Indiana Tribüne, Volume 24, Number 192, Indianapolis, Marion County, 30 March 1901 — Page 2

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JndZana Tribüne, 30. März 1901.

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Hlesel rea!?!vu8, Tünche u, im März. Ganz München spricht im Augcnblicke nicht mehr von dem BrenkrTc, nicht von dem bevorstehenden 80. Eeburtstage des Prinz-iegeriten, nicht don der Lignori-Morcll, sondern einzig und lUein davon, daß Kneißl, Kneißl, der Unsindbare, der Unbesicgbare und Unsichtbare, gefangen ist. Nichtig gefangen, hinter Schloß und Ricgl in München eingesperrt. Man hatte sich langsam n den Gedanken gewöhnt, daß dieser bayerische Hiesel rnlivivus Zeit feines Lebens die Umgegend von Brück das Kneißlgebiet", wie es in den offiziösen Berichten genannt wurde unsicher machen, den zu seiner Verfolgung usgesandten Häschern immer ein neues Schnippchen schlagen würde. Das war bei allem Ernste und obwohl es sich um einen ganz gemeinen Raubmörder handelte, der mehrere Menschenleben vernichtet hatte, doch auch so komisch, so operettenhaft lustig, daß man fast als unparteiischer Zuschauer

Schade!" rufen möchte. Und n einem Stammtische solTber, bayerischer Staatsbürger, unter denen sich wohlansehnliche Bamte, Professoren und sogar Officiere allerdings a. und z. D. befanden, hörte ich es laut aussprechen: Schade, daß sie den Kneißl haben!" Hierzulande schätzt man Kraft und Gewandtheit. Fertigkeit im Umgang mit Waffen hölr lls andersno. Auch die Münchener verleugnen ihre Eigenschaft als Söhne eines Bergvolkes in dieser Beziehung nicht, und dann hat ihnen der kühne Mordbube, der einen ganzen Landstrich unter die Macht seines Gewehrlaufes Monate lang zu zwingen vermochte, oft ein unleugbares Gefallen bereitet. Er imponirte ihnen. Ihnen gefiel auch der Eorpsgeist, der die Bauern ds Kneißlgebietes" beherrschte und daß sie, trotz der hohen Prämie von 1000 Mk., die auf den Kopf des Flüchtlings gesetzt war. und obwohl sich das Münchener Untcrsuchungsgefängniß stetig mit wahren

oder angeblichen Begünstigern" des !

