Indiana Tribüne, Volume 24, Number 193, Indianapolis, Marion County, 31 March 1901 — Page 7
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Jndiana Tribüne, Sonntag, 31. März 1901.
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Das Entscheidende. Won M. Echievert. 2öa sich Therese von diesem Einfalle verspricht, begreife ich nicht!" sagte schmollend ein hübsches Backfischchen zu der schönen Eugenie von Aufsiebt. Ich für mein Theil bedanke mich bestens dafür, vielleicht einen cltn, inorosen Geheimrath zum TischNachbarn zu bekommen." ' Weißt Du nicht, was corriger la sortuce" beißt?" lächelte Eugenie. 2auf und sieh Dir schnell au, wo Dein Platz ist und dann kannst Du ja im Nothfalle immer noch ein kleines Taschenspieler - Kunststückchen mit den Tischkarten machen. Aber es ist gar nicht mehr nöthig, denn da kommt Dein Vetter Karl, der das offenbar schon besorgt hat!" Als dann das junge Paar eifrig redend seinem Souperplatze , zustrebte, gestand sich Fräulein von Aufstedt, daß Therese. die liebenswürdige Hausfrau, ganz Recht gehabt hatte mit ihrer heileren kleinenRede von vorhin: sie wolle alles Cliquenwesen vermeiden und habe deshalb heute nur durch den Zufall die Tischordnung bestimmen lassen. Bodo, das vierjährige Söhnchen, habe die Karten gelegt, indem er auf's Gerathewohl bald eine Herren-, bald tint Damenkarte aus den zwei Päckchen in Mamas Händen gewählt habe man möge sich nun mir seinem Schicksale abfinden! Wie klug dieser spitzbübische Einfall allerlei kleinlichen Rangsireitigkeiten und Empfindeleien die Spitze abbrach und wie er einen frischeren Zug in die Gesellschaft brachte, die sich ost, ja zu ost, bald da, bald dort vereinigt sah! Denn selbst in der Großstadt bildet doch jede Gesellschaftsklasse wieder einen Kreis für sich, in dem man schließlich ebenso beobachtet wird, wie in der klatschsüchtigsten Kleinstadt. Da nahte Baron Körten, Eugeniens gewöhnlicher Soupernachbar und eifrigster Verehrer sollte auch er vielleicht wie der verliebte Vetter Karl ein kleines Changernent le place vorhaben? Nein Dem wollte Eugenie zuvorkommen! Mit einer geschickten Seitenwendung schob sie sich in den Strom der zum Speisesaal Drängenden und schlüpfte dann eilig von Tisch zu Tisch, um ihren Platz zu finden. Da endlich fand sie ihn. Der Platz daneben war noch leer und der Zufall hatte ihr einen Herrn Barnewelt als Nachbarn bestimmt. Zum Glück also ein Fremder für sie, wenn sie auch seinen Namen als den eines der bcsten Zeichner des hervorragendsten Witzblattes der Hauptstadt schon lange kannte. Da kam er auch schon! 5r sah eleyant aus wie die Salonlöwen, die er mit Vorliebe zeichnete und hatte ein seines, durchgeistigtes Gesicht mit scharfbeobachtenden Augen sehr sympathisch, wie Eugenie schon beim ersten Sehen bei sich feststellte. Und dieser erste Eindruck vertiefte sich im Laufe des Abends. Eugenie hatte in einem Anfalle von Uebermuth ihre Tischkarte in die Tasche gesteckt, als sich Barnewelt vorstellte, und sZte: Theresens Einfall hätte noch hübscher werden können, wenn wir ganz incogirito geblieben wären! Lassen Sie's also wenigstens mich für die Dauer dieses Soupers bleiben ja? Ihren Namen kennt dafür alle Welt!" Ich verdanke diesen Vorzug, wirklich nur dem Renommee der Zeitung, für die ich arbeite, und bedaure oft. daß manche strebsamen Eollegen diesen Vortheil nicht haben!" sagte BarneWelt bescheiden. Ein solches Blatt kommt in tausend Hände und macht immer wieder neue Reklame für die Zeichner, die einen guten Einfall zu illustriren haben. Und das Beste daran. die Idee, ist oft nicht einmal unser Verdienst." Und wer liefert diese Ideen?" sagte Eugenie. Oh, wirklich alle Welt". Wer weiß, ob nicht auch schon Sie daran mitgearbeitet haben? Ein