Indiana Tribüne, Volume 24, Number 213, Indianapolis, Marion County, 20 April 1901 — Page 7

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Jndians Tribüne, S. Apnl

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Vas Gluck von Vlendheim.

Roman von 2BoIberr.cn: Urban. (Fortsetzung) Der Erfolg der Gründung war denn auch ein sehr günstiger. Die Zeichnunq der Akticn wurde sofort nach Eröffnung geschloffen, weil, wie man in den Leitungen las. eine mehrfache Ueberzeichr.ung stattgefunden habe. Schon nxnige Wochen nach der Sub fcription wurden die Aktien mit dreiszia Prozent Ausschlag gehandelt und Gustav Sellentin konnte sich im Weiszen Lamm zu Blendheim brüsten, in vierzehn Tagen siebentausend Mark Cursdifferenz verdient zu haben, weil er pfiffig war. So etwas machte natürlich in dem bis dahin stillen Blendheim Effect. Der Aqent Seebach hatte um diese Zeit vielfach in Blendheim zu thun. Es verging fast keine Woche, in der er nicht einmal von Berlin herüberkam, theils um mit Zierold zu verhandeln, theils um sich gewisser Aufträge und Vermittelungen zu entledigen, die man ihm in Blendheim gegeben. Es war an einem Sonntag Nachmittag, als er. wieder auf einer dieser Ercursionen begriffen, auf dem Weg vom Bahnhof bis zum Weißen Lamm mit dem alten Oberst Blendheim zusammentraf. de'- die Flinte über die Schulter gehängt, von der Jagd zu kommen schien. Herr Oberst, habe die Ehre! Un-ti-i'änigster Diener. Herr Obe:'t, redete ihn der Agent an. Ah. Sie sind's. Herr Seebach? antwoitete der alte Herr nun. wie steht's? Wie gehen die Geschäfte bei den sieben-stell-acn Herren? Was haöe ick Ihnen gesagt. Herr Oierft? begann Herr Seebach. fcennen Sie sich noch? Im vorigen Frü5jähr? Ich habe Ihnen gesagt: Zi rold ist der Mann, der das Zauberwort kennt, das die Geister aus d:r Tiefe ruft. Ha. ha, lachte der Oberst, rufe kann jeder, mein lieber Herr Seebacb, aber ob sie kommen, die Geister aus der Tiefe, das ist etwas anderes. Sie kommen. Herr Oberst. Si: fm schon da! Zierold braucht nin zu ;rc:::r. und der gelbe glcitzende M?.n. inen tommt aus allen Ecke und WinZeln berangetchlichen. legt sich ihm screichlerisch und kriecherisch zu Mützen, als wollt? er sagen: 'Nimm mich nur auf. Tu bist der Mann, du Zist der Herr. Mach mich nu? qzü'z und reich. Du kannst es. Tu b'st der Mann. Aus allen Kasten und Kisten, aus Sparstrümpfen und Heckebeuteln kommt der ttc blinde Dieser, das Gold, herangekrochen. biltend und bettelnd Ha, ha! Herr Evkimh, Sie bewegen sich g?rn in Phantasieen und Uebertr.bungen. warf dcr Oberst zweifelnd ein. Wieso? Die Aicn ehen heute bundertfünfundachtzig. Das ist rific Curssteigerung von fünfunddreißig Procent. Was wollen 'Sie denn noir, mehr? Und ich gebe Ihnen meir Wort, daß sie nächstes Jahr auf dreihundert stchen. '??'s glaubt, ?rwi1?erte der Oöert! choaZ skeptisch. Jedenfalls wird man cu; thu, den Hals be: Zeiten aus der cri'.nge zu ziehen. Ganz wie Sie wollen. Herr Obetsi. aber ich sage Ihnen im voraus, daß Sie sich schwer craern werden. W glauben Sie denn ? 15' ie Aktien sind oas werth. Ein Papicr. das zwanzig Procent lögt, ist mit dreihundert nicht zu theuer bezahlt. Sel-en S!' sich doch aus dem Curszettcl den Stand anderer Jndustriewerthe an. dann werden Sie finden, daß VIendheim noch immer viel zu niedrig stt. Also diese Differenz inuß sich mit der Zeit ausgleichen. Es kann kommen, wie es will. Nun. mir soll's lieb sein. Herr S:bach. und Ihnen wird's wohl auch lie sein. Ich nette. Sie speculiren a. Il kansae. Eh. eh. Herr Oberst, antwotte Herr Seebach zurückhaltend, man tfyü gt:t. über gewiss? Sachen den Munb zu halten. Gefchäste si?id Geschäfte. LpwpchU, Seedch. da dörie :6 kürzlich, daß bet VutZbefitzu SeLcn tin sich sehr stark in den Slktten e: 50 g'.rt hat ... Ich könnte Ihnen Dutzende UMM, die nicht weniger stark engagirt sind. Herr Oberst. Weiß es, weis- cs. Aber Sellent! hat große Cursdifferenzen eingeheimst anaeblich! Ist das wahr? Natürlich ist es wahr. Der Mann hat ganz recht. Die einzig richtig? Religion von heutzutage besteht darin, das; man nimmt, was man kriegen kann. Das thut Sellentin. Er speculirt an der Börse wie nur irgend Icmand. uid da er gewinnt, so hat er recht. An einer Wegehiegung trennten sch die Herren wieder. Oberst Blendheim setzte seinen Weg nach dem 2 fort, während der Agent nach dem Dorf hinunter weiter ging. Einen Augenblick schaute ihm der Oberst nachdenklich nach. Wenn Seebach recht hatte und er hatte bisher immer recht gehabt , so war mit den Blendheimer Aktien noch ein großes Geschäft zu machen und der Oberst wäre doch eigentlich ein Narr gewesen, wenn er nicht auch zugegriffen hätte. Was ein Bauer wie SeÄentin konnte.

