Indiana Tribüne, Volume 24, Number 207, Indianapolis, Marion County, 14 April 1901 — Page 7

9NMMM TrihSne, Sonntag, 14, April 1901.

Schloß Kronborg, 'Seit Shakespeare unter das Personenvrzichnitz seiner tiefsinnigsten Tragödie die Wocte setzte: Die Szene ist in Helsingför", ist uns Kronborg nicht mehr der Herrensitz der Dänenkönige. es ift seit jener Stunde Hamlets Schloß und wird es bleiben. Seine Flazgenbatterie ist die Terrasse, wo der Geist des ermordeten Königs dem Sohne erscheint, in feinen Sälen und Gängen meinen wir die schwarze, trauervolle Gestalt des Dänenprinzen zu erblicken, und in unser Ohr klingen die Worte: Sein oder Nichtsein, das ist die Frage." Seit man Shakespeare ieder hat verstehen und lieben lernen, betrachtet man auch den mächtigen, thurmbewehrten, befestigten Bau des Schlosses Kronboig mit tiefem Interesse. Shakespeare und Kronborg gehören zusammen, seit der Hamlet" xiftirt. Daß aber auch zwischen dem Dichter selbst und dem Herrscherschlotz eine wirkliche, lebendige Beziehung stattgefunden hat, das ist erst in neuenr Zeit mit Bestimmtheit nachgewiesen worden. Und zwar hat die Einweihungsfeier des stolzen Baues zu dieser Beziehung Anlaß gegeben. Denn Kronborg ift nicht älter als Shakespeare. ja sogar noch ein wenig jünger; er war ein zehnjähriger Knabe, als König Friedrich II. von Dänemark den Grundstein zu dem Schlosse legte, das er im Jahre 1886 vollendete. Von einem älteren, Flynderborg genannten Schlosse bei Helsingför kennt man nicht einmal die Stätte, wo es gestanden hat. und unmittelbar vor Kronborgs Gründung gab es dort nur eine bescheidene Verschanzung, die Oere-Kro-gen hietz. Nun aber strebte hier ein mächtiger, breit hingelagerter, mit fefien Thürmen emporragender Bau gen Himmel, und nach seiner Vollendung feierte der Dänenkönig ein Freudenfest. Er war stolz auf die neue Schöpfung, bafc er einen jeden, der noch von fsleynderborg oder Oere Krogen sprach, zur Strafe einen fetten Ochsen zahln, ließ. In Anlaß des Festes selbst aber, dessen trunkfreudige Ueppigkeit man im ..Hamlet" meint wiederklingen zu hören, spielte in Kronborg eine Gesellschaft von mandernden englischen Komödianten, und drei von diesen Schauspielen, deren Namen uns ein glücklicher Zufall bewahrt hat William Cemp, George Bryan und Thomas Pope waren später m London Shakespeares Kolkge. ja mehrere Jahre lang scvne unmittelbaren Genossen! Man hat sog Mt Vermuthung aufgestellt, Shakespeare selbst habe als junger Anfängcr damals in Kronborg gespielt, habe die Terasse mit eigenem Fuß betreten, auf der er später den Geist von Hamlets Vater erscheinen ließ. Ist dies aber auch nicht der Fall, so weiß man doch heute mit aller Bestimmtbeit. daß Shakespeare durch Augen- und Qhrenzeugen über Kronborg und da dortige Leben auf das Genaueste unterrichtet war. man weiß, was ihn veranlaßt hat. die vom alten Scrxo grammatikus aufgezeichnete Sage in erneuter und verwandelter Gestalt gerade dorthin zu verlegen. Denn schon die Erzählung seiner Kollegen mußte es ihm klar machen, wie sehr sich dieser wogenumrauschtc. auf Seelands Nord-

osilpche ms Meer hinausgeschobene Bau in seiner einsamen Größe zum Hintergrund für seine schwcrmuthsvolle Tragödie -eignete. Es war ein Schloß, halb Festung, halb Palast; mit den drohenden Mündungen seiner Kanonen beherrschte es den Sund, als dessen gewaltiger Zollwächter es daftand. mit den prächtigen Sälen des Innern aber, in denen sich der Formenreichthum deutscher oder holländischer Renaissance offenbarte, bot es den Herrschern dieser Erde einen so glänzenden Aufenthalt, daß sie mit gleichem Eifer dorthin wallfahrten, wie in einem späteren Jahrhundert nach dem strahlendem L?rsailles. Damals, wenige Jahre nach der Erbauung des Schlosses, hat sich auch die erste Beziehung