Indiana Tribüne, Volume 24, Number 195, Indianapolis, Marion County, 2 April 1901 — Page 2

Jndiana Tribüne. 3. April 1901.

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INDIANAPOLIS,

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Paris, im Mai. Erfreulich ist es, bei der Prosa unseres heutigen Lebens plötzlich auf ein Stück naturwüchsiger Vtomantik zu stoßen, wäre es auch nur Spitzbubenromantik. Die Stadt Lyon, an sich schon eine Stadt von Sammet und Seide, ist auch so liebenswürdig, uns diese Spitzbubenromantik zu beschceren' denn der letztern Held ist kein geringerer. als der städtische Pizeidi rector Charles Myer. Mit diesem Meyer könnte sich kaum der berüchtigte Vidocq messen, der als Galeerensträfling begann und später als Chef der Pariser Geheimpolizei seine Spitzbubenerfahrungen im Interesse des Gemeinwohls verwerthete. Meyer ist in der That eine Romanfigur. Gebürtig aus dem Elsaß, trat er vor zwanzig Jahren als kleiner Schreiber in den Präfecturdienst von Lyon ein, um sich allmählich zum Herrscher der zweitgrößten Stadt Frankreichs, von Lyon, aufzuschwingen. In Lyon, wie in Paris und Algier untersteht die Polizei unmittelbar der Regierung, also dem Präfecten. Meyer also, der durch feine Findigkeit bald Divisionsches der Polizei, also Polizeidirector geworden, hatte daher in dem jeweiligen Präsecten seinen Vorgesetzten; in Wirklichkeit aber waren, wie die ganze Stadt, so auch die Präfecten von ihm abhängig. Er tyrannisirte sie. beaufsichtigte sie, führte durch seine Geheimberichte ihre Vrsetzun,; herbei, daher denn alle ängstlich nach dem unheimlichen Mensehen aufsahen, der ihre geheimsten Gedanken zu lesen schien, mit ihren dienstliehen Handlungen sofort vertraut war, sogar ihr Privatleben auswendig kannte. Wie er dazu kam. begriff Niemand; denn wenn er auch über die geHeime wie die politische Polizei und über 800 Schuleute gebot, so reichte das zur Erklärung seiner geheimnißvollen Allwissenschaft nicht aus. Mannigfache Gerüchte liefen allerdings um über Un Mann, der nur 10.000 Francs Gehalt bezog und auf dem Fuße von wenigstens 70.000 Francs lebte; es hieß, daß er eine Privatauskunftei zu Lyon beschäftige, FreudenHäuser und Spielhöllen unbarmherzig brandschatze und von allen Seiten Sporteln beziehe, aber wer mochte den Mann angreifen, der bei Wahlen stets das nöthige Geld für die Kasse der Regierungspartei aufbrachte! Meyer hier, Meyer dort, er war unentbehrlictx Und wahrscheinlich würde er noch lange der große Meyer, geblieben sein, wenn nicht der Zufall ihn mit einem Schlagfluß heimgesucht hätte; er wurde krank, mußte das Zimmer hüten, und zwar grade zu einer Zeit, als ein neuer Präsect, Alapetite. in die Präfectur einzog. Mit dem Biereifer des Neulings warf sich Alapetite auf die Durchsicht der Verwaltungsrechnungen, und selbstverständlich, da Meyer zu Hause blieb, ließ ihm der Präfect die Schlüssel seines Amtszimzners abfordern. Meyer zauderte, hielt den Boten acht Tage lang hin, bis der Präfect ärgerli wurde und ihn mit der AufbrechunZ seiner hür bedrohte. Da geschah denn das Außerordentliche, daß der Polizeidirector nächtlicherweile in einem Wagen anlangte und auZ seiner Stube eine Menge Schriftstücke

nach Hause entführte! Daraufhin ließ dann der Präfect durch den Generalsecretar ie Thür aufbrechen und Meyer's Schreibtisch ausräumen; wie

