Indiana Tribüne, Volume 24, Number 194, Indianapolis, Marion County, 1 April 1901 — Page 1
f a
a?e- und f2 ?k Sonntwiasblatt 8 .
f 1 - r Wnrfi
-JL VV 9 V L
I
H
CflTy m Lv
n AsCi
'
LK'
tß
r o ri
( U T ilj
i.V v VV1
00 '
V 1'W
A
5
D2MM
Tage- und g
S SorniiagsMatt lOc cr Woche. $ SSSV?S5LSLS
V3rsrtjett cc Imt) mttttap unü kotxt Kttcre,,.
Jahrgang 24.
JnSianapoliS, Ind.. Aoittag. den 1. April 1901.
S!o. 194
Eine Sensation.
II
n
v V
V,
r
l
Y
t k '
y
M
.
X .
3:i Jlifliiift lücrilm groizarlige Sicöcrei'eu nilörrtll.
Orftitr! itnS T 4-it
IIIV WVVl)frllM haben das Ktommissa-riats-DePartement bestohlen.
Fcucr aus dem Vcr. Staaten Kauournlioot Petrcl". Lieutenant Kommander Zlopcr Inlhi daöci fein Leben ein. 0 -2 Weiland'sche Attentat aus Kaizcr Wilhelm.
V)!rd daö Reichsgericht beschäftig gen.
Der efreil in Marseille hat große ttrdelstände im Gefolge.
sin ttcjjsrafct werden an einem Tage 17 ui'illc von Bculenpcst gemeldet. 3a$2:i ist angeblich bei Rußland direkt vorstellig geworden.
Groartiae Betrügereien. Manila. 1. April. Das Jnteri:jfe an Agirinalbos Gefangennahm: loirb in den Hintergrund gedrängt durch sensationelle Enthüllungen über Betrügereien im Kommissariats-De-partement. In welchem Umfange dieselben begangen wurden, entzieht sich bis jetz: der Beurtheilung, aber man hat schon genug ermittelt, um dieselhtn aU großartige Defraudationen zu erkennen. Kapitän Frederick I. Barrows vom 13. Freiwilligen Infanterie-Reaiment, welcher als Quartiermeister für das südliche Luzon fungirti, ferner sieben Kommissariats - Sergeanten, mehrere Cioil-Clerks. ein bedeutender Liefelant. der Hilfs-Geschäftsführe? des .Hotels Orlando, die Besitzer der drei größten Bäckereien in Manila, eine Anzahl Lagerhaus-Berwzlter und ander? Personen sind verhaftet-worden. Die Untersuchung hat nur ganz oberflächlich begonnen, aber schon sind Tausende von Säcken Mehl, große Quantitäten Speckseiten und Wagenladungen anderer Provisionen, welche oie Regierungsstempel tragen, im B:sin unberechtigter Personen gefunden worden. Es heißt, daß der verhaftete Lieferant, welcher der Regierung monatlich Waaren im Werthe von ca. 5100.000 lieferte, große Summen zur Bewirthung etc. von Offizieren ausgeeben hat. Ein bekannter Offizier des Kommissariats soll ein skandalöses Luderleben geführt haben. Es wird ferner versichert, daß große Quantitäten Waaren beim Transport verschwanden oder gestohlen wurden und daß ein Manko in den Beständen des Kommissariats konstatirt wurde. Neue Enthüllungen tauchen alle Tage aus. Ungesetzliche Transaktionen sind bis zum Juni 1900 zurück verfolgt worden und wahrscheinlich gehen dieselben noch weiter zurück. Der riesige Zoll auf Provisionen .-nacht den Verkauf der KommissariatsBorräthe zu einem äußerst profitablen (Geschäft. Andere Offiziere mögen noch verhaftet werden. Leutnant Philip K. Sweet vom 46. Freiwilligen-Regiment führt die UnVersuchung unter Oberaufsicht des Po lizeichefs Oberst Wilder. Kirchen er '2 Meldungen. London. 1. April. Das Kriegs, smt hat von Lord Kitchener die Nachricht erhalten, daß 72 Boercn in der Orange River Kolonie gefangen genommen wurden und General French 151 Gefangene machte, während sich 93 Boeren ergaben. Auch meldet Lord Kitchener verschiedene Zug-Entgleifun-gen. die von den Boeren verursacht .wurden. Aufruhr in Spanien. Barcelona. 1. April. 20.000 Personen betheiligten sich heute an einer anti-klerikalen Demonstration in der Stierkampf-Arena. Eine wüthende Menge dewarf das Jesuiten-Kollegium mit Steinen. Die Polizei griff schließlich die Menge an und trieb sie auseinander, wobei mehrere Personen verletzt wurden. Böse Folgen des Streiks in Marseille. Paris. 1. April. Die Oppost-tions-Zeitungen behaupten, daß die Krankheit des Premierministers Wal dcck-Rousseau ein diölomatischer Kniff
