Indiana Tribüne, Volume 24, Number 208, Indianapolis, Marion County, 15 April 1901 — Page 5
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E.G.SIGGERS,
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Depeschen. Gen. F r e n ch von den Buren gefangen. London, Ib. April. Sine Privat drvesche besagt, daß General French mit 5C0 Mann britischer Soldaten von den Buren umzingelt und gefangen genommen worden sind. Das Gerücht wurde offiziell noch nicht bestätigt. Eine weitere Note. Wien, 15. April. Hier wird behauptet, dafe die ottomanische Regierung noch eine scharfgehaltene Note Bulgarien gesandt hat. in der die sofortige Auflösung des mazedonischen Kommittees und die Verhinderung des bevorstehenden mazedonischen Kongresses verlangt wird. Krisis in Korea. T a c o m a. Wasb.. 15. April. Der Dampfer DuZe of Fife" bringt ser.scitionelle Nachrichten aus Seoul, der Hauptstadt von Korea. Die dortige Regierung hat Kwg Dana Chun en:Häupten lassen, weil er eine Verschwörung angezetieU hatte, den Sohn der Lady Om. dn Favoritin des Kaisers, statt den kaiserlichen Prinzen auf den
Thron zu brwgen. Der Enthauptete war der Fuhr?r 1)er Kim - Partei, wel che seit Mrmaten mit der Min - Pa:tei in tödtlicher Fehde um die politische Herrschaft m Korea ringt. Die MinPartei batt? von der Verschwörung der Kim - Partei Kenntniß erlangt und es km zu einem blutigen Strahentampf. Kaum war Kim enthauptet, so traten se'me Anhänger in solcher Zabl und sc drohend auf. daß Min Kongsik und seine hauptsächlichsten Anhänger derbaftet und Min auf 15 Jahre aus dem Lande verbannt wurde. D?r Kriegsminister Ku Won Eh.'i und ein anderer Minister. Beide A'iHänger der Kim - Partei, legten ihre Aernter nieder und verursachten ein MinisterZrisis. Der Minister d? toi' feüichen Hauses Li Ehi Jana und der GvirrrnSr von KyonZide, Z)un al 9)mg wurden als Mitschuldige an der Verschwörung verhaftet.- Man beaösichin,t, Lady Om und ihren Sohn aus droul zu entführen und Letzteren zu reeigneter Zeit zum Kaiser auszurufen. Die Krisis dauert in Seoul, deu letzren Nachrichten zufolge, noch fort. Attentat auf Krüger? Paris. 15. April. 6 Uhr Moiyens. ..L'Estafette" veröffentlicht eine Nachricht, derzufolge ein Versuch gernackt wurde, Herrn Krüger zu erdolchen. London. 15. April. Die m Pnris veröffentlichte Nachricht von einem Mtentat auf Herrn Krüger steht wahricheinlich in Verbindung mit einer am Samstag von der Ass. Presse gebrachten Meldung, daß die holländische Pottzei vor Kurzem Wind von einer Verschwögegen das Leben des Präsidenten Krüger erhalten habe. Eine Ueberraschunv. London. 15. April. Groe Uebrrraschung ist hier verursacht worden durch die Nachricht, der Marquis vdv. Headfort habe sich vor Kurzem mit Rosa Boote vom Gaiety-Theater o:rheirathet und das Paar halte sich i :,t in Folkestcne auf. Man harte al--gimtfa geglaubt, die Hochzeit sei ver- - 'bcn worden und der Marquis wücti y&i in's Ausland begeben. m Ä u s dem yjji a x i t d i j s Nciisn in Bayern wurde der Gendarm Josef Hürbeck von dem Stcinmetzgehi!fcn V.eorg Kuf.cr erstochen. Beide hatten bis Nachts in der Kraus'schen Wirthsöaft. woselbst die Kö&.:n Line, jtchli bedienstet ist, aus welche sowohl Hürbeck als Kufner es abgesehen hatten, gekneippt. Nachdem Letztere zu Bette gegangen war, verließen ach r.e beiden Rioalen daö Gasthaus. Es wird nun angenommen, daß Hürbeck der Köchin einen Besuch abstattete, wobei er von Kufner gestört wurde. Hürbeck soll nun den Kufner verfolg: und, nachdem er