heiterer Einfall, ein Scherz von Ihnen braucht nur von dem Richtigen belauscht worden zu sein, um uns ohneGnade überliefert zu werden. Ja. man dient auch uns Zeichnern öfter zum Modell, als man gemeinhin ahnt. Das ist das angenehme Vorrecht, das wir auf jeden Menschen haben: er gehört uns,- wenn wir nur wollen!" Er sagte das so drollig, daß Eugenie lachen mußte. Dann aber sagte sie ganz ernst: Wie muß dieses fortwährende Durchforschen der verschiedensten Physiognomien Ihre Menschenkenntniß schärfen! Fast könnte man sich vor Ihnen fürchten, wenn man etwas zu verbergen hätte." Nun, so schlimm ist es wirklich nicht, wenn wir uns auch einen gewissen Scharfblick im Taxiren der Menschen aneignen!" Gut, so taxiren" Sie mich!" sagte Eugenie übermüthig. " Aber Sie müssen Ihr Urtheil im vollsten Ernste und nicht mit ein paar Phrasen abgeben!" Und das muß ich jetzt
schon thun? Nicht erst am Ende de
Soupers, wo mir unsere Gespräche gewisse Aufschlüsse gegeben, wo ich Sie wenigstens einige Zeit 'beobachtet bätte?" Sei's drum! Ich werde mich aber hüten, Ihnen irgend etwas von meinem Leben zu verrathen, damit Sie es recht schwer haben, mich zu taxiren!" Oh. mir ist gar nicht bange, denn ihr Innenleben kann ein: geistvolle Frau doch nicht so verbergen, dan man nickt auch Schlüsse auf ibre äußeren Verhaltnisse ziehen konnte!" So gut hztte sich Eugenie schon Xnrtne rrl nrrf t itt rrhnW m nTä nn
diesem Abend, während des schier endlosen Soupers. Sie durchkreuzte jeden Versuch Barnewelts, sie ein wenig auszuforschen, auf das geschickteste und freute sich heimlich an seinem Eifer
se:nem sichtlich wachsenden In Endlich im Nachtisch, als s
gerade ein Vielliebchen unter ihren Mandeln gefunden hatte, sagte Eugenie lächelnd: Jetzt ist der große Moment gekommen! Nehmen Sie eine der Mandeln und taziren Sie mich! Errathen Sie mich ganz, so bin ich Ihnen ein Vielliebchen schuldig errathen Sie mich ab nicht, so müssen Sei mir eins schenken!" Sie hielt ihm die Kerne auf ihrer schönen, schlanken Hand hin und er blickte lange und gedankenvoll auf Eugenie, ehe er mit leiser Berührung die Mandel von der feinen Handfläche nahm ein Seufzer hob dabei seine Brust. Dann sagte der Maln mit unsicherer Stimme: Die Partie ist sehr ungleich: ich muß Ihnen auf Gnade und Ungnade ausliefern und Sie riskiren dabei nicht viel mehr als ein Läcteln noch' dazu ein Lächeln über mich!" Oh, nicht so tragisch!" scherzte Eugenie. Ich riskire ja auch, meine geheimsten Gedanken von Ihnen entdecken zu lassen ein Malerauge sieht scharf!" Ach, den Frauen gegengegenüber sind wir stets im Dunkeln!" seufzte Barnewelt. Aber ich will doch versuchen, Sie zu entdecken". Also, ich denke mir, Sie sind entweder die Tochter eines hohen Offiziers oder Staatsbeamten Sie sind viel gereist und haben auch viel und zwar nur Gutes und Ernstes gelesen Sie interessiren sich für die schönen Künste und üben wahrscheinlich sogar selbst eine aus Sis haben die Gesellschaft fast bis zum Ueberdruß genossen und sehnen sich vielleicht ganz unbewußt nach einer anderen, Ihnen harmonisch gestimmten Seele und Sie sind " Frau oder Mädchen?" Ihre Sicherheit und die Freiheit ihres Denkens sagen: Frau! Ihre Augen sagen: Mädchen! Ich weiß nicht, was ich mehr wünschen soll!" Wünschen? Sie sollen rathen, Herr Barnewelt!" Nun denn: Frau!" Sie haben nun doch verloren!"sagte Eugenie verwirrt durch die plötzlich aufleuchtenden Blicke des Malers, und machte sich an ihrem Ridikül zu schafsen, um das Tischkärtchen daraus hervorzusuchen. Dann reichte sie es mit schnell wieder gewonnener Fassung Barnewelt hin und sagte gravitätisch: Hier ist meine Karte, mein Herr: Zur Beglaubigung, daß Sie verloren haben!" Und da in demselben Augenblicke die Tafel aufgehoben