Verbrechers füllte, ihn nicht verriethen. Ohne diese Hilfe hätte Kneißl den Nachstellungen der Gendarmerie so lange und noch dazu in diesem harten, kalten Winter sicherlich nicht sich entziehen können wenn man auch bedenken muß, daß er, als ein Einzelner, der Weg' und Steg im Walde kannte, ihnen auch in mancher Hinsicht überlegen war. Nun, jetzt ist er also doch in ihre Hände gefallen. Sie haben ihn. 5der Kneißlkrieg ist aus. Aber wer weiß, wie lange er wohl noch angehalten haben würde, hätte nicht doch schließlich ein Verräther oder vielmehr eine Verrätherin der Polizei ihre Dienste angeboten und dieser den Aufenthalt des Gesuchten mitgetheilt. Man glaubt sich nach Corsica oder in die Abruzzen versetzt, wenn man liest, wie die Gefangennahme heute früh vor sich ging. Vor ein paar Wochen war ein Versuch, Kneißl in einem Vauernhause zu überrumpeln, kläglich mißlungen und hatte zwei der bethciligten Gendarmen das Leben gekostet. Darum war diesmal von oben der Besehl gegeben, mit äußerster Vorsicht vorzugehen und nicht unnöthigerweise noch weitere Existenzen zu gefährden. Nicht weniger als 150 Mann wurden aufgeboten, um das Haus in Geisendösen, wo Kneißls Anwesenheit verrathen worden war, sich gegenseitig ablösend zu überwachen. Hinter Baumen, Häusern und Steinhaufen, stehend, liegend, hielten sie das Gebäude beständig unter Obacht, jeden Augenblick zum Schusse bereit. Denn es hieß, Kneißi verfüge noch über eine große Anzahl Patronen, und daß der Bursche sein Leben theuer verkaufen würde, darauf konnte man sich nach dem Geschehenen wohl gefaßt machen, umsomehr, als er vom Heuboden aus, in den er geflüchtet war, eine Luke durch das Dach gebrochen hatte. Er sollte ausgehungert werden, und darum hatte man die inzwischen als .Helfershelfer verhafteten übrigen Infassen des Gehöftes gezwungen, aus diesem alle Lebensmittel zu entfernen. Von diesem Plane wurde aber abgewichen und das Haus durch die bewaffnete Macht regelrecht gestürmt. Fünfundzwanzig Gendarmen führten den Angriff aus und überwältigten den Räuber, nachdem sie ihn, der zwei Revolverschüsse ins Blaue abgab, mehrfach am Oberarm und Unterleib verwundet hatten. Ein Polizeiarzt, den man fürsorglicher Weise bereit gehalten hatte, verband ihm die Wunden und fort ging's mit dem nächsten Zuge in das nahe München. Hier liegt er nun in der Gefange-nen-Abtheilung des Ehirurgisck)en Spitals, gewiß nach Monaten zum ersten Male wieder in einem veritablen Bette, nachdem er so viel Nächte aus Heu oder Stroh campirt. Er wi?d alsbald nach seiner Genesung nach Augsburg gebracht werden und. sich dort vor den Geschworenen wegen Todtschlages. Raubes und wohl auch noch einer Reihe anderer ähnlicher Kleinigkeiten zu verantworten haben. Dann wird man ihn lebenslänglich ins Zuchtlaus sperren und schnell vergessen. Denn in der That bietet die Gest;' dieses Fra Diadolo nichts Außerordentkches. Er ist, wie schon gesagt, ein g-unz gemeiner, roher Verbrecher. Interessant und fast ein wenig romantisch ist nur, wie er zum Verbrecher

wurde, vorausgesetzt, daß die Legende, welche sich das Volk darüber erzählt mehr als eine Legende ist. Kneißls Vater, ein wohlhabender Mühlenbesitzer, sollte eines geringfügigen Vergehens wegen verhaftet werden. Hierbei gerieth er, da er zu fliehen versuchte, auf irgend eine Art in den Mühlöach. Vor Kälte zitterndwurde er dennoch von den Gendarmen fortgeführt. Er wurde krank und starb. Eeine Söhne aber schworen von dieser Stunde ab den Wächtern des Gesetzes unerbittlich? Rache. Jeder Eendarrn sollte ihnen vogelfrei, ihrer Buchse verfallen sein. So betrachteten sie sich in einem ganz regulären, ordnungsmäßigen Kriegszustande mit der bewasfneten Macht ihres Vaterlandes, und man kann überzeugt sein, daß viele ihrer Dorfgenossen ganz ebenso dachten und denken.

Die VayN'Postöienst'Armee.

tcrblicbenc Ang?bör:ze, mögc fci:se! ben in noch so dürftigen Umständen sein! Das Postamts Departement kann weiter nichts, als sein wohlfeilcs,

! wenn auch aufrichtiges Bedauern aus- ! drücken. Etwas Anderes wäre es,

?oenn der Congreß durch ein besonderes Gesetz es möglich machte, etwas Greifbares in einem derartigen Falle zu thun; bis jetzt ist nie etwas dergleichen geschehen. Frankreich als Wcinland.

