Indiana Tribüne, Volume 24, Number 206, Indianapolis, Marion County, 13 April 1901 — Page 7
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The Eminent Kidney and Bladder Specialist.
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Das Glück von VlendHeim.
Roman von Woldemar Urban. (Fortsetzung) ommernenraty Zierold war eben im Begriff, in sein Bureau zu gehen, als ihm der Besuch des jungen Gutsbesitzers gemeldet wurde. Treten Sie ein, Herr SeUentin, rief er ihm leutselig und freundlich durch die offene Thür zu, bitte, ohne Umstände. Nehmen Sie Platz. Um was handelt cl sich? Der Gutsbesitzer machte eine etwas plumpe Verbeugung. Nun, um es kurz und bündig zu sagen, es handelt sich um die zehn Acker Feld, die Sie früher schon von meinem Vater kaufen wollten. Ah. richtig, ja, erwiderte der Commercienrath sich besinnend. Ihr Vatr wollte mir nichts verkaufen. Keinen Kloß, wie er sagte. Nun? Und Sie wollen vermuthlich? , Ich bedauere. Herr Commercienrath, daß mein Vater eigensinnig genug war, um den Handel nicht abzuschließen. Hm! machte der Commercienrath kurz und trocken und sah sich sein Gegenüber genauer an. Ein Sohn, der seinem eben verstorbenen Vater so ctwas ins Grad nachruft, schien ihm nicht zu imponiren. Sollten Sie jetzt noch Gebrauch davon machen können, so bin ich bereit, den Handel unter den damaligen Bedingungen abzuschließen, fuhr Herr Sellentiu fort. Bedaure, erwiderte der Commercienrath kurz. Sie sehen ja. daß meine Fabrik ausgebaut ist. Ich brauche die Aecker nicht mehr. Der Gutsbesitzer verwünschte im Innern die unverzeihliche Halsstarrigkeit seines Vaters, fuhr aber nach einer kurzen Pause verlegen fort: Das thut mir natürlich leid, Herr Commercienrath. Die Aecker liegen von meinem Gehöft zu weit entfernt und sind auch zu trocken, um mit Nutzen bestellt zu werden. Ich würde, wenn Sie sich an den damals vereinbarten Preis stoßen, gern mit mir reden lassen. Herr Zierold sah einen Augenblick zum Fenster hinaus und schien sich etwas zu überlegen. Es wäre mir lieb, fuhr der Gutsbesitzer fort, wenn Sie mir Vorschläge machen könnten. Früher oder später werden ja doch wohl einmal Vergrößerungen der Fabrik nothwendig odr erwünscht sein und dann wäre es vortheilhaft, ein Terrain zu haben, 'das vielleicht später zu wesentlich theurerem Preis oder gar nicht verkäuflich ist. Es gibt Terrain genug, hier ob:: anderwärts, bemerkte der Commercien rath kurz. Eben deshalb biete ich Ihnen das ineinige an, Herr Commercienrath. Wieder sah dieser einen Augenblick nachdenklich vor sich hin, und sagte dann in seiner kurzen bestimmten Art: Hm Sellentin. ich kaufe Ihre Aecker nicht, aus dem einfachen Grund, weil ich vermuthlich nur noch kurze Zeit Bescher meiner Fabrik bin und gar keincn Anlaß habe, mich um meine Nachfvlaer zu soraen. Wenden Sie TiA an ek. Der Gutsbesitzer machte ein erstauntcs Gesicht. Das ist das erste, was ich davon höre, erwiderte er verblüfft. Herr Zierold stand auf. Die Sache schien sin ihn erledigt zu sein. Auch Gustav Sellentin erhob sich, noch imrn:r etwa verlegen. Er wußte nun doch nicht, woran er war. Und wohin habe ich mich zu wenden. Herr Conmmercienrath. wenn ich ihren Nachfolgern eine Offerte machen will ? fragte er. An iistizratb Sperling. Berlin, Commandantenstro? 