wurde, nahm Eugenie im , Ausstehen Barnewelts Tischkarte, um sie sich zum Andenken an die amüsantenStunden aufzu heben!" Ein leichter Händedruck noch und Eugenie eilte zur Hausfrau und wurde da bald vo anderen Vekannten umringt. Noch einmal trat Varnewelt an sie heran, aber in dem Bestreben, nicht zu liebenswürdig zu werden, hatten ihre Abschiedsworte an den Maler recht konventionell und kühl geklungen und er dachte sich dann bitter: Ehrenvoll verabschiedet! Schade! Sie war wirklich reizend, diese Freiin von Aufstedt, und ich hätte beinahe den Kopf verloren! Jetzt heißt es nur noch, ihre Adresse zu erfahren und ihr in einigen Tagen das verlorene Vielliebchen irgend eine Zeichnung zu senden. Vielleicht hatte sie eö ja auch nur darauf abgesehen!" Aber er wählte doch einen seiner schönsten Studienköpfe aus, um ihn Eugenie zu senden, und freute sich mehr, als er sich selbst eingestehen wollte, über ihren Dankbrief, der verständnißvoll und eingehend die Schön heiten seines Geschenkes würdigte, und der zugleich eine Einladung zu einem Abendessen en faniille enthielt. Thatsächlich bildeten dabei nur wenige Leute die Tafelrunde: Eugeniens Vater, ein geistvoller alter Di--plomat. seine Schwester, welche die Stelle der frühverstorbenen Hausfrau einnahm, ein paar Freunde des alten Herrn. Varnewelt und Eugenie wie neulich ein fröhliches und interessirtes Nachbarpaar, dem die Stunden des Beisammenseins nur allzu schnell entschwanden. Beide gestanden sich das später ein, innerlich über sich selbst verwundert, und Beide suchten fortan eifrig jede Gelegenheit, sich zu treffen. Und wenn man das ernstlich will, so gelingt eö leicht. Barnewelt war eben inMode gekommen" undsomit für die Gesellschaft entdeckt; man sprach von ihm, man lud ihn ein und er nahm gerne an, wenn er Eugenie zu treffen hoffte. Eugenie aber freute sich jedes Wiedersehens so intensiv, daß sie Mühe hatte, diese Freude hinter der gelassenen Artigkeit der Salondame zu verbergen. Aber ein Letztes, ein Entscheidendes fehlte doch noch, ihnen die Worte der Liebe, die sie im Herzen und ganz heimlich für einander hatten, auch auf die Lippen treten zu lassen. Denn man ist nicht umsonst ein Kind seiner Zeit und der modernen Ueberbildung: man forscht, man grübelt und überlegt, man ist mißtrauisch gegen sich und Andere und man glaubt sich verpflichtet. den gereiften Verstand" zu Nathi rn Zteben. wenn doch das frische E:n psinden des dummen Herzens" schon lange gewählt hat! Barnewelt wie Eugenie litten unter! diesem Grübeln. Jedes hätte den An-i
dem, bitten mögen: laß mich frei inj, 5?-'ner Se'le lesen bin ich Dir so viel, wie Du mir? Ist nicht noch ein' Unausgesprochenes. Ungeahntes da. das uns auseinanderhält? . Aber Beide schwiegen und forschten weiter nach diesem quälenden Unbekannten, das vielleicht gar nicht da war! . ' Da begegnete einmal Eugenie auf einem einsamen Spaziergange . ganz unvermuthet, Barnewelt, der eine alte, sehr häßliche und selz: uneleaante ffrau
IArme führte. Sie ging so langder Maler Änd Eugenie Zeit ' "7üfcfr das lirtQföfmt Neaea
nen halbwegs zu fassen. Beidenklopfte das Herz heftig und sie wußten: jetzt ist die Entscheidung da! Barnewelt dachte bitter: wird sich die schöne, verwöhnte und elegante Freiin on Aufstedt nicht am End: hochmüthig gegen die arme, alte Frau an meiner Seite benehmen?" Und Eugenie fühlte mit Leben, daß sie Varnewelt verachten müßte, wenn er jetzt schweigend vorübergehen und damit zeigen würde, daß er sich seiner Begleitung schäme. Beide aber wünschten heiß: wird sich das geliebte andere Wesen jetzt so zeigen, wie es meine Lebensauffassung für das einzig Richtige hält und wie es meinem Herzen wohlthut? Achtlos wollte die Frau vorübergehen, aber Eugenie hemmte