Indiana Tribüne, Volume 24, Number 196, Indianapolis, Marion County, 3 April 1901 — Page 2

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Jüdinn Tribüne. 3. April 1901.

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6pileps!e und GeisteSstökUttg. Unier den Verbrechern befindet sich eine nicht geringe Anzahl von Epileptikern, die von ihren Thaten nichts zu wiffen behaupten. Es sind Verbrechen mannigfacher Art, um die es üch haudelt. Diebsiahl, Brandstiftung. Mord bezw Mordversuch cuch gegen eigene Familienangehörige. Nothzucht etc. Allerdings darf nicht jeder Epileptiker als geisteskrank angesehen werden. Caesar, Muhamed und Napoleon bilden b-rühmte Ausnahmen. Die Regel allerdings ist. daß sich mit der Epilepsie schwere psychische Störungen acuter Art vergesellschaften, und daß. die Intelligenz, das Gemüth und der moralische Charakter hervorragende Tefecte zeigen. Wenn auch die voll ausgesprochene Geistesstörung erst im Jünglingsalter auftritt, so zeigen sich doch schon beim epileptischen Kinde eine ungewöhnliche Reizbarkeit und geistige und moralische Abnormitäten; und je weiter die Krampfanfälle in die früheste Kindheit zurückreichen, desto mehr weichen iit psychisck-n Erscheinungen von der Norm ab. Bei späterem Ausbruch der Epilepsie bleiben die Kranken oft viele Jahre lang auf einem relativ hohen geistigen Niveau. Der berühmte Psychiater Binswanger charakterisirt den Epileptiker folgendermaßen: Er ist in hohem Grade reizbar, zornig, händelsüchtig, egoistisch, mißtrauisch, was sich zeitweise ohne deutlichen Anlaß steigert; seine Stimmung ist äußerst wechselnd, jetzt eine gehobene, heitere und sofort wieder eine mürrische, ängstliche, bis zum Lcbensüberdruß depressive; dabei zeigen die Epileptiker häufig ein eigenthümliches Gemisch von Bosheit und Kriech"rei, welche mit einem nicht seltenen Zuge von excessiver Frömmelei zu einem oft pathcgnomischen Bilde verquickt wird. Dazu fügen andere ein erhöhtes Selbstlob, ferner, besonders weibliche, schwachsinnige, Individuen, ein eigenthümlich kindisches, anschmiegendes Benehmen, das in spateren Jahren erotisch erscheint. Die JntcOiqenz des Epileptikers

functionirt abnorm, auck sie zeigt m i

ihren Leistungen einen überraschenden und äußerlich völlig unmotivirten Wechsel. Bald ist sie rege, bald verworren, das Denken schwach und die Auffassungsgabe herabgesetzt. Diesem Stadium entspricht auch eine Schlaffheit und Trägheit im Handeln. Bald aber wechselt das Bild: durch Zwangsvorstellungen und Hallucinationen schreckhafter Natur werden die Kranken aufgeregt, es kommt zu triebhaften, zewaltigen Handlungen, die dem Kranken selbst als ihm etwas von außen Aufgezwungenes erscheinen. Hierzu gehören die rasch vorübergehenden Äuthanfall der Epileptiker, die durch jene Hallucinationen mit den fchreähaften Bildern bedingt sind'. Bon besonderem Interesse ist die. Erscheinung. daß der Epileptiker während eines bis mehrere Stunden langen Intervalls zwischen zwei Anfällen eine wohlgeordnete Reihe von Handlungen vollführen kann und nach dem zweiten Anfall eine völlige Amnestie und Erinnerungslosigkeit für das im Jntervall Geschehene zeigt. Die Kranken irren auch in einem solchen Intervall in einem traumhasten Zustande, oft nur mangelhaft bekleidet, ohne Nahrungsaufnähme umher. Nach und nach kommt es zu einem Jntelligenzdefect. der von den leichtesten Graden des Schwachsinns bis ?a den schwersten Formen des apathischen Blödsinns gehen kann und der besonders die moralische Sphäre betrifft. Ganz charakteristisch für die Epilepsie ist die Bewußtseinsstörung, die so tief sein kann, daß der Betreffende sich in einem Jdeenkreise bewegt, der wie losgelöst erscheint von seinem norm?len, und auf Grund dessen und der damit verknüpften Gefühle und Willenserregungen er Handlungen begeht, welche dem gewöhnlichen Sinne seines Denkens vollkommen fremdartig sind und gar keine Beziehungen dazu haden. Es ist dabei die Fähigkeit zu zusammenhängenden und bis zu gewissem Grade unter sich folgerichtigen Handlungen keineswegs aufgehoben, aber sie stehen in keinem Zusammenhange mit denen, welche aus dem Gedankeninhalt der gesunden Zeit erwachsen. Es ist also keine Bewußtloslgkeit, sondern eine Aenderung des Bewußtseinsinhalts durch geänderte Beziehungen der Aufnahme von äuß:ren Reizen, ine Art Traumwandeln. Dieser Dämmerzustand des Eleptikcrs

