Indiana Tribüne, Volume 24, Number 212, Indianapolis, Marion County, 19 April 1901 — Page 2

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Jnviana Tribüne. 19 April 1901.

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Tummer Kerl !

Von Ernst Wichert. (Fortsetzung und Sdilufc.) Wun war aluo, wie er sich's gewünscht hatte, alle Tage im Gutshause und in der Nähe feiner Maritte. über viel Freude hatte er nicht davon, eher manchen Verdruß. Tnn nicht nur, dotz der Jäger ihn bei ihr in recht unverschämter Weise auszustechen bemüht war. so mutzte er auch Zeuge von allerhand Dreistigkeiten seines &xupU warnts sein, lein sie Morgens früh den Kaffee auss Zimmer trug und d Schlafstube reinigte. Es traf sich mitunter so. daß Jakubs zu solcher Zei: ,

gerade die Kleider und Stiesel hinein- des Hauptmanns, um die Kleider und drachte, ohne vorher anzuklopfen, wie j Stiesel herauszuholen. Da hörte er er das ja oon seiner Burschenzeit ljex im Nebengemach ein verdächtiges Wigewohnt war. Dann trieb Herr von ; pern und Lachen. Er erkannte die Otten mit 9Rarif! Spaß, in dem er sie , Stimme des Hauptmanns, aber auch auf seinen Schooß zu ziehen suchte oder j die andere Stimme. Der Athem stockte von hinten her umfaßt hielt, indem er j ihm, die Augen wollten sich aus den ihr die Arme drückte oder ihr die Zöpfe j Höhlen drängen, er tonnte kein Glied löste und damit allerhand Kurzweil ! bewegen. Nun muß ich aber fort." zitrieb. Er erschrak auch keineswegs, i schelte das feinere Stimmchen. Was wenn Jakubs eintrat, sondern setzte der Hauptmann antwortete, konnte er sein Spiel fort, als ob dieser gar nicyts nicht verstehen. Gleich darauf aber dagegen einzuwenden haben könnte, sich wurde die Portiere aufgehoben, und vielleicht aar durch die Aufmerksamkeit, j Maritte trat heraus. Sie sah ihn. stieß die seinem Schatz zugewendet wurde, ! einen Sckrei aus und eilte an ihm vor geehrt fühlen müßte. Er tätschelte !üver. Was gibt's denn da?" rief der ihr die Wanae und bob ihr das Kinn ! 5,auptmann. Jakubs schleuderte die

und sagte: Ein prächtiges Mädel, die , Marikke, hat iv weiche Haut wie e Fräulein und Blitzaugen tm Kopf. Aber scheu, scheu! Einen Kuß bekomme ich nicht. Der ist nur für Dich, Ikob; du kannst lachen." Dem Litauer war nicht nach machen zu Muto; er grinste nur halb ärgerlich, halb oerlegen. Maritte war feuerroth und lief doch nicht fort. Nur gegen zu dreiste Liebkosungen wehrte sie sich. Und Jakubs kam auch immer am andern Morgen wieder. Einmal, als er Maritte im Vorflur beiseite nchmen konnte, machte er ihr Vorwürfe wegen ihreö leichtsinnigen Verhaltens. Sie gab ihm aber einen Nasenstüber und sagte: Was hast du für schwarze Gedanken? Es ist ja Unsinn. Vo:hm Herren treiben's nun einmal so und denken sich nichts dabei. Man darf nicht unartig sein." Das überzeugte ibn doch nicht. Es ivar seitdem eine Unruhe in ihm. die er durch kein Bibellesen beschwichtigen tonnte, und die Eifersucht trieb allerHand finsteren Spuk in seinem Hirn bei Nacht und bei Tag. Was er von der Schwägerin erfuhr, war auch nicht geeignet, ihm den Frieden zurückzugeben. Der Jager. der wohl Herrn von Otten sich im Wege j M ii I n r I glaubte, hatte ihr eingeflüstert, es sei schon im ganzen Haus bekannt, daß die Wnriff Kpt Tvtti knhen ßinft Gnade ceV V V V . v i . w itt ' v I O funden habe und sich ihm fehr gefällig erweise. Es heihe, er wolle sie nach Berlin mitnehmen. Daraus könne nichts Gutes werden. Jakubs hätte aufschreien mögen vor Herzweh und mußte doch laut der Schwägerin wiversprechen, als ob das alles nur ein thörichtes und gehässiges Gerede sei. Aber so weiter durfte er es nicht gehen lassen. Er faßte seinen ganzen Muth zusammen, trat eines Tags, als sich wieder so ein ärgerlicher Austritt abgespielt hatte, an Herrn von Otten heran, drehte die Mütze zwischen den Händen, die merklich zitterten, und stotterte: .,'err 'auptmann. 'alten zu Gnaden, daß ich etwas spreche. Die Vcarikke ist meine Braut und soll meine Frau werden, wenn Gott will; da soll sie Nicht vorher verdorben werden. Der 'rr 'auptmann 'aben doch nur bißchen

