Indiana Tribüne, Volume 24, Number 207, Indianapolis, Marion County, 14 April 1901 — Page 6

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gndiana Tribüne, Sonntag, 14. April 1901.

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Im Herzen des Schwabenlandes.

(Copyright by Win. südlich von Stuttgart breitet sich ine hochgesegnete Landschaft aus, ein toa'xti Garten, belebt von einer Reihe schmucker Städte und zahlreicher Flecken und Dörfer. Der Neckar durchströmt sie und die schwäbische Alb bilhet ihren Rahmen. Es ift dies so recht Joai Herz des Schwabenlandes, nicht i nur wegen der Lage im Centrum Württembergs, sondern weil hier das geschichtliche Leben des Schwabenvoltt am stärksten Pulsirt, weil hier seine größten Dichter geboren wurden, weil hier Stuttgart und Tübingen, die beiden Mittelpunkte des geistigen Lebens, liegen, und außerdem, weil diese GeStrahe in gend die volkreichste Schwabens und eiue der fruchtbarsten in ganz Deutschland ist. Die erste größere Stadt, welcher wir hinter Stuttgart und Cannstadt begegnen, ist das uralte E ß l i n g e n, in Folge der neuzeitlichen Verbindungen so nahe an d'e Hauptstadt herangerückt, daß der Fremde sie bald für eine Borstadt Stuttgarts halten möchte. Urkundlich besteh' Eßlingen schon seit lkbundert Jahren. Noch treffen wir mMcHeZeugen der glanzvollen Geschichte dieser schon im Mittelalter

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Tübingen.

lhochbedeutenden Stadt, die ehemalige Rirg mtt ihren gut erhaltenen Staueraänaen und ibrem Glanwunkte. dem dicken Thurm", der in unseren profalschen Zeiten als Bierkneipe Verwenvung gefunden hat. Prächtig ist das alte Rathhaus oder Steuerhaus am Markt. Seine Mauern beherberaen r.tot eine Mädchenschule. Das eigentliche Prachtstück der Stadt ist aber e aotbllcke Llebtrauenklrcke. von welcher ein heimischer Dichter singt: Der Anmut!, enint nd i. die Dich umschweben. Und Tichmit zaubrisch ützem Vlanz beleben. Du dustig Tenkmal reiner Weiblichkeit.' Eklinaen ift heute eine äußerst lebhafte. und begüterte Industriestadt von Hohentübingen. ",000 Einwohnern, und im regsten achsthum und Aufschwung begrifl. Namentlich die Maschinenfabrik, elche über zweitausend Arbeiter behäftigt und deren Lokomotiven über $ schienen der fernsten Länder roln, verdient Erwähnung. Ganz in Her Nähe lieat ?as Städtchen P l o ch i n g e n, von dessen malerischer che, deren Architektur nch im wabenlande vielfach wiederholt. jr

