Indiana Tribüne, Volume 24, Number 197, Indianapolis, Marion County, 4 April 1901 — Page 2

Jndiana Tribüne. 4. April 1901.

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2)t: Eros e i n D o p p e l st e r n. Der kleine, im Jahre 1893 entdeckt. Planet Eros, den augenblicklich 57 verschiedene Observatorien beobachien, um W. genaue Entfernung der Erde von der Sonne zu berechnen, ist entschieden einer der sonderbarsten Hirn melskörper. Der bekannte Wiener Astronom Dr. E. von Oppolzer hatte schon die Aufmerksamkeit seiner Eollea.en auf die Veränderlichkeit seiner Helligkeit gelenkt. Nun haben der Astronom Andr6 am Observatorium in Lyon und Rossart am Observatorium in Toulouse unOMbängig von einander diese Veränderlichkeit in der Helligkeit beobachtet. Der letztere Astronom hat in drei Nächten mit dem großen Aequatorial den Planet Eros ununterbrochen beobachtet und gemessen, wobei er schnelle Schwankungen des Helligkeitsgrades constatiren konnte. Die Differenz zwischen dem Maximum und Minimum der Hlligkeit betrug etwas mehr als eine Wrößenstufe. und der Vergleich der aufein anderfolgenden Mazima und Minima zeigte, daß die Dauer dieser Periode 2 Stunden und 22 Minuten beträgt. Der neue kleine Planet ist also ein Doppelplanet, bestehend aus zwei Zleineren Himmelskörpern, die um einen gemeinsamen Schwerpunkt rotiren; eine Erscheinung, die ja bekanntlich nicht selten am Sternenhimm:! zu beobachten ist. Die Durchmesser der beiden kleinen Asteroiden verhalten sich ungefähr wie 3 zu 2. Eros ist somit eine sogenannte photometrische Variable. Gegen die Malaria. Zur Fortsetzung seiner Malariasiudien hat Geheimrath Koch im Ein Verständniß -mit der Colonialabtheilung des Auswärtigen Amts der deutschen Reichsregierung beschlossen, eine Reihe von Theil - Expeditionen in die deutschen Schutzgebiete und in andere für die Erforschung und Bekämpfung dieser Volksseuche geeignete Gegenden hinauszusenden. Er leitet dieselben zunächst von Berlin aus und hat sich vorbehalten, persönlich an Ort und Stelle einzugreifen, wo und wann er es für erforderlich hält. Zum ersten Versuch der Ausrottung der Malaria ist die Insel Briom bei Pola ausersehen, welche anscheinend günstige, wenn auch durch Fluktuation eines Theils der Bevölkerung viel complizirtere Verhältnisse bietet, als die Plantage StephanSort in Neu-Gui-nea. Die Ausführung dieses Unternehmens liegt in den Händen des Professors Dr. Frosch, der als langjähriger Assistent Dr. Kochs bereits an der ersten Malaria - Expedition in Jtalien theilgenommen