das konnte er doch jedenfalls auch. Der Oberst brauchte ja nur Auftrag

1 zu geon. ein Brief nach Berlin und alles war aemacht. Nur rasch mußte er handeln, denn schon mcrgcn konnten die Aktien wieder theurer sein. Unwillkürlich verfiel er in eine raschere Gangart. war sch?n im Tunl'-rden. al' öerr Seebach in die Nähe des GastHauses Zum weißen Lamm" kam. Das machte heute g2r keinen so sanf- ! ten Eindruck, wte man nach seinem Schild hätte annehmen sollen. In Hof und Garten standen größere und kleiner.: Gruppen, die lebhaft unter : einander discutirten; besonders die 1 Weiter der Fabrik, d'.e em autcs Drittel unter den Einwohnern von Btendheim ausmachten, aber fast durchweg seit dem Bestehen der Fabrik ' erst von auswärts zugezogen waren. Dem Agenten Seebach fiel die größere : Erregung nick t besonders auf. da er sie i dem Sonntag zuschrieb, an dem die Leute ihren Schoppen mehr oder weniqe? zahlreich zu sich nehmen. Erst als er näher trat, sah er. daß es sich um etwas Außergewöhnliches handelte. Posselt. der lei der Erplosion in der Fabrik verunglückte Arbeiter, war gerade heute aus dem Krankenhause ent-, lassen worden und hielt seinen cr":-:ri Ausaana. oder richtiger, da ihm beide ; Beine ampuiirt worden waren, seine ! erste Aussahrt. Man hatte ihm ein kleines Wägelchen construirt. in dem er ziemlich bequem saß und das er mit , beiden Händen an der. rechts und links , an den Vorderrädern angebrachten Hebeln vorwärts bewegen und leiten ; konnte. Aber die früher robuste, herkulische Gestalt war abgemagert und heruntergekommen: mit bleichen, blutle.'rcn Lippen, ängstlichen, haftigen Auccn und zitterigen Handen saß er in se-nem Wagen. Plölich hörte Seebch die breite, prahlerische Stimme de- Gutsbesitzers Sellentin: Herr Posselt. trrnken Sie. Ich gebe es gerne. Heda. W'rth. bringe.i Sie Bier hierher. Es ist ganz gleich, was es kostet. ! Ich beale es. Leixm und leben las-1 sen. Die Leute s?Uen nickt sagen, der Sellentin sei ein 5fih. Wo Geld ver- i dient wird, muß auch Geld draufgehen. Nur zugegriffen, Popelt, Prost! Sellentin war berauscht. Das sah man an seinem itarl grötheten. etwas gedunsenem Gesicht und den glitzernden Augen. Selsi Pusselt, der hilflos und elend in seinem Wagen saß, sah das und schoi mit einer verächtlichen Mi?ne das Glas zurück, das im Sellenrin bot. Ich nehme keine Almosen, Herr Sellentin. sagte er schwach, wenn ich auch ein Krüppel bin. Brauchst du auch nicht. Edmund, rief en anderer dazwischen, am allerwenigsten von dem da. Hitzig und drohend sar? sich Gustav Sellentw nach dem Sprecher um. Er war ein großer starker Mann, der NÄ eben mn einem verächtlichen Achselzucken von dem jungen Gutsbesitzer abwandte. Was wollen Sie d.imit sagen. Baumm? schrie ihn Sellentin an. Der Disput schien eine stürmische Wendung nehmen zu rvollen. In der rniü?n Tabatsqualin - Atmosvbäre tauchen hier und da finstere Gesichter und drohende Gruppen auf. Offenbar war unter den Anwesenden bereits Zündstoff genug vhanoen. um aus geringfügigen Anlässen einen schweren Conflict zu zeitigen. .Ich rede doch drutlich, Scllcnt'm. erwir-erte der Arbeiter mit absichtlicher Auassung des Htfi", verstehen Sie 75 ich nicht? Wenn Sie hier etwa Redensarten machen wollen. Baumert. so werden Sie gleich sehen, wchin das führt. Verstanden? So steht die Sache nun nicht, daß sich die Blendheimer vor den Arbeitern zu fürchten hätten. Baumert knöpfte sich ziemlich denionstrativ den Rock zu. als wollte er sich dadurch aus ein Handgemenge vorbereiten. Gewiß nicht. Sellentin. antwortete er ironisch, im Gegentheil. Die Arbeiter thun gut. sich vor solchen Habichten in acht zu nehmen wie Sie sind. Wissen Sie. daß ich Sie für diese Aeußerung bestrafen lassen kann? fuhr der Gutsbesitzer wild am. Sie sind doch der. der sich gerühmt hat. in zwei Wochen siebentausend Mark an den Blendheimer Aktien verdient zu haben, Sellentin? fragte Baumert statt aller Antwort. Natürlich bin ich der, lachte der Gutsbesitzer übermüthig und herausfordernd, und ich will hoffen, daß es in Vlendheim noch kein Verbrechen ist. wenn Jemand pfiffiger als die anoeren ist. Ich kann mit meinem Gelde machen was ich will. Weiter wollte ich nichts wissen, brach Baumert die Unterhaltung ab. Nun gehen Sie hin und verklagen Sie mich, wenn Sie wollen. Ich wollte nur feststellen, daß Posselt für seine Arbeit zum Krüppel wurde und Sie ebenfalls für seine Arbeit nicht etwa für Ihre. Sellentin siebentausend Mark bekommen haben. Das ist Quatsch, begann Sellentin den Streit von neuem, ich möchte doch den sehen, der mir meinen Gewinn bestreiten will. Und ich möchte den sehen, der das einen ehrlichen Verdienst nennt, warf Baumert mehr zu seinen Collegen gewandt ein. Nehmen Sie ihre Zunge in acht, Baumert. schrie der Gutsbesitzer zornig. sonst geht es Ihnen schlecht, das sage ich Ihnen. Das ist in der ganzen Welt so und wird auck so bleiben.

