Indiana Tribüne, Volume 24, Number 197, Indianapolis, Marion County, 4 April 1901 — Page 1

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Jahrgang 24.

Indianapolis, Ind.. Donnerstag, den 4. April 1901.

No. 197

Iie Lage auf b?r Saf

fian - Kalöittses.

Anscheinend eine sehr gejährliche. tc Unterhandlungen mit China beinahe abgeschlossen. m Hur Sie Eutschadigungsstage noch zu erledigen. TaS Panzerschiff Kaiser Friedrich III." aufgelassen und stark beschädigt.

Lcrlchiedencs aus dem deutschen Reich. DieAgitation auf derBaltan - Halbinsel. Sofia. Bulgarien. 4. April. Der nia:edoniscr)e Kongreß ist auf den 1?. 'April einberufen worden. Mehrere ölnttn des macedonischen Kommittees sind auf Befehl des Ministers des Innera, General Petrow, verhaftet und ?ingesperrt worden, da sie mit der AgU tati'on an der Grenze in Verbindung standen. Ein Anzahl bulgarische Of- ' siziere haben resiznirt, weil sie dem Befehl des Kriegsministers, daß alle Miliiär aus den macedonischen Vereinen anstreifn sollen, nicht Folge leisten sollen. Odessa. 4. April. Wie tierhu ei. hat der russische politische Agent in Bulgarien einen sehr pessimistischen B:riefet über die dortige politische Lage nach St. Petersburg gesandt, worin auf cie völlige Unfähigkeit der bulzarisch.'N Regierung, die Agitation des macedor.ischen Kommittees zu unterdrücken und auf die fortwährenden Gefahr:n plötzlicher Verwickelungen und Zusamnienstöße hingewiesen wird. Der Bericht erwähnt ferner den verdächtigen Umfand, daß die Türkei von keiner fremcen Intervention in Macedonien hören n?in, da irgend welche Abtretung maceoonischen Gebietes zu einem religiösen Kriege führen würde. Rußland müsse Bulgarien unterstützen, um die maceionischen Umtriebe zu vereiteln.' Die Lage, in China. P e k i n g. 4. April. Die chinesische Regierung hat Rußland formell belachrichtigt. daß sie in Folge des VerHaltens der anderen Mächte nicht im Stande sei. die Vereinbarung betreffs Der Mandschurei zu unterzeichnen. Es ist der Wunsch Chinas", heißt :s in der formellen Benachrichtigung, .mit allen Nationen freundschaftliche Beziehungen zu unterhalten. China 'zat augenblicklich die schwersten Zeiten in der Geschichte des Reiches durchzumachen, und es braucht dabei die Freundschaft Aller. So sehr China vielleicht auch wünchen möchte, besondere Privilegien einer einzelnen Macht zu gewähren, ist es Doch unmöglich, wenn andere Einwand erheben, daß es sich die Sympathien aller anderen Mächte verscherze, um sich die Freundschaft einer einzigen zu halten." Li Hung Chang erklärt, daß dieses Schreiben die Angelegenheit definitiv zrledigt, und Rußland davon am 29. Närz benachrichtigt worden sei. Prinz Ching erklärte, daß jede? Chinese mit Ausnahme von Li Hung Chang gegen die Unterzeichnung der Konvention gewesen sei. P e k i n g, 4. April. Sobald die Zener'äle und die Mächte die Gesandten benachrichtigten, in welcher Weise die Paragraphen VIII. und IX. des Protokolls durchgeführt werden sollen, anrb thatsächlich alles erledigt sein, zon den Entschädigungen allein abgesehen. Die einzigen Ansprüche, die .loch nicht eingereicht sind, sind die' bri tischen, deutschen und japanischen. Die Deutschen sagen, daß sie in zwei Tagen alles in Bereitschaft haben können und die Japaner geben ähnliche Versicherungen. Privatansprüche 'önnen jedoch noch bis zum 14. Mai 'ingereicht worden. Die meisten der Gesandten sind dafür, daß, sobald Deutschland seine Forderungen gestellt hat, eine Entschädigungssumme cn bloc" von China verlangt werden soll. Li Hung Chang und Prinz Ching haben dem Hof eine weitere Liste von Beamten zugeschickt, deren Bestrafung oon den Gesandten verlangt worden ist. Die Zahl derjenigen, deren Tod verlangt wird, ist auf vier herabgesetzt worden. Dann wird die Tegradirung :iner Anzahl Anderer, die Entlassung von weiteren 91 Beamten aus dem öffentlichen Dienst verlangt. Man glaubt nicht, daß der Hof irgend welchen Einwand erheben wird, da die Betreffenden nur von lokaler Prominenz sind. C a n t o n. Cbina. 4. Avril