zwischen Kronborg und den Herrschern des Welfenhauses angesponnen. Herzog Heinrich Julius von Braunschweig - Wolfenbüttel kam im Jahre 1590 als Brautwerber um eine Schwester des zwei Jahre vorher verstorbenen Königs Friedrich II. nach Dänemark, und im neuen Schlosse Kronborg wurde die Hochzeit mit allem fürstlichen Glänze gefeiert. Z gleieher Zeit weilte dort auch Maria Stuarts Sohn, König Jakob V. von Schottland, der dann als Englands Herrscher sich Jakob I. nannte und sich hier eine andere Schwester des vorigen Dänenkönigs zur Gemahlin holte. Damals waren für Kronborg die Tage höchster Bedeutung, und die festen Mauern hallt! wieder von dem freudigen Lärm unaufhörlicher Lustbarkeiten. Auch die englischen Komödianien, von denen man weiß, daß sie nach der Einweihungsfeier noch einmal dorthin zurückgekehrt sind, haben viel leicht geholfen, durch ihr Spiel diese Feste zu verherrlichen; vielleicht hat Herzog Heinrich Julius, der sich später als fürstlicher Dichter einen Namen erwarb, im Anschauen ihrer Kunst sich Anregung geholt zu seinem poetischen Schaffen. Heute ist Kronborg eine gestürzte Größe. Aus den Erträgnissen des Sundzolles, den man den Weinberg Dänemarks genannt hat. war es erbaut worden, um seinetwillen stand es dort an der Meeresenge zwischen der dänischen und schwedischen Küste ein paar Jahrhunderte -lang als gefürchteter Posten. Seit der Sundzoll aufge hoben worden ist noch keine fünfzig Jahre find seitdem verflossen, hat die schloHähnliche Beste dort aus Seelands Spitze ihren Zweck und ihr Daseinsrecht verloren. Dänemark ist ein stilles, kleines Land geworden, das

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hen den Aufenthalt im anmuthigen Park von Friedensborg der Residenz im stolzen, drohenden Kronborg vor. Das Schloß ist zum Theil zur Kaserne geworden, und gelangweilte Soldaten schlendern in den königlichen Räumen umher. Mächtig ist hier nur noch die Sage und die Poesie. In den Kasematten von Kronborg schläft der mächtige Schirmherr Holger Danske wie Kaiser Barbarossa im Kyffhäuser. und die Erinnerung an den dänischen Königssohn, der in Wahrheit niemals gelebt hat. Ser Mann von öer Elscnvayn. Von H. A. RevI. Es ist bitter kalt. Die Fensterscheiben hes eben einfahrenden Wannseebahnzuges sind dick mit Eisblumen überzogen, und nur widerwillig verläßt man die warm durchheizten Coup6s. Durch drei Ausgänge zwängen sich die täglich in die Stadt Fahrenden an den engen Controleursbuden vorbei, während der äußerste linke für die auf den Perron Eilenden freigehalten wird. Die einzelnen Schaffner kennen schon ihre Abonnenten; es sind meist immer dieselben zu den gewissen Zügen. Beinahe täglich gegen sieben Uhr Morgens kam ein Mann in den mittleren Jahren, mit einem ganz anständigenUeberzieher bekleidet, an dem rcchten Schalter vorbei, besonders wenn es recht kalt war, und ließ sich mit einem freundlichen Guten Morgen, höll'sch kalt heute!" seine Arbeiterkarte abknipsen. Woher die Schaffner seinen Namen, wußten, ist unbekannt; doch sie nannten ihn den schönen Gustav." Gustav geht nach dem ersten Wagen, dem sogenanntenSchutzwagen. und sctzt sich in ein Abtheil, in dem angeschrieden steht: Für Reisende mit Traglasten." Da macht er sich's ganz gemüthlich, nimmt einen halbaufgerauchten Cigarrenstummel heraus und geht vollständig in dem Genuß seiner Upmann auf. Es ist selten, daß er allein bleibt. Er unterhält die Mitreisenden durch allerlei oft recht witzige Geschichten; jedenfalls weiß er immer Neuigkeiten, viele von ihm selbst erfundene. Aber das schadet weiter nichts. Sie unterhalten die Anderen. AusDank dafür schenkt ihm der oder jener eine Cigarre, die er mit Kennermiene als ein hochfeines Kraut taxirt. Besonders gegen Damen weiß er sich liebenswürdig zu machm. Um 8 Uhr trifft man ihn wieder auf dem Mannseebahnhof, wo er mit den anderenReisendeN aussteigt, um in halder Zugeslänge wieder umzukehren und in sein bekanntes Abtheil einzusteigen. Dies Manöver wiederholt sich fast alle Stunde. Gegen 11 Uhr fährt gewöhnlich die hübsche Wäscherin Marie mit ihrem großen Korb frisch geplätteter Wäsche nach Steglitz und trifft jedesmal den schönen Gustav, den sie stets sehr freundlich begrüßt. ..Na. da sind wir mal wieder beisammen!" meint sie. Jawoll. da wären wir mal wieder beisammen.Fräuleinchen," antwortet er

