Indiana Tribüne, Volume 24, Number 213, Indianapolis, Marion County, 20 April 1901 — Page 2
Jndiana Tribüne. SO. April 1901
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Carl Fiper,
D:e wnze Frau. Zahlreich und nxit verbreitet sind die Sagn von der Erscheinung weißer Frauen. Daß die meisten dieser Sagen mythologischen Ursprunges sind, ist durch eingehende vergleichende Forschungen bereits erwiesen worden. Die zahlreickzen in Nurgen und Berg? gebannten weißen Frauen, wel-
che ungeheuere Schatze hüten und zu , gewissen Jahreszeiten, insbesondere in ! der Mittsommer- oder Mittwinter-! nacht, auch um die Osterzeit im Frühlings - Aequinoctium aus ihrer Ber- ' borgenheit hervortreten und am liebsten armen Schäfern oder Hirtenjungen erscheinen, wurden vonGrimm und I A. Luhn als Wolkenjungsrauen aufgefaßt. Sie sind in Berge, in Felsen gebannt, wie die weißen Frauen der indischen Mythologie, die der Drache Ahi , in den Höhlen gefangen hält. Alle diese Jungfrauen oder Frauen erscheinen weiß gekleidet, meist spinnend. mit einem Bund Schlüssel in der Hand oder an der Seite. Sie führen den Sterblichen, dem sie wohlwollen, in die unterirdischen, schätzespendenden Räume, beschenkn ihn oft mit unscheinbaren Dingen, die sich aber des anderen Tages in Gold verwandeln. Manchmal erscheinen sie auch, Weizen ooer Wafcye trocknend, ficy waschend, Wasser in einem goldenen Eimer tragend, in einzelnen Fällen halb schwarz, halb weiß, mit gelben oder grünen Schuken an den Füßen. Diese hier angeführten Züge kehren so stetig wieder, daß sie als charakteristische Merkmale der weißen Frau gelten können. Einen ganz ausgeprägten, scheinbar selbstständigen Charakter haben jene weißen Frauen, die als Ahnfrau einzelner adeliger Geschlechter auf den Burgen derselben umgehenv vorgestellt werden. Die Sagen davon erscheinen in großer Zahl am Ende des 15. Jahrhunderts und ein guter Theil des Geisterund Gespensterglaubens, der gerade um jene Zeit üppig in die Halme schoß, hat seine Ranken um diese weißen Frauen geschlungen. Bon Gaunern und abgefeimten Betrügern wurde damals der allgemeine Gespensterglaube benützt, um unter der Geistermazke allerhand Täuschung, Trug und Unfug zu treiben. Gerade jene Fälle aber, in denen solche Bctrügereien unentdeckt blieben, der Getäuschte in der That in Phantom erblickt zu haben glaubte, trugen zur Besestigung des Gespensterglaubens ungemein viel bei. Auch bei dem Phantom der weißen Frau spielt Trug uno Täuschung eine sehr häufig und sehr wichtige Rolle. In Bezug auf die Entwickelung der Sag von der weißen Frau als Ahnfrau eines fürstlichen Geschlechtes steht Böhmen in erster Reihe durch die weiße Frau der Rosenberge. Diese Sage ist des Oefteren behandelt worden in Novellen, romantischen Erzählungen, in historischen AbHandlungen und in dramatischer Bearbeitung. Im südlichen Böhmen wird heute noch von Vielen an die Existenz der weißen Frau der Rosenberge geglaubt. Der Schauplatz der Erscheinungen dieser weißen Frau sind die im südlichen Böhmen gelegenen Schlösser und Burgen des mächtigen und reichen Dynastengeschlechtes der Rosenbercie. m erster Reihe die Schlösser Neuhaus und Krumau in Böhmen und Teltich in Mähren. Eine schlanke Gestalt, sanften, sinnigen Ernst im blassen Gesichte, in ein langes, weißes Gewand gehüllt, eineT'. Bund Schlüssel am Gürtel, um den Kopf einen Schleier, der zurückgelegt tief herabhängt, so wandelt sie gesenkt kn Blickes langsam durch die Hallen tcr Schlösser. 