wird durch em eigenthümliches Gemisch verschiedenartiger Symptome gekennzeichnet. Wir sehen bisweilen eine Hemmung aller spontaner Bewegung, infolgedessen auch eine Unfähigkeit zu sprechen, ängstliches Erstaunen inVerbindung mit einem stummen Lächeln, selbst bei Vorhandensein furchtbarer, ängstlicherDelirien. Dann plötzlich auftretender Redefluß, wobei sonst bekannte Sachen, wie Datum, Alter falsch angegeben werden. Eigenthümlich sind auch die Gewaltakte des Eleptikers, der blindlings auf den ihm zufällig Entgegentretenden losgeht, ihn niederschlägt und noch weiter seine Wuth gegen ihn kehrt, auch wenn derselbe schon längst getödtet ist. Erwacht er nach der That, so ist er auch angesichts derselben ruhig, als wenn diese ihn. nichts weiter anginge, und zeigt keiie Reue. Die Ursachen dieser Gewaltthaten sind neben den triebartigen Anfällen meist ängstliche Delirien, die

ihm vorspiegeln, daß sich Personen gcgen ihn wenden, um ihm das Leben zu nehmen. Ein Erinnerungsdefcct ist miistens vnianden und ist entweder ein vollständiger ode? thcilweiscr. Die Daucr kann einige Minuten bis mehrere Tage ja bis zwei Jahre betragen. Fli? Hz richterliche Beurtheilung ist dieser Umstand sehr wick,:ig. Man nimmt heute an, daß E:!:psie und psychische Störung zwei Erscheinungen ein und derselben Grundkraniheit sind, über deren Wesen die rllc Aufklärung noch aussteht. Äan findet wohl Veränderung derLehirnsubstanz, dcch lassen sich die Erscheinungen ni5't voll und ganz darcf lczichen. Sicher ist. daß wir es bei Epileptikern mit Menschen zu th:zn habrn, die für ihre Thaten nicht einstchen k!)nnenEin? Willensfreiheit ist bei ihnn ausgeschlossen, und sie sind als -Gci-. st?s!ranke zu betrachten, die chc? ins' Irren- und Krankenhaus, clZ in das Gefängniß gehören. De Wet-Geschichten.

. Ml Die ZWchn aus Den redjlen Mg.

Bicle schöne Mädchen sind de-halb ihr ganzes Leben hindurch leidend, weil sie in der peinlichen Zeit des Eintritts der Geschlcchtsrcise die Gcsundhcitsgesctze nicht trachten. Tie Mütter sollten der Gesundheit ihrer Töchter dadurch Gesetz gewähren, daß sie ihnen den nöthigen Rath und geeignete Behandlung zu Theil werden lassen. Wenn bei einem unerfahrenen Mädchen die Menstruationen zum ersten Male- eintreten, wird es entweder dermaßen in Schrecken gesetzt, datz es Krämpse bekommt, oder es sucht dem Fluß Einhalt zu thun. Viele Mädchen haben den Fluß gehemmt, und er ist nie wieder eingetreten. In Zolge dessen haben sie bleiche Gesichtssarbe, Nunzcla in den Wangen und dunkle Ninge unter den Augen. Eine Tos von

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von einem Mädchen, nachdem es zwölf Jahre alt geworden, jeden Morgen gencmmen, wird die Menstruationen zu? ersten Zeit und regelmäßig eintreten lassen. TaZ Mittel wird die Entwicklung des Mädchens zu einem schönen Meide sördern und es in den Stand setzen, die Pflichten des Weibes und der Mutter zu ersüllen. Alle Apothcler verlausen $1.00 - Flaschen Wine of Eardui.

Der famose Boerenführer De Wet hat sich immer noch Nicht in den ihm von Kitchener gestellten Netzen gefangen und so kann es nicht Wunder nehmen, daß auch bei den Engländern das Jnt?ress für den vielgenannten kriegerischen Sportsmann" stetig wächst.