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steine Vramlkn werde offenn. Alles liegt nur indervorzlich Osalltal.

Man bitte seinen Händler nur ..Wetmore'i Best."

Baumert hatte sich schon abgewandt und ging eben sort. Wie gewöhnlich bei solchem Wirthshausstreit fielen hüben und drüben eine Menge unnütze Worte. Man bramarbasirte und that sich mit Redensarten groß, man erhitzte und erbitterte sich durch maßlose Uebertreibungen, die den eigentlichen Streitpunkt mehr verwirrten als aufklärten und jedenfalls nicht dazu beitrugen, vorhandene Uevelstände zu verbessern oder einen Zilstand zu schaffen, der mehr Leuten gefiel als der jetzige. Etwas abseits, als ob ihn die ganze Geschichte nichts anginge, hatte der Agent Seebach an einem Tischchen in der Nähe der Thür Platz genommen. Er war bei solchen Gelegenheiten immer sehr vorsichtig und setzte sich an die Thür, damit er gleich draußen war. wenn's losging. Sehr unzufrieden war er mit Gustav Sellentin. Weshalb mußte der Mensch überall herumpwtzen mit seinen paar tausend Mark Cursdifferenzen. die er gewonnen kiatte? Er verdarb sich dadurch das Geschäft und machte dieArbeiter gehäsfig, regte sie auf und brachte sie auf den Gedanken, daß man aus ihrer Haut Riemen schneiden wolle. Der Agent hätte ihn gern gemahnt. Aber es ging an diesem Abend wirklich nicht. Der Gutsbesitzer war zu aufgeregt und hatte viel zu viel getrunken, als daß ein vernünftiger Mensch mit ihm hätte vernünftig reden können. Dafür paßte Herr Seebach immer genauer auf die Redensarten auf. die sowohl unter den Bauern, wie unter den Arbeitern fielen. Er hätte gewünscht, daß sie sich die Köpfe einschlügen. Dieses Unglück wäre lange nicht so groß gewesen. wie die Aufregung, die durch die verwirrten Redensarten unter den Arbeitern entstehen konnten. Es geht nirgends verrückter zu, als in der Welt, dachte Seebacb. trank sein Bier aus und ging seiner Wege. Warum konnten das die anderen nicht auch thun? Warum mußten sie schreien und schimpfen und Bombast schwatzen? srage er sich. Das konnte zu nichts Gutem führen. Man mußte bei dem Blendheimer Geschäft sehr, sehr acht geben. Das war die Meinunq. mit der sich der Agent schlafen legte. Es war schon ungewöhnlich spät, als endlich Gustav Sellentin auch versuchte, dzn Nachhauseweg anzutreten. Eine kurze Strecke, soweit er noch Gesellschaft hatte, ging es so leidlich, da aber sein Gehöft etwas von Blendheim entfernt lag. so mutzte er einen großen Theil des Weges allein zurücklegen, und das hatte in jener Nacht seine Schwierigkeiten. Es war Mondschein und der Weg breit, aber doch noch nicht breit genug, wie sich sehr bald herausstellte. Der junge Mann taumelte hinab in den Graben, wo er sich in dem an der Straße entlang lausenden Zaun die Kleider und die Haut aufriß. Ein leichter, huschender Schritt glitt über die Straße, nach der Stelle hin. wo der junge Mann sich vergeblich bemühte, aufzustehen. Gustav! rief eine weiche, bittende und vorwurfsvolle Stimme. Wer ist da? fuhr der Trunkene polternd auf. bist du's? Was hast du so spät noch auf der Siraße zu thun? Suchst dir wohl einen anderen Liebhaber. da du nun einsiehst, daß es mit mir nichts wird. Geh nur deiner Wege. Ich brauche dich nicht. Ich kann allein geyen. Ich komme von deiner Mutter. Gustav. sagte Käthchen Werner, während sie sich mit dem schweren Mann abmühte, um ihn aus dem Graben zu ziehen. Sie weinte wieder so sehr! Laß s weinen, lallte der Gutsbesitzer. Ich weiß schon, was sie will und warum sie weint. Weil ihr Muttersöhnchen im Pech sitzt und ich