2'it erscheint zumeist zur Nachtzeit, doch auch um die Mittagsstunde; ganz weiß gekleidet und mit freundlichen Mienen zeigt sie erfreuliche Begebenheiten, trauernden Gesichtes mit schwarz behandschuhten Handen Unglücksfälle, meist einen Todesfall in der Familie an. So erschien sie am 4. Januar 1604 Nachts kurze Zeit vor dem Tode Joachim Ulrichs von Neuhaus, dem Rector des dortigen Jesuiten - Eollegiums, Pater Nicolaus Pistorius, um ihn an das Sterbebett zu rufen. Die Chronik des Hauses erzählt, daß sie sich wiederholt gezeigt habe, und ihr Erscheinen vtrbreitete dann immer Schrecken und Entsetzen. Volle ziveihundert Jahre wurde allgemein an das Umherwandein der weißen Frau auf den Rosenbero'schen Schlössern geglaubt. Die Zeit von 1539 bis 1740 gilt ja als die Blüthe des Gespnsterglauvnö. Auch in der Geschichte anderer fürstlicher Häuse.' wird das Erscheinen einer weißen Frau als das Borzeichen eines nahen Todesfalles erwähnt. Eine solch? Nachricht datirt aus dem Jhre 1486. Damals zeigte sie sich kurze Zeit nach dem Tode des Kurfürsten Albrecht Achilles von Brandenburg in dem alten Schlosse zu Bayreuth. Böse Zungen behaupteten, daß sie jedesma! erscheine, wenn es den Beamten oder Cavalieren erwünscht war, die Hofhaltung auf einige Zeit von Bayreuth wegverlegt zu sehen. In Bayreuth residirte nach dem Tode Albrecht Achilles' dessen Sohn Markgraf Friedrich, eine äußerst romantisch angelegte Natur, dem Gespensterglauben ebenso, wie Liebesintriauen zuoewendet. und Vi'se beiden
Eigenschaften des tartgrasen wuroen i vielfach ausgenützt. Die Hofdame Fräulein v. Rosenau j wandelte guf der Plassenburg längere Zeit hindurch zur Nachtzeit unter der Maske der weißen Frau durch gewisse Zimmer, in welche sie nicht begleitet zu ! werden wünschte. Die Erscheinung, welche sich vom j Jahre 1488 ab in die dunklen Gänge, Gewölbe und Wenoeltreppen des wettläufigenGebäudes einzubürgern schien, mußte zu den verschiedenartigsten Spukereien herlalten. Es kam sogar vor. daß ein Doppel- , Exemplar sich gegenseitig das Recht ! streitig machte, die eigentliche weiße Frau zu sein. Im Jahre 1540 zeigte sich die weiße : Frau abermals auf der Plassenburg; Markgraf Albrecht der Krieger, ein unerschrockener Mann, verbarg sich in ! dem großen Fürstensaal des Schlosses, I erfaßte die Erscheinung mit kräftigen Armen und stürzte sie über die Wen- I deltreppe in denSchloßhof hinab. Man ! fand unten den Kanzler des Markgra- i fen, Christoph Straß, mit gebrochenem Genick; er hatte einen Dolch und Briefe bei sich, welche auf ein Einver- j ständnitz mit dem Bischof von Bam j verg und auf die Absicht hindeuteten, den Markgrafen heimlich aufzuheben. Zwanzig Jahre später hielt Markgraf : Georg Friedrich von Brandenburg ! längere Zeit Hof auf der Plassenburg. Da geberdete sich die weiße Frau wie toll; klappernd und mit Ketten ' rasselnd tobte sie über alle Treppen, ; durch alle Gäng. mißhandelte mehrere I Hoffräulein und Diener und erwürgte ! schließlich den Koch und Fourier dcs Markgrafen. Das Ereigniß verfehlte feine Wirkuna nicht. Verstimmt verließ der Fürst die Plassenburg und die dortigen j Nentbeamten behielten freie Hand, unbeobachtet nach Belieben zu schalten und zu walten. Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts tritt die Erscheinung der weißen Frau auch in Berlin auf. so 1598 acht Tage vor dem Tode des Kurfürsten Johann Georg; 1619 vor dem Tode i Johann Siegmunds; 1667 vor dem Tode der Fürstin Louise Henriette; !
