Indiana Tribüne, Volume 24, Number 218, Indianapolis, Marion County, 25 April 1901 — Page 7
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Women as Well as Men Are Made Miserable by Kidney Trouble.
Kidney trcuble rreys -pon the m:r.d. discourafez and lessens amb;tion; beauty, vigor ana cneertulness soon äisapear when the kicney: are out of order ff or d seased. . K.ar.ey troubie has V?rf t-1 tft nrevoUnf V ... r1 tr.lt it nnt unrn-nrnnn N ii - -- . II U fnr 4 onlM t k k, ! 1 f vi V1IIIU IU LKS 11 2r afflicted with weak kidIt V,- -V. ; I j iivfg. ll mc UI II.ates too often. if the urine scalds the flesh or if, when the child reaches an age when it should be able to control the passage. it is yet afflicted with bed-wetüng. der end upon it. the cause of the d;fficuhy is kidr.ey trouble, and the first Step should be toVards the treatment cf these impor ant Organs. This unpleasant trouble is due to a diseased condition of the kidney s and bladder and not to a habit as most ceople suppose. Women as well as men are made miserable with kidney and blaader trouble and both r.eed the same great remedy. The mild and the immediate effect of Swamp-Root issoon reaiized. It is sold by aruggists, in fiftycent and or.e dollar sizes. Ycu may have a sample bottle by mail free. abo oamnnlet teil Borne of 9acap-Rot. in e all about it. inciudin? manv of the thousands of testimonial letters reeeiveo from sufferers cured. In writing Dr. Kilmet &. Co., Binghamton, N. be surt ane . menüon this woer. Keine Bezahlung, wen, nicht gefteilt. Tai tf! mein Vorschlag z'J??. f irnerv Staur welche an solzenken trant&etten U.ttn. RttWsMPMl Crftbcjfung, frcar ;i?uc!?n. .' tuira!i-..:i ZtUi tonten ccet Schmerzen :n t-.r. tnm ;.iie tt mi. Tr. MrLaughlin'S klettristhn Gürt beilt fAnctl nnd tur immer .iUe Mftf ::c rt Ich gjTantiere etne Heilung j t ?n AuIeD, ten -2 znn me. und verlange keine Btclu" : it:eilifr wenn ?dr mich ?cher neUT" tfcretdt für m. n tat iKu'Trtrt ?ned. relcbc rnttne f tntlu:; jair.tccc , Rjrtunt onftte 2?Uldtlung,n zitt. Dr. A. G. Mcaghli 214 2:a:e -trotze. Cbicaso HOTEL - RESTAURANT. BIS3IARCK, ci,u. 180-186 ad,lvd t. : Sammelvlatz der Deutschen. Im Monitor, o. 106 Wkst Washington Strafe, findet man sämmtliche Herren und atncti Auöftatttngs - Wnaren ncueftcr Mode in größter Äuswaht. 8. BINZER, Manager. Vögel, asigc, Fische, Aquaria, Harzer und St. Andrcasberger Aanarienvdccl. Cpottvögel, Amseln, Drossel, RothVögel, Distelfinken,' Nachtigallen, Ja panische Robbins. Gold- und anden Sorten Zierfische, VlodeS, äfige etc. zu billigen Preisen. C. F. Klepper, 431483 TOaffadiulett Boenue. jnj;(ten v?errnorn un. ViAiaan erranr Cigaren. Büffet. The City Club 119121 Bei Market 5traße. Indianapolis. Kegelbahnen. Billiards. Die feinsten im Beste C. GARDXEK, i Viacnthümcr VEBB JAY, I " - M. C. Knox, Aff't. Geschäftsführer. Chas. Koeliing, Schneider Atelier, No. 512 Oft Washington Stt. ciolpk Frey, IOU h-dom A KickO
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Das Gluck von VlendHeim.