rouo yier versichert, daß der Vizekönig

eine Depesche vom Hof erhalten babe. dahinlautend. daß eine friedliche Erledigung der bestehenden Differenzen unmöglich sei. Der Vizekönig soll dadurch sehr beunruhigt sein. London, 4. April. Die japanische Presse schlägt, wie der Daily Mail" aus Jokohama berichtet wiro. fortgesetzt einen sehr kriegerischen Tvn an. Graf Okuma (der frühere Premier - Minister und jetzige Führer der Opposition) erklärt in ei lern aufrerzenden Artikel, daß Japan jetzt seine Stellung behaupten müsse, wenn es nicht eie Früchte dreißigjähriger Arbeit verlieren wolle. Korea sei keine Dependenz Rußlands und Rußlands Borg:ben sei eine direkte Herausforderung Japans. Berlin, 4. April. Das deutsche zuswärtige Am! hat noch keine Nachricht darüber erhalten, ob der Mand-sckzurei-Vertrag unterzeichnet ode? zurückgewiesen ist, man glaub: indessen, oaß derselbe bis jetzt nicht unterzeichne: ist. Alle aus. China jetzt eintreffenden Briefe enthalten Nachrichten, aus denen deutlich hervorgeht, daß die deutschen Truppen heimzukehren wünschen. Das ganze deutsche Kontingent hat China herzlich satt. Auch die Briefe der Ofsiziere lauten ebenso. Der ..Frankfurter Zeitung" werden mehrere Fälle angeblicher Erpressungen. welche von Missionären den Chiriefen gegenüber verübt wurden, gemeldet. Wegen eines solchen Vergehens wurde ein amerikanische? Missionär Namens Edmond von den Franzosen in Peking verhaftet, jedoch auf Verlangen der amerikanischen Behörden wieder in Freiheit gesetzt. Es hält dem Kriegsminisierium jetzt schwer, für die aus China zurückkehrenden Freiwilligen den nöthigen Ersatz zu finden. Der Panzer Kaiser Friedrich III. beschädigt K i e l . 4. April. Das Panzerschiff ..Kaiser Friedrich III.-, Flaggschiff des Prinzen Heinrich von Preußen, ist am Dienstag Nachmittag östlich von Arccna aufgelaufen. Der Panzer kam am Mittwoch unter eigenem Dampf hier an und er wurde sofort ins Dock zebracht. Es scheint, daß der Schaden. Den das Schiff erlitten hat. so bedeutend ist, daß es außer Dienst gestellt werden muß. - Es wird jetzt bekannt, daß sich der Unfall durch schlechtes Steuern ereignet. wodurch das Schiff auf die Brücke von Bornholm gerieth, welcher sich Kriegsschiffe nicht nähern dürfen. Kaum war das Schlachtschiff aufge laufen, als aus unbekannter Ursache im Maschinenraum auch noch Feuer ausbrach, welches erst nach zweistündiger angestrengter Thätigkeit und nachdem der Maschinenraum unter Wasser gesetzt war. gelöscht werden konnte. Das Schiff ist schwer beschädigt und die Reparatur wird mehrere Monate in Anspruch nehmen. Von Seuchen heimgesucht. Odessa, 4. April. Hungersnoth and Typhus wüthen in den Gouvernements Kherson und Beßarobien. sowie in Theilen des Gouvernements von Kiew und Taurida. Dreißig Prozent der dortigen Bevölkerung sind der Seuche erlegen. . Wie Aguinaldo bekehrt wurde. Manila, 4. April. Der Präsident des obersten Gerichtshofes. Arelano. der Aguinaldo den Treueid abgeaommen hat, erklärte heute dem Ver:reter der Associirten Presse gegenüber Die Umstände, die zu der wichtigen Handlung geführt haben. Aguinaldo. der immer noch in einem Zimmer im Malacanan-Palast gefanzen gehalten wird, und auf Befehle von LZash'mgton wartet, war begierig, mehr über das amerikanische Regierungssystem zu erfahren, und er hatte den Oberrichter Arellano ersucht, ihm die nöthige Ausklärung zu geben. Der Nichter erklärte ihm sorgfältig und eingehend die verschiedenen von der Philippinen - Kommission eingeführten Maßregeln und er belehrte ihn darüber, in welcher Weise für Fortschritt und Erziehung und für die Etablirung provinzialer und munizipaler Selbstregierung gesorgt worden sei. Aguinaldo, der mit großem Jnteress Zugehört hatte, sagte schließlich: Ich hätte niemals geglaubt, daß die Amerikaner so gerecht und so liberal sein könnten." Ehe die Unterredung zu Ende war. hatte er eingewilligt, den Treueid leisten zu wollen, und dieser wurde ihm sofort in Gegenwart mehrerer amerikanischer Offiziere abgenommen. Senor Arellano fügte hinzu: Dieser Schritt Aguinaldos wird alle Jnsurgenten veranlassen, sich zu ergeben und ich bin überzeugt, daß die Inseln im Juni vollständig pazifizirt sein wer-ton."