ist.- er Premier wolle tertneittn den Präsidenten Loubet am 10. April nack Toulon begleiten zu müssen. Vlan behauptet. Waldeck-Rousseau befürchte eine Demonstration in Folge der Weigzrung der Regierung, bei dem Streik in Marseille die Streiker zu unterstützen. Inzwischen bleib! die Lage un verändert, obwohl der Premier am Sonntag eine Konferenz mit den Ar beitaebern hatte. Diese weiqerri sich rundweg, ü'oer die Frage der lirnsuu rung deö achtstünl igen Arbeitstages, worauf die Streiter da? 'größte Gewicht legen, zu diskutiren. Obwohl sehr viele Leute an den Docks beschäftigt sind, verfault doch eine sehr große Menge von Waaren. Im Ganzen harren 21 Dampfer der Ausladung. Der Streik hat dem Handel und der Industrie Marseille's enormen Schaden gethan. Berechnungen zufolge beläuft" sich derselbe auf 25 Millionen Francs, während die Arbeiter 2 Mitlionen Francs an Löhnen verloren ha den. Die Stimmung der Arbeiter gegen die Arbeitgeber ist sehr bitter. Sie hiben durch Delegaten den Finanz-Min' ster davon in Kenntniß gesetzt, daß die Zollbeamten viele Waaren durchgehen lassen, ohne den nöthigen Zoll zu erheben. Der Handel in Marseille ist zur Zeit fast ganz eingestellt. Der Preis für Zucker, Kaffee, Mehl und andere nothwendige Artikel ist um das Doppelte gestiegen. Viele Fabriken haben schließen müssen. Alles dies, sowie der durch Ueberschwemmungen. Hagelwetter und Stürme, verursachte Schaden haben das Volk in eine böse Lage gebracht und die Kaufleute beabsichtigen, die Regierung zu ersuchen, ihnen die Steuern für die ersten drei Monate dieses Jahres zu erlassen. Marseille, 1. April. In einer von 3000 Kohlenschleppern und Dockarbeitern besuchten Versammlung wurde beschlossen, den Streik fortzusetzen, bis der achtstündige Arbeitstag bewilligt ist. Ferner haben sich 400 DockVorleute, welche bisher die Arbeit nicht niedergelegt hatten, den Streikcrn angeschlossen. Britische Deserteure.. A c c r a . Goldküste. 1. April. Dreihundert Mann des British West Africa Regiments, die in Kumassi desertirten. marschirten bewaffnet nach Cape Eoast Castle. wo alle Geschäfte suspendirt sind, weil man fürchtet, die Deserteure würden die Stadt plündern. Von Accra sind 120 Mann abgesandt worden, um die Revolte zu unterdrücken. Eine Rede des Kaisers Wilhelm. Berlin, 1. April. Hiesige Zeitungen veröffentlichen eine Rede, die Kaiser Wilhelm am 29. Mai v. I. bei einem Diner, welches einer Parade der Garde-Regimenter folgte, gehalten haben soll. Er nahm Bezug auf eine Parade. die der damals sehr kranke Kaiser Friedrich am 29. Mai 1883 abnahm und fuhr dann fort: Damals war die Stellung, die ich in Bezug auf die Armee einnehmen sollte, noch in der Zukunft verborgen. Heute ist darüber kein Zweifel mehr zulässig. Ich darf sagen, daß ich. seit der Oberbefehl in meiner Hand gelegen hat. die Armee so einexerziert und gedrillt habe, daß sie eine Probe aushalten kann." Seine Majestät sagte dann, daß er auf das Ersuchen der Feldmarschälle Prinz Albrecht und Graf von Blumenthal die Frage in Erwägung gezogen habe, ob er selbst den Rang eines Feldmarschalls einnehmen solle. Preußischer Tradition gemäß." fuhr der Kaiser fort, berechtigt nur der Sieg in einer Schlacht oder die Einnahme einer Festung erster Klasse zu dieser Ehre. Dies habe ich nicht vollbracht, aber ich kann sagen, dak ich seit 12 Jahren