17. Er w?iß alles. Wenn Sie wünschen, werde ich ihm zwei Zeilen über die Sacke schreiben. Ich würde Sie sehr darum bitten. Herr Commercienrath. Gut. dann können Sie sich, wenn Sie Informationen brauchen, an den Agenten Seeöacb. Anhalterstraße 1, ebenfalls in Berlin wenden. Sie werden ia bören mal "ehrten r)i Pettt yj ' " sagen, und dann können Sie machen. was ?ie wollen. Wie die Sprechweise des Herrn Zierold. so war auch der Mann selbst kurz entschlossen, resolut, einfach. Der junge Gutsb:sitzer fühlte sofort, daß damit die Unterredung beendet war und er die Zeit des vielbeschäftigten Mannes nicht weiter in Anspruch nehmen durfte. Er verabschiedete sich deshalb in seiner etwas befangenen und verlegenen Art und 'verließ das Haus. Gleich hinter ihm kam auch der Commercienrath aus der Villa, um nach seinem Bureau zu gehen. Herr Seebach hatte nicht zu viel von ihm gesagt. Herr Zierold war ein rastlos thätiger, kluger und umsichtiger Mann. Sonst wäre er auch nicht geworden, was er war. Er hatte sich vom Schlossergesellen, vom einfachen Fabrikarbeiter emporgearbeitet. Hart und mühsam hatte er kämpfen müssen. Enttäuschungen. Verluste, Unglück aller Art hatten ihn klug gemacht und ihm das scharse Urtheil über Menschen und Dinge beigebracht, das ihn jetzt auszeichnete. Anderseits hatte ihm aber ein solch Lebensgang auch vieles , vorenthalten. 3u sentimentalen Träu
mereien und gefühlvollen Empsmveleien war inmitten der harten Entbeh- ! rungen und der steten Sorgen seines Lebens keine Zeit gewesen. Er war ein Mann der Arbeit, und zwar arbeitete er zufolge seines Bildungsganges nicht nur der Arbeit, sondern des Erfolges wegen. Er wollte wissen und sehen, wofür er arbeitete. Er war in dieser Beziehung das Echo seiner Zeit, die die Arbeit an sich, das Ideal der Arbeit, als Aschenbrödel ansieht und nur die Arbeit für etwas Werthoolles hält, die etwas einbringt und tüchtig j Geld abwirft. Mochten sich diese Jdea- , listen der Arbeit, so meinte Herr Zierold, für nichts, oder für einen schäbi- 1 gen Tagelohn abrackern, er nahm, was j er kriegen konnte. Der Preis seiner
Arbeit konnte nicht groß genug sein. Großer Erfolg, aber wenig Glück! Das war das Facit seines Lebens, wenn Herr Zierold einmal ernst darüber nachdachte, und es kamen solche ernste Stunden mit dem herannahenden Alten immer häufiger. Her? Zierold war hoch in die sechzig und wohnte mit einigen Dienstboten in seiner Villa allein. Seine Familie wohnte in Berlin. Seine Frau erklärte, das ginge nicht anders, wenn sich die Töchter ordentlich verheirathen sollten, und der Sohn ein zweiter Sohn des Commercienrathö war jung gestorben konnte die Fabrik, überhaupt das Leben auf dem Lande nicht ausstehen. Sein Sohn war einer von den vielen Leuten, die eine ungeheure Menge gelernt haben und nichts können, und der auch nichts thun wollte! Wozu denn? fragte er sich nach dem Glaubensbekenntniß des Vaters. Er hatte ja. was er brauchte, wozu arbeiten? Er war der richtige Erbe!" Dazu kamen gelellschaftliche Mißstände, wie sie bei Familien, die rasch zu großem Reichthun kommen, nicht ausbleiben. Kurz: Viel Erfolg, zu viel Erfolg, aber wenig Glück. Commercienrath Zierold sah das alles sehr wohl ein und beurtheilte es klar und richtig. Seinen Sohn die Fabrik hinterlassen, wollte heißen: sie zerstören. Was aber thun, wenn das ! Alter herankam und die Energie des Commerzicnraths erlahmte? Auch bierin war der Commervenrath kurz entschl Sein Recept lautete: Geld ' bn. und feiner Wege gehen. Die Ca lt.en sicher anlegen und seine Familie auf Renten setzen, das war das Ziel des alternden Fabrikbesitzers, dann hatte er seine Pflicht gethan und konnte ruhig sterben. Die Zeit, dieses Programm durchzuführen, schien günstig. Die Fabrik blühte und wenn die Betriebskosten stramm eingeschränkt wurden, so ließ sich wohl eine Jahresbilanz erzielen, daß sich die dividendenlüsternen Herren