scherz unv finden leicyl dazu eine an- vielleicht, um ihn als eine Waffe zu bedre. Mir aber ist Ernst und 'ab ich , nen. ..cd will dein 2ün:enaeld

gar nichts auf große, weite Welt, als Marikke. Möcht also ganz freundlich bitten, ihr und mir rein xieiv anzuthun möcht ich bitten." Tcr ZDfficier sah ihn erst, unangcnehm überrascht durch solche Dreistigt'i:. mit einem Strengen lia oon oben her an. Dann aber lachte er laut I auf. legte die Hand auf seine Schulter und schüttelte ihn ein roenig. Wafällt dir denn ein, dummer Kerl," rief er wie sehr belustigt. Soll man an einem hübschen Kinde nicht mehr seine Freude taben können? Deine Braut , bleibt deine Braut, und daß ich sie dir ! nicht vor der Nase wegheirathe. kannst du sicher sein. Was willst du also?" Diesen Spaß verstand Jotubs nicht. Er wußte aber, daß er nicht antworten konnte, wie es ihm zu Muth war, und

suytie i einen ais eingeicynuri, oaß er 1 liefen, und wo er auch qtng und stand. nur kurz zu athmen vermochte. ..Das zischelte es ihm ins Ohr: er darf nicht ! Mädchen gehört mir," stieß er heraus, fcfa, imlich nahm er feines Bruich bitten sehr 'errn 'auptmann. Ma- Gewehr von der Wand der Vorrisse nicht mehr anzufassen. In allem rathskammer und lud es mit Rehpoi...,.. cv.x. 's r.i'K " I . ' . ., lr

r r-L-''ive... Guten. Ich kann's nicht leiden.' Du wirst unverschämt, lieber Freund." antwortete Herr von Otten in leichtemTon. doch geärgert. Mach's doch mit deiner Marikke selbst ab. wenn du mit ihr meinst unzufrieden sein zu müssen. Ich zwinge sie zu nichts wayryislig niaji. Dem Litauer stieg das Blut in die Stirn, während ihm die Lippen iveiß wurden. Er drückte die Mütze wie einen Strang zusammen. Es ist unrecht, 'err 'auptmann," sagte er. schwer unrecht und tch lassen mtr's nicht gefallen von keinem Menschen. das nicht!" Er trat einen Schritt vor. Nun glaubte Herr von Otten, dieses unbequeme Gesprach mtt etnem Macht - wort abschließen zu müssen. Stillgestanden!" rief er tm strengsten Commandoton. Rechtsumkehrt!" Es war für Jakubs Ohren etn ver - trauter Klana vom Ezercterplatz her.

iukn 'auu,uima gvgtXK tt; er war ja i jetzt nicht in Uniform. Dann aber vergaß der Soldat nicht, was er dem Vorgesetzten schuldig war. Der Körper ruckte zusammen, dk Schultern hoben j sich; mit angezogenen Armen machte er auf dem rechten Absatz Kehrt und marschirte, ohne noch ein Wort zu sagen, zur Thüre hinaus. Seitdem hatte er kerne ruhige Stun- I de mehr. Jeden Tag hoffte er zu hören, dah Herr von Otten abreisen werde, aber der Gast sckien seinen Urlaub j verlängert zu haben. Wieder verging , eine Woche, und seine Beängstigung ! wurde immer größer. An einem Mor- ' ge kam er ungewöhnlich früh; im j Gutshause scklief noch alles. Er öff- i