mit aller mir zu Gebote stehenden Kraft mich der Armee gewidmet habe und ich glaube, ich' habe sie auf dem Niveau der Vergangenheit erhalten. In einigen Jahren hoffe ich. auch zur See stark genug zu sein, um demNamen Deutschlands in der ganzen Welt Achtung zu verschaffen. Diese neue Offenpv-Flanke. die ich durch eine mächtige Flotte an die Armee anbaue, wird Deutschland in die Lage bringen, jeder Gefahr, ganz einerlei, was für eine Kombination gegen es gebildet werden mag. Trotz zu bieten." Streikende Bergleute.' Monceau - Les - Mines. Frankreich. 1. April. 5000 streikende Grubenarbeiter hielten am Sonntag eine Versammlung ab und beschlossen, weiter zu streiken bis zum Zusammentritt des Nationalen BergarbeiterKongresses in Lens, welcher am 10. April tagen wird. Der Suez-Kanal blockirt. Vort Said.. 1. Avril. Der
u'ZMnal ii: auZttivlilNich durch einen Bagger gesperrt und der Dampfer Oofir" mit dem Herzog und der Herzogin von Cornwall und Izr! an Bord mußt? drei Stunden vor Suez .seine Fahrt unterbrechen. - Weitere Unruhen. ' St. Petersburgs Freitag. 29. März. Aus Kiew wird, gemeldet, dad dort das Militär bedeutende Unruhen unterdrückt hat. Von den bei den kürzlich b':er stattgefundenen Studentenkrawallen 1 v:rhafteten Studenten sind 63 auf freien Fuß gesetzt worden. Der Kultusminister hat einen Plan in Erwägung, der bezweckt. Jeden, bei sich zur Immatrikulation meldet, sofort zu einem Examen zuzulaffen. welches ihm ein UnioersitätS-DipIom sichert. Man will dadurch die Zade: wirklich Studircnden verringern. London. 1. April. Dem Da: Telegraph" wird aus St. Petersburg aemeldet. dast ein aus 72 Mitgliede?., bestehendes Revolutions - Komnnite: nach verzweifelter Gegenwehr arretirt worden ist und zwei Pressen, die zum Drucken revolutionärer Schriften dienten, beschlagnahmt wurden. Im Ganzen sind bis jetzt 3000 Verhaftungen, vorgenommen worden. Es verlautet, daß einige der Minister StahlKüraffe tragen. Ein neues Mittel. ' . London. 1. April. Der Amfo? damer Korrespondent der .Dailo Mail" meldet: ..Dr. Leyds und seine Kollegen haben Herrn, Chamberlain auf privatem Wege mitgetheilt, daß eine mächtige Kombination europäischer und amerikanischer Kaufleute beabsichtigt. englische Waaren systematisch zu boycotten. bis den Boeren Unabhängigkeit bewilligt ist." Die Beulenpest. K a p st a d t . 1. April. ' Siebzehn Fälle von Beulenpest wurden SonntctZ amtlich gemeldet. Von den Patienten sind vier Europäer und 13 Farbige. Aguinaldo gefällt's. Manila. 1. April. . Aguinalo? wird nicht müde, seiner Genugthuung über die Behandlung, die ibm zu theil wird, Ausdruck zu geben. Ich bin ein Gefangener." sagte er Sonntag, aber ich werde wie ein Gast behandelt." Englische Fabrikanten schlafen. London. 1. April. Der Korrespondent der Daily Mail" in Kapstad: weist darauf hin, daß die Kapregierung sich letztes Jahr an die Ver. Staaten und Deutschland um Lokomotiven wenden mußte und sagt dann: Britische Fabrikanten müssen aufwachen, da weitere große Aufträge für Stahlschienen binnen Kurzem vergeben werden." Rußland und Japan. . London. 1. April. Es ist guter Grund , zu der Annahme vorhanden, daß daö Abkommen zwischen Rußland und China betreffs der Mandschurei im April ratifizirt werden wird." meldet der St. Petersburger Korrespondent der Daily Mail". Aus Jokohama wird derselben Zeitung gemeldet, daß Interviews mit bedeutenden japanischen Staatsmännern alle dahin gehen, daß Japan nicht zu-
geben kann, daß Rußland freie Hand
Den Lcldcntod
Starb der Sientenant Nomman ' . öcr Zesse ZIl. Zloxcr von ; öer petrel".