in Berlin die Finger nach der Fabrik leckten. Wer konnte wissen, wie das in einem oder zwei Jahren aussah? Das steigt und fällt, sagen die Leute an der Börse und Zierold war ein viel zu kluaer Mann, um nicht zu wissen, daß das in de? Industrie und in allen menschlichen Dingen auch so sei. Etwas abseits von allen übrigen Gebäuden der Fabrik, als ob man fürchte, es könne alle Augenblicke in die Luft fliegen, stand das Laboratorium, das Zierold vor zwei Jahren nach Angaben des jungen Doctor Felix Sellentin erbaut hatte. Wer nicht wußte, daß die beidenSeNentin Brüder waren, hätte es ihnen gewiß nicht angesehen, so wenig hatten sie miteinander gemein. Während Gustav, der ältere, eine robuste, starkknochige, etwas zum Sinnlichen hinneigende Bauernnatur war. erschien Felix als ein stiller, blasser Mann, der noch dazu ein zu kurzes Bein hatte und infolgedessen etwas hinkte. Theils die schwächliche Körperconstitution, theils aber auch der heiße Wunsch des Jungen selbst hatte dm Vater bestimmt, ibn studiren zu lassen, und da Felix einen wunderbaren ',leiß entwickelte und nach Ableguna seiner Examina als ein tüchtiger Elektrotechniker galt, so hatte ihn Commercienrath Zierold anfangs gewähren lassen und für die Einrichtungen des Laboratoriums, für die vorzuneomenden Experimente beträchtliche Summen bewilligt. Er hatte das in der Hoffnung gethan, daß Felix Sellentin seine Kenntnisse und seinen rastlosen Forschertrieb zur Verbesserung maschineller Vorrichtungen und zur Verbilligung der Production anwenden würde, und diese Hoffnung hatte sich auch im An'ang erfüllt. Das Laboratorium hate sich trotz der großen AufWendungen bezahlt gemacht. Seit einiger Zeit aber war das anders geworden. Felix Sellentin war in den Fehler aller jungen Elektrotechniker verfallen, die da glauben, durch bedeutende. vollständig umwälzende Entdeckungen die Welt in Erstaunen setzen zu müssen; er grübelte, wie Zierold meinte, nun Hirngespinsten nach, die sich nach allgemeiner Auffassung nie ! und nimmer verwirklichen konnten. , In Wahrheit hatte Felix Sellentin sich in den Kopf gesetzt, eine neue Starki stromleitung herzustellen. Die fortwährenden Störungen und UnregelMäßigkeiten bei allen elektrischen Bei trieben, die Unfälle, das gräßliche Unj glück, das alle Augenblicke durch mangelhafte Stromleitung entstand oder ! entstehen konnte, sollten vermieden wer- ! den. der Beamte am Telegraphen und i Telephon sollte nicht mehr bei jedem Donnerschlag für sein Leben zittern, sicher und unbeirrt sollten auch bei hestigem Gewitter die elektrischen Straßenbahnen functioniren. die Arbeiter in den elektrischen Werkstätten ihrer Glieder und ihres Lebens unter allen
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unnöthig gemacht wird. Mine of Cardui bringt anständigen Frauen Hülse in der Zurückgezogenheit ihre HeimS. Viele der besten Häuser in unserer Stadt find niemals ohne dieses große Heilmittel. Frau Davi' Heilung zeigt Ihnen deutlich, was Sie erwarten können, wen Zie ihr Beispiel befolgen und Mine of Cardui gebrauchen. Thedford's Plack Draught wirkt gemeinsam mit Mine of Cardui zur Regulierung de Magens und der Eingeweide. Wenn Sie Ihrrn Apotheker nach diesen Heilmitteln fragen, überzeugen Sie sich, daß Sie dieselben auch richtig erhalten. Cs waren Wine of Eardui und Thedford's Vlack Traught, welch Fra DaviS das Leben retteten. Lassen Sie sich niemals ein Subftitut geben. j Behufs statt)! und Gebrauchsanweisung schreiben Cie unter Angabe der kymdtome a .Tde LadieS' dvisory Department,' Tb Edattanooga Medic'ne Eo.. Ehattanoega. Tenn.
