Indiana Tribüne, Volume 24, Number 219, Indianapolis, Marion County, 26 April 1901 — Page 7

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Women as Well as Men Are Made Miserable by Kidney Trouble.

Kidney trouble preys upon the mind. discourages and lessens ambiticn: beauty, vigof and cheerfulness soon disa;?pear vhen the kidney! are out of Order or d seased. Kidney trouble has beccme so prevalent i( that it 13 not urirrommnn ! ii for a aRIM in K Kiri- " I L i t, w u WVJ I II A affiisted withweakkidßlWilr- nevs. lf the child urinates too often, if the urine scalds the flesh er if, when the child reaches an age when it should be abl to control the passage. it is yet afflicted wlth bed-wetting. depend upon it. the cause of the difficulty is kidney trouble, and the first Step should be towares the treatment of fhere importart ergans. This un?leasant trouble is due to a diseased conditien of the kidneys and bladder and not to a habit as most peopie suppese. Women as well as men are made miserable with kidney and bladdsr trouble and both need the same great remedy. The mild and the immediate effect of Swamp-Root is soon realized. It is solc by druggists, in fiflycent and one dollar sizes. You may have a sample bottle by matt free. also vamohiet teilMV Boc.t of Swuop-Koot. ing all ab out it, including many of the thousands of testimenial letters reeeivec from sufferers cured. In writing Dr. Kümei fit Co.. Binghamton. N. Y-, be sux ane mertica Üus uzi. Henry's Platz ist jetzt nicht mehr in 431, sondern in ..423 ht Selawarc Sta.. Pabst Bier an apf. Jmporlittc und cinhkimischc Weine. Seine gityrifo und Cigarren. Henry V. Kurz, 428 Z. Telawarc Ztv. In der Teutschen Wirthschaft , ron W1L FRICK, ?Zo. 507 Cft Washington Strafte. findet n-.an seinftes &cmc Brew mit schmaöhaftem Lunch zu jeder Stunde des Tages. Jefferson Haus, 115119 Cft ZoutU strafte, ist eine derberge nach deutscher Art. Der Durstige findet einen kühlen Trank, der Hungrige einen reich besetzten Tisa der Müde ein gutes, reines Bett und jeder Gast eine zuvorkommende Behandlung. Kost und Logis beim Tag oder bei der Woche. gjEF" 3fttntonui ist freundlich eingeladen (Seo. Peter Hammerle. hm S&Iooi i IM EaL 192 Ost Washington Straße. John Weilachei Eiaentbnmev Clias. Koeliing, Schneider Atelier. N. 12 OS Waldingl Str. AUO recht bil;b!ank in KuÄe und -autz zu tjubtn, cr'üD1 jede flute Hautsluu rrai ger'a Stolz. Tat beste Mittel, all, VU al'.ü aaren in kvrtzehn Zeit unl ftt die lanaftfftaua d'. pdlank und g'.än zend wie e nen Spleel 2 machen ist die u. 8. m& P0LISK PASTE, tt von er altbekannten und dkährte fcirma GEORGE W, HOFFMAN; 549 Ost Washington St., JndioncpsTif, Ind.. hergestellt wird. Für Vastvirthe iß daß altbewährt wmd ton N cieidcn Firma herzeste2t. zum flitze de Zvar.Zlxluret etc. em'ach unentbehrli unj wer el einmal gebraucht hat, wird cti m ttrtv holen. .Bar Keeper's gnend tat ankrudehrllche. tft überall m Botheke, HU dsen. ciolpii Frey, (OH fr..do M RifK) Rotary Public, Translator, Correspendeat etc Ho. 970 Wett W&lnirt It Tk BlMkm Sv. Oar.

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Sas GlSck von Vlendkeim.