Hin 22 Kameraden zu retten, gab er sein Lebcn dahiu.
Veneral Zihhngli See über Die . Zukunft Cnbn'5. . . . Fal Selbstregierung fehlschlagt, ' tverden die Ver. Staaten ein Protektorat ausübe. '
Lei'S Rede
bei einem Omaha.
Aaulctt in
Col. John S. Mosby'S Prophczeiungen sürden Eüdcn. K '. . - Seiner Ansicht nach wird der Eüoen i dem Norden den Naug ablausen.
Die Höchofcn-Arbciter im Mahouing . . Thale erringen einen Sieg. m Ein kaum fertiges Hotel bei Joukers, N. I., abgebrannt. "Starb den Heldentod. Washington. D. C.. 1. April. Das Marine - Departement ' erhielt Sonntag von Admiral. Remy, der das llfiatische Geschwader kommandirt, eine Depesche des Inhalts, daß in der Segelkoje des Kanonenboots Petrel" ein Jeuer ausgebrochen sei und der Leutr.cnt donrmander Jessc M. Roper bei dem Versuche, Leute zu retten, umgekjmmen sei. Die Depesche lautet wie ftlgt: a v i t c,'3i; März. Feuer in d'kr'Segelkoje der Petrel". um 7 Uhr Morgens entdeckt. Roper ging, nachöem et schon einmal unten gewesen war, noch einmal gegen den Rath Aller hin aö. Versuchte die Leute unten zu :et !in. Er erstickte. Itarb um 7 Uhr 4Z Minuten. 'Zweiundzwanzig andere Of fytere und Mannschaften .schwer. t:iwmmerT, alle aber auf dem Wege der Besserung. Feuer aus. Schaden unbedrutend. Werde Roper's Leiche mit de? uffalo". schicken. ' i ." . : . r e my." : Das Departement sandte sofort ein Telegramm an den Schwager Roper's. Ihn H. F. Fay. Nö. 73 Monmouth Straße. Longwood, Mass.. mit der Bitte, Frau Roper in . Kenntniß zu setzc. Außerdem wurde das folgende Beileids - Telegramm abgesandt: Mit piescr traurigen, Nachricht übermittelt has Departement Frau Roper tiefge fühlte Sympathie an dem großen Verluste. den sie erlitten hat und die höchste Anerkennung der Tapferkeit undSelbst, aufopferung, mit der Leutnant Commander Roper sein Leben für seine Ka meraden hingab. Er starb den Heldentod." Der verunglückte Offizier war . in Missouri aeboren und trat am 25. Juni
'1863 in die Marine ein. Den Ranz.
den. er bei seinem Tode bekleidete, er-
'fcl.U m 9 ffDn 1QQ imS m 1K
in der Mandschurei erhält. Dieses sei !ul V V a u s; ot;r. wJ c r. sjm - November desselben Jahres erhielt.
das Kommando über die Petrel . d:e vorher unter Leutnant Commänder E. P. Wood di Schlacht bei Manila'mit-
die schwerste Krise, die Japan seit dem
Kriege mit China durchzumachen hat. Vereitelter Einfall. K o n st a n t i n o p e l. 31. März. Aus Salonichi wird gemeldet, daß am 27. März eine Bande, aus 60 Bulza-, ren bestehend, einen Einfall in Macedonien machen wollte, bei Djümabala , aber von den türkischen Truppen geschlagen wurde. Zehn Bulgaren sollen j getödtet worden sein, während die übrigen flohen. Zwischen dem Scheik von Koweyt und Ben Rashid, der sich König von Arabiens nennt, sind neue Kämpfe vorgekommen. Ein starkes' Erdbeben wurde Sonn' tag verspürt. ' . ; ; Jcipan wird vorstellig..- ! L o n d o n. 1. April. Eine Depesche an die Times" aus Tokio, vom' Samstag daiirt. sagt. ' Japan sei in St. Petersburg betreffs der mandschurischen Konvention vorstellig geworden,! doch sei das Resultat noch nicht bekannt. . Im Volke sei die Stimmung gegen Rußland sehr stark. ' Das Kabinet halte noch zurück, werde aber dem Volkswillen nachgeben müssen. ' Im Sande verlaufen. Berlin. 1. April. Die Konfe- . . ... f i. , .