vergnügt lachend. Mächtig kalt, toatr Jawoll. mächtig kalt", gab er zur Antwort, sich die Hände reibend, und half dem Mädchen den Korb auf die Bank heben. Sie müssen ja mächtig ville zu duhn iaben. Ick treffe Sie ja allweil auf der Bahn." Jawoll; ift auch jetzt höllsch viel zu thun", versicherte er mit müdem Gesichsausdruck. der etenso Ekel wie Mll digkeit oder Ingrimm ausdrücken konnte; jedenfalls wirkte er überzeugend. Sie wohnen wohl da draußen? Hei?" fragte Marie sehr wißbegierig. Nee. in Berlin, im Norden. Bei Tag habe ick uff der Bahn zu thun." Ach sooo! Sie sind Anjestellter be: die Bahn?" Jawoll. Bahnbedienfieter-. versicherte er. sich in die Brust werfend. ..Und da müssen Sie woll in eine? Tour hinein- und wieder heraussahren?" forschte die Kleine, sich weit vorbeugend und ihre Ellenbogen auf die Kniee stemmend. In einer Tour. Hinein heraus. Immer bis Zehlendorf." Marie machte ein Gesicht, als ob sie Essig geschluckt hätte. Det muß einem aber ordentlich hernehmen, so in einer Tour. Ja. Das mein' ich woll auch. So in einer Tour " seufzte er. Man bekommt dabei so een' mächtigen Hun8." Marie fuhr empor und verschwand mit der Rechten in der Rocktasche. Herjeses. ick habe ja noch meine Butterstulle. Nehmen Sie man. Ick bin ja wieder gleich zu Hause. Und bis Sie nach Hause kommen !! Wann essen Sie denn Mittag?" Gar nicht. Keene Zeit!" versetzte er wichtig. Marie entsetzte sich. Nee. so wat. Nanu, nehmen Sie man schon. Machen Sie keene Fisematenten. Einen Menschen so zu behandeln, daß er nich mal essen duhn kann!" Na. in Jottes Namen, um dasFreileinchen nich zu beleidigen." meinte der schöne Gustav und steckte die Stulle ein. die er mit der Blicken verschlang. Er aber gab sich die Würde des Entsagens. Marie war sehr vergnügt. Ick bring' Ihnen morgen wieder eine. Natürlich. Morgen muß ich gar bis Lichterfelde. Sind Sie wieder um elf uff der Bahn?" Freilich. Immer im Dienst." Marie sah ihn freundlich und neugierig an. Sie schwiegen beide. Endlich fragte sie: Warum tragen Sie denn keine Uniform nicht V Gustav schien verlegen; doch er faßte fttf : Die Monturen müssen geschont w:rden. Nur am Sonntag fobre ick in die Gala. Fein!" Er lachte; f lachte mit

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Ein Herr stieg ein und grüßte Guftav. der verlegen dankte. Das Gespräch stockte. ZumGlück stieg er an der nächften Station auS, wieder grüßend. .Wer war denn das?" fragte Marie von neuem, sehr stolz darüber, was Gustav für feine Bekanntschaften hatte. Der war einer von metner Kundschaft früher; alle Tage habe ich ihn ia sirt." Marie war ganz Bewunderung oder Verwunderung. Herrje! Dct können Sie ooch?" Gustav wurde sehr verlegen. Na ja. Vor'm Militär war ich Rasirer. Und dann später na, da war die Stelle besetzt und und Rasirer bin ick eigentlich noch heute ich bin nur zur Aushilfe auf der Bahn und Na ja. Nur zur Aushilfe." wiederholte er. Ach so!" Der Wäscherin erschien die Carriere dieses Mannes eine hochromantische. Jawoll. So is et!" bekräftigte er mit Duldermiene. Also, det patzt Ihnen auch nicht so recht, dat ewige Fahren?" I, wo wird mir denn det vassen, immer rein und raus rein und raus " Na srnlich!" Sie dachte n ch. Plötzlich wurde ihr