Indiana Tribüne, Volume 24, Number 194, Indianapolis, Marion County, 1 April 1901 — Page 7
Jndiana Tridune. 1 . April lttül.'
Or. J. L Sutcliffe, Wund.Arzt, OksHleHts-, Urin und Nectuul Krankheiten. Cffct: 155 Oft 2ki!rt Ett. Tel. 941 r:r.6t-ufcn: n;i ia rr o?.: ; b 1 4U)e
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(ijotilcjjung) ScYinö be3 ganzen mtenbl hielt sich die -tapfere Fechterin unveryleichlich. Ctt zeigte sich so frcuudlich, so natürlich ruhig, sie wußte so gut zu rnanevriren und jeden Schein des Maii'örrirens zu vcrbeigen, daß die Leicbtckläubigen nach und nach zu zweiftfc; ansingen. Und als man sich tnnnte. um zur Ruhe zu g?hen. fragten Pch die Damen: Und wmn es nicht Ivahr wäre?" Viele wolltrn den folgentn Tag abwarten und dann erst ent-
scheiden. Man mutzte Mma und lt
Baronin emandcr gegenüber sehen. Das würde gewig intrican? werden. Also morgen. Unterdessen langweilte man sich ja nicht in Astianello. Aber der folgende l!ag brachte die gewünschte Scene nicht. Milln war nicht aufgestanden, 'und das Fieber dauerte fort. Giuliano war xn 'bitterer Verlegenheit. Seine Pflichten als Hausherr nahmen ihn sehr in Anspruch und füllten einen großen Theil des Tages aus; aber er mußte doch immer wieder hinaus und seiner Ga'ttin Gesellschaft leisie, und diese Iirrzen Pausen in dem blauen Zimmer waren durchaus nicht angenehm. Und doch führte Milla keine Scene herbei; sie redete nie mit ihm. blickte ihn nie an. ''Sie war aus's Aeußerste erschöpft, empfand nur einen unsäqlichen Verdruß, hatte nur ein un widerstehlichrs Bedürfniß zu ruhen, zu vergessen. O, wenn sie ihre Mutter ge habt hätte! Wem "sie ihr armes, schweres, glühendes Huupt an die Brust ei-
ner wahren Freundin hätte legen und -
weinend lhr Unglück erzählen können!'
Sie. die so sehr der Liebe, der Sym
pathie bedürfte! 'Sie fühlte sich zum!
erstenmal n ihrem Leben todtlich ieleidigt.... Wenn 'sie Giuliano sah, empörte sich ii: ihr ' der Stolz des braven Weibes und gebot ihrer Liebe Schweigen. Sie tonnte 'nicht mit ihm sprecben ihn nicht ansehen. Die Macht des
Willens schien -eine eiserne Schranke
zwischen hnen aufgerichtet zu haben. Aber hinter dieser Schranke blutete langsam und 'schweigend das arme Francnherz. Am folgenden Tage wurde der Arzt aus dem Dorfe gerufen, ein guter, rhrlicher und nicht ungeschickter Mann. Er fand rnit seiner einfachen Erfahrung, di? Herzogin bedürfe vor Allem der Ruhe; und als er sah, daß die 'Um stände, das 'Gewimmel der Gäste fich wohl kaum der Verwirttichuna bisse Wunsches geneigt zeigen würden, ge-
dachte er mit dem Herzog offen darübe?-
zu svrcchen. Aber der Zufall wome eanders. Als er die Treppe hinunterstieg, -traf er mit einer alten Dame ?u-
samnren, die 'sich genau nach Millas.
Befinden zu erkundig? anfing und schließlich bescheiden auf die Möglichlcit nrtere'ssanter Umstände anspielte. Die yute Gräsin Nemi! Sie hiett nn Millas interessanten Umständen lest! Zu ihrer Zeit war dies das e:nz7?e, Leiden der Frauen gewesen, und 'sie wußte von keinem anderen. Sie TC2T also erstaunt und fält ärgerlich, als sie hörte, daß es sich um ein beständig andauerndes Fieber handle. O Gott....