Nicht weniger als 86 Procent aller Postsachen, welche in den Ver. Staaten zu befördern sind, werden heute direkt nach den Eisenbahn - Postdienstwäggsns gesandt, um von den Clerks in denselben geordnet und weiter geHandhabt zu werden. Dies verleiht diesen bescheidenen Bediensteten Onkel Sams eine gewaltige praktische Wichtigkeit, und es lohnt sich, einen Gesammtblick auf ihr Wirken zu werfen, von welchem meistens nur in Verbindung mit Bahnunfällen die Rede ist. bei denen diese Angestellten oft so schlecht wegkommen. Es gibt derzeit be! uns 8794 solche Eisenbahn - Postclerks. und die Armee erscheint klein genug im Vergleich zu ihrer ungeheuren Arbeitsfülle undVerantwortlichkeit. Im verflossenen Jahr hatten diese Clerks eine Anzahl Poststücke zu handhaben, die vielleicht für den einen oder anderen Leser sogar zum Lesen zu groß ist, nämlich nahezu 14,000 Millionen oder 14 Milliarden Stücke! (In genauer Ziffer 13,792,607.160.) Davon entfiel mehr als die Hälfte allein auf Briefe. Und außerdem hantirten sie noch extra nahezu 20 Millionen eingeschriebene Poststücle! Diese ganze enorme Arbeit muß in rasch sich bewegenden, hin und her schwankenden Efpreßzügen besorgt werden, die eine Schnelligkeit von 40 bis 75 Meilen in der Stunde haben, und überhaupt unter weit ungünstigeren Verhältnissen, als sie in irgend einem Postamt herrschen, überdies meistens bei künstlichem Licht. Diese Leute legen in ihrem Dienst jährlich beinahe 306 Millionen Meilen in 3638 PottWaggons zurück. Natürlich ist es nicht zu verwundern, daß bei der Bewältigung solcher Berge don Material, und unter so wenig ajinstigen Verhältnissen, auch Fehler vorkommen; doch sind dieselben, wenn man jene schwindelnden Gesammtzahlen in Betracht zieht, erstaunlich selten. Im Ganzen sind während des verflossinen Jahres 1.355,000 Fehler zu berichten gewesen das heißt, ein einziger Fehler für je 10.175 Poststücke. Und wie sind die Postsachen manchmal adressirt! Nicht weniger als 14$ Millionen Poststücke mußten im ver gangenen Jahr ganz von der Beförderung ausgeschlossen werden, weil sie z u unleserlich adressirt waren; übri gens wurden 8.M.M dieser feilet den Absendern zurückgeschickt oder mit verbesserten Adressen schließlich doch an ihren Bestimmungsort befördert. Wenn man sich dies Alles vergegenwärtigt, braucht man sich nicht zu wundern, daß praktische Erfahrung und Geschicklichkeit bei diesen Angestellten beinahe Alles sind. Politischer Einfluß zählt in diesem Beamtenheer sehr wenig, und die riesige Verantwortlichkeit dieses Diensizweiges bringt es schon allein mit sich, daß die Cioildienst - Regeln in demselben streng beachtet werden. Auch kann man nicht sagen, daß diese Posten an sich große Verlockung böten; wer lediglich eine angenehme Versorgung suchen sollte, dem ist nur dringend zu rathen, dieser Sphäre weit fern zu bleiben. Neue und unerfahrene Leute haben in diesem Dienst, rpic große Fähigkeit sie auch mitbringen mögen, so gut wie gar k:inen praktischen Werth; aber mit der Dienstzeit steigt ihr Werth immer h'öher, wenn sie sich überhaupt für einen solchen Posten eignen! Es gibt über 76.000 Bundes - Postämter und Tausende von Routen auf den verschiedenen Eisenbahnen und Dampferlinien, und beinahe jeder erfahrene Postclerk hat diese ungeheure Masse von Namen und Lccalitäten jederzeit unter Controlle. Ihr Gedächtniß ist oft ebenso wunderbar, wie ihre Handfertigkeit. Der Verlust irgend eines dieser Vcamten wird natürlich von der DienstLeitung ganz besonders schwer gefühlt, da jeder Nachfolger auch im gunstigsten Falle lange Erfahrung braucht, um eine angemessene Ersatzkraft zu bietc?. Im vergangcnen Jahre wurden nur" 4 Bahn - Postclerks bei Bahnunfällen getödtet, aber noch außerdem 238 verletzt, worunter 51 schwer! Es ist in diesem Dienst wie noch in manchem anderen eine eigene iache um solche Opfer ihrer Pflicht. Wird ein solcherAngestellter schwer verletzt, selbst wenn die Arbeits - Unfähigkeit ein volles Jahr dauert, so wird ihm Urlaub mit Fortdauer der Bezahlung bewilligt, wird er aber getödtet, so hört die Bezahlung vom Tage seines Todes an auf, und Onkel Sam kann nicht eininzl etwas für die Begräbnißkosten bewilligen, viel weniger für hin-