Roman von Woldemar Urban. (Fortsetzung) Eoa hatte das vorher geahnt und wußte jetzt auch sofort, was für eine Nachricht das gewesen. Deshalb hatte sie ja schon bei ihrer Verlobung mit Perlewitz die Bedingung gestellt, daß sie nur im engsten Familienkreise gefeiert werden sollte. Späterhin hatte sie aber doch nicht hindern können, daß die Verlobung wenigstens in einer Berliner Zeitung bekannt gemacht wuroe und grade diefe mußte ein tückischer Zufall Felix in die Hand gespielt haden. Es stimmte ganz genau. Eva konnte ja sofort feststellen, daß der Unfall, der den jungen Sellentin betroffen, an demselben Tage sich ereignet hatte, an dem die Anzeige mit ihrer Verlobung in der Zeitung gestanden. Was mußte er gelitten haben! Eva sah starren und trockenen Auges verzweifelt vor sich hin. Was er auch gelitten haben mochte, es war nichts gegen das, was sie litt und noch jeden Tag leiden mußte. Ihr war seit ihrer Verlobung, als ob man ihre Jugend begraben habe. Ein trübes, trauriges und graues Leben der Pflicht und der Entsagung lag vor ihr. Sie mit ihrer zärtlichen Hingabe und weichen Innerlichkeit litt noch schwerer als er, und wenn sich bei ihm auch der Schmerz über das entflohene, unwiederbringlich? Jugendglück wilder, heftiger und plötzlicher äußerte als bei ihr, so hatte er doch seine Arbeit, an der er sich wieder erholen konnte von dem schweren Schlag. Ein Mann hat im Leben t2Usend Interessen, die ihn wieder ablenken von einer zerrissenen Innerlichkeit. Jeder Tag bringt ihm neue Kämpf, in denen er die alten Niederlagen, pcr.r. nicht vergißt, so doch überwindet. Anders bei der Frau. Ihr ganzes Leben ist ihre Liebe, ihr Herz, ihre nnerlich keit. Ist diese verletzt, so ist ihr Leden vergällt und vergiftet. So wars auch bei Eva von Blendheim. Sie litt stumm, aber sie litt um so schwerer. Sie hatte in der Einsamkeit und Einförmigkeit ihrer Tage nichts, was sie ablenken, zerstreuen und trösten konnte. Zu stolz, um sich in Tand und Nichtigkeiten zu verlieren, überließ sie sich ganz ihrem Schmerz. 12. Es war fast Mittag, als Gustav Sellentin endlich nothdürftig ausqeschlafen hatte und auf den Hof hinaustrat. Er war mißmuthig und grob, schalt und schimpfte mit den Dienstboten und machte sich so unausstehlich wie möglich. Am wohlsten war ihm eigentlich, wenn er nichts von der ganzen Wirthschaft hörte und sah, und deshalb ging er auch jetzt durch das große Hofthor davon, direct nach der Fabrik. Er war gespannt, zu erfahren, was" denn eigentlich gestern Abend im Weißen Lamm ausgemacht worden sei. Es wäre ihm doch ein böser Strich durch die Rechnung gewesen, wenn die Arbciter sich grade jetzt oder zum Frühjahr hin zu einem Streit zusammengefunden und damit nicht nur die Rentabilität der Aktien, sondern auch deren Eursstand in Frage gestellt hätten. In einem Corridor des Directorialgebädes begegnete er dem Direktor Zierold. der grade, den Federhalter zwischen den Lippen und einen Stoß Papiere und Briefe in der Hand, aus einer der Bureaustuben trat, um in sein Privatbureau zu gehen. Wollen Sie zu mir? fragte er den Gutsbesitzer geschäftig und freundlich. Wenu Sie einige Minuteu für mich haben. Herr Director? . . . Aber ich bitte. Herr Sellentin, keine Umstände. Kommen Sie. Treten Si? ein. Um was handelt es sich? Herr Zierold w-ir .loch immer der Alte, der er stets gewesen, kurz, bestimmt und geschäftig. Aber es war in seinem Wesen doch eine Veränderung eingetreten, die freilich nur dem aufmerksamen Beobachter auffiel. Früher stand der Mann in seinem Eigen thum und hatte sich um niemand zu scheren, wenn es ihm nicht paßte. Jetz: war das anders. Er war dem Aufsichtsrath und der Generalversammlunc verantwortlich. Früher brauchte