Indiana Tribüne, Volume 24, Number 211, Indianapolis, Marion County, 18 April 1901 — Page 2
Jndiana Tribüne. R8. Avril 1901.
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Dummer Kerl!
Eort Ernst Wicherr. Der Hauptmann von Otten bet den Gardegrenadieren war mit seinem Burschen diesmal ungewöhnlich zufrieden. Der war ein Litauer und hieß Jatubs Lakuttis. Zu Hause war er aß der Segend zwischen Tilsit und ydetrug, mehr nach letzterem Ort uz'.d ntch der Grenze hin. Als er zur i5.'?peanie iam, sprach er noch wenig Zxu'sch, obgleich in der Schule ge- j lernt hatte. Aber jetzt drückte er sich ' schon ganz geschickt darin aus, mit oft wunderlicher Satzstellung freilich und ! mit Fortlassung der Buchstaben, die ih unbequem waren, und deshalb et- , was drollig, aber doch ziemlich geläufig und jedermann, selbst dem gestrengen Herrn llnterofftcter, verständlich, ! , der in ihm den tüchtigen Soldaten am erkannte und mit sewen Hänseleien schon längst aufgehört hatte, wenn auch ! sein breiter Mund sich mitunter noch ! zu einem spöttischen Lächeln verzog. Jakubs Labuttis war wirklich ein i zemplarischer Soldat, äußerst Pflicht- , i treu und auf die Minute pünktlich im ' ; Dienst, tadelfrei außerhalb des Dien- ' fies, sehr ordentlich und peinlich ge- : wissenhaft bei Aufträgen, dabei ein j hübscher, hochgewachsener, drettschul- ( triger Mensch mit blauen Augen und , einem blonden Flaum um die Ober- j i Zippe, die eine Reihe kräftiger, perlweißer Zähne nicht ganz deckte. Er hatte ! . etwas Ernstes und Gemessenes ift sei- j 1 nem Wesen, rauchte und trank nicht, j ! las aber in freien Stunden viel in ei- ! !ner litauischen Bibel, die er mitge- ! bracht hatte und stets sorgsam in sein ! Schränkchen einschloß. Er erhielt sehr wenig Zuschuß von Hause, da er ein jüngerer Sohn war und sein äli?rer ' Bruder, der das Grundstück übern ihm , und das Ausgedinge an die Eltern leistete, selbst nicht viel hatte. Von , Zeit zu Zeit ging wohl ein Kistchen mit Lebensmilteln ein, die er dann aber mit den Kameraden theilte, sich und ihnen einen vergnügten Tag zu bereiten. Um sich neben dem Traktament etwas zu verdienen, hatte er gern das Anerbieten angenommen, beim Herrn Hauptmann Bursche zu werden. Er führte sich auch da musterhaft, besorgte das Pferd mit fast zärtlicher j Hingebung, schloß Freundschaft mit j : dem Teckel, den sein Herr, noch ein ' Junggeselle, nicht wenig verwöhnt hat- ! te, weckte den Hauptmann stets pünkt- ; lich, nicht zu früh und nicht zu spät, ! ließ nie ein iäubchen auf dem Rock ! ' und' zeigte sich luch in häuslichenDiensten anstellig, indem er der Wirthschaf- ! j terin half und bei kleinen Gesellschaf- ! i ten w einer schmucken Livree mit wei- ' i ßen Baumwollhandschuhen geschickt ', aufwartete. Herr von Otten wußte, ; j daß er an ihm einen treuen Menschen j ! hatte, vor dem er seinen Schreibtisch ! ! nicht ängstlich zu verschließen brauchte, i und gewann soaar ein vertraulich-ge- : müthlichesVerhältniß zu ihm. das doch Jakubs nicht verleitete, in seiner streng militärischen Haltung nachzulassen. i Der Hauptmann, der noch tung war ' und sich in einer burschikosen Art de ; Untergegebenen gegenüber gefiel, ; nannte ihn freilich mitunter einen mei lancholischer Kerl," was der Bursche , ! gar nicht verstand, öfters auch einen dummen Kerl", aber das war nicht ; schlimm gemeint und wurde so wenig ; übelgenommen, als ein noch derberes : Kosewort. Bist du denn niemals durstig, akob?" fragte er ihn einmal. Zu Befehl, 'err 'auptmann. ich trinken Wasser." Soll ja auch ein Getränk sein. Aber j ihr Litauer steht doch in dem Ruf, einen Schnaps mehr als ein Deutscher ' zu vertragen." i Zu Befehl, 'err 'auptmann. 