilte. Vor

der Welt jedoch war Bella ihm immer die ergebene Gattin geblieben, indem fü. wie ähnlich gesinnte Weltkinder, viel um die Meinung derselben gab. Luzie ihrerseits haue das Aller von vierundzwanzig Jahren erreicht, ohn Herz oder Hand verschenkt zu haben. Sie galt als hübsch, obschon es schwer gehalten haben würde, diese Ansicht mit anderen Gründen als ihres Vaters Reichthum zu belegen. Sie war seicht und oberflächlich, mit anderen Worten ein bloßer Schmetterling, welcher von einer Gesellschaftsblume zur anderen flattert. Wie weit dies die Schuld der Mutter war, wollen wir nicht näher untersuchen, sondern schließlich noch bemerken, daß die Nachbarn einander zuflüsterten, daß Luzie Brown ihr Herz an Paul Braun verloren hätte, und wenn die zahllosen Besuche, welch: sie dem Gewächshause abstattete, sobald sie wußte, daß Paul vort zu finden war. als Beweis gelten können, so dürfte das Gerücht als begründe! betrachtet werden. Doch nun zurück zu des Veranda. Der Unmuth in Freds Zügen war während der scherzhaften Bemerkungen Luziens beständig gewachsen, und als sie geendigt hatte, sagte er fast barsch: Nichts da! Ich bin es müde. Eure sinnlosen Verschwendungen zu bezahlen. Eure letzte Soiree kostete mehrere Hundert und wenn ich dieses ländliche Fest gestatte, kann ich Tausende für nichts blechen. Ich lge deshalv hiermit mein strenges Veto ein." In Bellas Augen hatten sich inzwischen Hohn und Verachtung entwickelt; allein sie mochte wohl ihre guten Ursachcn haben, eine Scene zu vermeiden, welche zu öffentlich war. Jedenfalls beschränkte sie sich auf Blicke, während Luzie eben im Begriffe stand, in lebhafte Einwendungen auszubrechen, als Fritz vor der Veranda anhielt, einem Knecht die Zügel zuwarf und dann mit wankenden Schritten und anderen Merkmalen der Trunkenheit die Stufen der Veranda erstieg. Ta. ta." lallte er, indem er sich auf einen Sessel fallen ließ. Ta, ta, Monsieur Pre! Ta. ta. Madame Mer! Ta. ta. Mamselle Soeur! Wie steht's, wie geht's, eh?" Der Unmuth des Advocaten nahm jetzt die Färbung heftigen Zornes au. Wie kommt's, daß Du Dein Bureau vor Schluß der Arbeitsstunden verlassen kannst?" fragte er strenge. Krankheitsfall." stammelte Frit. Ernstliches Unwohlsein; Gefahr von Schlaganfall. Suchte Dr. Pillendreher auf: Strenges Verbot der Arbeit, anhaltende Ferien, und so weiter, und so weiter. Ließ mir vom Postmeister einen monatlichen Urlaub ausstellen, und hier bin ich nun. Gesundheit vor Allem. Governor. Gesundheit vor Allem!" Die Augen des Advocaten glühten förmlich vor Zorn, doch mochte auch er es für passend finden, eine Scene auf der Veranda zu vermeiden, weshalb er sich erhob und mit raschen Schritten in der Halle verschwand. Jetzt hielt es Luzie für angemessen, ihren Mißmuth über des Bruders Ausschweifung auszusprechen. ,.Es scheint. Dr. Pillendreber hat verordnet, alle Keime Deiner Krankheit im Weine zu ersäufen. Fritz." Etwas der Art. Mamselle Soeur. etwas der Art. Doch sagt, w:ßt Ihr. daß Laura Braun aus Deutschland zurück ist?" Nein, das wissen wir nicht, wohl aber, daß Du doppelt gesehen hast in Deinem Dusel; denn Laura Braunist noch in Leipzig." Wette einen Nickel daß, ich Recht habe, Luzie. Kann ich etwa nicht sehen? Vor zehnMinuicn sah ich Laura Braun auf der Veranda vor ihres Vaters Hause sitzen." Luzie wollte ärgerlich antworten, doch Bella unterbrach sie und sagte: Schweig, Kind, Du weißte es ist nutzlos, mit ihm zu streiten, wenn er in diesem Zustande ist." Und warum versetz: r sich w solchen Zustand? Es ist eine wahre Schande! Die Leute weisen mit Fingern auf mich und flüstern einander zu: Das ist seine Schwester!" Ich wollte ich wollte Sie ließ den Satz unbeendigt. Bella aber erhob sich mit Gram und Kumme? in den Zügen, ergriff Fritzens Hand und sagte überredend: Komm, mein Sohn, Du bist müde und ein kurzer Schlummer wird Dich erfrischen. Keine Widerrede. Fritz! Komm, Dein Mutter meint es gut mit Dir." (Fortsetzung folgt.)