er sich nur zu fragen: Ist die ida: richtig oder nicht? Jetzt hieß es nur. Kann ich sie verantworten oder nicht? Darin lag ein großer Unterschied, de ihn manche Rücksichten nehmen, Redensarten und Winkelzüge machen li:ß. Wenn jetzt ein Großaktionär der Fabrit zu ihm kam. so wußte Herr Zie. rold schon, ehe jener den Mund auftbat. ganz genau, was er wollte, und behandelte ihn danach. So war er auch jetzt mit dem Gutsbesitzer außerordentlich freundlich und zuvorkviNmend. becomplimentirte ihn in sein Privatbureau und schickte den Schreiber. der sich dort zufällig wegen eines Auftrages befand, fort. Dann, als er mit seinem Besucher allein war und dieser Platz genommen, bot er ihm eine Cigarre, steckte sich selbst eine an, um der Unterhaltung einen möglichst oemüthlichen und sanften Anstrich zu geden. Ich weiß, ich weiß, begann er endlich wieder, behaglich rauchend, man hat Sie beunruhigt? Durchaus nicht. Herr Director. erwiderte Herr Sellentin, durch das fast kameradschaftliche Wesen des Herrn Zierold geschmeichelt, aber ich wollte mich doch einmal erkundigen, was el gütlich mit diesen Arbeiterversamm
lungcn und Wühlereien au? nch habe, von denen ich gestern Abend zufällig Zeuge wurde. Ah, Sie waren dort? fragte Zierold lebhaft. Nein, das nicht. Ich las nur flüchtig den Zettel .... Die Sache hat keine Bedeutung, warf Herr Zierold flüchtig hin. Heute Morgen war schon eine Abordnung bei mir. die ich höflich empfangen und cruf spätere Entscheidung vertröstet hebe. Die Leute sind verhetzt und verleitet von ein paar Schreiern, sagte Sellentin. Diese müssen fort. Herr Director. Dieser Baumert ist der, der uns alle verdirbt, der . . . Lassen Sie mich nur machen. Er muß raus aus der Fabrik. Wo denken Sie hin? Das wäre der directe Weg, die Leute vollends zu einigen und den Streik, wenn er noch nicht fertig ist. fertig zu machen. Nein, das macht man anders, mein lieber Herr Sellentin. Aber ... Das hieße ja gradezu ihnen den Mund aufreißen. Es handelt sich aber darum, ihnen den Mund zu schließen. Sehen Sie, dieser Baumert mit seinen Collegen. soweit ich sie als tonangebend unter denArbeitern kenne, wandern von nächster Woche ab in die Repassir-Ab-theilung. Sie haben dort leichte Arbeit und bekommen einen monatlichen Zuschuß von fünfundzwanzig Mark. Natürlich wird ihnen bei dieser Gelegenheit gesagt, daß sie nur so lange in der Repassir - Abtheilung bleiben können, als keine Klagen über sie einlaufen. Verstanden. Herr Sellentin? Hm, hm! machte der Gutsbesitzer Pfiffig. Natürlich laufen keine Klagen ein. Ich kenne meine Pappenheimer fchon. Es wird ruhig werden unter den Arbeitern, es wird keine Versammlung mehr abgehalten und keine Rede mehr gesprochen werden, und die ganze Agitation wird einschlafen. Dann kommt die Zeit. wo. wie ich der Abordnung versprochen habe, die Sache dem Aufsichtsrath vcrgelegt wird, und wenn ich dann eines schönen Tages die Deputation der Arbeiter zu mir rufen lasse, um ihnen mitzutheilen, daß der Aufsichtsrath für diesmal" leider noch nicht auf die Wünsche der Arbeiter eingehen könne, dies aber bestimmt für nächstes Jahr in Aussicht gestellt, so wird kein Geschrei und Gejohle sein. Alles wird ruhig zuhören und still warten, was uns nächstes Jahr gefallen wird, zu beschließen. Sehr gut! Ausgezeichnet. Nehmen Sie im voraus meine Gratulation. Herr Director. Sie verstehens. Sie sind der Mann. Ist alles soweit, fuhr der Director behaglich ein Bein über das andre legend. fort, so können wir ruhig abwarten. und im Nothfall die Repassir-Ab-theilung säubern, indem wir die Rädelsführer einen nach dem andern fliegen lassen. Alsö nur keine Angst, mein lieber H:rr Sellentin. Der Gutsbesitzer war von der