den Schritt und auch Barnewelt blieb stehen. Nicht lächelnd und fröhlich wie sonst, begrüßten sie sich, sondern ernst und den Blick forschend in des Andern Blick tauchend. Einen Moment lang nur, dann sagte der Maler feierlich, als nenne er sie einer Königin: Willst Du mir erlauben, gute Mutter, daß ich Dir Fräulein von Aufstedt vorstelle, von der ich Dir schon erzählt habe?" Und Eugenie dachte: Seine Mutter! Die gute einfache Frau, die gedarbt und gearbeitet hatte, um dem Sohne daö Studium zu ermöglichen, und der jetzt seine Fürsorge gilt, so gut als es ihre schlichten Leöensgewohnheiten verlangten. Seine Mutter! Dann beugte sich Eugenie hinab auf die runzelige Hand der Matrone und küßte sie ehrfurchtsvoll und so gerührt, daß ihr die Thränen nahe waren.' Dann war die Spannung gewichen, der böse Bann gebrochen! Fröhlich schritten alle Drei durch den Park und die alte Frau plauderte lebhaft über allerlei Naheliegendes über den Frühling, über ihres Sohnes Erfolge, auf die sie nicht wenig stolz war! Die jungen Leute aber sahen sich nur immer wieder freudestrahlend in die Augen. Sie fühlten Beide tiefbeglückt, daß nun nichts mehr sie trennen konnte, daß sich ihre Herzen ganz verstanden! Und als Barnewelt leise beim Abschied sagte: Eugenie, darf ich heute noch kommen und mit dem Vater sprechen?" da reichte sie ihm die Hand und sagte einfach: Komme! Du wirst mit Freuden begrüßt werden!" Iyr eveneglulk.
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Von Stefan von Kotze. Sie saß zurückgelehnt auf ihrem Stuhle. Die fleißigen Hände mit dem Strickzeug waren ihr in den Schooß gesunken, und ste starrte in die Vergangenheit hinaus. Die alte Jungfer" wurde sie in der Nachbarschaft genannt, halb mitleidig, halb sarkastisch. Trotz ihrer weißen Haare und tiefen Furchen um Lippen und Augen konnte man er-' kennen, wie schön sie einmal gewesen. Aber das war lange her. Plötzlich scheuchte ste ein Geräusch aus ihrem Traume. Vielleicht war es nur der Flügelschlag eines Spatzen gegen das Fenster, aber der Zauber war gebrochen. Sie ließ den Strumpf zu Boden fallen, schlug die Hände vor's Gesicht und weinte, weinte, als ob ihr Herz zerbräche. Wie im Krampf zuckte und zitterte ihr schlanler Körper. Die Thür öffnete sich. Aber Martha! Schon wieder! Du hast doch versprochen " und dann Plötzlich in einer höheren Tonlage : Martha, Martha, höre doch, was ich Dir zu erzählen habe. Es ist Alles nicht wahr!" Die zusammengesunkene Gestalt im Sessel hörte auf zu schluchzen, aber sonst gab sie kein Zeichen des Verständnisses. Martha! Schwester!" Die gutmüthige, dicke Frau sank auf die Kniee neben der anderen nieder, und ihr volles Gestcht färbte sich purpurn vor Anstrengung. Sie legte ihre Arn um die schmächtige Taille und zog die Hände von dem thränenbenetzten Gesicht. Höre doch mal, Martha, waS ich Dir zu sagen habe." Es lag eine frohlockende Verheißung in der Stimme, die ihren Eindruck nicht verfehlte. ' Bist Du wieder ganz ruhig, Du Arme? Ja?" Und eine kosende, fette Hand glitt zärtlich über den dünnen Scheitel der alten Jungfer. Ja?" wie zu einem Kinde. Ja!" kam es fast unhörbar von den noch zuckenden Lippen. Ach Martha!" jubelte plötzlich die Schwester, sich mit einem Ruck erhebend und die Hände beseligt zusammenschlagend; denke Dir was ich heute gehört! Es ist nicht wahr verstehst Du? Es ist nicht wahr!" Aber Minnie, was" Oh Du dummes, altes Ding! Kannst Du denn nicht verstehen? Er lebt; er ist nie Deinetwegen Du weißt doch!" Die alte Jungfer war bleicher geworden. Jetzt wußte sie, um was es sich handelte. Einem Blitze gleich schoß die alte Geschichte an ihr vorüber, wie sie es jedenTag unzählige Male gethan. Als vor 30 Jahren Martha Prowe dem iunaen und leicktsinniaen Dr.