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wir eine Abbildung bringen. Plochingen ist auch berühmt wegen der vorzüglichen Würste, welche an der Station feilgeboten werden. Wenige Schwaben werden Plochingen passiren, ohne der dortigen Wurschtigkeit Tribut zu zollen. Auch das mächtig aufblühende industriereiche M e tz i n g e n. lieblich gelegen an den Albbergen, verdient besondere Erwähnung. Die Stadt hat geqen 6000 Einwohner, welche sich zum JClftll u ULX) -cuciiiiruu viuuiiiii, wiiii bei Metzingen wächst ein vorzüglicher Rebensaft. Prachtvoll ist die Umgcbung, namentlich bietet der hohe AlbCr'svjiJs Stip"f TOirtsti m'nhrort Vrrn ' Reutlingen. berg, den unser Bild zei, der Florian (521 Meter hoch) einen entzückenden Rundblick. Eine kurze Eisenbahnfahrt bringt uns von Eßlingen nach R e u t l i n -gen. welches ein ähnlich blühendesGemeinwesen darstellt wie die Schwesterstadt, obschon es nicht viel über 20.000 Einwohner besitzt. Wie Eßlingen war auch Reutlingen ehemals Reichsstadt und seine Geschichte ist eine außerordentlich ruhmreiche. Die Reutlinger Bürgerschaft vernichtete im Jahre 1377 die Streitmacht des Herzogs I Oci 1 "t , 5 , WX' 1 r i y r Ulrich von Württemberg, des Sohnes von Eberhard dem Greiner. Diese Schlacht war eine der blutigsten Kämpfe jener Zeit, es war ein Ringen auf Leben und Tod und die Hälfte der -Kämpfenden blieb auf der Wahlstatt. Unter allen Städten Schwabens führte Reutlingen zuerst die Reformation ein. An Württemberg kam Reutlingen erst im Jahre 1803. Die Stadt hat eine herrliche Lage am Fuße der schwäbische Alb, umringt von Obstgärten und Weinbergen. In seiner Marienkirche besitzt Reutlingen ein munderschönes Gotteshaus und es ist nicht unwahrscheinlich, daß Meister Erwin v. Steinbach, der Erbauer des Straßburger Bu:g:hor. Münsters, auch die Pläne zu dem Kirchenbau in Reutlingen geliefert hat. Auf der südlichen Seite des Thals ziehen sich sanfte Höhen bis an das Flüßchen Echatz heran. An diesen Höhen haben das Pomologische Institut mit seinen Gartenanlagen und die Frauenarbeitsschule ihre Baustätte gefunden. Die untere Echatzbrücke führt zu den Anstalten der Gustav Wernerschen Stiftung, einer Großen Anzahl trefflich V; ' V --

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kingertchtelcr und frers Zich erweitern der Fabrik- und Wohngebäude. Werkfiätten und Rettungshäuser aller Art. einem Unternehmen, da.s der Philanthrop Gustav Werner 1858 als Bruderhaus" gegründet hat. Zahlreich sind d',e Jndustrieen der Stadt und es mangelt nicht an Fabrikanlagen großen Klingen. Am ssanal. Stils. Aber auch das Handwerk hat hier noch einen goldenen Boden. Namentlich die Zünfte der Färber und der Gerber, sowie diejenige der Weingärtner sind hier sehr zahlreich vertreten. Unser nächstes Ziel ist die schwäbische Universitätsstadt und auf der kurzen Fahrt dahin kommen wir durch das große Dorf Betzingen, einem Lieblingsorte der Maler. Hier in diesem Dorfe hat sich nämlich die Volkstracht noch vollständig erhalten. Hierher ist noch kein Corsett und kein Schleppkleid vorgedrungen und die strammen Schwabenmädle und Weible grüßen uns noch freundlich im Schmucke ihrer herrlichen Zöpfe, dem gestickten Käppchen, reichgeschmückten Mieder und kurzen Rock. Und auf dem runden Polsterkissen des Kopfes balanciren sie die schwersten Lasten. Wir bringn einige Abbildungen der Volkstracht, ine Braut und einen alten Bauer. Daß wir uns zu der Braut eines der hübschesten unter den schönen Schwabenmaidli ausgesucht haben, versteht sich von selbst. Die Männer, fast sämmtlich hochgewachsene kräftige (Gestalten, tragen den langen weißen Rock, ebensolche Beinkleider und schwarze oder rothe Westen, dazu ein rundes Lederkäppchen. Bei den Frauen ist charakteristisch das barettähnliche Käppchen mit zwei langen schwarzen Seidenbändern, das Mieder von hochrothem Tuch mit Silberborten und ein Koller von Tuch oder Sammt, beides mit hellgrünseidenen breiten Vändern eingefaßt. Metzingen. Die Universität Tübingen ist im Jahre 1477 von Herzog Eberhard im Bart begründet worden und jener gewaltige Recke war auch einer der ersten Studenten der neuen Musenstadt. Hier streifte er den Landesherrn vollständig ab und lebte unter Anleitung des Gelehrten Nauclerus nur den Wissenschaften. Tübingen ist heute eine Stadt von 13,000 Einwohnern und, ähnlich wie Jena, so gut wie ausschließlich Universitätsstadt. Der Fremde findet hier wenig, was ein großartiges Gepräge trägt, auch alle Staats-und Universitätsbauien sind sehr einfacher, fast nüchterner Art. Jedoch die innern Einrichtungen sind vortrefflich und die Tübinger Hochschule hat weit über die Grenzen Deutschland's hinaus einen guten Klang. Hier hat LudTvig Uhland sein schönes Standbild, hie? wurde das singende Herz Schwabens" geboren. Eßlinger Steuerhaus, hier wirkte und lehrte der Dichter viele Jahre und hier starb er auch in Folge einer Erkältung, welche er sich bei dem Begräbniß seines alten Freundes Justinus Kerner in Weinsberg geholt hatte. Auch viele andere Dichtergestalten Schwabens sind mit Tübingen eng verknüpft, so diejenigen Schwab's, Hölderlin's, Justinus Kerner's. Möricke's. Auch Ottilie Wildermuth hat hier viele Jahre gelebt und sie liegt hier begraben. An der herrlichen Platanenallee am Neckarufer haben ihr die deutschen Frauen im Jahre 1887 einen Denkstein gesetzt. Aus der Zeit Eberhards grüßt die altersgraue Neckarbrücke und dieser zugewandt steht am Fuße des weinbelaubten Oesterbergs das schlichte Uhlandhaus, dessen Mar mortafel uns meldet, daß hier der Dichter von 1836 bis zu seinem 1862 erfolgten Tode gelebt hat. Auch der in Reutlingen geborene hochberühmte Nationalök'onom Friedrich List hat an dieser Stätte seines Wirkens sein Denkmal erhalten. List ist als der geistige Urheber des deutschen Zollvereins anzusehen und als solcher gehört er unter die wirklichen Mitbegründer des neuen deutschen Reiches. Die Umgebung Tübingens ist von wundervoller Lieblichkeit und außeror-