versteinert aber stand plötzlich der Generalsecretär da, als ihm aus einer der Schubladen deutlich die Stimme des Präfecten entgcgenhallte! Ganz deutlich war zu hören, wie sich der Präfect mit einem Besucher unterhielt! Die in Gegenwart des Präfecten angestellte Untersuchung ergab denn auch bald, daß die Schublade in ihrem Doppelboden mit einer Menge von Hörappara ten und Mikrophonen ausgerüstet war, deren Leitungen unmittelbar in die Zimmer des Präfecten und des Generalsecretärs liefen, und zwar, wie es heißt, nicht allein in des erstern Amtsstube, sondern auch in seinen Speisesaal, seine Wohn- und Schlafzimmer! Das Geheimniß der Meyerschen All-

wissenhelt war denn damu offenkundig; wenn ihn die ganze Präfectur in das, Studium verwickelter Polizeiberichte vertieft glaubte, hockte er über

seinem Schievfache und horchte aus, was in den übrigen Zimmern vorging. Die dabei bezogenen Kenntnisse verwandte er denn auch sofort in seiner Weise; so stürzte er einige Stunden später in das Zimmer des Präfecten. um ihn zu warnen: Sie haben heute einen dunkeln Ehrenmann empfangen, vor dem ich Sie warne; schon hat er den Inhalt Ihrer Unterredungen an mich' verrathen." Und dann setzte er dem verblüfften Präfecten diesen Inhalt haarklein auseinander. Der Präfect konnte dann natürlich nicht umhin, seinen Spürsinn zu bewundern und seine Gewissenhaftigkeit herauszustrei chen. Diese Gewissenhaftigkeit fand besondere Anerkennung, wenn seine Arbeitslampe noch spät Abends leuchtete; indessen leuchtete sie nur dann so spät, wenn der Präfect einflußreiche Politiker bei sich versammelt hatte, um mit ihnen Wahlangelegenheiten zu besprechen. Wie man sich denken kann, versetzte dle Entdeckung der Mikrophone nicht allein die Präfectur. sondern auch 'die ganze Stadt in Aufregung, selbst die .schone Damenwelt fürchtete die dro'henden Enthüllungen. 'In Paris aber führte die Entdeckung zu einer bedau-

enlchen Katastrophe; ein frühererPrufect von Lyon. Leroux. erschoß sich; er konnte den Gedanken, daß sein Privatleben auf Schritt und Tritt beobachtet worden, nicht ertragen. Selbstvcrständlich ward nun 2l!eyer seines Amtes entsetzt; wenn er aber heute hinter Schloß und Riegel sitzt, so liegt dem nicht die Mikrophon - Angelegenheit zu Grunde, sondern vielmehr eine Unterschlagung; es stellte sich heraus, daß der Architekt des neuen Präfecturgebäudes ihm 100,000Francs zugefchr:eben hatte. Qb nun die Anklage voigeschoben worden, um die Spionir - Angelegenheit zu vertuschen, ist nicht ganz klar, scheint aber .höchst wahrscheinlich gegenüber der Menge der PersönlichZeiten, die durch Meyers Verhör bloßgestellt werden dürsten. Unterdessen ober hatte sich betreffs seiner mittelbaren und unmittelbaren Gelderpressungen und Brandschatzungen ein riesiges Anklagematerial gegen ihn angehäuft. Wo es auging. brandschatzte er direct, so besonders das Heer der Straßendirnen. Für die indirecte Anzapfung aber hatte r sich die obige Auskunftsagentur zugelegt. Wandten sich die Lyoner in vertraulichen Angelegenheiten an ihren Polizeidirector, so wies er sie an die Agentur Mignot gegenÜber. Mlgnot war einer seiner früheren Untergebenen. Und Mignot war vortrefflich unterrichtet; bezog er doch seine Kenntniß unmittelbar aus dem reichen Schatze Meyers, der dazu noch so liebenswürdig war. die amtlichen Geheimpolizisten der Agentur zurVrfügung ZU stellen. Er , besaß sogar ein Leibdlatt La Comedie politique", das im Punkte der Gelderpressung vor nichts zurückscheute. Und nun kann man sich einigermaßen vorstellen, wie Meyer zu seiner Allwissenheit und zu seinem Einflüsse kam; auf feinem Bureau behorchte er die gesammte Präfectur; von seinen Geheimpolizisten erhielt er vertraute Mittheilungen, und was noch fehlte, ergänzte e? mittels seiner Privatagentur und seines Leiboroans. Vieles mag wohl in den Gerüchten übertrieben sein; es bleibt aber die Thatsache, daß ein solches Spitz-buben-und Spionirgenie in der zweitgrößten Stadt Frankreichs möglich war. Die Verfasser von Detectivro manen. Boisgobey und Conan Doyle werden sich daher diese Romanfigur sicherlich nicht entgehen lassen. Einc kitzllche Rechtsfrage. J5 . Eine Frage, die in jeder Beziehung eine kitzliche genannt zu werden verdient, liegt einem Gerichtshof des Staates New Jersey zur Entscheidung vor. Es ist dies die Frage, ob eine Frau die Scheidung von ihrem Manne auf den Grund hin zu verlangen berechtigt ist, daß der Mann sie fortwährend kitzelt. EineFrau Ellen Scott von Camden, N. I., macht nämlich in ihrer Klageschrift geltend, daß ihr Gatte, fo oft sie ihre Füße außerhalb der Bettdecke fichtbar werden ließ, sie an den Fußsohlen kitzelte und höchlich ergötzt gewesen sei, wenn die Klägerin erschrak und ihrem Aerger Ausdruck gab. Aus diesem Grunde will Frau Scott von ihrem Manize durch richterlichen Spruch gebrennt werden. Die Frage ist nun, meint die Z). Staatszeitung", ob ein hoher GerichtsHof sich der Auffassung der Klägerin anschließen wird, wonach dieses Ge-

