Indiana Tribüne, Volume 24, Number 206, Indianapolis, Marion County, 13 April 1901 — Page 5
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Die Rattenimpsnng.
Hulnore?e von M. Fritz. .Lieber Schätz," sagte mein Mnn zu vrdx, als wir etliche Wochen nach unserer Hochzeit mit einem lieben Gaste rechi gemüthlich in der Dämmerstunde beisammen saßen, e ist immer bester, man ist auf ein mögliches Uniü vorbereitet, rxiini: einen sein Eintritt nicht rollends darniederwirft; ein Nervenchock ist immer eine milicheTache, auch für den Arzt. Also laß Dir sagen." verkürzte er seine Vorbereitungsrede, da ich vor Schrecken bereits die Farbe wechselte, ich habe eine Tante, eine Tante von hoffentlich seltenen Eigenschuften; ihre hervorragendste darunter ist ihr Verwandtschafisgefühl und diesem dürften wir in Bälde ihren Besuch verdanken. So ein Feld der Thätigkeit wie bei uns findet sich nicht bald wieder: eine neugegründete Häuslichkeit, eine natürlich nur in ihren Augen junge, unvractische Frau, also wappne Dich, lieber Schatz, ich habe meine Ahnungen und die sagen mir, daß über kurz oder lang Tante Tini bei uns einfallen wird." Aber wir haben sie doch ar nicht eingeladen!" Kind, auf das hat sie auch noch nie gewartet, sonst müßte sie wohl immer zu Haus bleiben. Aber laß gut sein, wir wollen uns verbünden und was ich zu: Gegenwehr thun kann, das soll geschehen; Heinz wird mir schon helfen, wenn mich meine eigene Macht und Phantasie im Stich läßt, gelt Alter?" Heinz Tilgner, Emils intimster Freund, war seit einigen Tagen bei uns zu Besuch und griff das angeregte Thema mit Vergnügen auf: was sie alles thun wollten, um dieHeimsuchung nach Möglichkeit abzukürzen ich war starr über das Maß von Bosheit, das die beiden Männer nun offenbarten in ihren Plänen, denn was Emil von ihren Besuchen bei anderen Verwandten erzählte, hielt ich natürlich für Uebertreibung. Ich sollte bald anderer Meinung werden. Es war noch keine Woche seit obigem Gespräch vergangen, als mir Emil mit komisch-tragischer Gebärde einen Brief überreichte: er enthielt die Anzeige von Tante Tinis Ankunft. Emil wurde darin gebeten, sie ja gewiß vom Babnbof abzuholen, und so machte er sich also resignirt auf den Weg. Neugierig sahen Heinz und ich zum Fenster hinaus, als rasselnd ein Fiaker vor unserem Haus Halt machte. Du lieber Himmel! Drei Koffer, etliche Hutschachteln.Schirmfutterale. Plaids. Luftpolst. Emil saß halb vergraben unter diesen Schätzen aus dem Rücksitz und bekam erst Luft, als der Kutscher anfing, den Wagen auszuräumen. Dann schalte sich aus einem alten türkischen Shaw! die Erwartete lkraus: eine hagere, eckige Person mit oliofarbenemGesicht und einer Stimme da robuste Kutscher duckte sich, so oft sie ihm mit einem Commandowort e n Gepäckstück auflud. ..Also das ist Deine Frau? Ich habe sie mir wohl ganz anders vorgestellt. Tu hast ja immer für üppige Blondinn geschwärmt, lieber Neffe weißt Du noch, auf dem Ball in L . . . ?" und kichernd eigt si: zwei Reihen Zähne wie umgefallene Grabsteine und klcp'te Emil, der vor Zorn kalkweiß wird, auf die Schulter. Aber das macht nichts, mein liebes Kind, ich hoffe mich bei Euch recht wobl zu fühlen und will mich schon nützlich machen. Dein Mann wird einen firmen Assistenten an mir haben." Pardon, liebe Tante, aber für solche Hilfeleistungen babe ich momentan eine männliclze Kraft; erlaube, daß ich Dir meinen Freund Heinz Tilaner vorstelle." O ihr habt schon Besuch." sagte sie gedehnt, das ist unangenehm für so einen kleinen Haushalt. Ich bekomme doch ein eigenes Zimmer?" Gewiß, liebe Tante. Martha wird Dich sofort hinführen." Als wir das Stübchen