Aus diesem Grunde werden denn auch , die Mittheilungen, welche einer der aus ! Afrika nach London zurückgekehrten j Kriegsberichterstatter in der Daily ! Mail" über De Wet erzählt, allgemein gelesen werden. Hier eine kleine Aus-, wähl davon: ! Zwischen Natal Spruit und Standerton, westlich von Johannesburg, ' fand De Wet, daß seinem Wagenzuge auf dem Marsch nach Norden von einer i starken britischen Eolonne der Weg ! verlegt war. Er besann sich nicht lange, ! sondern fuhr nach Einbruch der Dun-! kelheit auf dem Hauptwege mit seinen ! Wagen mitten durch das britische a-! ger. Er wurde allerdings angerufen, ! erkundigte sich aber harmlos nach einer ! weiter nördlich stehenden britischen Ab- j

theuung. der er Vorrathe zuzuführen!

habe, und man ließ die Wagencolonne ruhig ziehen. Der einzige Einspruch erfolgte von einer Gruppe englischer Of freiere, die in der Nähe des Weges ihre Mahlzeit hielten und sich über den unge'curen Staub beschwerten, den De Wets Wagencolonne ihnen gerade bei:r. teftcu verursachte. Bti einer anderen Gelegenheit, als De Wet einer seiner Hauptmärsche gemach: und westlich von Pretoria die Rustenburger Straße überschritten hatte, wurde ihm einige 25 Kilometer nördlich von Warmbad' der Weg verlegt. Abends vorher war man im britischen Lager in h'llem Jubel. Man hoffte De Wets Vereinigung mit Botba bindert und ibn selbst nunmehr

j f jf i im Schraubstock zu haben, da man :

ihm den Abzug nach Suden abgeschnUten zn haben glaubte. Die allgemeine Ansicht war. es bleibe ihm nichts anders übrig, als es auf ein Treffen ankommen zu lassen oder seine Schaar, in kleine Trupps aufgelöst, auseinandergehen und entschlüpfen zu lassen. Gegen Mitternacht wurden plötzlich die britischen Truppen in aller Stille alarmirt und standen dann bis Tagesanbruch in aufgeregter Erwartung unter Waffen. Aus der Richtung von De Wets Lager her vernahm man fortwährend Lärm und Bewegung, das Knarren von Rädern und die Rufe, mit denen die eingeborenen Fuhrknechte das Zugvieh antreiben. Man wußte nicht, was vorging, glaubte aber, die Buren seien in Verwirrung, hätten sich bei Nacht verirrt und könnten jeden Augenblick in die VorPosten hineinfahren. Die britischen Truppen waren in Linie aufmarschirt, auseinanderc;ezogen und hielten die Gewehre schußbereit. Jeder erwartete einen Nachtangriff, oder war unter allen Umständen überzeugt, daß bei Tagesanbruch das Treffen beginnen müsse. Als aber die ersten Sonnenstrahlen das Gelände erleuchteten, war die Enttäuschung allgemein. Man sah sich nur einigen vierzig leeren Wagen gegenüber. die von wenigem abgehetzten Zugvieh die ganze Nacht mit Lärm und Schall vor den Engländern im Kreise herum gefahren worden waren. Einige wenige 'Eingeborene und ein

halbes Dutzend Buren, die die ganze nächtliche Aufführung besorgt hatten. bildeten die ganze Ausbeute an Gefangenen. De Wet aber war wiederum entronnen. Er war mit den meisten feiner leichten Wagen den Höhenkamm in der Flanke entlang gezogen, hatte thatsächlich die britische Linie umgcm. gen und fast 12 Meilen Vorsprung

auf seinem Rückwege nach dem Vaal zu gewonnen. Als die britischen Führer ermittelten, wohin er gerathen war, schien sofortige Verfolgung außer Frage. 'Er hatte beinahe vierundzwanzig Stunden Vorsprung. Zwei Nächte später wurde ein britischer Posten an einem Bahnübergange, etwa 11 Meilen westlich von Johannesbürg auf der Linie nach Krügersdorp, dirch das plötzliche Auftauchen eines Reiters in Helm und Uniform der berittenen Infanterie überrascht, der sich nach der Lage des Bahnhofs Florida erkundigte. .Der Posten wandte sich um und deutete die Linie entlang, fand aber im nächsten Augenblick einen gespannten Revolver in unheimliche? Nachbarschaft seines Gesichts. Ganz rubia bleiben!"' betabl der Inhaber