nete leise die Thür nach dn Zimnr Uniform stücke auf den Boden, wandte sich mit einem Fluch zurück und lief Marikke nach. Im Flur holt er sie ein. fafcte sie mit seinen Händen wie mitZangen und drückte sie auf den Boden nieder. ..Gestehe, Verworfene, was hast du aethan?" keuchte er. Sie suchte sich loszuwinden und schluchzte: ..Ach Gott, ach Gott, ach Gott! Todte mich, ich Hab's verdient. Es ist alles zu Ende." Die Arme sanken ihm matt herab. Es ist alles zu Ende," wiederholte er ächzend. Die Thränen stürzten ihm aus den Augen. Gan gebrochen wankte er die Treppe hinab und aus dem Hause. Auf dem Wege nach Pertigallen trug er sich mit Rachegedanken. Maritte freilich war verführt, und er hatte sie so liebgehabt, daß das Mitleid seinen Zorn niederhielt. Aber der Hauvtmann sollte seine Schlechtigkeit büßen. Es muhte etwas Schreckliches geschehen, damit ihm sein Recht würde!. Nachmittags kam Herr von Oütn nach dem Dorf, klopfte ans Fenster und bat die Labuttene. den Schwager zu ihm zu schicken. Da der aber nicht kam, suchte er ihn selbst in seiner Kammer auf. Jakubs saß am Tisch, hatte . Ä m . . ...... . i den Kovt in die Hände aestützt und starrte in seine Bibel. ..Was willst du noch?" herrschte er den Eintretenden litauisch an. Der Hauptmann schritt bis zum Tisch, lehnte sich mit der Seite daran ! und sagte ganz unbefangen freundlich: Ich reife morgen oder übermorgen ab, Jakob, und möchte vorher noch etwas mit dir besprechen. Du bist ein tüchtigerMensch und wnsi dich leicht selbstständig machen können, wenn dich einer mit dem nöthigen Geld unterstützt, j Ich habe gutes Vertrauen zu dir. daß ich es aus Heller und Pfennig mit jm tVi wiederbekomme, wenn ich es dir leihe. Kaufe also etwas und laß für mich eintragen. Die Heirath braucht dann nicht länger aufgeschoben zu werden." Der Litauer stand auf, so hoch er war, und griff hinter sich nach der Lehne des schioercn Holzstuhls. Er kipp ihn und zog ihn an stch heran. I nicht." sckrie er dem fficier entgegen. i Häufe e- über die Schande auf tlasterhock, sie wird doch nicht bedeckt werden. Du hast meine Armuth bestohlen. Geh, geh! Sonst vergesse ich mich." Das hatte er litauisch gesprochen, und nun, da er sich nicht verstanden wußte, hob er den Stuhl und rief gebieterisch in deutscher -prae: Hinaus! Und nimmt dich vor mir in acht'" trr von Otten begriff, daß es für ihn gefährlich werden könne, mit dem Wüthenden allein zu bleiben, zuckte die Achseln, murmelte etwas unter dem Bart hervor und entferlte sich. Jakubs- aber war es nun gewiß, daß er sich rächen mußte. Sr dachte bald an nichts anderes imhr. Vor seinen Augen tanzten immer blutrothe Sonnen, von denen feurige Schlangen aus- ' . ' sten. Er wußte, um welche Zeit Herr von Otten sich auf die Jagd zu begeben pflegte, und lauerte ihm im Walde hinter einem dichten Gebüsch am Wege auf. Er war ein guter Schütze gewesen und wußte, daß er auch auf weitere Entfernung sein Ziel nicht fehlen könnte. Wirklich kam der Erwartete vorüber. Er schlenderte langsam und pfiff , rl(f, Lieben. jakubs leate das j Gewehr an und zielte. Da merkte er, aß ihm die Hand zitterte. So sehr, ' daß er die Gestalt gar nicht über das ! gsir festzuhalten vermochte. 8N mz icht bic Beängstigung des Gewis- , wegen des Mordes, was ihn , schote: jeden andern Gegner hätte er mit kaltem Blut niedergeschossen. Aber g mat rchl Hauptmann, auf I den er anlegte. Sein Hauptmann, der ; immer vor der ??ront gestanden und i