sie surete sich so sehr vor den Fiebern.. Aber um welche Art Fieber handelte es sich' denn?.... Sie hvffie sehr, um kein entzündliches, kein ensteckendes. Jenun!" meinte der Doktor, den Ball im Flug .ergreifend, ich w:rß es nicht, ich hoffe nicht.... man taun jetzt noch nichts Bestimmtes sagen . aber ich möchte -nicht.... daß.... gewisse entfernte Anzeichen eines Typhus.... Gott behüte, jeden Augenblick wahr werden könnten." Die Gräfin D?emi machte eilig eine halbe Verbeugung und huschte davon. Der Arzt entfernte sich lächelnd, ohne Gewissensbisse über seine List. Den Landärzten lacht oft das Glück bei derartigen kühnen streichen. Am gleichen Abend erhielt die Gr'2sin einen Brief von ihrem Notar, der sie in dringendenBeschäftcn nach Hause rief. Und merkwürdig, ie GräfinGarbi hatte nicht die besten Nachrichten von ihrer Mutter. Es kündeten also zwei Damen ihre Abreise für den folgenden Tag an. Sie erkundigten sich mit der lebhaftesten Theilnahme nach Millas Zustand, aber keine bestand darauf, wie si: anfänglich so freundlich angeboten, ihr Gesellschaft zu leisten. Und nach Verfluß von zwei Tagen fand esOlga für gut. ein Telegramm von ihrem Gatten zu erhalten, der sie bat, zu ihm zu kommen, und sich entschuldigte, daß er sie. natürlich sehr verwickelter Kanzleigeschäfte halber, nicht selbst abholen konnte. Als Giuliano von diesem Telegramm hörte, gerieth er einen Augenblick in lebhaften Zorn. Da gingen nun Alle fort und ließen ihn allein bei
! der kleinen, blassen Frau, die ihm keine
Scenen machte, aber nicht aufstehen, ihn nicht ansehen wollte. Dann überkam ihn ein Gefühl der Befriedigung. Nun gut, die Sache nahm doch eine Wendung.... besser so. vielleicht hatte die Lage kritisch werden
! lönrben, und er war so sehr.... Kreole!
Olga faßte den Entschluß abzureisen zur rechten Zeit. Zweifel oder keine
Zmisel. ihr Verweilen in As'.rankllo war nicht mehr angezeigt; die anderen Damen bildeten einen furchtbaren Äreopag. Die Sympathie für Milla war zurückgelehrt, freilich nicht über die Maßen, aber doch lebhzft ge.ug und gestärkt durch den Neid, welchen Olga doch mit der Zeit in einem weiblichen Kreise wecken mußte. Vom Neid zur Kritik ist ein kurzer Schritt, und die Russin wußte sehr wohl, was ihr nützen oder schaden konnte. Sie batte bis
jetzt verstanden, immer so zu thun, daß man ibr viel nachsah, und daß durch
seine ihrer verschiedenen Herzensange
legenheiten die beneidenswerthe Stelle
grfährdet riurde, die sie in der Gesell-
fchaft elmiahm. Sie war dann ver-
blieben gleichviel wie fogar trotz
ihres langen Abenteuer? mit Giulmno aber sie wußte sehr wohl, wie lange
man ungestraft Sand rn die Augen streuen darf. Sie erfand also einen sehr glücklichen Vorwand ?ur Abreise; der
ehrenvolle Ruckzug war mehr als gesichert. Aber im Grunde war si: ärgerlich. nd im letzten Augenblick noch hatte ein Zweifel sie beunruhigt. Viel-
leicht war MillasKrankheit ei.'.eKriezs-
lift.... die Herzorm wurde sie auf diese Weise los und .damit von ihren Be
fürchtungen fi... Und unter dem Ein-
druck dieses Verdachtes biß sie sich einen Augenblick auf ihre schönen Livren. 'AnGiuliano lag ihr durchaus nichts; doch wukte sie bei ihm so gut zu heucheln, daß Zn seiner Seele der kaum und mühsam erwachte Gewissensbiß plötzlich verstummte, um einer Art fei
-gen Aergers Platz zu machen! Olga be-
merkte dies, und wahrend sie m den
Magen stiegder sie zum Bahnhof brin-
gen sollte, roarf sie einen raschen, aber eigenthümlickn Blick nach dem ge-
'schlossenen Fenster von Millas Zimmer
hinauf. Sie ließ die herzlichsten, zartlichsten Griifa sü? sie zurück und sprach die sichere Hoffnung aus, sie bald vollkommen gesund und frisch wie eine Rose wieder zu sehen. Inzwischen war sie selbst wunderschön, üppig, unwiderschlich in der kräftigen Fülle ihre: Formen. 'Sie war im Reisekleid ungemein verführeriscki. Ihr Pelzwerk macht: sie nicht plump wie die meisten Damen; es scbien sich an sie zu schmieaen. wie der Mantel einer Königin des
Waldes.