'aden j ich Wort gegeben, nicht Spiritus." So. so! Ihr habt also einen Mä- : ßigkeitsverein." Labuttis verstand ihn nicht, zog ' aber die Hände an die Hosennaht und sah ihn geradeaus an. Da wird deine Frau es mit dir gut ! haben," fuhr der Hauptmann in scher- ! zendem Ton fort. Hast du dir denn sckon einen Schatz angeschafft 5 Bu spekulirst doch nicht auf meine alteWirthin, Schlaukopf?" Nun blinzelte der Litauer mit den blonden Augcnivimpern und lächelte sogar respektvoll. .Zu 'ause," sagte er, .zu 'ause, 'ta 'auptmann, ich 'aden Srhnnä. üft'ihr.vn fahr skbönes snädsben cf w i i v - i;uw vf , 7 - " und sehr gut, öder ganz arm. Ist Berwandte, und tn Dienst von mein Bru-
. Also ganz arm. Da werdet ihr noch lange warten müssen. Inzwischen amüsirst du dich hier was?" Der Bursche schüttelte lebhaft den Kopf. Bin ich tceu, 'err 'auptmann." sagte er ganS einfach, nur ein wenig schwermüthig. Dummer Kerl." rief Herr von Otten. Wird die Marjelle dir auch treu bleiben?" Wird sie bleiben treu 'at versprochen." Wie heiSt sie ixnn?" Marikke, 'err "auptmann." Nun glänzten ih-i die Augen. Na, soll mir lieb sein, wenn du recht behältst." Damü winkte er dem Burschen aö. der die Hacken zusammenzog und vorschrifzsmäßig Kehrt machte. Als die D-enßsMt zu Ende war, hätte der Eompagniechef den braven Menschen gern noch in Jahr länger behalten. Er versprach ihm den Gefteitenknopf; aber Lsbuttis ließ sich
nicht übereden. Er war in letzter Zeit wirklich melancholisch geworden, und Herr von Ottcn brachte heraus, daß das Heimweh daran schuld sei. Du sehnst dich nach deiner Marikte hm?" Zu Befehl, 'err 'auptmana." Dann grüße sie also von niir. Uebrigens es ist nicht unmöglich, daß ich sie bald einmal seh.. Nanntest du nicht den Gutsherrn in der Nähe dernes Dorfes Wedeken V Ist 'err ven Wedeken," bestätigte Jakubs, 'ai die Tochter des reichen deutschen Müllers geheirathen mit viel Land." Nun wir waren auf der Kriegsschule zusammen." bemerkte Herr von Otten, ohne ihm auf dieses Gebiet zu folgen, spater auch im Regiment. Er hat mich zu sich eingeladen, wenn ich einmal nach Tilsit komme. Pferde zu kaufen. Das geschieht wahrscheinlich im Herbst." Ds Gesicht des Burschen strahlte vor Freude. Sie auch in Worten auszudrücken, wagte er aber nicht. Er stand kerzengerade und roartet, ob der Herr Hauptmann noch weiter belieben werde, mit ihm sich gnädig zu unterhalten. Da dieser sich an den Schreibtisch setzte, schlich er auf den Zehenspitzen hinaus. Als Labuttis nach seinem Heimathdorf Pertigallen zurückkam, fand er das Haus seines Bruders Ansas ungefähr so wieder, wie er es vor zwei Iahnn verlassen hatte; nur war zu den zwei Jungen inzwischen noch ein Töchtercken eingetroffen, das schon zu gehen versuchte. Die Marrkke traf er aber nicht mehr bei den Alisitzern an. Sie war auf dem Gut als Hausmädchen in