The Hollywood. AZbutt, Park. N. I.. den 3. vcbruar I9M. Ich habe Ihre auf Wine of ?ardui trLglichen Anzeig,n im Paltimor, American cleien, und dieselben haben auf wich einen so aünftioen Eindruck gemacht, datz ich bei meinem während der Festtage stattfindenden Besuche Baltimore j eine Flasche daron für mein? Adortivtochter kaufte, welche an Frauenkrankheiten litt. Sie hatte sich seit einiger Zeit unter örzt licher Behandlung befunden, und wenn ihre Perioden eintraten, hatte sie entselich zu leiden. Ich deranlaßte sie, das Mit tel ,u gebrauchen, und die erste Dosis verursachte bei ihr den Eintritt der Menstruationen. Sie gebrauchte daS Mittel, de Anweisungen gemäß, regelmäßig und fand durch dasselbe große Erleichterung. Sie selbst sagte: ,63 rettete mir das Leben. I. WklstY roß. VehufS Raths und Gebrauchsanweisung schreiben Sie unter Angabe der Symptome an .The Ladie' Advisor Xc?t., Tde Edattanooza Medici ne Co., Cdaltanooga, Ten.

dieser Waffe, ver nur äußerlich zur reitenden Infanterie gehörte. Wenn Sie sich nicht wehren, geschieht Ihnen nichts zu leide." Damit nahm er dem verblüfften Posten sein Gewehr aus der Hand und ließ einen dreimaligen leisen Pfiff ertönen, genau wie in der komischen Oper. 'Sofort kamen hinter einem benachbarten Schuppen einige Reiter zum Vorschein, und es dauerte nur wenige Minuten, als die Spitze einer reitenden Eolonne, mit einem langen Zuge von leichten zweiräderigen Fuhrwerken, sogenannten Capecarts, und zahlrelchcn Handpferden in die Erscheinung trat und die Bahnlinie überschritt. Der Posten schätzte die Reitercolonne nicht viel unter 2000 Mann. Als der ganze Zug die Bahnlinie überschritten hatte, sagte der Burenreiter zu dem Posten ganz gemüthlich: Jhre Ablösung kommt in ungefähr einer Stunde. Wenn Sie bis etwa fünf Minuten vorher Ihren Posten verlassen, sind Sie ein todter Mann, denn dort hinter dem Schuppen steht ein unfehlbarer Schütze, der Sie im Auge behält. Sie tonnen Ihren Q7ficieren melden, Christian De Wet mit feiner Abiheilung sei 20 Minuten vor eins hier vorüber gekommen." Der entwaffnete Mann behauptet, kurz vor der Zeit, wo die Ablösung fällig war, habe er einen Reiter von dem nahen Schuppen davon sprengen hören, worauf er sich in das drei Viertel Meile entfernte britische Lager begab und seine Meldung machte. Am selben Abend rerlautete, daß eine weitere kleinere Burenabtheilung, in der Richtung nach Norden die Bahn überschritten habe. Der Posten bei Natal Spruit war bei Tagesanbruch überrumpelt und die dortige Brücke gesprengt worden. Bei welcher Abtheilung sich De Wer wirklich befand, wäre schwer zu sagen. Man dürfte wohl erwarten, daß er bei der östlichen geWesen sei, schon aus dem einfachen Grunde, weil er die Engländer glauben machen wollte, er sei bei der. die nach Westen zog. Das kühne Stückchen paßte auch auf seinen Generalstabschef Theron. Als De Wet die grchen Vorräthe an Lebensmitteln. Kriegsmaterial und Kleidern erbeutete, die bei Vredefortweg angehäuft waren, sagte er zu seinen Gefangenen: Wir haben jetzt mehr als wir selber brauchen. Jetzt mögt ihr auch zugreifen und euch aussuchen, was euch paßt." Und sehr bald waren auch Buren wie Engländer bunt durcheinander am Plündern. Zwischen einem Bur und einem englischen 'Soldaten kam es beinahe zum Kampf um einen photographischen Apparat, der sich unter den Postsendungen befand und für einen britischen Officier bestimmt war. Die Postsäcke wurden aufgeschlitzt und meilenweit fanden sich Briefe und Zeitungen über das Land zerstreut. Manche wurden gefunden und doch noch an ihre Adresse befördert. darunter auch einer des Berichte?statters der Dail yMail", der sorgfaltig zusammengebunden und mit dem Vermerk: Im Felde gefunden und an den Bestimmungsort befördert-, eine Reihe von Wochen verspätet einlief. Als die Buren abmcschirt?n, war es nicht leicht, Sieger und Kriegsgefangene zu unterscheiden, denn

alle waren sie m die neuen von England eingetroffenen warmen KhakiWinterkleider gehüllt, während in Pretoria 12.000 Mann britischer Truppen froren und das Zähneklappern erlernten, weil De Wet alles, was er von den Wintervorräthen nicht brauchte, verbrannt hatte. 'Hauptmann Corballis, der den großen Transportzug bei Lindley führte, den De Wet aufhob, ehe er seine Bestimmung, die Hochländerbrigade unter General MacDonald, erreichte, erzählte einiges über De Wet persönlich. Nach des HauptmannS Angaben zeigte sich De Wet menschenfreundlich und gerecht. Er hatte feine Leute fest in der Hand. Sie achteten und fürchteten ihn. Die Officiere hatten zusammen, wie das in der englischen Armee herkömmlich ift.eineji leichten zweiräderi