ihn eingeholt, ihm einen Lchlag in's Gesicht versetzt haben, worauf dieser sein langes Messer zog und e- dein Hürbeck mitten in's Herz stieß, so daß sich dieser nur noch ein paar Schritte vorwärts beweacn tonnte und dann todt zusammenstürzte. Der Thäter Kufner, ein kleiner schmäck:iyer Bursche, gestand nach seiner Verhaftung die That zu. will ader in Nothwehr gehandelt haben. Dieser Tage ha t England wieder einmal die Freude gehabt, einen Walfisch an seiner Küste siranden zu sehen. Dies Ereigniß wä an und für sich nicht so gar Absondertches. wenn Englands neue Königin Alexandra nicht dabei in Mitfreude gezogen würde: während nämlich fonstige Strandgüter, die an Albions Geswde anschwemmen, in bestimmter, durch das Gesetz geregelter Weife dem englischen Uilierthan zu Gute kommen, gehört ein Walfisch, der als Royal Fish" angesehen wird, dem britischen Königspaare zu. Es ist' das eine uralte Bestimmung, die noch immer zu ! Recht besteht. Sie schreibt vor. daß 1 solch Riesenthier zu ungleichen Theilen j zwischen dem Herrscher und seiner Gemablin getheilt werden sollte: und zwar so. daß der König den Kopf, die Königin aber den Leib erhalte. Den Grund für di:se seltsame Theilung gibt das alte Statut gewissenhaft an. Es soll auf diese Weise die Garderobe der Monarchin mir dem für ihre Cor setts nöthigen Fischbein versorgt wer-den.
Ztalirnische Corruption. Italien ist die Heimath der geheimen Verbrecher - Gesellschaften und besonders im Süden jenes Landes tretben die Camora sowie Maffia ihr Unwesen. Aber Alles, was über diese fest organisirten Verbrecherverbindungen bis jetzt an die Öffentlichkeit gelangt, ist, wird tief m den Schatten gestellt durch eine Schrift, die den Verdacht der gelben" Literatur erwecken könnte, wenn ihr Verfasser nicht ein früherer italienischer Beamter, nämlich der Realschul - Professor a. d. Arthur Stahley wäre. Die Zustände in Italien werden da in grellen Farben geschildert. Um eine Probe aus der Schrift mitzutheilen. wählen wir die Schilderung einer öffentlichen, aller Welt zugängigen Stätte der Rechtspflege. Professor Stähln schreibt: . . . Kein Land der Erde hat eine Groß- und Kleinstadtmisre aujzuweisen, wie Italien. Beispielsweise ezistiren selbst in den Großstädten des Nordens, in Turin, in Mailand, in Genua Verbrechersekten, geheim organisirte Verbindungen von Mördern, Raubmördern. Dieben und Gesinde! beiderlei Geschlechts, welche die Poli-
zei niemals ausgerottet hat. In Turin heißen diese Mörderbanden Barabba". in Mailand Teppa"; anderswo heißen sie anders; aber überall sind sie, wenn auch unter den verschiedensten Namen. Statuten u. s. w. zu Hause. ..Wer Neapel zuerst besucht, sollte nicht versäumen, den dortigen JustizPalast in der ..Via dei Tribunali" zu besichtigen, nicht als besondere SehensWürdigkeit, wohl aber zu seiner Instruktion. denn Aehnliches findet sich in der Welt nicht wieder. Es ist der Residenzpalast der weiland Angovinischen Könige. Höfe und Hallen erdröhnen nicht mehr imrer dem Sporentritt fran. zösischer Ritter, dagegen bietet sich dem Auge ein Bild, neben welchem die Hölle von Dante erblassen dürfte. Im Thorwege uegt ein in Lumpen gehullj res. altes Weib auf dem Boden. Es j ist der Portier! Sie ist intelligent und weiß genau, wer unter Tausenden hin- ' ein- und herausgeschlüpft ist. Ueber , Alles giebt sie Aufschluß . . . Bevor i man über sie wegschreitet, giebt man ! ihr einen oder zwei Sous. Vom i Dache grinsen aus eisernen Käfigen ; die bleichenden Schädel