Die Thatsache, daß Frankreich da'jenige Land der Erde ist, welches am meisten Wein gewinnt, und daß ihm höchstens noch Italien und Spanien nahekommen, ist bekannt, und deshalb hat man sich auch nicht weiter gewundcrt. daß im Jahre 1900. das ein gutes Weinjahr war, in Frankreich das Quantum von über 67 Millionen Hektoliter (a 26.4 Gallonen) Wein geerntet worden sind. Sieht man sich aber die Zahl etwas genauer an, so findet man. daß das fast genau 9 Milliarden Flaschen sind, und daß somit, wenn sie unter die ganze Bevölkerung gleichmäßig vertheilt würden, jeder Franzose und zwar vom neugeborenen Kind an bis zum Greise und zur Greisin das Recht hätte, in diesem Jahre 232 Flaschen Wein, also etwa alle drei Tage zwei Flaschen zu trinken. Hätte Deutschland das gleich Quantum, so kämen allerdings auf jeden Einwohner nur 159 Flaschen, aber ob 232 oder 159 Flaschen wir fürchten.daß sich so Mancher am Ende des Jahres verwundert umsehen und fragen wird: Wer hat denn nur eigentlich meinen Wein getrunken? Wollte man das ganze Quantum Wein in einem einzigen Raum unterbringen, so müßte das Gebäude bei einer Länge von 3000 Metern und einer Tiefe von mehr als 200 Metern eine Höhe von 1112 Metern haben und müßte ganz voll gepackt werden. Ist aber schon dasQuantum erstaunlich und wir bemerken, daß es sich nur um den wirklich geernteten Most handelt; die nach rationellen, wissenschaftlich anerkannten Methoden vorgenommenen Vermehrungen durch Gallisiren, Petitionen und Chaptalisiren vermehren das Quantum nicht unbedeutend so ist nach unseren Begriffen der Preis ein noch viel erstaunlicherer. Der Werth des ganzen Quantums wird offiziell auf 1.264.258.000 Fr. angegeben, das macht also pro Liter (gleich 1.05 Quart) 19.2 (gleich 3.8 Cents), pro Flasche 14 Centimes (gleich 2.2 Cents) und wenn man bedenkt, daß sich unter den gekelterten Mosten nicht unbedeutende Mengen befinden, welche frisch von der Kelter weg mit 2 3 Frs. pro Liter bezahlt werden, so kann man sich einen Begriff davon machen, zu welchen für uns unglaublich niedrigen Preisen i:t Frankreich die billigen Landweine verkauft werden. Da wird es nicht Wunder nehmen können, wenn in Frankreich der Wein wirklich als Volksgetränk" bezeichnet wird und wenn dagegen das Bier nicht aufkommen kann, sondern immer nur eine Art von Luxusgetränk für die wohlhabenden Leute bleibt.