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entlich reich an geschichtlichen Erinerungen. Da ist vor Allem das schloß Hohen-Tübingen, dessen Burgchor zu den ersten Sehenswürdigkeiten zehört, da ist die von so vielen Dich:ern besungene Wurmlinger Ka?elle, ein einfach schlichtes Kirchlein, hoch oben auf. von Reben und Hopfenitauden umranktem Fels (wer hat nicht llhland's Kapelle" und wer nicht den .Tag des Herrn" gesungen?). Da ist oas altehrwürdige Rottenburg, da ist ''erner das Kloster Bebenhausen, über dessen herrliche Baudenkmäler Lücher geschrieben worden sind. Da sind die prachtvollen Wälder des Schönbuchs, da ist Waldhausen und das alterthümliche Schlößchen Roseck. sowie die Burg Hohen Entringen. Ein kurzer Sprung mit der Bahn und wir sehen die Stammburg des heute wohl kraftvollsten und mächtigsten Herrschergeschlechts im Sonnenlicht erstrahlen. Friedrich Wilhelm IV.. der unglückliche KünsUer - König von Preußen, hat die Burg Hohenzollern wieder hergestellt, schöner und thurmreicher als sie jemals war. Sie liegt 860 Meter hoch auf einem der schönsten Berge der Alb. In der Luft-

Tübingen, nach einem Kupferstich von M. Merian. 1645.