Unglückliche Liebe. Erstes Dienstmädchen: Hast Du seine Herzensneigung, kein ganz kleines Fuerchen. woraus einmal Etwas werden ki'nnte?" Zweites Dienstmädchen: Nicht einen Funken. In meinem Herzen ist eigentlich niemals so recht dürr?s Holz vorhanden gewesen, und was da war. ist jetzt so gründlich verregnet, daß alle Feuersgefahr ausgeschlossen ist." H ö ch ft e r R e s p k t. Feldwebel z'imRegiments schreibe?) : Sprechen Sie mal durch's Telephon mit dem Herrn Bataillons - Adjutanten. Gefreiter Schulze, und sagen Sie ihm na. warum schnallen Sie denn um und sitzen Ihren Helm auf?" Gefreiter Schulze: Wenn ich mit dem Herrn Lieutenant reden will, muß ich doch, Herr Feldwebel!" Papa a l s Lehrer. Fritz: Was versteht man unter Medisance"?" Papa: Was, das weißt Du nicht? Schäme Dich! In Deinem Al tct durfte ich nach so etwas gar nim mer fragen." Fritz: Papa, sei doch so gut und sage es mir " Papa: Hm. warte, ich rvrfcc cinrnoi im Lexika nachsehen.'

För die Kche.

KalbSzungeinGelee. Drei Kalbszungen enthäutet man und kochtsie in Fleischbrühe gar,' schneidet sie in zierliche Scheiben, und legt sie in eine Geleeschüssel auf eine bereits erstarrte Schicht Kalbsfußgelee, die man auS einem alten Huhn, vier Kalbsfüßen und etwas Essig, sowie einer kleinen Beigabe Champignonessenz bereitet und mit 4 Eiweiß abklärt. Eine Verzierung von gerollten SardellenfiletS, Tomatenscheiben und Pfeffergurke kommt darauf, dann die Zungenscheiben. zuletzt der warm erhaltene Stand, den man vorsichtig nachgießt. . An anderen Tage stürzt man das Zungengericht und reicht es mit Tomatenpüxt. Roulade k la princcsso. In ei ner Unze Butter läßt man fein gehackte Champignons, Zwiebeln und Petersilie gelb rösten, gibt 2 Eßlöffel voll Mehl dazu und rührt es mit Milch auf. 9cchtm man es mit Salz und Pfeffer gewürzt hat. läßt man es auskühlen, fügt ein ganzes Ei. 6 Dotter und den Schnee von 6 Eierklar hinzu. Die Masse wird auf ein mit Butter ausgeschmiertes und mit Mehl bestaubtes Blech fingerdick gestrichen und langsam gebacken. Nach dem Backen wird der Kuchen mit in Butter geröstetem Hirn und Champignons bestrichen, zusammengerollt, in Scheiben geschnitten, panirt und ausgebacken. Lammcoteletten mitFarce. Dazu werden aus dem Rücke zierliche Coteletten vorgerichtet, gesalzen, in zerlassener Butter zwei Minuten angebraten und dann kalt gestellt. Indessen ist von feingehacktem Kalht. fleisch und Schinkenfett. Salz. Pfes-' fer, Semmel und feingehackter Sardelle eine feine Füllung bereitet worden, die auf beide Seiten der erkalteten Coteletten gestrichen wird. Diese taucht man dann in geriebene Semmel, dann in Eigelb, wieder in geriebene Semmel und backt sie, kurz v dem Auftragen, in heißem Backfett zu schöner Farbe. Sehr gut zu jungem Erbsengemüse. SautirteS Schweinefleisch. Handgroße Stücke aus einerSchweins keule werde 3 bis 4 Stunden vor den? Anrichten stark geklopft, sodann mit Pfeffer und Sa'lz bestreut und leicht m feinstem Weizenmehl gewälzt. Fiuif Minuten vor dem Anrichten läßt ma einen Stich Butter in einer Kasserolle steigen und sich leicht anbräunen. I diese legt mau die Schweinsschnitzel, läßt sie 2 Minuten auf der einen und ebensolange auf der anderen Seite auf offenem Feuer oder rothglühend? Platte sautiren rrnd richtet sie sogleich mit in Locken geschnittenem Meerret-