Zlaöe in Gerniany. Es erregt in England unliebsames Aufsehen, daß die Entwürfe für die neuen englischen Geldmünzen mit dem Kopfe König Eduards VII. von eine.-n deutschen Künstler, Emil Fuchs, demselben Bildhauer, welcher im Auftrage des Königs eine TodtenmaZke von der Königin Viktoria auf dem Sterbebette anfertigte, eingefordert worden sind. Es soll thatsächlich kein englischer Bildhauer vorhanden sein, den König Eduard mit dieser Arbeit betraue.! mochte, und es kann schwerlich stichhaltig sein, wenn jetzt nachträglich behauptet wird, daß verschiedene Mitglieder der englischen Akademie, welche ebenfalls um Entwürfe ersucht wurden, sich geweigert haben sollen, mit dem Deutschen in dieser nationalen Arbeit in Wettbewerb zu treten. Fuchs ist als ausgezeichneter Medaillensiecher bekannt und hat jedenfalls in der cnglischen Künstlerfchaft nicht scinesgleichen. Viele der früheren englischen Münzen und Medaillen mit dem 5b pfe der Königin Viktoria sind bekanntlich nichts weniger als geschmackvoll ausgefallen, und so kann es denn nicht überraschen, daß die königlich britische Münze" in London augenblicklich als ersten Beamten in ihrer Mcdellir-Ab-theilung einen französischen Künstler, de Saulles, hat. Dieser hat ebenfalls Zeichnungen und Muster für die neuen Geldsorten geliefert; König Eduard soll sich jedoch bereits persönlich für die Vorlagen von Fuchs entschieden haben. Für die englischen Patriot. -n ist es natürlich schmerzlich, daß nicht mal ihre Pfunde und Schillinge ohne Zuhilfenahme deutscher Kunst herg?stellt werden können, und in der Vresse begegnet man bereits den bittersten Ausfällen gegen den unvermeidlichen Wettbewerb der deutschen Vettern, der aus patriotischen Gründen auf diesem Gebiete wenigstens sich hätte umgehen lassen sollen. . Dieses Made in Germany" muß allerdings besonders schmerzlich emPfunden werden.

Täglicher Marktbericht.

Viclzmarkt. Jndianap'ls Union Viehhöfe, 30. Aindvieb. Auserlesene bis prina Stiere, 350 Psd. ui. . aufwärts 5.10 Gute bis mittlere Stiere 350 Pfd. und aufwärts 4.60 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 Psd 4.60 Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Pfd. Stiere 4.20 Mittlere öis gute Stiere 900 bis 1100 Pfd 4.00 Gute bis gewählte Nindcr. 3.85 Mittlere bis gute Rinder., 3.40 Gewöhnliche leichte Rinder 3.00 Gute bis gewählte Kühe.. 3.75 Mittlere bis gute Kühe.. 3.00

Gewöhnliche alte Kühe.. 1.50 Kälber 6.00 Schwere Kälber 3.50 Prima bis fancy Export Bullen 3.75 Gute bis gewählte Schleich. ter Bullen 3.40 Gewöhnliche bis gutcBullen 2.75 Gute Kühe mit Kalb.... $30 GcwöhnlicheKühe mit Kalb $15 Schweine. Gute bis gewählte, mitt. lere und schwere $5.95 Gemischte. schw.Packing 5.90 Gute bis gewählte leichte 6.95 Gewöhnliche leichte 5.85 Pigs 5.25 Roughs 5.25 Schafe. Gute bis gewählte Lämmer 5.25 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 4.00 Gute bis gewählte Schafe 4.00 Ordinäre bis gute Schafe 3.00 Steckers 2.75 Böcke, per 100 Psd 2.75

März.