erhaltenen Auskunft vollständig befriedigt und trat, nachdem er Herrn Zierold noch Stillschweigen über die oertraulichen Mittheilungen gelobt, den Heimweg an. Als er sich dem Waschhaus näherte, das unter andern Wirthschaftsgebäuden in der Nähe der großen Thoreinfahrt der Fabrik stand, begegnete ihm der Arbeiter Baumert. Der Gutsbesitzer sah ihn erst, als er nur noch einige Schritte von ihm entfernt war. und wußte nicht, ob er aus dem Waschhaus oder einem der andern Gebäude kam. die dort in d?r Nähe standen. Beide ziemlich gleichaltrige Männer sahen sict gegenseitig mit finstern Blicken an und erwarteten viezleicht einer vom andern, daß er grüßen sollte. Da das aber von keiner Seite äeschah, so stapften sie an einander vorüber, als ob sie jeder ein Lineal verschluckt hätten. Sellentin hätte bei der Menge Lnite, die auf dem Hof beschäftigt waren und hin und her gingen, auch auf diese Begegnung weiter keinen Werth gelegt, wenn nicht unmittelbar darauf Käthchen Werner, aus derselben Richtung wie Baumert kommend, nach dem Thor gegangen wäre. Was hatte das Mädchen hier zu suchen? fragte sich Sellentin. Offenbar war sie Baumerts wegen gekommen und hatte dort hinten irgendwo mit ihm gesprochen. Jetzt fiel ihm Lud) ein, daß er die beiden früher schon einmal im Weißen Lamm zufammen gesehen. Was hatten sie miteinander? fragte der Gutsbesitzer. Entstand da etwas wie rm Liebes hältniß? Die Eifersucht regte sich in ihm. Er selbst wollte ja Käihchen Werner nicht heirathen. Er hatte in dieser Beziehung ganz andere Pläne. Aber er gönnte das junge Mädchen auch einem andren nickt. Er hatte das Verhältniß, in dem er früher zu dem Mädchen gestanden, gelöst, und zwar in der Weise, daß das leichtverletzte Ehrgeiübl Käthchens sie veranlaßt hatte, sich selbst von ihm zurückzuziehen. Das entsprach seiner Absicht und beunruhigte ihn weiter nicht. Wenn er aber bemerken mußte, daß sie sich einem andern und nun schon gar dem verhaßten Baumert näherte, empörte sich in ihm etwas, worüber er sich selbst nicht klar wurde. Rasch lief er hinter Käthchen her und holte sie ein, noch ehe sie den Fabrikhof verlassen hatte. Wo btst du gewesen? fuhr er sie ziemlich unsanft an. Wo soll ich denn gewesen sein? fragte Käthchen zurück, verwundert über sein etwas erregtes Aussehen und wohl auch etwas äraerlicb darüber, daß er
ihr auf offener Straße tu fo oarfcoer Weise in den Weg trat, ich habe Plät:wasche abgeliefert. Und mit Baumert herumsponsirt, gestehs nur. Ich habe es gesehen, fuhr er heftig fort. Das jlllige Mädchen antwortete nicht sogleich, sondern sah ibn zunächst ruhig und prüfend an. Und wenn ichs auch thäte, sagte sie dann, was geht es dich an? Schämst du dich nicht? Am hellen lichten Tage mit einem ganz gewöhnlichen Handarbeiter herum zu poussiren? rief er ihr laut und unbekümmert um die Leute, die um sie herum waren, zu. Das verdroß natürlich Käthchen auch. Ich habe mich nicht zu schämen, antwortete sie. nur mit Mühe die Thränen zurückdrängend. Ich habe nichts gethan, dessen ich mich zu schämen hätte. Du bist . . . Hast du nicht soeben mit Baumert gesprochen? Du lügst, wenn du behauptest, etwas gesehen zu haben, dessen ich mich zu schämen hätte. Hast du mit Baumert gesprochen oder nicht? drängte er sie immer heftiger. Das ist meine Sache. Das kann ich halten wie ich will. Ich sehe gar nicht ein, weshalb ich nicht mit einem ehrlichen und anständigen Arbeiter reden soll, wenn es ihm gefällt, mit mir zu reden. Baumert verdient sein Äeld ehrlicher als mancher andere. Was willst du damit sagen? fuhr er sie drohend an. Sie antwortete wieder nichts, sah ihn aber mit ihren hübschen weichen Augen vorwurfsvoll und bittend an. Das wirkte auf den