namnalvo ist veaieri'a. die Äer.

Staaten zu besuchen. Er erklart übri gens. sich ganz ins Privatleben zurückzieben und kein öffentliches Amt annehmen zu wollen. Am Abend war hier das Gerücht verbreites daß der Präsident McKinley Aguinaldo eingeladen habe, die Ver. Staaten zu besuchen und daß der ehe-' malige Jnsurgentenführer wahrscheinlich am 15. April von Manila abreisen werde. Als General MacArthur in Bezug auf dieses Gerücht befragt wurde. sagte er, daß er absolut nichts mitzutheilen habe. Die Zusammenkunft in Verona. Berlin. 4. April. Der Lokal Anzeiger" erklärt, daß die Konferenz, die am Dienstag in Verona zwischen dem Grafen von Bülow und dem italienischen Premier, Signor Zanardelli. stattgefunden, den Zweck hatte, den falschen Eindruck zu verwischen, den die in d-n französischen Leitungen enthaltenen Artikel über die Beziehungen zwlicven Deutschland und Italien erzeugt batten. Die Zeitung legt die Zusammen kunft als einen Beweis dafür dar. daß die Beziehungen zwischen den beiden Ländern unverändert der freundschaftlichsten Art seien. Der Abschied'''der beiden Staatsmänner von 'einande: war ein überaus herzlicher. In offiziellen Kreisen wird zuzegeben. daß wenn auch die Zusammen kunft in Verona eine rein zufällig; war Herr Zanardelli befand sich aus der Reise nach seinem Landsitz die Beziehungen zwischen den beiden Ländern doch besprochen worden seien. Herr Zanardelli soll durchaus zufrie renstellende Versicherungen gegeben ha zen. ' Beziehungen zwischen Frankreich und Italien. T o u l o n . 4. April. Nicht geringes Aufsehen hat hier die befremdende Ordre erregt, die am Mittwoch der jeht hier weilende russische 2ldmiral von seiner Regierung erhalten hat, nämlich, daß er sofort mit seinem Geschwader Toulon verlassen soll, um nicht mit dem italienischen Geschwader das in den nächsten Tagen hier erwartet wird, zu sammen zu treffen. Die russische Flotte, die hier ankam, um sich an den Festen zu Ehrendes Präsidenten Loubet zu betheiligen, der Toulon in nächster Woche einen offiziellen Besuch abstatten wird, wird .den Hafen innerhalb von 24Stunden verlassen. Das Zurückziehen des russischen Geschwaders aus Toulon", schreibt die. ..Libre Parole", ist eine brutale Brüskirung unserer Regierung durch eine verbündete Nation und eine Verdammung unserer Politik gegenüber Italien. Außerdem enthält diese ostentatiöse Handlungsweise eine drohende Warnung des Zaren. , Aus dem deutschenReich. Berlin. 4. April. Es bat sich' herausgestellt, daß die bayerische Polizei in Ludwigshafen einen Irrthum beging, als sie einen Metzger Namens Damian auf den Verdacht hin verhaftete. verschiedene Verbrechen nach der Art Jack the Ripper" begangen zu haben. Damian konnte nichts nachge-. wiesen werden und seit seiner Verhaftung sind wieder mehrere ähnliche Verbrechen begangen worden. Herr Truppel. der neue Gouverneur von Kiautschou, und Kapt. Lans vom Kanonenboot Iltis", welcher sich beim Bombardement der Taku-Forts so hervorragend auszeichnete, wurden heute vom Kaiser zur Tafel gezogen. Die deutsche Presse beschäftigt ,sich' noch immer angelegentlich mit den neuesten Reden des Kaisers. Der Westphälische Merkur" und die Köl-' nische Volkszeitung" versichern, der Kaiser befinde sich sehr im Irrthum, wenn er glaube, daß ihn seine Reisen durch's Land in den Stand setzten, zu erfahren, wie man im Volk wirklich über ihn denke. Im Gegentheil", schreibt eine 'der ' Zeitungen, "diese Reisen bringen ihm nur falsche Ansichten bei. denn' er bekommt selten etwas anderes, als. Lob und Schmeichelei zu hören." Es scheint indeß keinem Zweifel zu unterliegen, daß der Kaiser den Delegationen vom preußischen Landtag bei ihrer kürzlichen Audienz in sehr deutlicher Weise sagte, was er von der selbstsüchtigen Politik der Agrarier und Konservativen halte. Subskriptionen für die neue deutsche dreiprozentige Reichsanleihe im Betrage von 300.000.000 Mark wurden am Mitfwoch entgegengenommen. Die Direktoren der Reichsbank erklärten am Abend daß die Zeichnungen ungefähr 462.000.000 Mark betragen. Der Streik in Marseille . zu Ende. -. Marseille, 4. April. Ungefähr 5000 'Dockarbeiter meldeten sich am Mittwoch Morgen zur Arbeit; viertausend davon wurden angestellt.