Umständen licher fem. er lcoroatqliche, blaffe Mann mit dem kurzen Bein hatte sich alles Ernstes vorgenommen. das wildeste Kind der Natur, die ungeheuerlichste und ungebärdigste Kraft des Wettraums, die Elektricität, in starke, zuverlässige Fesseln zu schlagen. sodaß auch ein Kind mit dem Drucke des Fingers den Heros der Elemente. den Giganten beherrschen, sicher und gefahrlos den strahlenden Schein im Zimmer hervorrufen oder verschwinden lassen konnte, wie einen dienenden Geist. Leider übersah Sellentin bei der Gröhe seiner Aufgabe all die kleinen Hindernisse, die dem im Wege lagen. Er hatte bei seinen Experimenten schon sein eigenes Vermögen zugesetzt und schonte nun auch das des Herrn Zierold nicht. Mit einer genialen Rücksichtslosigkeit verfügte er über dessen Börse. Es war ihm ganz gleichgültig, ob es sich um Hunderte oder Tausende handelte. wenn er eine neue Stoffverbindung. von der er sich Erfolg versprach, probirte. Er hatte offenbar keine Zeit, an die Kosten eines Verfahrens zu txnken. sobald ihn das Verfahren selbst interessirte. Mit bleichen Wangen und fieberhaft erregten Augen saß Felix Sellentin wieder über seinen Retorten und Schmelztiegeln, seinen Probirmaschineu und Maschinentheilen, als ein Gehülfe bei ihm eintrat. Herr Commercienrath Zierold wünfcht mit Ihnen zu sprechen. Herr Doctor. sagte dieser. Lassen Sie mich in Ruhe. Lorenz. erwiderte Herr Sellentin weich, fast bittend, und verwandte kein Auge von feiner Arbeit. Der Herr Commercienrath begann der andere wieder verblüfft. Ja doch? unterbrach ihn der Chemiker? Ich bin gleich fertig. Es dauerte aber noch eine gute halbe Stunde, ehe Felix Sellentm endlich seufzend von seinem Tisch aufstand. Lassen Sie um Gottes willen alles stehen und liegen wie es liegt. Lorenz. hören Sie? bat der Chemiker wieder mit der sonderbar weichen, kindlich bescheideyen Stimme. Erst jetzt wechselte Sellentin den Rock, setzte den Hut auf und ging nach dem Directorialgebäude. um den Commercienrath aufzusuchen. Was konnte er von ihm wollen? fragte er sich unterweqs. War fchon wieder ein Unglück geschehen? War irgend ein Arbeiter unvorsichtig gewesen? Er sah aber nichts auf dem Hofe, keine Aufregung, kein Geschrei. Endlich trat er bei dem Commercienrath ein. Dieser hob flüchtig den Kopf und sah über einen Stoh Rechniingen weg auf den Eintretenden. Ah. da sind Sie ja. Herr Doctor. Bitte, nehmen Sie Platz, bemerkte er flüchtig. Dann rief er in's Rebenzimmer: Das Conto Laboratorium. Schmidt! Sofort brachte der Angerufene das verlangte Conto. Herr Doctor. ich habe Sie zu mir bitten lassen, um Sie einmal einen Einblick in die pecuniären Verhältnisse des von Ihnen geleiteten Laboratoriums thun zu lassen begann Herr Zierold. Oh. ich interessire mich dafür qar nicht. Herr Commercienrath. erwiderte Dr. Sellentin. Aber ich umsomehr. fuhr der Commercienrath fort. Sie wissen, daß ich eine jährliche Pauschal-Summe von zwanzigtausend Mark für das Laborainrhim ausaeworfen habe. Das entsprach bisher den Verhältnissen. Das konnte ich zur Sicherung der Arbeiter und für den Fortschritt in Technik thun. Sie haben aber nie damit ausgereicht und im letzten Jahre beläuft sich das Conto des Laboratoriums auf zweiundsechzigtausend Mark. Die erzielten Verbesserungen ... warf der Chemiker ein. . . . sind soviel nicht werth, unterbrach ihn der Commercienrath. Die Kosten kommen auf Conto Ihrer fruchtlosen Versuche in Sachen der Starkstromleitung. Ich bedaure aber, nicht reich genug zu sein, solche Versuche bezablen oder auck nur unter-
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Es rettete mir das leben."
Willard. Jll.. 1. tiguft 1Ö0O. Ich befand mich im lktztrn Frühjahr bti schlechter Gksundbeit unk konnte vier Wvchrn laß nicht einmal m Pett ausrecht sitzen. Mein Kind starb bald nach der Geburt. 1 ich im kette ausrecht ,u sitzen begann, suhlt ich mich sc 'chwach und hatt, furchtbare Schmerzen im SiüZen und in den Husten. Ich litt an Nieren, und Herzbeschwerden, sowie an Vorfall der Skbörmutter und an drtterijchen Anfallen. Ich befand mich in einem elenden Zustande, all ich Ihr .iadiet' nlhda, Almanoc erhielt und die Anzeige von Mine of Cardui und rdedsord'K Dlao? Draugbk !?. Eeit dem 20. Avril hebe ich vier Flaschen Wink of Cardin und drei Dackct von Tdedsord i Vlk traugbi gebraucht. Ich siible mich jetzt wie neugeboren. Ich vermog alle ein Arbeit I vkrrfchten und auszugeben, um meine Nachbarinnen zu besuchen. Ich glaube, ich würd jetzt im Grab liegen, hatte ich Wine of $atcm nicht gebraucht. r rettete mir da Leben Krau A l i k T a d i .