hat. Geheimrath Koch hat selbst sich , mit Professor Frofch nach Brioni begeben und bei dieser Gelegenheit, einer Anregung, des Herrn Dr. Hermes folgend, die biologische Station des Berliner Aquariums in Rovigno besuchen, um zu sehen, ob auch an dieser Stelle Erfolg versprechende Malariastudien vorzunehmen sind. Zu einer zweiten TheilExpedition hat der Stabsarzt Dr. Vagedes, der sich bereits bei der PestExpedition nach Oporto 1899 bewährt hat. als Assistent Dr. Kochs Deutschland verlassen. Ihm ist zur Aufgabe gestellt, einen für die Bekämpfung der Malaria geeigneten Bezirk in SüdWestafrika ausfindig zu machen und in diesem Lande der größten Freizügigkeit unter den Eingeborenen die Ausrottung der Malaria anzubahnen. Eine dritte Theil - Expedition wird nach Neu-Guinea für den kommenden Sommer geplant. Von dem Vorhandensein weiterer Mittel wird dann abhängen, ob Versuche mit der Koch'schen Methode der Malariabekämpsung auch auf die anderen Schutzgebiete, vornehmlich auf Deutsch-Ostafrika. Kamerun und Togo, ausgedehnt werden können. S t e r n b ew e g u n g e n im W e l t r a u m e. Auf der Lick-Sternwarte in Californien sind mittels des großen Spectrographen an dem dortigen mächtigen Fernrohre zahlreiche Aufnahmen von Sternen ausgeführt worden, zu dem Zwecke, die Geschwindigkeiten derselben in der Richtung der Gesichtslinie zur Erde zu ermitteln. Im Ganzen wurden diese Geschwindigkeiten bei 280 'Sternen ermittelt, -und Professor W. W. Campbell hat daraus vorläufige Ergebnisse abgeleitet. Zunächst ergibt sich, daß unsere Sonne mit einer Geschwindigkeit von 19.9 Kilometer in der Secunde sich auf einen Punkt des Himmels zu bewegt, der in 278 Grad Rectascension und 20 Grad nördlicher Declination anzunehmen ist. Die mittlere Geschwindigkeit der 280 Fixsterne findet sich zu 34,1 Kilometer in der Secunde, sodaß also die relative Geschwindigkeit der Sonne erheblich geringer ist. Werden die einzelnen Sterne, deren Helligkeit um ewe Größenclasse oder mehr voneinander verschieden ist, die mittlere Geschwindigkeit durchschnittlich 16 Kilometer beträgt, für die Sterne, deren Helligkeit um weniger als eine Größenclasse verschieden ist, 18 Kilometer, sodaß hier ein wesentlicher Unterschied nicht hervortritt. Ordnet man dagegen die 280 Sterne nach ihren scheinbaren Helligkeiten, so findet sich für diejenigen, die 3. Größe oder heller sind, eine mittlere Geschwindigkeit im Raume von 26 Kilometer; für die Sterne 3. bis 4..Größe eine solche von 32,3 Kilometer, für diejenigen Sterne, welche