! Kantz ihre Hand versprach, schüttelte
die Nachbarschaft bedenklich den Kops. Die Nachbarschaft hat allerdings immer die Gewohnheit, bedenklich den Kopf zu schütteln; aber dieses Mal war sie im Recht. Dr. Kantz war ein Svieler und ein Rou6. der sick nickt
I scheute, noch nach seiner Verlobung mit
lc)en Frauenzimmern umherzulaufen. Doch die Zeit der Verblendung war schön um so schöner nur wurde sie in der Erinnerung durch den grellen Gegensatz der Enttäuscbuna. Und
dann, in der'Bitterniß des ersten Zor- ' fcil- I?. i r? m Yi
lies yane ue lyn mii einger Zlleraaziung vor. sich gcstoßen. Als er vor ihr betielnd auf den Knieen lag hatte sie ihn angelacht, und .war rxlvongeganLn.
Tags daraus war er verschwunden. Und einige Wochen später trieb eine Leiche an den Strand, nur noch an der gezeichneten Wäsche erkenntlich. Die gehörte dem Dr. Kantz. Dann kam die Reaction Wachen und Monate der Qual, bald fieberhafte Selbstbeschuldigung, bald grimme Freude über den Tod des Geliebten. Doch die Jährenden Elemente klärten sich langsam und der reine, volle Wein der Einnerung, der immer berauschender wirkte, je älter er wurde, wärmte ihre Adern. Er hat sich aus Liebe zu mir das Leben genommen!" jubelte ihr Herz, während ihre Augen heiße Thränen weinten, köstliche, unbezahlbare Thränen. Auch der Luxus des Schmerzes hat seine Diamanten. Mitleidig blickte sie auf ihre Mitmenschen nieder, auf die vulgäre Alltagsehe ihrer Schwester, in deren Haus sie wohnte. Diese früh gealterten sorgenvollen Frauen, diese verrohten, gleichgültigen Männer, diese keifenden Stimmen und das ewige Kindergcschrei, die Wäsche und die Küche und oh, wie dankbar mußte sie doch sein! Alle Heirathsan träge wies sie mit einem Schauder des Ekels zurück. Das schäbige Einerlei des täglichen Umgangs, du schmutzig kleinen Stadien der ehelichen Ernüchterung widerten sie an, und immer sester schloß sie ihren eigenen Roman in sich ein und wachte und träumte in ihm. Was das Leben des Geliebten ihr nie gebracht haben würde, das hatte ihr sein Tod gesichert: eine unentweihte, in sich abgeschlössen? Episode heiligster Romantik. Und so träumte sie ihr glückliches Dasein dahin, und liebte ihre Liebe. Frau Minnie tanzte aufgeregt in der Stube umher, bis die Scheiben klirrten, ohne Unterbrechung ihre Erzählung hervorsprudelnd. Also, denke Dir, der Doctor ich habe immer gesagt, daß er ein Lump ist wollte Dich nur heirathen, weil er verschuldet war sägte ich Dir's nicht damals? Und weil Du ihm einen Korb gabst, mußte er vor seinen Gläubigern fliehen, die 'sich so lange geduldigt hatten, weil sie auf Deine Mitgift speeulirten. O, der Kerl! Ich möchte ihn jetzt mir eine halbe Stunde hier im Zimmer haben!" Frau Minnies Augen zuckten Flammen, und sie ballte wüthend ihreHände. Dem Herrn Dr. Kantz wäre es übel ergangen, hätte sich ihr Wunsch erfüllt. Die alte Jungfer saß starr aufrecht, bewegungslos wie eine Bildsäule, ohne ein Zeichen der Erregung; nur weiß war sie geworden leichenfahl. Und nun ist er gefunden," fuhr die Erzählerin fort. In Amerika wohnt er, und ist verheirathet mit einer reichen, alten Wittw:. Du kennst doch Fritz Braune, der immer rntt mir tanzte, als ich noch ein Mädchen war. Der ist doch auch ausgewandert der arme Junge, ich fürchte, er war sehr verliebt." Aber ernst schien es der dicken Frau nicht um ihr Mitleid zu sein. Sie lächelte sogar etwas selbstzufrieden. Doch dann raffte sie sich mit erneutem Eifer zusammen. Und der Fritz ist hier zu Besuch angekommen Du glaubst gar nicht, wie grau er geworden ist und er hat mir Alles erzählt. Oh Martha, Martha. sieh mich nicht so schrecklich an! Sei doch froh! Nun ist all' Deine Reue umsonst, gewesen, und endlich kannst Du wieder kannst