Dienst getreten, weil ihr der Lohn der Alten zu gering schien und sie auch bei deutschen Herrschaften etwas lernen wollte. Es war Jakubs nicht recht; er hätte sie lieber in der Nähe gehabt, wo er ungestört, wie früher, wie früher mit ihr verkehren konnte. Aber er sagte nichts. ,Er blieb auf dem elterlichen Grundstück, wenn er auch allenfalls entbehrlich gewesen wäre. Baares Geld erhielt er nicht viel zugesichert, aber Kleidung nach Bedarf und ein Stück Feld zu eigener Nutzung. Das war so altes Herkommen. Nach Marikke hatte er starte Sehnsucht. Am nächsten Sonntag hoffte er sie in der Kirche zu sehen und beim Ausgang sprechen zu können; aber sie war nicht dort. Nun ging er nach beendetem Gottesdienst die halbe Stunde über Feld nach dem Gut, meist an dem kleinen Flüßchen entlang, das dort zu einem Teich aufgestaut war, dessen Wasser die Mühle trieb. Jetzt war sie verpachtet, der letzte Müller war ein kluger Mann gewesen ujid hatte alles Bauernland rundherum, als es billig zu haben war, aufgekauft. Es war ein Gut entstanden und ein prächtiges Wohnhaus gebaut worden; die frühere Müllerstochter war nun die gnädige Frau v. Wedeken, und aus dem schneidigen Officier war ein oehäbigerLandjunker geworden. Jakubs ließ Marikke in den Flur herausbitten. Es dauerte eine lange Weile, bis sie erschien, und dann reichte sie ihm etwas hastig die Hände und sagte: Es freut mich. Jakubs. daß du wieder zuHause bist und mich nicht vergessen hast. Aber daß du gerade das erste Mal zu so ungehöriger Zeit kommst wir haben den Mittagstisch zu decken, und die gnädige Frau schilt.
wenn wir uns verspaten. Guten Tag wollte ich dir doch sagen. Wenn du aber mehr von mir wissen willst, komm ein andermal." Er sah ihr so fest in die lichtbraunen, munteren Augen, als wollte er mit cinem Blick alles herausholen, was ihm zu wissen noth thäte. Er ließ auch ihre Hände nicht gleich los, obgleich sie ungeduldig daran zog. Wie hübsch war sie! Noch hübscher, als vor zwei Jahren, schlanker und voller zugleich, die Zöpfe hatte sie zweimal um den Kopf gelegt, so daß sie einen breiten Kranz bildeten, in den runden Wangen tieften sich die Grübchen, wenn sie lachte, und die Zähne Mischen den rothen Lippen glänzten wie feucht. Wie oft hatte er diesen Mund geküßt. Fremd war ihm nur die deutsche Kleidüng, die sie am Sonntag, vielleicht ietzt überhaupt, trug. Er wollte sie an sich ziehen, aber das ließ sie nicht zu und meinte nur immer, sie müsse jetzt fort. Wenn kann ich dich denn rccht nach Lust haben. Maritte?" fragte er. Nach dieser langen Zeit -" Ja, es ist manches anders geworden." fiel sie ein. sich immer ängstlich umschauend. Ich kann nicht mehr so. Aber ich will sehen, ob ich nach Tisch ein Weilchen abkomme. Geh hinter den Gartenzaun ich will sehen." Sie machte sich frei und eilte fort. Er folgte ihrer Anweisung gern, aber ein paar Stunden lauerte er da, und die Zeit wurde ihm sehr lang, bis sie sich endlich an der Ecke blicken ließ. Dann war's auch nicht ganz so. wie er sich's erhofft hatte. Sie setzte sich zwar auf seine Bitten zu ihm an den Grabenrand und duldete auch, daß er den Arm um sie legte und ihr Köpfchen herumzog, bis er ihren Mund erHaschen konnte. Aber es war nicht wie früher, und sie meinte auch, als er sich beklagte, es dürfe nicht mehr wie früher sein, wo sie luftig mit einander getollt hätten, als gehörte ihnen die ganze Welt. Sie seien doch beide arm nd müßten bedenken, was daraus werden solle. Das gefiel ihm nicht zu hören. Der liebe Gott werde schon für sie sorgen, nwte er. wenn sie fleißig beteten. Sie