linie gar nicht weit von hier trauert ein anderer Albberg (an der Nordflanke des Gebirgs belegen) der H o h e n - st a u f e n,'von dessen einstiger Bedeutung noch einige wüste Steinhaufen erzählen. So liegen die Wiegen der beiden mächtigen Fürstengeschlechter Schwabens räumlich nicht weit von einander getrennt. Der Neubau Hohcnzollern wurde 1850 begonnen und 1867 unter König Wilhelm I. beendet. (Die Hohenzollern'schen von Württemberg umschlossenen Lande sind in Folae freiwilliger Entsagung der beiden Fürste.i seit 1848 preußisch.) Unser Bild erspart uns eine eingehende Beschreibung des Pracht- und Prunkbaues, an dessen Adlerthor in kurzen, kräftigen Worten die Geschichte der Burg erzählt wird: Zollern. Nürnberg, Brandenburg im Bund Bauen die Burg auf altem Grund. (1454.) Mich errichtet Preußens starke Hand Adlerthor bin ich genannt." (1851.) Und darüber die stolzen Worte vom Fels zum Meer". Bon diesem Felsberg ist der Zollernadler nach Norden entflogen, an das Ostmeer, und hat nach jahrhunderte langen Kämpfen bei dem Werke der Einigung der deutschen .jfe &. Jtk,-'41 . Kirche bei Plochingen. Stämme die mächtigste Wirkung ausgeübt. Die dabei angewandten Mittel braucht man nicht immer zu billigen, um sich jetzt der Ergebnisse zu erfreuen. und man kann, ohne Preisgcbung freiheitlicher Gesinnungen, in die Worte des schwäbischen Dichters Paulus einstimme: ,We lange niugtr unser Volk ftch Ichmiegen. Ter WAsche stand zu Stragbur l aus der Schanze. Wir aingen unter sremdem Lorbnrkranze. Derdlutetin in uaglüclstlaen Kri:ge. Nun wieder frei die deutschen Banner ftiezen. Ein kühn Gkschlkcht. erprobt im Waflentanze. Führt unser Volk, da herrliche, das Ganze. Für sein geheiligt Recht von Sieg zu S egen.' Wir fahren zurück nach Reutlingen, um eine kurze Albwanderung zu unternehmen Es ist die vielbesungene Gegend des Lichtensteins, der Nebelhöhle, Urach's und die Scene der großen schwäbischen Volksfeste. Der Lichtenstein ist durch Wilhelm Hauff unsterblich geworden, wenn das Schlößchen, zu Hauff's Zeiten, auch noch nicht der zierliche elegante Bau war. den es heute darbietet. Wunderbar und unvergeßlich ist der Ausblick, den der auf steiler Felsnadel, die nur durch Zugbrücken zugänglich wird, errichtete hohe Thurm bietet. Der Lichtenstein ist für diesen Theil der schwäbischen Alb. was die Bastei für die Sächsische Schweiz, die Roßtrappe für den Harz oder der Kickelhahn für Thüringen. Unmittelbar über Honau Braut au Betzing'n. ' steigt mehrere hundert Fuß senkrecht auf der graue gen Himmel ragende FelS Lichtenstein. Derselbe erreicht 2540 Fuß Höhe und gegen 800 Fuß über dem Honauer Thal. Eine gute Strecke von der wunderbaren neuen Burg entfernt liegen die Ruinen einer viel älteren Burg, wo man noch die

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Festungsanlagen, aus drei hintereinanderliegenden Gräben bestehend, deutlich erkennt. Zuverlässig ist das alte Mauerwerk der Rest eines römischen Wachthurms. Man hat da Pfeilspitzen römischen Ursprungs gefunden.

mmHohen zollern. Die Nebelhöhle wird vom naturseligen Schwabenvolke fast noch mehr besucht als der Lichtenstein Dort werden um die Pfingsttage die einzigen wirklichen Volk sfeste abgehalten, denn bei diesen Fetkn, in und über der Höhle, sind alle Standesvorurtheile bei Seite gesetzt. Der vornehme Städter, der Staatsbeamte, wie der reich gewordene Industrielle mischt sich hier in fröhlicher Gemeinschaft mit dem schlichten Bauer der Umgegend, mit dem Handwerker und mit dem Fabrikarbeite?. Die stolzesten Damen trifft man hier an der Seite des im Schmuck ihrer Nationaltracht strahlenden Bauernmädchens und an der Seite der Arbeiterfrau und des Blusenmannes. Man glaubt sich versetzt in eine Republik, welche beherrscht wird von der II lL r yJnat f Jü' r. f isx fr j . Vir. v- l ' 'zmmxs r "".'.L55 Wurmlinger Kapelle bei Tübingen. Freude und von der Naturseligkeit. Zumal am zweiten Pfingsttage. Da findet man Gesellschaften aus einer Entfernung von über hundert Kilometer hier, da trifft man ganze Dorfgemeinden an. deren Wohnsitze weit hinter Stuttgart liegen, da versammelt sich hier die Arbeiterbevölkc'ung der Industriestädte von nah und fern. Das geht nun schon viele Jahre so und mit jedem Jahre wird der Zustrom größer, aber es bleibt bei der alten guten Sitte der Verwischung der Klassengegensätze. Burghof auf Hohenzollern. Höhlen geben niemals gute Bilder ab und so verzichten wir auf bildliche Darstellung der Nebelhöhle. Sie ift wohl schon seit fünfhundert Jahren bekannt und stets viel besucht worden, obschon sie weder die schönste, noch die größte der über siebzig Höhlen ist, welche der Kalkstein der schwäbischen Alb gebildet hat. So ift z. B. die Gutenberger Höhle im herrlichen Lenninger Thal weit interessanter, aber Wl Alofter Bebenhausen. zu Pfingsten will der Schwabe auf die Nebelhöhle" zum Volksfeste. Das gehört anscheinend zu seiner berechtigten Eigenthümlichkeit, vielleicht mag das noch als ein Ueberbleibsel des Volksbrauchs aus der heidnischen Vorzeit gedeutet werden. Wohl der schönste Weg zur Nebelhöhle ist vom langgestreckten Flecken Pfullingen aus über den Herrlichen Berg Wanna und dann über heimliche Waldwege, auf die zweite Felsenteraffe, zum scharf hervortretenden Wackerstein, ein Marsch oon zwei