tich, gerösteten Kartoffeln nd Mixed Pickels auf erwärmter Schüssel an. Sie sind inwendig zart rosa d schmecken ganz vorzüglich. Paprika - Huhn. 2 3 junge : Hühner werden geschlachtet, gerupit. gesengt, ausgenommen, gut grw'en und iu gleichmäßige Stucke zerlegt, die man mit etwas Sa-lz bestreut; ii :..-vi-schen röstet man eine gehack le Zwiebil, in reichlicher Butter hellbrclln, miseN 1 Kaffeelöffel Paprika hinzu, thut d Hühnerstücke in das Kassero! Jfk dämpft sie unter öfterem Um schul tel langsam weich. Dann stäubt man 1 Löffel Mehl darüber, gießt 1 Tass kräftige Bouillon und einige EtzlösM ' Rahm dazu und verkocht dies zu ein sämigen Sauce, die man über de Hühnern anrichtet. Schinke und Ei er. Ma nimmt hierzu kleine Tiegel, in denen 2 resp. 3 Eier Platz haben. Man legt in den Tiegel ein gutes Stück Butte? und auf dieses eine sehr große Scheide

mageren 'chliriens. den man so lange in der Butter anbraten läßt, bis ganz heiß ist. dann schlägt nach Größe des Gefäßes 2 reckt vorsichtig oben darauf. nickt zerlamen und stellt dei. i wieder aufs IHuti. UnterdefM man soviel Parmesankäfe ger . daß damit die Eier vollständig bedatV werden können, streut diesen dick über das Gericht und fervirt dasselbe, wen der Käse oben goldgelb geworden ist. Süßes S p e ck k r a u t. Ei großer Kopf fern geschmttenes. s Kraut wird mit siedendem Sal abgebrüht; man gibt in eine Kass?H ein eigroßeS Stück Schweineschnuckz und läßt darin 3 Unzen Würfels dd schnittenen. geräucherten Speck gfafo werden, seiht da Kraut gut ab, (tttt es in die Casserole und läßt es dün sten, bis es braun wird; dann fta man es mit Mer Kochlössem Mehl, gibt etwas Paprika und l dazu und gießt es mit Rindsuppe die man gut verkochen laßt. gibt das Speckkraut als Gemüse Rindfleisch oder Braten. Schweineohren mit Sen s a u c e. Die gut gereini Schweinsohren, etwa drei Stuck, den der Länge nach einmal durch5 schnitten, m 1 Zuart Nasser v etwas, Majoran, einer kleinen Zwi und Salz sehr weich gttocht. Ä warm werden sie in dünne Strei geiaznilien. veun ronet man Butter etwas Mehl braun. löW der g.'seihten Brühe ab und kocht $ feine Sauce, die man mit etwas Seß Liebigs Fleischextrakt undnxnMW vikant aenua. mit etwas Medr würzt. Die geschnittenen läßt man nochmals in der Sau? kochen und garnirt die SchüP hart gekochten Eiern, in Viert lcknitten Verwechslung. (in einer Buchhandlung): .Veb mir die . . . nun wie heißt es d' ... die ... die .Kirchhofs mis: Kirchhofssage? - rft. sannt, Sie meinen itdmfi htnfaCrtrt?" GfmB' Knckbosssage oder FriedhosSsag, fcf v I 1 s m

swaHp?

m

awr-mt

ist doch ga

i

m

1