5.eo 5.10

5.25

4.00

4.50 4.50

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Ö.ID 3.35 4.25

3.60

2.75 7.00

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5.65 O ft

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$40

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5.50 5.00 4.50 3.75 3.50

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Früchte und Gemüse. Früchte. Ananas $2.50 per Duzend. Citronen, $3.00 für 360. Aepfel, $1.75-$4.50 per Faß. Feigen, 12zc-15c. Bananen, 1.25-1.50 per Bunch. Datteln, Persische 5c per Pfund. Kokusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. Cranbcrries $2.75 per Vufhel Crate Orangen, $2.75 $3.25 per Box. Erdbeeren 35c per Quart. Rhubarb 25 30c per Dutzend. Alle Gemüse. Kraut, $1.50 per 100. Zwiebeln, Spanische $2.00 ver Crate:

rothe Globe $1.50 per Bushel ; weiße Globe$3.50 per Faß.

Kartoffeln. 51.45 der ftafc: vrima

Burbanks und runde weiße 50c per

Bushel; zum Versandt gepackt, 5c mehr.

ubkartoneln-Jerley $3.00 ver ftafc.

Illinois $2.75.

Cclcry, 40-65c per Bunch. Weiße Rüben 90c per Faß. . Parsnips gewaschene $2.00perFaß. Neue Gemüse. Blumenkohl $1.50 per Dutzend Schallots per Dutzend Bunches 40c Tomatoes Crate von 6 Körbchen $4 Radieschen per Dtzd. Buncbcs 50c Salat 11c per Pfund: Kovssalat

$4.00 per Fab.

Spinat, 40c per Dutzend Bunches, Rothe Rüben 40c per Dtz. Buncheö Kehl $1.25 per Faß Oyftcr Plant 25c für 2 Dutzend

Bunches.

Splitter. Die Welt wimme!t von Narren, und doch ist eL der Verkehr mit der Welt, der Männer von Verstand bildet.

Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere

6$7e; hiesige stiere 7$-7c; hiesige

Kinder 350 bis 500 P und 6Zc-7c:

hiesige Kühe 400 bis 550 Pfunö 6c:

Kühe 550 bis 650 Pfund 64c; Stier

Vordcrvicrtcl 7c; Stier Hinterviertcl

91c; Rind Hinterviertcl 8jc; Rind Vor. dcrvicrtcl 6c; Kuh Vordervicrtel 5c; Kuh Hinterviertcl 7c.

Fri ches Kalbflci ch Kälbcr9c; Hin.

tcrvicrtel 13c; Vordervicrtel 8c. Frisches Schaffleisch Lämmer per Pfd. 94c; Schafe 7ic; Schenkel 10c; Nacks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 10c11c ; Eottage Schinken 8jc ; gehäu tete Schultern 9c, frisch: Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 10c ; Tender loins 18c; Spare Ribs 6c; XaW Boncs 5-5 c. Geräuchertes Fleisch. Suar Cured Schinken Erste Quali tät: 20-18 Pfund 12c; 15 Pfund 12c; 12-10 Pfund 121c; Zweite Qualität 20-18 Pfund 111c; 15 Pfund 111c; 12 Psund Ilse; 10 Pfund Ilse. kalifornische ' chinken 6 bis 8 Psund 8c; 10 bis 12 Pfund SU; 12 bis 14 Pfund. Frühstück Speck Klarer English Cured 14:; ?e:?äh!ter Sugar Cured 14c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 13jc; 6 bis 9 Pfund i:n Durchschnitt 12c; 10 bis 12 Psund im Durchschnitt lizc; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc. Speck, Eng!. Gewählter, 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 13c; 10 bis 13 Psund im Durchschnitt, 121 Svcck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 10c; KlarcSeiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, 10c; Klare Seiten, 20 bis 50 Pfd., 10c; Klare Bellies, 25 bis 30Pfd., 10c; 18 bis 22 Pfd., 10c; 14 bis 16Psd.,10ßc; Klare Nucken, 20 bis 25 Pfd., 10c; Rücken 12 bis10Pfd.,S4c; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., iozc.