Roman von Woldemar Urban. (Fortsetzung) 13. Wer zum ersten Mal während der Geschästsstunden in einen Börsensaal kommt, wo die Staatspapiere aller -icraten der Welt, die Industrie-, Ei-senbahn-, Bergwerks-Aktien u. s. w. gehandelt werden, wo man sozusagen die ganze Welt kaufen und verkaufen kann, wie etwa in der Berliner Börse, der wird denken, sich verlaufen zu haden und in ein Irrenhaus gerathen zu sein. Fürchterliche Stimmen gellen durch den Saal, gegen welche die Ausrufer unter den Jahrmarktsbuden reine Waisenknaben sind, den Hut im Genick, die Rockärmel aufgestreift, mit verschobener Cravatte und abgeschrieenen Stimmen laufen die Agenten in der Barriere hin und her. als ob sie sich gegenseitig verschlingen möchten. Wieder andere, ganz gesetzt und wärbig aussehende Herren, von denen man sich so etwas gar nicht versehen würde, stehen mitten in dem Lärm wie über ewige Probleme sinnend da, den Bleiftift in der Hand, den Zwicker auf der Nase und machen Notizen, lauter unverständliche Hiken und Zahlen, aus denen kein Normalmensch klug wird. Wieder andere thun, als ob ihr ewiges Seelenheil und ihr ganzes Evangelium auf den kleinen, mit Blaustift beschriebenen Löschpapierstücken geschrieben stände, die der Telegraphenbeamte von Zeit zu Zeit an die Depeschentafel heftet. Sie drängen und stoßen sich wie die Wilden, um zuerst zu wissen, was in fünf Minuten allen miteinander vollständig gleichgültig ist. Hier treten sogar die grotzmächtigen siebenstelligen Herren hinter den acht-, neun- und zehnstelligen zurück, Riesenoermogen rollen wie ein ungeheurer Ocean hiyhin und dortbin, Milliarden und M'.lliarden werden angeboten und gesucht, sodaß es wirklich kein Wunder ist. wenn der arme Normalmensch, der zum ersten Mal mit seinen paar Groschen in der Tasche einen solchen Hexensabbath sicht, glaubt, in einem TollHaus zu sein, oder doch auf den Gedanken kommt, daß die Herren mit ihrem ungednrdigen Geschrei nur andere um ibren Verstand bringen wollen. s war in den ersten Tagen des neuen Jahres. Die Börse war in gu ter Stimmung, es lagen viele Kaufordres aus der Provinz vor, Anlagewerthe waren gesucht, die Eoulissiers viel beschäftigt, muthig und unternehmend. denn der Ultimo, die Abrechnung ai:.': Börsensünden, sozusagen der jüngste Tag der Börse, war noch vier Wocher entfernt. Bier Wcck)en! Das ist eine 5?ig!eit für den Börsianer. Plötzlich schrie eine Stenkr-Sti7N-me. die durch den Trubel und Lanfl wie eine Trompete hindurcbklcn.. Glück von Blendhcim. Aseihundttt gesucht! Ein Hundertstim. i'gcs Hurrah! ds durch den Saal brauste, daß die Fenster zittertcn, war die A-ntirort auf dieses Gesucb. Das war das erste Mal. daß die Blcndheimer A!ti?n d?n Eur von zweihundert Prozent e?veichttt VOA die Berlin:? Börse begrüßt di?'.'s Ereigniß mit einem laute Hurrah. Man konnte das scbrn thun. Unte: all diesen Agenten. Seusale, Beuten und größern Spekulanten waren wohl nur wenige, die n!cht mitgeholfen hatten an diesem Triumph, die nicht einmal einen größern oder kleinern Posteu des beliebten . Anlagepapiers in der Hand gehabt, hierhin oder dorthin weiter begeben hatten. Natürlich nicht aus reiner Nächstenliebe. Es war in jedem Falle ein bischen an den Fingern hängen geblieben. Nun schrieen die Herren Hurrah und freuten sich, als ob sie eine Heldenthat ausgeübt hätten, und der Curs von zweihundert erschien hinter dem Titel: Glück von Blendheim auf allen Curszettsln. in allen Zeitungen und übertrug sich auf alle P:cvinz' börfcn. die mehr oder weniger von Verlin abhängig waren, und das Gluck von Blendhcim aalt im ganzen Lande für ein ..feines Papier". Es war der Herr Teebach, der so laut in den Sc al hineingerufen hatte, obgleich es gar nicht seine Art war. so laut zu sprechen. Wenigstens klang seine Stimme viel leiser und gedeckter, als er kaum e'.ne Viertelstunde sväter mit