1688 vor dem Tode des großen Kurfürsten und zu anderen Zeiten. In Berlin hat man lange bis in's ; 19. Jahrhundert hinein fest an die Eristenz der weißen Frau geglaubt. Im vorigen Jahrhundert sorfchte man nach einer historischen Basis und gelangte zu zweierlei Angaben; nach der einen wäre jene weitze Frau, die sich an den deutschen Fürstenbfen zeigt, der ruhelose Geist der Gräfin Beatrix von Orlamünde. die. von einer heftigen Neigung zu dem Burggrafen Albrecht dem Schönen von Nürnberg eifaßt, von demselben die Erwiderung erhielt: Mnn vier Augen nicht wären, würde er sie heirathen." In dem Glauben, damit seien ihre Kinder gemeint, erzählt die Sage weiter, ermordete sie diese, indem sie ihnen eine lange Nadel in's Gehirn trieb. Albrecht, der unter den vier Augen die seiner Eltern meinte, nxlche eine Heirath mit der Plassenburgerin nie zugegeben hätten, habe nun die Möroerin einsperren und hinrichten lassen. Diese Sage hat sich als historisch unhaltbar erwiesen. Die andere Ansicht wurde von Dr. Nagel, einem Gelehrten des 18. JahrHunderts, ausgesprochen, der 1743 den Nachweis versuchte, daß jene deutsche weiße Frau keine andere, als die dohmische der Rosenberg, deren Erscheinung in Böhmen längst bekannt und die nun auch an den mit dem Geschlecht der Rosenberge verwandten Fürsten-, löfen sich zeige." Allein, die erste Erscheinung der weißen Frau im Schlosse zu Bayrcuth sei Ut in das Jahr 1486, während die Vermahlung, von welcher die erwandtschaft der Rosenberge mit den deutschen Fürstcnhöfen datirt, erst im Jahre 1561. also volle 75 Jahre später ! stattfand. Tr. Nagel hält sich an die Forschungen eines eingeborenen Böhmen; ! der Jesuit Balbin ist nämlich bei seiner j Anwesenheit in Neuhaus 1656 durch j Befragen zahlloser alter Leute und Durchforschung des Archivs zu dem , Resultate gelangt: Jene weiße Frau sei der Geist der Perchtha von Rosenberg. Tochter Ullrw)- von Rosenderg ! und der Katharina Ezcnek von WarI tenberg, geboren 1424 in Krumau." Im Jahre 1449 wurde sie an Johann, von Liechtenstein, Herrn auf Nicolsburg. vermählt, mit dem sie in einer höchst unglücklichen Ehe lebte. Johann v. Liechtenstein hatte seine Schwiegermutter erster Ehe und deren Töchter bei sich behalten und diese waren von unauslöschlichem Hasse gegen die arme Perchtha erfüllt. Liechtenstein, an und für sich ein mürrischer, trotzig-?, harter Herr, der wenig Liebe zu seiner Gattin hatte, wurde noch mehr gegen diese aufgehetzt; er behandelte sie geradezu in roher Weise. Sie, die Tochter eines mächtigen Dynasten, sah sich genöthigt, in dem Schlosse, wo sie als Hausfrau walten sollte, die Geschäfte einer Dienstmagd zu verrichten. Sie starb 1476 in Wien und wurde in der Schottenkirche bestattet. Stollberg beschreibt die Erscheinung der weißen Frau: Gehüllt in Wittwentracht. In weiße Nonnenschleier, So schreitet ft um Mitternacht Durch Burg und Schloßgemäuer. Die bleichen Händ' in's Kreuz gelegt.