Hauen Sie

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n Mann dürste wohl das Kauen abschwören, doch vergißt er es gleich, wenn er ein Zeichen von

Die Phriosoph eine

m. e. etmore Oodaeeo eo.. It. Louis, Mo. T erößte unabhängig Fabrik in Amerika.

meine blauen Scheine für den Narren nicht i'o binblättere ! Nein, sie weint um dich, gZuslcv, sie iü um dich mehr in Scr'c al um Felix, obgleich es ihm nicht gut geht, sagte Käthchen mit sympathischer Stimme und noch immer beschäftigt, den schweren Mann wieder in Gang ! zu bringen. Deine Mutter sagt, das viele Geld hätte dich verrückt gemacht. Seit du Herr auf dem Hof seiest, sei es mit dir nicht mehr zum Aushalten und es sei ewig schade, daß dein Vater nicht ' noch einige Jahre gelebt hätte, bis du verständiger geworden seiest. Du wärest noch viel zu jung, um den Hof ; zu bewirthschaften und müßtest un- ! fehlbar an deinen eigenen Fehlern zugrunde gehen. Inzwischen hatte er sich mit ihrer ' Hülfe wieder aufgerichtet. I Was wißt denn ihr? sagte er wei- ' tertaumelnd. Es war die höchste Zeit. ! daß ich den Hof in die Hand bekam. ! Ich habe den Verkauf der zehn Aecker i an die Fabrik zustande gebracht, ich i habe das viele Geld verdient. Ich habe in einem Jahr mehr erzielt als der , Vater in seinem ganzen Leben, ich ! Schrei doch nicht so. Gustav. Es ist ! ja Nacht und du weckst nur die Leute auf. Ich kann mit meinem Geld machen, was ich Lust habe. Wer will mir das verwehren? Wer... Aber Gustav, davon ist ja gar keine Rede. Jawohl, ich weiß schon, wovon die Rede ist. lallte er wieder langsam vorwärts taumelnd, ich weiß überhaupt alles. Du willst Herrin auf dem Hof werden, damit ihr beide mich nachher klein krieat. (Fortsetzung solar. Theo. Haufe s neue Halle, 776 778 Jndiana Ave., die schönste für Club und Vereinsfcflc. Beste Gctränke, 5)ome Brcro, Cigarren, etc. Arcade Kneipe. einc importirte und einheimische eme. Gute Cigarren. Das beste Bier in der Stadt stets frisch an Zapf JOHN WEBER, Eigenthümer. Joseph Qchaub. :&än, Bier, Billiard und P00! Halle. mpottirte Weine eine Spezialität. 138 Vft Washington Str. fltut Televdon 85. i HndianavoliS. Wirthschaft von G. LEUKHARDT Zur Gemüthlichen Ecke, 102 N. Noble Str. eueS Phone 2011.

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