Du wieder kannst Du wieder " Frau Minnie begann sich zu fürchten vor den todten, starren Augen ihrer Schwester. Halb beleidigt, halb ängstlich fragte sie endlich: . Martha, freust Du dich denn nicht?" Martha antwortete nicht gleich. Sie sammelte sorgfältig ihr Strickzeug vom Fußboden auf, erhob sich, strich ihre Röcke glatt, und wandte sich mit einer scharfen Schwenkung der Thüre zu. Minnie!" flüsterte sie über die Schulter, und ihre Stimme klang fremdartig und .weitentfernt; Minnie, bitte, laß mich allein heute Abend. Du weißt nicht. Aber ich danke Dir." ' Aber Martha " Laß mich laß mich!" Was habe ich denn gethan? was?" Ich sage Dir, Du verstehst nicht!" Aber so erkläre mir doch " . Die alte Jungfer drehte sich plötzlich um und blickte ihrer Schwester voll m's Gestcht. Ihre Augen waren hart und trocken. Was Du gethan? Du hast den Kern meines Daseins getödtet. Du hast mir Alles genommen, wofür und worin ich lebte, mein einziges Traumbild, mein geliebtes Herzeleid." Und dann ging sie zur Thür hinaus. Mama!" sagte Abends beim Zubettgehen die kleine Tochter der Frau Minnie, höre doch nur mal, wie der Wind stöhnt!" Aber es war nicht der Wind. Es war die .alte Jungfer, die ihr Lebensglück hinaus begleitete.
3nm Ttunven zn sruy:
Con Alfred as Hedenstjerna. Bekanntlich erlegen Sonntagsjäger öiskoeilen ganz anderes Wild, als sie beabsichtigen. Gerade so ging es dem Assessor Birk. Assessor Birk war nur dreißig Jahre alt. Er war ein Stadtkind, seine Kenntnisse des Landlebens beschränktett sich aus dieErgebnisse seiner Sommerferien und einiger Pfingstausflüge, und er hatte keinen instinktiven Drang hinaus in den Wald und nach den Vögeln. Aber er war der Sohn eines wohlhabenden Mannes und hatte die Mittel zu einer großen und ein paar kleinen Passionen, und dann versäumt ein Mann ja selten, sie zu befriedigen, wenn sie nicht bereits im Blut liegen der in der Luft. ) . . .
Birk war eine gesunde Natur und in einem guten und reinen Familienheim herangewachsen, sodaß er zu keinen schlechten Passionen Neigung verspürte. " Andererseits war er ein Alltagsmensch, sodaß es ihm schwer fiel, sich für edlere Passionen zu begeistern. Daher kaufte er zwei Gewehre, drei Hunde und eine glänzende Jagdausstattung, und wurde, was seine Mutter und seine Schwestern einen passtonirten Jäger" nannten. Eine ziemlich unschädliche Passion, was Birks Verhältniß zu den Thieren betraf. Hasen und anderes Kleinwild, das natürlich niemals im Theater gewesen war und die feschen und hocheleganten Jagdanzüge gesehen, hatte, die die ersten Künstler bisweilen auf der Bühne tragen, waren verblüfft und guckten sich fast die Augen aus dem Kopf, wenn sie den Assessor Birk erblickten. Glücklicherweise war. wie oben erwähnt, seine Schießfertigkeit derartig, daß sie keine weitere Lebensgefahr für die lieben Thierchen mit sich brachte, und seine Schwester Lizzie constatirte mit schlecht verborgener efriedigung, daß die reizende Jagdtasche, die sie ihrem Bruder vorige Weihnachten geschenkt hatte, nach Jahr und Tag noch sein und unbeschmutzt war. Ebenso wäre auch sein Verhältniß zum Wild während der zweiwöchigen Jagdpartie im vorigen Sommer geblieben; aber da wurde statt dessen der Assessor selbst mitten in's Herz getrofsen. Er und sein Kamerad waren auf einem Gutshof eingeregnet, der Regen wurde von langer Dauer, des Hauses Tochter war schön und der überall gegenwärtige Schelmenschütze Amor bedeutend treffsicherer, als Assessor Birk. Als dieser zu seiner Mutter zurückkehrte!, brachte er ein völlig durchbohrtes Herz und eine sehr schöne Photographie von einer Dame mit, sowie vier Hasen, die er von einem Bauern das Stück für 1,50 Ms. gekauft hatte. Er war dann dreimal draußen auf