Antlitz Heller. Hören Sie mal. Da bei uns. nebenan wo unser Geschäft ist. da ist ein Barbierladen. Und der, was der Herr ist. der sucht einen Gehilfen. Soll ick mal mit ihm reden? Oh. er giebt wat uff meine Meinung. Det kann ick immer thun. Etwas wie ein Hoffnungsschimmer leuchtete in den Augen des hübschen Menschen auf. Glühend, bangend und schüchtern kam's von seinen Livven: Oh. Freileinchen. wenn Sie das thun wollten! Det wär ja fein!" Er öffnete in Gedanken den Paletot. Sie bemerkte, daß er keinen Hemdenkragen hatte, sondern nur ein rothes Halstuch umgebunden hatte, dessen Zipfel herabhingen. Ja aber werden Sie auch aleich loskönnen von dieStelle bei der Eisenbahn?" fragte sie besorgt. Freilich" erwiderte er rasch, um so fort wieder ernster fortzufahren: Ick gloobe schon. Denn ick bin sehr gut angeschrieben bei Tbielen." So. Na ja. Wenn det so steht ? Na. ich wills versuchen." Sie waren angelangt. Er war Marie beim Aussteigen behilflich, und sie fragte ihn. ob er sie nicht ein Endeken" begleiten wolle. Doch er behauptete, das ginge nicht; er müsse sich hier nur melden. um gleich wieder retour zu fahren. Marie war entsetzt. Jotte, nee. wat ferne Stelle. Na. adjes!" Er sah ihr nach, so lange er sie seb?n konnte, überquerte denPerron und stieg sofort wieder in das letzte Coupee des eben einfahrenden Zuges nach Berlin, wo er mit gierigen Bissen die geschenkte Stulle verzehrte. Sein Blick verlor sich ins Weite; auf seinen Zügen lag Bitterkeit und Weh. Zwei Tage darauf begegnete er Marie wieder um 11 Uhr, im selben Coup4; freudestrahlend theilte sie ihm mit. datz der Barbierherr gesagt hätte, er solle sich ihm mal vorstellen. Gustavs Herz schlug ihm in der K'hle. und er vermochte nichts zu sagen. Er drückte ihr nur die Hand, daß sie beinahe aufschrie. Dann versanken sie beide in Schweigen. Ihr wars. als feuchteten sich seine Auaen. Er surfte nach Worten, fand sie aber nicht recht. Endlich brach er die Stille und begann schüchtern und kleinlaut: Ach. Fräulein Marie, ich muß Ihnen was sagen. Ich habe Ihnen angelogen. Ich bin gar nicht bei der Bahn. Ich bin jetzt fünf Monate stellenlos. Herrgott, wat bin ick herumgelofen und hab ick gesucht! Nischt. Betteln wollte ich nickt gehen, Wohnung hab ich keene nich, meine Sachen sind versetzt Na. da bin ick auf den Gedanken gekommen, mir eine Arbeitskarte auf der Bahn zu nehmen. Und da fahr' ick nu alleTage von früh fünf Uhr bis Nachts um eins heraus und hinein; einmal stieg ich m GroßGörschenstraße aus. ein andermal in Lichterfelde. Zehlendorf oder Wannsee. auch bis Potsdam fahr ick oft, geh aber nie den Bahnsteig herunter, um nicht zu viel vom Schaffner abgeknipst zu bekommen, sondern ich bleibe immer gleich oben und fahre zurück. Gott, es ist ja nicht recht, aber bis jetzt ist mir noch nischt dabei passirt.Da bin ich doch den ganzen Tag in einem warmen Lokal. verdiene doch ab und zu mal was mit Koffer runtertragen. Dafür hab ick ein eigenes Billet bis?.ettendorf, das ich nich benutze. Geht's weiter, nimmt der andere ein Zuschlagbillet fon mir. Na. und die Stunden von 1 5 in der Nacht, dat sind woll die schlimmsten, aber die vergehen auch. Gott irgendwie muß man sich durchschlagen, un dat is immer noch besser als betteln und stehlen. Die Wahrheit darf man ja doch nicht sagen, sonst wird man gleich eingespunnt. So, jetzt wissen Sie alles." Er sah zu Boden, verschämt; Marie verhielt sich das Weinen. Doch endlich meinte sie: Det macht allens nischt. Kommen Sie nur man hin. det andere nehm ick schon auf mir. Aber die Kleider müssen Sie sich auslösen.Gott jetzt? Ich habe doch nischt erwiderte Gustav dumpf. Det Geld will ich gern geben. Sie könnens mir ja dann wieder zurückgeben, wenn Sie's verdient haben. Man weiß doch, mit wem man es zu thun hat."