Und Giuliano blieb allein mit !'cci
'Kranken.
.Die Krankheit war jedrch nicht 'schwer. Von Tyrhus keine Spur. Das Fieber nahm nicht zu und kam nur
'hier und da wieder. Milla war auf-
gestanden, um die alte Dame, die Freundin ihrer Schwiegermutter, zu grüßen und sie zu versichern, daß es ihr jetzt wieder ganz ordentlich gehe. Aber nach der Abreise der letzten Gäste war es wieder etwas schlimmer mit ihr geworden. Sie verließ das Zimmer nicht mehr, aß wenig oder nichts und nxinte im Stillen alle Augenblicke. Mit Giuliano wechselt: sie nur selten ein gleichgiltiges Wort. Ihre Kraft: waren erschöpft, aber sie leistete Widerstand, und in diesem von Niemand bemerkten Kampfe verzehrte sich ihre Energie. Sie war von jener stets, zunehmenden Schwäche befallen, zuroclcher weibliche Temperamente eine -ver-hängnißvolle Neigung besitzen. 'Diese merkwürdige Art Krankheit ist nicht -tödtlich an und für sich und ist sehr gut zu heilen, jedoch nur, wenn der Kranke den festen guten Willen dazu hat. Wenn nicht, fo stirbt er und bcgeht unschuldigerweise einen unfinni:g?n und grausamen Selbstmord. .So vergingen zwei Wochen. Giulliano fing an, sich ernste Gedanken zu -machen, und der Arzt desDorfes wußte nickt mehr, was er sagen sollte. Eines Tages rückte er mit dem Vorschlage heraus, man möge noch einen Arzt rufcn.... um eine Meinung mehr zu haJbem Ah!" sagte Giuliano. Er erschrak. Und sollte die arme Milla wirklich so krank sein, weil sie 'as unglückliche Gespräch gehört hatte! Wie dumm war er doch gewesen! Zud?m hatte Olga ihn gehörig zum Besten gehabt.... während Milla, das gute Wesen, ihn vergötterte! O gewiß, ein tüchtiger, ein berühmter Arzt mußte herbei. Und der berühmte Arzt, von Giuliano telegraphisch herbeigerufen, traf wenige Tage nachher inÄstianello ein. Im Grunde genommen sagte er nicht viel. Er sprach von Nerven, von großer Eefühlserregtheit, von Blutarmuth, Schwache. Und während er diese Bemerkungen machte, Millas weiße, abgemagerte Hand hielt und den Puls befühlte, betrachtete er aufmerksam bald Giuliano, beld das starre Antlitz der Herzogin. Schließlich erklärte er,, es sei nichts Gefährliches; er verordnete Eisenmittel, hob die Nothwendigkeit eines seh? ruhigen Lebens hervor und rieth, den Winter im Süden zuzubringen. Dann ging er fort, im Herzen überzeugt, daß diese Frau schwer litt, ohne sich einen erleichternden Erguß zu gönnen. Der berühmte Doktor war nicht nur berühmt, er war alt, e? kannte dieFrauen und das Leben gleich gut. Bei seinem Weggange wurde ihm eine Ueberraschung zu Theil. Als tx zur E:sen5ahnstütl0i'. kam, fand er dort einen braunen, sehr magern jungen Mann mit sehr dunklen, lebhaften Augen," der auf ihn. warte. sich als einen Angestellten des Gutes Astianello zu erkennen gab und ihn einfach, aber ziemlich kategorisch fragte, ob dieHerzogm sehr, sehr krank wäre. Der Arzt verweigerte die Antwort
nicht, ab aber dem jungen Mann nur eine jener kurzen Antworten, die cr als genügend erachtete, um die Neu gicrde oder die Anhänglichkeit eincs Dienstboten an die Herrschaft zu besricdigcn. Aber Drollino gab sich nicht zufrie den. Könnte sie sterben?" fragte er r.ui äußerster Ruh:. Die medicinische Berühmtheit zuckte ungedulidg die Achseln. Mein Lieber, was fragt Ihr? Warum sollte sie sterben? Sie hat eine gute Natur und ist jung. Sie bedarf der Rüde und hat nöthia, daß man sie in Frieden läßt, das ist'alles." a." sagte Drollino.... Aber wenn indessen Er verstummte mit einem sonderba-
ren und tiefbclümmerten Ausdruck. Ob es nicht noch anhängliche Dienstboten gibt?" sagte der berühmte Arzt zu sich selbst, während er in einen schön: Wagen erster Klasse stieg. Seht nnmal," brrmmte die alte Tvnia im Ankleidezimmer, das ist das dritte Mal, daß er heute kommt, mit der Entschuldigung, sich nach dem Befinden der Frau Herzogin zu erkundixen.'" Ei, ei!" antwortete Theresa, die zweite Kammerfrau, er hat so ganz Unrecht nicht; Earolina ist gar nicht übel. Und er hat jetzt einen schönen