kitzeltwerden unerträglich ist, oder ob die allgemeine, die volkstümliche und landläufige Ausfassung in der Sache maßgebend sein soll. In letzterem Falle wäre ein Urtheil zuGunsten der beklagten Partei zu erwarten. Der landläufigen Auffassung nach ist das Kitzeln offenbar angenehm. Der Umstand, daß Politiker durch eine Nomination, Künstler durch Hervorruf oder günstige Kritik, Damen durch eine Schmeichelei sich 'til?! to death" fühlen, ja dieser letztere Ausdruck allein beweist schon, daß das Gekitzeltwerden durchaus nicht unbeliebt ist. Unserer Ansicht nach ist Frau Scott durchaus nicht des Bedauerns würdig, welches für die Bewilligung einer

Scheidung vorausgesetzt werden sollte. Im Gegentheil! Wir sollten denken. eine Frau, deren Gatte so viel Freude

an dem harmlosen Scherz, die Gemahlin zu kitzeln, findet, hätte leicht lachen". Wir empfehlen Frau Scott sehr dringlich das Studium der Werke unseres deutschen Humoristen Wilhelm Busch. In Busch's Herr und Frau Knopp" wird die Klägerin finden, daß eine Ehefrau die neckische Laune des Gatten durchaus nicht mit einer Scheidungsklage zu beantworten braucht. Herr Scott that ja füglich nichts Andcres, als Herr Knopp: Knopp aber, wie er gewöhnlich pflegt, Ist gleich sehr neckisch aufgelegt. Ganz unvcrmuthei macht er: Kicks! Hierauf erhebt sich ein lautes Gequicls." Frau Knopp läuft aber nicht, wie Frau Scott, gleich zum Advokaten, um auf Scheidung zu klagen. Denn es heißt weiter: Dorette dagegen weiß auch voll List. Wo Knopp seine lustige Stelle ist. Nämlich er hat sie unten am Hals. Kiewicks, jetzt meckert er ebenfalls." Da hat Frau Scott die Lösung des von ihr so tragisch aufgefaßten Eheconflikts. Wenn ihr Gatte sie kitzelt, soll si suchen, seine luftige Stelle zu finden, soll ihn wieder kitzeln. Dann spart sie die Advokatengehühren und

, Herr Scott spart außer Aerger und I Verdruß auch die Alimente.

