Indiana Tribüne, Volume 24, Number 221, Indianapolis, Marion County, 28 April 1901 — Page 10
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Er bewohnte den Keller nun schon
zehn Jahre, dir Schuh:nacher Zenzke in Berlin X. Xt fünf Stufen, die in , den kleinen Laden hinunterführten, waren abgetreten und eingesunken, prangten jedoch allmsrcendlich in glei- ! cher, frischgescheuerter Weiße, und die Klingel an der Glasthür sang ihr lu- , stiges Lied den ganzen Tag. Wilhelm Zenzke war ein fleißiger Mann. Mit einem Lehrling saß er unermüdlich hinter den ausgestapelten l Pappcartons, den ineinandergelegten '
Pntoffeln, Filzschuhen und Lackfläschchen, die den Laoen von einem Fenster zum anderen in znxi Theile trennten. Daneben führte ein: Thür in die Wohnstube von Mutter und Sohn, wo ein braunes Ripssopha mit weißen Schutzdeckchen, ebensolche Sessel, eine lLommode und ein Kleiderschrank neben dem großen Bett in der t5cte dem Raume ein gemüthliches Aussehen gaben. Die alte Frau wäre manchmal gern
in ihrem Lehnstuhl am Fenster sitzen !
geblieben, wenn nebenan die ZUingel ertönte. Ihre Füße waren mide geworden, und der Körper schwach und hinfällig. Aber der Willelm brauchte ihre Hilfe im Laden. Er konnte sich nicht bei der vielen Arbeit die Zeit nehmen, mit den Kunden zu unterhandeln, seine Waaren anzupreisen, oder für eitle Mädchen das ganze Lager nach schmalen Lchuhspitzen zu durch''uchen. Er war überhaupt ein schweigsamer Geselle. Nebenan der Klempnermeister Specht in seinem Keller pfiff und sang bei seiner Hämmerei den ganzer. Tag. Wilhelm saß immer gebückt und still, immer die Lippen fest geschlossen in dem blassen, mageren Gesicht. Wenn ab und zu een paar unbebolfene Kinderbeinchen in den Laden hinunterkleiterten, wenn die Kleinen au der Wachbarschaft, mit ihren zerrissenen Schühcben in der Hand, zwischen venPappcarton auftauchten, hob Frau Zenzke manchmal eins der win zigen. zappelnden Dinger in die Höhe und schob sie ihrem Sohne entgegen. ..Siehste, Wilhelm, so was fehlt Dir noch, hier zwischen allem todten Krams bei uns. Und dazu eir paar flinke, frische Frauenhände, die mir die Arbeit von den Schultern nehmen. Wie lange willste denn noch warten, Junge? Was willste denn anfangen ohne mir, wenn's nich mehr jehr, und Niemand da sein wird, der Dir helfen tchutr Und dann Abends ein vertrauliches Flüstern in der Wohnstube, wenn der Laden geschlossen war. Wieder und wieder redete die alte Frau auf den Sohn ein. Klempners Miele von nebenan, Du, Wilhelm, merkste nick. warum sie alle Augenblicke reingucken thut in's Geschäs.? Und drüben du? Auguste von Hauptmanns. Das wär' auch was für Dich. Junge! So sauber un freundlich den janzen Tag. Und nie Ballschuhe kommt se kaufen, wie die andern Mädchen hier in die Irgend. Immer das eine Paar Stiefel zu repariren bringt se in ihrer Sparsamkeit. Heirathe doch. Wilhelm, thu mir's zu Liebe! Worauf lauerst Dr. e'gentlich?" Ja, worauf lauerte er eigentlich? In seiner dunklen Kammer hinten neden der Küche lag er mit offenen Augen und hörte fortwährend die Frage der alten Mutter. Wenn sie ihm nur nicht immer die Kinder an seinen Arbeitsplatz bringen würde. .ese zierlichen, niedlichen Dinger mit den großen, neugierigen Augen. Wie sie stolperten, die kleinen Beinchen, wenn sie über das aufgestapelte Schuhwerk an seinen Schemel trippelten. Und wie weich und zutraulich sich solche Kinderhand in seine harten, geschwärztcn Finger legte. Ob sie denn keine Furcht hatten vor dem blassen, ernsten Manne? Solche schreckliche Furcht, wie sich damals vor sechs Jahren auf einem Mädchenantlitz ausgeprägt hatte, in dem gerade so große Augen gewesen waren, wie bei den dummen Kleinen von der