'Lohn, und Beide gehören zum Gute. Es .wäre eine gute Partie." Earolina trat unversehens ein. Was gibt's?" fragte sie ärgerlich, als sie errieth, daß ihre Ankunft ein Eesvräch abgeschnitten hatte. Nichts, nichts. Wir sprachen nur von Drollino...." Merkwürdig!" erwiderte das Mädchcn. Natürlich um Böses über ihn z:'. sagen! Alle haben es auf den armen Burschen abgesehen. Ich aber behaupte, daß..." Ja, ja! Man weiß, man weiß " Mas weiß man?... Es ist nichts wahr, mir liegt ja gar nichts an ihm. aber er mißfällt mir nicht, weil er ein guter Junge und der Herrin zuoethan ist." Das glaube ich," siel Theresa ein; die ganze Familie ist mit Wohlthaten überhäuft worden zu Lebzeiten des al ten Herrn." Schon gut, schon gut. Und sind die Anderen vielleicht nicht auch mit Wohlthaten überhäuft worden?... Und doch, seht, denken sie einmal daran, nachzufragen, ob die Herrin lebendig oder todt fei?" Potztausend!" flüsterte Tonin, sie haben vielleicht nicht die gleichen Grün-
de, m die Garderobe zu kommen, die Drollino haben mag." Earolina erröthete und versuchte zu schmollen. Nein, nein, ich versichere Euch, er kommt ganz gewiß nur, um zu vernehmen...." Aber sie sagte eö leise mit einem schelmischen, etwas heuchlerischen Lächeln. Es ist nicht wahr, daß er schlimm ist," fuhr sie fort; er hat vielmehr die besten Manieren. Er kommt sachte herauf, um kein Geräusch zu machen, und hört aufmerksam auf das, was ich ihm sage." Und sie sagte ihm vieles, das gute Mädchen.... Sie entschädigte sich bei ihm für die langen, stillen Stunden, die sie im Zimmer der Herzogin zubringen mußte. Sie erzählte ihm ausführlich, wie die Herrin jeden Tag blässer und magere? wurde, und wie sie dieselbe immer undcweglich mit geschlossenen Augen und immer wieder mit großen Thränen auf den Wangen fand. Nein, nein, der Earolina konnte man nichts weiß machen, und dieAerzte mochten lateinische Namen sagen, so viel sie wollten, daZ Uebel der Herrin war nur Leidenschaft, das war es, und Eifersucht und das Leid, welches der Herzog ihr zugefügt hatte wegen der cicken Heze, der Russin, die immer lachte. Drollino hörte diesen Ergüssen Ealolinas aufmerksam zu, ohne etwas zu lagen, ohne zu merken.daß das hübsche, crtige Kammermädchen vielleicht auch rwch gern von etwas anderem gespror chen hätte. Er hatte in diesenATagen sehr wenig zu thun, und deshalb schlug er die Zeit mit langen, ermüdenden Ritten todt, von welchen Mia sehr oft gan schaumbedeckt heimkehrt:. Manchmal traf Drollino im Hause oder in der Allee den Herzog an. Giuliano bemerkte die Gegenwart des jun? gen Burschen nicht immer, aber Drollino gewahrte jedesmal mit einer Art Ahnungsvermögen das Nahen . des Herzog's, und wenn er Zeit hatte, wich er der Begegnung aus. Er fühlte, wie bei seinem Anblicke das Blut in ihm wallte, und es kam wie wahnsinnige Lust über ihn, diesem Manne mitStolz und Empörung gegenüberzutreten. Ein wilder Fluch drängte sich ihm auf die Lippen. Aber dann kam ihm die Herzogin in den Sinn, welche das Fluchen nicht leiden konnte, und er wagte nicht, ihn auszusprechen Und doch, wie gerne hätte er dem Herzog die Verwünschungen in's Gesicht geschleudert! Er thaßte ihn aus Herzensgrund.... ohne irgend welche Scrupel. Er tvai nicht überzeugt, daß er in seinem Dienste stand. Seine Herrin war Milla. Und nun sollte Milla... vielleicht sterben um dieses Menschen willen! Ein andermal, als Drollino in den Stall kam, traf er den Herzog darin, wie er langsam und gesenkten Hauptes durch den Gana lcknitt. Er lab ihm