Folgen c?Vronibitionösesetze. Es ist eine alte Geschichte, daß der Mensch sich von seinen Dummheiten am schwersten, trennen kann, sie bleibt aber ewig neu, insofern das Leben der Einzelnen und Völker täglich neue Beweise für ihre Richtigkeit bringt. Daß Prohibition nicht prohibirt, hat man, zum Beispiel, , schon längst erkannt und zwar, wie das natürlich ist, am besten in den Prohibitionsstaaten; von seiner Liebe zur Prohibition kann man darum aber nicht lassen. In Iowa ist man von der strengen Prohibition allerdings abgewichen, aber Iowa bildet nur die Ausnahme, welche die Regel bestätigt; in Kansas, Vermont und Maine hält man an dem Prohibitionsgedanken fest, trotzdem längst nachgewiesen wurde, daß es unter seinerHerrschaft nicht weniger, sondern mehr Trunkenbolde gibt, als unter vernünftigen Accise - Gesetzen, und daß es in anderer Weise ganz ungeheuer schädlich wirkt. In Kansas hat man davon ein Liedchen singen lernen, aber man wird trotz der großen Schäden, die sie zeigte, an der Prohibition festhalten, und in Maine hat die Gesetzgebung soeben einen Vorschlag, den Prohibitionszusatz zur Staatsverfassung der Wählerschaft zur Medererwägung vorzulegen, mit erdrückender Mehrheit abgelehnt, und das verrückte Getränleausschank-Ver-bot wird nach wie vor bestehen bleiben, obgleich kein vernünftiger Mensch mehr behaupten wird, daß es irgend etwas nutze, und an Beweisen, daß es sehr viel schadet, kein Mangel ist. Die Prohibitionsfrage spielte in der letzten Wahlcampagne in Maine eine ziemlich bedeutende Rolle, indem die einsichtsvollen Bürger das Aufgeben der Prohibition forderten, im Interesse der öffentlichen Sittlichkeit, und man glaubte, in den wirklich aufgeklärten Kreisen, daß die Gesetzgebung möglicherweise zu einem Versuche zur Aufhebung die Hand reichen werde. Daher der Antrag. In der der Abstimmung hervorgegangenen Diskussion wurde die Frage ausführlich beleuchtet. Es wurde aus den Inlandsteuerbüchern gezeigt, daß im Staate Massachusetts, wo derLocal Option"Gedanke herrscht, also jede Ortsgemeinde für sich beschließen kann, ob sie den Verkauf alkoholhaltige Getränke gestatten will oder nicht, erst auf jede 567 Köpfe der Bevölkerung eine Kleinverkauf - LizenS' (Bundeslizens) kommt, während in dem Prohibitionsftaate Maine schon auf jede 478 seiner Einwohner (Männer, Frauen und Kinder) eine solche Lizens entfällt. . In siebzig Ortschaften Maines von weniger als 1000 Einwohnern haben eine oder mehrere Personen Bundeslizensen für den Verkauf Äkoholhaltiger Getiänke erwirkt; ein Ort mit nur 63 Einwohnern besitzt eine solche Lizens, und gar in einer Village" mit nur 41 Köpfen hat sich ein Schnapshändler niedergelassen, der die Prohibitionsgefetze des Staates nicht fürchtet, aber nicht riskirt. auch den Steuerbeamten Onkel Sams ein Schnippchen zu schlagen. Von 192 Städten Towns" und Villages" Maines von je 1000 und mehr Einwohnern waren letztes Jahr nur 92 ohne Bundes-Schnaps-lizens. Das zeigt, daß das Verbot des Verkaufs alkoholhaltiger Getränke allgernein mißachtet wird. Daß in dem Wasser - Staate mehr und unvernünftiger getrunken wird, als in anderer Staaten, die sich nicht auf dieMaine'er Höhe von gesetzlicher Sittenreinheit geschwungen haben, sagen andere Zah-

len. die in den Polizeibenchten der verschiedcnen Städte zu finden sind. Im Jahre 1898 kamen in Boston auf jede 1000 Köpfe der Bevölkerung 45 VerHaftungen wegen Trunkenheit; in New Aork 13. in Chicago 23, und in Portland. Maine, 42; zugleich zeigen die Polizeiberichte Portlands, daß die Trunkenheit dort stetig und schnell zunimmt. Im Jahre 1899 gab es deren 1549; in den zwölf Monaten März 1892 bis März 1893 wurden in