commandir: hatte, den er gewohnt war, als einen Unantastbaren, nicht einmal mit Worten Angreifbaren anzusehen. Der Soldat widerstrebte der That, die ihm eine unsühnbareSchmach bedeutete. Nein er konnte nicht, konnte nichts Jakubs setzte das Gewehr ab und stöhnte vor Schmerz. Herr von Otten mußte gleich um die Ecke biegen, dann war der Schuß unsicher. Er legte noch einmal auf ihn an mit derselben Wirkung. Nein es geht nicht." Und da stand der arme Mensch nun 6n geraume Zeit und starrt? in die lange Reihe der Kiefernftämme h'nein. Wozu auch? Was kann das helfen? Er hat seinen Hauptmann erschossen! Und dann bleibt doch alles beim alten. Die Maritte was hilft das? Wir können nicht mehr zu einander nein, nein. Und ohne sie leben . . Ein kalter Schauer überlief ihn; und dan nxir's. als ob alles Blut sich im Herzen staute und die Wände durchbrechen wollte. Er stellte das Gewehr auf einen Stubben, setzte die Stirn auf den Lauf und drückte mit dem Fuß ab. Ein Blitz, ein Knall, das Hirn spritzte fort, der Körper schnellte auf und sank ins Gras. Herr von Otten hörte den Schutz. Ein Wilddieb? Er machte seine Büchse fertig und kehrte zurück. Da lag dicht am Wege etwas Dunkles auf dem Boden ein Mensch und ein Gewehr daneben. Er faßte den Arm und warf ihn herum. Das blutige Gesicht er kannte es. Und sogleich wußte er alles. Ein ächzender Laut entrang sich seiner Brust. Eine Weile blieb er und blickte mitleidig, die Lippen zusammengepreßt, auf den Todten. Dann wendete er sich nach der Richtung von Pertigallen. Dummer Kccl " murmelte er kopfschüttelnd. Diimmcr Kerl!"

Im ganzen Lande dürfte dzv Bibelwort ..Wachfet und mehret Euch" keine so thatkräftigen Anhänger haben, wie der Belgier Custos und seine Gattin in Sandy Nun. Pa., sind. Frau Custos hat nämlich dieser Tage ihrem 26. Kinde, einem neun Pfund schweren kräftigen Mädchen, das Leben gegeben. Das Ehepaar ist mit Drillingen, sowie drsi Paar Zwillingen bereits gesegnet. Die Frau, die als 17jähriges Mädchen heirathete. steht jetzt im 45. Lebensjahre und erfreut sich oröbter NüstioZeit Bor et n t g er Zeit wurden in Jersey City. N. I.. die Leichen eines bejahrten GeschwHterpaares Lewis und Martha Mead in einn entsetzlichen Zustande aufgefunden. Die Leichen waren von Ratten angefressen und eine Untersuchung ergab, oaß Beide vor Hunger und Kälte gestorben waren. Allgemein wurden die Verstorbenen bedauert, da man die Ansicht hegte, daß sie das Opfer der furchtbarsten Entbehrungen gewesen wären. Jetzt hat sich aber das Gegentheil herausgestellt, denn es wurde ermittelk, daß das Geschwisterpaar 53.500 in Grundbesitz und 10.472 baares Geld in verschiedenen Banken hinterlassen hat. Aus Geiz haben die Leute sich nicht das Nöthigste gegönnt und sind im Elend umgekommen, um ihre zusammengescharrten Schätze lachenden l5röen zu hinterlassen. End große Anzahl Farmer in Spink-Eounty, S. D., ist von einem geriebenen Gauner, welcher angab.' eine Hospital - Gesellschaft" in Atchison, Kam. zu reoräsentiren, beschwindelt worden. Er gab sick zugleich für einen erfahrenen Arzt aus. veranlaßte viele Farmer, sich 1 zwecks Behandlung oon Krankhetten untersuchen zu lassen, und nahm als abluna Noten entqeqen, um dieselben der betreffenden Gesellschaft für die ; zu liefernde Arznei zuzusenden. Die ..Arznei" erwies sich als eine aus Wasser und Gasolin zusammengesetzte Flüssigkeit, ohne allen Werth, doch war in der Zwischenzeit der Agent" j verschwunden und die Noten befanden : sich bereits iu anderen Händen. Be- ; züglich Collectirung der Noten sind . Klagen eingereicht worden, und wird l im nächsten Termin des Circuitgerichtes eine der Klagen als Probe-Fall" : zur Verhandlung kommen. Billige Raten nach C u l i f o r n i tt via 2ig Four Route. Am 5., 12., 19. und 26. Mär;. 2., 9., 16., 23. und 30. April 1901, werden Speziai Einweg Eolonisten Tickets' nach Punkten in Kalifornien zu sehr dilligen Preisen via Big Four R me verkauft. Volle Auskunft und Einzelheiten übr Fahrplan. Preise, Tickets, etc.. gcbcn Agenten der Big Four Routc oder man schreibc an a r r c n I. L ! n i, W. P. Teppr, Vcn. Wff. & Tickrk Agt. Asst. G. P. & I. . Cincinnati, C. h. M. B r o ,' o n, A. G. P. A., JndianapoUs. ciolok Frey, (Old rOom A Rifkt.) Sotary Pabilc9 Translator, Corresponde&t etc . m Wett ainut Ä! rx i)v Oajr.