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Dome cf Swamp-Root
mit einem grimmigen lölide nach, und ein unbestimmter, aber furchtbarer Ge danke zuckte ihm durch den Kopf. Und um sich vor diesem Gedanken zu retten, beschwor er aus der Ver gangenheit einen andern, nie vollständig aufgegebenen herauf, einen Gedanken, der ihn von Kind auf bewegt hatte, denjenigen, mit Mia zu fliehen, weit, weit fort. So würde er nichts wissen, nichts sehen...., gesetzt den Fall, bvl Er verließ den Stall und ging seiner alten Wohnuna au. Es war ein ZleinesBauernhaus, das n ein großes Heumagazin angebaut war und vor dem sich die große Ebene ausdehnte. Ein alter Weidhüter mit seiner Familie wohnte darin. Drollinos Wbhnung bestand aus einen Kaum im Erdgeschoß, der früher als Küche gedient hatte; er hatte sein Bett, zwei Stühle und eine alte Truhe dort, in letzterer bewahrte er die wenigen von seinem Vater geerbten Kleider, seine eigenen, ausgenommen die zur Livree gehörenden, und etwas alten Kram bunt durcheinander auf. Er war schon ine Zeitlang nicht mehr dagewesen. Die Hausfrau hatte seine Abwesenheit benutzt, um in einer Ecke des Raumes
die letzte Kartoffelernte aufzuhäufen;.
große Spinngewebe hingen zwischen den Balken der Decke, und das einzige kleine Fenster hatte zerbrochene Schei ben. Er öffnete dieTruhe und fing an. in den alten Meidern herumzuwühlen. Plötzlich hielt er inne. Es war ihm ein kalter, schwerer Gegenstand in dieFinger gekommen. Mit einer lebhaften Ge berde zog er ihn hervor. Es war eine alte, zweiläufige Pistole, und er erkannte sie sofort als die Waffe, welche sein Vater als Wächter immer benutzt hatte. Er untersuchte sie lange, sie war noch in ordentlichem Zustande; und als er weiter suchte, fand er in einemWinkel der Truhe sogar noch Munition. Drollino dchte nicht daran, dieKlei-
der wieder zu ordnen. Starr, wir mag-.
netisirt, blickte er auf die alte, etwaS. vom Roste angefressene Waffe. , Langsam fing er sie an zu putzen, brachte sie in Ordnung und lud sie mit
dem Gedanken: Sie wird mir auf der
Reise dienen. Aber als er sie sauber und glänzend, zum Gebrauche bereit, mit nachgiebigem Drücker vor sich sah, hielt er nochmals inne. Sein Gesicht glühte, die Schläfen hämmerten, und er spannte .den Hahn
und setzte ihn vorsichtig mit eine? fast!
krampfhaften Geberde wieder m Ruhe,'
wie in einem furchtbaren inneren'
Kampfe. Endlich zuckte eS blitzartig über das verstörte Gesicht, und ein Gedanke schien zu siegen. Drollino verbarg die Pistole in der inneren Tasche der Jacke, welche er eben trug, dann warf er die Kleider alle wirr durcheinander wieder in daS Innere der Lade. Zu Hause angekommen, erkundigte er sich nach der Herzogin. Das Fieber hatte zugenommen. . Am folgenden Tage fiel der erste Schnee und hüllte die prächtige Villa in tiefes, winterliches Schweigen. Im Hause herrschte eine schwermüthige Stille. Man sah den Herzog selten, und Milla war seit mehreren Tagen nicht mehr aufgestanden. Die so plötzlich eingetretene Kälte war ihr schlecht bekommen. Sie fühlte sich zwar nicht sehr leidend; in der tiefen, trauervollen Ruhe, in welche sie sich versenkt hatte, kam es ihr fogar vor, als werde sie gewiegt von einer sie langsam einschläfernden, vorrückenden Erschlaffung. Und wenn dieselbe schließlich auch das Ende bringen sollte,.... je nun.... desto besser! Das war kein Leben rnehr.... Sich demüthigen, sie?.... So beleidigt vergessen? O nein.... eher sterben, sterben!.... (Fortsetzung folgt.)
eimsuchers
(lusflüge.
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Alabama, Arizona, Arkansas, Vritiscd (So
umbia, Colorado, Florida, Georzia. dako.
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