Iie Ermordung von

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Weitere interessante Aussagen des KammerMdienersJonesM' Er geht auf die Emzelhettcn der

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Den Selbstmordversuch in den TomHs zu machen, s " . 'T-h-

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Furchtbarer Schneesturm in Pittsburz

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Der ungeheuren Schaden angerichtet

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Die Patrick -Jones -Unter. u ch u n g. ' R e w Y o r k , 4. April. Charles T. Jones. der Kammerdiener und Sekretär des verstorbenen alten Millionärs William Marsh Rice. der am Dienstag eingestanden hat. Rice mit Hilfe von Chloroform getödtet zu haben, war auch heute wieder auf dem Zeugenstand. Seine Aussagen brachten im Ganzen nicht viel Neues, enthielten aber eine Menge von Einzelheiten, die seine gestrigen Aussagen bestätigten. Jones bewahrte dabei während des ganzen Tages dieselbe unerschütterliche Ruhe, die ihn auch am Tage vorher charaktensirt hatte. Jones sagte aus, daß er und Patrick gemeinschaftlich das gefälschte, sögenannte Patrick-Testament aufgesetzt hätten, und mit so viel Gelduld als möglich auf den Tod des alten Rice warteten, als ein zum Theil Rice gehöriges Etablissement in Teras abbrannte. Die anderen Interessenten' wünschten das Etablissement wieder aufzubauen, und Rice versprach ihnen, die nöthigen Z200.000 oder Z250.0M zu liefern. Patrick sagte mir", erklärte Jones. ..daß ich all' meinen Einfluß aufbieten solle, um Rice zu veranlassen, das Geld nicht herzugeben, da dies alles baare Geld im- Nachlaß aufsaugen würde." Rice bestand aber darauf, das Geld vorzustrecken und er autorisirte dik Leute in Texas, zum Betrag von 25, 000 auf ihn zu ziehen. Am Samstag vor dem Tode Rice's kam die Räch richt an, daß der Wechsel abgeschickt worden sei, und Jones theilte dies Patrick mit. Es handelte sich nur um $25.009. aber selbst diese Summe wollte Patrick nicht von den Millionen hergeben, die er schon als sein Eiaenthum betrachtete, und er erklärte, daß Rice aus dem Wege geschafft werden müsse, ehe der Wechsel am Montag ankam. Am Sonntag wurde der alte Mann getödtet. Mit welcher Schlauheit Patrick bei allen Dingen zu Werke ging, geht auch aus den folgenden Aussagen hervor, die Jones während des Tages machte : Der Verwalter des Eigenthums Rice's in Texas, ein Mann Namens Cohen. hatte die Gewohnheit, allmonatlich einen Check für sein Salär an sich selbst auszustellen und diesen an Rice zu senden, der ihn unterzeichnete und zurückschickte. Als einer dieser Checks angekommen und unterzeichnet worden war. gab ihn Jones dem Patrick, damit der Letztere Gelegenheit erhalte, sich in der Nachahmung der Unterschrift Rice's zu üben. Aus dem nächsten Check, der von Cohen kam. wurde von Patrick der Name Rices gefälscht, um zu sehen, ob die Fälschung so gut sei, daß die Banken sie nicht entdecken könnten. Das Experiment war' durchaus erfolgreich und ermuthigte die Beiden zu den größeren Fälschungen, die noch begangen werden sollten. Jones sagte weiter im Verlauf des Verhörs, daß Patrick ihm in den Tombs zugemuthet habe,' die ganze Schuld aus sich zu nehmen, er sich aber geweigert habe, dies zu thun. Des Weiteren sagte er. daß Patrick ihm gerathen habe. Selbstmord zu begehen, und versprochen habe, sich selbst zur selben Zeit aus der Welt zu schaffen, da UNter den Umständen nichts weiter übrigbliebe. Auch habe ihm Patrick das Messer gegeben, mit dem er. Jones. versuchte, sich den Hals abzuschneiden, Patrick habe aber wohlweislich keine Hand an sich gelegt. Später sagte Jones. daß er freiwillig das Geständniß abgeleat habe, in der Hoffnung, daß er vielleicht dann der Todesstrafe entgehen möge. Die Vertbeidigunq für Patrick wird Alles in Abrede stellen., s