renzen. njcimc u:er zwumen oem stau
qemacht hatte)
Die Buffalo". welche zum TruppenTransport benutzt wird, wird durch das mittelländische Meer fahren. Fitzhugh Lee über Cuba. Omaha. Neb.. 1. April. Gelegentlich eines ihm zuEhren vomOmaha Klub veranstalteten Banketts hat Sonntag General Fitzhugh Lee zum ersten Mal seit seinem Austritt aus der Armee seiner Ansicht über die Zukunft Cuba's Ausdruck gegeben. Nachdem er seiner Thätigkeit als Generalkonsul und seiner Dienste in der Armee Erwähaung gethan, sagte er: " . Mehr denn je müssen die Bürger de? Ver. Staaten Patriotismus in des Wortes höchster Bedeutung üben. Das Staatsschiff ist nach Welttheilen gese gelt, von denen man bis vor Kurzem keine.Ahnnng hatte, daß sie auf.seinem Kurse lägen. Die Philippinen gehören uns durch Vertrag und ihre Zukunft sollte, soweit die Ver. Staaten in Betracht kommen, vom Kongreß bestimmt werden, nachdem der Widerstand gegen die Autorität der Ver. Staaten aufgehört hat. aber nicht vorher. Die alän-
U ' " I- 1 wvv..-. , , . , "
ser Wilhelm, dem Grasen Bülow und 3, aat "jt ein helles dem Statthalter von Elsaß-Loibrin Licht auf den rledenpsad.
' I X IU.a ftVAw Mk . XI sTT
gen. dem Prinzen von. HoyentoyeLangendurg. bezüglich der AnnullirunZ des Dittatur-Varagraphen und anderer Gesetzesabschnitte stattgefunden ha'ben, haben zu keinem Resultat geführt
Weitere Depeschen 'auf Seite 3.
Porto Rico haben wir durch Erobe-
rung gewonnen, während der Status Cuba's durch die Teller - Resolution festgesetzt wurde, welche Spanien den Krieg erklärte und in der die Ver. Staaten durchaus keinen Anspruch erheben auf die Absicht. Souveränität, Jurisdiktion -oder Kontrolle über die
ei ,uoa auszuuoen, ausgenommen, sie zu pazifiziren und wenn das geschehen, dann sollte die Insel ihrer eigenen Bevölkerung überlassen bleiben. Jene feierliche Erklärung ist für unsere Rezierung bindend und wird und sollte, meiner Ansicht, stritt zur Ausführung gebracht werden. Das geflossene Blut, die großen AusDas geflossene Blut, die großen Ausgaben, die. a-ographische Lage der Insel, die großen Interessen, welche Amerikaner. Spanier, Englander. Deutsche. Franzosen und die Cubaner selbst dort haben, verlangen, daß die Insel vollständig pazifizirt wird. Das Versprechen der Ver. Staaten besagt nicht, daß die Kontrolle über die Insel eher aufhören soll, als bis man überzeugt ist, daß die Cubaner sich un. ter einander nicht mehr bekämpfen. Der Krieg wurde' begonnen, um die Spanier zu zwingen, die Insel aufzugeben. Das ist erreicht und jetzt bleib! nur noch übrig, der Insel im Interesse Aller einen vollen und ganzen Frieden zu geben. Wenn die Arbeiten der Konstituante vollendet sind, sollte die Organisiruno einer Regierung folgen und wenn daZ geschehen ist. werde die Jurisdiktion und die Kontrolle jedenfalls den Cubanern übertragen werden. Viele Cubaner. die Ackerbau treiben, wissen garnicht, daß Delegaten aus dem ganzen Lande in Konvention versammelt sind und es ist schwer, sie zum Stimmen zu bewegen, aber die srühe.