der Justifizirj ten herunter. Rings um den Hof laufen eiserne Gitter, hinter welüen zerlumpte Banditen mit blitzenden Augen und struppigen Bärten zum Vorschein ; kommen. Es sind die Gefängnisse. Das I Publikum steht mit den Insassen auf ! gutem Fuße. Es bringt ihnen Lecker- ! bissen. Wurst. Schinken. Käfe. Wein. I Spirituosen. Taback, Cigarren, Zei- ! tungen und unterhält sich mit ihnen, j Weiber und Kinder. Collegen. welche noch nicht verhaftet oder schon entlassen sind, haben freien Zutritt. Säuglinge werden von den Müttern emporgehoben und belecken die Gitter. ..Auf breiter Treppe steigt man zum ersten Stock empor . . . Riesige Schiebfenster mit achteckigen, in Blei gefaßten Scheiben zerstreuen ein trübes Licht. Von den Wänden herunter blicken Portraits großer Juristen und Beamten, alles Kniestücke in Kragen oder inToga oder in spanischer Tracht, verächtlich auf die lumpige Menge herunter. An langen Tischen und Tischchen sitzen dutzendweise öffentliche Schreiber und Proceßagenten, welchen der Galgen auf die Stirne geschrieben scheint. Es giebt verschiedene Restzurationen. in welchen man Bouillon. Rindfleisch n. s. w.. Weine von Posilippo. Capri u. s. w.. Spirituosen und Kaffee bekommen kann. DieseSäle dienen den Tribunalen und Gericktsämtern als Vorzimmer und Corridore. Thüren giebt es nicht, nur Vorhänge. Kommen u viel auf einmal, so wirft der Gerichtsdier wieder ein Dutzend hinaus. Demokratischer kann es nirgends z-ugehen. ..In diesen Sälen der verlorenen Schritte" wälzt sich Tag für Tag ein Publikum von 6000 Personen durcheinander. Bunt vermengt stößt man mit dem Ellenbogen an Richter. Beamte. Polizisten, Notare, öffentliche Schreiber. Proceßagenten. Kopisten und Scribifaxe, wandernde Cantiniers . . . . Stempelpapier. Briefbogen, Taback. Cigarren. Zündhölzchen, alles ist zu haben, öffentliche Dirnen. Banditen, Zuhälter. Fälscher. Taschendiebe, falsche Zeugen, falsche Experten. Vagabunden und Bettler. Proceßparteien kommen nie allein, sondern mit einer Gefolgschaft von Freunden. Anverwandten und Anfchicksmännern. Viele, wohl die meisten, sind in Lumpen von Emballagestoff gehüllt. Was thun diese Leute hier? Nichts, gar nichts! Sie lieben die Chicane. leben davon, suchen Verwendung und, wenn sie nich aktiv beschäftigt sind, hören sie doch gern davon reden. Es ist dies ihr Sabbath! Oefter hat man versucht. Ordnung zu schaffen, das Chaos zu sichten, allein es geht nicht. Der ,.demokratische" Geschmack widersetzt sich, und zwar nicht etwa nur das Proletariat. nein, auch die Magistratur und Advokatur. Das Rechtspublikum wälzt sich mit Behagen in diesem moralischen Sumpf. Jeden Augenblick wird der Neuling angeranzt: HabenSie Justizgeschäfte? Was bedürfen Sie? Haben Sie falsche Zeugen, falsche Schriftexperten nöthig? Wir machen alles und zu jedem Preis. Meben Sie uns den Bgrzug! Wir werden Eure Eicellenz aufs beste bedie
nen." Ein Fremder, der eine Vorladung erhalten hatte, sagte zu einem Advokaten: Ich bin diesem Menschen nichts schuldig, kenne weder ihn noch seine Zeugen." Hüten Sie sich wohl, dies zu sagen. Er wird schwören und seine Zeugen auch. Lassen Sie mich machen! Ich werde seinen drei Zeugen vier der unserigen entgegenstellen, welche beschwören werben, daß Sie die Schuld zurückerstattet haben." Der Kläger vg hierauf gegen Entschädigung zurück. Chicane ist hier ein Handwerk, welches auf die eine oder andere Weise seinen Mann zu ernähren pflegt, wie anderwärts Sei-den-oder Baumwollenindustrie..."