neben dem eigentlichen Gastzimmer. das Heinz bewohnte, betreten, sieht sich Tante Tini naserümpfend darin um. Nun, hoffentlich bleibt der Freund nicht ewig da. sein Zimmer ist oedeutend schöner als dieses, das werde ich dann beziehen. Vorderhand müssen wir hier allerlei ändern: das Bett muß an diese Wand, das Sofa hierher, d:esen Kasten brauche ich zur Wäsche und meine Koffer müssen dorthin kommen und dann mußt Du mir lichte Vorhänge zu den Fenstern geben und einen weicheren Teppich und statt der Steppdecke eine Flanelldecke und statt des Lederfauteuils einen aus Plüsch Ich flüchtete in die Küche, um mich dem Nachtefien zu sehen. Doch kaum war die erste Idee von Bratenduft an Tante Tinis Nase gedrungen, als sie auch schon herbeistürzt. Liebes Kind, ich rieche Lungenbraten, den kann ich nicht essen, wie Du ihn bereitest; da mußt Du etwas weißen Pfeffer dareinthun und in die Sauce keinen Essig und Reis ver trage ich absolut nicht und Bier trinke ich auch nicht " So ging es in den nächsten Wochen überall: in Küche und Keller, bei der Wäscherin wie bei der Schneiderin. ?.ante Tini commandirte: das muß so ftin und daS darf so nicht sein. Sie hatte das Scepter ergriffen und schwang eS über uns- wie eine Knute. Wir mußten essen, wie und was sie wollte, sie commandirte mit demBäcker-
jungen so gut wie mit der Haulmisterin. mit Heinz sowie mit Emil und mir. Zuerst liebenswürdige, dann schärfere Abweisungen, zuletzt fast grobe an ihr prallte alles ab wie Erbsen an der Wand, sie fühlte sich wohl bei uns und wollte augenscheinlich dieses Asyl nicht sobald mit einem anderen vertauschen. Ein großes Feld für ihre Thätigkeit fand sie im Wartezimmer: da wurden die Patienten bis auss Innerste ausgefragt, sowohl vor wie nach der Ordination; sie corrigirte Emils Anordnungen, verordnete statt Massage heiße Wickel und statt Somatose Kramperlthee, jagte zaghafte Patienten mit ihrenkrankheitsgeschichten in die Flucht und brachte die Kinder mit ihrer Stimme zum Schreien. Meine alte Julie erklärte mir, sie sei nicht gewillt, sich von einer hereingeflogenen närrischen Vogelscheuche von ihrem Platze verdrängen zu lassen: das alte Möbel hat ihre Nase sogar in meinen eigenen Kasten gesteckt," erzählte sie mir entrüstet, und sagt, ich treibe zu viel Putz; mein neues Kleid sei zu jugendlich und mein Hut zu licht. Und den Kaffee mache ich zu stark und die Mhlspeisen zu fett und sie werde die Jungfrauen - Wirthschaft" schon in einen andern Gang bringen." Der grollende Ton war allmälig wie eine chromatische Tonleiter um eine Octave in die Höhe gegangen und endigte in einem krampfhaften Geheul. Himmel Herrgott!" flucht Emil, den greulichen Töne in die Küchre gelobt hatten, gibt's denn gegen eine sdci Landplage gar kein Mittel, sollen wir denn keinen Frieden mehr im Haus haben? Es ist ja zum Verzweifeln!" Laß gehen, Alter," meint Heinz tröstend, ich sehe schon, da muß zu andern Mitteln gegriffen werden, es wäre doch der Kuckuck, daß wir alle im Kampf mit dem Drachen unterliegen sollen. Aber jetzt geh' in's Wartezimmer' und mach draußen Ordnung, d-ann wollen wir schon sehen " Und Abend's gab's geheimnißvolle Vorbercitungen in Heinz' Zimmer. Chemische Experimente" nannten es die beiden Männer, in Wirklichkeit sollte Tante Tini ausgeräuchert werden. Von einer Retorte wird ein Schlauch zum Schlüsselloch geleitet und dann unier dem mit unbeschreiblichen Gerüchen gefüllten Hexenkessel Feuer gemacht. Tante Tini. tief beleidigt, daß ihre Theilnahme energisch abgelehnt wurde, sitzt neugierig beim Schlüsselloch und fängt bei der Entvicklug der Dämpfe heftig zu husten an. Dann hören wir die Thüre gehen un in der Erwartung, daß sie jetzt mit ihren Klagen und Vorwürfen herüberkommt, entfernte Emil den Leitungsschlauch und bläst die Flamme aus. Doch meine Tante erscheint. Es vergeht eine Viertelstunde, alles ruhig nebenan. Ich will nachsehen, ob ihr nicht übel ist," raune ich Heinz schuldvewußt zu 'nd schleiche hinaus. Da sehe ich in unserem Schlafzimmer