Lewiston. Ma:ne. e:ner Stadt von damals 19.000 Einwohnern. 265 Personcn wegen Trunkenheit eingelocht; im Jahre 1900 war die Zahl solcher Sünder auf 870. die Bevölkerung aber nur auf rund 22.000 gestiegen. Und so weiter. Wenn angesichts dieser Zahlen der Vorschlag, die Frage dem Volke zur WiedererwLgung vorzulegen, von den Staatsmännern Maines mit großer Mehrheit abgelehnt wurde, so heißt das nichts Anderes, als daß man die Heuchelei zum Götzen gemacht hat und entschlossen ist. ihr die größten Opfer zu bringen. Der kleine Radler. Vater (wüthend zu seiner Frau): Ich könnte vor Wuth platzen!" Der kleineKarl: Ach ja, bitte. Papa, dann kann ich gleich 'mal meinen neuen Reparaturlasten an Dir probiren!" a t a I. Du, Dem neuer Kasirer gefällt nnr nicht, er hat mir mit dem vorigen, der desraudirte, zu viel Ähnlichkeit." Ah. die ist aber nur verschwindend." Eben darum." Nicht unrichtig. Gehen Sie den Herrn dort? Der bemüht sich schon seit langem, die Scheidung von seiner Frau zu erreichen." Also auch ein Freiheitskämpfer." Kindermund. Mutter (zum unartigen Fritzchen): Wenn Kinder weinen, dann .werden sie häßlich." Fritzchcn: Das kommt bei uns Männn .aar nickt daraus an!" .

Täglicher Marktbericht. Vichmarkt. Jndianap'ls Union Viehhöfe, 2. April. Rindvieb. Auserlesene bis prima Stiere, 350 Pfd. un-

aufwärts 15.10 Gute bis mittlere Stiere 350 Pfd. und auswärts 4.L0 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 Pfd 4.00 Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere.... 4.20 Mittlere öis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd.... 4.00 Gute bis gewählte Rinder. 3.85 Mittlere bis gute Rinder. 3.40 Gewöhnliche leichte Rinder 3.00 Gute bis gewählte Kühe. . 3.75

Mittlere bis gute Kühe.. Gewöhnliche alte Kühe.. Kälber Schwere Kälber

Prima bis fancy Export Bullen 3.75 Gute bis gewählte Schläch. ter Bullen 3.40 Gewöhnliche bis guteBullen 2.7ö Gute Kühe mit Kalb $30 GewöhnlicheKühe mit Kalb $15 Schweine. Gute bis gewählte, mit! lere und schwere $5.95 Gemischte. schw.Packing 5.90 Gute bis gewählte leichte 6.00 Gewöhnliche leichte 5.90 Pigs 5.25 Roughs 5.25 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 5.25 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 4. 00 Gute bis gewählte Schafe 4.C0 Ordinäre bis gute Schafe 3.00 Stockcrs 2.75 Böcke, per 100 Pfd 2.75

3.00 1.50 6.00 3.50

5.60 5.10 5.25 4.60 4.50 4.50 3.75 3.35 4.25 3.60 2.75 7.00 5.75 4 25 3.65 3.7b $40 52k