Hammerhof, die Familie Eschenbaum dagegen zweimal drinnen in der Stadt gewesen, das eine Mal auf einem Subscriptionsball, stets eifrig umhuldigt von dem Assessor. Heute an dem herrlichen Sommsrjage sollte er wieder nach Hammerhof hinaus und stand bereits früh am Morgen, lange bevor sein Zug abging, ganz fertig angekleidet draußen in den Vahnhofsanlagen und sah ungeduldig nach der Uhr. Die Hunde hatte er zu Hause gelassen, die Gewehre hingen ein wenig verrostet an der Wand, und die feinen Gamaschen lagen zusammengezogen und mit Spuren von Schimmel oben aus dem Kleiderschrank. Amor hatte in der Seele des Assessors Diana völlig besiegt. Was Birks Körper anbelangt, so war er mit einem eleganten, hellgrauen Sommeranzug bekleidet, der auf ungbatnten Wegen ganz unmöglich war. Er sah wieder nach seiner Uhr. Die Erwartung wurde unerträglich. Heute sollte das entscheidende Wort gesprochen werden; er war des geliebten Mädchens sicher, auch ihres Vaters und ihrer Mutter, d. h. des Himmels Seligkeit und des holdesten Mädchens der Erde. Unter solchen Umständen, und da es sich nur um eine Fahrt von 27 Kilometern handelte, würde wohl jeder mit einem Bummelzug" fahren und die halbe Meile von der Station bis zum Gute zu Fuß gehen, wenn er dadurch zwei Stunden das geliebte Weib an sein stürmisch klopfendes Herz pressen kann. Jedenfalls machte es der Assessor Birk so. Assessor Birk war kein schöner oder hochbegabter Mann. Sein Haar hatte jene Farbe, dieman lieber um die aufgehende Sonne sieht, als auf eines Mannes Kopf, war sehr spärlich und verrieth die Neigung auszugehen. Der Sommer bedeckte seine männlichen Züge mit Sommersprossen, und die Nase hatte eine beängstigende Plumpheit. Was seinen Geist anbelangte, so hatte er sich in seiner fragwürdigen Stärke bei den schwer bestandenen Prüfungen gezeigt. Er überschätzte sich nicht, aber er hatte Liebesgluthen in den Augen der Geliebten gesehen, und sie, das einzige Kind eines vermögenden Gutsbesitzers. konnte man doch nicht im Verdacht haben, seines Vaters Geldschrank allzu große Bedeutung beizumessen. Er kam an der betreffenden Eisenbahnstation an und fand natürlich um diese Zeit nicht die Gutsequipage vor. Diese sollte ja erst zum Schnellzug kommen. Bevor er seine Fußwanderung nach Hammerhctrat, ging er in das so. genannte Wgnhofä - Hotel" und forderte eine Flasche Selterwasser, ohne sich dazu einen Eognal zu bestellen. So ist man, wenn man verliebt ist!-... Aus dem Zimmer nebenan drangen laute Stimmen. Guten Tag, Herr Eomm'ssar? Wo kommen Sie her?Vom Hammerhcf. Unangenehme Geschichte! Pfändung wegen einer Weinrechnung. Der alte Eschenbaum hatte es verteufelt eilig, die Sache abzuthun, denn sie erwarteten einen Vesuch; einen feinen Besuch; ich konnte nicht recht 'rauskriegen, ob es ein Spekulant auf den Hof oder aus das Mädchen war." Ei der tausend! Ich meinte, den Eschcnbaums ging es gut!" . Alles Irdische ist vergänglich! Ueberzeichnet und ein Wechsel alle vierzehn Tage. Adjes!" Dem Assessor wurde so seltsam weich und warm um's Herz. Die arme, kleine Magda! Waren Wohlstand und solide Verhältnisse nur trügerischer Schein in ihrem Hause? Hatte sie Sorgen' und Entbehrungen erlitten ? Nun wohl, um so viel Herr-