Taglicher Marktbericht. BiehmarktJndianap'ls Union Vieyhöfe, 19. April. R i n d v i c 1). Auserlesene bis vnnia Stiere, 350 Pfd. ui.

aufwärts 55.15 Gute bis mittlere Stiere 350 Pfd. und aufwärts 4.5 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 5.75 5.20 Pfd Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Vid. Stiere Mittlere öis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd 4.65 5.30 4.5 4. (5 4.0 4 60 Gute bis gewählte Rinder. 4.5 4.10 Mittlere bis gute Rinder. 3.75 Gewöhnliche leichte Rinder 3.25 Gute bis gewählte Kühe.. 3.75 Mittlere bis gute Kühe . . S .(.0 Gewöhnliche alte Küke.. 1.50 Kälber 5.50 Schwere Kälber 3.50 Prima bis fancy Export Bullen 3.75 Gute bis gewählte Schläch ter Bullen 3.40 Gewöhnliche bis gutcBullen 2.75 Gute Kühe mit Kalb $30 GcwöhnlicheKühe mit Kalb $20 S cb w c i n e. 4.10 3.65 i 4.50 3.60 , 2.70 i 7.05 i 6.00 i 25 3.65 3.75 $40 $30 Gute bis gewählte, mitt lcre und schwere $5.90 6 00 5.95 5.90 5.854 5.75" 5.00 5.50 Gemischte, schw. Packina 5.85 Gute bis gewählte leichte 5.85 Gewöhnliche leichte 5.80 Pigs 5.50 Roughs 5.00 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 5.2' Gewöhnliche bis mittlere Lämmer Gute bis gewählte Schafe Ordinäre bis gute Schafe Stockcrs . . . . Böcke, ver 100 Pfd 4.C0 4.( 3.00 2.7.") 2.75 5 00 4.50 srih - 3.50 3.50 Früchte und Gemüse. Früchte. Ananas $2.50 ver Dutzend. Cilronen, $3.00 für 360. Aepsel, $1.75-$4.50 per Faß. Feigen, 12c-15c. Bananen, 1.25-1.50 per Bunch. Datteln, Perniche 5c per Psund, Kokusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. IT r q - . CY r. . ry Cranberries $2.75 per Vusbel Crate Orangen, $2.75 $3.25 per Box. Erdbeeren 40 c per Quart. Rhubarb 25 30c per Duncnd. Alte Gemüse. Kraut, $1.50 per 100. Q tflflsn (Hrttltfrf i ii i - r I C - .

; vDcroomn. vis guter 12c-18c; prima rothe Globe $1.50 per Bushel ; weiße bis g.-wählter 20-22c. Fancy 26-27c-Globe $3.50 per Faß. Golden Rio 23-26; Java 28-31c.