Gustav- bekam seine Stelle nebe?', sei ' ner Marie, mit der er von nun ab ging". Sie sehen beide nett und saubcr aus, und beide hatten sich nach zwei Jalren soviel erspart, daß si sich nah- , men und gemeinsam ein Geschäft eröff- ; neten. Er rasirte m?er Vorderftube. sie plättete im Hinternmmer. Und Beide waren febr alü' Die höhere" Tochter. Tochtev (zur Mutter): Du, Mama, um welche Jahreszeit schlachtet man ' Hasen?"

Die ZochzeUsreise. dumoreSke ron I. H. iert, " In der gelben Bolle" gingen einem Vor eitel Lust und Freude die Augen über. Galt es doch, einem Mitgliede, dem reichen Drogenhändler Fridolin Pechschnabel, der im Begriffe stand, zum zweiten Male die Ehestandsleiter zu erklimmen, ein Trankopfer zu bringen. Wer behaupten trcllte. daß Pechschnobl dem Ideal ewes Mädchenher zens entspräche oder ihn gar zum Adonis stempeln würde, der wäre sehr auf dem Holzwege. Seine Figur glich einem Kleidergestelle, welches mit mumificirter Pergamenthaut überspannt schien. An seinem Haupte war der einzig hervorspringende Punkt ein muchtiges Riechorgan, welches in fulminanter Masse regenbogenfarbig schillerte und den Mitteltheil seiner sögenannten Karpfenschnute" weitaus verdeckte. Er kann sich bequem die Ohren anknabbern", pflegte der Friseur Haarkämm mitunter zu witzeln, wenn Pechschnabel nicht zugegen war. Den fahlen Schädel des Ehecandidaten zierte eine etwas fuchsig angehauchte Perrücke und die kleinen, von buschigen Brauen beschatteten Aeuglein liefen unentwegt im Kreise umher, gleich Mäusen, die in der Falle sitzen. Für sein Charaktereigenschaften galt der Ausdruck: Knärgel! Mit all diesen Vorzügen stand Pechschnabel im Begriff, ein jugendfrisches Mädchen zu freien, das doppelt seine Tochter sein konnte. Meta war eine entfernte blutarme Verwandte seiner Seligen und von dieser in's Haus genommen. Als nun die Knospe sich zur blühenden Rose entfaltet hatte, da entdeckte der alte Krauter eines Tages Johannistriebe in seinem verschrumpften Herzen, zudem quälte ihn die Eifersucht, denn es entging ihm nicht, daß Meta des Oefteren hinüber nach der Einhorn-Apotheke blickte, allwo der blonde Provisor Willy Tusedan Pillen drehte. Um diesem Zustande ein Ende zu machen, trat Pechschnabel eines Tages vor Meta hin und offenbarte ihr seine Liebe. Das Mädchen war so verdutzt, daß es, gleich dem Ehrenmitgliede eines Taubstummen - Vereins nichts sagte. Dies Schweigen nahm der Freier für das aus jungfräulicher Schüchternheit nicht gesprochene Jawort und noch selbigen Tages fand die Verlobung statt, welcher am morgigen Tage die Hochzeit folgen sollte. Der Zeiger wies schon eine späte Stunde, als die Bollenmitglieder sich trennten. Also morgen 'zur Hochzeit! Die ganze ..Gelbe" tritt an", rief Schiebebock, indem er Pechschnabel auf die Schulter klopfte. Dieser aber hatte sich infolge deS bevorstehenden Ereignisses einen mächiigen Zacken geholt, so daß ihn seine ohnehin etwas klappigen Pedale kaum noch tragen mochten. Der LedrHändler Kupke und sein Freund, der Essigfabrikant Lietsche. obwohl selbst nicht mehr sattelfest, nahmen ihn unter die Arme und trotteten mit ihm heimwärts. Da kauf' mir Eine? 'ne Schachtel Schweden!" raisonnirte Pechschnabel, als er sich in seinem Zimmer wiederfand. Seinem alten Faktotum. Gottlieb Meise, hatte er erlaubt, schlafen zu gehen, er setzte sich daher auf's So