licher würde es sein, seinen parken, schützenden Arm um die Geliebte zu legen und sie zu schirmen, so gut, so mild und zärtlich gegen alles Erdenweh. Und dann machte er sich auf den Weg. Herz und Füße erhöhten den Takt, je näher er die Schornsteine auf dem Gutsgebäude unterscheiden. Nun sah er das ganze schöne Heim, auf dem verborgene Sorgen ruhten und unter der äußeren Freude nagten, wie die Blattläuse unter den Rosen. Dann stand er mit schnellem Sprung über die Steinmauer im Garten mitten unter dem Giebelfenster, dem Fenster ihres Zimmers, und frisch und laut ertönte ihre liebe Stimme: Alle Tage neues Elend! Hast du nicht mein helles Kleid gerichtet. Mama? Ich finde wirklich, es ist nicht zu viel, wenn du das Opferlamm ausputzt, wenn ich einmal für Mama und Papa geopfert werden soll!" Ich soll selbst daran .denken? Ich muss dir sagen. Mama, ich have ananderes zu denken; ich habe die ganze Nacht mit Gustavs Porträt gelegen und von meiner einzigen Hoffnung hier auf Erden Abschied genommen! Mamachen, steh da nicht wie ein Dienstmädchen, das eine Suppenterrinc zerschlagen hat! Nun müssen wir uns d'ranmachen, das Kleid da zusammenzuschustern, bis der verdämmte Birk kommt! Ich hatte ja gehofft, ihn auch diesmal um Armlänge von mir fernzuhalten! Wer Zeit gewinnt, gewinnt alles! Aber Papa behauptet, daß alles in Trümmer fällt, wenn wir nicht das Eisen schmieden, so lange es heiß ist. So, Mamachen!" Assessor Birk war mit einem Sprunge 'wieder über die Steinmauer zurück, der nicht ohne Folgen war für seine eleganten. Beinkleider. Er lief den Weg zur Station zurück, verbarg sich dork an einem stillen Ort bis zum Abgang des nächsten Zuges nach der Stadt und sah voll Unruhe, wie der Hammerhofer Kutscher bei der Ankunft des Schnellzuges nach ihm suchte. An Herrn Eschenbaum schrieb er am folgenden Morgen einen überaus höflichen Brief, in dem er auf das tiefste bedauerte, daß er wehvollen Herzens" auf den lieben Besuch auf Hammerhof infolge der plötzlichen, beunruhigenden Erkrankung seiner Tante verzichten mußte, was ihn tief betrübte, um so mehr, als dieser wi schenfall ihm nicht so bald gestatten würde, auf längere Zeit zu verreisen. ' Gipfel.' 'Ist Frau Muller wirklich solche gefürchtetc Giftzunge?" Und ob! Die soll noch im Schlafe klatschen." ' Aufmunterung. "Vrst (zu einem ledigen Rittmeister) 7 .err Kamerad sollten auch heirathen!., . . Soldat muh auch im Frieden Courage zeigen!.'. . . - Kasernhofblüthe. Sergeant: Wenn ich Rührt Euch" commandire. Schulze, brauchen Sie nicht so auf den Boden zu stieren, als wär' im Tttttelpunkt der Erde :ine Wurstkammer!" A h so. A.: Unser Doctor hat jüngst eine ausgezeichnete Idee gehabt, die ihm eine Million eingebracht hat!" B.: Nicht möglich! Was für eine' denn?" A.: Nun, er heirathete eine Millionärin!" Guter Vorschlag. Dame: Sie müssen aui noch einen Toast ausbringen, .rr Doctor!" Arzt: Ich weiß wirtlich nicht, auf wen ich sprechen soll!" Dame: Lassen Sie Ihre Patienten leben!" Realistisch. Junge Frau: Wie es scheint, schmeckt Dir dieMahlzeit nicht, und ich habe heut' wirklich mit Lust und Liebe gekocht!" Ehemann: Ach. Kind hättest Du lieber njbisl mehr Butter genommen!" Bedenklicher Vergleich. Nun, was sagen Sie zu meinen Gedichten?" Einfach klassisch! Klopstock ist gar nichts dagegen." Warum gerade Klopstock?" Weil der auch nicht gelesen wird." Einfach. Fritz: Wie kam denn die Sphinx zu dem Rufe, se weise zu sein. Papa?" Vater:. O, sehr einfach; weil sie es fertig gebracht hat. dreitausend Jahre lang denMund -zu halten." Verständnißinnig.' Vureauvorsteher (sich auf sein Privatcomptoir zurückziehend): Ich habe eine wichtige Arbeit vor.meine Herren; bitte mich also nicht zu stören." Die Schreiber (unisono): Gewiß nicht, Herr Vorsteher angenehme Ruhe!" Oh ihrarmen, armen Dinger! Junger Herr: KLnnm Sie den Namen Maud" aus diesem Ring entfernen und dafür Claire" eingraviren?" Juwelier: Sehr gern! Aber es wird etwas theuer jeiu, der Name ii nämlich sehr tief einge schnitten." Junger Herr: Gutl Machen Sie's! Aber graviren Sle, bitte, dieses Mal den Namen nicht sl tiefem!"
Otto Deppermann, Deutscher Zahnarzt. Mxijestic OclHenclc. 3itntmr L!o. 207
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