6 10 5.95 6.05 5.975 5.90 5.75 5.75

5.00 4.50 3.75 3.50 3.50

Früchte und Gemüse. Früchte. Ananas $2.50 per Dutzend. Citronen, $3.00 für 360. Acpfel, $1.75-$4.50 per Faß. Feigen, 12jc-15c. Bananen, 1.25-1.50 per Bunch. Datteln, Persische 5c per Pfund. Kokusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. Cranberrics $2.75 per Vushel Crate Orangen, $2.75 $3.25 per Box. Erdbeeren 35c per Quart. Rhubarb 25 30c per Dutzend. Alte Gemüse. Kraut, $1.50 per 100. Zwiebeln, Spanische $2.00 per Crate; rothe Globe $1.50 per Bushel ; weiße Globe $3.50 per Faß.. Kartoffeln, $1.45 per Faß; prima Burbanks und runde weiße 50c per Bushel; zum Versandt gepackt, 5c mehr. Süßkartoffeln-Jersey $3.00 per Faß. Illinois $2.75. Celery, 40-65c per Bunch. Weiße Rüben 90c per Faß. Parsnips gewaschene 52.00 perFaß. NeueGemüse. Blumenkohl $1.50 per Dutzend Schallots per Dutzend Bunches 40c Tomatocs Cratc von 6 Körbchen $4 Radieschen per Dtzd. Bunckes 50c Salat 11c per Pfund; Kopfsalat $4.00 pcr Faß. Spinat, 40c per Dutzend Bunches. Rothe Rüben 40c per Dtz. Bunches Kehl $1.25 per Faß Oyster Plant 25c für 2 Dutzend Bunches.

Schultern, Engl. Curcd 18 bis 20 Pfund im Durchschnitt c; 16 Pfund im Durchschnitt, 8c; 10 bis 12 Nfuud 8Zc ' ' Gcpöckeltcs Schweinefleisch, Knochen, loses Fancy Pig $19.00; Klares Bean 18.00; Family 16.50; Short Clear 15.00: Rumrf 14.50. Gedörrtes Rindfleisch Schinken, reg. Sets, 12c; Außenseiten 10c; Innen, feiten 13$c; Knöchel 13c. Schmalz, in Ticrccs, 1. Qualnät 9.; 2. Qualität 9c; 3. Qualität 5ic. Würste, Geräucherte Br. wurst c; Frankfurter 7jc; Wicncrwurst 7fc; Knackwurst 7c; Bologna in Därmen 6$c, in Tuch 6ic.

Fische, Austern und Wildpret. HändlerPreise: Clams Little Recks 75c per 10i. Hummern 25c per Pfund. Shrimps $1.25 per Gallone. Austern BesteBaltimoreoderStand. ards, $1.00 per Gallone; beste Balti. trmore Selects. $1.10 per Gallone; New York Counts, $1.00 pcr Hundert; New York Culls. 70c per Hundert; Blue Points in Schalen, 75c per Hundert. Austern in Kannen New Nork Counts 35c; I. S. F. & Co. Select, 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; O. K. 18c; R. 15c. See.Fische. Knochenlose Haringe 8c: Häringe 6c; Perch 5c; Weißfisch 94c: See Forellen 9jc; Red Snappcr8jc: Kennebec Hechte 15c; Blaufische 10c Z)alibut löc; Stocksisch 8c; 5)addock 8c; Catfifch 10c; No.1 Pickerel 10c; No.2 Pickerel oder Blue Pike 6c; Black Baß 15c. . Getreide. Weizen-No. 2 rother 75jc auf den Geleisen, 75c von der Mühle ; Ro. 3 rother 714-73c; Februar 75c auf den Geleisen; Wagcnweizen 75c. Korn-Ro. 1 weiß 44c: No. 2 weik

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gemischt 38-40f c; No. 2 gelb 43c; No. 3 gelb 43c; No. 4 gelb 39 - 41c; No. 2 gemischt 42c; No. 3 gemischt 42fc; No. 4 gemisckt 38Z-40sc: an Kolben 40c. Hafcr-No. 2 weißer 30c; No. 3 weißer 29c; No. 2 gemischter 28c: No. 3 gemischter 27c Heu-altes No. 1 Timothy 12.5013.00 No. 2 Timothy 11.00-12.00. Kaffee. Folgendes sind die Indianapolis Preise : Gewöhnl. bis guter 12c-15c; prima bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packeten: Ariofa $12.25, Lion 12.25, Jersey 12.25, Caracas 11.75, Dillworth', 12.25 Dutch Java Blend 16.50, Mail Pouch 12.25, Gates Blended Java 12.25.