Am flachen ufen unoewegr, Den Blick gesenkt zur Erde Mit starrer Leichgeberde." Eine ganz eigenartige Sage von der weißen Frau wurde in den Vtittheilungen des Vereines für Geschichte der Teutschen in Böhmen vor ungefähr dreißig Jahren erzählt und betitelt sich: Die weiße Frau im Wolfsberge." Der Wolfsberg bei Jechnitz ist eine dicht bewaldete, abgeplattete Granitgruppe. Dort stand ehedem eine Burg, von welcher gegenwärtig jede Spur verschwunden ist. Nur eine Felsvartie am Fuße des Berges führt beute noch den Namen Schloßstiege. An einer Stelle derselben sind die Felsen so zerklüftet und aufgethürmt. daß es scheint, als seien sie künstlich übereinander geschichtet worden. Der Volksglaube sieht hier den vermauerten Eingang in die Weinkeller des alten Schlosses, die mit Wein und Kostbarkeiten aller Art angefüllt find. Unweit davon liegen sieben GrabHügel, aus großen Steinen erbaut, im Walde zerstreut. Als man sie in den Sechziger Jahren öffnete, fand man menschliche Knochen, Urnen, Bronzeund Goldgegenstände. In die Schloßstiege ist eine weiße Frau gebannt; von ihr erzählt man die Sage: Auf dem Ullmannshause des naheil Dorfes Chotieschau lag vor Zeiten ein schwerer Fluch. Neun Hauswirthe nacheinander gingen auf demselben zu Grunde und mutzten als Bitler Haus und Hof verlassen. Aber auch der zehnte konnte sich nicht halten und bald war auch er gänzlich verarmt. Da ging er an eipem Festtage der heiligen Maria früh Morgens in den Wald, um Stecken zu schneiden. Gerade um die Zeit, als in der Kirche die Messe gelesen wurde, befand er sich unterhalb des Wolfsberges bei der Schloßstiege. Da trat eine weiße Frau auf ihn zu und fragte, warum er an einem so heiligen Tage lieber in den Wald, als in die Kirche ginge. Ja," meinte der Bauer, mir ergeht es sehr schlecht; nun möchte ich mir einige Stecken schneiden, um sie an den Mann zu bringen." Da winkte ihm die Frau, ihr zu folgen. Sie traten alsbald durch eine Tbi, die ein großer schwarzer Hund bewachte, in einen Keller, wo Gold und Edelsteine genug lagen. Nimm Dir," befahl ihm die weiße Frau. Da nahm der Bauer seinen Hut ab und wollte ihn füllen, aber der Hut hatte ein Loch und was er hineinwarf, siel wieder heraus. Nun steckte er in die Taschen, was nur hineinging, aber die Taschen waren zerrissen und an allen Seiten rollte das Gold heraus. Endlich zieht er die Schuhe aus und wirft die Goldstücke hinein. Aber die Schuhe klaffen vorne bei den Zehen auseinander und was er hineinsteckt, bleibt ebenso wenig drinnen, wie im Hute oder in den Taschen. Da ergriff Angst und Entsetzen den Mann, er lief hinaus; ein Jahr später starb er. Seitdem aber war der Fluch gelöst, und den Besitzern des Hauses erging es von nun an besser.