uiiü.uu, 7..s per or: prima Burvanls und runde weiße 5i'c per Bushel; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey $3.00 per Faß. Illinois $2.50. Celery, 40-65c per Bunch. . Weiße Rüben 90c per Faß. Parsnips gewaschene $2.00 perFaß. Neue G emü s e. Blumentohl $l.oO per Dutzend Schallots per Tutzcnd Bunches 45c Tomatoes Crate von 6 Körbchen $4 Radieschen per Dtzd. Bnnckes 30c Salat 11c per Psund; Kopssalat $4.00 per Fan. Svinat, $1.-5 per Dutzend Buncheo. Roihe Rüben 40c per D. Bunches flk.a.. ... . - . r- r Kehl $1.15 per Faß Qnncr Piani 25c für 2 Dutzend Buncbes. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 7-7c; hiesige Stiere 7f-8c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7c-74c; , .. . m . T DtenOe mtOC 4U0 ViS bbi) U5tunO 6ic: Kühe 550 bis 650 Pfund 6c; Stier Vordervicrtel 7c; Stier Hinterviertel 9c; Rind 5)interviertel Sie: Rind Vor dervicrtel 6$c; Kuh Bordcrviertel 5Hc; Kuh Pinterviertcl 8c. Frisches Kalbfleisch Kä!ber9c; Hintcrviertel 13c; Bordcrviertel 8c. Frisches Schaffte isch Lämmer per Pfd. 9Zc; Schafe 8c; Schenkel 10c; Rack. kurz. 16c. FrisZics Schweinefleisch. Loins 10cllc ; ottaac inten 9c ; achau ' j - - ' j ) V tete Schul lern sjc, frische Schinken, 18 Psund im Durchschnitt, 104c ; Tender loins 18c iVLrtr. k ttlr ' .,... -n u . vjij -CUtl Boncs 54c Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Quali tät: 20-18 Pfund lUc; 15 Psund 114c; 12-10 Pfund 12c; Zweite Qualität 20-18 Pfund l lc; 15 Pfund llc; 12 Pfund llc; 10 Pfund Ilse. kiiv nji) xs -i.'itiiiv X 1 4 l . Kalifornische Schinken 6 bis Psund 8c; 10 bis 12 Pfund 8c; 13 bis 15 Vtund 84. Frühstück Speck Klarer Englifh Eured 15c; gewählter Sugar Cured 144c; 6-7 Psund im Durchschnitt 14c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 12c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 114c 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, 114c; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc. Speck, Enal. Gewählter, 8 bis 10 ! Pfund im Durchschnitt, 13c; 10 bis j 13 Psund im Durchschnitt. 124. Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 10c; KlareSeiten, 30 bis 40 Psd. im Durchschnitt, 10c; Klare Seiten, 20 bis 50 Pfd., 1fc; Klare Bellies,25bis 30Pfd.,10c; 18 bis 22 Pfd., IOc; 14 bis 16 Pfd., 114.cz Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 10c; Rücken 12 bis 10 Pfd., 104c; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., lOc.

Schultern, Engl. Cured 18 bis 20 Pfund im Durchschnitt c; 16 Pfund im Durchschnitt, !ic; 10 bis 12 Vfund Hc Gcvockeltes SchweineftkisK. Knochen, loses Fancy Pig $20.50; Klares Bean 19.50; Family 17.00; Short Clear 16.00: Rumrs 15.50. Gedörrtes Rindfleisch Sckinken. reg. Sets, 12c; Außenseiten 11c; Innen. sehen 13Ac; Knöchel 134c. 3cHrna!, in Zierte, 1. Oualltöt 10$.; 2. Qualität 10c; 3. Qualität H. Würste, Geräucherte Bruirourfl 8c; Frankfurter 7?c; Wienern, ilr''t 7c; Knackwurst 7c; Bologna in Därmn 64c, in Tuch 6jc.