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llc ; Cottage Schinken 8. c ; gehäu tete Schultern 8c, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10c ; Tender. loins 18c ; Spare Ribs 6jc ; Tai! Bones 5c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Ouali tät: 20-18 Pfund 12c; 15 Pfund 12c; 12-10 Pfund 12c; Zweite Qualität 20-18 Pfund llc; 15 Pfund llc; 12 Pfund ll$c; 10 Pfund Ilse. Californische Schinken 6 bis 8 Psund 8c; 10 bis 12 Pfund 8c; 12 bis 14 Pfund. FrühM Speck Klarer English Cured 144c; gewählter Sugar Cured 14c; 6-7 Psund im Durchschnitt 13jc; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 12zc; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt lljc; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc. Speck, Enql. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 13c; 10 bis 13 Pfund im Durchschnitt, 12. Sveck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 10c; KlareSeitcn, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, 10c; Klare Seiten, 20 bis 50 Pfd., lOc; Klare Bellies,25bis30Pfd.,10ic; 18 bis 22 Pfd., lOZc; 14 bis 16 Pfd., lOZc; Klare W,",. 9n fcia Nkk 10s? Mik5?n 19.

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Groeeries. Zucker Dominoes 6.17c; Stückzucker 6.17c; pulversirter 5.77c; HH pul. verisirter 5.62c; Standard granulirter 5.57c; seiner granulirter 5.57c; CubeS 5.92c; Confectioners'A 5.42c; Ridge. Wood A 5.17c; Phöniz A 5.12c; Empire A 5.07c; Ideal Extra Golden C 4.92c; Windsor Extra C 5.72c; Ridgewood extra C 4.82c; gelber C 4.72 ; 16 gel ber 4.57. Eingemachte Früchte BlackberrieS, 3 Pfund, $1.10; Peaches Stand. 3 Pf.. $2-2.25; Seconds 3 Pfund $1.50 $1.65; Pis $1.40-1.50; AnanaS, Standard, 2 Pfund, $1.65-1.90; See onds, 3 Pfund, $1.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahama Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80c; Tomatocs, 3 Pfund, 90c-$1.00;Zucker. korn 80c $1.00; Apselbutter, per Dutzend, 3 Pfund, 90c.

Butter, Eier nnd Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, 10c 12c Eier, 11c per Dutzend. Hühner 7c; Turkeys: jungeHähne IC Psund und darüber 6c ; junge Hennen 7 Pund und darüber 7c ; alte Hennen 5jc ; alte Hähne 4$c; Culls und Krumbrüstige 4c ; Enten 6c; Ganle 5.40-6.00.

Käse. Engros Verkaufspreise, Jmportirte? Schweizerkäse 27c per Psund; einhei Mischer Schweizerkäfe 17c; Wisconsin Cream Käse 10c-12c; New York Ched dars 13c; einheimischer Limbrger 13c; Brick 14c. Kohlen. Tonne & Ton Anthracite $7.00 3.65

Rauchlose 4.50 Jackson 4 00 Pittsburg 4 00 Raymond City 4.00 Winisrcde 4.00 Kaiiawha 4.00 Luhrig 3.50 Brazil Block 3.50 Grcen County 3.00 Jndiana Lump . 3.00 Slack 2.00 Bloßbur 6.00

Lump Coke 11c per Bush. $2.75 per

25 Bushel. $1.50 per 12z Bushel.

2.40 2.15 2.15 2.15 2.16 2.16 1.90 1.90 1.66 1.66 1.15 2.65

bis 10 Pfd., 10c; Klare Rücken 6 bis 9 Zerkleinerter Co! 13.- perBu. $3.26 Psd.,.10ßc. - . - - : . 'xer 25 P. $1.7k oerasj Bu.