Lick:: auf Emils Bett sitzt wohlgemuth ante Tini und zieht die Strümpfe aus Hör mal, Martha, ich kann's in dem Gestank nicht aushalten. Emil kann ja auf dem Diwan im Gastzimmer schlafen, ich laß ihm gute Nacht sagen." Sprach's und verschwand unter der Decke, den obersten Polster über den Kopf ziehend und sich der Wand zudrehend. Nach jener Niederlage waren die beiden Männer einige Tage unfähig, ihre crmilchenExperimente fortzusetzen und neue Mittel zum Zweck zu ersinnen. Es ist ja doch alles umsonst." seufzt Heinz schwermüthig, wenn mir in dieser Woche nicht etwas ganz Besonderes einfällt, räume ich das Feld und sie kann das Gastzimmer beziehen." So lange nicht wieder eins in der Verwandtschaft heirathet und sie den neuen Haushalt beglücken kann, bringen wir sie nicht nn. Und ich hafo gar keinen ledigen Verwandten!" Julie hat mir ernstlich gekündigt, was Tanke Tini zu der Bemerkung veranlaßte, sie werte dann selbst kochen, und ich solle mir nur ein Mädel zur stärkersn Arbeit halten. Muthlosigkelt und Niedergeschlagenheit hatte sich Aller bemächtigt, ick ließ mir meine Hausfrauenrechte widerstandslos entwinden, kämpfen war ja vergebens. Ta kam Heinz eines Tages mit strahlendem Gesicht nach Hause. Ich ahnte Erlösung und athmete auf. Er sei bei Professor L. im Laboratorium gewesen, der ihm seine verschiedenen Bacillenzüchtungen zeigte und er könne gar nicht beschreiben, wie interessant das sei. Und dann erzählte er Emil geheimnißvoll von eigenen Versuchen, wisperte ihm eifrig in die Ohren, vergrub sich zeitweise in Bücher, lief dann wieder fort kurz er war Feuer und Flamme. Tante Tini glühte: sie hatte allerlei aufgeschnappt und wurde nicht müde, zu fragen. Emi! antwortete scheinbar ablehnend, betonte die Gefährlichkeit der Sache und -zog sehr geheimnißvoll den Schlüssel zum Gastzimmer ab, als ein Dienstmann für Heinz einige Kistchen brachte, in denen es krabbelte und quikste. Natürlich hatte sich die gute Tante im Nu ihr Schlüsselloch frei gemacht und sah zu ihrem Erstaunen, daß die Kistchen eigentlich Käfige waren und ihr Inhalt Meerschweinchen, Kaninchen und Ratten. Das ging ihr zwar über den Spaß, denn Mäuse und Ratten waren ihr schrecklich, aber es galt der Wissenschaft und sie hielt sich halb und halb für eine Iünaerin derselben und konnte ihr Opfer bringen. Heinz saß
nun die meiste Zeit in seinem Zimmer, das er strenge absperrte, und hantirte dort in seinem Thierreich, während Tante Tini platzend vor Neugierde hinter der Thüre hockte und die Nase an der Klinke breit drückte. Am dritten Tage nach Jnscenirung dieser Comödie soll die Bombe platzen. Tante Tini hat erhorcht, daß Heinz heute eine ganz besondere Cultur nach Hause gebracht habe und ist neugierig zum Springen. Am Abend sperren sich die beiden Männer ein und beschäftigen sich mit ihren quietschenden Versuchs-objecten. Tante Tini vergißt im Eifer des erschwerten Zuschauens öfters, daß sie eigentlich heimliches Publikum ist und stößt einen kleinen Schrei aus, doch nimmt Niemand Notiz davon. Plötzlich entsteht aber ein furchtbarer Spektakel: Heinz war aufgesprungen, warf ein paar Sessel um, rückte an Tischen und Kästen und ruft plötzlich: Unter dem Thürspalt ist sie durch!" Wie besessen klopft Emil an Tantes Thüre: Schnell aufmachen, und