-en Soldaten werden schon von sich hören lassen, wen? die Zeit kommt, Regierungsämter zu besetzen. Cuba's Zukunft wird durch cubani. sche Staatsmänner bestimmt werden Sollte es sich herausstellen, do die Cw baner im Stande sind, eine Regierunc zu schaffen, die allen Bewohnern genehm ist und die Prosrerität auf dci Insel schafft, dann ist's gut. ist di, selbstgeschaffene Regierung aber eir Fehlschlag. dann wird die große amerikaniscbe Republik für immer die ZuZunft Cuba's bestimmen." Des Südens Zukunft. New York. 1. April. In de, nächsten Ausgabe, von Leslie's Weekly" wird ein Artikel erscheinen, der dci Feder ' des , Col.-John' S. Mosby. de: bekannten Konföderirlen,' entstammt Der Verfasser sagt darin u. A.: De: wirkliche Süden wird jetzt erst geboren Das Wachsthum dieses Kindes der Na tion mag langsam vor sich gehen abci am End? wird der "Süden bei Weiten reicher und mächtiger sein, als der Nor den. In der Zukunft wird der Südek der dominirende Theil des Lande; sein. Ohne den Sezessionskrieg hätt, der Süden nie auf die Zukunft hoffer können.' die ihm jetzt sicher ist. Du Sklaverei war ein Alp, der die natürliche Energie nicht aufkommen ließ Durch die Abschaffung dieses Uebcli kam der Krieg jedem Staate südlich vor der Mason und Dixie-Linie zu Gute Die Neger produziren als freie Männer mehr wie sie je als Sklaven .thater und die große Masse der Bevölkerung ist heute in bedeutend besserer Lage all: vor dem Kriege. In sozialer wie ir industrieller Beziehung hatte die Abschaffung der . Sklaverei. wohlthätia Resultate für die Massen, denn Sklaverei war ein großes Unrecht und kei? Gemeinwesen kann gedeihen, das au' einem Unrecht basirt. Es sind die besten Gründe zu der Behauptung vorhanden, daß der Statu der Neger sich bessern muß. Obwoh' sie jetzt nicht so nahe daran sind, mi! den Weißen auf gleiche Stufe gestell, zu werden, als sie es unter dem Skla-verei-Sysiem waren, so werden sie dock bestimmt durch die Einwanderung absorbirt werden. Dies ist die natürlich, und weiseste Lösung von dem, was wii jetzt Rassenfrage" nennen. Richmond ist die Stadt, welch, höchstwahrscheinlich das Banken-Zen-,trum und das kommerzielle Hauptquartier dieses Landes und damit der gaw zen Welt werden wird. ' Die Tage, wl diese alte Stadt die politische Hauptstadt war. sind vorüber, aber ihre Kar. riere als der Zentralpünkt für die Fa brikation für den ganzen Süden unt von da aus für die ganze Welt hat eber begonnen. , Es ist heute nahezu närrisch, von den Solid South" diese Phase habe iä übrigens selbst erfunden zu sprechen Der Solid South" gehört der Vergangenhcit an." Für st Krapotkin's Ans ch a u u n g e n. N e w I o i l, 1. April. Fürs Krapotkin. ein Mitglied des regierenden Hauses in Rußland, der seine: sozialistischen Lehren wegen aus seine: Heimath verbannt wurde und nach der Ver. Staaten kam. um hier für sein, unterdrückten Landsleute -zu sprechen hielt im Grand Central Palace vor einer enthusiastischen Menge einen Vortrag über Anarchismus, seine Philo sovbie und seine ideale". ?Vürst Kra.