mühten such jetzt uKix; alle Abend zui.ammtref:en uno ir. tünochen am Flachufer spazieren. .ie denkst du dir das?" schalt sie. ,.Jch bin ja doch im Herrendienst, und die gnädige Frau leidet so etwas durchaus N'.cht. Ich darf nicht einmal sagen, daß ich einen gern habe, sonst schöpft sie gleichBerdaü)t, daß ich meine Pflicht vernachlässige. Nein, nein, Lieber. so kann's nicht lin. Alle vierzehn Tage habe ich meinen freien Nachmittag, dann komme ich nach Pertigallen, und wir sehen uns da. Hier auf dem Gut darfst du dich nicht blicken lassen." So schwer es ihm wurde, er mußte
sich fügen. Von ihrem Besuch hatte er auch nicht eben viel, kaum mehr, als gerade so auf sein Theil kam. Denn Marikke saß meist in der Stube bei den Wirthen oder in der Kammer bei den Altsitzern und ließ sich nur selten in das Gärtchen hinter die Hopfenstangen und den Sonnenglanz locken. Allenfalls erlaubte sie, daß er sie nach Hause begleite. Dann legte er den Arm um ihre Schulter und hielt ihre weiche Hand und durfte sie, wenn sie sehr gut gelaunt war, wohl cmch küssen. Aber öfter quälte sie ihn mit Bedenken, was aus ihrer Brautschaft werden solle. So lange er Knecht bei seinem Bruder sei, könne er doch ans Heirathen nicht denken. Er möchte schon in Berlin eine gute Stelle als Diener bei einem vornehmen Herrn finden, sagte er, aber es halte ihn bei ihr zurück; er sei ihr zu gut. Sie drückte ihm die Hand; was sie dachte, erfuhr er nicht. Seine Schwägerin, die Madle Labuttene, ging öfters nach dem Gut, um in der Arbeit zu helfen, und paßte der Marikke auf. An die schließ dein Herz nicht zu fest. Jakubs." rieth sie. der Hochmuthsteufel ist in sie gefahren. seitdem sie deutsche Kleider trägt und der gnädigen Frau das Haar aufsteckt. Die Mannsleute treiben Spaß mit ihr, und sie lacht dazu. Es ist ihr Vergnügen, daß sie allen gefällt, so hübsch sie nun einmal ist. Der Herr Lieutenant selbst wirft ihr verliebte Blicke zu, und mit dem Jäger, dem eingebildeten Narren, thut sie ganz vertraut. Du bist ihr nicht gut genug." Das ist nicht wahr!" rief Jakubs zornig. Tu hast sie immer nicht leiden mögen, und deinetwegen ist sie ja wohl auch aus dem Haus gegangen." Glaube mir, oder nicht." antwortete die Frau achselzuckend. Ich habe sie mit Gottes Wort vermahnt, aber sie spricht leichtsinnig darüber." Ihm hämmerte das Herz. Er nahm sich vor. ihr zu sagen, öäß man schlecht über sie spreche, um sie vor dem Jäger zu warnen, und er that's auch. Sie wies ihn schnippisch ab. Bist du auf den eifersüchtig? Da müßte noch ein anderer kommen. Man spaßt so miteinander, wen.i man doch in demselben Haus dient. Es ist sonst gar zu langweilig. Aber wenn du mir nicht verI traust thu doch, was du willst." Er versicherte sie mit den zärtlichsten ! Worten, daß er ihr vertraue und sich ! gar nicht zu denken vermöge, sie könnte ihm je untreu werden; das wäre sein Tod. Dafür belohnte sie ihn mit ei- ' nem heißen Kuß, der nun auch denRest von Unmuth