schwacher als 4. Größe sind, ergibt sich die mittlere Geschwindigkeit zu 39,9 Kilometer in der Secunde. Der Unterschied ist so stark hervortretend, daß man nicht daran zweifeln kann, daß die schwächeren Sterne unseres Fixsternsystems sich rascher durch den Raum bewegen als die hellen. Diese Thatsache ist so neu wie überraschend und sie wird zukünftig bei allen Forschungen über den Bau und die Anordnung des Fixsternsystems eine wichtige Rolle spielen. Vorläufig ist wohl gestattet, daraus den Schluß zu ziehen, daß dieses Fixsternsystem keinen an Masse überwiegenden Bewegungspunkt besitzt, sondern nur einen gemeinsamen Schwerpunkt, um den die Bewegungen stattfinden, denn in diesem Falle werden die Geschwindjg.leiten der Bewegung mit der Entfernung von jenem Schwerpunkte zunehmen. DasAugedesGroßstädters Die Erziehung des Auges wird durch eine sehr vernünftige Auseinandersetzung im Medical Record" empfohlen. Lord Wolseley hat sich jüngst bewundernd über das scharfe Gesicht der Boeren als Ursache ihrer vorzüglichen -Schießleistungen ausgesprochen und diese hervorragenden Fähigkeiten als eine Folge der beständigen Uebung im Freien bezeichnet. Diese Aeußerung enthält eine beherzigenSwerthe Wahrheit. Es kommt aber nicht allein auf den Aufenthalt im Freien an. sondern auf eine wirkliche Erziehung des Auges zur deutlichen Erkennung entfernter Gegenstände. Das mangelhafte Sehvermögen so vieler in der Stadt erzogener Kinder rührt nicht allein von angeborener oder erworbener Kurzsichtigkeit her, sondern von einem eigentlichen Mangel an Sehschärfe. Dös Cehvermögen der Großstadtkinder wird in seiner Entwickelung durch die Umgebung behindert. Sie sehen von einer auf die gegenüberliegende Seite der Straße, in der sie wohnen, oder in der sie gehen; bei starkem Verkehr sehen sie sogar selten über einen größeren Platz hinüber, weil der Blick durch die große Zahl der Fuhrwerke versperrt ist. So kommt es. daß ihr Auge nur selten fest auf einen schwer erkennbaren Gegenstand gerichtet wird, daß vor allem selten das Auge bis an die Grenzen seine? Wahrnehmungsvermögens angestrengt wird. Daraus ergiebt sich die ganz natürliche Folge, daß das Auge des Großstädters einen verhältnißmäßig beschränkten Gesichtskreis hat, weil es eben- nicht dazu erzogen ist, in die Ferne zu sehen und solche Dinge aufzufassen, die an der Grenze deö Wahrnehmungsvermögens liegen. Vielleicht sorgt die Gesundheitspflege künftig auch dafür, daß die Augen bei den Stadtkindern geübt und für die ihnen obliegenden großen Aufgaben planmäßig erzogen werden. Ist die Zuckerkrankheit erblich? Die Zuckerkrankheit gehört zusammen mit dem Krebs zu den Krankheiten, die sich in der Gegenwart scheinbar immer weiter verbreiten, ohne daß etwas Wesentliches zu ihrer Bekämpfung geschehen kann. Ihre eigentliche Entstehung ist noch jetzt unbekannt. und man behilft sich zu ihrer Erklärung mit der Phrase von einer Störung des Stoffwechsels, vermöge derer die Verarbeitung, der KohlenWasserstoffe im Körper beeinträchtigt wird, so daß sie als Zucker im Blut und im Harn auftreten. Zeitweise ist die Zuckerkrankheit von der Erkrankung eines bestimmten Organs, besonders des Gehirns, begleitet, aber in den meisten Fällen ist irgend eine Verletzung eines Organs nicht erkennbar. Diese Unsicherheit, die mit Bezug auf den Ursprung der Krankheit besteht, giebt der Annahme Nakrung, daß sie durch Vererbung übertragen werde. Man schätzt die Häufigkeit der Vererbungcn von Zuckerkrankheit auf etwa 25 v. H. aller Erkrankungen. Weil hat eine Familie von 90 Mitgliedern durch 4 Generationen hindurch verfolgt und unter ihnen 21 mit sicherer und 13 mit zweifelhafter Zuckerkrankheit gefunden. Es wird auch auf einen Fall verwiesen, wo in einer Familie der Vater, drei Söhne und eine Tochter starben, und solche Vorkommnisse scheinen gar nicht zu den Seltenheiten zu gehören, da ihrer noch mehrere in der medizinischen Literatur erwähnt werden. Dagegen scheint die Uebertragung der Zuckerkrankheit innerhalb der Ehe ausgeschlossen zu sein. Eine genauere Untersuchung über die bisher bekundeten Fälle erblicher Zuckerkrankheit scheint noch gewisse Besonderheiten zu enthüllen. Zunächst ist es auffällig, daß die nächsten Verwandtschaftsgrade häufig übersprungen werden, so daß von zuckerkranken Personen nicht die Eltern, sondern die weiteren Verwandtschaftsgrade. z. V. Onkel. Tante oder Vetter dieselbe Krankheit besaßen. Ebenso ist es verhältnißmäßig häufig, daß der Großvater ebenfalls an dieser Krankheit gestorben ist. während die Eltern davon frei geblieben sind. Vererbt sich die Zuckerkrankheit jedoch ohne Sprung von Eltern auf Kinder, so tritt sie bei letzteren gewohnlich früher auf. und es sind sogar Fälle bekannt, in denen die Kinder früher zuckerkrank werden als die Eltern. Daß die Erkrankung in verhältnißmäßig jugendlichem Älter weit gefährlicher ist als in späteren Jahren, dürste allM.cin anerkannt sein, ganz besonders in den ersten zwei Jahrzehn-