Directcr Sternfeld die Trecpe h'nabging und sagte: Hatte ich nicht recht, Herr Director? Sehen Sie es nun? Director Sternfeld war sehr guter Laune. Er rieb sich die Hände, dann schlug er sie laut klatsckend zusammen, um gleich darauf sie wieder auseinanverhaltend die Innenfläche der Hände mit gespreizten Fingern nach außen zu zeigen, wie ein Mann, der sagen will: Jetzt bin ich fertig. Jetzt habe ich die Hände wieder frei. Ich hätte es vor einem Jahr n?ck nicht geglaubt, daß wir bei der Geschichte so glatt fahren würden, erwiderte er dann. Mit diesen Localweethen hat es immer den Teufel. S';? liegen wie Blei im Schrank. Kein Mensch will sie haben. Kein Mensch kennt die Sache und traut dem Kram. Aber mit den neuen Blendhelmern ist das anders. Ich habe gleich gesagt, daß dieses Blendheim eine reiche Gegend ist. Es war etwas zu machen. I wo! Das-ist doch ganz anders wie Sie glauben. Die Leute dort sind nicht reicher als die Leute in einer beliebien andern Gegend, aber sie sind Svielratten. Sie haben aus dem an

sich ganz guten Papter em Sptelpapter gemacht. Dreiviertel von allen Blendheimer Aktien ruhen in diesem Augenblick in schwachen Händen oder ich will sagen wenigstens die Hälfte. Die Leute sind einfach toll! Nun. ich denke, daß die Börse in diefer Sache noch nicht das letzte Wort gesp.oa'n hat. meinte Herr Seebach, indem er den Director lauernd ansah. Dieser zuckte die Achseln und sagte nichts. Sternfeld war nicht der Mann, der sich aushorchen ließ. Warum soll man ein Papier, das av sich gut ist. in Händen von Leuten lassen. die nur damit spielen? fuhr -ee-bach fort. Denen es gar nicht gehört? Es müßte nur einmal ein derber Krack in die Geschichte hineinfahren und es purzelt alles durcheinander. Einer reißt den andern mit fort. Man kennl das ja. Meinen Sie nicht, Herr Tirector? Ich weiß gar nichts, erklärte diese: und stiea in seinen Wagen, der unten auf der Straße hielt. Herr Seebach setzte den Zwicker zurecht, schaute dem Dierctor eine Weile nachdenklich nach und wußte offenbar noch nicht recht, woran er war. Diese siebenstelligen Herren hatten manchmal eine verwünschte Art und Weise, etwas zu sagen oder etwa? zu verschweigen. War es nun Zeit zur Baisse oder nicht? Ging es wieder abwärts? Es wäre doch verflucht, wenn er jetzt neue Blendheimer abgegeben hätte, um sie dann am Ultimo noch theurer zurückkaufen zu müssen. Nun, wir müssen, wie es scheint, noch warten, murmelte er leise, es ist noch nicht soweit. Tann verließ auch er die Börse und ging langsam davon. Director Sternfeld fuhr direct nack der Bank. Als er in sein Bureau trat, kam ihm ein Diener nach und überreichte ibm auf einer silbernen Platte eine '.sit karte. Dieser Herr wünscht Sie zu sprechen. Herr Director. Er wartet bereits im Berathungszimmer, sagte der Diener. Director Sternfeld nahm die Karte und las sie. Doctor Julius Lorenz. oertidigter Chemiker, stand darauf. Ist der Herr schon lange da? fragte er rasch und eigenthümlich erregt. In diesem Augenblick, keine halbe Minute vor Ihnen ist er gekommen, antwortete der Diener. Es ist gut. Gehen Sie, sagte Herr Sternfeld, und der Diener ging wieder fort. Im nächsten Augenblick schob der Director mit einer leichten Beweguna die Wandtbür auseinander und stand vor fernem Besucher. w:e aus ri Berf'.'nkung heraufgestiegen. Mein werthester Herr Doctor, be gann er außerordentlich liebenswürdig und freundlich, ich bitte tausendmal um Entschuldigung, wenn ich Sie warten lassen mußte . . . Aber Herr Director . . . unterbrach ihn der junge Herr mit ziemlichem Re spect. Sie glauben nicht, was wir modern? Jammermenschen abgehetzt sind von früh bis abends und oft Wider bis in die Nacht hinein. Aber lassen wirs gut sein, ie haben sich also die Sachen augesehen? Die Herren nahmen Platz und d:r jungt Beamte er war Chemiker am Gesundheitsamt begann; Ja. ich