Als Rattenfresser ließ sich ein Wilder" in einer der Jahrmarktsbuden im La Billette - Viertel von Paris sehen. Es gehörte zu seinen Glanzstücken, eine Ratte vor den Augen der Zuschauer zu schlachten und stückweise roh zu verzehren, wozu er, damit der Braten" besser rutschte, ein Glas Erdöl trank .Der Schaubudenbesitzer hatte einen bedeutenden Zulauf, denn ein so natürlicher Wilder war in La Billette lange inicht gesehen worden. Aber auch die Polizei steckte ihre Nase in die Bude. Sie überzeugte sich schnell, daß die Farbe des Wilden" nicht waschecht war und entoeckte obendrein, daß sie einen Irrsinnigen vor sich hatte, der aus der Heilanstalt St. Catherine im Allierdepartement entwichen und zu Fuß nach Paris gekommen war, wo er jenem Schaubudenbesitzer in die Hände fiel, dessen Gewissen weit genug war. um den unglücklichen Menschen zum Rattenfresser auszubilden. Die Polizei nahm den gewissenlosen Barnum in Haft . Ein blutiges Drama spielte sich auf dem sogenannten Fürtenhof in Rippolingen ab. Der Eiaenthümer des Furtenhofes. I. Malzacher, ein fleißiger, sparsamer Mann, hatte kürzlich zwei Prozesse verloren und sich darüber so gegrämt, daß man in letzter Z?it Spuren von Geistesgefiörtheit an ihm wahrgenommen hatte. Dieser Tag äußerte er die Absicht, sich das Leben zu nehmen; plötzlich griff er seine Frau an und warf fie zu ooen. Glücklicher Weise konnte sie sich mit einem der Kinder flüchten. Kaum waren auf ihre Hülferufe Leute zum Hofe ar kommen, als auch schon jbie Flammen zum Dach hinausschlugen. In der Stube fand man Malzacher, der sich zwei große Schnitte am Hals beigedracht hatte, auf dem Boden liegend. Ein Kind wurde schwer verletzt aufgefunden. Nur mit Mühe konnten Beide aus dem brennenden Hause entfernt und in's Spital nach Säckingen verbracht werden, wo sie hoffnungslos darniederliegen. Die Tage- und EonntagsAusgabe der Jndiana Tribüne kostet nur 10c per Woche.
Taglicher Marktbericht.
Viehmarkt. Jndianap'ls Union Viehhöfe, 20 April. Rindvieh. Auserlesene bis prwm Stiere, 350 Psd. m. aufwärts $5.15 Guie bis mittlere Stiere 350 Pfd. und aufwärts 4.t"5 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 Pfd 4.65 Gu:c bis mittlere 1150 bis 1300 Vfd. Stiere. . . . 4.25 Mittlere öis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd.. .. 4.00 Gute bis gewählte Rinder. 4.25 Mittlere bis gute Rinder. 3.75 Gewöhnliche leichte Rinder 3.25 Gute bis gewühlte Kühe.. 3.75 Mittlere bis gute Kühe.. 3.00 Gewöhnliche alte Kühe.. 1.50 Kälber. 5.50 schwere Kälber 3.50 Prima bis fancy Export Bullen 3.75 Gute bis gewählte Schläch tcr Bullen 3.40 Gewöhnliche bis guteBullen 2.75 Gute Kühe mit Kalb $30 GcwöhnlicheKühe mit Kalb $20 S ck w e i n e. Gute bis gewählte, mitt lere und schwere $6.00 Gemischte u. schw.Packing 5.85 Gute bis gewählte leichte 5.90 Gewöhnliche leichte 5.85 Pigs 5.50 Roughs 5.00 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 5. 