Schultern, Engl. Cured 18 bis 0 Psund im Durchschnitt - c; 16 Pfund im Durchschnitt, Sc; 10 bis 12 Nfund 8s: 1 ' Gepöckeltes Schweinefleisch. Knochen, loses vancy P?g $19.00; Klares Bean 18.00; Family 16.50; Sbsrt Clear 15.00: RumLf 14.50. ' Gedörrtes Rindfleisch SSinken. req sets, 12c; Außenseiten 10e; Jnnen feiten 131c: Knöchel 131c " schmalz in Tierces, 1. Qualuai 9.; 2. Qualität 9c; 3. Qualltat Sie

! Würste, Geräucherte öraiirurst 5c: l.i?fw or; ! . '

" i""" töicnernjum 74s Knackwurst 7fc; Bologna in Därm'N 64c, in Tuch 61c.

Fische, Austern und Wildpret. Händler-Preise: Clams Little Necks 75c per lOi,. Hummern 25c per Pfund. Shrimps $1.25 per Gallone. Austern BesteBaltimoreoderStand. ards, $1.00 per Gallone: beste 3Wh.

timore Selects, $1.10 per Gallone; New l0Xl i0' n'00 per Hundert; Nett York Culls, 70c per Hundert; Blue Points m schalen, 75c per Hundert Austern in Kannen New Nork Counts 35c; I. S. F. & Co. Select, 32c; Standard 25c; F. Brand 22c; O. K. 18c; R. 15c. See.Fische. Knochenlose Häringe 8c; Häringe 6c; Perch 5e; Weißfisch 9e; See Forellen 9 je; Red Snapper sie; Kennebee Hechte 15c; Blaufische 10c Haltbut 15c; Stockfisch 8c; Haddock 8c; Catfisch 10:: No. 1 Nil ,. m

m . ' . ' j-v- i. a Plckerel oder Blue Pike 6c; Black Baß 15c.

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7iz.734c; Februar 754c auf den Geleisen; Wagcnweizcn 75c. Korn-No. 1 wein 49lr- 0? 0

424c; No. 3 weiß 42c; N04 treib OOl 4A1 1. " 7

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- - ' - -v Jil) IV, o gelb 414c: No. 4 lk 57i9ni..

No. 2 gemischt 411c: No. 3 gemischt 411c; No. 4 gemischt 37l-391c; an, Kolben 39c.

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Bohnen, 3 Psund Kannen. $1: Babama

Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbsen

Pi.io-Pi.75; frühe Juni $1-1.25, Marrow 95c, eingeweichte 55c 80:; Tomatoes, 3 Pfund. 90c-51.00:3ucker-

korn 80c $1.00; Apselbutter, per

uZeno, 3 Pfund, 90c.

Butter, Eier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise -: Butter, frische, 10c 12c Eier, 11c per Dickend.

Hühner 74c; Turkeys: jungeHähne K Psund und darüber 6c; junge Hennen 7 Pund und darüber 7c ; alte Hennen 54c ; alte Hähne 44c; Culls und Krumbrüstige 44c ; Enten 6c: Gänse 5.40-6.00.

Käse. Engros Verkaufspreise, Jmportirter Schweizerkäst. 27c per Pfund; einhei Mischer Schweizerlafe 17c; Wisconsin Cream Käse 10c-12e; New York Ched dars 13c; einheimischer Limbrge? 13c; Brick 14c. Kohlen. Tonne V4 or.ni Anthracit? $7.00 3.G5 Rauchlose 4.50 2.40 Jackson 4 00 2.15 Pittsburg 4 00 2.15 Raymond City 4.00 2.15 Winifrcde 4.00 2.15 Kanawha 4.00 2.15 Luhrig 3.50 1.90 Brazil Block 3.50 1.90 Grccn County 3.00 1.65 Jndiana Lump 3.00 1.65 Slack 2.00 1.15 Bloßburg 5.00 2.65 Lump Coke 11c per Bush. $2.75 pu 25 Bushel. $1.50 per 124 Bushel. Zerkleinerter Cc! 13.- pkiBu. $3,25 re? 2- $1.75 per 12? Bu.