Kleine Schwächen großer Männer. Allbekannt ist die Originalität vieler Tonkünstler. Wenn Beethoven aufstand, lief r. den Kopf nach hinten gelehnt, mit den Augen starr nach oben schauend, ohne an das Ankleiden zu denken, brummend und summend auf und ab. Dann trat er plötzlich an das Waschbecken, neben dem vier Krüge m't Wasser standen, nahm einen nach dem anderen goß ihn über die Hände, ohne zu merken, daß er wie eine Ente im Wasser stehe, denn das Wasser lief, wie natürlich, im Waschbecken fortwährend Über und floß auf den Boden herab. Oft lief er Abends oder Morgens durch die vom Thau feuchten Felder ohne Schuhe und Strümpfe. Sarti cornvj nirte nur in stiller Dunkelheit. Cimaroso bei Geräusch und hellem Licht. Paisiello war nur begeistert, wenn er sich ganz warm einhüllte, und einFeind aller Theorien, bat er die heilige Jungfrau. daß er vergesse, ein Musiker zu sein. Meyerbeer rannte davon, wenn ein Kater in seine Nähe kam. Sacchini dagegen verlor wieder den Faden seiner Inspiration, wenn seine Katzen nicht über den Tisch liefen. Sein berühmter College Aubcr tonnte es nicht zwei Tage hintereinander in Paris aushalten. Eine bei Componisten gewiß seltene Eigenthümlichkeit von ihm war. daß er nie den Aufführungen sei ner Opern beiwohnte: ..Wozu in Theater gehen, die Musik kenne ich ja schon, und würde mich bloß ärgern, wenn die Aufführung hinter meinen Jntentionen zurückbliebe." Donizetti componirte beinahe immer auf der Reise und schenkte den Reizen der Natur nicht die geringste Aufmerksamkeit. Paer's Opern errtstanden. während er mit seinen Freunden scherzte, seine Kinder schalt und sich mit einem alten Diener zanUe. Spontini ließ in den Stunden seiner Begeisterung nur den ungewissen Schein einer düsteren Lampe zu, die in der Ecke seines verfinstertenZimmers aufgehängt war. Saliere mußte, um seine Phantasie anzuregen, die belebtesten Straßen durchlaufen, wobei er Bonbons aß. Gluck suchte das Freie, oft setzte er sich in den glühendsten Sonnenbrand, weil seine Muse dns so verlange. Händel ging .ms Kirchhöfen spazieren und verweilte dort stundenlang in den einsamsten Winkeln. Mozart setzte sich niemals zur Arbeit, ohne vorher ein Kapitel aus einem seinerLieblingsfchriftsteller: Homer. Dante oder Petrarca durchgelesen zu haben. Während er r: Märchen aus ..Tausend und einer Nacht" erzählen ließ, componirte er die Ouvertüre zu ..Don Juan". Den Ton einer Trompete konnte er nicht vertragen. geradeso wie Rossini das Klavierspiel haßte. Haydn ergriff nach seinem eägenen Bekenntnisse den Rosenkranz und betete einige Ave. sobald ihm beim Componiren die musikalischen Gedankn stockten. In diesem Falle pflegte Bellini italienische Volks- und Kirchenlieder vor sich hinzusummen. Er. sowie Paesiello blieben nicht selten aus Trägheit tagelang im Bette liegen. Wenn der Teufel dem Violinspielcr Tartini am Fußende seines Bettes sitzend, die Teufelssonate vorgespielt, die jener Virtuose dann so glänzend nachgeahmt", so meinte er. warum sc. sich meiner nicht ein Cherub des Himmels erbarmen und mich Melodien lehren. womit ich die Menschen göttlich entzücke." Xtr Schneider als Anatom. Welch große Anforderungen an in modernen Schneider gestellt werden, zeigt der vom Unterrichts - Ministe rium genehmigte Lehrplan für das nächste Schuljahr der fachlichen Fort bildungsschule der Kleidermacher in Wien. Es wird im zweiten Jhre Anatomie und Physiolog gelehrt. Im Lehrplan wird speziell über Anatomie Foegendes im Unterrichtsentwurf festgesetzt : ..Anatomisch-physiologischeEin-leitung. Eintheilung des Körvers, seine Organe, deren Shsteme. Hart- und Weichtheile; das menschliche Knochengerüst; dns Muskelsyftem. Lebenslauf des Menschen in Bezug auf seine körperliche Ausbildung. Körverbau; Organe und namentlich die zusammengesetzten nach ihrer Lage und Verrichtung etc. etc." Daß auch Physii und Chemie vorgetragen wird, kann unter solchen Umständen nicht überrasehen. Insbesondere enthält der Lehrplan die Lehre vom Licht (Reflexion. Brechung und Farbenzerstreuung): Das Mikroskop und seine Anwendung. Anorganische und organische Färbstoffe etc. Während die ersten zwei Jahrgänge der Theorie gewidmet sinb und der Lehrplan sehr umfassend ist. lautet der Lehrplan für den dritten Johrgang in erhabener Kürze: An fertigung von Kleidungsstücken."
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