ia des Lebens. Wenn zwei Glieder derselben Generation einer Familie erkranken, so geschieht es gewöhnlich in annähernd dem gleichen Lebensalter. Familien, in denen die Zuckerkrankheit erblich ist, zeigen oftmals auch eine Neigung zu Nervenleiden. In einigen Familien hat man die Erfahrung gemacht, daß einige Kinder zuckerkrank wurden, während die anderen an verschiedenen nervösen Störungen litten. Außerdem scheint in solchen Familien die Neigung zur Fettleibigkeit besonders hervorzutreten.

Tcr Kinematograph für Jeder imi.

Täglicher Marktbericht.

Die Herstellung kinematographischer Bilder, rer sogenannten lebenden Pyotographieen, die seit etwa zwei Jaoren ein eiserner Bestand so vieler !chaubühnen geworden sind, war bisher mit so vielen Umständen verknüpft, daß sie nur mit besonderem Kostenaufwand und mit Zuhilfenahme eines großen Apparates geschehen konnte. Im Besonderen war die unerläßliche BeNutzung einer sehr langen Trockenplaite aus Celluloid ein Hinderniß für kine matographische Aufnahmen durch Amateure. Um nun auch den Liebhabern die Anwendung des schönen Verfahrenö zu ermöglichen, ist kürzlich eine neue photograhische Kammer erfunden worden, der Kinematograph, in der jener lange Celluloidstreifen durch eine lichtempfindliche kreisförmige Glasplatte ersetzt wird. Diese Platte kann in eine beliebig schnelle Drehung versetzt werden, während sie gleichzeitig eine seitliche Verschiebung erfährt. Eine kleine Linse wirft das Bild auf die Platte, und wenn diese sich in Bewegung befindet, reiht sich auf ihr ein Bild an das andere in Anordnung einer Spirale. Die Platte wird dann wie ein gewöhnliches Negativ entwickelt und ein Positiv davon genommen. Um die kinematographische Aufnahme zur Wirkung zu bringen. ist es nur nöthig, das positive Bild wieder in die Kammer einzusetzen und in die gleiche Bewegung zu bringen, wie sie bei der Aufnahme stattfand, während sie von dem Licht einer Lampe erleuchtet wird. Alsdann erscheint das lebende Bild auf einem Schirm wie bei den bekannten mit weit größererUmständlichkeit erzeugten Aufnahmen, die man u dem Theater zu sehen bekommt. Während der Bewegung einer einzelnen Platte können etwa 600 Bilder hinter einander aufgenommen werden, und zwar etwa 12 14 in jeder Sekunde. Der ganze Apparat überschreitet weder im Preise noch in der Handlichkeit die Grenzen dessen, was ein Amateur für seine Liebhaberei aufzunehmen vermag. Freilich fallen die Bilder so klein aus. daß sie nicht auf einem großen Schirm einer zahlreichen Versammlung sichtbar gemacht werden können, jedoch dürften sie für die Unterhaltung einer kleinen Gesellschaft im eigenen Hause viel Vergnügen darbieten.

Die Trunksucht in Rußland.

Ueber die Trunksuchtsfrage in Rußland hat der Statistiker Raffalowitsch bemerkenswerth: Erhebungen veröffentlicht. Bis vor Kurzem thaten die Schnapsbrenner ihr Bestes, um im eigenen Interesse das in Rußland übliche unmäßige Trinken der Bauern zu fördern, aber vor fünf Jahren nahm die Regierung die Angelegenheit in die Hand, verordnete die Schließung von neun Zehnteln aller Branntweinschänken auf dem Lande und fast ebenso vielen in den Städten, und schuf ein Monopol für den Verkauf von Spirituosen mit einem Aufwand von 40 Millionen Rubel. Diese Maßnahmen der Regierung haben befriedigende Ergebnisse erzielt. Die Zahl der Todesfälle in Folge übermäßigen Trinkens hat abgenommen und das Monopol einen finanziellen Erfolg gehabt, da nicht nur die 40 Millionen bereits wieder eingenommen sind, sondern noch ein Ueberschuß von 20 Millionen erzielt worden ist. Die Zölle für Zucker und Thee haben in den letzten vier Jahren erhebliche Steigerungen erfahren und endlich sind die Einlagen in die russischen Sparkassen in den letzten vier Jahren größer gewesen als je zuvor. Nach den statistischen Tabellen hat es den Anschein, daß trotz der sprichwörtlich gewordenen Trunksucht in Ruß land der durchschnittliche Verbrauch an Spiritussen auf den Kopf der Vevölkerung ein viel geringerer ist als der in anderen Ländern. Im Jahre 1893 wurden in Rußland etwa 545 Millionen Liter Spiritussen vertilgt. Auf den Kopf der Bevölkerung entfielen danach noch nicht ganz 4,2 Liter, während in demselben Jahre in Großbritannien etwa 4Z Liter Spirituosen für den Kopf der Bevölkerung verbraucht wurden. Dabei ist allerdings die zahlreiche mohammedanische Bevölkerung Rußlands, die gar keinen Alkohol gemeßt, in Betracht zu ziehen. . .

Bei Thomas. W. Sa, war f der 8 Jahre alte Sohn des Kohlengräbers Thomas Eonners ein brennendes Streichholz in ein offenes Fäßchen mit Pulver, das im zweiten Stockwerke des Hauses stand. Das Resultat war, daß von dem Knaben nur ein Arm übrig blieb und dls Haus neu gebaut werden muß.