00 Gewöhnliche bis mittlere j.'mmcr 4.00 Guic bis gewählte Schafe 4X0 Ordinäre bis gu:c Schafe 3.00 Stockcrs 2.75 Böcke, per 100 Pfd 2.75 5.75 5.20 5.30 4.65 4.60 4.75 4.15 3.65 4.50 3.60 2.70 7.05 6.00 4 25 3.65 3.75 $4" $30 6 10 6.00 6.974 5.90 5.85 5.60 5.25 4.75 4.40 3.75 3.50 3.50 Früchte und Gemüse. Früchte. Ananas $2.50 per Dutzend. Ci:roncn, $3.00 für 360. Acpfel, $1.75-$4.50 per Faß. Feigen, 12c-15c. Bananen, 1.25-1.50 per Bunch. Datteln, Persische 5c per Pfund. Kokusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. Cranbcrries $2.75 per Vushel Crate Orangen, $2.75 $3.25 per Box. Erdbeeren 40c per Quart. Rhubarb 25 30c per Dukcnd. Alte Gemüse. Kraut, $1.50 per 100. Zwiebeln, Spanische $2.l)0per Crate; rothe Globe $1.50 per Bushcl ; weiße Globc $3.50 per Faß. Kartoffeln, 51.45 per Faß; prima Burbanks und runde weiße 60c per Bushcl; zum Vcr'andt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeltc-Jcrsey $3.00 per Faß. Illinois $2.50. Eclery. 40-5c per Bunch. Weiße Rüben 90c per Faß. Parfnips gewaschene $2.00perFaß. Neue Gemüse. Blumenkohl $1.50 per Dutzend Schallots per Dutzend Lunches 45c Tomatocs Crate von 6 Körbchen $4 Radieschen per Dtzd. Buncbes 30c Salat 11c per Pfund; Kopfsalat $4.00 per Faß. Spinat, $1.25 per Duhcnd Bunchcs. Rothe Rüben 40c per Dtz. Bunchcs Kehl $1.15 per Faß Oyster Plant 25c für 2 Dutzend Bunchcs. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 7-7jc; hiesige Stiere 7-8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7c-7c; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 6k; Kühe 550 bis 650 Pfund 6c; Stier Vordervicrtcl 7c; Stier Hinterviertel 9k; Rind Hintcrvicrtel 8c; Rind Vor dcrvicrtcl 6c; Kuh Vordcrvicrtel 54c; Kuh 5)intcrvicrtel 8c. Frifches Kaloftcisch Kälbcr9k; Hin tervicrtcl 13c: rroimcl 8c. Frisches 3 H ; ffl . isch Lämmer per Pfd. 9c; Schaft gfc Schenkel 10c; Racks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 10c114c ; Cotkage Scbinlen 9c ; gehäu tete Schultern 8, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 104c ; Tender loins 18c ; Spare Ribs 64c ; Tail Boncs 54c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Quali tät: 20-18 Pfund 114c; 15 Pfund 114c; 12-10 Pfund 12c; Zweite Qualität 20-18 Pfund llc; 15 Pfund lljc; 12 Pfund 112:; 10 Pfund Ilse. Californische Schinken 6 bis 8 Pfund W, 10 bis 12 Pfund 84c; 13 bis 15 Pfund 8s. Frühstück Speck Klarer Englifh Cured 15c; gelrähltcr Suga Cured 144:; 6-7 Pfund im Durchschnitt 14c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 12$c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt lljc; 6 Pwnd im Durcdfchnitt, fchmal, 114c; 6 Pfund im Durchschnitt, fchmal, 114c. Speck. Engl. Gewählter. 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 13c; 10 bis 13 Pfund im Durchschnitt, 124.. Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 104; KlareSeiken, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt. 10c; Klare Seiten, 20 bis 50 Pfd., Mc; Klare Bellies.25bis30Pfd.. 10c; 18 bis 22 Pfd., 10Zc;14bis 16 Pfd., lljc; Klare Rücken. 20 bis 25 Pfd., 10c; Rücken 12 bis 10 Pfd., 10k; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., 10zc.
Schultern, Engl. Cured 18 bis 20 Pfund im Durchschn.tt c; 16 Pfund im Durchschnitt, 9c; 10 bis 12 Diund 9e Gepöckeltes Schwcincklc'ck,. Knochen, loses Fancy Pig $20.50; Klarcs Bean 19.50; Family 17.00; Sbort Clcar 16.00: Rumvi 15.50. Gedörrtes Rindfleisch Schinken, reg. SetS, 12c; Außenseiten 11c; Innen, feiten 13c; Knöchel 134c. Schmalz, in Tierces, 1. Qualität 10.; 2. Qualität 10ic; 3. Qualität 9c. Würste, Geräucherte Bralwur't Frankfurter 7c; Wünerwum 7?: Knackwurst 7c; Bologna in Därm'N 6c,m Tuch 64e.