habe die Arbeiten angesehen und ich sage nicht nur, daß es der Mure lohnt, sondern ich sage, daß es eine Culturaufgab: ist, dem Doctor Sellentin mit allen möglichen Mitteln zu Hülfe zu kommen. Ich weiß. Herr Directcr. was es mit chemischen Forschungen auf sich hat. Es giebt kein aufreibenderes, kein verzweifelteres und undankbareres Ringen als eine solche Arbeit, und ich kann nur sagen, daß ich von Herzen bedaure. einen Mann wie Sellentin in einer solchen Hülflosigkeit zu sehen. Ich sagte Ihnen ja schon, das Sellentin trotz seiner großartigen Befähigung. oder vielleicht grade deshalb im praktischen Leben em Kind ist. Ganz gleichgültig. Ein Mann, der auf solche Leistungen hinweisen kann, dürfte m:ter keinen Umständen mit öußerm Mangel zu kämpfen haben. Soll er auch nicht mehr. Herr Dociox. Ich gebe Ihnen mein Wort. Ich habe mich der Sache und des Mannes einmal angenommen und halte sie durch. Aber kommen wir ncchmals auf die Sache zurück. Es war die Rede von einer neuen Starkstromleitung, wie stehts damit? Haben Sie in den Arbeiten Sellentins ettas darüber gefunden. Seine sämmtlichen Experimente sind aufgezeichnet und wenn ich auch selbst, als Fachmann, die Starkstromleitung, die Sellentin sucht, für ein unerreichbares Ideal halte, so sind, doch in den Arbeiten, wie sie schon fix und fertig vorliegen, eine Unmenge Forschungsrefultate, die, wenn sie patentirt und so den Fabriken zugänglich gemacht werden. wesentliche Erleichterungen in der Fabrication und vor allen Dingen größere Sicherheit und Präcision in der Praxis gewähren. Wo Holz gehauen wird, fallen Späne, sagt ds Sprichwort. Nun, Herr Director, aus den Spänen, die bei Doctor Sellentins ArVeiten abgefallen sind, läßt sich ein ganz anständiges Haus bauen. So, so! warf Sternfeld eifrig dazwischen. Also schon fix und fertig. Dann wundert es mich aber, daß Scllentin niemals davon Gebrauch ge macht hat in feiner Noth. Er hat e?n das Größere gesucht und dabei das Kleinere wohl auch

seine eigene Noth übersehen oder nicht beachtet. Und Sie glauben, daß man die Resultate, wie sie vorliegen, ohne weiteres patentiren lassen kann? Das muß natürlich Sellentin selbst besorgen. Kein Mensch findet sich sc wie er in den unglaublich zahlreichen Versuchen zurecht, die er angestellt hat. Dieser Mensch hat eine Arbeitstraft, die selbst bei hundert und tausend nutzlosen oder doch ergebnißlosen Versuchen nicht erlahmt, und ein ehr.cher Mensch wird schon aus Pietät gegen ihn seine Hände irnvrni lassen. Nein. Herr Director. niemand als Sellentin selbst kann die schließlichen Resultate seiner Forschungen in die Praxis überführen. Hm. Dann bleibt nur zu wünschen, daß er bald wieder gesund wird. Er ist noch immer in der CharitZ? Ja. Und wie ist sein Befinden? Läßt e eine baldige Herstellung hoffen? Ich weiß es nicht. Die Aerzte sagen nichts und das ist ein böses Zeichen, denn wenn sie etwas Gutes zu sagen wüßten, würden sie es thun, das Schlechte aber behalten sie für sich in der sehr richtigen Annahme, daß die Angehörigen das schon zeitig genug er fahren. Es trat eind kleine Pause ein. währcnd der sich die beiden Herren fragend ansahen. Und man kann auch nicht mit ihm reden? fragte endlich Doctor Lorenz wieder. Bon Geschäften natürlich gar nicht. Die Aerzte haben aufs strengste verbvten. ihn irgendwie geistig in Anspruch zu nehmen. Wenn er nicht schläft, so liegt er meist in Fieberphantasiecn, in denen er wahnsinniges Zeug schwatzt und die paar lichten Momente, die er hat, nimmt seine Mutter in Anspruch, die ihm dann kleine Geschichten aus seiner Kinderzeit und Aehnliches erzählt. llb, seine Mutter ist bei ihm? Ja. Und das ist ein Segen, sonst, glaube ich, wäre er schon lange todt. Aber die alte Frau hat so eine Ärt. mit ihm zu sprechen und ihn zu behandeln, daß einem die Thränen in die Augen treten, wenn man nur zuhört ich