jungsn Gutsbesiper offenbar mehr als alles, was sie hätte erwidern können. Sellentin wurde ruhiger, ging eine Weile nachdenklich neben ihr her und wußte offenbar nicht recht, wie er das. was er noch auf dem Herzen hatte, vorbringen sollte. Er wollte wissen, wie sie mit Baumert stand, und wenn wirklich so etwas wie ein Liebeöoerhältniß verHanden war. es zerstören. Ihm gönnte er sie am allerwenigsten. Lieber würde er sie selbst heirathen. Du wirst doch den Baumert nicht heirathen. Käthchen, begann er endlich wieder in einem ruhigern Tone. Davon ist vorläufig gar keine Rede, antwortete sie rasch. Na ja, siehst du, vorläufig, sagst du selbst. A.lso es wird doch vermuthlich einmal die Rede davon sein? Was weiß ich davon? Du mußt das wissen. Das sieht ein Mädchen wohl, worauf es abgesehen ist. Warum willst du mir also nicht sagen, wie es steht? Weil du kein Recht hast, danach zu fragen und vor allen Dingen kein Recht hast, mich vor allen Leute zur Rede zu stellen, als ob ich Gott weiß was für ein schlechtes Mädchen wäre. Was sollen denn die Leute von mir denken? Bei der letztern Frage traten ihr wirklich die Thränen in die Augen. Sie trocknete sie hastig mit der Schürze und schluchzte dabei einigemal? hilflos aus. Weine nicht. Käthchen. bat er hastig und sah sich rasch um, als ob er sich jetzt ihrer Thränen zu schämen hätte, du weißt, ich kanns nicht leiden. Ich meine es doch gut mit dir. Ich will ja doch im? dein Bestes. Sei still. Dieser Baumert ist nichts für dich. Ueber kurz oder lang wird er einmal aus der Fabrik entlassen und dann liegt er mit Frau und Kind auf der Straße wenn er solche hat. Ein ehrlicher Arbeiter kommt immer fort, warf sie zuversichtlich ein. Das sind Redensarten. Darauf mußt du dich nicht verlassen. Ich weiß, daß Baumert wegen seines Agitirens unter den Arbeitern schlecht angeschrieden ist. Das ist nicht wahr! Er ist noch jetzt auserwählt worden, in die Repassirabtheilung versetzt zu werden. Wer hat dir das gesagt? fragte er betroffen. Er selbst. Nun nutzte er, daß sie wirklich mit tm gesprochen und dachte sich das übrige. Wenn ich dir aber sage, daß das nur geschehen wird, um ihm vorläufig den M'.md zu stopfen... Was? fragte sie aufhorchend. In einem halben oder ganzen Jahre fliegt er sicher hinaus. Das saAst du nur, um ihn zu ver' dächtigen. Das sage ich, weil ich es gut mit dir meine, Käthchen und nur im Vertrauen aui deine Verschwiegenheit. Laß dir nichts merken davon, hörst du? Du weißt nicht, was du damit für Schaden anrichten könntest. Er wird wohl schon selber wissen, was er zu thun hat. Er braucht mich dazu nicht. Käthchen. sieh dich vor! warnte er wieder eindringlich. Ich kann dir jetzt nicht mehr sagen als das. Hast du mich denn gar nicht mehr lieb? Ich . . . Das ist vorbei, warf sie rasch dazwischen. Denk doch an das. was früher war, Käthchen. bat er. Weshalb denn? Was vorbei ist. ist vorbei. Du hast nicht gewollt. Nun zieh du nur deine Straße allein weiter. Du wirst ja sehen, wohin du kommst mit . . . mit deiner reichen Frau. Mit . . . Wer hat dir das gesagt? fragte er consternirt. Deine Mutter. Du mußt nichts dcrvon glauben. Alte Leute schwatzen allerlei, ohne zu wisk sen was. Sie hat dir das erzählt, um mir zu schaden. Sie kann mich nicht