steigen Sie irgendwo hinauf!" Als die Thüre aufgeht und Tante Tini mit einem Satz das Fensterbrett erschwungen hat, wo sie sich zeternd die Röcke zusammenhält, beginnt ein neues Suchen und Leuchten unter Kästen und Betten. Heinz liegt platt auf der Erde, den halben Oberkörper unter Tante Tinis Bett und befördert mit seinen in alten Fechthandschuhen steckenden Händen eine ganze Collection von Pappschachteln an das Tageslicht. Spitzenkrägen. Fichus und sonstige Verschönerungsmittel kollern auf den Boden. Bei diesem Wandalismus zieht es die Eigenthümerin der Kostbarkeiten vom Fensterbrett herab und sie kommt Schritt für Schritt näher, um des Räthses Lösung zu ergründen, als Emil einen Schrei ausstößt und unter das Bett zeigt. Eine kleine graue Masse schießt hervor und haarscharf neben Tante Tini, die halb ohnmächtig in einen Stuhl fällt, unter einen Kasten hinein. Das war eine Ratte." stöhnte sie. ..in meinem Zimmer eine Ratte! Ich kann nicht hier bleiben!" Heinz und Emil wechseln merkwürdige Blicke, als letzterer Tante Tini beim Arm nimmt und sie zur Thüre hinausschiebt. Sie dürfen auch gar nicht hier bleiben. Niemand dars in diesem Zimmer bleiben, das muß abgesperrt und ausgeschwefelt werden, denn diese Ratte n Was ist's mit der Ratte?" Das ist keine gewöhnliche Ratte " Sondern ?" Eine geimpfte Ratte " Geimpft?" Geimpft mit Pestbacillen!" Nie vorher und nie nachher bat Jemand das folgende Schauspiel gesehen: Tante Tini hatte die Sprache verloren; in wortlosem Entsetzen reißt sie die Augen auf. gluckst und gurgelt, ohne einen Laut hervorzubringen, während Heinz und Emil im Lachkrampf ihre Köpfe zusammenschlagen; sie oemerkte von alldem nichts, in Schlafrock und Hausschuhen wankt sie in das Vorzimmer, erwischt dort meinen Regenmantel und Hut. den sie verkehrt aufsetzt und ist zur Thüre hinaus. Als wir ihr neugierig nachschauen, steigt sie gerade in einen vorüberfahrenden Fiaker und haucht ihm zu: ..NordbahnHof!" Mit meinem Hut und Regenmantel!" sagte ich verblüfft, aber Emil wirbelt mich im Zimmer herum: Kriegst einen neuen. Schatz, den alten lassen wir ihr als Schmerzensgeld!" Und das hier kommt unter Glasstürz zur dankbaren Erinnerung an die Tantenbefreiung," sagt Heinz und tr.-.bbelt mit dem Spazierstock etwas Kleines, Graues unter dem Kasten hervor, das er mir feierlich überreicht eine künstliche Maus mit Laufwerk, die die hinterlistigen Männer vorher unter das Bett practicirt und dann der armen Tante unter die Füße gejagt hatten. Am nächsten Tag vergnügten sie sich dann noch, die zurückgebliebenen Effecten der Entflohenen zu schwefeln, welche Bosheit ich zwar verhindern wollte, doch Heinz meinte, es sei zu ihrer Beruhigung und zu anderer Nutzen, denn so lang ihre Garderobe nach Schwefel stinkt, kann sie Niemand besuchen!" Und der Geruch mußte anhänglich sein, denn zweieinhalb Monate hütete Tante Tini ihr eigenes Heim, dann erst begann sie wieder ihre Runde. Aber zu unS kam sie niemals wieder.
Immer besser! Miether: Ich muß heute schon wie. der Klage führen. Herr Schulze." Hauswirth (ärgerlich): Was ift denn, nun schon wieder los? Daß Ihre Wohnung feucht ist. haben Sie mir ja schon vor ein paar Tagen geklagt. Wollen Sie mir das heute wieder sagen?" Miether: Nein, ich will dem nur hinzufügen, daß ich auch Wanzen in meiner Wohnung entdeckt habe." Hauswirth: Na. so was das wird ja immer besser!" Der schlaue Gendarm. Wie haben. Sie den schimpfenden und schreienden arretirten Hausirer Jtzig schließlich zur Ruhe gebracht?" Gendarm: Ich habe ihm die Hände geftsselt. da konnte er nicht mehr spre-fen,"
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