glaube, sie könnte auch den Todten wieder lebendig machen. Wahrhaftig, es ist ein Zauber, etwas Uebernatürliches dabei, als ob sie ihm zum zweiten Mal das Leben geben könnte, ihn nähren und erhalten könne, geistig und leiblich, wie in seiner ersten Jugend. Nun. Sie wissen ja wohl auch, was eine Mutter ist. noch dazu am Krankenbett, ihres Lieblings. Ich will ihm gern die beste der Mütter wünschen, denn er kann sie brauchen. Die Welt hat ihm Übel genug mitgespielt. Aber wenn er nun doch stirbt? Haben Sie den Fall schon in Erwägung gezogen? Offen gestanden, noch nicht. Weshalb fragen Sie? Bezüglich der Papiere und schriftlichen Nachlassenschaft, Sie, Herr Director, hätten in diefem Falle doch kein Recht daran. Sie müßten sich dann mit der Mutter derständigen. Nun ja. Sie haben recht, Herr Doctor, unv ich danke Ihnen, daß Sie mich auf den Fall aufmerksam gemacht haben. Es lohnt der Mühe, davon zu sprechen. Denn wie ich schon sagte, wenn auch das Hauptziel Sellentins, die neue unfehlbare Starkstromleitung, noch nicht erreicht ist, so sind doch auf Grund der Forschungen, die er gemacht, doch eine Menge Verbesserungen möglich, die vielleicht in Geldwerth umgefetzt eine viel reichere Ausbeute geben, als sein Hauptziel, weil sie in erster Linie die Fabrikation beeinflussen würden. Eine Kleinigkeit zu erfinden, die alle Welt braucht, ist bekanntlich immer einträgliche? als eine große epochemachende Erfindung. Ich bin Ihnen für Ihre Hinweise außerordentlich dankbar, Herr Doctor, und bitte sehr, mir Gelegenheit zu geden, daß ich mich revanchiren kann. Kein Wort davon, Herr Director, für mich handelt es sich um einen Collegen, auf den ich stolz bin und der unverschuldet ins Elend gekommen ist. Ich thue dabei gern das Meine, thun Sie das Ihre, Herr Director, es wird sich lohnen. Doctor Lorenz stand bei diesen Worten auf, um sich zu verabschieden. Es wurden zwischen den Herren noch einige Redensarten privater Natur gewechselt. DerChemiker war ein entfernter Verwandter des Direktors Sternfeld und die beiderseitigen Familien verkehrten miteinander , dann empfahl sich Doctor Lorenz und ging fort. Gleich darauf klingelte auch Director Sternfeld nach seinem Diener. Als dieser eintrat, sagte Sternfeld: Wollen Sie meinen Kutscher benachrichtigen, daß ich sofort ausfahren möchte. Er soll unten auf mich warten. Als er wenige Minuten später auf die Straße trat, stand der Wagen schon da. Nach der Charit! rief er dem Kutscher zu und stieg ein. Dittctor Sternfeld wollte die Geschichte mit den Papieren Sellentins nicht in der Schwebe hängen lassen. Hätte er sie kaufen können, würde er wohl einen fehr guten Preis dafür bezahlt haben, denn sie schienen ihm grade jetzt sehr gelegen zu kommen. Wenn es ihm gelang, jetzt, wo er ausverkauft hatte, auf Grund neuer Patente die neuen Blendheimer Aktien flau zu machen, so war ein Bombengeschäft für ihn sicher. Nur mußte er vorsichtig und discret handeln. damit ihm nicht Zierold, der aWitz noch auf einem Theil serner Mtien

reuian. oazwricyen fuhr und ihm die Patente für seine Fabrik vor der Nafe wegkaufte. Als sein Wagen vor dem KrankenHause hielt und er ausstieg, sah der Tirector einen alten Herrn, der eben feinen Pelz sorgfältig zuknöpfte und im Begriff war fortzugehen. Herr Geheimrath! rief er ihn eilig an. Herr Geheimrath! Der Herr drehte sich langsam und gemächlich nach ihm um. Was tauend, Director Sternfeld, erwiderte er überrascht. Was hat Gott Mammon mit Aesculap zu schaffen? Auf gut deutsch: Was wollen Sie denn hier? Ich muß mich doch wohl einmal nach meinem Schützling umsehen, antwortete Sternfeld. Ihr Schützling? Wer ist das? Das wissen Sie nicht, Herr Geheimrath? Erlauben Sie mal. Herr Director. wie stellen Sie sich denn meine Thätigkeit hier vor? Wissen Sie denn von jedem Hundertmarkschein, der in Ihrer Casse ein- oder ausgeht, wo