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bis drei Stunden. Um die Pfingstzeit erklingt der weite Wald überall, denn fast alle die Vieltausend Wanderer singen, so gut und so schlecht, als sie können. aber aus voller Inbrunst und Hingebung. Sie singen die alten Volkslieder und auch die mehrstimmigen Männerchöre von Mendelssohn. Abt und Kücken, welche alle den schönen deutschen Wald loben und preisen. Wir können für heute nicht tiefer eindringen in das Albgcbirge, nur nach dem ganz in der Nähe liegenden U r a ch wollen wir noch ausfliegen. Dort finden wir den schönsten Wasser fall des Schwabenlandes und einen der schönsten ganz Deutschlands. Ueberhaupt ist Urach die Perle der schwäbischen Alb. Das kleine Städt-

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Hohenneuffen. chen von ungefähr 5000 Einwohnern ist ein Waldparadies, versehen mit einem freundlichen alten Schloß und umringt von Höhen, von denen einige mit malerischen Burgruinen gekrönt sind. Besonders die Ruine Hohenurach ist außerordentlich sehenswerth. Eine traurige Berühmtheit hat sie als Gefängniß des Dichters Nlkodemus Frischlin erhalten. Von Urach läßt sich eine wundervolle Wanderung unternehmen nach der Ruine der ehemaligen Festung HohenLichtenstein. neuffen. Man durchwandert dabei das liebliche Thal, welches einen einzigen großen Obstgarten darstellt, vor über an den malerischen Ruinen Hohenwittlingen und Baldeck. Alter Bauer. Beyingen. Der Hohenneuffen ift nicht eine ehemalige Ritterburg, sondern er war einst ein gewaltiges Bauwerk, eine wirkliche Festung, welche in den zahllosen Kriegen der letzten drei Jahrhundcrte oft belagert, aber niemals vom Feinde genommen wurde. Seit mehr als hundert Jahren dem Verfall preisgegeben, machen die Ruinen jetzt noch einen gewaltigen Eindruck. Hier haben viele Staatsgefangene, meistens un.glückliche Opfer der Fürstenwillkür, jahrelang in dem Burgverließ gesessen. Auch der durch Hauffs Erzählung so bekannt gewordene Jud Süß Oppenheimer hat bis zu seiner Hinrichtung hier geschmachtet. Urach. Diese Gegend Deutschlands ist so reich an Burgen wie das Rheinthal. Wir können ihrer nicht alle erwähnen. Genannt sei nur noch die Burg Teck, oberhalb des freundlichen Städtchens Owen belegen, weil diese aussichtsreiche Höhe eines der beliebtesten Wänderungsziele der Schwaben geworden ist. Und nun nehmen wir Abschied von diesem so reich gesegneten Theile des Schwabenlandes und gedenken der dielen, vielen tüchtigen Menschen, welche diese herrliche Heimath mit Amerika vertaUslhten. 0 sprecht, warum zogt ihr von dannen? Das Neckarthal hat Wein und Korn Das wohlbekannte Lied bezieht sich auf eine Zeit, welche hinter uns liegt. Nur noch vereinzelt hört man von Nachzüglern der Auswandererheerc von ehemals. Eö ist gegen früher unendlich Vieles besser geworden in Deutschland, und besonders im schönen Schwabenlande.

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