polkln vcyauptele, van. die Pyilosophn des 20. Jahrhunderts die Philosoph des Anarchismus sein würde und das die vorherrschende Tendenz der große! Be" ?gungen dieses Jahrhunderts rad!. kal verschieden sein würden von denci des ersten Theiles der lekten hunder Jahre, als fast alle Bewegungen eine! Vergrößerung der Macht des Staate? günstig waren. Die Zunahme der Gewalt des Einzelnen und der Massen sei nöthiger als alles andere für die Ver besserung der Lage der arbeitender Klassen. Früher habe es ein aanzes Leben erfordert, um ein bescheidene! Vermögen zu erwerben, ient escheh das in einer so kurzen Zeit, daß mau es kaum für möglich halten sollte. Hotelbrand. ; New York. 1. April. Da! noch nicht ganz vollendete Hotel Hen dric-Hudson im Park Hill bei Nonkers. wurde Sonntag Morgen durch Feuez zerstört. Der durch Versicherung ge deckte Schapen ist Z150.000. Carnegie hat Portland bedacht. Portland, Ore.. 1. Apcil. Andrew Carnegie hat sich unter den bekannten Bedingungen, daß nämlich die Stadt einen Bauplatz geben und das nöthige Geld zur Unterhaltung einer Bibliothek aufbringen muß, erboten, 100.000 für ein Bibliotheksgcbäude zu schenken.. Die Portland Library Association hat jetzt eine Bibliothek - im Werthe von M0.000. Wahrscheinlich wird die zu erbauende öffentliche Bibliothek mit dieser vereinigt werden. Das Logan-Denkmal. Washington. D. C.. 1. April. Die Arrangements für die Enthüllung der Statue des Generals John A. Loaan. die am 9. April stattfinde:. scll. sind nahezu vollendet. Nur sehr wenig Militär wird an der Feier theilnehmen, aber viele Veteranen - Organisationen werden erwartet. Präsident McKinley wird eine kurze Ansprache vnd Senator Chauncey M. Depew von York wird die Hauptrede halten. Neuer Trust in Sicht. San Francisco, Cal.. 1. März. Die Bildung eines 30 Millionen Dollar - Trusts wird dem hiesigen Fall" zufolge bald fertig sein und die ganze Fischerei- und Packing"-Jndu-strie der pazifischen Küste wird dann oon einer' großen Korporation kontrol--Ärt'werden. Die Haupt - Attlonäre werden angeblich I. Pierpont Morgan. August Belmont. W. Seligman,, I. Seligman und andere New Yorker Kapitalisten sein. Mörderische Einbrecher. ' Pittsburg. Pa.. 1. April. Drei maskirte Räuber drangen Sonntag früh in die Wohnung von Frau Anna Ward an der 33. und Carson Straße. Die 60 Jahre alte Frau setzte sich zur Wehre und wurde von den Einbrechern so fürchterlich zugerichtet, daß sie nicht mit dem Leben davonkommen kann. Die Räuber hatten es jedenfalls auf $1200 abgesehen, die der in einer anderen Etage schlafende Gatte der Frau Ward am Samstag nach Hause gebracht hatte. Als Herr Ward und sein Sohn, durch den Lärm ausmerlsam gemacht, hinuntereilten, waren die Einbrecher schon verschwunden.
Schiffsnachrickiten.
Queenstown. 31. März. An gekommen : Belgenland" von Philadelphia nach Liverpool bestimmt. Abgegangen : Servia" nach New York. Liverpool, 31. März. Angekommen : Nomadic" von New York und Ottoman" von Portland. Me. Abgegangen : Livonian" von Glasgow nach Halifax. N. S.. und Philadelphia bestimmt. Hamburg. 31. März. Angekommen : Graf Waldersee" von New York via Plymouth und Cherbourg ; Neko" von San Francisco. Ocos und Montevideo via St. Vincent, C. V. Sout hampton. 31. März. Angekommen : Kensington" von New York nach Antwerpen ; Barbarossa" voi New York nach Bremen. Abgc gangen : Westernland" von Antwerpen nach New York. New York, 31. März. Ange-. kommen: LaBretagne" von Havre. Rotterdam" von Rotterdam und Bou lone und Bulgaria" von Hamburg und Boulogne. In Ballston. N. Y.. ist Neil Gil mour. einst der Staats - Schulsuperin tendent des Staates New York und später Negistrar in der Bundes - Land-Os fice in Bismarck. N. D.. einem Herzleiden erlegen. Die Leiche des am Freitag verstorbenen James Stephens, des Führers der Fenier-Bewezung im Jahre 1866. wurde Sonntag in Dublin bei Gesetzt. . . .. .. .
? i- !