Straße. Ja, damals hatte er noch gepfiffen bei seiner Arbeit, manchmal auch ein leises, frohes Liedchen vor sich hingesummt. Und ganz grade hat er dagesessen, und hastig die Finger an dem Schurzfell abgerieben, wenn die blonde Liese lachend die fünf Stufen mit einemSchritt hinuntergesprungen war. Fast alle Tage war irgend etwas entzwei gegangen an ihren Stiefeln. Entweder die Knöpfe abgeplatzt, oder die Sohlen durchgerieben. ' An den zierlichen Halbschuhen verlor sie die Schleifen, und an den Filzsocken für's Haus waren die Schnallen abgerissen. Und immer wollte sie warten auf die Arbeit, so dringend sprach sie von den Reparaturen. Dann saß sie seitwärts neben dem kleinen Fenster auf eil em Stapel Cartons und hielt die Hände über d Kniee gefaltet. Dauerte es ihr zu läge, durchstöberte sie auch wohl in kindlicher Neugier das ganze Waarenlager, und probirte d bunten Lederschuhe an. Lächelnd streckte sie ihm dann oft den kleinen Fuß entgegen. Da, Meister, paßt der? Fühlen Sie doch mal. ob er auch nich zu weit für mich is!" Und er beugte sich nieder, vorsichtig, mit zitternden Fingern und heißer Stirn. In scheuer Hast umsannte er das feine Fußgelenk des Mädchens. .Ihnen passen nur Kinderschube Fraulein Liescyen. brauche fci wieder ein Paar?" Sie schüttelte trübe denKopf. Ach. Meister! Brauchen, ja,
aber 's Jeld hab' ich nich dazu. So'n armes Fabrikmädcden. wo denken Sie , hin?" ' Und eines Abend, i.s war kurz nach Weihnachten, und Wilb)elm zufällig
1 auch gesprungen die hudsche, blonde Liese. Von txr Kälte draußen waren ihre Wangen rosig gefärbt, und behaglich dehnte sie den Körper in der warmen Luft. ir war ausgestanden von seinem Schemel, und ihr entgegengetreten. Lä. chclnd sah er ihr zu, wie sie sich hastig das abgetragene Jaquet aufknöpfte, und in der ihr eignen flinken Bewegung die blonden Haarringel aus der Slirn strich. Und dann saß sie auf einem Stuhl vor demGlasschrank, und zog ein kleines Packet aus der Tasche. Ballschuhe möcht' ich, Herr Zenske. lveiße Ballschuh' aus recht feinem Lder. Das sind jetzt die modernsten, was?Er antworiete nicht, r blickte sie nur an. Ihre Augen strahlten. Jh Lippen glichen dunklen Rosenblättern. Behutsam wickelte sie das Packet aus, und nahm ein paar weiße Strümpfe aus dem Papier. Gucken Sie mal en bischen weg, Meister," sagte sie kindlich, suchen Sie mir verweile was eztra Feines raus. Ich hab' mir gleich neue Ballstrümpse mitgebracht zum Anprobiren." Er wurde dunkelroch und schlich bis in den äußersten Winkel seines Ladens. Und dennoch glaubte er das Vkädchen zu sehen, wie es mit bloßen Füßen dort auf dem Stuhle saß, und lächelnd das weiße Gewebe überzog. Als er wieder vor ihr stand, hielt er ein paar weiße Schuhe in der Hand, auf deren Spitzen ein grünes Myrtihenzweiglein angebracht war. Sie lacht und schüttelte verwirrt den Kopf. Aber. Herr Zenzke, das sind ja Brautschuhe!Ja die können Sie auch zum Ball nehmen. Andre hab' ich nich in lveißes Leder. Und und die Myrthen schneid' ich Ihnen einfach runter, Fräulein Lieschen." Sie streckte hastig die Hände aus. als er nach der Scheere griff. So 'ne entzückenden Blüthen, grade als ob es frische wären!" Er war vor ihr niedergeknieet und umspannte ihren Fuß. Sie beugte sich so tief herab, daß ihre Haare seine Wangen berührten und ihr warmer Athem seine Lippen streifte. ..Wie angegossen, Meister !" sagte sie glücklich. Er nickte nur. Noch immer hielt er ihren Iuß in der Hand. Das Mädchen konnte nur sein glünzendes, schwarzes Haar sehen, das sich über der Stirn zusammenlockte. Wie hübsch das aussah! Muthwillig griffen ihre Finger in so ein Locke. Ist das alles Natur?" wollte sie scherzend rufen, und schwieg doch wie gebannt, als