Kantn $it leiden, weil sie mcht mehr fo commandiren kann auf dem Hofe wie früher. Und warum kann sie es nicht mehr? Dir wäre es besser, du hättest jemand, der dich und den Hof commandirte. Es wird die Zeit kommen, wo du dir die Augen nach einem solchen jemand aus dem Kopfe weinst. Das war das alte Lied. Die beiden Frauen wollten ihn unterkriegen", und das wollte er nicht. Dieses Mißtrauen war es auch jetzt wieder, was ihn von Käthchen entfernte. Manchmal war ihm, als ob es für ihn gar nichts anderes auf der Welt gäbe, als Käthchen zu heirathen. damit er endlich zur Ruhe käme. Jetzt wieder, in dem Verdacht, daß sie mit Baumert eine Annäherung suchender schon gefunden habe, war dieses Gefühl in ihm mit eine? Macht und hinreißenden Gewalt aufgetreten, daß es ihm schon leid gethan, mit ihr gebrochen zu haben. Wenn er ihr in die Augen sah. in die lieben, etwa wehmüthigen und vorwurisvollen Augen, die immer einen Ausdruck hat ten. als ob sie erstaunt über ihn wäre, daß er so üble Gewohnheiten annanm und auf so schlechte Wege gerathen konnte, dann war es ihm, als ob diese Blicke, als ob überhaupt Käthchen das einzig Wahre auf der Welt sei und alles andere nur Schimmer und Schein. Dann aber kam wieder das unselige Mißtrauen, daß er glaubte, seine Mutter und Käthchen hätten im geheimen schon das Bündniß fertig gemacht gegen ihn'', um ihn unterzukriegen und um auf dem Hof zu schalten und zu walten wie sie wollten. Und doch wußte er alles besser! Er war gescheiter als alle andern. Trotzig ließ er Käthchen ihren Weg allein weitergehen und wandte sich auf einem Feldweg dem Weißen Lamm" zu, um einen ordentlichen Frühschoppen zu nehmen. Den Hausschlüssel hatte er ja in der Tasche, seine Mutter war in Berlin und die Arbeit klebte ihm auch nicht an den Fingern. Es stand also dem wichtigen Unternehmen nichts im Weae. sortieVUNg folat.) Z n zgarrtsdurg. P?.. fand eine Hochzeit mit einem romantischen Hintergrunde statt, und zwar war der 65 Jahre alte William Fegel von Pottstown, Pa.. der Bräutigam und die um ein Jahr jüngere Wittwe String aus Eedar Rapide. Mich., in deren Familie Fegel verkehrte, als er vor 20 Jahren in Michigan wohnte, war die glückliche Braut. Vor einigen Jahren wurde Fegel Wittwer und er eröffnete eine Correspondenz mit seiner früheren Logiswirthin. Es wurde zwischen ihnen 1ie Vereinbarung getroffen, daß die Frau nach Harrisburg kommen solle, wo Fegel sie erwartete. Zwei Stunden nach ihrer Antunft wurden sie von dem dortigen Mayor getraut. S einen zukunftigen Schwiegervater ermordete in Hamburg der 26 - jährige Glasergeselle Meier aus Bremen. Die einzige Tochter des Dienstmanns Runge hatte sich mit dem Glaser verlobt, obwohl der alte Runge die Wahl seiner Tochter nicht billigte. Meier suchte seinen zukünftigen Schwiegervater in dessen Wohnung auf. Kaum hatte er jedoch die Wohnung Runge's betreten, da verriegelte er die Thür und gleich darauf horten Nachbclrsleute Hilferufe. Als sie in Bcgleitung einiger Polizisten in dieWohnung eindrangen, fanden sie den alten Runge in einer Blutlache todt am Boden liegen. Meier kniete noch auf seinem Opfer, dem er mit einem Brotmesser den Hals durchschnitten hatte Der Thäter wurde sofort verhaftet. Giuseppe und Carmela in Neapel hatten sich vor vier Jahren kennen und lieben gelernt, und durch fleißige Arbeit ein gutes Stück Geld für die Ausstattung erspart, so daß e in wenigen Monaten die Hochzeit hätten feiern können. Da wurde Carmela infolge Ueberanstrengung krank, und konnte sich nicht mehr aus dem Bett erheben, an dem Tag und Nacht mit aufopfernder Sorgfalt der Verlobte wachte, bis er eines Tages mit seinen Armen die todte Braut umfing. Am nächsten Tage fand das Begräbniß statt. Giuseppe selbst holte Rosen und schmückte den Sarg und traf alle AnOrdnungen für eine würdige Bestattung. Als sich nun der kleine Trauerzug in Bewegung setzte, schluckte er eine starke Sublimatlösung, folgte aber, obwohl das Gift bereits seine furchtbare Wirkung auszuüben begann, der Geliebten bis an daS Grab, ton dessen Rand er wenige Minuten spät selbst iodt zusammenbrach.
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