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1300 Pfd. Stiere.... 4.25 Mittlere vis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd.... 4.00 Gute bis gewählte Rinder. 4.25 Kittlere bis gute Rinder. 3.75 Gewöhnliche leichte Rinder 3.25 Gute bis gewählte Kühe.. 3.75 Mittlere bis gute Kühe.. S.00 Gewöhnliche alte Kühe.. 1.50 Kälber 5.50 Schwere Kälber 3.50 Prima bis fancy Export Bullen 3.75 Gute bis gewählte Schläch. tcr Bullen 3.40 Gewöhnliche bis guteBullen 2.75 Gute Kühe mit Kalb.... $30 GcwöhnlicheKühe mit Kalb $20 S cb w e in e. Gute bis gewählte, mitt lere und schwere $5.10 Gemischte, schw. Packing 6.00 Gute bis gewählte leichte 6.05 Gewöhnliche leichte 5.95 Pigs 5.00 Roughs 5.25 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 5.25 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 4.00 Gute bis gewählte Schafe 4.00 Ordinäre bis gute Schafe 3.00 Stockcrs 2.75 Böcke, per 100 Pfd 2.75

April.

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Schultern, Engl. Curcd 18 bis 20 Pfund im Durchschnitt c; 16 Vfund im Durchschnitt, 8s c; 10 bis 12 Pfund 8fc Gepockeltes Schweinefleisch, Kno5.cn. loses Fancy Pig $19.00; Klares Bcan 18.00; Family 16.50; Ztoxt Clear 15.00: Rumrs 14.50. Gedörrtes Rindfleisch Schinken, req. Sets, 12c; Außenseiten 104c; Innen, scitcn 13Zc; Knöchel 13c. " Schmalz, in TierccS, 1. Oualuat Sß.; 2. Qualität 9s:; 3. Qualität 8c. Würste, Geräucherte Bratwurst 8c: Frankfurter 7fc; Wicncrwurst 7Zc: Knackwurst 7fc; Bologna in Därm-n 6zc,n Tuch 6ic.

Früchte und Gemüse. Früchte. Ananas $2.50 per Duhcnd. Citronen, $3.00 für 360. Aepfel, $1.75-$4.50 per Faß. Feigen, 12zc-15c. Bananen, 1.25-1.50 per Bunch. Datteln, Persische 5c per Pfund. Kokusnüsse, 3.50-4.00 per hundert. Cranberrics $2.75 per Vushel Crate Orangen, $2.75 $3.25 per Box. Erdbeeren 40 c per Quart. Rhubarb 25 30c per Dutzend. Alte Gemüse. Kraut, $1.50 per 100. Zwiebeln, Spanische $2.00 per Crate; rothe Globe $1.50 per Bushel ; weiße Globe $3.50 per Faß. Kartoffeln, $1.45 per Faß; prima Burbanks und runde weiße 50c per Bushel; zum Versandt gepackt. 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey $3.00 per Faß. Illinois $2.50. Celery, 40-65c per Bunch. Weiße Rüben 90c per Faß. Parsnips gewaschene $2.00perFaß. Neue Gemüse. Blumenkohl $1.50 per Duhend Schallots per Dutzend Bunch es 45c Tomatoes Crate von 6 Körbchen $4 Radieschen per Dtzd. Bunckes 50c Salat 11c per Pfund; Kopfsalat $4.00 per Faß. Spinat, 40c per Dutzend Bunches. Rothe Rüben 40c per Dtz. Bunches Kehl $1.25 per Faß Oystcr Plant 25c sür 2 Dutzend Bunches.

Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 6j-7c; hiesige Stiere ?z-7Zc; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 6c-7c; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 6c; Kühe 550 bis 650 Pfund 6c; Stier Vordcrvicrtcl 7c; Stier Hintervicrtel 9c; Rind Hintervicrtel 8c; Rind Vor. dcrvicrtcl 6c; Kuh Vordcrvicrtcl 5c; Kuh Hintervicrtel 8c. Frisches Kalbfleisch Kälbcr9c; Hin. tcrvicrtel 13c; Vordcrvicrtel 8c. Frisches Schafflcisch Lämmer per Pfd. 94c; Schafe 7ic; Schenkel 10c; Racks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 10$c114c ; Cottage Schinken 8$c ; gehäu. tete Schultern 8jc, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10c ; Tender loins 18c ; Spare Ribs Cc ; Tail Bones 5$c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Quali tät: 20-18 Pfund 12c; 15 Pfund 12c; 12-10 Pfund 12ic; Zweite Qualität 20-18 Pfund 11c; 15 Pfund llc; 12 Pfund llc; 10 Pfund Ilse. Calisornische Schinken 6 bis 8 Pfund 8$c; 10 bis 12 Pfund 8c; 12 bis 14 Pfund. Frühstück Speck Klarer English Cured 14jc; gewählter Sugar Cured 14c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 13$c; 8 bis 9 Psund im Durchschnitt 12; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt llc; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, 114c; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc. Speck, Engl. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 13c; 10 bis 13 Psund im Durchschnitt, 12. Sveck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, lOc; KlareSeiten, 30 bis 40 Psd. im Durchschnitt, 10c; Klare Seiten, 20 bis 50 Pfd., lOZc; Klare BellieS, 25 bis 30Pfd.. 10c; 18 bis 22 Pfd., 10c;14 6i 16 Pfd., 10jc: Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd., 10c; Rücken 12 bis 10 Pfd., 10:; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., 101c.

Fische, Austern und Wildpret. Händlcr.Preise: Clams Litllc Recks 75c per 1U,. Hummern 25c per Pfund. Shrimvs $1.25 per Gallone. Austern BesteBaltimoreoderStand. ards, $1.00 per Gallone; beste Balti. timore Selects, $1.10 per Gallone; Rev Aork Counts, $1.00 per Hundert; New York Culls, 70c per Hundert; Blue Points in Schalen, 75c per Hundert. Austern in Kannen New Nork Counts 35c; I. S. F. & Co. Select, 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; O K. 18c; R. 15c. See-Fische. Knochenlose Haringe 8c: Häringe 6c; Pcrch 5c; Weißfisch 94c; See Forellen 9c; Red Snappcr84c: ennebec Hechte 15c; Blaufische 10c Halibut 15c; Stockfisch 8c; Haddock 8c; Catfisch 10c; No.l Pickcrcl 10c; No 2 Pickerel oder Blue Pike 6c; Black Baß 15c.

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Grocerics. Zucker Dominoes 6.17c; Stückzucke? 6.17e; pulvcrstrter 5.77c; HH pul. verifirter 5.62c; Standard granulirter 5.57c; seiner granulirter 5.57c; Cubes 5.92c; Confectioners'A 5.42c; Ridge. wood A 5.17c; Phöni; A 5.12c; Empire A 5.07c; Ideal Extra Golden C 4.92c; Windsor Extra C 5.72c; Ridgewood extra C 4.82c; gelber C 4.72 ; 16 gelber 4.57. Eingemachte Früchte BlackbenicS, 3 Pfund, $1.10; Peachcs Stand. 3 Pf., $2-2.25; Seconds 3 Pfund $1.50 $1.65; Pie $1.40-1.50; Ananas, Standard, 2 Pfund, $1.65-1.90; See onds. 3 Pfund, $1.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahama Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatoes, 3 Pfund, 90c-$1.00;Zucker. korn 80c $1.00; Apselbutter, per Dutzend, 3 Pfund, 90c.

Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, 10c 12c Eier, 11c per Dutzend. Hühner 7c; Turkcys: jungeHähne K Pfund und darüber 6c ; junge Hennen 7 Pund und darüber 7c ; alte Hennen 5c ; alte Hähne 44; Culls und Krumbrüstige 4$c ; Enten 6c; Gänse 5.40-6.00.

Käse. Engros Verkaufspreise, Jmportirter Schweizcrkäst 27c per Pfund; einhei mischer Schweizerkäse 17c; Wisconsin Cream Käse 10c-12c; New York Ched dars IZc; einheimischer Limbrger 13c; Brick 14c. Kohlen. Tonne Trk Anthracite $7.00 3.65 Rauchlose 4.50 2.40 Jackson 4 00 2.16 Pittsburg 4 00 2.15 Raymond City 4.00 2.15 Winisrcde 4.00 2.15 Kanawha 4.00 2.15 Luhrig 3.50 1.90 Brazil Block 3.50 1.90 Green County 3.00 1.65 Jndiana Lump 3.00 1.65 Slack 2.00 1.15 Bloßburg 5.00 2.65 Lump Coke 11c per Bush. $2.75 pe, 25 Bushel. $1.50 per 12$ Bushel. Zerkleinerter Cck 13.- peiB. $3.25 tir 2 Bu. 51.7L ver 12? Bu.