tilgte. So kam der Herst heran, und eines ' Tages ritt ein schmucker Officier die Dorfstratze von Pertigallen hinauf dem Labuttis'schen Hof zu. Jakubs ' schlug vor der Hausthür Holz. Er sah auf und erkannte seinen Hauptmann. Sogleich stellte er sich stramm hin und nahm die Axt an die Schulter. Auf seinem Gesicht spiegelte sich die Freude des Widersehens. Guten Tag. Jakob," rief Herr von Otten ihm zu. Da bin ich nun in 1 Pertigallen. wie ich versprochen hatte, und bkibe ein paar Wochen auf dem , Gut." Er reichte ihm vom Pferde herab die Hand, die doch der Litauer kaum respektvoll berührte: Es gefällt mir ! hier, auch deine Marikke gefällt mir. Wahrhaftig, ein bildhübsches und blitzsauberes Mädel. Wartet bei mir auf. Eigentlich viel zu schade für so eincn dummenKerl, wie du einer wahrscheinlich noch immer bist ha. ha, ha!" Er lachte vergnügt und strich den krausen Schnurrbart auf. Nur Kleider zu reinigen, versteht sie nicht. Was meinst du, wenn du jeden Morgen nach dem : Gut kämst und deinen alten Dienst bei mir verrichtetest; es sollte dein Schade i nicht sein." Zu Befehl, 'err 'auptmann." ant- ' wortete Jakubs sehr glücklich. Ihm fiel sogleich ein, daß er dann wohl auch seine Marikke öfter sehen könne. Also von morgen ab. Kannst mich auch auf die Jagd begleiten. Gibt's denn hier wirklich was zumSchießen?" Er unterhielt sich mit ihm noch eine Weile sehr herablassend. Die beiden Jungen kamen heraus und starrten voll Bewunderung zum Officier auf. Auch die Mutter erschien in der Thür und bot ein Glas Milch an. nachdem Herr von Otten sich scherzhaft vorgestellt und seinen früheren Burschen belobt hatte. Ein andermal." sagte er freundlich nickend, grüßte und ritt weiter. (Schluß folgt.) Adolph Frey, (OI4 frcadooi A RlfO Rotary Public, Translator, Correspsfito etc. f. 76 0! tt&lnut & tals Auut jA. 0i.
Taglicher Marklderlcht.
Viehmartt. Jndianav'ls Union Viehhöfe, 17. Rindvieh. Auserlesene bis printa Stiere, 350 Pfd. u:. aufwärts $5.15 Gute bis mittlere Stiere 350 Pfd. und aufwärts 4.5 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 Pfd 4.65 Gule bis mittlere 1150 bis April. 5.75 5.20 5.30 1300 Pfd. Stiere.. .. Mittlere bis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd.... 4.25 4.65i 4.00 4.60 4.75 4.15 3.65 4.50 3.60 2.70 7.05 5.00 4 25 3.65 3.75 $40 $30 Gute bis gewählte Rinder. 4.25 Mittlere bis gute Rinder. 3.75 Gewöhnliche leichte Rinder Gute bis gewählte Kühe . . Mittlere bis gute Kühe.. Gewöhnliche alte Kühe.. 3.25 3.75 8.00 1.50 Kälber 5.50 Schwere Kälber 3.50 Prima bis fancy Export Bullen 3.75 Gute bis gewählte Schläch ter Bullen 3.40 Gewöhnliche bis gutcBullen 2.75 Gute Kühe mit Kalb $30 GcwöhnlicheKühe mit Kalb $20 Schweine. Gute bis gewählte, mitt lere und schwere $6.10 Gemischte u. fchw. Packing 5.95 Gute bis gewählte leichte 6.00 Gewöhnliche leichte 5.95 Pigs 5.00 Roughs 5.25 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 5.25 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 4.00 Gute bis gewählte Sckafe 4.C0 Ordinäre bis gute Schafe 3.00 Stockers 2.75 Böcke, per 100 Psd 2.75 6 20 6.10 6.10 6.00 5.70 5.65 5.75 5.00 4.50 3.75 3.50 3.50 Früchte und Gemüse. Früchte. Ananas $2.50 per Dutzend. Citronen, $3.00 für 360. Aepfel, $1.75-54.50 per Faß. Feigen, 