ha und mühte sich ab, seine Stiefeln auszuziehen. Da war es ihm. als oö sich auf dem Korridor etwas bewege. Auf den Strümpfen schlich er zur Thür und horchte. Ha. das Einhorn ist's! Und sie auch!" So schnell es die Umstände gestatteten, kroch er unter's Sopha. Ein junger, hübscher Mann trat vorsichtig ein, spähte umher, winkte nach rückwärts und sagte gedämpft: Meta. die Luft ist rein!" Das junge Mädchen kam schüchtern vor und flüsterte ängstlich: Aber Willy, wie konntest Du Dich hierher wagen!" Es ist ja das letzte Mal! Ein Ab. schied unter vier Augen!" Willy führte Meta zum Sopha hin, wo sie sich setzten. Wirst Du mich auch nicht verges" sen?" fuhr er fort. Niemals!" Sie legte ihren Kopf an seine Schulter und schluchzte. Na. wenn das vor der Hochzeit schon so geht, kann's ja Hub nachher recht niedlich werden!" machte Pechschnabel in seinem Versteck. Wenn er Dich aber küssen will?" Jeder Kuß kostet ihm ein Auge!" rief das Mädchen. Das kann ja beim dritten Kusse schön werden!" gähnte Pechschnabel. Die jungen Leute beklagten ihr Geschick und flüsterten sich gegenseitig Worte des Trostes zu. Mit einem Male hörten sie lautSchnarchen unter'm Sopha her. Beide fuhren entsetzt empor. Der Alte!" Meta deutete erschreckt unter das Sopha und lief in ihr Zimmer, während Willy eiligst durch den Ausgang verschwand. Gottlieb!" Herr Pechschnabel!Ruf und Antwort kamen aus zwei Kisten, die sich auf Deck eines Schiffs gegenüberstanden. Die Deckel hoben sich vorsichtig und die Köpfe Pechschnabels und seines Faktotums Gottlieb Meise kamen zum Vorschein. .Ach. Gottlied, ich bin schon ver retrn Kistenmensch!" O. Herr Pechschnabel, warum mußten Sie mich auch, mit Respekt zu sagen, als Kammerjungser für Ihre werthe Frau Gemahlin mitschleppen" stöhnte Gottlieb. Seit zehn Tagen schwimmen wir nun schon mit dem verflixten Schwarzflaggschiff umher und nähren

uns nur von Seetang und rohen Meerflundern. Ich bin schon ganz thramg! Ach, Herr Pechschnabel, wenn Sie doch, mrt Respekt zu sagen, das junge Fräulein

nicht geöligt hätten, dann säßen wir .? ! jti l. Ä?ri 1 i-Cri- L. mer niryr in oen inen: laoeiie ocr treue Gottlieb. Kauf mir einer 'ne Schachtel Schweden!" polterte Pechschnabel, konnte ich denn wissen, daß das Einhorn plötzlich 'nen großen Gewinn gemacht hat und uns verfolgen würde?" Die Appeln hat Sie heimlich so sehr geliebt; das Herz wird ihr brechen, wenn sie hört, wie es Ihnen ergangen ist!" Meine Wirthschafterin? Davon habe ich nie was gemerkt!" Am Hochzeitstage sagte sie noch", fuhrGottlieb fort, es ist himmelschrei end. so 'n alter Knickebein und so 'n junges Blut!" Und das nennst Du Liebe?" Aus ihr sprach die Sucht des Eifers, weil sie mit Eifer suchte, von Jhnen geliebt zu werden!" Still, man kommt! Schnell in die Kiste!" A tempo klappten die beiden Deckel zu. Der Capitän der Schwarzflaggen, Ting-Tang-Tung erschien, setzte sich aus eine der Kisten und beobachtete durch ein langes Fernrohr das Meer. Man sah chm an, daß seine Lieblingsbeschäftigung in einem Kegelspiel mit Menschenköpfen bestand. Plötzlich rief er auf chinesisch: Verflucht noch mal!" und gab dem Schiffsvolke, lauter rauhbeinige Gesellen, verschiedene Befelzle. Bald darauf schoß das Piratenschiff pfeilschnell davon. Inzwischen überdachte Pechschnabel in seinem reizvollen" Chambregarni seine gegenwärtige Lage. Nach der Hochzeit reiste er mit Meta sogleich nach Genua. AlL sie an Bord des Dampfers kamen, der sie um die Welt führen sollte, trat ihm Willy Dusedan. das Einhorn, mit recht dämonischer höhnischer Miene entgegen. Pechschnabel raste, und nun begann für den gequälten Ehemann eine Zeit der Höllenpein. denn jeden Moment benützte das Einhorn, um mit Meta heimlich zu tuscheln. Endlich gelangte man nach Vombay. Pechschnabel athmete auf, denn nun hoffte er, das Einhorn los zu werden. Allein es kam anders. Bei einem Ausfluge nach Delhi erschien er plötzlich hinter dem uralten Gemäuer eines Brahma - Tempels, nahm unversehens Meta um die Taille, schwang