?S ist gut, daß die Frauen mehr Geduld besitzen, als die Männer. Wenige Man, ner wären im Stande, die Schmerzen, die Qualen und die Beschwerden zu ertragen, welche die Frauen auszuhalten haben, Tausende von Frauen haben sich daran gewöhnt, das Ertragen von Schmerzen skr eine Pflicht ihres Geschlechts anzuseh. Aber eö giebt viele FäLe. in welchen diese heroische Tapferkeit durch wm&Kmii
f.ützen zu können. Sie sind gew'.tz vom besten Willen beseelt. Herr Doctor. und vom aufrichtigsten Streben erfüllt, ich aber bin veranlaßt, meine . Betriebsspesen nach Möglichkeit einzu- , schränken und bedaure sehr. Ihnen das Conto des Laboratoriums von heute ab sperren zu müssen. Wie meinen Sie das. Herr Commercienrath? fragte der Chemiker etwas bleicher werdend. Sehr einfach. Sie geben zu viel Geld aus und ich entziehe Ihnen das Geld. Ich werde in Zukunft über die Anschaffungen des Laboratoriums selbst bestimmen und mich dabei auf's Allernothwendigste beschränken. Verstehen Sie jetzt? O ja! Sie wollen mich los sein! Durchaus nicht. Nur will ich nicht, daß Sie mein Geld ausgeben, um leeren Phantasieen nachzujagen. Ich bitte um Verzeihung. Herr Commercienrath. aber davon verstehen Sie doch wohl weniger als ich. Wie stellen Sie sich denn die Thätigkeit eines Chemikers im Laboratorium vor. das ein anderer, der von seinen Arbeiten nichts versteht, versorgt? Und wie stellen Sie sich. Herr Doctor. einen nur halbwegs vernünftigen Mann vor. der seinen Geldbeutel einem andern in die Hand gibt, damit er mit dem Gelde macht, was er will? Die beiden Frager sahen sich verblüfft an. und jeder wartete offenbar auf die Antwort des andern. Als aber keine erfolgte, fuhr der Commercienrath nach einer Pause fort: Sie sehen, das geht nicht. Herr Doctor. und da ich. wie schon erwähnt, veranlaßt bin. meine Geschäftsspesen einzuschränken, ich könnte sogar sagen, daß ich in diesem Falle gezwungen bin. das zu thun, daß mein Interesse das unerbittlich fordert, so bleibt weiter nichts übrig, als daß Sie meine Wünsche annehmen. In Ihren persönlichen Bezügen fällt deshalb kein Pfennig fort. Ich weiß fehr wohl, was ich an Ihnen habe, und es würde mir leid thun, wenn Sie sich von der Fabrik trennen müßten. Aber dazu liegt ja auch gar keine Veranlassung vor. Sie sind darüber im Irrthum. Herr Commercienrath. Eine Stellung, wie Sie sie mir da antragen, würde ich keine Stunde bekleiden. Aber warum denn nicht? Weil ich Sie nicht um Ihr Geld betrügen will und weil ich vor allen Dingen in einer solchen Stellung nichts leiüen kann. Aber Bitte um Verzeihung, Herr Commercienrath, die Sache liegt klar und einfach. Es ist gerade so. als ob Sie einem Arbeiter sein Handwerkszeug wegnehmen und dann zu ihm sagen: Nun arbeite! Ich lieb meine Arbeit. Mir ist die Arbeit nicht Mittel zum Zweck, sondern sie ist mir der Zweck selbst und wenn Sie mir die Mittel verweigern, deren ich dazu bedarf, so suche ich mir eben einen anderen, der sie mir gewährt. Ich muß das thun, weil ich nur so existiren. leben kann. Und Sie lklcruben. Herr Doctor. daß Sie einen solchen Mann finden? fragte der Commercienrath. Sonst würde ich ihn nicht suchen, erwiderte der Chemiker kurz. (Fortsetzung folgt.) W ? - ..-fc-i : ii Wnt noiann riounr kiftet nur 10c per Woche einschliehlich Sonntagsblatt. Adolph Frey, (Old Frdon Rlrt. Rotary Public, Translator, Correspondent etc No. 970 West Wtlnut It Tk Blak 8t. Oar. W. GIERKE, Deutscher : : Buchbinder, Sl ((! ,.. (fcUttrW!.) TT l tsOku. 17 TU tu
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