'gen'Mgen rür o:e z?ücye, der ungefähr .600700 Pfund an Vorräthen und auch manche Leckerbissen enthält, die nicht auf der gewöhnlichen Rationenliste stehen. Als die Buren ihre aus etwa 6067 Wagen bestehende Beute musterten, stießen sie auch auf den Küchenwagen. Sobald aber De Wet vernahm, daß der Inhalt Privatbesitz der Officiere sei, stellte er eine Wache zu dem Wagen, und nichts durfte von den Plünderern angerührt werden. Am selben Tage hatten die englischen Officiere beim Essen eingemachte Früchte, Pickles und Gänseleberpastete, während ganz in der Nähe ein paar Buren bei einem Feuer am Boden kauerten und getrocknetes Fleisch brieten. Das war De Wets Sauvt-

quartiermesse. Die Officiere sandten einen der Ihrigen und ließen fragen, ob der General nicht mit ihnen speisen wolle. Er lehnte erst ab, als 'aber sein Stab ebenfalls eingeladen wurde, ließ er sich bereit finden. Beim Mahle war vom Kriege mit keinem Worte die Rede. Man sprach hauptsächlich von Landwirthschaft und künstlerischer BeWässerung. Erst später kam man auch auf die KriegsereiFnisse, und De Wet erklärte, er sei ganz im Klaren darüber, daß die Buren nicht die mindeste Hoffnung auf den schließlichen Sieg hätten. Er sei aber gesonnen, sein Bestes zu thun, um den Krieg zum kostspieligsten zu machen, den England jemals unternommen habe.

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Theater, Kunst und Musik.

Der Eomponist Ednxlrd Grieg, der den Winter in Kopenhagen verbringt, ist dort schwer erkrankt. Das Londoner Ausstattungsstück The Price of Peace" erlebte seine Premiere im Broadway Theater zu New York. In New York wird zur Zeit Mancn Lcsccurt" aufgeführt, eine Dramatisirung des Preoost'schen gleichnamigen Romanes. Das Nordlicht". Operette von Millöcker, gelangte im Münchener Gärtnerplatz-Thcater zum ersten Male zur Aufführung und errang cincn großen Erfolg. Glucks Iphigenie in Tauris" in der Bearbeitung von Richard Strauß ist vom Hoftheatcr in Stuttgart erN)orben worden und wird dort dcmnächst zur Aufführung gelangen. Die rothe Robc". Drama von Brieux, wurde in aller Fcrm im Wiener Burgtheater abgelehnt. Nach allen vier Aktschlüssen rührte sich weder im Parkett noch in den Logen eine Hand zum Applaus. Der Mensch in dir Bestie". Lotha? Schmidts drciaktige Burleske, wurde durch Vermittelung des Vcrlages Entsch von der Se?.'ssionsbühne zur Aufführung angenommen. Das Stück wird in der nächsten Spielzeit zur Aufführung k?mm?n. Ferdinand Bonn, der feinen Vertrag mit dem Lessing - Theater auf gütlichem Wege gelöst hat, ist auf zwei Jahre für das Neue Theater in Berlin verpflichtet worden. Der Künstler wird fünf Monate in jedem 3fch?e spielen dabei auch klassische Atollen. Er erhält eine Monatögage von 4000 Mark. Liseloit'. das vieraktige Lustspiel von Heinrich Stobitzer. das am Hamburger Thalia - Theater mit durchschlagendem Erfolge in Scenc gegangen ist, wurde unmittelbar nach der Premiere durch Vermittelung der Verlagsfirma Felix Bloch Erben vom Berliner Königlichen Schauspielhause zur Auffübruna. angenommen. Mpyan Philipps, dessen Drama Herodes" am.Hcr Majesty's Theatremit vielem Erfolg gegeben wird, schreibt für den Direktor diese5 Theaters, Beerbohm Tree, en neues Stück, das die Irrfahrten des Odyffeus und seine Rückkehr nach Jthaka behandeln soll. Autor und Direktor nehmen inen hohen Flug. Sie wollen- näm lich Odysseus zum Hclden eines Muslkdramas , im Stile Wagners" machen. Man kann begierig sein, was da berauskdmmen wird.

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