Fische, Austern und Wildpret. Händlcr-Prcne: Clams Little Recks 75c per loo. Hummern 25c per Pfund. Shrimvs $1.25 per Gallone. Austern Beste Baltimore oderStand. ards, $1.00 per Gallone; bette Balli. timore Selects, $1.10 per Gallone; New York Counts, $1.00 per Hundert; New York Culls, 70c per Hundert; Blue Points in Schalen, 75c per Hundert. Austern in Kannen New York Counts 35c; I. S. F. k Co. Selects 32c; Standard 25c; I. Brand 22c; O K. 18c; R. 15c. See.Fifche. Knochenlose Häringe 8c; Häringe 6c; Perch 5c; Weißfisch 9c; See Forellen 94c; Red Snapper 8c; Kennebec Hechte 15c; Blaufische 6c Halibut 15c; Stockfisch 8c; Haddock 8c; Catfisch 10c; No. 1 Pickerel 10c; No. 2 Pickerel oder Blue Pike 6c; Black Baß 15c. Getreide. Weizen-No. 2 rother 71c c.uf den Geleisen, 71c von der Müble ; No. 3 rother 67 - 69c; April 71 c auf de Geleisen; Wagcnweizen 71c. Korn-No. 1 weiß 45c; No. 2 weiß 45c; No. 3 weiß 45c; No. 4 weiß 41 - 43c; No. 2 weiß gemischt 43zc; No. 3 weiß gemischt 43-U; No. 4 weiß gemischt 394-4Hc; No. 2 ge!b43Zc; No. 3 gelb 43c; No. 4 gelb 39f-41c; No. 2 gemischt 42$c; No. 3 gemischt 43k; No. 4 gemischt 39l-41c; an Kolben 42jc. Hafer-No. 2 weißer 29k; No. 8 weißer 28k; No. 2 gemischter 27jc; No. 3 gemischter 26k Heu-altes No. 1 Timo:hy 12.7513.25 No. 2 Timothh 11.25-12.25. Kaffee. Folgendes sind die Jndianapoli Preise : Gewöhn!, bis guter 12c-18c; prima bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packctcn: Ariosa $11.75, Lion 11.76, Jersey 15.17, Caracas 11.25, Dillworth' 11.75 Dutch Java Blend 16.50, Mail Pouch 11.75, Gates Blended Java 11.75. Groceries. Zucker Dominoes 6.37c: Stückzucker 6.37c; pulverfirtcr 6.97c; pulverisirter 6.02c; Standard granulirter 5.77c; feiner granulirter 5.77c; CubeS 6.12c; Confcctioners' A 5.57c; Ridge. wood A 5.37c; Phönix A 5.32c; Empire A 5.27c; Ideal Extra Golden C 5.22c; Windsor Extra C 5.12c; Ridgewood extra C 6.02c; gelber C 4.92 ; 16 gelber 4.77. Eingemachte Früchte BlackberrieS, 3 Pfund, $1.10; Pcsches Stand. 3 Pf., $2-2.25; Seconds 3 Pfund $1.50 $1.65; Pie $1.40-1.50; Ananas, Standard, 2 Pfund, $1.65-1.90; Sec. onds, 3 Pfund, $1.25-1.46; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen. $1; Bahama Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen $1.10-$1.76; frühe Juni $1-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatoes, 3 Pwnd, 90c-$1.00;Zucker. korn 80c $1.00; Avfclbutter, per Dutzend 3 Pfund, 90c. Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, stische, 10c 12c Eier, 114c per Dutzend. Hühner 74c; Turkeys: jungeHähne IC Pfund und darüber 6c ; junge Hennen 7 Pund und darüber 7c ; alte Hennen 54c ; alte Hähne 44c; Culls und Krumbrüstige 44c ; Enrcn 6c: Gänie 5.40-6.00. Käse. Engros. Verkaufspreise, Jmportirter Schweizerkäfe 27c per Pfund; einhei mifchcr Schweizerküfe 17c; Wisconsin Cream Käse 10c-12c; New York Ched dars 13c; einheimischer Limbnger 13c; Brick 14c. Kahlen. Tonne T nne Anthracit? $7.00 3.65 Rauchlose 4.50 2.40 Jackson 4 00 2.15 Pittsburg 4 00 2.16 Raymond City 4.00 2.15 Winifrcde 4.00 2.16 Kanawha 4.00 2.15 Luhrig 3.50 1.90 Brazil Block 3.60 1.90 Grccn County 3.00 1.66 Jndiana Lump 3.00 1.65 Slack 2.00 1.16 Bloßburg 6.00 2.65 LumpCoke 11c per Bufh. $2.75 per 26 Bushel. $1.50 per 124 Bushel. Zerkleinerter Cok, 13.' perBu. $3.26 per 2 Pu. 11.71 itx 12? Bu.