Sensationeller Selbsts Mordversuch. Lincoln. Nebr.. 4. April. Aus Horti7.zton. Nebr.. wird beuchtet: Richter Benjamin M. Weed. früher ein Prinzipal der öffentlichen Schulen in Cincinnati und seit vier,Jahren in diesem County Probatrichter, wurde am Mittwoch Mittag auf dem Kirchhof gcfunden, wo er sich mit einem Rasirmesser den Hals fast bis zur Schlagader durchschnitten hatte. Aus vorgefundenen Briefen aeöt kervor. daß er aus Trübsinn in Folge unglücklicher Umtände Selbstmord zu begehen beabsichigte. Er wurde nach der Stadt geiracht und sofort in ärztliche Pflege gelommen. Doch ist seine Wiederhersielung zweifelhaft. Heftiger Schneesturm. Pittsburg. Pa.. 4. April. Ziner der furchtbarsten Schneestürme. :tz je diese Gegend - heimgesucht hat. brach am Mittwoch Morgen los und in kurzer Zeit war der Telegraphen-. Te-lephon-und Straßenbahndienst thatsächlich suspendirt. Hunderte von Telegraphen - Pfosten wurden umgewor n und die Straßen bilden thatsächlich :in Netzwerk von Drähten und es ist höchst gefährlich, sich in dieses Labyrinth :on Drähten hineinzuwagen. Der schwere Schnee hat die sämmtliItn Drähte an der Pennsylvania Bahn zwischen East Liberty und Huntington zerrissen. Ueberall stehen die Züge still, da nicht telegraphirt werden kann und oer Verkehr auf der ganzen Division ist ?ieh? oder weniger paralysirt. Auf den Bergen liegt der Schnee 12 bis 15 Zoll tiefunder ist so schwer, daß überall die Drähte zerrissen und die Telegraphen - Pfosten umgeworfen wurden. Das Buffalo und Allegheny ValleySystem befindet sich fast in derselben Verfassung. An der Western New Aork und Pennsylvania Division ist der Schnee 10 bis 15 Zoll tief ; die Drähte sind zerrissen und der Verkehr zum Theil eingestellt. Alle vom Osten ankommenden Züge sind um ein bis drei Stunden verspätet. Der Schaden den der Sturm in hiesiger Stadt- und Umgegend, angerichtet hat. wird aüf250.000 bis 5300.000 abgeschätzt. ,' Nachrichten von General MacArthur. Washington. D. C.. 4. April. Die folgende Kabeldepesche traf während des Tages von General MacArthur aus Manila ein : Der BrigadeGeneral Robert P. Hughes meldet, daß sich ihm am 31. März in Banga, NordWest Panay. 30 Offiziere und 185 Mann mit 103 Gewehren ergeben haben. Gen. Koböe meldet, daß sich ihm am 31. März im nördlichen Nimdanao 21 Mann mit 21 Gewehren ergeben haben. Die Betrügereien im Kommissariats - Departement werden untersucht. Sie sind nicht von solcher Bedeutung, daß großes Aufhebens darüber zu machen wäre, und anscheinend auf Jrregularitäten beim Verkauf der ersparten Rationen zurückzuführen. Die Preßberichte sind ungenau und irreführend. Aus der obigen Depesche ist schwer zu ersehen, worin die Betrügereien eigentlich besteben. Gen. MacArthur weist auf ..Verkäufe" hin. Diese Verkäufe bestehen aus den Ersparnissen der Soldaten von den regulären Rationen, oie ihnen verabreicht werden und die zu verkaufen sie ein absolutes Recht haben. Gewöhnlich sind diese Ersparnisse eine Kompagnie - Angelegenheit, und sie werden in der Regel im Ganzen an den höchsten Bieter verkauft. Sie können euch an das Kommissariat - Departement zurückgestellt werden, das den Kbstenpreis dafür bezahlt, es ist aber kein Grund dafür vorhanden, warum die Vorräthe nicht auf anderem Wege verkauft werden sollen, wenn- die von der Kompagnie damit Beauftragten dies kür aut finden sollten. Da für Armee-

Rationen kein Zoll bezahlt wird, diese! ben Artikel aber, wenn von Privakperscnen importirt, hoch verzollt werden müssen, können die Soldaten einen guten Profit mit ihren Ersparnissen erzielen, wenn diese einigermaßen von Bedeutung sind. Entsetzliche Btutthat. Marion. Ind.. 4. April. Der 33Zährige Briefträger Victor Schultz erschoß am Mittwoch Abend seine Frau und verwundete den. Kostgänger W. H. Eikenberry. welcher ihn an der Blutthat verhindern wollte, tödtlich.' Dann durchschnitt er sich die Kehle don Ohr zu Ohr und verletzte sich ebenfalls so schwer, daß er unbedingt sterben wird. Das Motiv zu der gräßlichen That tst

unbekannt. E s war Raubmord. Q u i n c y. Jlls.. 4. April. Es t sich herausgestellt.' daß Nicholas Sfoöro' lin. ein Fabrikant von Kirksville, der in der Montag Nacht todt uf. der