er den Kopf hob. Regungslos lag ihre Hand auf seinem Scheitel. Im nächsten Augenblick hatte er sie geküßt, geküßt mit heißen, zitternden Lippen mitten auf den Mund. Wie gebrochen saß das Mädchen da. Er begann zu reden, hastig, schmeichelnd, ein Wort das andere überstür zend. ..So lieb hätte r sie. so schrecklich lieb! Und seine Frau müßte sie werden, seine kleine, fröhliche Frau, die ihm oen dunklen Keller hell und freundlich macht. Und nicht böse sollte sie sein, nur nicht traurig und döse, daß er plötzlich so über sie hergefallen wäre. Er hätte sie ja doch so lieb, so schrecklich lieb." Da war's gekommen, da war sie aufgesprungen, und hatte ihn zurückgestotzen. In ihren Augen eine Angst, eine so große, entsetzliche Angst, wi r s angefaßt hatte. Mit beiden Händen fuhr s über die Lippen, aus denen sein Mund geruht, während sich ihr Körper wie im Schauder dabei jctü telte. Und dann war sie fort, mit den lveißen. myrthengeschmückten Brautschuhen in den Winterabend hinausgeiaufen. ' Seitdem hatte er das Pfeifen bei der Arbeit verlernt, und das Singen. Da saß r eins Abends wieder sinnend bei der Arbeit. Kurz vor Ladenschluß ging die Thür noch einmal auf. Ganz behutsam und vorsichtig. Ein Mini) trat in denKeller. ein kaum fünfjähriges, blondes Mädchen. Nicht mal einen Mantel hatte es an. Im geflickten Röckchen und ausgetretenen Zeugschuhen stand es da. Und in den Händen ein Paar zerrissene Stiefel, die jedoch nicht für die schmalen Kinderfüße bestimmt waren. Frau Zenzke. die zwischen den umhergestreuten Waaren aufgeräumt hatte. strich der Klanen mitleidig über das glatte Gesichtchen. Ach Jotte doch. Du armes Würmchen! Von wem bringfte denn die Schuh'?" ..Von Mutter." Die alt Frau reichte die dargebotnen Stiefel mit bedenklichem Blick dem Sohne entgegen. Js woll nichts mehr los mit, was, Wilhelm?" Er schüttelte den Kopf. Unwillkürlich mußt r lächeln über das groß Vertrauen der Leute zu seiner Kunst. Ober- und Unterleder total zerrissen. an allen Seiten Svrünae und Löcher, nein, die T'tiefel hatten ihre Schuldigkeit dlich gethan. Das Kind verfolgt sim Mustrüng mit ängstlichen Blicken. Beide Hände legte es auf den Rücken, ali der Schuhmacher ihm die Stiefel zurückgeden wollte. .Mutter hat kein andrn mhr," sagt s leise. Sie läuft auf Strümpfe." Er hob gutmüthig das gesenkt Köpfchen in die Höhe. Er erschrak förmlich über das elende Kinoergsicht. Diese traurigen Augen! Er kam garnicht mhr los von ihnen. Frau Zenzke lief in die Stube. Si hatte Bratäpfel im Ofen, das Kind
würde sich gewiß snuen drüber. Und
ein Tasse wormej? . M der Küche,
Wilhelm blickte unverwandt aus daS Kind Da legten sich ein paar dünne Finger um feine Hand. Machen Sie doch MutterS Schuh wieder ganz. Bitte, bitte, nähen Sie doch das Kaputte zu," flehte das Kind. Mutter hat jefagt, denn müssen wir verhungern, wenn se nich mehr runter
und auf Arbeit rehn kann. Un krank , r r r r - L ,, . I
is i i.coon leweien, oicye wc uge hat se." Bezeichnend hielt die Kleine ihre Hände um die Beinchen. Und immer dichte drängte sie sich an den Mann, der stumm und starr in ihre Augen blickte. Als die Mutter zurückkam, wollte das Kind weder essen, nach trinken, noch nach Haus gehen. Erst sollten Muttrs Schuhe geflickt werden. Die alte Frau schlug rathlos die Hände zusammen. Alles Zureden half nichts bei dem Kinde. Zenzke, der in paar Mal unruhig durch oen Laden geschritten war, suchte hastig an seinem Arbeitstisch Herum. Dann hielt er der alten Frau in paar neu Stsel hm. Was meinste. Mutter? Das sind die verpaßten vom Fräulein Schmidt. Ob ich s dem Kinde mitjeben soll für seine Mutter?" Fuau Zenzke zuckte die Achseln. Jeh lieber selbst.Junge, solche arme Frau