124c-15c. Bananen, 1.25-1.50 per Bunch. Datteln, Persische 5c per Pfund. Kokusnüffe, 3.50-4.00 per Hundert. Cranberrics $2.75 per Vufhel Crate Orangen, $2.75 $3.25 per Box. Erdbeeren 40c per Quart. Rhubarb 25 30c ver Duhend. Alte Gemüse. Kraut, $1.50 per 100. Zwiebeln, Spanische $2.00 per Crate; rothe Globe $1.50 per Bushel ; weiße Globe$3.50 per Faß. Kartoffeln, $1.45 per Faß: prima Burbanks und runde weiße 60c per Bushel; zum Berfandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey $3.00 per Faß. Illinois $2.50. Cclcry, 40-65c per Bunch. Weiße Rüben 90c per Faß. Parsnips gewaschene $2.00 pcrFas;. Neue Gemüse. Blumenkohl $1.50 per Dunend Schallots per Dutzend Bunches 45c Tomatoes Crate von 6 Körbchen $4 Radieschen per Dtzd. Bunches 30c Salat 11c per Pfund: Kopfsalat -s'4.00 per Faß. Spinat. $1.25 pcx Dukcnd Bunches. Rothe Rüben 40c per Dk. Bunches Kehl $1.15 per Faß Oyncr Plant 25c für 2 Dutzend Lunches. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Weltliche Stiere 7-7ic; hiesige Stiere 74-8c; dicsiae Rinder 350 bis 500 Pfund 7c-7c; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfun-, 64c; Kühe 550 bis 650 Pfund 6c; Stier Vorderviertel 7c; Stier Hintervieriel 94c; Rind Hinterviertel Sie; Rind Vor derviertel 6c; Kuh Vorderviertel 54c: Kuh Hinterviertel 8c. Frisches Kalbfleisch Kälber9c; Hin terviertel 13c: Vorderviertel 8c. Frisches Schaffleisch Lämmer per Pfd. 9c; Schafe 84c; Schenkel 10c; Racks . Kuß, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 104c114c ; Cottage Schinken 9c ; gehäu tete Schultern 8c, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 104c ; Tender loins 18c ; Spare Ribs 64c ; Tail Bones 54c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Quali tät: 20-18 Pfund 114c; 15 Pfund 114c; 12-10 Pfund 12c; Zweite Qualität 20-18 Pfund llc; 15 Pfund llc; 12 Pfund 114c; 10 Pfund Ilse. Californt'sche Schinken 6 bis 8 Pfund 8c; 10 bis 12 Pfund Sie; 13 bis 15 Pfund 8s. Frühstück Speck Klarer English Cured 15c; gewählter Sugar Cured 14-zc; 6-7 Pfund im Durchfchnitt 14c; 8 bis 9 Pfund im Durchfchnitt 12c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt llc; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc; 6 Psund im Durchschnitt, schmal, 11-c. Speck, Engl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 13c; 10 bis 13 Pfund im Durchschnitt, 124. Sveck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 10c; KlareSeiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchfchnitt, 10c; Klare Seiten, 20 bis 50 Pfd.. 10$; Klare BeKies, 25 bis 30Pfd., 104,c; 18 bis 22 Pfd., 10Zc;14bis 16 Pfd., llc; Klare Rücken. 20 bis 25 Pfd., 10c; Rücken 12 bis 10 Pfd., 10ic; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., 10jc.
Schultern, Engl. Eurcd 18 bis 20 Pfund im Durchschnitt c; 16 Pfund im Durchschnitt, 9jc; 10 bis 12 Ns::nd 9c Gevöckeltes Schweineflei''ck,, Knochen, lofes Fancy Pig $20.50; Klares Bean 19.50; Family 17.00; hon lle 16.00: Rumrs 15.50. Gedörrtes Rindffei-ch Schinken, reg. Sets, 12c; Aunewciten 11c; Innen, feiten 13Äc; Knöchtl 134c. Schmalz, in Ticrccs. 1. Qualität 10f.; 2. Qualität 10$cj 3. Qalilül 9lc Würste, Gcräumeric Brimurn c; Frankfurter 7?c; Wicnerwuest 7jc; Knackwurst 7c; Bologna in Darm? 6c, in Tuch 6c.