j Straße aufgefunden wurde und von

ocm man glaubte, dap, er einem Herzlei--den erlegen sei, in Wirklichkeit beraubt' und ermordet wurde. Soweit Hai maw noch keine Spur von den Thätern gefunden. Ein kleiner Skandal. Jron Mountain. Mich., 4.. April. Das Mercy-Hospital, hier besser als das Emergency-Hospital bekannt. ist am Mittwoch auf Befehl des Bischofs Eis geschlossen worden, und die Nonnen haben Befehl erhalten, das Bisthum zu verlassen. Es ist dies das Resultat eines kleinen Skandals, der seit einiger Zrit die Gemüther erregt hat. Im Januar wurde eine Novize im Hospital. Namens Ellen Hogan. auf Veranlassung der Superiorin verhaftet und des Irrsinns angeklagt. Frl. Hogan wurde aber vom Probatgericht für durchaus zeistesgesund erklärt. Die Superiorin hatte die Novize auch des Diebstahls angeklagt, aber auch diese Anklage war nicht stichhaltig. Nachdem Frl. Hoqan auf Veranlassung des Richters Bergeron in Freiheit gesetzt worden war, erhob sie seyrschwere Anklagen gegen die Superio--rin. Unter Anderm bezichtigte sie diese auch der Trunkenheit. Bischof Eis -nahm eine Untersuchung vor und das. Resultat derselben war der heute erfolgte Befehl, das Hospital zu schlie-. ben. Wahlnachrichten. D e n v e r. 4. April. R. R. Wright. Republikaner, ist hier über seinen demokratischen Gegner B. T. Wells mit ungefähr 1000 Stimmen Pluralität zum Mayor erwählt worden. Das übrige' republikanische Ticket ist mit ungefähr5000 Pluralität erwählt worden. Mayor Johnson, der sich als unabhangiger Demokrat um die Wiederwahl be-, warb, erhielt nur 4500 Stimmen. Der Supervisoren - Rath ist ganzrepublikanisch und der Rath der Aldermen besteht aus neun Republikanern und sieben Demokraten. Chicago, Jlls., 4. April. Der neue Chicagoer Stadtrath, der wahrscheinlich über die Frage betreffs der Verlängerung der . Straßenbahn-Ge-rechtsamen und anderer öffentliche!