Fische, Auftern und Wildpret. Händler-Preise: Clams Linle Necks 75c per 10o. Hummern 25c per Pfund. Shrimps $1.25 vcr Gallone. Austern Benc Baltimore oderStand. ards, $1.00 per Gallone: bc'te Baltitintotc Selccls, 51.10 pn Gallone; New i yjon ounts. $1.00 per Hundert: ern Ifl).! T..ssa . .- . ' . tjvii wuus, uc per yunoert: Blue Points in Schalen. 75c per Hundert. Austern in Kannen New 9)or! Counts 35c; I. S. F. & Co. Select, 32c; Standard 25c; F. Brand 22c: O K. 18c; R. 15c. See-Fische. Knochenlose Häringe 8c; Häringe 6c; Perch 5c; Weißfisch Qic: See Foreklen 94c: Red ?n,,,f j.,. ' Kennebec Hechte 15c; Blaunsche 10c' C11U lt.. Tj.jte'T . . ' V"uuiu xvi, loantcy c; vaddock 8c: Catfisch 10c; No.1 Pickere! 10c; No 2 Pickerel oder Blue Pike 6c; Black Baß 15c. Getreide. 1 Weizen-No. 2 rother 71-m.f h. (s i ! : Gelegen, 71c von der Mühle ; No. 3 rother 67 - 69c; April 71c auf den ti.r.:r cm . . 1 vytitriitii; agenwetten 71c. orn-'.'co. 1 wein 4c: T?n 9 mm 45c; No. 3 weiß 45c; No. 4 weiß 41 - 43c; No. 2 weiß gemischt 43?c; No. 3 weiß gemischt 43c; No. 4 weiß gemischt 3s4-4Hc; No. 2 gelb 43s :; No. 3 gelb 43tzc; No. 4 qelb 3!-41c; No. 2 gemischt 4c; Ng. z gemischt 43c; No. 4 gemischt 394-414c: an Kolben 42ic Hafer-No. 2 weißer 294c; No. Z wciner 24c; No. 2 gemischter 274c; j No. 3 aem'ischter 264c 3 Oeu-altes No. 1 Timoihv 12.7513.25 No. 2 Timothy 11.25-12.25. Kaffee. Folgendes sind 3strpisp die Indianapolis I rt ..-... r ! n Palleten : Ariosa $11.75. Llon 11.75. ersev 15.17, Caracas 11.25, Dillworth' 11.75 Dutch Java Blend 16.50. Mail Pouch 11.75, Gates Blended Java 11.75. Groceries. Zucker Dominoes 6.27c: Stückzinker 6.27.'; pulverstrter 5.87c; XXxX, pul verisirter 5.2c; Siandard granulirt 5.67c; feiner granulirter 5.(!7:; CubcS 1 6.02c; Confectioners' A 5.47c; Ridge. mood A 5.27c; Phoniz 5. Crnpire A 5.17c; Ideal Ertra Golden C 5.12c; Windsor Extra C 5.l'2c; Ridgewood ertra C 4.92c; gelber C 42 ; 16 celr . Der 4.67. Eingemachte Früchte Blackberries, 3 Prttnö, $1.10; Peaches Stand. 3 Pf., $2-2.25; Seconds 3 Pfund $1.60 $1.65; Pie $1.40-1.50; Ananai, Standard, 2 Pfund, $1.65-1.90: See i onb-' 3 Pfund, ll.25-l.45; grüne ! Bohnen, 3 Pfund Kannen, -N; Bahama -ii,,.,... t ti et ftr. m w irrr i ra.u-z.y, v9CUföiC Erbsen N.10-N.75; ftühe Juni $1-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatoes, 3 Psund, 90c-51.00;Zucker. korn 80c $l.O0; Avfelbutter, per Dutzend 3 Pfund, 9c. Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, l'c 12, Eier, 11c ver Tutzcnd. lihrirr 7ir: Titrfna titttftrffNst sin If -7"- - im jm j .. 4, .,..v 1(. Pfund und darüber ttc : junge Hennen j 7 Pund und darüber 7c : alte Kennen 54c ; alte Hähne 44.c; Krumbrünige 4c ; Enien 5.40-6.00 Culls und 6c: ftintf? Käie. Engros- Verkaufspreise, Jmportirter Schwiizerkase 27c per Pfund; e-nhei v i f.4i t r ii Vn i 5 rrtrt a 1 7" irnnün miu-;ii v,uiivi rntiun i ivj .'ivivuiih 8 ! Cream Käse 10c-12c; Rcw Norl Cded j dars 13c; einheimischer Limbxraer 13c; Brick 14c. Kohlen. Tonne Vi Tonne Anthracit? $7.00 3.65 2.40 2.15 2.16 2.15 2.15 2.16 1.90 1.90 1.66 1.65 1.15 Rauchlose 4.50 Jackson 4 00 Pittsburg 4 00 Raymond City 4 00 Wmtfrede 4.00 Kanawha 4.00 L uhrig 3.50 Brazil Block 3.50 Green County 3.00 Jndiana Lump 8.00 Slack 2.00 Blonbura 5.00 2.66

Lump Coke 11c per Bush. $2.75 per 25 Bushel. 11.50 per 124. Bushel. Zerkleinerter Cok- 13. perBu. $3.26 2i B. $1.75 oer 12 B. v

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