sich mit ihr in einen Wagen und fort ging's in sausendem Galopp. Pechschnabel durchstreifte auf der Verfolgung tagelang die Gegend umsonst. Ohne Gattin kehrte der geknickte Fridolin nach Bombay zurück. Dort erfuhr er, daß die Beiden unlängst nach Colombo abgedampft seien. Das nächste Schiff brachte ihn und Gottlieb dorthin. Aber auch hier kamen sie zu spät. Auf seine Umfrage :rfuhr Pechschnabel, daß ein jungesPaar. auf welches genau die Beschreibung paßte, sich kurze Zeit in Colombo aufgehalten und sich nach Hongkong begeden habe. Auf nach Hongkong", schrie Pechschnabel heiser, ich muß sie finden, und wenn sie auf 'm Südpol fäßen!" Sein Schiff hatte gerade im Hongkonger Hafen Anker geworfen, als das deutsche Kanonenboot Luchs" nach Shanghai in See stach. Pechschnabel traute kaum seinen Augen! Stand da nicht Einhorn und seine Meta leibhaft Arm in Arm und machten höhnische Kratzfüße zu ihm herüber! Der geprellte Gatte wäre vor Wuth aus der Haut gefahren, wenn sich dies ohne Schaden für seine Körperbeschaffenheit hätte thun lassen.. Wieder ging mit dem nächsten Dampfer die tolle Jagd hinter den Ausreißern mit demKurse auf ShangHai los. Da. inmitten der Nacht wurden Beide durch wüsten Lärm aus dem Schlummer geweckt. Der Dampfer war von einem Piratenschiff der Schwarzflaggen geentert worden und die Langzöpfe gerade dabei, die ganze Mannschaft abzumurksen. Einem glücklichen Instinkte folgend. schlüpften Pechschnabel undGottlieb in zwei leere Seiftnkisten. Die Piraten raubten das ganze Gepäck und auch jene Kisten und schleppten sie auf ihr Raubschiff. So stand eS gegenwärtig um die beiden gefangenen Weltreisenden. Inzwischen brüllte der Capitän der Schwarzflaggen wie ein hungriges Gnu und die Mannschaft rannte wie besessen durcheinander. Angstvoll glubschten die beiden Kistenmenschen durch die Deckelritzell. Der verdammte Luchs" sitzt uns auf den Hacken!" wüthete der Capitän, natürlich wieder auf chinesisch. Werft allen Ballast in's Meer, auch meine Schwiegermutter, vielleicht entwischen wir ihm!" Ztzluas floaen Nässer und Ballen uver Bord und zetzt kam auch v:e etye sn die beiden Kisten. In jäher Todesangst sprangenPechschnabel und sein Faktotum daraus hervor und winselten verzweifelt um ihr Leben. Doch der Capitän lachte furchtbar Hohn und befahl, die Beiden an die Marsrae aufzuknüpfen. So 'ne gemeine Bande", schrie Pechschnabel, während man ihnen die Schlingen um den Hals legte. Aker Waldersee wird Euch schon auf 'n Zopf spucken!" Zieht hoch!" donnerte der Capitän in seinem chinesischen Jargon. Bevor jedoch der Befehl zur Ausführung gelangte, krachte ein Schluß; der Luchs" hatte dem Piratenschiff direkt unter der Wasserl'Nie eine Kugel zwischen die Rippen gesandt, und in zwei

Theile geborsten, begann das Wrack zu sinken. Hilfe! Rettungsball! Das Wasser steigt mir über die Nase!" Gottlieb Meise stürzte entsetzt in's Zimmer, und sah. wie sein Herr unter dem Sopha hervorkrabbelte. Nanu!" brummte er, der muß ja gestern, mit Respekt zu sagen, 'nen Mordsrausch gehabt haben!" Als Pechschnabel auf den Beinen stand, blickte er stier umher. Na, Herr Pechschnabel", lachte Gottlieb. Sie haben sich aber 'ne komische Schlafstelle ausgesucht. Fast hätten Sie. mit Respekt zu sagen. tthxt fxutxat Hochzeit verdruselt!" Bin ich' denn nicht ertrunken?" Pechschnabel kniff sich in Ohren und Beine. Bin ich nicht verheirathet? Ist meine Frau mit dem verwünschten Einhorn nicht auf und davon?" Nee!" machte Gottlieb Verständnißlos. Das kommt vielleicht später!" Aber Gottlieb, erinnere Dich, wir waren doch auf der Hochzeitsreise!" Sie mit mir? Nee!" Denke doch an den Schiffbruch und den fürchterlichen