glaubt dem Kinde am Ende nich. Kannst sie ja billig lassen, die Schuhe." Er nahm seimn Hut, und di Hand des klein Mädchens. Als es fragend zu ihm emporsah, wies er lächelnd ans das Packet im Arme. Komm' nur, komm', ich gebe Diner Mutter in Paar ganz neu Stifel, wenn Du mich zu ihr bringen willst." Und sie schritten Uoer di Straße, über den Hof eimS alten, großen Haufeö, und vier Treppen eines Seitenflügels hoch. Als er cra die Thür klopft, vor die ihn das kleine Mädchen geführt, hörte man di Schritt oer öffmrrden Frau kaum. Ganz erschreckt zuckt sie zurück, als sie den Mann sah. Das Kind zog ihn ungeduldig in die Stube. Nu kriegst Du Schuhe.,' Mutter, ganz nu. hat er jsagt!" Di Frau rührt sich nicht. Si hatt das blass Gsicyt unter den schwarzn Haaren sofort wiedererkannt. Flüchtig überblickt r ihr dürftig Gstalt. ihr mükxs. lnds Gsicht. und wickelte dann schüchtern und unbholfn das Packt aus. Di Klin sagt . sie war so traurig, daß die alten Stieftl nicht mehr zu parirn gingen," stotkrt r. Vllicht passn di hrer , ich. ich Hab's nich so nöthig. daS Jld." S schüttelt den Kopf und deckt d Hand über die Auge. Wie si sich schämt, wi sie di Zähne zusammen beißen mußte, um nicht laut aufzuschreien in ihrer Verlassenheit und Schande. Nm, der da, der einft ihre Lippen in hrlicher Lve geküßt, der wußte nicht, daß sie die frohe, blonde Lise von damals war. Sie Sie sind viel zu gut, Herr Zenzke. Aber gehen S , gehen Sie doch, sonst zeigen noch die Leute mit Fingern auf Sie," sagte sie heftig. Jäh blickte er empor. An der Stimme erkannte er sie. Er wurde dunkelroth und wandte sich mit fragendem Blick zu dem Kinde, daS mit rnftn Augn mittn in der Stube stand. Sie lächelte. Zärtlich strichen ihr Fing? über das blond Köpfchen. Das ist mins, meins ganz allein," sagte sie rasch. Traurig sah er sie an. Liese, Lis, warum haben Sie mich damals fortgestoßen?" Da schluchzte sie auf. Fröstelnd zog sie die Schultern in dem kahlen, kalten Raum zusammen. Ein warm, gemüthliche Stube sah si plötzlich, mit braunn Möbeln und blüthenweißen Decken darüber. Und am Fenster ein lide, alte Frau in ihrem Lehnstuhl, in zwitschernder Vogel über ihr imBauer Warum ging der Mann noch nicht? Warum sah er sie so seltsam an. und lächelte sogar, wenn sein Blick das Kind streifte? Langsam trat er auf s zu, und streckte di Hand aus. Schüchtern fast, gerade, als hätte r ihr etwas abzubitten. Si dürfen nicht hrblivn mit dem Kinde," sagte er leise. Sie sind krank. Liese, und das klein Mädchen auch." Als s den Kopf schüttelte, als in ihr bleiches Gesicht dunkle Räthe stieg, fuhr er haftig zu sprechen fort. Ich hätte Sie damals nicht küssen dürfen, Liese, nein, so ... so hätte ichs nich thun dürien! Si waren ja das reine Kind noch, so jung, ach so jung! Sie hatten ja Recht, daß Sie wegliefen, und nie, .... niemals mehr wiederkainen., .... Sie unterbrach ihn. Nein, nein, Herr Zenzke, das sagen S jt blos so! Ich bin ja so schlecht, o so schlecht!" Er hielt noch immer seine Hand nach ihr ausgestreckt. In ihm War alle Güte und Milde. Komm." sagt r flüsternd, komm, min Mutter macht Dich Wieder gut, Liefe." Und das hat si auch gethan, die alte Frau. Als ich mich Wundert, daß der Schuhmacher in finm Kllrfnstr Wteoer pfiff bei seiner Arbeit, und neulich, als ich vorüberging, sogar ein Wiegenlied vor sich hinsummte, hat mir Frau Zenzke die kleine Geschichte selbst erzählt. Moderne L a n d w i r t hschaft. So so. Ihr Better hat also trotz der schweren leiten als Lznowirth glänzend Geschäfte ge macht?" Ja. der besaß nämlich dicht vor den Thoren Berlin, ein ittngut. toelches er Stück für Stück a au tenain verkauft bat. 1
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