Fische, Austern und Wildpret. Händlcr-Pretse: Clams Little Nccks 75c ver 10t, Hummern 25c per Pfund. Shrimps $1.25 per Gallone. Austern BetteBaltimore oderStand ards, $1.00 ver Gallone; bette Balti. timore Selects , $1 .10 per Gallone; New York Counts, $1.00 per Hundert; New York Culls, 70c per sondert; Blue Pomts in Schalen, 75c per Hundert. Austern in Kannen New York Counts 35c; I. S. F. & Co. Select, 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; 0 K. 18c; R. 15c. See.Fifche. Knochenlose 5)äringe 8c; Häringe 6.-; Perch 5c; Weißfisch 9c; See Forellen 9c; Red Snaover 84c; Kennebec Hechte 15c; Blaufische 10c Halibut 15c; Stockfisch 8c; Haddock 8c; Caifisch 10c; No.1 Pickerel 10c; No 2 Pickerel oder Blue Pike 6c; Black Baß 15c. Getreide. Weizen-No. 2 rother 7c auf de Geleisen. 70c von der Mühle ; No 3 rother 66 - 68c; April 7"c auf den rti-l.it cm . wu-iicn; WOgcnweizen 71c. Korn-No. 1 weiß 45c; No. 2 weiß 45c; No. 6 weiß 45c; No. 4 weiß 41 - 43c; No. 2 weiß gemischt 43c; No. 3 weiß gemischt 43c; No. 4 weiß gemischt 394-4Uc; No. 2 qe!b43f No. 3 gelb 43?c: No. 4 gelb 39-41,-c; No. 2 gemischt 42ic: No. 3 gemischt 43c; No. 4 gemischt 394-4 14c; an Kolben 424, c. Hafer-No. 2 weißer 294c; No. Z weißer 284c; No. 2 gemischter 274c; No. 3 gemischter 264c Heu-altes No. 1 Timothy 12.7513.25 No. 2 Timothy 11.25-12.25. Kaffee. Folgendes sind die Jndianapoli Preise : Gcwöhnl. bis guter 12c 18c; prima bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packeten: Aliosa $11.75, Lion 11.75, Jersev 15.17, Caracas 11.25. Dillworth's 11.75 Dutch Java Blend 16.50, Mail Pouch 11.75, Gates Blended Java 11.75. Groceries. Zucker Dominocs 6.27c; Stückzucker 6.27c; vulverfirter 5.87c; g pulverifirter 5.92c; Standard granulirter 5.67c; feiner granulirter 5.67c; CubcS 6.02c; Confectioners A 5.47c; Ridge wood A 5.27c; Phönir A 5.22c; Empire A 5.17c; Ideal Extra Golden C 5.12c; Windsor Extra C 5.02c; Ridgewoov extra C 4.92c; gelber (l42; 16 gelber 4.67. Eingemachte Früchte Blackberric, S Pfund. $1.10; Peackes Stand. 3 Pf., $2-2.25; Seconds 3 Pfund $1.50 $1.65; Pie $1.40-1.50; Ananas, Standard, 2 Pfund. $1.65-1.90; Sec onds, 3 Pfund, $1.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahama Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatoes, 3 Pfund, 9c-$1.00;Zucker. korn 80c $1.00: Avfelöuttcr, per Dutzend 3 Pfund, 90c. Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, ftische. Il'c 12c Eier, 11c per Dutzend. Hühner 74c; Turkevs: jungeHähne 11 Pfund und darüber 6c ; junge Hennen 7 Pund und darüber 7c ; alte Hennen 5c ; alte Hähne 44c; Culls und Krumbrüstige 44c ; Enten 6c; Gänse 5.40-6.00.
Ke. Engros- Verkaufspreise, Jmportirter Schweizerkäfe 27c per Pfund; einheimischer Schweizcrkäfe 17c; Wisconsin Cream Käse 10c-12c; New York Ched dars 13c; einheimischer Limbrger 13c; Brick 14c. Kohlen. Ion tt Xotml Anthracite $7.00 3.65 Rauchlose 4.50 2.40 Jackson 4 00 2.15 Pittsburg 4 00 2.15 Raymond City 4 00 2.15 Winifrede 4.00 2.15 Kanawha 4.00 2.15 Luhrig 3.50 1.90 Brazil Block 3.50 1.90 Green County 3.00 1.66 Jndiana Lump 3.00 1.65 Slacl 2.00 1.15 Bloßburg 5.00 2.65 Lump Coke 11c per Bush. $2.76 pn 25 Bushel. $1.50 per 12 Bushel. Zerkleinerter Cok 13. pBu. $35 per 2u Bit. $1.75 per Uj Bo.