er herkommt und wo er hingeht? Es genügt, daß er gut ist. Nunund bei mir genügt es, daß der Mann krank ist und gesund wird, alles übrige ist mir gleichgültig. Um wen bandelt es sich? Um Doctor Felix Sellentin. Ah. der mit seiner Mutter die zwei Zimmer im zweiten Stock hat? Derselbe. Was halten Sie von ihm? fragte der Director, und als der Geheimrath nicht gleich antwortete und sogar Miene machte weiterzugehen, fuhr er hastiger fort: Die Sache ist mir wichtiger, als Sie vielleicht denken. Ich nehme an dem jungen Manne den innigsten Antheil und möchte Ist er Ihnen Geld schuldig? fragte der Geheimrath trocken. Nein, antwortete Sternfeld, etwas aus dem Concept gebracht, aber da der junge, sehr leistungsfähige Chemiker allein und arm im Leben steht, Herr Geheimrath, so habe ich es für Menschenpflicht gehalten, ihm beizustehen. Ich dachte, ein Arzt könnte sich auch einmal für ein armes Menfchenschicksal erwärmen. Ich bedaure, daß das Na, na, nichts für ungut, Herr Director. Sie trauen mir wohl zu. daß ich für meine Patienten mehr als Interesse habe, denn ich widme ihnen mein Leben. Was wollen Sie also wissen? Was ist für Doctor Sellentin zu hoffen? Der Geheimrath zuckte mit den Schultern. Das ist mit solchen Fieberkranken wie mit einem Licht, das im Winde steht, sagte er. Mr können vorher nichts wisse?,. Es kommt darauf an, ob der Körper sich widerstandsfähig erweist. Ein einziger, heftiger Windstoß kann das Licht verlöschen, aber es kann auch grade in dem Augenblick, wo man denkt: Jetzt muß es aus sein, wieder aufflackern. Sie können keine bestimmte Hoffnung Keine Idee davon. W thun unsere Pflicht, so gut wir es können und wissen. Wenn Sie das beruhigen kann Aber feine Mutter Kann auch nicht hexen. Indessen haben . Sie recht. Es ist fast wunderbar und beweist, daß den Fieberkranken eme gewisse Gemüthsruhe, ein Comfort der Seele, wenn man fo sagen kann, sehr zu statten kommt, und das kann eben nur eine Mutter. Unter uns gesagt: Wie ich den jungen Ehemiker zuerst sah, gab ich ihn auf. Das war ein so dünnes, schwächliches Körperchen, fast nur noch Haut und Lknochen, daß ich dachte, es würde die Fieberschauer nicht überstehen. Und was hat das elende, dürftige Körperchen nur schon alles ausgehalten! Ich hätte es wirklich nicht für möglich gehalten. Er wird sich schon tapfer halten. Hoffen wir das Beste. Herr Director . Jetzt muß ich aber gehen. Meine Empfehlung, Herr Director. Wie gehts zu Hause? Die beiden Herren verabschiedeten sich mit einem stummen Kopfnicken. Der Geheimrath ging weiter und Tirector Sternfeld trat in das Krankenhaus ein. (Fortsetzung folat.) , ,G, B e i M a l ä n q u i l I a i n d e r Provinz Saragossa wurde eine Räuberbande, bestehend aus entsprungenen Bagnosträflingen, von der Gendarmerie abgefaßt. Die Räuber hatten zahlreiche Verbrechen begangen. Es wurden daher die Gendarmen aus Calatayud. Torrijos, Curia, Villarroya und Malanquilla concentrirt. Sie deranstalteten ein Kesseltreiben. Die Räuder, sechs an der Zahl, wurden überrascht, als sie sich eben anschickten, die Wohnung eines reichen Grundbesitzers zu überfallen. Es fand ein regelrechtes Gefecht statt, bei dem die Räuber viele Schüsse mit den Gendarmen Wechselten. Die Räuber flohen in der Dunkelheit der Nacht ins Dickicht. Wieder eingeholt, wollten sie sich in einem einsawen Wirthshaus verschanzen. So wurden die Räuber endlich nach kurzem Ringen überwältigt und gebunden abgeführt. Die ganze Gegend athmet ...5 ...4,Vll . lärss, Gattin: Ich hatte einen merkwürdigen Traum heute Nacht. Ein Auktionator verkaufte Ehemänner. Einer wurde für 1000 Mk.. einer für 500, einer für 300 Mk. losaeschlagen!" Gatte: Ja, waren aber auch solche wie ich dabei?" Gattin: Eine ganze Menge. Sie wurden in Dutzenden zu 50 Pfennig das Packet abgegeben!"

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