Freibriefe, die einen Werth von vielen : Millionen haben, zu entscheiden haben-, wird, hat eine republikanische Majorität von zehn Stimmen. Nach dergestrigen Wahl besieht der Stadtrath -aus 39 Republikanern, 29 Demokraten, zwei unabhängigen Republikanern un? zwei unabhängigen Demokraten. Tiet macht 12 Mitglieder, oder zwei- mchi wie gesetzlich berechtigt. Es wurde diej durch die Neueintheilung der Stadt unl die Versetzung von zwei der im- Am! bleibenden Aldermen in der 2. und 21. Ward verursacht. Der neue Stadtratund die Gerichte werden sich mit diesemProblem zu befassen haben. S t. L o u i s. Mo.. 4. April.' Rollö Wells, der demokratische - Mayors- -Kandidat, wurde in der Wahl am Dienstag mit 7985 Pluralität erwähl! und die übrigen Kandidaten auf dem . demokratischen Ticket erhielten ungefähr die gleiche Stimmenzahl wie. Wells. Das Votum für die Mayors Kandidaten auf den vier hauptsächlichsten Tickets stellte sich w folgt: Rollo Wells. Dem.. 43.023; George Parker, Republikaner. 35.038; Chauncey Jvcc Filley, gute Verwaltung. 2121; Lez. Meriwether. für Mm.izivalisirung bei: Betriebe. 28,565. Der Stadtrath besieht aus DemoZraten. 12 Republikanern und 3 Vertretern der Munizipalisirungs-Jdee. Ei waren sechs Tickets im Feld und bi(: unabhängigen entzogen den Republik:, ncrn wie den Dcnkraten viele Stimzmen. Evansvil . Jnd?., 4: April' Die hiesige Stadtwahl refultirte in ei:, nem Sieg fü? die Republikaner. Charles G. 'Coert wurde zum Mayo, erwählt. Der Stadtrath besteht zetzi' aus acht Republikanern und drei' De mokraten. We Stadtverwaltung wa bisher denrolMtisch. Unter dem neuerStadtcharteu bleiben die soeben erw'ähk ten Beamtem vier Jahre im Amt. Aguinaldo will uidterham deln. WasYrnAte. D. C.. 4. April Aguinalzx hat durch General MacAr. thur der. Regierung- wichtige Borschla, ge betreffs der Kapitulation sämmtli cher Insurgenten auf den Philippiner gema'bk. Diese Vorschlage wurden arr DienLkag in der Kabinetssitzung cror tert inrd Sekretär Noot schickte nachhe, ein Antwort darauf. ,Der Präsident , wird sich auf leint Unterhandlungen mit Aguinaldo ein lassen, wenn der Gefangene aber seiner

Einfluß im Interesse der Wiederher. siellung des Friedens aufbieten will, werden die Ver. Staaten diese Hilf, gerne annehmen und, was er gethan, wird dann in Betracht gezogen werden wenn über' die Zukunft Aguinaldo'i bestimmt wird. " Weitere Depeschen aus Eeite 5.

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