Ting-Tang-Tung!" Als Gottlieb immer noch perplex dastand, erzählte ihm Pechschnabel mit fliegendem Athem den ganzen Hergang bis zu dem Augenblick, wo sie Beide im Meere umherplantschten. Herr Pechschnabel", sagte nun Gottlieb trocken, werde Ihnen mit Respekt zu sagen, ein Glas Wosser holen!" Pechschnabel lief wie ein gefangener Hamster einher. Dabei karambolirte er mit Fräulein Appel, die infolge ihres Umfanges wie ein Gummiball zur Seite flog. Auf seine Frage, ob er verheirathet sei, schüttelte sie erstaunt den Kopf, auch von all dem Anderen war ihr nichts bekannt. Nur daß Pechschnabel gestern in der Gelben Bolle" mächtig pokulirt habe, wußte sie. Er hielt sich den Schädel, in dem es wie in einem Mostfasse) rumorte; dann befahl er Meta und das Einhorn aus der Apotheke zu holen. Wenn die Beiden hier sind", so kalkulirte Pechschnabel, dann können sie freilich nicht durchgebrannt sein und dann war alles wohl nur ein sehr natürlich geträumter Traum vielleicht so 'ne Art Mene Teckel!" Inzwischen waren die Gerufenen eingetreten. Sie wußten natürlich von nichts. Da kauf mir einer 'ne Schachtel Schweden!" Mit heftigen Schritten

lief Pechschnabel auf und nieder. Nach und nach begann in ihm zu dämmern, daß Alles nur ein durch die Geister des Alkohols hervorgezaubertes Traumbild gewesen sein müsse. Während dem waren auch Schiebebock, sein Intimus mit den gelben Bol- . e..t- n' ir j:. v 0- : icnorairccn, napie, v,tia)c uuo jlui' tenfisch, in feierlichem Aufzuge erschienen. Pechschnabel nahm Schiebebock b:i Seite und erzählte ihm seine nächtlichen Abenteuer. Dieser setzte eine höchst ernste Miene auf, wiegte bedächtig den Kopf, denn er war sehr abergläubig und meinte: Alter Junge, das sind sogenannte Hallunkennationen mit warnenderVarbedeutung für Zukünftigkeit!" . Meinst Du?" warf Pechschnabel betroffen ein. Die Sache wird brenzlich", erwiderte Schiebebock bedenklich. Gieb ihr das Einhorn, sonst macht sie dich in der Ehe am End' zum Zweihorn!" Mechanisch griff Pechschnabel an die Stelle seines Kopfes, allwo unsere braven Beefsteakspender gemeiniglich ihren Hornschmuck tragen. Er grübelte eine Weile nach und ging dann resolut auf Fräulein Appel zu. welche gleich einer elegisch angehauchten Butterblume am Fenster lehnte. Ich will in diesen sauren Apfel beißen". murmelte er, und laut setzte er hinzu: Fräulein Appel, wenn mich nicht alles täuscht " Verschämt blickte die Angeredete zu Boden: Sie ahnen meine Gefühle?" wisperte sie. Wie werde ich nicht, ich theile sie; ich wüßte nicht, was dieser Verbindung hinderlich wäre!" Dank, tausend Dank. Herr Pechschnabel!" jubelte Fräulein Appel, hüpfte auf Gottlieb zu und schloß ihn so stürmisch in die Arme, daß dieser fast das Gleichgewicht verlor. Nanu?! da kauf' mir einer 'ne Schachtel rief Pechschnabel verdutzt: Gottlieb sagte doch, daß Sie in mich " Er schlug sich vor die Stirn. Nu bin ich wieder in den verflirten Traum bineinaerutscht!" Jetzt näherten sich ihm Meta und daö Einhorn schüchtern. Herr Pechschnabel! Bitte, bitte'." bat der junge Mann, auf das junge Mädchen deutend. "Na, meinetwegen, wenn's 'mal so sein soll", und leise setzte er hinzu: Lieber ihr das Einhorn als mir Zweie!" In Pechschnabel'S Hause wurde nun zwar keine Hochzeit, dafür aber zwei fröhliche Verlobungen gefeiert. Otto Deppermann, Deutscher Zahnarzt. Majestic Grelceucle. Zimmer Ro. L07. Dr. 0. G. Psäff feit sein Office nach dnn Willoughby-GebSudc, No. 224 Nord Meridian Etc., erste Eta,e. verlegt. vsficeSrunden: Von 2 bit 4 Uux Nackmittagi. Telephon: Cfftce tttt Öoönung 056 Die Woduunq befinde! ftch w bit)fr: 1837 Nord Penuylvanla t.

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